Soll Die Schweiz Schengen beitreten?

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Soll die Schweiz Schengen beitreten?

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Stöösler
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Beitrag von Stöösler » 01.06.2005 - 15:14

Ich als Parteimitglied der jungen SVP würde am 5. Juni Jein oder gar nicht Stimmen den es hat von mir aus gesehen viele Vor- und Nachteile.

Vorteile: Tourismus
Schengener visum

Nachteile: Ofene Grenzen
Souverenität verliern
Schritt zur EU


Schengen und Dublin hätte man von meiner meinung nach trenne sollen den man will uns damit zu ofenen Grenzen zwingen.

Schengen Nein. Dublin Ja. EU Niemals!!!

Für eine Neutrale und Unabhängige Schweiz

Gruss Stöösler


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Migi
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Beitrag von Migi » 01.06.2005 - 15:27

In deinem Alter war ich auch noch so n SVP-Befürworter und EU-Gegner :wink: .

Der Schritt in die EU wird sich über kurz oder lang nicht vermeiden lassen, wenn wir dann nicht für uns selbst schauen wollen, was wir gar nicht können.

Schengen tut der Souverenität nix und öffnet auch die Grenzen nur bedingt. An den Schengen-Aussengrenzen wird weiterhin kontrolliert. Btw. kommt heute ein Illegaler an den offenen Grenzen ohne irgendwas vorbei. Mit Schengen gibts die mobilen Kontrollen, die da mehr bewirken können, da nicht oder nur bedingt planbar.

Übrigens will uns niemand zu etwas zwingen. Das sagt die SVP :roll: . Genauso ists die SVP, die von mehr Arbeitslosigkeit spricht, wenn sich diesbetreffend keine einzige Regelung ändert 8) . Jup, nix gegen dich, aber ich wünsch der SVP, dass sie am Sonntag hübsch auf die Schnauze fällt. Wenn nicht, so tut mir die Zukunft der Schweiz leid...

Es ist logisch, dass alles was Vorteile hat auch Nachteile hat. Nur haben das alle anderen Schengen-Mitglieder auch. Schengen ist nicht etwas, was die Schweiz übernehmen will oder so was...
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Hanz
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Beitrag von Hanz » 01.06.2005 - 15:30

Was mich als Ausländer, d. h. Außenstehenden doch ziemlich schockiert, ist der Stil, den sich mehr oder weniger staatstragende Parteien zu Eigen machen, um für ihre jeweilige Position zu werben. SVP:

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CVP - dieseits oder weit jenseits der Grenzen des guten Geschmacks?

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Beitrag von schifahrer » 01.06.2005 - 17:09

Hanz hat geschrieben:Was mich als Ausländer, d. h. Außenstehenden doch ziemlich schockiert, ist der Stil, den sich mehr oder weniger staatstragende Parteien zu Eigen machen, um für ihre jeweilige Position zu werben.
Mich haben die Plakate auch etwas schockiert. Die Kampagnen gegen Schengen könnte auch von der NPD sein.

Es werden Ängste vor mehr Kriminalität geschürt. Gelder von Kriminellen auf den Konten der Schweizer Banken werden dagegen gerne gesehen. Die Schweizer kommen mir etwas vor wie Rosinenpicker.

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Beitrag von Stöösler » 01.06.2005 - 17:31

Rechte plakate oder auch die der SVP werden immer in den medien oder sonst wo hoch kritisiert, wenn aber ein linkes Plakat gezeigt wird ist es gut.
Finde dies unfair und Bescheuert. Es fängt auch schon damit an wenn ich ein Schweizerkreuzt-shirt anziehe sagen mir linke oder Ausländer "NAZI".
Aber wenn die Ausländer oder die linken Anarchiste- oder Balkant-shirts anziehen sagt niemand etwas.

SVP und NPD darf man nicht vergleichen.
Und noch etwas die SVP ist nicht gegen alle Ausländer.
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Beitrag von trincerone » 01.06.2005 - 17:36

Also das SVP Plakat erinnert v.a. im Layout ein wenig an Plakate aus einer Zeit, wo man auch schon mal in ganz Europa mit einer Währung zahlen konnte.... :( Im übrigen ist jemand der ein Schweizer Nationalsymbol als Hinweis auf Nationalsozialismus deutet, geschichtlich leicht fehlgebildet, insofern kann ich den stöösler da schon verstehen.

