Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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siri
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von siri » 04.11.2015 - 15:20

Fdisk100 hat geschrieben:Ich möchte mal wissen , wie es möglich ist , wenn ich mehr Treibstoffe verbrenne das der Schadstoff ausstoß zurück geht
NOX entsteht durch hohe Verbrennungstempearturen. Um die zu senken kann man z.B. Abgas rückführen (geht aber nicht wenn Leistung abgerufen werden soll, da zu wenig O2) oder weniger Aufladen - auch weniger Lesitung, oder mehr Sprit verbrennen, senkt auch die Temperatur. Gibt aber Ruß, der wird aber im Rußfilter gesammelt (und u.U. durch Nacheinspritzung verbrannt). Alles Mehrverbrauch bei gleicher Leistung oder weniger Leistung :cry:


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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Chlosterdörfler » 05.11.2015 - 18:07

Müssen wegen zu hoher CO2-Emissionen in der Schweiz Steuern nachbezahlt werden? Noch ist die Antwort unklar.
Der Volkswagen-Konzern musste eingestehen, dass nicht nur die Abgaswerte bei Dieselautos manipuliert wurden, sondern dass bei mindestens 800'000 Fahrzeugen auch der CO2-Ausstoss höher ist als angegeben. Das könnte für Schweizer Fahrzeughalter gravierende Konsequenzen haben. Der Grund ist laut der«Neuen Zürcher Zeitung»: «Genauer betrachtet könnte es sich bei den jüngst eingeräumten Falscheinstufungen des CO2-Ausstosses bei VW um eine besondere Form der Steuerhinterziehung handeln.»
Infos: http://www.20min.ch/finance/news/story/ ... --26782385
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 05.11.2015 - 21:02

Nicht nur in der Schweiz sondern auch vermutlich in einigen anderen Ländern sind manche Abgaben auch mit einer Abgasklassifizierungkomponente hinterlegt. Dies wäre juristisch dann eindeutig eine Steuerhinterziehung und zur eigentlichen Nachzahlung käme normalerweise auch noch ein Strafzuschlag der zumindest nochmal dem hinterzogenen Betrag entspricht.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Af » 06.11.2015 - 06:03

Gestern wurde auf Ö3 schon einmal kurz eine Nova und Versicherungsnachzahlung angesprochen... Könnte teuer werden.... Mich wunderts nur immer noch, dass kein anderer Hersteller bisher erwischt wurde...
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 06.11.2015 - 22:13

Das wird mehr als nur teuer und weil ich schon neben den Strafzahlungen vor allem auch den Steueraspekt im Auge hatte, hab ich auch in einem frühen Post die damals etwas umstrittene Vermutung geäußert, daß die Geschichte VW letztlich so an die finanzielle Substanz gehen könnte das unter Umständen in Folge sogar Marken und/oder Produktionsanlagen verkauft werden müssen um überhaupt als Konzern noch überleben zu können.
Ich bin mir sicher das zwischenzeitlich auch schon fieberhaft bei anderen Marken gesucht wurde und das man bis dato nichts gefunden hat, lässt schon eher vermuten das VW doch eher der einzige Autobauer war der da Bockmist gebaut hatte.
Von jener Hardcorekompostigruppe, die mit den offensichtlich falschen Behauptungen auch andere Autohersteller wären betroffen an die Öffentlichkeit zu gehen glaubte zu müssen, hat man jedenfalls seit der Drohung von BMW man werde im Wiederholungsfalle mit Rufschädigungs - und daran angebundenen Schadenersatzklagen gegen die Gruppierung vorgehen nicht den geringsten Mucks mehr gehört...
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Chlosterdörfler » 20.11.2015 - 18:20

Der VW-Konzern muss sich einem Medienbericht zufolge darauf einstellen, einen Teil der von dem Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge in den USA zurückzukaufen.

