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Zukunft der Mobilität!?

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von NeusserGletscher » 09.12.2018 - 12:06

Mein Auto hat leidet seit Jahren unter Standschäden. Für den Weg zur Arbeit nutze ich das Fahrrad. Für Wege unterhalb 10 km ist das eine passable Alternative. Drüber oder bei Steigungen würde ich ein E-Bike nehmen, um nicht völlig verschwitzt auf der Arbeit aufzuschlagen.

Das Auto brauche ich nur noch, wenn ich viel zu transportieren habe.

ÖPNV ist für mich in D ein No-Go. Langsam, dreckig, unpünktlich. Kein Vergleich zur Schweiz, wo man je nach Wohnort locker aufs Auto verzichten kann. In der Stadt bin ich mit dem Fahrrad am schnellsten. Parkplatzsuche mit PKW dauert einfach zu lang.

Was müsste sich ändern, um den ÖPNV attraktiver zu gestalten?

Mehr direkte Verbindungen ohne Halt an jeder Milchkanne. Auch Verbindung der Außenzentren untereinander anstatt immer über die Innenstadt. Mehr Kapazität und Pünktlichkeit. Wenn ich in der Stadt mit dem ÖPNV genau so schnell bin wie mit dem Fahrrad, dann wäre es für mich eine Alternative. Zur Zeit bin ich selbst auf Distanzen von 20 km noch schneller von Tür zu Tür.
.... abgetaut 8O :? :wink:


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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 09.12.2018 - 12:23

solche Bahn-Angebote kann man ja schon eher mit einer Kreuzfahrt vergleichen, dann stimmt der Preis auch wieder (und ich kann nicht nur aufs Wasser starren).

Was aber Kosten angeht, da lügt man sich mit dem eigenen Auto auch gerne selbst etwas vor. Verschleiß wird doch von niemandem berücksichtigt und für einen Satz neue Winterreifen ist das Geld schnell besorgt und vergessen. In einer Stadt wie Hamburg bin ich mit ÖPNV viermal günstiger und doppelt so schnell und das im 10 Minuten Takt. Da braucht man keinen Master in BWL, um da die richtigen Schlüsse ziehen.

in der ländlichen Region sieht das sicher anders aus, aber ein Umstieg nur in dem Großstädten wäre ja schön mal ein Anfang. Das wird auch kommen, da bin ich sicher. Wenn ich wie gerade an so einem Mercedes, BMW oder RangeRover-Autohaus vorbei laufe, denke ich immer, wie anachronistisch das ist. Wenn in 200 Jahren vielleicht mal Erdöl als Grundsubstanz für ein Elixir gegen Krebsleiden oder sonst was entdeckt wird, werden wir dafür verantwortlich sein, diese wertvolle Ressource alles für "Fahrspaß" verbrannt zu haben. Bin sonst kein Ökofreak aber dass seit Jahren der Verbrauch der Autos kaum sinkt ist eine Idiotie, die mir nicht einleuchten will und es liegt nur an uns Verbrauchern. Man schaue sich nur mal die PS-Zahl und den Verbrauch des ersten Golf GTI an und dann die technische Entwicklung seitdem.

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 09.12.2018 - 18:26

Wurzelsepp hat geschrieben:
09.12.2018 - 11:44
Und dann schau mal kurz auf den Preis... da zeigt sich schnell, dass das nicht massentauglich ist.
Ich habe den Preis gesehen, im Vergleich zur First in der Fliegerei ist es nun wirklich nicht zuviel!
Eine Alternative zum Auto könnte für mich nur etwas in der Art sein. Wenn ich während einer Reise den Komfort vom guten Essen und vor allem meine Ruhe genießen kann, ähnlich wie fliegen in der Business oder First dann könnte man sicher einige der hier zitierten Range Rover, BMW oder Mercedes Kunden überzeugen.
Es bleibt aber trotzdem (für mich) dabei, in die Stadt fahre ich nur da wo ich gut mit dem Auto hinkomme.
Wenn das nicht mehr geht, dann fahre ich da auch nicht mehr hin. Ganz einfach an sich.
Wer sich in der Stadt eine vollkommen überteuerte „Favela“ (ETW) ohne PKW Stellplätze andrehen läßt, bitte.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Wurzelsepp » 09.12.2018 - 19:20

