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Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

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Mt. Cervino
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von Mt. Cervino » 16.05.2014 - 12:38

Schönes Lost Place Objekt das Lokal. Wo hast du das gefunden?

Was ich mich immer Frage: Warum sind solche Objekte immer so zerstört. Dass man Möbel, Elektrogeräte und andere Gegenstände die man noch verwenden kann bei der Schließung aus so einem Objekt rausnimmt ist ja klar, aber warum muss dann später immer alles kaputtgetreten, beschmirt, zerstört, Scheiben einggeschmissen oder abgefackelt werden.
Wie gerne würde ich mal ein Lost Place Objekt sehen, dass noch orginal erhalten ist ohne Spuren von Vandalismus.
Aber das ist wohl Wunschdenken...
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von starli » 16.05.2014 - 12:43

^ glaub die eine verlassene Bergbau-Insel in Japan ist kaum zerstört und die Wohnungen noch gut erhalten eingerichtet. Aber für unsereins leider zu weit weg ;)

Tschernobyl könnte auch noch gut erhalten sein :)
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von Graubündenfan » 16.05.2014 - 15:34

Liegt wohl daran, dass die zwei oben genannten Orte, in einer Sperrzone sind und man nicht einfach so schnell dorthin gelangt. Bei anderen Objekten, hat halt jeder freien Zugang und kann sich dort austoben ... :lol:

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 16.05.2014 - 20:34

starli hat geschrieben:hoffentlich ist das kein Asbest, was da rumliegt (und der Grund für die Schließung war) :)
Der Grund für die Schließung war ein anderer, nämlich das Ausbleiben von Gästen.
Mt. Cervino hat geschrieben:Schönes Lost Place Objekt das Lokal. Wo hast du das gefunden?
In dem Fall bei der Recherche im Internet. Ansonsten sind die bisherigen Orte auch entweder Zufall oder auf Luftbildern entdeckt. Oder meinst du wo das Lokal steht?
Mt. Cervino hat geschrieben:Was ich mich immer Frage: Warum sind solche Objekte immer so zerstört.
Bei der (leider geführten) Tour über einen ehem. Stützpunkt (das Foto aus dem Lager für Nuklearwaffen) waren in der Gruppe auch zwei Jugendliche dabei. Die haben mit einer Leidenschaft gegen alles getreten was ihnen vor die Füße kam. Wenn wir in den verlassenen Gebäuden unterwegs waren und es irgendwo krachte, wussten alle was los war. Damit will ich nicht sagen, dass das nur Jugendlichen zu verdanken ist, aber es wäre eine Erklärung.

Besonders schade in dem Zusammenhang ist, dass sich der Reiz von Lost Places auch dadurch ergibt, den eigentlichen Zweck des Ortes noch erkennen zu können. Durch den Vandalismus geht dieser Aspekt natürlich verloren.

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von Mt. Cervino » 17.05.2014 - 12:08

münchner hat geschrieben:Oder meinst du wo das Lokal steht?
Ja das meinte ich eigentlich...
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 17.05.2014 - 16:33

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 17.05.2014 - 20:42

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von snowflat » 24.05.2014 - 23:31

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Nachdem ich vor ein paar Wochen ja die ehemalige Strecke des „Isny-Bähnle“ erkundet und hier dokumentiert habe, ließ es mir keine Ruhe, ob es noch andere Strecken im Allgäu gibt.

Und ja, die gibt es. Dabei spielt auch Isny eine Rolle.

Von 1984 bis 1976 gab es eine Bahnverbindung zwischen Isny und Leutkirch, ein Teilstück von Leutkirch nach Urlau war bis 2001 in Betrieb. Auf den Grund komme ich später zu sprechen.

Eigentlich ereilte dem Streckenabschnitt Isny – Leutkirch das gleiche Schicksal wie dem „Isny-Bähnle“ (Isny – Kempten): Die Strecke war schwach frequentiert und die Haltepunkte auf der Strecke wiesen ein schwaches Fahrtgastpotential auf. Wie ich heute sehen konnte auch kein Wunder. Lagen die Haltepunkte doch recht weit weg von den Siedlungen. Von der Ortsmitte Urlau waren es 600m zum Bahnhof, von Friesenhofen 1.300 m zum dortigen Haltepunkt und der Bahnhof Aigeltshofen lag 1000m außerhalb von Rohrdorf. Ferner lagen die Endbahnhöfe auch abseits der jeweiligen Zentren. Eine Fahrt mit der Bahn war somit immer mit langen Fußmärschen verbunden.