Umweltkonzept gefordert

Die Carb-Chefin fordert den deutschen Autokonzern zudem auf, ein Umweltkonzept vorzulegen, das die zusätzlichen Emissionen der Fahrzeuge kompensiert.
Quelle: http://www.20min.ch/finance/boerse/stor ... n-26160946
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Fdisk100 » 20.11.2015 - 19:28

siri hat geschrieben:
Fdisk100 hat geschrieben:Ich möchte mal wissen , wie es möglich ist , wenn ich mehr Treibstoffe verbrenne das der Schadstoff ausstoß zurück geht
NOX entsteht durch hohe Verbrennungstempearturen. Um die zu senken kann man z.B. Abgas rückführen (geht aber nicht wenn Leistung abgerufen werden soll, da zu wenig O2) oder weniger Aufladen - auch weniger Lesitung, oder mehr Sprit verbrennen, senkt auch die Temperatur. Gibt aber Ruß, der wird aber im Rußfilter gesammelt (und u.U. durch Nacheinspritzung verbrannt). Alles Mehrverbrauch bei gleicher Leistung oder weniger Leistung :cry:
Mir ist das klar wie das ganze Funktioniert , ich arbeite seit 1984 in der im KFZ Gewerbe ,habe eine Ausbildung zum KFZ Mechaniker gemacht und 1984 als Innungsbester abgeschlossen , 1988 habe ich die Meisterprüfung mit einer 1,7 abgeschlossen.
War dann 5 Jahre Werkstatt Leiter in einem großen Autohaus , bis ich mich 1993 Selbständig gemacht habe .
Ich habe schon einen kleinen Einblick wie die ganze Geschichte läuft.
Russfilter nach rüsten war ein großes Geschäft für die Industrie , genauso wie voher die G kat Nachrüstung und der Kaltlaufregler, alles für die Umwelt.
Was hat das ganze gebracht , eigentlich nix , nur die Industrie hat verdient und der Kleine Bürger hat bezahlt .
So ist es auch wieder , wenn jemand glaubt nur VW sind die bösen , muss ich euch leider entäuschen.
Bei den ersten common rail Diesel sind einfach die Abgasrückführung stillgelegt worden , mit Blechscheiben ,das kein Durchfluss mehr da ist,
war die Praxis zb, bei Opel, Fiat . Das geht heute nicht mehr weil die Software über die angesaugte Luftmenge , Ladedruck , Temperatur und Gaspedalstellung erkennt das es nicht Passt ,es gibt Möglichkeiten des ganze zu umgehen mit einer anderen Software.
Chip Tunning is au nix anderes .


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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 20.11.2015 - 21:09

Fdisk100 hat geschrieben:Chip Tuning is au nix anderes .
Nicht ganz weil man dabei meist auch die Maximaleinspritzmengenbegrenzung erhöht (was man früher ganz einfach mittels Schraubenzieher direkt an der entsprechenden Reiheneinspritzpumpenstellschraube "verbrach" um mehr Leistung zu bekommen).. :wink: .
Bei manchen "hyperintelligenten" Abgasrückführungskonstruktionen war es sogar schlicht nötig diese mit ner Blechscheibe stillzulegen, nämlich dann wenn der Konstrukteur die Abgaseinleitung direkt vor einem einzigen Einlassventil in den Ansaugkrümmer einmünden ließ und bei diesem dann irgendwann schlicht aufgrund thermischer Überbelastung der Teller abschmolz; Mazda hatte jedenfalls so ein "Genie" mal unter ihren Benzinmotorentwicklern... :motz:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 21.11.2015 - 05:12

Bedauerlicher Weise wird da ja jetzt der ganze Konzern an den Pranger gestellt, auch die aktuelle Modellpalette wird in Frage gestellt von Leuten die ja schon immer alles besser gewußt haben wollen.
So wird kolportiert VW habe die Elektrifizierung des Antriebes verschlafen.
Das sehe ich einwenig anders, schließlich gubt es den Up als reines Elektrofahrzeug, viel mehr hat Renault mit der ZE Reihe auch nicht zu bieten.
Weiter gibt es für den Golf und den Passat die GTE Reihe die als Hybrit immerhin 50 km Reichweite ermöglicht.
Da ist man dem Wettbewerb eher vorraus als hinterher, von verschalfen kann meiner Meinung also keine Rede sein.

