Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018?

Beitrag von snowflat » 07.09.2008 - 22:16

Der Staatsvertrag zwischen DK und D wurde die Woche (03.09.08) unterzeichnet, bedarf der Zustimmung der beiden Parlamente. Sollte es seitens der Naturschutzverbände keine Klagen geben :roll: soll 2018 der Verkehr rollen.
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018?

Beitrag von Foto-Irrer » 08.09.2008 - 11:18

Also ich war in den Jahren 2000 bis 2005 regelmäßig auf Fehmarn und fand es immer wieder lustig, wie die Baustelle der A1 direkt hinter Oldenburg begann und irgendwie in den 5 Jahren kaum Meter machte. Eine Bekannte von mir wohnt ausserhalb von Oldenburg in Richtung Fehmarn direkt neben der Baustelle und hat auch berichtet, wie manchmal monatelang die Maschinen dort gänzlich unbenutzt standen.
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018?

Beitrag von Seilbahnjunkie » 08.09.2008 - 11:42

Schön wäre es, wen es garkeine keine Straße über die Brücke gäbe, sondern die Autos schon auf dem Festland auf Shuttlezüge verladen würden ähnlich wie beim Eurotunnel. Dann würde Fehmarn zumindest vom Autoverkehr verschont und selbsst der starke Bahnverkehr wäre bestimmt nicht so störend wie die ganzen Autos. *träum*

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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018?

Beitrag von Foto-Irrer » 08.09.2008 - 12:50

Ich hab in Hamburg Autobahn und ne Bahntrasse zuhause vor der Nase und die Bahn stört mich um einiges mehr!

Mich würde mal interessieren, wie solche infrastrukturellen Maßnahmen sich auf den Tourismus langfristig auswirken werden.
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018?

Beitrag von snowflat » 19.06.2009 - 09:12

Fast alle politischen Hürden sind beseitigt (Bundesrat fehlt noch): Bundestag gibt grünes Licht für Ostseebrücke
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018?

Beitrag von snowflat » 12.11.2020 - 10:43

Oh ... schon seit 2009 kein Update mehr 8O

Doch nun eine wegweisende Entscheidung ... das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat alle Klagen abgewiesen, die bestehnden Planungen wurden bestätigt. Jetzt besteht entsprechende Sicherheit und der Bau kann beginnen ... in DK wurde schon vorher mit Bauarbeiten begonnen, ist wohl alles etwas einfacher dort als bei uns :? Fertigstellung soll 2029 sein ... zum Glück gibt es auf See keinen Wald, wo Baumhäuser gebaut werden können :P Auch wird es schwer sich dort irgendwo anzuketten :lol:
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von GIFWilli59 » 12.11.2020 - 14:06

Wer weiß, vielleicht gibt es nun auch im Norden (z. B. am Elbtunnel) die unsinnigen Abseilaktionen...

War mir btw. noch gar nicht klar, dass das Projekt schon seit 2008 hier behandelt wurde. :D
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Florian86 » 13.11.2020 - 11:41

Ich hab mich schon länger gefragt (und frage es mich auch jetzt noch), ob Rostock-Gedser nicht die bessere Alternative gewesen wäre. Aus deutscher Sicht wären dann wohl weniger Ausbauten der Zulaufstrecken nötig gewesen, aus dänischer Sicht hingegen mehr. Und da Dänemark ja den Tunnel sozusagen zahlt (und dann die Mauteinnahmen kassiert), hat da dessen Wünsche wohl etwas mehr Gewicht. Die Fehmarnbeltquerung passt halt eher zu einem geteilten Europa, Rostock-Gedser hätte mehr zu einem heute vereinten Europa gepasst. Auch hätte Rostock-Gedser den Flaschenhals Hamburg umgangen, da sind ja die Straßen eigentlich immer voll, und der Hamburger Hauptbahnhof platzt auch aus allen Nähten. Allerdings hätte Rostock-Gedser den Bau der Verbindung wohl um viele weitere Jahre verzögert.

