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Atomausstieg

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!

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Atomausstieg

Beitrag von Vadret » 25.05.2011 - 16:04

ATOMAUSSTIEG IN DER SCHWEIZ BESCHLOSSEN!

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... --30669130
http://www.blick.ch/news/politik/bundes ... ieg-173297
http://www.suedostschweiz.ch/politik/bu ... g-bis-2034

Der Bundesrat hat den Atomausstieg heute beschlossen!
2019 soll Beznau I abgeschaltet werden. Beznau II und Mühleberg sollen 2022 folgen, Gösgen 2029 und Leibstadt 2034.
Zuletzt geändert von GMD am 26.05.2011 - 21:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Da sich das Topic internationalisiert hat, Titel angepasst.
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von ATV » 25.05.2011 - 16:43

Und in Mühleberg die BKW.
Beznau können sie unter Heimatschutz stellen und als Industriedenkmal weiterlaufen lassen. :lol: "Ältestes funktionierendes Atomkraftwerk der Welt" Währe mal was neues.

Der Populistenwahlkampf ist definitiv in der Schweiz angekommen. :roll: Bleibt zu hoffen, dass das nicht die gleichen Blüten wie in Deutschland.
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Vadret » 25.05.2011 - 16:47

Neue AKWs waren in Mühleberg, Gösgen und Beznau geplant und teilweise schon die Gesuche eingereicht.

http://www.20min.ch/interaktiv/AKW_Schweiz/index.html
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von SnarfFlevoland » 25.05.2011 - 17:07

Warum schließen die Leute alle Atomkraftwerken? Mann muss doch irgendwie Energie bekommen? Bekommt die Schweiz alles von Wasserkraftwerken?

Im jeden fall begreif ich die ganze Diskussion über Atomkraftwerken nicht. Es ist ein super saubere Art der Stromerzeugung. Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert. Mann muss natürlich die Atomkraftwerken sehr sicher machen, aber 100% Sicherheit kann mann niemals haben. Und Erbeben in Europa sind sehr selten. Die letzte war Basel in 1365.

Natürlich sind Wasserkraftwerken besser für die Umwelt, aber z.B. Kohlenzentralen haben viel mehr negative Auswirkungen auf die Umwelt. :idea:

Jedermann muss in die heutigen Zeit Elektrizität haben, aber Atomkraftwerken wollen 'wir' nicht mehr. Das geht einfach nicht zusammen! Elektrizität ist ein Grundbedürfnis! Und Atomkraftwerken sind einfach notwendig für genug Strom in ganz Europa. Mann kann leider noch nicht Blitze fangen und speichern...

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Dachstein » 25.05.2011 - 17:38

SnarfFlevoland hat geschrieben:Und Erbeben in Europa sind sehr selten. Die letzte war Basel in 1365.
Diese Annahme ist grundlegend falsch. Auch das Datum ist falsch. In den inneralpinen Störungszonen bebt die Erde fast täglich!

Hier mal eine Liste der größeren Beben für den Berdich in uns um Österreich.

http://www.zamg.ac.at/lexikon/index.php?ts=1306337702

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Seilbahnjunkie » 25.05.2011 - 17:45

SnarfFlevoland hat geschrieben:Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert.
Sorry, aber da geht mir das Messer in der Tasche auf. Erzähl das mal den Leuten in Japan. Alternativ darfst du auch gerne mal eine Reise nach Weißrussland unternehmen oder eine Uranmine besichtigen.

Von mir gibt's eine herzliche Gratulation an unsere Schweizer Nachbarn die auch endlich auf den richtigen Weg gekommen sind nachdem die Österreicher uns schon lange mit gutem Beispiel voran gehen (ohne Energiekriese).