Desweiteren gibts da ja auch noch die Kunden.
Meine Wenigkeit weint eher dem VR6 im Golf und im T4 hinterher, Leistungsentfaltung und vor allem Sound beglückten :mrgreen:
Old School war auch der VR5 im Passat, ja ich kenne sogar die Version GT 5E noch mit 136 PS und 5 Töpfen- wer ihn gefahren hat gab ihn freiwillig nicht wieder her :mrgreen:
Die gleiche Maschine im Audi 80 Quattro, so gehört Motorgeräusch :D

Den Pheaton einzustellen halte ich für einen großen Fehler!
Es ist ja nicht so, dass die Oberklasseambitionen von VW nun völlig gescheitert wären.
Der CC und der Touareg sind die besten Beispiele.
Der Pheaton hat nach wie vor die beste Klimatisierung die ich in der Oberklasse kenne.
Eine zweite Xenonbirne im Scheinwerfer für Fernlicht ließ die Sonne in der Nacht aufgehen :biggrin:
Selbstleuchtende Kennzeichen, eine Erfindung für den Pheaton, wer es gesehen hat, der bestellte es!
Wenn man, wie es geplant war, 500 km elektrisch mit dem neuen Pheaton fahren könnte, mit all dem Luxus des fossilen Phateton, dann könnte so ein Projekt wirklich erfolgreich sein.
Nur müßte man dann die Aktionäre "auf Morgen" vertrösten, das ist wohl das wirkliche Problem :sauer:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 21.11.2015 - 07:39

Sauerland_6_CLD hat geschrieben:Bedauerlicher Weise wird da ja jetzt der ganze Konzern an den Pranger gestellt, auch die aktuelle Modellpalette wird in Frage gestellt von Leuten die ja schon immer alles besser gewußt haben wollen.
So wird kolportiert VW habe die Elektrifizierung des Antriebes verschlafen.
Ich halte die Intersuchungsergebnisse der amerikanischen Behörden jedenfalls für glaubwürdig denn sonst hätte VW nicht kleinlaut eingestehen müssen da Bockmist gebaut zu haben; eine abschließende Bewertung des Konzerns und seiner Machenschaften ist erst dann möglich wenn alle noch laufenden Untersuchungen abgeschlossen und wirklich alle Leichen aus dem Keller raus sind; das man dafür VW natürlich keine Streicheleinheiten vergibt sollte eigentlich klar sein denn wer den Schaden hat braucht bekanntlich für den verdienten Spott nicht zu sorgen... :ja:
Ganz klar ist aber auch das VW deshalb sicher nicht das Autobauen verlernt hat aber sich für mich angesichts der zu erwartenden Ansprüche trotzdem die Frage stellt ob der Konzern das finanziell überhaupt überleben kann; vor allem dann wenn sich noch weitere "Gräber" auftun sollten denn daran hab ich mittlerweile so meine Zweifel.

Ausgenommen von Toyota haben praktisch alle großen Konzerne die Entwicklung alternativer Antriebe meiner Ansicht nach komplett verpennt und es musste erst ein Neuling wie Tesla den Markt aufmischen um die aus ihrem Entwicklungswinterschlaf zu reissen; allerdings halte ich deren Modellpolitik nicht für den europäischen Markt tauglich denn nötig wär hier mal in erster Linie ein kleinerer Familienwagen (Kombi) mit deshalb "nur" alltagstauglicher Leistung aber 600 Km Reichweite damit er sich im Gegensatz zu den Teslas auch noch mit nem 16A Hausstromanschluß in akzeptabler Zeit volladen lässt.
Allerdings trägt hier auch die Politik eine große Mitschuld; hätte man schon vor Jahren festgemacht das längerfristig ausschließlich erneuerbare Energiequellen zur Mobilität genutzt werden dürfen (auf diesem Weg ist ja bekanntlich z. B. Kalifornien) sähe die Wettbewerbssituation heute am europäischen Markt sicher anders aus.
Und mit wirksamen Umwelt - und Reccourcennachhaltigkeitsschutz haben die aktuellen und vorhersehbaren Regularien ohnehin praktisch nichts gemein denn dazu gehörten nicht nur fallende C02 - Höchstemmissionswerte pro Fahrzeugleben (kein sogg. Flottenwert) in dem aber auch der produktionsverursachte CO2 - Ausstoß des jeweiligen KFZ noch mit einzurechnen wäre denn von dem spricht heute immer noch kein Mensch.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 21.11.2015 - 12:50

Alles richtig und auch verständlich.
Maßstab ist und bleibt aber der Kunde!
Und hier entscheidet nicht nur der Kaufpreis und die Reichweite sondern eben auch noch die wirtschaftlichen Aspekte im Betrieb.