Doch die Strecke erlangte 1935 einen Aufschwung, als die Wehrmacht im Wald „Urlauer Tann“ die Heeresmunitionsanstalt Urlau zu errichten begann. Die Trasse gewann so für den Güterverkehr an Bedeutung. Ab Urlau führte ein 2,5 km langes Anschlussgleis auf das Gelände. Innerhalb des Geländes soll es umfangreiche Gleisanlagen gegeben haben/geben (u.a. fünf Ringgleise). Das Gelände ist jedoch komplett versperrt und das Betreten verboten. Düfte aber durchaus sehr interessant sein als „Lost Place“! Später nutze die Bundeswehr und die US-Streitkräfte das Gelände als Munitionslager. Im September 2007 wurde das Lager außer Betrieb gestellt und Ende 2007 geräumt. Aktuell bestehen Pläne, das Gelände als Ferienpark zu nutzen.

Naja, wieder zurück zur Geschichte: Das Gleisstück wurde im Auftrag der französichen Besatzungsgruppe bereits 1948 wieder demontiert, die Bundeswehr nahm aber 1961 die Munitionstransporte wieder auf. Allerdings erfolgte in Urlau eine Verladung auf LKW und der Straßentransport ins Munitionslager.

Am 01.06.1969 wurde der Personenverkehr zwischen Isny und Leutkirch eingestellt, Busse übernahmen fortan bis heute den Transport. Am 30.05.1976 wurde auf dem Abschnitt zwischen Isny und Friesenhofen der Güterverkehr eingestellt, wegen dem Munitionslager wurde der restliche Teil weiterhin betrieben. Aber die Bundesbahn errichtete direkt nach der Verkürzung der Strecke eine Ladestelle südlich des Bahnhofes Urlau zum Umschlag für die Munition. Aber auch zivile Güterkunden nutzen den Umschlagbahnhof. Nachdem Anfang der 90er Jahre die Strecke Leutkirch – Urlau noch umfangreich saniert wurde (neuer Oberbau, neue Schienen), erfolgte am 31.12.2001 die Stilllegung.

Die letzten Gleise wurden 2004 entfernt, an drei Stellen existieren jedoch noch Gleisreste. Jedoch verstecken sich an vielen Stellen weitere Relikte wie Brücken oder Wegdurchlässe. Ebenfalls erinnern die alten Bahnhofsgebäude (heute Wohnhäuser und Gasthöfe) und Straßennamen an die alte Zeit.

Dann will ich mal zu den Bildern kommen (in Klammern die Koordinaten der Standorte für Google Maps bzw. Earth):

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^^ Die Brücke über die Untere Argen (47.709762,10.061005) im tiefsten Grün

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^^ Mit 34m Länge überspannt sie die Untere Argen, auf den Abbau soll man angeblich wegen dem schwer zugänglichen Gelände verzichtet haben

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^^ Unter der Brücke

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^^ Da muss zuletzt irgendjemand gestorben sein, stehen einigen Grablichter herum

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^^ Die Bahnschwellen liegen noch

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^^ Die Brücke rostet vor sich hin und macht nicht mehr den besten Eindruck

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^^ Bei den jeweiligen Portalen hat man auf Details geachtet

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^^ Die Zeit nagt an der Brücke

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^^ Blick in Richtung Leutkirch nach der Brücke … kein Durchkommen

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^^ Von der Brücke über eine Straße bei Furtenwies (47.710917,10.062207) sind nur noch die Widerlager erhalten

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^^ Die Trasse kann man aber sehr gut erkennen

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^^ Widerlager, das Moos wächst

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^^ Widerlager

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^^ Der Bahndamm, rechts erkennt man noch das südliche Widerlager einer weiteren Brücke, das nördliche existiert nicht mehr (47.713219,10.063979)

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^^ Eine der drei Stellen wo noch die Gleise existieren (47.718013,10.06503), Blick zurück Richtung Isny

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^^ Und Blick Richtung Leutkirch, hier hat man einen knapp 3km langen Radweg auf dem Bahndamm errichtet

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^^ Brücke über den Rohrdorfer Bach (47.719723,10.065277) … schaut nicht so stabil aus ...

