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Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!

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Petz
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Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 22.09.2015 - 19:45

Über das Thema wird zwar in den Medien zwar sehr breit berichtet aber ein meiner Ansicht nach sehr wichtiger Aspekt dabei noch völlig ausser Acht gelassen den ich hier zur Diskussion stellen möchte.

Wenn man z. B. durch illegales Chiptuning oder sonstige irreguläre "Modifikationen" die Leistung seines Autos gesteigert hatte und dabei erwischt wurde, legte die Zulassungsbehörde die Fahrzeuge u. a. wegen Nichterfüllung der Abgasgrenzwerte still bis ein damit kompatibler Zustand wieder hergestellt wurde sprich vorübergehender Verlust der Betriebsbewilligung.

Im Falle der betroffenen manipulierten PKW´s in den USA und vielleicht auch noch anderswo müsste denen eigentlich dasselbe Schicksal drohen was für VW bedeutete, daß sie entweder entsprechende Umbauten an diesen Fahrzeugen auf ihre Kosten vornehmen bzw. sollten sich die Werte dadurch nicht erreichen lassen, den Besitzern einen Austauschwagen stellen müssten.
Ich denke das zwar die zu erwartende Strafe und auch die Rufschädigung für den Konzern längerfristig noch irgendwie verkraftbar wäre aber wenn etliche zigtausende PKW´s mangels objektiver Zulassungsfähigkeit zumindest z. B. mit Benzinmotoren remotorisiert oder gar komplett getauscht werden müssten, könnte das meiner Ansicht nach letztlich auch das Ende des Konzerns bedeuten.
Aufgrund der vorsätzlich erfolgten Manipulation würde VW dann ausserdem noch mit Schadenersatzforderungen der PKW - Eigner konfrontiert werden die gerade nach USA - Recht ziemlich heftig ausfallen könnten; außerdem stellte sich die Frage ob zusätzlich zu jener Strafe die manipulationsbegründet als Drohung im Raum steht noch weitere wegen jahrelanger vorsätzlicher Umweltschädigung dazukommen.

Bin mal sehr gespannt auf Eure Sicht der Dinge...
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von McMaf » 22.09.2015 - 22:17

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat VW die Abgasbegrenzung nur für den Alltag ausgeschaltet. Die manipulierte Software sollte den Test erkennen und die Abgasbegrenzung dann zuschalten. Man müsste also nur die Software ändern um auch im Alltag auf die geforderten Abgaswerte zu kommen. Diese sind also nicht das Problem.
Das wäre dann eher Leistung und Spritverbrauch auf deren Kosten die Abgasbegrenzung geht. Die Leistung würde runter gehen, der Spritverbrauch hoch. Also geht es nicht darum, möglicherweise die Betriebsbewilligung zu verlieren.
Viel eher werden Verbraucherschutzvorschriften problematisch werden, die, wie du ja auch schon sagtest, in den USA sehr restriktiv sind.

*Ein vorsätzlicher Abgaswertebetrug ist sinngemäß übrigens redundant, da sich ein Betrug nicht fahrlässig begehen lässt. Ich gehe davon aus, dass das in den USA auch so ist. :wink:

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von whiteout » 22.09.2015 - 22:45

Meiner Meinung nach viel zu aufgepusht dieser "Skandal", bei jedem Hersteller überschreiten die im Alltag gemessenen Werte die der im Test gemessenen um ein Vielfaches. Volvos Dieselmotoren überschreiten diesen Wert um das 14-fache.
VW wird Strafe in Milliardenhöhe zahlen müssen, weiters wird vielleicht eine Nachrüstung bzw. Änderung der Motorsteuerung auf die betroffenen Fahrzeuge zukommen.Der Imageschaden der durch die Medien propagiert und erst richtig hervorgerufen wird, wird größer sein.

Und mal ehrlich, wer hat noch nie eine Tatsache geschönt um besser dazustehen.Schlimmer wäre es jetzt wenn man technische Fehler vertuschen würde.