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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von ATV » 25.05.2011 - 17:50

Apropos Energiekriese. Kennt jemand das Geschichtchen vom Kaiseraugst? Damals hatte man auch eine Energiekrise heraufbeschworen die nie eingetroffen ist. Als man bemerkte, dass die Berechnungen falsch waren hat man in der ganzen Region günstige Elektrospeicheröfen verkauft. Praktisch alle Häser die Ende 70er Anfangs 80er Jahr in der Region gebaut wurden besitzen solch einen Stromfresser. :lach: Glaube niemals einer Statistik die du nicht selber gefälscht hast.
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Nitram70 » 25.05.2011 - 17:53

Hallo,

vielleicht mal hier durchlesen

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml

und dann mal Gedanken machen über die so saubere und billige Energie

Gruss Nitram

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Af » 25.05.2011 - 17:56

Genau... Gratulation an die französischen Energiebetriebe, welche die nächsten Jahre wohl Rekordgewinne einfahren werden...

@ Schweiz: Vor dem Ausstieg sollte man ein schlüssiges Energiekonzept zum Ausgleich der wegfallenden Atomenergiemenge haben.... irgendwie fehlt mir das in Deutschland, aber auch in der Schweiz bisher. Wenn Dieses vernünftig und dauerhaft funktioniert, ohne dass man dauerhaft Atomstrom aus dem Ausland kaufen muss, kann man die AKWs gerne sofort vom Netz nehmen. Vorher ists eher kritisch, da man von die Energielieferungen aus dem Ausland abhängig ist.

Noja.... werden halt wieder die mit sichersten Reaktoren Europas abgeschalten und als Ersatz in Osteuropa Schrottreaktoren gebaut, damit die Aussteiger Strom einkaufen können... so richtig durchdacht ist das Ganze IMO ned.

@ SnarfFlevoland: Das Restrisiko ist IMO nicht so gering wie du darstellst. Aber auch ned dermassen gross wie von den Paniker behauptet.
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Bjoerndetmold » 25.05.2011 - 19:22

SnarfFlevoland hat geschrieben:Es ist ein super saubere Art der Stromerzeugung.
Genau. Vor allem die Uranaufbereitung, die Brennstäbewiederaufarbeitung (Ich sag' nur Sellafield) und die Endlagerung.
Alles sauber!
SnarfFlevoland hat geschrieben:Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert.
Eben. Was für ein Restrisiko eigentlich?

Wen interessieren schon Ukrainer und Japaner...

Und wenn Borssele, die alte holländische AKW-Ruine, in die Luft fliegt, ist es geographisch zum Glück so plaziert, dass vor allem Belgier dran glauben müssen...
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!

Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Fabi111 » 25.05.2011 - 19:36

SnarfFlevoland hat geschrieben:Warum schließen die Leute alle Atomkraftwerken? Mann muss doch irgendwie Energie bekommen? Bekommt die Schweiz alles von Wasserkraftwerken?

Im jeden fall begreif ich die ganze Diskussion über Atomkraftwerken nicht. Es ist ein super saubere Art der Stromerzeugung. Das 'Restrisiko' ist nicht Erwähnenswert. Mann muss natürlich die Atomkraftwerken sehr sicher machen, aber 100% Sicherheit kann mann niemals haben. Und Erbeben in Europa sind sehr selten. Die letzte war Basel in 1365.

Natürlich sind Wasserkraftwerken besser für die Umwelt, aber z.B. Kohlenzentralen haben viel mehr negative Auswirkungen auf die Umwelt. :idea:

Jedermann muss in die heutigen Zeit Elektrizität haben, aber Atomkraftwerken wollen 'wir' nicht mehr. Das geht einfach nicht zusammen! Elektrizität ist ein Grundbedürfnis! Und Atomkraftwerken sind einfach notwendig für genug Strom in ganz Europa. Mann kann leider noch nicht Blitze fangen und speichern...
Gratulation zu diesem Beitrag. Solche Leute wie du sollten in Fukushima als Arbeiter eingesetzt werden; dann siehst du, was los ist :roll:
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Baiersbronner » 25.05.2011 - 19:42

Begrüße die Entscheidung - Strom für diese (nicht so hohe Zahl) der AKWs zu erzeugen dürfte nicht so schwierig sein wie in Deutschland.

Wenigstens stellt man keine AKWs sofort ab, nur weil die Bevölkerung grad mal wieder rumspinnt und gleichzeitig vor der eigenen Haustüre nur kein Windpark, Wasserkraftwerk, Große Stromleitung oder sonst was haben will.