Bild
^^ … Wenn man drunter schaut aber schon, auch hier liegen noch die Schwellen

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^^ Sehr unscheinbar hier der Feldwegdurchlass. Wenn man es nicht weiß, sieht man nichts (47.747599,10.067884)

Bild
^^ Doch bei einem genauen Blick erkennt man die Widerlager

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^^ Ein Stück weiter ebenfalls Widerlager einer kleinen Brücke (47.748645,10.06752) über den Laiblesgraben

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^^ In Friesenhofen erinnern Straßennamen an alte Zeiten

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^^ Hier wird noch mit altem Gerät das Feld bestellt … hinten kann man den Bahndamm erkennen, auf dem es früher ins Munitionslager ging (47.776973,10.058121)

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^^ Auf dem Bahndamm mit Blick zurück (47.777571,10.058421)

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^^ Und dann geht es in den Wald, man sieht bereits die Stützmauern, die die Trasse begrenzen (47.777571,10.058421)

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^^ Mit Moos überwuchert

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^^ Nur da, wo Kalk entweicht, weicht das Moos

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^^ Wahnsinnige Moosflechten

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^^ Und Farne machen sich breit

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^^ Dann steht man vor dem Tor ins Munitionslager, leider versperrt (47.780207,10.057983)

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^^ Blick zurück

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^^ Und Blick ins Gelände … glaub da kann man schon einiges drauf entdecken

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^^ Oder aber auch nicht

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^^ Ob da überhaupt noch jemand nen Schlüssel für hat?

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^^ Unterhalb der Einfahrt gibt es einen schmalen Wegdurchlass

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^^ Dann ging es nach Urlau, wo auch noch Gleise liegen (47.777954,10.044152)

Bild
^^ Blick Richtung Leutkirch bzw. Umschlagbahnhof

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^^ Diesen hier (47.783289,10.043423). Hier ist die dritte Stelle wo noch Gleise existieren. Man erkennt die Verladerampen

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^^ Blick Richtung Leutkirch zum eigentlichen Bahnhof von Urlau

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^^ Da ist der Bahnhof (47.784691,10.043128), recht weit außerhalb des Ortes

Bild
^^ Auf dem nun folgendem Stück wurden die Gleise erst 2004 entfernt, dies kann man auch noch erkennen (47.789686,10.041814)

Bild
^^ Die L319 wurde hier gequert und es ging weiter Richtung Leutkirch

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^^ Reste der Feldwegbrücke bei Kiechle (47.794923,10.036309)

Bild
^^ Einmal genauer anschauen: Die Widerlager sehen noch ganz gut aus

Bild
^^ Blick zurück Richtung Isny

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^^ Und Blick Richtung Leutkirch, die Lage der Bahnschwellen kann man noch gut erkennen

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^^ Dann erreicht man die 11m lange Brücke über die Rauns (47.799024,10.033928)

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^^ Alle Schwellen entfernt, es steht nur noch das Tragwerk

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^^ Blick Richtung Leutkirch … hier schon alles zugewachsen nach 10 Jahren

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^^ Im Anschluss an die Brücke über die Rauns folgt direkt eine 8m lange Flutbrücke

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^^ Blick über die Flutbrücke zur Brücke über die Rauns

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^^ Und Sprung nach Leutkirch (47.820316,10.024914), Blick zurück Richtung Isny

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^^ Und Blick Richtung Bahnhof

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^^ Hier am Friedhof (links) erinnert das Schotterbett an die einstige Trasse (47.82324,10.023326)

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^^ Blick zurück, der Friedhof liegt rechts

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^^ Einmal umgedreht hat einen die Zivilisation wieder. Nachdem das Stück zwischen Leutkirch und Urlau Ende 2001 stillgelegt und 2004 zurückgebaut wurde, hat man 2006 die „Bahnhofsarkaden“ errichtet. Die Trasse ist somit hier nicht mehr zu erkennen.