Also, das Problem an Schengen ist, dass eben die EU Außengrenzen nicht so gut kontrolliert werden bzw. nicht so gut zu kontrollieren sind, was man schon an den illegalen Einwanderen in Italien sehen kann. Dazu kommt, dass offene Grenzen gekoppelt mit nationalen oder sogar föderalen exekutiven Verwaltungseinheiten höchst problematisch ist. Solange wir kein FBI in Europa haben, ist es nicht sehr schwer, sich einer Polizei nach der anderen zu entziehen, indem man mal die ein oder andere Grenze wechselt! Die Visaverstöße in der Ukraine beispielsweise haben den Deutschen weit weniger Probleme gemacht als den Portugiesen, die unter einer massiven Zunahme illegaler Schwarzarbeit zu leiden hatten!

Also so ganz unkritisch ist das mit Schengen nicht. Ich persönlich bin auch kein Befürworter einer schnellen Erweiterung des Schegener Abkommens auf die neu hinzugekommenen EU Staat des ehemaligen Ostblocks. Meines Erachtens hätte das eher mittelfristig passieren sollen. Ich denke das wäre sicherheitspolitisch richtiger. Die EU macht viele richtige Sachen, aber sie tut sie zu schnell, so jedenfalls meine Meinung.

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Beitrag von k2k » 01.06.2005 - 18:02

Stöösler hat geschrieben:Es fängt auch schon damit an wenn ich ein Schweizerkreuzt-shirt anziehe sagen mir linke oder Ausländer "NAZI".
Aber wenn die Ausländer oder die linken Anarchiste- oder Balkant-shirts anziehen sagt niemand etwas.
Ich dachte, diese Nationalstolz-Geschichte würde in der Schweiz etwas entspannter gesehen!? Ich erinnere mich da an so ein Erlebnis als Schüler auf einem Klassenaustausch mit einer Schweizer Schule, als die Schweizer ohne besonderen Grund irgendwann mal angefangen haben, ihre Nationalhymne zu singen. Hat niemanden groß gestört, ich hätte aber gerne mal gesehen was passiert wäre, wenn wir die deutsche Nationalhymne dagegen geschmettert hätten ;-)
Das aber nur am Rande, die Plakate find ich ebenfalls zumindest bedenklich, es hat mich auch sehr an eine bestimmte Zeit erinnert.
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Beitrag von Nuno » 01.06.2005 - 18:36

Stöösler hat geschrieben:Schengen Nein. Dublin Ja. EU Niemals!!!

Für eine Neutrale und Unabhängige Schweiz
Wann eine Mehrheit in der von dir so geliebte souverene Staat so über der EU denkt, muss ich mich mal überlegen auf zu hören Geld nach deinem souverene Staat zu bringen. Nicht persöhnlich gemeint, aber besteht "der Welt" überhaupt für dich, oder gibt's nur "der böse Welt hinter dem Zaun"?

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Beitrag von trincerone » 01.06.2005 - 18:54

@nuno: na ja, ich hab Dich aber auch schon mal sachlicher erlebt...

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Beitrag von Migi » 01.06.2005 - 18:57

@Nuno: Es gibt für viele Schweizer nur die grosse böse Welt um die Schweiz herum... So von wegen Neutralität und so und "Wir sind ein Volk von einzig Brüdern". Meiner Meinung nach leben wir inzwischen in einer anderen Welt. Aber naja, sind eben net alle dieser Meinung... leider. Nur werden es dann wohl genau die Leute sein, die jammern, wenns der Schweiz dann "unvorhergesehen" ziemlich schlecht geht, niemand mehr unsere Exportwaren haben will weil alles mit zusätzlichen Zöllen belastet ist, niemand mehr hier Urlaub machen will weil alles so teuer ist weil eh schon kaum jemand mehr hier her kommt etc.