Beispiel:
Ein Bereich in dem die Elektrifizierung wirklich weit fortgeschritten ist sind die Flurförderfahrzeuge (Stapler)
LINDE ist das führende Unternehmen mit drei Antriebstechniken zur Wahl:
Diesel (kommt nur in Frage wer eine eigne Tankstelle im Betrieb hat)
Gas (Flaschenwechsel einfach, klassischer Verbrenner, günstig in Anschaffung und Betrieb)
Elektro (günstig im Betrieb, aber wehe das Akkupack ist kaputt, dann ist der Stapler wirtschaftlicher Totalschaden! Weiter kommt beim Elektrostapler hinzu, wenn der auf der Straße mit wenig Strom liegen bleibt, dann kann ich einen Kranwagen bestellen, der zweite Wechslakku kostet nicht nur ein Vermögen, er ist auch ohne Handhabungsgerät kaum zu bewegen!)

Bei den Autos kommt noch die emotionale Ebene dazu.
Ich habe den Tesla gefahren, Verarbeitung, verwendete Materialien und Komfort sind für einen Newcomer wirklich ausgezeichnet!
Da will aber kein Funke überspringen, das Auto ist irgendwie "Blutleer", für soviel Geld weckt das einfach nicht genug Begeisterung (bei mir).
Nächstes Jahr gibts für mich was neues, und ich bin nahezu überzeugt das es wieder ein 6 Zylinder Diesel wird.
Da schwingt auch die Angst mit das man eines Tages solche phantastischen Motoren nicht mehr neu wird kaufen können, der Downsizing Kram macht ja inzwischen vor kaum noch was halt.
Wenn ich gesund bleibe und wirtschaftlich in der Lage, dann fahre ich vermutlich Elektro noch lange genug, daher jetzt bitte noch einmal Oldschool für mich ;D
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 21.11.2015 - 15:22

Gerade wegen eventueller Kundenlukrierung dachte ich an ein Familienauto weil ich für einen solchen die grösste Nachfrage bez. Elektroantrieb sehen würde; nachdem jeder normale Haushalt ja nur eine 3 x 16 A Drehstromversorgung hat und davon noch paar Ampere parallel zur Akkuladung für den Haushaltsbedarf selbst nötig sind, darf eine 0815 - Elektrofamilienkutsche keine zu große Antriebsleistung aufweisen um sie noch praktikabel laden zu können.
Und ich würde es auch für sehr sinnvoll erachten Elektrofahrzeuge egal welcher Art nur mit Mietakkusätzen in einigen standardisierten Bauvarianten anbieten zu lassen; dann stellte sich die Investitionsfrage eines neuen Akkusatzes für den Konsumenten nicht. Nebenbei lässt sich auch jedes Elektrofahrzeug (auch ein Stapler) abschleppen; bei Defekten wird sich also an dieser Praxis im Verkehr nichts ändern.

Nachdem ich noch mit Breda, - Fiat,- sowie Gräf & Stift Obussen aufgewachsen bin hab ich ne andere Einstellung bez. Fahrspaß mit Elektrofahrzeugen denn die waren damals schon jedem Dieselbus in Punkto Beschleunigung deutlich überlegen so der Fahrer mal richtig "Saft" gab.
Wenn man sich allerdings in Österreich an die Vorschriften hält ist mit Fahrspaß sowieso kaum mehr was zu machen denn es gibt (was nur wenige wissen) im Kraftfahrgesetz seit vielen Jahren einen Paragraphen der besagt das Kraftfahrzeuge so zu bewegen sind das mit ihnen im Betrieb möglichst wenig Lärm und Abgase erzeugt werden dürfen. Heißt z. B. in der Praxis das sich unnötiges Hochdrehen des Motors beim Beschleunigen und mit qietschenden Reifen um ne Kurve fahren nicht spielt ohne Konsequenzen für die Brieftasche nach sich zu ziehen falls zufällig jemand wie ich mit ner Dashcam in der Nähe sein sollte...