Grundsätzlich aber eine Schlusslinie zu ziehen, und die AKWs als Brückentechnologie zu definieren ist aber richtig ;)

Grüße
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von k2k » 25.05.2011 - 19:55

Geil, ideologische Grabenkämpfe nun auch hier. Gut dass trotz nur vier zur Zeit am Netz befindlichen AKWs noch ein bisschen Reststrom für's Internet übrig geblieben ist, sonst wär's ja langweilig :D
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von snowflat » 25.05.2011 - 19:56

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Von mir gibt's eine herzliche Gratulation an unsere Schweizer Nachbarn die auch endlich auf den richtigen Weg gekommen sind nachdem die Österreicher uns schon lange mit gutem Beispiel voran gehen (ohne Energiekriese).
Ich lache mich schlapp ... Dir ist scheinbar entgangen, dass österreichische Anbieter bis zu 30% des Bedarfs mit Atomstromimporten decken!

Der Schweiz wird es wohl nicht anders gehen und Deutschland auch nicht, aber hauptsache man kann behaupten, ein Land produziert keinen Atomstrom mehr. Derartige "Ausstiege" sind Augenwischerei, daher gehören AKW als Brückentechnologie am Netz bis ein Land ohne derartige Importe selber auf eigenen (Strom)Beinen stehen kann.
Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Dachstein » 25.05.2011 - 20:43

snowflat hat geschrieben:...daher gehören AKW als Brückentechnologie am Netz bis ein Land ohne derartige Importe selber auf eigenen (Strom)Beinen stehen kann.
Anegnommen, es hätte nie AKWs gegeben, was wäre dann? Ich denke, es wäre nicht zu einer Energiekriese gekommen, sondern es wäre vielfach andere Technologien zum Einsatz gekommen.
Gerade in Österreich sehe ich noch viel Potential, was alternative Energien angeht. Ich sage nur Hainburg. ;) Es wäre vermutlich sehr einfach, diese 30 % Stromimporte durch selbst erzeugten Strom zu ersetzen, vorausgesetzt man nutzt bestehendes Potential.

Im Endefekt hat sich Österreich mit der Entscheidung, Zwentendorf nicht in Betrieb zu nehmen viel erspart. Denn es ist im Endeffekt um ein vielfaches besser, eine Investitionsruine stehen zu haben, als die ganzen Probleme (Atommüll, Rückbau, etc.), die die an und für sich CO2 neutrale Energieform mit sich bringt.

MFG Dachstein

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von SnarfFlevoland » 25.05.2011 - 20:56

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Sorry, aber da geht mir das Messer in der Tasche auf. Erzähl das mal den Leuten in Japan. Alternativ darfst du auch gerne mal eine Reise nach Weißrussland unternehmen oder eine Uranmine besichtigen.
Fabi111 hat geschrieben:Gratulation zu diesem Beitrag. Solche Leute wie du sollten in Fukushima als Arbeiter eingesetzt werden; dann siehst du, was los ist
8O Warum sind Deutsche Leute so schnell auf die Füße getreten über ein bisschen Atomkraft? Sorry, aber das begreif ich als Holländer einfach nicht! Du wolltest doch auch jeden Tag Strom haben? Oder brauchst du kein Computer, Fernseher, Mikrowelle, Staubsauger, Waschmaschine uzw. mehr?

Wie kann mann Duschen, ohne nass zu werden? Wir sollten allen sofort zurück in die Mittelalter gehen. Da können wir sterben von Hunger und Kriege, aber nicht mehr von eventuelle Strahlung. Ein viel bessere Welt! Komm doch bitte du Heuchler! :P

Natürlich ist es sehr bedauernswert was da in Japan und in Tschernobyl passiert ist. Dabei müssen wir aber nicht vergessen das Japan sich in der nähe von eine Verwerfungslinie befindet, wo auch oft heftige Erdbeben auftreten. Und Tschernobyl war einfach kein Unfall, sondern ein unkontrolliertes Experiment. So etwas passiert nicht 1..2..3.. :idea:

Tatsache ist, dass mann mit Windenergie oder Sonnenenergie sehr wenig anfangen kann. Die Stromerzeugung ist sehr wenig. In die Niederlände muss mann Hunderten Windmühlen bauen für nur ein kleines bisschen Strom. Mit unseren einzige Atomkraftwerk in Borssele Erzeugen wir in kürze Zeit viel mehr Strom. Und die Stromerzeugung ist auch viel Billiger. Andere alternative gibt es nicht. Nur in die Berge kann mann mit Wasserkraft richtig etwas anfangen.
Nitram70 hat geschrieben:http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml

und dann mal Gedanken machen über die so saubere und billige Energie
Viel von was da steht ist komplett Unsinn. Ein par zufällige Sachen:
  • Atomkraftwerken sind beinahe CO2 frei.
  • Atomkraftwerken brauchen kein fosielle Brennstoffe.
  • Uran ist sehr viel vorhanden und kann mann überall bekommen.
  • Pro Haushalt (3.500 kWh pro Jahr) wird nur 10 gram Radioaktiver Abfall produziert, wovon 9,5 gram Wiederverwendet werden kann, und nur 0,5 gram wirklich langfristig aufgelagert werden muss.
  • Krebs bekommt mann allein nur wenn ein Kernreaktor porös ist oder explodiert. Es gibt kein wissenschaftliche Beweise dass mann Krebs von gut funktionierende Atomkraftwerken bekommen kann.
Bjoerndetmold hat geschrieben:Und wenn Borssele, die alte holländische AKW-Ruine, in die Luft fliegt, ist es geographisch zum Glück so plaziert, dass vor allem Belgier dran glauben müssen...
Atomkraftwerk Borssele ist aber sehr modern ausgestattet und wird sehr gut gepflegt. So etwas fliegt nicht einfach in die Luft. Dafür braucht mann ein heftiges Erdbeben oder eine Bombe. In die Niederlände sind die par einzige Erdbeben so leicht, dass mit der Kernreaktor gar nichts passieren kann.
Dachstein hat geschrieben:Diese Annahme ist grundlegend falsch. Auch das Datum ist falsch. In den inneralpinen Störungszonen bebt die Erde fast täglich! Hier mal eine Liste der größeren Beben für den Berdich in uns um Österreich.
I agree, aber die Erdbeben sind nicht so schwer, dass mit ein moderne Atomkraftwerk etwas richtig passieren kann. Schwere und ernsthafte Erdbeben gibt es kaum (oder gar nicht) in West-Europa.

Der richtige Nachteil von Atomkraftwerken ist sicher die Radioaktive Abfälle. Aber wie gesagt ist 0,5 gram pro 3.500 kWh sehr wenig. Und die Radioaktive Abfälle kann mann auch irgendwo in die Wüste lagern.

Alte Atomkraftwerken muss mann natürlich schließen, abreißen oder Renovieren. Aber modern ausgestattete Atomkraftwerken sind nicht gefährlich. Laß dich nicht beängstigen durch Aktivisten und politischen Spiele. :wink:

Schlussendlich bin ich sicherlich auch die Meinung, dass wir nach sicherere Alternativen suchen müssen (z.B. Blitze fangen und speichern). Bis dahin ist Atomkraft für jetzt ein saubere und billige Art von Produktiven Stromerzeugung. In jedem fall viel besser als Stromerzeugung mit Kohlen, Öl, Gas und/oder Holz. Oder muss das Ruhrgebiet wieder die Umwelt verschmieren und verschmutzen?

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Dachstein » 25.05.2011 - 21:14

SnarfFlevoland hat geschrieben: Schlussendlich bin ich sicherlich auch die Meinung, dass wir nach sicherere Alternativen suchen müssen (z.B. Blitze fangen und speichern). Bis dahin ist Atomkraft für jetzt ein saubere und billige Art von Produktiven Stromerzeugung. In jedem fall viel besser als Stromerzeugung mit Kohlen, Öl, Gas und/oder Holz. Oder muss das Ruhrgebiet wieder die Umwelt verschmieren und verschmutzen?
Man braucht nichts suchen, was man schon lange gefunden hat! Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie.