Ich sag nicht, dass die EU oder auch grundlegen Staatenbündisse nur Vorteile haben. Aber genau deshalb weil dem nicht so ist sind viele Schweizer hier gegen alle solchen Bündnisse. Rosinenpicker wurde erwähnt, und ja, ich kann dem nur zustimmen. Ein grosser Teil der Leute hier denkt so. Dass aber hinter ihrem Rücken sehr viel passiert, was uns nicht nur Vorteile bringt und wodrüber heftig diskutiert wird, das merken sie nicht. Beispiel 40-Tonner. Das war ne Riesendiskussion ob man die hier nun zulassen will oder nicht. Interessant ist nur, dass diese hier schon seir mehr als 20 Jahren herumfahren (bestätigt von verschiedenen Chauffeuren mit eigener Erfahrugn was diese Sache betrifft).
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Beitrag von trincerone » 01.06.2005 - 19:07

Nur wird Urlaub in der Schweit sicher durch Annäherung an Europa sicher nicht billiger werden. Allenfalls fallen Eure Löhne, aber das wird den Preis der Produkte nicht senken. Das umgekehrte Phänomen hatten wir ja gerade mit der Euro Einführung (höhere Preise bei trotzdem gleichen Löhnen).

Ich finde das Bild von der bösen Welt außerhalb des Schweizer Zauns, das ihr ihm in den Mund gelegt hab auch etwas übertrieben. Im übrigen wird in Deutschland gerade diskutiert, wie wir uns politisch gegen den eisigen Hauch der bösen globalisierten Wirtschaftswelt national besser sichern können. :!: :idea:

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Beitrag von Nuno » 01.06.2005 - 19:49

Natürlich habe ich das ein bisschen chargiert, leider fehlt mich des ofteres auf deutsch die Subtilität die ich auf niederländisch und englisch schon habe...

Der Grund für meine Haltung ist aber deswegen noch immer (meiner) Wahrheit; Gerne "unser" Euro's annehmen aber desweiteren Kopf ins Sand?!?
trincerone hat geschrieben:Im übrigen wird in Deutschland gerade diskutiert, wie wir uns politisch gegen den eisigen Hauch der bösen globalisierten Wirtschaftswelt national besser sichern können. :!: :idea:
M.M.n. ist das grosste Gefahr innerhalb Europa gerade diese Nationalismus, die jeder dekade wieder in einer neuer Erscheinung kommt. Vereinigung ist nicht nur das beste Waffen gegen Krieg, aber auch für stabilen Wirtschafts- und Wohlstandswachstum.

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Beitrag von trincerone » 01.06.2005 - 20:00

Ja, zum einen vielleicht. Demgegenüber sehe ich es beispielsweise nicht ein nationale Errungeschaften nur für die euopäische Gleichschaltung zu opfern. :idea:

Im übrigen sei nur als Einzelfallbeispiel das sog. Lohndumping erwähnt: wenn wir uns da nicht national absichern, wächst der Wohlstand ber gewaltig - in den EU Niedriglohnländern! Offene Arbeitsmärkte erfordern nämlich auch halbwegs gleiche Arbeitsbedingungen und die müssen wir erst einmal schaffen!


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Beitrag von Schmalspurfan » 01.06.2005 - 20:55

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Beitrag von Chasseral » 02.06.2005 - 10:00

Schengenbeitritt der Schweiz: Find ich persönlich gut. Dann kann ich endlich ein paar Fläschle Wein mehr mit heim nehmen. :lol:

Zur EU: Was mich immer wieder erstaunt: Wenn ich Schweizer Nachrichten höre oder Schweizer Fachzeitschriften lese, stelle ich fest, dass die EU-Themen dort eher einen noch grösseren Raum einnehmen als in den entsprechenden deutschen Medien. Auch stelle ich fest, dass die Schweiz viele EU-Richtlinien in Bundesrecht umsetzt. Die Schweiz ist also keineswegs völlig losgelöst von der EU. Ist eine reine Feststellung und kene Wertung. Die dadurch entstehende Konformität mit der EU hat sicherlich ihre Gründe und ihren Zweck und ist wohl auch Voraussetzung für die Möglichkeit des Schengen-Beitritts. Also die EU ist für die Schweiz immer ein Thema - ob mit oder ohne Beitritt.
Zuletzt geändert von Chasseral am 02.06.2005 - 12:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von TPD » 02.06.2005 - 10:12

Schengenbeitritt der Schweiz: Find ich persönlich gut. Dann kann ich endlich ein paar Fläschle Wein mehr mit heim nehmen.
^^
Die Schweiz wird auch mit Schengenabkommen nicht zur Zollunion der EU gehören !

