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Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!

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Theo
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Theo » 20.03.2016 - 20:00

Ich finde solche Urteile kleiner Gerichte eigentlich immer wieder gut, die trauen sich Urteile zu fällen wo sich grössere Gerichte nicht mehr trauen.
Glaubt mir, der Grazer Richter hat sich doch nur gedacht: Ich fäll jetzt mal ein positives Urteil und der Fall ist weg von meinem Schreibtisch. Der weis doch haargenau dass das noch mehrere Instanzen weiter geht, sein Urteil letztendlich belanglos ist und will nicht der Trottel sein der dagegen war.

Das Urteil ( oder besser gesagt die Klage ) hat aber auch sonst mehrere interessante Punkte, wovon einer eigentlich ein Skandal ist und eigentlich nur beweist dass die die hier Geld wollen diese einfach von irgendwo her bekommen wollen, egal von wem, egal schuldig oder nicht.
Der Händler soll also zahlen und weil dieser dass ja logischerweise nicht kann will man so erreichen dass der Konzern dann für den Händler einspringt. Hoffentlich geht diese Taktik ( Erprerssung ) gehörig schief. Wenn man nur auf den Hersteller zielt ist das ok, aber es darf nicht die Existenz von schuldlosen gefährdet sein.

Was dass technische angeht: Hier bei uns werden ja schon seit einiger Zeit die betreffenden Autos umgerüstet. In den USA ist der gleiche Plan natürlich nicht akzeptiert worden. Fazit: Entweder ist man in Europa was das Technische angeht strohblöd ( sonst ist man es ja sowieso ) oder man ist sich in den USA noch zu wenig sicher dass man den Diesel in PKW von der Strasse eliminiert hat und hat Angst dass er nochmals aufkommt.

Ich bin übrigens bei einer Probefahrt für eine neues Auto einen solchen 2.0 Diesel gefahren ( ging mehr ums Auto selber, also Überblick, Sitzposition, Instrumente, etc. ) und kann nicht begreifen wie man einen normalen PKW mit solch einem Motor kaufen kann. Das mag ja an der Furka für einen Passat mit Wohnanhänger genau das Richtige sein, aber doch nicht für einen Golf im Stadtverkehr.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von atsuni » 20.03.2016 - 20:24

Theo hat geschrieben:Was dass technische angeht: Hier bei uns werden ja schon seit einiger Zeit die betreffenden Autos umgerüstet. In den USA ist der gleiche Plan natürlich nicht akzeptiert worden.
Die USA hat auch schärfere NOx Grenzwerte.
Theo hat geschrieben: Ich bin übrigens bei einer Probefahrt für eine neues Auto einen solchen 2.0 Diesel gefahren ( ging mehr ums Auto selber, also Überblick, Sitzposition, Instrumente, etc. ) und kann nicht begreifen wie man einen normalen PKW mit solch einem Motor kaufen kann. Das mag ja an der Furka für einen Passat mit Wohnanhänger genau das Richtige sein, aber doch nicht für einen Golf im Stadtverkehr.
Klar, bei 10Tkm Stadtverkerhr im Jahr lohnt der Motor nicht.

Aber bei 20Tkm auf bergischen Landstraßen kann man mit dem 2.0TDI, gerade im Vergleich zum 1.6TDI, noch etwas Sprit sparen.
Vor allem bei sportlicher Fahrweise.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 20.03.2016 - 22:55

Theo hat geschrieben:Hoffentlich geht diese Taktik ( Erprerssung ) gehörig schief.
Das ist keine Erpressung sondern juristisch die einzige Möglichkeit weil der Händler ja der Vertragspartner des Autobesitzers war und nicht VW - genauso wie man Gewährleistungsansprüche auch nur beim Händler geltend machen kann. Wenn der Händler eine fehlerhafte Ware bekam muß er das natürlich dann mit seinem Lieferanten abklären aber der Ansprechpartner ist immer derjenige mit dem der Kaufvertrag abgeschlossen wurde.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Theo » 21.03.2016 - 18:14

Dass der Ansprechpartner der Händler ist ist schon klar, sobald es ums finanzielle geht darf er aber nur der Vermittler sein. Wenn mal was finanzielles kommen sollte muss dass von VW alleine sein.
Für solche Klagen ist es meiner Meinung nach sowieso noch viel zu früh, das macht doch erst einen Sinn wenn ein gewisser teil der Autos umgerüstet wurde und durch vorher - nachher Tests bewiesen wurde was denn nun Sache ist. Geht man mit solchen Klagen zu früh los und klagt auch gegen zu viele wo nichts dafür können geht man ja doch nur das Risiko ein dass alles abgelehnt wird weil die Konsequenzen nicht vorhersehbar sind. Wie man durch Dilettantismus solche Sachen vergeigt ist ja in Europa hinlänglich bekannt.

Dass die USA schärfere NOx Gremzwerte hat ist ja bekannt, warum die so sind auch.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 22.03.2016 - 13:21

Ich denke schon das dies die Anwälte berücksichtigt hatten denn ohne ein einwandfreies Ergebnis einer erfolgten Umrüstung könnte ein Schadenersatzbetrag noch deutlich höher ausfallen.