Und nun kratzen wir besser wieder die Kurve wieder back to topic... :wink:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Fdisk100 » 21.11.2015 - 16:27

Das mit den Elektroautos ist meiner Meinung nach von unserer Wirtschaft nicht erstrebenswert, da viele Folgekosten was man momentan mit einem Auto hat , dann wegfallen , sprich Ölwechsel , Bremsen und Auspuffanlagen usw.
Was momentan bei uns wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.
Bei E Autos hat man eigentlich nur die Batterie und Fahrwerksteile ,da wesentlich weniger Mechanische Komponenten im Spiel sind.
Ich sage das nicht nur VW betrogen hat , wenn man das betrug nennt , oder Gewinnmaximierung :D


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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 21.11.2015 - 17:51

Sorry aber es ist sicher nicht unsere Aufgabe den Bedürfnissen der Wirtschaft nachzulaufen sondern die hat sich in dem Fall schlicht den Gegebenheiten und Bedürfnissen des Marktes anzupassen und auch wenn mir persönlich der Umweltschutz ziemlich am Allerwertesten vorbeigeht sehe, ich die dringende Notwendigkeit mit Ressourcen und Rohstoffen so sparsam wie möglich umzugehen was auch dazu führen muß unserere Wegwerfgesellschaftsmentalität schleunigst zu kippen und viel nachhaltiger zu wirtschaften. Das dabei manche Branchen große Umsatzrückgänge verzeichnen werden lässt sich nicht vermeiden aber das war bei wirtschaftlichen Umbrüchen in der Vergangenheit auch nie anders.

Ich halte es auch eher für unwahrscheinlich das ausschließlich VW betrogen hat nur gibt´s dafür zumindest bis dato noch keine stichhaltigen Beweise aber nichtsdestotrotz müssen die finanziellen Folgen für VW meines Erachtens nach zumindest so groß sein das von den dadurch widerrechtlich erzielten Gewinnen nicht ein Cent dem Konzern verbleibt; ich persönlich würde die Summe allerdings noch zusätzlich zu allen fälligen Strafzahlungen und Kosten einziehen.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 21.11.2015 - 21:06

Petz hat geschrieben:Sorry aber es ist sicher nicht unsere Aufgabe den Bedürfnissen der Wirtschaft nachzulaufen...
Schon richtig und auch sicher sehr ehrenvoll gedacht.
ABER! Hast Du eine Vorstellung was bei uns los ist wenn die Automobilindustrie den Bach runter geht?
Über 7 Millionen arbeiten mittelbar und unmittelbar in der Automobilindustrie und deren Zulieferer.
Sie bauen gute Produkte und verdienen gutes Geld, etwas ganz anderes als die wie Pilze aus dem Boden schießende Discounter wo die "Mädels" für 8€/h die Waren über den Scanner ziehen.
Da hängt bei uns quasi alles dran, diese Leute die gutes Geld verdienen haben Häuser die Handwerker brauchen, sie fahren nach Österreich in den Skiurlaub ;D und sie kaufen auch die Autos die sie bauen.
Wir können uns es schlicht nicht leisten so eine Industrie den Bach runter gehen zu lassen!

Petz, wir sind einer Meinung wenn es um Nachhaltigkeit geht.
Dazu müßte man erstmal dafür sorgen das es zu einer gewissen Verantwortung für den Verkauf von Produkten kommt.
Für Autos gibts eine Rücknahmepflicht, sie sind im Betrieb so entwickelt das sie die Umwelt möglichst wenig belasten.
Der Discounter um die Ecke verkauft aber weiter Textilien die die Kids heute als Wegwerfware anziehen weil ein waschen nichtmal mehr vorgesehen ist. Wir können schon noch selber produzieren, z.B. auch Textilien wie bei Falke bei mir um die Ecke.
Nur gibts da keine Socken für 99 Cent wie beim Discounter.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von br403 » 21.11.2015 - 21:40


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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Af » 21.11.2015 - 22:01

@ Sauerland: So... VW ist die Autoindustrie..... BMW, Mercedes, Ford (Köln), Opel? Die sind dann nur Fahrradhersteller oder wie?

Fakt ist: Nur ein Konzern hat bisher nachgewiesener Massen in grossem Stil Betrogen: Und das war die VW Gruppe. Also sollte VW auch ordentlich bestraft werden. Aber dem Konzern wird's nach Jahrelangen Milliardengewinnen sicherlich schlecht genug gehen, dass die Politikerkaste ihren armen Freunden mit ordentlich Steuergeld beistehen wird....