Bild
^^ Dann geht man halt zum Bahnhof, dort liegt das heutige Gleisende (47.825733,10.016761)

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^^ Hinten die „Bahnhofsarkaden“, vorne das Gleisende

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^^ Huch … hier so ein Unfall? Es war eine Übung der FFW

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^^ Noch ein Blick wo einst die Züge nach Isny fuhren

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Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von k2k » 25.05.2014 - 15:30

Wenn das so weiter geht, brauchen wir hier bald ein UrbEx-Unterforum. Ich folge jedenfalls mit Interesse.

Letztens habe ich diese Seite hier entdeckt, ist vielleicht für den einen oder anderen auch interessant: http://www.albaufstieg-aichelberg.de/
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von vovo » 25.05.2014 - 17:14

k2k hat geschrieben:Wenn das so weiter geht, brauchen wir hier bald ein UrbEx-Unterforum. Ich folge jedenfalls mit Interesse.

Letztens habe ich diese Seite hier entdeckt, ist vielleicht für den einen oder anderen auch interessant: http://www.albaufstieg-aichelberg.de/
Das war Gedankenübertragung! Hatte neulich schon gedacht, diese Seite mal zu verlinken, da demnächst wieder eine Fahrt von München nach Stuttgart ansteht und ich ggf. am Rückweg mal die alte Autobahntrasse am Hang oben besichtigen wollte. Schon vor einiger Zeit bin ich auf diese interessante Sammlung gestoßen, nachdem eine Vorbeifahrt mein Interesse geweckt hatte. Die "Waldkurve" dürfte mittlerweile wohl total zugewachsen sein.

Auf der A 9 haben sie ja zwischen Nürnberg und der ehemaligen Zonengrenze auch ein paar Trassenänderungen vorgenommen, aber leider bin ich dort seit 2000 nicht mehr hinauf gekommen.

Super Eisenbahn-LSAP-Bilder übrigens! Danke für die Mühe.

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 25.05.2014 - 18:02

k2k hat geschrieben:Wenn das so weiter geht, brauchen wir hier bald ein UrbEx-Unterforum. Ich folge jedenfalls mit Interesse.
Eigentlich gar nicht so abwegig... vielleicht würde das auch eine breitere Masse ansprechen und wir bekämen mehr interessante Bilder zu sehen. So könnte man auch die Geschichte der Objekte besser diskutieren, wie das schon in den diversen UrbEx-Foren passiert...

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Re: AW: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von whiteout » 25.05.2014 - 18:07

Der Albaufstieg ist nur wenige Kilometer von mir entfernt und den will ich diesen Sommer auch mal genauer anschauen.Was das damals für die Aichelberger für ein Lärm gewesen sein muss.

Das Stauproblem ist ja heut auch wieder das gleiche, Lösung ist auf gesamter Strecke ja auch noch keine wirkliche in Sicht. Meinetwegen sollen sie doch die Streckenmaut dort einführen. Da ich von hier bis Merklingen auf der Alb, bis dorthin stockt es ja auch oft noch,eh schneller über Landstraßen bin ist das mir eh egal.
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von vovo » 25.05.2014 - 20:10

http://www.youtube.com/watch?v=d3kGIxXiK2U

Bei dieser Folge von DER ALTE (aus Anfang der 80er) sieht man ab Minute 4 eine Fahrt über die Donnersberger Brücke und anschließend durch die Trappentreustrasse. Damals führte der Mittlere Ring noch mitten durch die Häuserschlucht durch - erst 1984 wurde der heutige Tunnel fertiggestellt, der gleich nach der Brücke kommt. Mich würde mal noch ein Video von der alten Brudermühlstraße interessieren - da kann ich mich an den Zustand vor dem Tunnelbau auch nicht mehr erinnern.