So oder so: ich findes gut, dass das Bundesverwaltungsgericht den Planungsprozess in nahezu allen Punkten akzeptiert hat, und somit die Fehmarnbeltquerung kommen kann. Und bahntechnisch hoff ich mal, dass man wieder davon wegkommen wird, nur Fernzüge nach/über Hamburg zu planen (siehe letzter Entwurf des Deutschlandtaktes), sondern von Lübeck auch direkte Verbindungen nach Berlin über Schwerin anbieten wird. Wobei ich auch sagen muss: hätte man eine echte Verkehrsverlagerung angestrebt würde ein reiner Bahntunnel gebaut werden. Die Autos hätten dann halt verladen werden müssen. So wie jetzt gebaut wird werden natürlich Bahn- und LKW-Fahrten in Richtung Skandinavien attraktiver.
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von scratch » 13.11.2020 - 12:33

In unserer Firma suchen sie schon seit paar Wochen freiwillige, die dort mitarbeiten möchten. Ist mit Sicherheit ein sehr interessantes Projekt. Für mich ist das allerdings nichts.

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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von GIFWilli59 » 13.11.2020 - 13:17

scratch hat geschrieben:
13.11.2020 - 12:33
In unserer Firma suchen sie schon seit paar Wochen freiwillige, die dort mitarbeiten möchten. Ist mit Sicherheit ein sehr interessantes Projekt. Für mich ist das allerdings nichts.
In welcher Position denn?
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Naturbahnrodler » 13.11.2020 - 14:44

Florian86 hat geschrieben:
13.11.2020 - 11:41
Ich hab mich schon länger gefragt (und frage es mich auch jetzt noch), ob Rostock-Gedser nicht die bessere Alternative gewesen wäre. Aus deutscher Sicht wären dann wohl weniger Ausbauten der Zulaufstrecken nötig gewesen, aus dänischer Sicht hingegen mehr. Und da Dänemark ja den Tunnel sozusagen zahlt (und dann die Mauteinnahmen kassiert), hat da dessen Wünsche wohl etwas mehr Gewicht. Die Fehmarnbeltquerung passt halt eher zu einem geteilten Europa, Rostock-Gedser hätte mehr zu einem heute vereinten Europa gepasst. Auch hätte Rostock-Gedser den Flaschenhals Hamburg umgangen, da sind ja die Straßen eigentlich immer voll, und der Hamburger Hauptbahnhof platzt auch aus allen Nähten. Allerdings hätte Rostock-Gedser den Bau der Verbindung wohl um viele weitere Jahre verzögert.
Für den Eisenbahntunnel wäre das sicher machbar gewesen. Beim Strassentunnel glaube ich schlicht nicht daran, dass ein so langer Tunnel, dazu noch unter Wasser, sinnvoll betrieben werden kann. Die Lüftung wird dann immer schwieriger und die Konzentration der Autofahrer lässt nach.

Der aktuell längste Autobahntunnel ist 18 km lang also etwa so lang wie der Fehmarnbelttunnel, und dann gibt es noch den 24 km langen Lærdalstunnel in Norwegen der nur eine Röhre hat aber wenig Verkehr hat. Alle anderen bestehenden Strassentunnel sind kürzer. Ein Tunnel Rostock-Gedser wäre ca. 40 km lang. Wenn wir dann alle mit Elektroautos und >=Level 4 autonomen Autos unterwegs sind, kann man sowas dann in Betracht ziehen.

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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von scratch » 13.11.2020 - 14:50

@GIFWili59: In verschiedenen...Arbeitsvorbereitung, Bauleitung, tech. Management, Kaufleute,...ich vermute, da werden einige damit lange beschäftigt sein, so ein Projekt umzusetzen.