Und nein, die Kernenergie ist alles andere als billig, geschweige denn sauber. Denn alleine die Nachversorgung der atomaren Abfälle wird uns neben vieler grauer Haare noch Milliarden kosten. All das hat man bei Wind-, Solar- und Wasserkraft nicht.
Krebs bekommt mann allein nur wenn ein Kernreaktor porös ist oder explodiert.
Bitte mal die Liste der meldepflichtigen Ereignisse anschaun. Sind gar nicht so wenige.

Und wenn du schon auf die besondere Lage von Japan bezüglich der Geologie Stellung nimmst, dann ist dir hoffentlich bekannt, dass es in Europa ebenso tektonische Störungen gibt. Ich sage nur Rheingrabenbruchsystem, etc...

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Fab » 25.05.2011 - 21:24

Die Atomindustrie hat ja behauptet dass das Restrisiko so klein sei, dass statistisch nur alle 10.000 Jahre ein GAU eintritt.
Doch erstaunlich wie kurz doch 10.000 Jahre geworden sind :D
Die AKW-Betreiber lügen wie gedruckt. Unglaublich was sich aktuell der japanische Betreiber geleistet hat. Mehrere Kernschmelzen wurden unter der Decke gehalten.

@SnarfFlevoland
Dabei müssen wir aber nicht vergessen das Japan sich in der nähe von eine Verwerfungslinie befindet,
Möchte an das schwedische AKW "Forsmark" erinnern. Da wars ganz knapp auch ohne Verwerfungszone. Wurde vom Betreiber auch verheimlicht.

Technik die nicht kaputt gehen darf ist nicht verantwortbar.
Nebenbei bemerkt: Man stelle sich eine Evakuierungszone von 50 Kilometern in Mitteleuropa vor. Das wären Schäden in Billionenhöhe! Wenn die Betreiber die möglichen Schäden adäquat versichern müssten, wäre Atomkraft viel, viel teurer und wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig.


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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Dachstein » 25.05.2011 - 21:28

Fab hat geschrieben:Die Atomindustrie hat ja behauptet dass das Restrisiko so klein sei, dass statistisch nur alle 10.000 Jahre ein GAU eintritt.
Doch erstaunlich wie kurz doch 10.000 Jahre geworden sind :D
Windscale, Majak, Lucens, Three Mile Island, Belojarsk, Tschernobyl, Fukushima... Derjenige, der die Statistik gerechnet hat, möge bitte nochmal nachrechnen. ;)

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Fabi111 » 25.05.2011 - 21:32

SnarfFlevoland hat geschrieben:
Seilbahnjunkie hat geschrieben:Sorry, aber da geht mir das Messer in der Tasche auf. Erzähl das mal den Leuten in Japan. Alternativ darfst du auch gerne mal eine Reise nach Weißrussland unternehmen oder eine Uranmine besichtigen.
Fabi111 hat geschrieben:Gratulation zu diesem Beitrag. Solche Leute wie du sollten in Fukushima als Arbeiter eingesetzt werden; dann siehst du, was los ist
8O Warum sind Deutsche Leute so schnell auf die Füße getreten über ein bisschen Atomkraft? Sorry, aber das begreif ich als Holländer einfach nicht! Du wolltest doch auch jeden Tag Strom haben? Oder brauchst du kein Computer, Fernseher, Mikrowelle, Staubsauger, Waschmaschine uzw. mehr?

Wie kann mann Duschen, ohne nass zu werden? Wir sollten allen sofort zurück in die Mittelalter gehen. Da können wir sterben von Hunger und Kriege, aber nicht mehr von eventuelle Strahlung. Ein viel bessere Welt! Komm doch bitte du Heuchler! :P

Natürlich ist es sehr bedauernswert was da in Japan und in Tschernobyl passiert ist. Dabei müssen wir aber nicht vergessen das Japan sich in der nähe von eine Verwerfungslinie befindet, wo auch oft heftige Erdbeben auftreten. Und Tschernobyl war einfach kein Unfall, sondern ein unkontrolliertes Experiment. So etwas passiert nicht 1..2..3.. :idea:

Tatsache ist, dass mann mit Windenergie oder Sonnenenergie sehr wenig anfangen kann. Die Stromerzeugung ist sehr wenig. In die Niederlände muss mann Hunderten Windmühlen bauen für nur ein kleines bisschen Strom. Mit unseren einzige Atomkraftwerk in Borssele Erzeugen wir in kürze Zeit viel mehr Strom. Und die Stromerzeugung ist auch viel Billiger. Andere alternative gibt es nicht. Nur in die Berge kann mann mit Wasserkraft richtig etwas anfangen.
Nitram70 hat geschrieben:http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml

und dann mal Gedanken machen über die so saubere und billige Energie
Viel von was da steht ist komplett Unsinn. Ein par zufällige Sachen:
  • Atomkraftwerken sind beinahe CO2 frei.
  • Atomkraftwerken brauchen kein fosielle Brennstoffe.
  • Uran ist sehr viel vorhanden und kann mann überall bekommen.
  • Pro Haushalt (3.500 kWh pro Jahr) wird nur 10 gram Radioaktiver Abfall produziert, wovon 9,5 gram Wiederverwendet werden kann, und nur 0,5 gram wirklich langfristig aufgelagert werden muss.
  • Krebs bekommt mann allein nur wenn ein Kernreaktor porös ist oder explodiert. Es gibt kein wissenschaftliche Beweise dass mann Krebs von gut funktionierende Atomkraftwerken bekommen kann.
Bjoerndetmold hat geschrieben:Und wenn Borssele, die alte holländische AKW-Ruine, in die Luft fliegt, ist es geographisch zum Glück so plaziert, dass vor allem Belgier dran glauben müssen...
Atomkraftwerk Borssele ist aber sehr modern ausgestattet und wird sehr gut gepflegt. So etwas fliegt nicht einfach in die Luft. Dafür braucht mann ein heftiges Erdbeben oder eine Bombe. In die Niederlände sind die par einzige Erdbeben so leicht, dass mit der Kernreaktor gar nichts passieren kann.
Dachstein hat geschrieben:Diese Annahme ist grundlegend falsch. Auch das Datum ist falsch. In den inneralpinen Störungszonen bebt die Erde fast täglich! Hier mal eine Liste der größeren Beben für den Berdich in uns um Österreich.
I agree, aber die Erdbeben sind nicht so schwer, dass mit ein moderne Atomkraftwerk etwas richtig passieren kann. Schwere und ernsthafte Erdbeben gibt es kaum (oder gar nicht) in West-Europa.

Der richtige Nachteil von Atomkraftwerken ist sicher die Radioaktive Abfälle. Aber wie gesagt ist 0,5 gram pro 3.500 kWh sehr wenig. Und die Radioaktive Abfälle kann mann auch irgendwo in die Wüste lagern.

Alte Atomkraftwerken muss mann natürlich schließen, abreißen oder Renovieren. Aber modern ausgestattete Atomkraftwerken sind nicht gefährlich. Laß dich nicht beängstigen durch Aktivisten und politischen Spiele. :wink:

Schlussendlich bin ich sicherlich auch die Meinung, dass wir nach sicherere Alternativen suchen müssen (z.B. Blitze fangen und speichern). Bis dahin ist Atomkraft für jetzt ein saubere und billige Art von Produktiven Stromerzeugung. In jedem fall viel besser als Stromerzeugung mit Kohlen, Öl, Gas und/oder Holz. Oder muss das Ruhrgebiet wieder die Umwelt verschmieren und verschmutzen?
Merkst du eigentlich, was du für einen Schmarrn schreibst?
Fast jeder Satz ist falsch...

Dein Beitrag könnte genausogut in 'ner Propaganda-Zeitschrift für Atomkraft stehen...
MfG Fabi111

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Oliver199 » 25.05.2011 - 21:34

dass österreichische Anbieter bis zu 30% des Bedarfs mit Atomstromimporten decken!
Gähn, Quelle?

Und zur Behauptung ohne Atomstrom würde das Stromnetz zusammenbrechen und wir alle würden wieder zurück ins Mittelalter katapultiert nehm' ich erst gar nicht Stellung, da stehen mir ja alle Haare zu Berge.

