Die untere Sektion hat zwei Fahrbahnen mit Doppel-Tragseil und 60er-Kabinen. Sie hat im Winter fast ausschliesslich Zubringerfunktion. Die obere Sektion hat Doppel-Tragseil und 80er-Kabinen; sie dient im Winter als Beschäftigungsanlage. Eine technische Besonderheit ist der verschiebbare Mittel-Perron in der Talstation der oberen Sektion (=Mittelstation). Er gibt immer nur eine Fahrbahn frei und rückt dabei ganz an den Aussen-Perron der anderen Fahrbahn ran. Die Verschiebung erfolgt kaum merklich während der Perron mit Fahrgästen befüllt wird.
Das Trassee der oberen Sektion wurde bei der Erneuerung leicht seitlich nach links verlegt. Stützenfundamente der ursprünglichen Bahn sind noch zu sehen. Eine Stütze dieser Sektion ist gelenkig am Fels gelagert.
Hier die Bilder. Diese habe ich nicht mit dem Ziel einer Dokumentation gemacht sondern eher zufällig. Daher bitte ich zu entschuldigen, dass die Motive hinsichtlich Seilbahntechnik nicht umfassend und nicht optimal sind.
1. Sektion:
^^ Blick aus der Talstation auf die steile Trasse
^^ Blick aus der Kabine talwärts auf Andermatt. Die Scheiben sind leider schon ziemlich verkratzt.
^^ 60er-Kabine mit Stütze (was sonst *g*)
2. Sektion:
^^ 80er-Kabine bei der Ausfahrt aus der Mittelstation
^^ Blick aus der Mittelstation auf die Strecker der 2. Sektion
^^ ... noch mal aus einer etwas anderen Perspektive; hier erkennt man gut die gelenkig gelagerte Stütze am steilen Felshang
^^ Kabine bei der Überfahrt der letzten Stütze; die Kabine sieht nicht nur so schief aus – sie ist es auch. Bei Stützenüberfahrt bergwärts schaukelt die Kabine so stark, dass immer wieder Fahrgäste umfallen. Links sieht man ein Fundament der ursprünglichen Bahn.
^^ Kabine bei der Ausfahrt aus der Gipfelstation
^^ Die Gipfelstation – krass im Fels verankert. man sieht die Treppe und Brücke; über die Treppe kann man auf das Dach der Station steigen (Tafeln erklären alle umliegenden Gipfel) und von dort über die Brücke rüber zum eigentlichen Gipfel.
^^ Vom Dach der Station sieht man schön den Serpentinenweg, über den die Skifahren runter zum Gletscher gelangen.
^^ ... von unten sieht man wie dieser Serpentinenweg mit bis zu 10 Meter hohen Schneewänden auf dem Gletscher aufgebaut wurde; ganz oben die Verankerung der Station
^^ Ein sehr kritischer Seilbahninspekteur ...*g*; er hatte an dieser Anlage eigentlich nur auszusetzen, dass das Verschiebeperron verschoben wird während er befüllt wird. Schlechter sah es für die Skilifte aus – da lag einiges im Argen.
Was gibt es am Gemsstock noch so interessantes?:
^^ Die Skiroute Gurschenstock! Die ist so ziemlich das krasseste was ich jemals an markierten Skiabfahrten gesehen hab. Brutal steil (jeweils hinter den zu erahnenden Kanten), teilweise nur 3 Meter breit zwischen Gletscherspalten (nicht überall ist eine Leine gespannt) und logischerweise nicht präpariert.
^^ Die DSB Gurschenalp im Bereich der Mittelstation. Sie ist ein typischer Doppelmayr-Nachbau von Garaventa aus Anfang der 1980er Jahre. Sie ist reine Sportbahn und im Sommer nicht in Betrieb.