Die Schweiz ist also keineswegs völlig losgelöst von der EU.
Natürlich ist die Schweiz nicht absolut unabhängig von der EU, wie dies manche politische Parteien behaupten. Aber ich denke in der jetzigen Situation haben wir fast mehr Einfluss in Brüssel als wenn wir ein Mitglied der EU wären.
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Beitrag von Olli » 02.06.2005 - 11:30

miki hat geschrieben:. Was sich in der Zwischenzeit an den Grenze (SLO - AT) abspielt gleicht einem schlechten Witz. Wo vor 2004 ganze 4 Typen (2 x Polizei, 2 x Zoll) standen, gibt es jetzt meistens nur noch einen - Zoll gibt es ja keinen mehr, und die Polizei hat 'gemeinsame Kontrollen' eingeführt. Das sieht dann etwa so aus, das bei der Einreise nach AT der österreichische Gendarm steht und sich in den seltensten Fällen den Ausweiss zeigen lässt, meistens winkt er eh ab. Und irgendwo neben ihm sitzt ein noch wesentlich gelangweilter slowenischer Kollege und kratzt sich am Hintern, spielt Solitaire oder zählt die Sterne am Himmel :roll: . In die Gegenrichtung sieht es genau so aus, nur mit anders verteilten Rollen.

Fazit: Geldverschwendung ^^3 !! Beide Staaten geben Millionen aus für total überflüssige Beamten. Und das noch mindestens 2 Jahre. Die sollen das Geld lieber in was vernünftigeres stecken .. z. B. Subventionierung von Skigebieten :twisted: ...
Das mag vielleicht für Slowenien gelten, aber im Prinzip finde ich nicht, dass die östlichen Nachbarn von Österreich im Jahre 2007 schon reif für Schengen sind. Man braucht sich nur die Presseaussendungen der Polizei durchlesen, wie viele gestohlene Autos, illegale Einwanderer etc. an den Grenzen von der Gendarmerie aufgedeckt werden.


In der Schweiz ist das kein Problem, deshalb finde ich den Schengenbeitritt auch in Ordnung, für Tschechien und Ungarn sehe ich die Grenzkontrollen in näherer Zukunft als unbedingt notwendig an.

Weiß jemand, wie die Kontrollen dann nach dem Schengenbeitritt eigentlich aussehen werden, da ja noch eine Zollgrenze besteht? .Muss man weiterhin die Fragen nach mitgeführten Waren beantworten, aber den Pass nicht mehr zeigen?


Hat zufällig jemand Erfahrungen an der Norwegisch Schwedischen Grenze, wo sich das gleiche Problem stellt?

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Beitrag von F. Feser » 02.06.2005 - 13:19

erfahrungen norwegen schweden werd ich diesen sommer testen :)
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Beitrag von Hanz » 02.06.2005 - 14:02

Schmalspurfan hat geschrieben:Noch zu den Plakaten, wenn ich die Wortwahl der Deutschen Politiker im Wahlkampf bedenke, finde ich diese Plakate nicht besonders erwähnenswert.
Schon richtig, dass die Politiker hier bisweilen ziemlich bissig miteinander umgehen, während in der Schweiz doch eher Kuschelton und Konsensorientierung vorherrschen. Aber der deutsche Politiker, der es wagen würde, Schweizer Zöllner klischeehaft als grinsende Sadisten darzustellen, die ein unschuldiges deutsches Bübchen schikanieren, zwingen, die Hände zu erheben und die Hose herunterzulassen, um mit einer Taschenlampe dann werweißwohin zu leuchten, der wäre mit Sicherheit kurze Zeit später ein Ex-Politiker.


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Beitrag von GMD » 04.06.2005 - 13:02

Beide Sujets, sowohl das der SVP wie auch der CVP sind unsäglich. Nur: Das der SVP sehe ich an jeder zweiten Ecke, dasjenige der CVP nirgends! Warum? Wurde es wieder zurückgezogen?