Grundsätzlich: Die Nachteile von Atomstrom überwiegen meiner Meinung nach gegenüber den Vorteilen und daher bin ich auch froh, dass in Österreich kein funktionstüchtiges KKW existiert.
Atomkraftwerk Borssele ist aber sehr modern ausgestattet und wird sehr gut gepflegt. So etwas fliegt nicht einfach in die Luft
Und das weißt du, weil du dort arbeitest?
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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Pilatus » 25.05.2011 - 21:53

Einmal mehr sind die Chinesen die schlauen. Die haben uns die Fehler machen lassen und produzieren jetzt ihren günstigen Atomstorm, während das wohlstandsverblödete ins Mittelalter abstürzt.

Jetzt hat man mir die ganze Zeig gesagt ich soll Elektroauto fahren, sonst krepiere das Klima, und jetzt kann ich die Kiste nicht mal mehr aufladen... :twisted:
Bilder von Seilbahnen und Skiliften: http://www.seilbahnbilder.ch - neuste Uploads hier! (Letztes Update: 28. Juli 2010)

Auch immer ein Besuch wert: http://www.bergbahnen.org - Forum & Anlagendatenbank mit Schwerpunkt Schweiz.

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von snowflat » 25.05.2011 - 22:36

Oliver199 hat geschrieben:
dass österreichische Anbieter bis zu 30% des Bedarfs mit Atomstromimporten decken!
Gähn, Quelle?
www.global2000.at hat geschrieben:Während Österreich bis zum Jahr 2000 ein Nettoexportland war, ist Österreich nunmehr ein Nettoimportland an Elektrizität.
www.umweltbundesamt.at hat geschrieben:Der Strom wurde größtenteils aus Deutschland, Polen (Durchleitung über Tschechien), Ungarn und der Schweiz bezogen. Durch die Zunahme der Stromimporte nach Österreich kam es zu einer Steigerung an Atomstrom im österreichischen
Versorgungsgebiet.
2007 waren es 28.500 Mio. kWh und gemäß http://www.welt-auf-einen-blick.de/ener ... import.php weltweit, im Vergleich mit den Ländern für die Zahlen vorliegen, der größte Stromimporteur. Und da die Stromimporte aus o.g. Ländern stammen, kann man an einer Hand abzählen, was für ein Strom das ist. Die 30% standen im Standard (ja ich weiß), aber ob nun 10, 20 oder 30% richtig sind, man kann es nicht bestreiten, das Atomstrom importiert wird. Daher ist es m.E. Augenwischerei, sich mit einer weißen Weste kleiden zu wollen, nur weil man national keine AKW betreibt.

Oliver199 hat geschrieben:Und zur Behauptung ohne Atomstrom würde das Stromnetz zusammenbrechen und wir alle würden wieder zurück ins Mittelalter katapultiert nehm' ich erst gar nicht Stellung, da stehen mir ja alle Haare zu Berge.
Das mit Mittelalter ist Unfug, keine Frage. Es ist aber so, dass der Ausbaustand in D heute nicht für den Bedarf an regenerativer Energie gerüstet ist, der notwendig ist, wenn sie die Versorgungslücke ohne Atomstrom decken soll. Dafür sind die Schwankungen zu groß, AKW produzieren regelmäßig auf die Zeiten abgestimmten Strom, der Wind weht aber wann er will. Das Problem muss erst gelöst werden.
Dachstein hat geschrieben:Anegnommen, es hätte nie AKWs gegeben, was wäre dann? Ich denke, es wäre nicht zu einer Energiekriese gekommen, sondern es wäre vielfach andere Technologien zum Einsatz gekommen.
Richtig, wir hätten sicher mehr Kohle-, Erdgas- oder Ölkraftwerke gehabt. Letztere waren damals in Mode da Öl noch billig war, heute weniger, jedoch in erdölfördernden Ländern noch aktuell. Also ob ohne AKW regenerative Energien (Sonne, Wind, Wasser) wesentlich stärker verfolgt worden wären kann man heute nicht mehr sagen. Bei hätte, wäre, wenn verliert man sich noch in der Frage ob das Huhn oder das Ei als erstes da war :wink: Denn das rasante Wachstum inkl. dem Bedarf an Strom (sog. "Wirtschaftswunder") bedurfte der Entwicklung von Kraftwerken mit hohem Wirkungsgrad und großer Kapazität, das waren damals nun Fossil-thermische Kraftwerke, die dann folgenden AKW standen für "saubere Energie" mit hohem Wirkungsgrad. Unser heutiger Kenntnisstand ist ein neuer, das ist halt die Entwicklung.
Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Re: Bundesrat beschliesst Schweizer Atomausstieg!