Da geht sicher nix den Bach runter. Maximal wird der Konzern zerschlagen, wobei Porsche und Audi sicherlich wieder alleine Überleben würden... Seat eher nicht, Skoda kann ich ned abschätzen. VW wird von den Deutschen sicherlich weiter mit dem Kauf der überteuerten Schüsseln unterstützt ^^
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 22.11.2015 - 00:17

Sauerland_6_CLD hat geschrieben:Hast Du eine Vorstellung was bei uns los ist wenn die Automobilindustrie den Bach runter geht?
Das wird sie früher oder später sowieso ob uns das gefällt oder nicht und darauf sollten wir uns auch einstellen; das "Rodeo" am Weltmarkt geht erst dann richtig los wenn die Chinesen selbst mal wirkungsvoll ins Autogeschäft einsteigen und den Europäern vorerst mal "nur" die asiatischen und afrikanischen Märkte abspenstig machen werden. Im Moment ist das noch kein Thema weil die chinesische Wirtschaft noch nicht darauf ausgerichtet ist aber das wird sich in wenigen Jahren sicher ändern und mit welcher Effizienz die Chinis das können wenn sie wollen, sieht man aktuell im Moment sehr gut im Bereich der Diesellokomotiven wo sie GM und GE konsequent und wirkungsvoll mit besseren Angebotspackages innert kürzester Zeiträume bereits aus ihren traditionellen Exportmärkten verdrängten; einzig der wichtige Markt Indien "wehrt" noch konsequent da die lokalen Produzenten CLW und DLW der Regierung bzw. den indischen Eisenbahnen gehören, daher in einem politisch geschützten Bereich arbeiten und aktuell noch mit westlichen Lizenzen arbeiten.
Und wenn man sieht wie die Chinesen binnen kürzester Zeit den Solarzellenmarkt für sich vereinnahmt hatten mach ich mir bei denen bez. der schnellen Entwicklung alternativer KFZ - Antriebskonzepte sicher auch keine "Sorgen"; auch bei den Containerumschlagkränen sind sie mittlerweile der Weltmarktführer und sowas schafft man in einem solchem Bereich nur mit einer Kombination aus gutem Preis aber in erster Linie Qualität aufgrund der langen Lebensdauerzyklen solcher Anlagen !

@Af, mit meinen Zweifeln an der Überlebensunfähigkeit meinte ich auch den Weiterbestand des VW - Konzerns in aktueller Form, sprich ich gehe auch von einer notwendigen Zerschlagung aus wirtschaftlichen Gründen aus. Ich glaube eher nicht das in Richtung Manipulationen (zumindest in großem Stil) bei den Mitbewerbern noch viel auftaucht denn immerhin hatte man bis dato nicht nur genügend Zeit um andere Hersteller diesbezüglich unter die Lupe zu nehmen sondern sicherlich auch schon zumindest etliche Messungen durchgeführt und die von einer Gruppe im Netz verbreiteten Verdächtigungen gegen andere Autobauer erwiesen sich bis jetzt mal als reine Luftnummer.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 22.11.2015 - 03:38

Petz, bis zum gewissen Grad gebe ich Dir Recht.
Du hast weiter Recht das die Chinesen in der Industrie unheimlich gut aufgestellt sind.
Ich habe private Kontakte nach China und ich bin jedes mal fassungslos wie sich Städte wie Shanghai entwickeln (derzeit 18 Mio Einwohner!)
Nun zu uns im deutschsprachigem Raum, so ganz an der Wand schlafen wir ja auch nicht.
Ganz oben wird die Luft immer dünn und da zeigt sich wer was kann.
Die chinesische Solarzelle wird immer billiger sein als die deutsche, nur welche Leistung bringt sie nach 10 Jahren noch?
Mein Beispiel, warum behaupten sich LINDE Stapler am Markt, wo sie doch min 30 Prozent mehr kosten als vergleichbare asiatische Modelle?
Nicht nur die Abgasnachbehandlung sondern auch Dinge wie Stapler ESP bringen den Mehrwert der sich letztlich auch für den Kunden bezahlt macht. Die einzigen Stapler die nennenswerte Gebrauchtwerte erzielen sind LINDE Stapler.