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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von ATV » 25.05.2014 - 21:22

Mal was aus der italienisch sprachigen Schweiz. Der Landessender Monte Ceneri Mittelwellenfrequenz 558 kHz mit einer Sendeleistung von 200 kW
Der Sendeturm Cima oberhalb von Isone. Die Sendenanlage wurde am 30. Juni 2008 wurde durch die Radiotelevisione Svizzera eingestellt.
Am 9. Februar 2011 gab das Bundesamt für Kommunikation bekannt, dass der russische Auslandsdienst Stimme Russlands sein Programm über den Mittelwellen-Sender Monte Ceneri verbreiten darf. Am 1. März 2011 nahm die Stimme Russlands ihre Ausstrahlungen über den Sender Monte Ceneri auf bis 30. Oktober 2012 die Stimme Russlands ankündigte, ihre Ausstrahlungen vom Sender Monte Ceneri zum 31. Dezember 2012 zu beenden. Kein Wunder, wer will schon Putins Propagandaschleuder auf Mittelwelle hören. Die Höhrerzahl wird wohl unter einem Dutzend gelegen haben??

Seither steht der Turm dort ungenutzt in der Landschaft rum und fällt eigentlich am Tag kauf auf. Im Herbst soll er nun abgebaut werden. Mit 220m das zweithöchste Bauwerk der Schweiz.

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Ich schliesse mich Starli an: Boykott dem neuen, unübersichtlichen Alpinforum-Design.

Bis auf weiteres werde ich hier nicht mehr präsent sein -> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 26.05.2014 - 08:42

vovo hat geschrieben:http://www.youtube.com/watch?v=d3kGIxXiK2U

Bei dieser Folge von DER ALTE (aus Anfang der 80er) sieht man ab Minute 4 eine Fahrt über die Donnersberger Brücke und anschließend durch die Trappentreustrasse. Damals führte der Mittlere Ring noch mitten durch die Häuserschlucht durch - erst 1984 wurde der heutige Tunnel fertiggestellt, der gleich nach der Brücke kommt. Mich würde mal noch ein Video von der alten Brudermühlstraße interessieren - da kann ich mich an den Zustand vor dem Tunnelbau auch nicht mehr erinnern.
Die Folge müsste während der Bauarbeiten am Trappentreutunnel entstanden sein, zumindest sieht man im Hintergrund die entsprechenden Baustellen. Auch im weiteren Verlauf sieht man wohl die Garmischer, wobei weder die Bahnunterführung am Heimeranplatz noch die Rudi-Sedlmayr-Halle zu erkennen ist.

Interessant finde ich an den alten Serien auch, dass man wohl oft Fahrten am Stück gedreht hat - auch bei der Folge und in der Szene scheint es nur einen Sprung zu geben. Achtet man heutzutage auf den Hintergrund, fahren die Autos oftmals die gleiche Strecke mehrfach hin und zurück.

Bzgl. Bahn-LSAPs bin ich auf die folgende Seite gestoßen: http://www.vergessene-bahnen.de/index.htm

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von schmidti » 31.05.2014 - 16:58

Am 17. Mai stand bei uns eine schulische Exkursion in das Rheinische Braunkohlerevier an. Als wir uns den Ort Immerath anschauten, entschloss ich mich kurzfristig, in Erinnerung an diesen Thread, einige Fotos zu machen.
Der Ort wird seit dem Jahre 2006 umgesiedelt, weil er in den kommenden Jahren dem nach Westen ziehenden Tagebau Garzweiler II zum Opfer fallen wird. Besonders interessant ist in Immerath sicherlich das ehemalige Krankenhaus und das angrenzende Kloster Haus Nazareth.

Am Ende dieses Berichtes werden noch ein paar Bilder aus dem Tagebau folgen. Wen diese Fotos interessieren, kann sie sich dann noch anschauen und sich ggbf. auch über die verlinkten Info-Blätter noch weitergehend mit der ganzen Thematik beschäftigen.

So, jetzt dann zu den Bildern, Kommentare brauchen diese denke ich nicht...