Beitrag von Dachstein » 25.05.2011 - 23:11

snowflat hat geschrieben:Richtig, wir hätten sicher mehr Kohle-, Erdgas- oder Ölkraftwerke gehabt. Letztere waren damals in Mode da Öl noch billig war, heute weniger, jedoch in erdölfördernden Ländern noch aktuell. Also ob ohne AKW regenerative Energien (Sonne, Wind, Wasser) wesentlich stärker verfolgt worden wären kann man heute nicht mehr sagen. Bei hätte, wäre, wenn verliert man sich noch in der Frage ob das Huhn oder das Ei als erstes da war :wink: Denn das rasante Wachstum inkl. dem Bedarf an Strom (sog. "Wirtschaftswunder") bedurfte der Entwicklung von Kraftwerken mit hohem Wirkungsgrad und großer Kapazität, das waren damals nun Fossil-thermische Kraftwerke, die dann folgenden AKW standen für "saubere Energie" mit hohem Wirkungsgrad. Unser heutiger Kenntnisstand ist ein neuer, das ist halt die Entwicklung.
Ich denke, dass spätestens nach der ersten Ölkriese in den Mitteleuropäischen Ländern hir ein Umdenken zu regenerativen Energien stattgefunden hätte. Wie du schon richtig angemerkt hast, weht der Wind nicht immer und auch die Sonne soll mal verdeckt sein. Was aber in Hülle und Fülle da ist, ist Wasser.
Vielfach wurde auch immer gesagt, dass man Strom nicht speichern könnte. Jedoch möchte ich auf den ersten Hauptsatz der Thermodynamik erinnern, der bekanntlich der Energieerhaltungssatz (Energie kann nur umgewandelt werden, nicht aber vernichtet) ist.

Folglich muss man die Sonnenenergie und die Windenergie nur in eine Energieform umwandeln, die man speichern kann. Jetzt sagen wieder alle, das geht nicht, ich sage aber es geht! Im Grunde macht es jedes Pumpspeicherkraftwerk vor. Denn Wasser kann man hervorragend speichern und kann dann abgearbeitet werden, wenn es keine Sonnenenergie bzw. Windenergie da ist. Es muss nur endlich das Umdenken erfolgen und ein System aus verschiedenen Kraftwerken errichtet werden - ein Solarkraftwerk alleine ist verglichen mit einer Kombination aus Windkraft, Solarkraft und Pumpspeicherkraftwerk in meinen Augen wirkungslos.

Das Windkraftwerk bzw. Solarkraftwerk muss nur Wasser in den Pumpsoeicher des Wasserkraftwerks pumpen, es erfolgt eine Umwandlung von e kin in e pot - das wäre im Grunde alles, was man in diesem Falle braucht.

Auch ein Flusskrfatwerk ist dafür in meinen Augen prädestiniert. Wasser, das abgearbeitet wurde, wird wieder hinaufgepumpt.

Wasser das im Speicher ist, kann bekanntlich schnell Stromspitzen decken, genau so wie den Grundbedarf (wenn das System auf Laufkraftwerke angewandt wird).

Kein Vorteil ohne einen Nachteil: solche Systeme sind nur dann wirkungsvoll, wenn man viele derartige Anlagen hat. Und sie sind nur dort einsetzbar, wo es neben Wasser als Energiespeicher auch en eintsprechendes Relief gibt... Das wäre aber in unseren Breitengraden durchwegs gegeben.

Aber gut, jetzt kommen dann wieder die Umweltschützer und protestieren gegen die Staumauer, weil da ja ein Blümchen wächst...

MFG Dachstein


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