Tirol - UVP-Verfahren werden Normalität

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Seilbahnfreund
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Tirol - UVP-Verfahren werden Normalität

Beitrag von Seilbahnfreund »

Bericht der Tiroler Zeitung:
Von Golfplatz bis Gletscher: UVP-Verfahren werden Normalität

20 UVP-Verfahren sind derzeit im Laufen. Die Liste abzuklärender Projekte ist noch einmal so lang.

"Vor fünf Jahren wäre jedes einzelne dieser Projekte eine Sensation gewesen", erklärt Tirols Umweltanwalt Sigbert Riccabona. Im Bewusstsein der Bevölkerung sind es derzeit die geplanten Kraftwerke der Tiwag, die einer Umweltverträglichkeitsprüfung - kurz UVP - bedürfen. Aber die Liste der Projekte ist lang. Und gleich lang ist jene Aufzählung, wo abgeklärt werden muss, ob es eine UVP braucht oder nicht.

"Derzeit laufen 20 UVP-Verfahren", erklärt Riccabonas Mitarbeiter Walter Tschon. "40, wenn man all die Abklärungen hinzuzählt, ob es sich um eine UVP handelt", wird aus der Abteilung Umweltschutz des Landes ergänzt.

Die Anträge zeigen ein buntes Bild von der regen Tätigkeit im Land: drei Golfplätze (Mieming, Igls und Westendorf), Skigebiete wie der Pirchkogel (trotz abschlägiger Bescheide), die Verbindung Serfaus-See, Hochzeiger (anhängig beim Umweltsenat) oder die Talabfahrt vom Pitztaler Gletscher.

Dazu die gewünschten Erweiterungen in Gletscherskigebieten, das Dorfhotel in Biberwier (es gibt inzwischen einen Einspruch) und der Adventure Dome in Roppen, sowie die Therme Kramsach oder eine neue "380-kV-Leitung aus dem Zillertal nach Westtirol", so Riccabona.

"Ein UVP-Verfahren, wenn es im Vorfeld gut abgeklärt ist, ist einfacher", ist Jurist Tschon überzeugt. Dennoch gebe es immer wieder Versuche, knapp unter den Grenzwerten für eine UVP zu bleiben. "Mit solchen Aktionen verliere ich aber das Vertrauen der Bevölkerung", so Tschon.

Im Amt der Landesregierung sieht man die Versuche, auf eine UVP seitens der Antragsteller zu verzichten, anders: "Es gilt das ökonomische Grundprinzip. Der Aufwand für eine UVP ist einfach größer." Es sei "nichts Unanständiges, wenn der Antragsteller - ohne zu schwindeln - eine kleinere Anzahl benötigter Flächen angibt".
Gruß Thomas

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