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Am Morgen schauten wir uns zunächst den Tagebau Hambach an.
Weitgehendere Informationen dazu hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach
http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de ... ambach.pdf

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Blick in den Tagebau Hambach

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Die Abbauseite

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Hier wird wieder aufgeschüttet

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Und noch ein Überblick


Nachdem wir uns Immerath und den Ort Keyenberg angeschaut hatten, der ab 2016 umgesiedelt werden wird, besuchten wir noch den Tagebau Garzweiler.
Weitgehendere Informationen dazu hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler
http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de ... weiler.pdf

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Da geht's hin: der Skywalk

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Blick in den Tagebau Garzweiler

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Die Abbauseite

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Die Richtungsstationen der Förderbänder

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Bereits wieder aufgeschüttetes Land

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Die Sammelstation aller Förderbänder aus dem Tagebau

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Ein letztes Panorama



Fazit: Für alle Rheinländer unter euch wird diese Gegend noch zwanzig Jahre lang eine Fundgrube für "Lost Places" sein, denn es wird auch in Zukunft immer verlassene Orte geben, die sich gut dokumentieren lassen.
Saison 16/17: 5× Sölden / 3× Hintertux, Zillertal Arena / 2× Ischgl, Pitztal, Stubai / 1× Gurgl, Hochzeiger, Hochzillertal, Kaunertal, Mayrhofen, Nauders, Saalbach, SFL, Skijuwel, Skiwelt
Saison 17/18: 5× Sölden / 2× Hintertux, Hochfügen-Hochzillertal, Ischgl / 1× Muttereralm, Pitztal / 0,5x Zillertal 3000, Zillertal Arena
Saison 18/19: 2× Hochfügen-Hochzillertal / 1× Hintertux, Ischgl, Kappl, Nauders, Pitztal, SFL / 0,5× Bergeralm, Hochgurgl, Schlick, Sölden

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 01.06.2014 - 20:23

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Zuletzt geändert von münchner am 31.12.2014 - 14:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von schmidti » 01.06.2014 - 21:29

münchner hat geschrieben:
schmidti hat geschrieben:Der Ort wird seit dem Jahre 2006 umgesiedelt, weil er in den kommenden Jahren dem nach Westen ziehenden Tagebau Garzweiler II zum Opfer fallen wird. Besonders interessant ist in Immerath sicherlich das ehemalige Krankenhaus und das angrenzende Kloster Haus Nazareth.
Kann man (ggf. im Rahmen einer Führung) die Gebäude auch noch von innen besichtigen?
Sicher kann ich Dir das nicht sagen, aber es würde mich schon sehr wundern.

Sobald die Gebäude von ihren Eigentümern verlassen wurden (die dafür eine Abfindung in Höhe des aktuellen Wertes des Gebäudes bekommen) gehören sie RWE und das Betreten des Geländes ist eigentlich komplett verboten (die gelben Schilder).

In das oder ein oder andere Haus würde man sicherlich auch ohne übermäßigen Aufwand noch hineinkommen, das Krankenhaus jedoch ist, zumindest im Erdgeschoss, an allen möglichen Eingängen komplett verbarrikadiert. Vor den Fenstern sind Gitterroste angebracht, vor den Türen dicke Holzplatten, und die Rolladen sind unten an der Fensterbank festgeschraubt.
Die Frage ist natürlich auch, inwieweit das Krankenhaus ausgeräumt wurde - da könnte ja noch alles mögliche drin sein...
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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von vovo » 02.06.2014 - 00:00

Danke für die Bilder aus dem Braunkohleabbaugebiet! Das ist wirklich sehr interessant. Zur alten A 8 -Trasse am Aichelberg habe ich es heute leider nicht mehr geschafft, da es schon dämmerte.


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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von vovo » 08.06.2014 - 01:05

Am 03.05.2014 wurde es nachmittags sonnig und so fuhr ich noch ein bisserl zum Knipsen herum...

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Bald auch Geschichte – der Mittlere Ring in der Garmischer Strasse. Bald wird der Verkehr unterirdisch verlegt sein. Rechts noch ein Überbleises einer abgebauten Tankstelle...

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Aus der Nähe...

Es ging dann noch weiter zu einer aufgelassenen Tramstrecke – da muss ich aber noch ein paar Negative scannen...

Die dritte Station war in Berg am Laim, wo es noch ein verlassenes Bahngelände gab – aber dort waren auch an jenem Sonntag die Bauarbeiten voll im Gange und ich wollte mir keinen Ärger einhandeln. Schon 2010 bin ich mal hin, als da zwischen Berg am Laim und Ostbahnhof noch alles verwachsen war und an hohen Zäunen mit eindeutigen Vergbotsschildern gescheitert. Schade, denn auf dem Gelände hätte es noch eine alte Drehscheibe aus der Dampflockära zu sehen gegeben.