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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Amboss1981 » 13.11.2020 - 15:25

Ich hab mich schon länger gefragt (und frage es mich auch jetzt noch), ob Rostock-Gedser nicht die bessere Alternative gewesen wäre. Aus deutscher Sicht wären dann wohl weniger Ausbauten der Zulaufstrecken nötig gewesen, aus dänischer Sicht hingegen mehr. Und da Dänemark ja den Tunnel sozusagen zahlt (und dann die Mauteinnahmen kassiert), hat da dessen Wünsche wohl etwas mehr Gewicht. Die Fehmarnbeltquerung passt halt eher zu einem geteilten Europa, Rostock-Gedser hätte mehr zu einem heute vereinten Europa gepasst. Auch hätte Rostock-Gedser den Flaschenhals Hamburg umgangen, da sind ja die Straßen eigentlich immer voll, und der Hamburger Hauptbahnhof platzt auch aus allen Nähten. Allerdings hätte Rostock-Gedser den Bau der Verbindung wohl um viele weitere Jahre verzögert.
Ich denke, gegen einen Tunnel Rostock-Gedser sprechen mehrere Punkte - technische, finanzielle wie auch verkehrstechnische Gründe

Erstens würde der Tunnel über 45 km lang. So einen lange Strecke kann man den Strassenverkehr nicht in einem Tunnel führen, das wäre viel zu gefährlich.

Zudem wären die Baukosten viel, viel höher als wenn man den Tunnel durch den Fehmarnbelt baut.
Und möchte man die Strecke durchgehend als Autobahn vierstreifig machen, so muss sowieso ausgebaut werden. Wenn nicht Heiligenhafen - Puttgarden, dann halt Gedser - Eskilstrup.

Auch verkehrstechnisch macht ein Tunnel Rostock-Gedser wenig Sinn. Dies würde einzig für den Verkehr aus dem Grossraum Berlin und Polen eine Verbesserung bringen. Aber ab Rostock und Polen gibt es auch sehr attraktive (zeitlich wie finanziell) Fährverbindungen nach Südschweden als Konkurrenz.
Für das riesige Einzugsgebiet Hamburg, Hannover, Frankfurt, Süddeutschland, Ruhrgebiet bis Niederlande und Belgien bringt ein Tunnel Rostock-Gedser eigentlich gar nichts. Nicht mal lässt sich so der Grossraum Hamburg umgehen, denn die Fahrt von genannten Einzugsgebieten nach Rostock führt auch über Hamburg. Wirkliche Alternativen gibt es da nicht.

Und was meinst du mit: "Die Fehmarnbeltquerung passt halt eher zu einem geteilten Europa, Rostock-Gedser hätte mehr zu einem heute vereinten Europa gepasst."?


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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Florian86 » 14.11.2020 - 00:33

Amboss1981 hat geschrieben:
13.11.2020 - 15:25
Und was meinst du mit: "Die Fehmarnbeltquerung passt halt eher zu einem geteilten Europa, Rostock-Gedser hätte mehr zu einem heute vereinten Europa gepasst."?
Naja, der Fehmarnbelttunnel wird deutlich mehr Vorteile für Verkehre von Skandinavien in Richtung Hamburg, Ruhrgebiet, Niederlande, Belgien, usw. bieten, im Vergleich zu weiter östlich gelegenen Wirtschaftsräumen. Die ersten ernstzunehmenden Machbarkeitsstudien für die Feste Fehmarnbeltquerung starteten Anfang der 1990er. Zu dieser Zeit konnte man ja nicht unbedingt sicher sein, dass die EU sich viel weiter nach Osten als bis Görlitz/Wien/... ausdehnen wird. Also hat man wohl verstärkt so geplant, wie die aktuelle geopolitische Lage Anfang der 1990er war. Das ist ja auch verständlich