Ich bin überzeugt, dass nicht nur Volkswagen sondern auch viele anderen große Autokonzerne Schlupflöcher oder Tricks nutzen um Vorschriften gezielt und bewusst auszuhebeln und zu umgehen.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 22.09.2015 - 23:09

Piëch wußte genau was er meinte als er Winterkorns Absetzung forderte.
Bei VW ist man so besoffen von dem Gedanken der größte Autobauer der Welt zu werden, das man alles drum rum vergießt.
Ich höre sie noch faseln, ein solches Unternehmen könne man nicht mehr führen wie ein Patriarch.
Jetzt haben sie viele Köche, von Gewerkschaftlern die sich gerne Lustreisen finanzieren lassen, über Politiker die in der Regel nie über ein Praktikum hinaus gearbeitet haben, bis zum Vorstand der nur die fiktive Idee des größten Autobauer verfolgt und dabei die Produkte vernachlässig.
Ein brillanter Techniker wie Piëch (Tiptronic, Quattro, uvam) wären solche Fehler sicher nicht unterlaufen.
Nein, man muß den Mann nicht mögen- aber unter ihm waren die Arbeitsplätze sicher!
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Werna76 » 22.09.2015 - 23:45

Bei GM wird versucht zu vertuschen, dass es defekte Zündschlösser gibt, woran mehr als 100 Menschen gestorben sind. Das wird komplett emotionslos in den Nachrichten gebracht. Is halt so, die FightClub Formel lässt grüssen.

Continental hat jahrelang bei den Reifentests der Fachzeitschriften geschummelt. Das konnte man irgendwo auf Seite 27 in der Zeitung in einem Dreizeiler lesen.

Jetzt schummelt VW bei Abgaswerten (müsste das nicht auch Audi betreffen?) woran kein Mensch zu Schaden gekommen ist und das übertrifft in den Medien sogar das aktuelle Flüchtlingsthema.
Kann mir jemand erklären warum das so aufgebauscht wird? Das war doch schon immer bekannt, dass diese Abgas/Verbrauchstests fürn Hugo sind, also was soll der Zirkus???
Gehts hier um das Nationalheiligtum VW oder stecken da irgendwelche schmutzigen Interessen dahinter das Thema sooo negativ zu puschen (irgendjemand hat mit Sicherheit ein Vermögen am Aktienkursverfall verdient).
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Re: AW: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzern

Beitrag von Marvin » 22.09.2015 - 23:54

Werna76 hat geschrieben: Jetzt schummelt VW bei Abgaswerten (müsste das nicht auch Audi betreffen?) woran kein Mensch zu Schaden gekommen ist und das übertrifft in den Medien sogar das aktuelle Flüchtlingsthema.
Kann mir jemand erklären warum das so aufgebauscht wird? Das war doch schon immer bekannt, dass diese Abgas/Verbrauchstests fürn Hugo sind, also was soll der Zirkus???
Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Verbrauchstests in der EU sind unrealistisch, das stimmt. Es ist aber etwas völlig anderes als der vorsätzliche Betrug durch VW.
Gehts hier um das Nationalheiligtum VW oder stecken da irgendwelche schmutzigen Interessen dahinter das Thema sooo negativ zu puschen (irgendjemand hat mit Sicherheit ein Vermögen am Aktienkursverfall verdient).

VW ist der mit Abstand größte Autokonzern und einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Da ist es nur logisch, dass dieser Skandal in Deutschland größere Aufmerksamkeit bekommt als die mangelhaften GM-Zündschlösser, von denen hier nur eine kleine Zahl von Opel-Fahrzeugen betroffen war.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von br403 » 23.09.2015 - 10:06

Tja, dumm gelaufen VW. Man darf sich nicht erwischen lassen. Und ja, Audi ist auch betroffen, wohl weltweit. Wir sprechen hier über 11 Millionen Autos! Ich finde es eine Frechheit von VW das so zu machen, sonst super arrogant und jetzt muss man zugeben das man Mist gebaut hat. Ich freue mich schon etwas. Und da VW schon eines der Vorzeigeunternehmen ist, wird hier noch die Industrie in Deutschland geschädigt. Weg mit Winterkorn!


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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von extremecarver » 23.09.2015 - 12:16

Ich geh mal davon aus dass da quasi alle modernen Diesel betroffen sind - und gespannt bin ich auf die downgesizten Benziner. Kann mir gut vorstellen dass 50-60% vom Markt bei Tests Abseits der Rolle haushoch durchfällt. Zeit wirds - weg mit den Luftverpestern und her mit realistischen Tests.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Chlosterdörfler » 23.09.2015 - 18:40

Dieselautos mit der Harnstofflösung (Markenname: Ad Blue) sind davon nicht betroffen.