Wo sind die, um wieder back Topic zu kommen ausländischen Premium Hersteller im Automobilbereich?
Lexus von mir aus noch, Tesla zähle ich noch nicht dazu, dafür ist das Projekt noch zu jung.
Der größte Fehler von VW war nicht unbedingt der Abgasbetrug, der größte Fehler war Peter Schreier an KIA zu verlieren.
Das Design der KIA Modelle trägt eindeutig seine Handschrift und setzt VW eher damit unter Druck als den mit überlegener Technik.
Bezüglich Antrieb ist ja nun auch nochmal garnicht ausgemacht wohin die Reise den nun überhaupt geht.
Ich hallte die Idee Wasserstoff der Elektrotechnik für weit überlegen.
Man könnte damit die bekannten Verbrennungsmotoren befeuern und den Stil des Autofahrens beibehalten.
Vielleicht bin ich zu alt, aber mir wäre das deutlich lieber als mit dem Sound einer U-Bahn zu beschleunigen.
In Form von Musik ist Elektro sehr willkommen, aber als Antrieb :rolleyes:
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 22.11.2015 - 05:26

Bez. der Lindestapler hör ich aus unserem Kundenkreis allerdings was anderes; wer nen alten Linde hat gibt ihn, da praktisch unkaputtbar sicher nicht freiwillig her - wer nen neuen hat will ihn allerdings wegen laufend auftretender Elektronikprobleme lieber heute als morgen wieder loswerden...
Solange die Wirkungsgradsteigerung bei der Solarzellenentwicklung so fortschreitet ist eine größere Lebensdauer ohnehin noch kein Thema weil man die dann aufgrund des mindestens verdoppelten Stromertrages nochmals austauschen wird wenn die Nanotechnologie dort Einzug hält.

Wasserstoff wär sicher auch ne praktikable Alternative zu den Elektroantrieben (die Motorentechnik dazu gäb´s schon seit 1933, den sogg. Errenmotor) weil man dadurch die Batterien und damit dem Problem der Beschaffung seltener Erden (sprich Lithium) ausweichen kann.

Ob die Premiumhersteller überhaupt eine Zukunft haben ist für mich ebenfalls fraglich weil meiner Ansicht nach unter dem Stichwort Ressourcensparsamkeit eigentlich alle Autos die größer als Kompaktklassekombis (Familienkutschen) sind und somit unnötig Roh - und Recyclingstoffe kosten sowieso aus dem Strassenbild verschwinden müssten. Desweiteren haben sich einige der europäischen Hersteller meiner Meinung nach auch noch den asiatischen und afrikanischen Zukunftsmarkt durch zu ausgeprägten Fahrgestellleichtbau und daraus folgend zu geringe Robustheit für nichteuropäische Strassenverhältnisse zugunsten der Japaner verbaut; oder anders ausgedrückt meinen ortsansässigen KFZ - Teilehändler zitiert der ganz klar sagt wenn es hier keine europäischen Autos gäbe könnt er seinen Laden dichtmachen weil er auch vom hochgerechneten japanischen und koreanischen Teilebedarf schlicht nicht leben könnte.
Zuletzt geändert von Petz am 22.11.2015 - 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Af » 22.11.2015 - 07:48

@Wasserstoff: Während BMW und Mercedes Jahrzehnte lang die Brennstoffzellen getestet hat und Vorsichtig Kleinserien rausgebracht hat, hat Toyota letztes ein normale Modellserie auf den Markt gebracht...

Die Zukunft wird einen Antriebsmix bringen: Verbrenner auf den Langstrecken, Hybrid für Pendler, Elektro in der Stadt, ergänzt durch Wasserstoff, etc... Und der Trend geht eh weg vom eigenen PKW.... Zumindest in den Städten.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Theo » 22.11.2015 - 11:29

Die ganze Geschichte ist doch zum lachen und zeigt doch nur deutlich auf dass Europa schlicht und einfach von Tag zu Tag nur noch dümmer wird. Der einte Konzern gesteht fröhlich seine Schuld ein anstatt dass er den Dreck von den anderen ans Tageslicht bringt. Die anderen Konzerne lächeln fröhlich vor sich hin und glauben ernsthaft weil es jetzt die Konkurrenz erwischt habe könne ihnen nichts mehr passieren. So blöd waren die Banken auch schon. Da haben zuletzt sogar Banken mit nachweislich weniger als 100 Amikunden, welche nachweislich auf ein Konto hier in der Region angewiesen waren, freiwillig sich selbst bei den Amis angezeigt und 2 - 3 Millionen Dollaris über den Teich geschickt in der Hoffnung dass sie Ruhe haben werden. BMW z.B. glaubt doch nicht etwa im Ernst dass es nach VW vorbei sei? Selbst Peugeot, das auf dem Amimarkt gar nicht vertreten ist, wird da noch dran kommen. Da heisst es dann einfach dass durch deren Spielchen der Wettbewerb verzerrt worden sei und dadurch weniger Amischlitten verkauft worden seien uns so ist der nächste Bussengrund da. da geht dann wieder so weit bis alle, auch die wo garantiert nichts falsch gemacht haben, freiwillig ihre Kohle rüber schicken. Sobald die Amis mit Europa mit dieser Story fertig sind kommen dann die Japaner und Koreaner dran und für die Chinesen werden sie sich auch noch was einfallen lassen. Ist das Thema Autos durch kommt die nächste Abzocke, denn wenn die USA eins brauchen ist das Geld, woher es kommt ist egal. Solange man genügend Idioten findet wo freiwillig zahlen geht das Spielchen immer weiter.
Worum es geht hat man ja direkt in den ersten Medienmitteilungen gesehen. Bevor überhaupt klar war um was genau geht und in welchem Ausmass es stattgefunden haben soll wurde die mögliche Busse genannt: 18 Milliarden Dollar.