Wenn Du andeuten willst das die schärferen US - Normen die US - Autoproduktion schützen sollen würd ich das nicht unbedingt unterschreiben denn als Californien einen verpflichtenden Anteil an Elektroautos einführte baute kein einziger amerikanischer Hersteller solche. Und die Einführung der Tier - Standards in den USA für Offroad verwendete Dieselmotoren brachte GM und GE als größte amerikanische Dieselokhersteller in ziemliche Schwierigkeiten weil ihre eigenen Dieselmotoren deutlich verspätet und teilweise nur mit größten Problemen an anderer Stelle die Werte erfüllen konnten - MTU hat´s jedenfalls gefreut... :wink:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Nuyaki » 08.04.2016 - 11:25

Hi :)

Ich finde das ganze ist auch ein ungeheuerliches Spektakel dass seinesgleichen sucht. Mal wieder frei nach dem Motto: "Pfeiff doch auf diese lächerlichen Bevölkerungsteile, die sich unsere Kunden nennen", "pfeiff doch auf die Umweltverschmutzung, pfeiff auf saubere Luft, pfeiff auf Konsequenzen, hauptsache GELD GELD GELD, unsere Anwälte räumen nachher schon auf. Mal ganz ehrlich, ich wäre der erste der den imaginären "Atom-Knopf" freiwillig drückt, um solche Firmen und Menschen von der Erde ein für alle mal auszuradieren, auch wenn ich dabei selbst draufgehe! Ich bin kein Greenpeace Aktivist, aber daran zu denken dass so viele Autos und eine breites Spektrum an Baujahren die Umwelt unnötig verpestet haben, macht mich krank. Zum Glück hab ich keinen VW, aber wer sich dafür interessiert, der kann hier nachsehen welche Autos und Baujahre betroffen sind und bei Bedarf noch Tipps, was er oder sie tun könnte um sich zu wehren.

Glaubt ihr nach dem "Motor-Software-Update" verbrauchen eure Autos mehr Sprit, oder haben sonstige Effizienz-Einbußen?

Grüße

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 08.04.2016 - 14:35

Nuyaki hat geschrieben:Glaubt ihr nach dem "Motor-Software-Update" verbrauchen eure Autos mehr Sprit, oder haben sonstige Effizienz-Einbußen?
Mehr Spritverbrauch halt ich für eher unwahrscheinlich weil dadurch die Schadstoffausstoßwerte wiederum erhöht würden; für wahrscheinlicher halt ich nen deutlich höheren AdBlue - Verbrauch sowie Leistungseinbussen.

Ich würde sogar die Vermutung äußern das jene Gerüchte die die USA indirekt beschuldigen durch ihr Vorgehen gegen VW die eigene Autoindustrie schützen zu wollen von VW selbst initiiert wurden um Druck auf die USA - Behörden auszuüben. Dagegen spricht aber auch die strikte Vorgangsweise bei den Tier - Standards denn die trafen primär die Lokomotivindustrie der USA.
Und aufgrund der Tatsache das man sich aus den niederen Gründen der Gewinnmaximierung für den gewerbsmäßigen Betrug entschied hab ich absolut kein Mitleid mit dem Konzern. Auch müssen meiner Ansicht nach die Folgekosten ein Vielfaches des durch den Betrug erzielten Gewinns ausmachen um VW als auch alle anderen Konzerne von solchen "Experimenten" zukünftig abzuhalten denn falls sich die Vorgangsweise unterm Strich immer noch buchhalterisch rechnete werden wir auf Folgeversuche sicher nicht lange warten müssen... :rolleyes:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von extremecarver » 08.04.2016 - 16:46

Oh doch - man kann schon Spritverbrauch & CO² erhöhen, und dafür die Nox Werte runterfahren. Klar ist - wer denkt man schafft gleiche Leistung, gleiche CO² Werte - und Nox Einhaltung ohne zusätzlichen AdBlue Tank - der träumt. Rein per Software kann sich das nicht lösen lassen - das ist einfach dann nur Beschiss der von oben gedekct wird damit die Deutsche Autoindustrie besser dasteht.
Aber bei Benzinern passen die Werte auch nicht Real vs Teststand - nur dort ist die Diskrepanz halt nur das doppelte, und nicht das 10fache - das geht ohne Schummelsoftware

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 08.04.2016 - 16:59

Technisch sicher aber das verwaltungsrechtliche Problem besteht darin das dann alle betreffenden Autos neu typisiert werden müssten weil ja die CO2 - Emmissionen auch am Prüfstand wo ja bis dato noch die Referenzwerte ermittelt werden höher als die ursprünglich eingetragenen Werte wären; ansonsten droht als juristisches Damoklesschwert die Stillegung der betreffenden Fahrzeuge.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Andik » 04.05.2016 - 10:35

Welch ein wunder keiner ist sauber.

http://mobil.derstandard.at/20000362606 ... -Abgasspur

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