Infos: http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 19176.html
Mercedes stellte offenbar kein Fahrzeug zur Verfügung, daher nahmen die Forscher nur die Modelle Passat (2013er) und Jetta (2012er) von Volkswagen sowie den BMW X5 unter die Lupe. Mit Geräten der West Virginia University ausgestattet, fuhren Testfahrer 1300 Meilen von San Diego nach Seattle, um den Emissionsausstoß unter realen Bedingungen zu untersuchen, berichtet Bloomberg. Während die Fahrzeuge etwa zeitgleich die Labor-Tests der kalifornischen Umweltbehörde (CARB) bestanden, erhielt German das überraschende Ergebnis: Der VW Passat überschritt die amerikanischen Stickstoffoxid-Emissionen um das 5- bis 20-fache, der VW Jetta gar um das 15- bis 35-fache. „Es war schockierend“, sagte German Bloomberg zufolge. Nur der BMW X5 bestand den Realitätstest.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/v ... 18832.html
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Theo » 23.09.2015 - 18:57

Ich sehe das ähnlich wie McMaf. In Europa ist man geradezu besessen davon nur den CO2 Ausstoss runter zu kriegen das man ales andere rundherum schlicht und ein vergisst oder ausblendet.. Der CO2 Ausstoss scheint dann dafür in den USA überhaupt kein Thema zu sein, da ist ja auch der Durchschnittsverbrauch der Autos um ca. 3l höher als in Europa.
Technisch gesehen wird es dann wohl wirklich so laufen: Software umschreiben, sprich Leistung runter und Verbrauch rauf. Welche der beiden Varianten ( manipuliert oder unmanipuliert ) für die Umwelt schädlicher ist kann ich nicht beurteilen, da müsste man wohl Chemiker oder Biologe sein.
Zur Vorgehensweise der USA kann man nur so viel sagen: Zeitlich genau getimter ( mitten während der IAA ) geführter typisch Amerikanischer Bussgeldeintreibervorgang. Hat schon oft geklappt und wird auch diesmal wieder klappen, bloss in Europa ist man zu naiv um das zu begreifen.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von whiteout » 23.09.2015 - 19:12

Mich würde mal Interessieren welche Baureihen und Jahre betroffen sind.
Haben einen Touran 2.0 TDI DSG und einen Caddy in gleicher Motorisierung.Baujahr 2008 und 2012.
Könnten also auch betroffen sein.

Sicher ist es nicht schön was VW gemacht hat,nur diese Skandalisierung durch die Medien finde ich noch schlimmer.
Wenn jetzt schon die ersten grün gefärbten Gutmenschen die Stillegung der betroffenen Fahrzeuge vordern, frage ich mich ob es nicht wichtigere Probleme gibt.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von br403 » 23.09.2015 - 19:28

Ja, der ist wahrscheinlich betroffen. Alles vor MQB.

Und weg ist er, jetzt der Stadler noch und meine Welt ist wieder etwas besser.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Pistencruiser » 23.09.2015 - 19:35

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Marvin » 23.09.2015 - 19:43

extremecarver hat geschrieben:Ich geh mal davon aus dass da quasi alle modernen Diesel betroffen sind - und gespannt bin ich auf die downgesizten Benziner. Kann mir gut vorstellen dass 50-60% vom Markt bei Tests Abseits der Rolle haushoch durchfällt. Zeit wirds - weg mit den Luftverpestern und her mit realistischen Tests.
Es ist aber so, dass der zulässige Schadstoffausstoß gerade bei Dieselmotoren in den USA sehr viel geringer ist als in Europa. VW aber wollte unbedingt mit seinen Dieselmotoren in den USA Fuß fassen, weil das Marktsegment dort kaum abgedeckt ist (unter anderem wegen der strengen Vorschriften). Da sie es nicht geschafft haben, die Vorschriften auf legalem Wege einzuhalten, haben sie dann betrogen. In Europa dürfen Diesel deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen, so dass es auch leichter ist, hier die Vorschriften einzuhalten. Denkbar ist natürlich trotzdem, dass das gleiche Prinzip auch hier eingesetzt wird, gerade wo mit Euro 6 der zulässige Ausstoß von Stickoxiden von 180 auf 80 mg/km reduziert wurde.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Af » 23.09.2015 - 19:48