Ohnehin fährt die SVP und die Auns eine reine Angstmacherkampagne. Und das störrt mich. Für mich bedeutet dies, dass die Gegner ganz offensichtlich keine oder nur schwache Argumente für ihre Sichtweise haben. Also wird wieder einmal das universell verwendbare Schreckgespenst des Souveränitats- und Sicherheitsverlustes aus der Mottenkiste gezerrt. Ein Rezept, mit dem die rechten Kreise (nicht nur in der Schweiz!) leider bisher oft recht gut gefahren sind.
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Beitrag von TPD » 04.06.2005 - 13:20

Wurde es wieder zurückgezogen?
Vielleicht schon. Denn ich finde das CVP-Plakat eher kontraproduktiv.
Einerseits behaupten die Gegner, dass durch die Annhame des Abkommens die Sicherheit der Schweiz gefährdet wird.
Andererseits erzählt das Plakat auch eine Unwahrheit. Denn die Schweiz wird auch mit Schengenabkommen nicht zur Zollunion der EU gehören. Also dadurch musst Du dich nicht mehr an der Grenze bis auf die Unterhosen ausziehen aber Du musst damit rechnen, dass Du im Landesinnern vom Zoll durchsucht wirst.

Also ich denke man hätte für eine Prokampagne eher die Themen: Asylwesen, mehr Sicherheit etc. ansprechen sollen. Denn mit den Plakaten muss man ja die Unentschlossenen oder die Gegner ansprechen.
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Beitrag von Turm » 04.06.2005 - 14:26

Ich verstehe den ganzen Hype nicht .. Das Schenener Abkommen bietet nur Vorteile:

(1) Der Personenverkehr wird beschleunigt durch die freie Reisemöglichkeit.

(2) Die Arbeit der Polizei / des Zolls wird erleichtert, weil sie nicht mehr an der Grenze anhalten müssen, sondern auch noch nach der Grenze aktiv sein dürfen.

(3) Die Effizienz der Polizei / des Zolls wird gesteigert weil das Durchwinken, das im Moment an der Grenze praktiziert wird auch keine Lösung ist. Einem Bericht zufolge, den ich mal gesehen habe, ist die Aufklärungsrate im Grenzüberschreitendem Verkehr durch die mobile Stichprobenkontrolle gestiegen.

einziges Problem für die Schweiz wäre, dass sie sich mit dem Beitritt der EU-Bürokratie ausliefert, die über das Abkommen wacht und es verändern kann.
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Beitrag von trincerone » 04.06.2005 - 14:32

@turm: sorry, aber Punkt 2 und 3 erscheinen mir da nicht so offensichtlich. Punkt 1 ist sicher richtig.

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Beitrag von TPD » 04.06.2005 - 14:36

Ich verstehe den ganzen Hype nicht
Das Problem ist halt, dass es Parteien gibt, die aus Prinzip immer die Opposition spielen.
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Beitrag von Turm » 04.06.2005 - 15:13

trincerone hat geschrieben:@turm: sorry, aber Punkt 2 und 3 erscheinen mir da nicht so offensichtlich. Punkt 1 ist sicher richtig.
Man hat die Chance nach Abschaffug der Grenzkontrolleure im grenzüberschreitendem Verkehr gemeinsame Arbeit zu verrichten. Bisher steht das unterste Glied der Karrierekette an der Grenze und winkt (fast) jeden durch der vorbeikommt, wenn ihm einer nicht passt, wird er rausgezogen und gefilz.

Nach Abschaffung der Grenzkontrolle können die Ressourcen besser verteilt werden, die Ermittlungsbehörden arbeiten im Grenzbereich beser zusammen, und die Stichproben, die man überall machen kann, von 30 Km vor bis 30 Km nach der Grenze bieten mehr Möglichkeiten, als an nur einem Punkt, wo gerade ein Zöllner mit einem Fahrer beschäftigt ist, der zu schnell auf das Zollhäuschen zugefahren ist.
Die Trefferquote steigt, auch daher, weil die Schmuggler, Räuber und Verbrecher sich nicht mehr auf das eine Ziel: Überschreitung der Grenzlinie konzentrieren können, weil die Kontrolle ja auch schon vor oder nach der Grenze erfolgen kann.

zu meinem Punkt (2) ist zu sagen: Die deutschen Ermittlungsbehörden müssen z.B. die Verfolgung von verdächtigen Personen an der Grenze abbrechen, und können ihnen nicht weiter nachstellen, liegt kein unmittelbarer Grund vor, so können die Beamten am Schlagbaum auch nicht aufhalten, mal ganz zu schweigen vor der grünen Grenze. Da muss dann erst die Ermittlungsbehörde im Nachbarland kontaktiert werden und davon überzeugt werden, auch tätig zu werden. Ich meiner die Zusammenarbeit der Grenzwächter der angrenzenden Länder verbessert sich ungemein.
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