Nun – bald ist dort alles umgekrempelt und „sonnige Eigentumswohnungen“ in der so gemütlichen und herzhaften bayrischen Landeshauptstadt gehen für astronimische Preise trotz engster Einfaltsbebauung unter die Leute.

So fuhr ich weiter nach Ismaning, wo es vor den Toren der Stadt noch den Goldachhof gibt, einen verfallenen Gutshof...

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Ich stellte den Wagen an einem Feldweg ab und wanderte die Allee in gespannter Erwartung zum alten Gutshof hinaus. Wind flaute auf und keine Menschenseele zeigte sich da draußen.

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Dann die nächste Enttäuschung: Man hatte bereits begonnen, den Gutshof zu sanieren...

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Ein paar alte, leer stehende Nebengebäude gibt es noch.

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Ich betrat das Gelände lieber mal nicht und zoomte stattdessen von der Staße aus.

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Einmal war mir, als hätte sich dort oben ein Gesicht gezeigt!

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Hier ist noch alles in gutem, alten Lost-Place-Zustand...

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von lift-master » 09.06.2014 - 00:49

Auch eine nette Seite www.marodes.de
...willst du die berge sehn,dann mußt du zum schi fahrn gehn...

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von vovo » 09.06.2014 - 11:35

Was ich auch immer interessant finde sind alte Strassenverläufe vor dem Ausbau der Bundesstrassen etc.

Meist erkennbar durch die Namensgebung "Münchner Strasse", "Memminger Strasse", "Mühldorfer Strasse".

Oft wurden bereits in den 30er Jahren bei der Einrichtung der Fernverkehrsstrassen bzw. Reichsstrassen einzelne Ortsdurchfahrten durch Umgehungen oder Verlegungen wegen dem einsetzenden bzw. steigenden Autoverkehr erneuert. Richtig los ging es dann damit in den 50ern und 60ern.

Durch Inning am Ammersee verlief bis - ich schätze mal Mitte der 60er Jahre - die B 12. Eine "Alte Landsberger Strasse" deutet darauf hin, dass ganz früher hier der Verkehr durchging und irgendwann dann eine innerörtliche Umgehung, die heutige "Landsberger Strasse" erbaut wurde. Später wurde die B 12 komplett aus dem Ort verlagert und verlief genau auf der heutigen A 96-Trasse.

https://maps.google.de/maps?q=inning&hl ... n&t=m&z=17

Oder auch in Oberbeuren bei Kaufbeuren, wo bis Ende der 70er Jahre noch die Bundesstrasse 12 auf der heutigen St 2055 verlief.

https://maps.google.de/maps?q=oberbeure ... n&t=m&z=16

Ganz früher einmal ist der Verkehr auf einer schmaleren Strasse daneben verlaufen, worauf der Name "Alte Steige" hindeutet.


https://maps.google.de/maps?q=mindelhei ... n&t=m&z=16

Ein weiteres Beispiel aus Mindelheim - bis 1994 ging der gesamte Fernverkehr durch die Stadt durch - in Richtung Memmingen führte die B 18 dreispurig den steilen Berg neben der Burg hinauf und auf einer überbreiten, zweispurigen Trasse weiter an Oberauerbach vorbei. (Ort links am Kartenrand)

Ganz früher - keine Ahnung bis wann - ging es jedoch hier an anderer Stelle weiter. Der Name "Memminger Strasse" deutet darauf hin, dass auf der schmalen und steilen Trasse die damalige R 18 bzw. später B 18 verlief. Auch ging es nicht an Oberauerbach vorbei, sondern mitten durchs Dorf.

https://maps.google.de/maps?q=mindelhei ... n&t=m&z=18

Weiter westlich ging die B 18 - Fernverkehrsstrasse durch Kammlach hindurch. Ganz früher einmal verlief sie aber nicht geradeaus, sondern machte einen Bogen mitten durchs Dorf, worauf der Name "Reichsstrasse" noch hindeutet.

https://maps.google.de/maps?q=mindelhei ... n&t=k&z=16

Noch weiter westlich der Bereich, den ich auf Seite 2 dargestellt habe. Quer kommt die Allestrasse der urpsprünglichen Reichs- / Bundesstrasse. In einem Bogen außen herum die in den 50er oder 60er Jahren erbaute Schnellstrasse, die 1994 nach dem Bau der A 96 weiter südlich stillgelegt wurde. Erst vor einigen Jahren hat man diese Trasse reaktiviert.