Überlegt euch mal, was das weiter Bedeuten kann... Fällt ein Motor mit einem Höheren Schadstoffausstoß in eine Andere Steuer\Abgabenklasse? Der Staat wird dann sicherlich die Differenz wieder haben wollen... :-)
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von extremecarver » 23.09.2015 - 20:03

Naja - selbst die 180mg SO² sind ja scheinbar schwer einhaltbar OHNE Harnstoff. Nur den will man ja die Benutzer nicht dauernd nachfüllen lassen (zumindest bei Euro5) - da könnte es schon noch ein paar Überraschungen geben (also nach Softwareupdate etwa jedes dritte, vierte volltanken auch gleich noch Adblue einfüllen - weil der Behälter nicht groß genug bis zum nächsten Service ist...) - oder mehr Verbrauch - oder halt weniger Leistung...

Aber prinzipiell denke ich auch mal dass sich da die Politik nicht drübertraut - die haben ja bisher schon der Autoindustrie alle möglichen Tricks durchgehen lassen bzw explizit erlaubt. Und die ganzen Direkteinstpritzer Benzinmotoren sind von Abgasen her auch eine Sackgasse - bzw fast übler wie die Diesel.

Generell wichtiger wäre jedoch mal beim Hausbrand viel strikter einzuschreiten - da wird aber gar nichts gemacht!

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von noisi » 23.09.2015 - 20:17

whiteout hat geschrieben:Sicher ist es nicht schön was VW gemacht hat,nur diese Skandalisierung durch die Medien finde ich noch schlimmer.
Ich weiß ja nicht was du sonst so für Meinungen hast, aber einen Betrug am Verbraucher brauchen die Medien nicht zu skandalisieren. Das ist ein Skandal erster Güte.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 23.09.2015 - 20:20

whiteout hat geschrieben:Wenn jetzt schon die ersten grün gefärbten Gutmenschen die Stillegung der betroffenen Fahrzeuge vordern, frage ich mich ob es nicht wichtigere Probleme gibt.
Ich bin sicher alles andere als ein grüngefärbter Gutmensch aber ein Anhänger des Prinzips gleichen Recht für alle und deshalb gehört all jenen Fahrzeugen die die Grenzwerte überschreiten temporär die Zulassung solange entzogen bis das korrigiert wurde.
Wenn bei der Pickerluntersuchung (TÜV - bzw. ASU in der BRD) Abgasgrenzwerteüberschreitungen festgestellt werden gilt das als schwerer Mangel und hat Zulassungsverlust zur Folge falls z. B. der Kat nicht getauscht oder die sonstige Ursache der Grenzwertüberschreitung nicht behoben werden sollte und ich sehe nicht ein warum das hier dann anders gehandhabt werden sollte nur weil es der Hersteller verursacht hat.

Vielleicht brauchte es diesen Skandal um auch die Behörden endlich mal aus ihrer Totenstarre zu erwecken nachdem die lt. Aussage Prof. Dudenhöfers eine zumindest merkwürdige Zurückhaltung an den Tag legten...
Bei der Gelegenheit könnte man dann auch mal endlich die Unsitte beenden das in den Autos trotz DIN - Schraubennorm nach wie vor Schraubendimensionen wie z. B. M7er verbaut sind die lt. Norm dort sicher nichts zu suchen hätten da ein Auto (außer bei speziellen Unfallabläufen) bekanntermassen kein Flugzeug ist... ;D

Wenn sich als Resultat einer eventuellen Softwarekorrektur zur Erreichung der Grenzwerte zwangsläufig eine geringere Leistung als Resultat zeigen sollte wird VW sicher mit weiteren Schadenersatzklagen konfrontiert werden denn jeder Autobesitzer kann dann natürlich argumentieren das er seinen Wagen mit geringerer Leistung erst gar nicht gekauft hätte...bleibt sicher noch weiterhin spannend... :ja:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von gerrit » 23.09.2015 - 20:47