Rostock-Gedser hingegen wäre in etwa für alle Verbindungen Skandinavien - östlich von Wismar (grob geschätzt) kürzer. Im Wikipedia-Artikel dazu sind Beispiele genannt jeweils im Vergleich zur Verbindung über Hamburg (wobei ich grad selbst nochmal das in google maps eingegeben hab - und die Zahlen sind etwas anders als in Wikipedia):
- Kopenhagen - Berlin gut 140km kürzer
- Kopenhagen - München ca. 120km kürzer
- Kopenhagen - Polen (Frankfurt/Oder) gut 140km kürzer
Somit wären auch Verbindungen nach Tschechien, Wien,... mit Rostock-Gedser kürzer, wobei sich die Unterschiede wohl angleichen je weiter südlich man kommt.
Im Gegensatz dazu: Hamburg - Kopenhagen über Rostock ist gerademal etwas weniger als 70km länger als über Fehmarn.

Und noch eine Anmerkung zu dieser Querung: Rostock-Gedser wäre wahrscheinlich nicht als Tunnel gebaut worden, sondern als Brücke. Das wäre zwar auch lang gewesen, aber es gibt wohl über weite Strecken ein Riff, was aufgrund geringer Wassertiefen günstig für einen Brückenbau gewesen wäre.

Was die Fähren aus Polen nach Schweden betrifft ist attraktiv auch relativ: Świnoujście - Ystad dauert wohl auch mindestens 6,5h, und das ist noch eine eher kurze Fährverbindung zwischen Polen und Schweden. Wenn man natürlich sagt: der LKW-Fahrer muss eh Pause machen, die kann er auch gut aufm Schiff machen, dann ist das wohl leidlich attraktiv für die Spediteure.
Aber wenn ich schnell ankommen will, dann wähl ich diese Verbindung nicht. Mit dem Zug kommt man übrigens schneller von Warschau nach Rostock als nach Świnoujście...
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Malli » 14.11.2020 - 13:58

scratch hat geschrieben:
13.11.2020 - 14:50
@GIFWili59: In verschiedenen...Arbeitsvorbereitung, Bauleitung, tech. Management, Kaufleute,...ich vermute, da werden einige damit lange beschäftigt sein, so ein Projekt umzusetzen.
Bist beim Bögl? Wie ist denn die Motivation dort oben mitzuarbeiten?

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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von scratch » 14.11.2020 - 18:37

Hab bisher nichts mitbekommen bzgl. Motivation, sorry. :nixweiss:
Da es ja ein großes Konsortium von einigen Firmen ist weiß ich auch nicht, wie viel von welcher Firma abgestellt werden sollen.

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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von snowflat » 07.04.2021 - 09:33

Wer sich mal gefragt hat, wie dieser Tunnel gebaut wird, nachdem in den Bergen ja nur gebohrt wird ... so:
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Julian96 » 07.04.2021 - 11:06

Das mit dem schwimmenden Tunnel finde ich ja irgendwie ne geniale Idee, auch wenn ich glaube, dass durch Seegang und Meeresströmungen durchaus Problematiken bei so einer Bauweise auftreten können. Aber interessant, was für Ideen es hier doch gibt.
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Re: Fehmarnbelt-Querung zwischen D und DK in 2018? Update: In 2029!?

Beitrag von Meckelbörger » 07.04.2021 - 12:07

Julian96 hat geschrieben:
07.04.2021 - 11:06
Das mit dem schwimmenden Tunnel finde ich ja irgendwie ne geniale Idee, auch wenn ich glaube, dass durch Seegang und Meeresströmungen durchaus Problematiken bei so einer Bauweise auftreten können. Aber interessant, was für Ideen es hier doch gibt.
Eigentlich ist das ja schon ein richtig alter Hut, so wurde der Kanal Tunnel in Rendsburg schon gebaut. Es wurden auch schon Schiffe und Pontons aus Stahlbeton gebaut. Insbesondere in der DDR-Mangelwirtschaft wollte man Stahl sparen.
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