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von münchner » 09.06.2014 - 12:09

Ein Klassiker in dem Zusammenhang und vielen Münchnern wohl noch gut in Erinnerung, ist der kleine Ort Etterschlag mit seinen legendären Staumeldungen. Seit 1998 dank das Tunnels Geschichte (ich kann mich noch gut an den Morgen der Eröffnung erinnern, im Radio spielte man ein Best Of der früheren Horrormeldungen) - hoffentlich bleibt das während der Sanierung 2015 auch so.

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von j.wayne » 09.06.2014 - 12:16

Gestern durch Zufall einen kleinen Artikel im Heft des Spessartbundes über eines der längsten Denkmäler in D.
http://www.strecke46.de/geschichte.html

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Re: Andere "LSAP"-Orte / Ruinen / "Lost Places" etc.

Beitrag von Meckelbörger » 09.06.2014 - 15:55

An der Bahnstrecke Hamburg-Berlin gab es mehrere kleine Bahnübergänge. Zu jedem Bahnübergang gehörte auch der Isenbaanboomupanddaaldreier, auf hochdeutsch Schrankenwärter. Die Häuser die für die Unterkunft der Schrankenwärter mit Familien gedient haben stehen heute noch an der Strecke. Einige sind noch bewohnt, andere verfallen aber zusehends. Alles aber haben alle gemein die Bahnübergange gibt es nicht mehr, sie fielen den verschiedenen Ausbaustufen der Strecke zum Opfer.

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^^Das Exemplar steht eigentlich im Niemandsland, hier war wohl nur der Übergang für einen Wirtschaftsweg (53.420103, 10.699686). Rechts das Wohnhaus, links der Stall. Der Bahnübergang dürfte vermutlich schon vor 1989 aufgegeben worden sein.

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^^Stark zu gewuchert aber der Zaun steht noch. Standesgemäß aus Bahnschwellen

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^^Wohnhaus zur Bahnstrecke hin. Eine Nachnutzung wird wohl am Zuglärm scheitern

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^^Vordereingang

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^^Flur und Treppenhaus

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^^Einblicke in Erdgeschoss, üppig war der Wohnraum nicht

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^^Dachboden, die Standhöhe beträgt hier keine 1,80, trotzdem wurde ein Teil ausgebaut

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^^Eingang ins Stallgebäude

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^^Einblicke in die beiden Stallteile

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^^Stall mit jeder Menge Unrat davor

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^^Hoffentlich ist der nicht aus dem Zug gefallen und wird vermisst

Alte Bahntechnik war hier nicht mehr zu entdecken, wie auch beim nächsten Schrankenwärterhaus.
Der Bahnübergang war bis zur Fertigstellung einer Umgehungstraße 1995 in Betrieb.
Jetzt liegt es eingebettet zwischen Auffahrtrampe zur Überführung und Bahnstrecke (53.389697, 10.734926)

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^^Seitenansicht, die Fenster wurden mal erneuert und das Haus sollte als Atelier dienen. Soweit ist es nie gekommen und die Fenster wurden demontiert.

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^^Kein rankommen

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^^Auch von dieser Seite, zu gewuchert. Im Hintergrund ist die Überführung zu sehen, die den Bahnübergang überflüssig machte.

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^^Nebengebäude

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^^Bahnseite mit den noch vorhandenen aber demolierten Fenstern

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^^Schöne Lampe und noch zu 50% ganz

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^^Diese hängt sogar noch an Ort und Stelle

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^^Spuren vom Versuch der Nachnutzung. Neuer Durchbruch und zugemauerte Tür

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^^Neues Porzellan im, so wie es aussieht, ehemaligen Stallteil.

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^^ „Nasszelle“ mit originalen Fliesen aus dem Baujahr!!!

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^^TV inklusive


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