Wobei ich bis jetzt noch keine sicheren Informationen darüber habe, um wieviel denn überhaupt wirklich die angegebenen Werte überschritten werden, kolportiert werden da manchmal um das 40-fache, anderswo lediglich 40%. Eine 40%ige Überschreitung wäre wohl noch kein Grund zu einem akuten Fahrverbot für den betroffenen PKW, da ja derzeit auch ältere und damit von den Emissionen schlechtere Fahrzeuge noch zugelasssen sind, würde aber natürlich den Flotten-Emissionswert, der ja innerhalb der EU ziemlich wichtig ist, nachhaltig verschlechtern.
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 23.09.2015 - 21:03

Die Grenzwerte sind ja nach den unterschiedlichen Abgasgrenzwertklassen gestaffelt und deshalb dürfen ältere Fahrzeuge auch legal noch mehr emmittieren als jüngere allerdings die für sie gültigen Grenzwerte bei der jährlichen TÜV - Prüfung auch nicht überschreiten; gibt da auch keine Toleranz. Wenn also VW diese auch nur um 5 % übersteigt müssen die betreffenden Fahrzeuge temporär stillgelegt werden.

Anbei Prüfpunkte des österr. TÜV; LM bezeichnet leichten Mangel und unkritisch; SM dagegen schwerer Mangel und zu beheben ansonsten erlischt die Betriebsbewilligung sprich man bekommt keine Prüfplakette
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von whiteout » 23.09.2015 - 21:23

Es werden weder Menschen gefährdet, noch die sichere Funktion der Fahrzeuge beeinträchtigt. Würde vertuscht werden, dass die gefälschten Gutachten die Sicherheit der Insassen beeinträchtigen würde ich die Aufregung nachvollziehen.

Außerdem wurden, und dass sage ich zum zweiten mal, bei den meisten Herstellern die Grenzwerte im Realbetrieb ebenfalls überschritten.

Diese mediale Aufbauschung schadet der gesamten Deutschen Wirtschaft, nicht nur dem Volkswagenkonzern.
Es geht mir nur darum, dass andere, wesentlich relevantere "Skandale" nie so ausgetragen wurden.

Das es nicht legitim ist Gutachten zu manipulieren steht nicht zur Frage.

Btw.:Stellt euch vor euer Fahrzeug wird stillgelegt, würdet ihr dass so ohne weiteres und ohne, wirklich wichtigen Grund akzeptieren? Ich sicherlich nicht
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Af » 23.09.2015 - 21:49

@ Whiteout: Abwarten, bis der erste Lungenkranke in Amerika VW verklagt.... dann geht's ab...

@ Andere Hersteller: Klar ist VW nicht alleine... nur haben Die sich halt erwischen lassen...
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David93
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von David93 » 23.09.2015 - 21:56

Sicher schadet das der Wirtschaft, und ich bin auch alles andere als erfreut darüber.
Allerdings bin ich schon der Meinung das VW jetzt deswegen nicht verschont werden darf. Das ist in der Vergangenheit gerade bei der Automobilindustrie oft genug passiert. Die haben Mist gebaut, jetzt müssen sie eben dafür geradestehen.
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Saison beendet.

Whistlercarver
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Whistlercarver » 23.09.2015 - 22:01

Petz hat geschrieben: Bei der Gelegenheit könnte man dann auch mal endlich die Unsitte beenden das in den Autos trotz DIN - Schraubennorm nach wie vor Schraubendimensionen wie z. B. M7er verbaut sind die lt. Norm dort sicher nichts zu suchen hätten da ein Auto (außer bei speziellen Unfallabläufen) bekanntermassen kein Flugzeug ist... ;D
Dir ist ja schon bekannt das die Automobilisten ihre eigenen Normen haben und sich immer seltener an DIN und so halten? Wer Zuliefern will darf sich dann der VW-, BMW-, Mercedes-Norm usw. anpassen.

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Sauerland_6_CLD
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 23.09.2015 - 22:22

NEIN, natürlich NICHT!
Eine Gewindeverbindung M7 ist deutlich leichter als eine herkömmliche M8 er Verbindung und trägt damit zur Vermeidung des Klimareligionsgases bei :mrgreen:
Die Zeit als Autos und Computer noch Commodore hießen war klar besser


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