Dass es soweit kommen kann ist natürlich auch der Europäischen Missgunst- und ich habs doch schon immer gewusst Mentalität geschuldet. Wir wussten immer schon dass uns die USA abhören, deshalb kam der Snowden gerade recht. Wir wussten immer schon dass VW schlecht ist, also muss ja alles was erzählt wird wahr sein.

Wundern tut es mich allerdings auch nicht dass die USA mit Europa so umgehen, mehr Fehler zu machen als das Europa in den letzten 25 Jahren gemacht hat geht nun wirklich nicht. Praktisch sämtliche 9/11 Terroristen reisten aus Europa ein, dem Snowden bietet jedes Land Asyl an, Verbrecher werden ja sowieso nicht mehr an die USA ausgeliefert etc.

Zuletzt noch zum rein Technischen: Es wurde bisher noch nirgends festgestellt dass all diese Autos gegen eine der damals geltenden Abgasnormen verstossen, ausgenommen einzelne Amibundesstaaten.

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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 22.11.2015 - 15:43

So einfach sehe ich die Geschichte nicht und wenn keine gerichtsfesten Beweise vorlägen hätte die US - Aufsichtsbehörde sicher nicht eingeriffen denn auch die wäre bei falschen Angaben juristisch schadenersatzpflichtig. Sicher arbeitet die US - Behörde als Interessensschützer der USA - Autoindustrie aber nichtsdestotrotz braucht es dafür eindeutige Beweise damit diese überhaupt tätig werden konnte.
Wenn es bei den anderen Autobauern Beweise für ne Manipulation geben würde wären die meiner Ansicht nach bereits auf dem Tisch denn man hat mittlerweile sicher auch bei anderen (und aufgrund der Wettbewerbssituation am USA - Marktes garantiert auch bei japanischen Herstellern) Fabrikaten Tests durchgeführt.
So wie ich die Vorgangsweise der deutschen und schweizer Behörden verstehe wurden aber nicht nur maximal zulässige Abgaswerte durch die illegale Software herabgesetzt sondern nachdem eine technische Nachbesserung vorgeschrieben wird, können die Grenzwerte ohne die Software gar nicht eingehalten werden und deshalb wären die betroffenen KFZ´s gar nicht erstzulassungsfähig gewesen. Erst als weiteren Punkt ist dann noch die Abgabenhinterziehung (die juristisch eigentlich dem Fahrzeughalter vergleichbar dem illegalen Chiptuning anzulasten wäre) zu sehen weil die Steuerklasseneinstufung wegen der höheren Werte von Anfang an inkorrekt war.
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 22.11.2015 - 17:52

Vielleicht sollte ich mein Kaufverhalten doch mal überdenken und zu einem umweltfreundlichen US Modell wechseln :mrgreen:

http://www.cadillac.de/modelle/pkw/esca ... sicht.html
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Re: Vorsätzlicher Abgaswertebetrug des Volkswagenkonzerns

Beitrag von Petz » 22.11.2015 - 20:41

Pffff; wenn da nicht Opel als GM - Tochter mit ihren sparsamen Modellen die Basis für den Flotten- CO2- Ausstoß legen würde wär die Kapitalistenprotzkiste gar nicht auf dem europäischen Markt; genau deshalb muß der Flottenwert weg und eine generelle Höchstlimitierung her.
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