Gerade innereuropäisch oder allgemein auf Kurzstrecken hat doch First oder Business im Flieger kaum Sinn, für 1-2 Stunden kann man es problemlos auf einem etwas unbequemeren Sitz oder mit nur unwesentlich mehr Beinfreiheit problemlos aushalten. Darum bieten viele Fluggesellschaften auch kaum B oder F auf Kurzstrecken an, einfach weil die nicht so nachgefragt werden. Anders sieht es auf Langstrecken aus, aber der Zug konkurrenziert ja die Kurzstrecken und dort ist gerade im Flieger der Preis wohl das wichtigste Kriterium... vielleicht noch neben der Lage des Flughafens und der Flugzeit.

Natürlich wird sich dieses Angebot im Glacier Express rentieren, aber der GE ist eine rein touristische Strecke und gerade viele der asiatischen Touristen (und die sind in erster Linie das Zielpublikum für dieses Angebot) werden das 1x im Leben machen und sind darum auch bereit, solche Preise zu zahlen.

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 09.12.2018 - 20:16

Sauerland_6_CLD hat geschrieben:
09.12.2018 - 18:26

Es bleibt aber trotzdem (für mich) dabei, in die Stadt fahre ich nur da wo ich gut mit dem Auto hinkomme.
Wenn das nicht mehr geht, dann fahre ich da auch nicht mehr hin. Ganz einfach an sich.
Wer sich in der Stadt eine vollkommen überteuerte „Favela“ (ETW) ohne PKW Stellplätze andrehen läßt, bitte.
Für mich wäre das nichts, aber wer es mag.
So habe ich auch immer gedacht, bis man z.B. im Italienurlaub gerade die Ecken in der Cita vecchia toll findet, wo keine Autos durchkommen und man bereit ist, aufs Auto zu verzichten. Solche schönen Plätze gibt es auch in Deiner Stadt ;-)

Sorry wegen Mercer, BMW und so, hört sich schnell nach Neiddebatte an, war so nicht gemeint, ich hatte oben schon mal geschrieben, dass ich gegen jegliches Verbot bin und jeder das machen soll wie er mag. Ich habe jedenfalls keine Lust, mir mein Leben davon diktieren zu lassen, wo ich mein Auto abstelle. Ich käme gar nicht mehr auf die Idee, erst recht nicht abends irgendwo mit dem Auto hinzufahren, weil man dann überlegen muss, wie man da parken kann etc.

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von noisi » 09.12.2018 - 22:11

Die Frage ist ja auch, wie viele der genannten Oberklassefahrzeuge so Platz finden in den Mehrfamilienhaussiedlungen der Deutschen Vorzeigevorstädte, beispielsweise in Dröschede.
Gar nicht mehr selbständig @Sauerland?

Generell, was hat ein Schweizer Luxuszug mit Möbilität zu tun? Oder gehts hier etwa nur darum irgendwie damit zu protzen wie wohlhabend man vermeintlich ist?
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von 3303 » 09.12.2018 - 23:07

Die individuellen PKWs werden in den Städten zukünftig immer mehr der aktuell für Sie reservierten Flächen zu Gunsten der Fußgänger und Radler abzugeben haben. Die Menschen, die in den Städten leben, sehen es langsam immer weniger ein, warum der Hauptteil der Verkehrsfächen für Autos reserviert sein soll, deren Dichte unaufhaltsam zunimmt.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 10.12.2018 - 09:36

Nun ja, selbstverständlich bieten die Flugesellschaften kaum eine Mlassenwahl auf Kurzstrecken an. Weil das was für Flugreisen Kurzstrecke ist, selbst im ICE bereits Langstrecke ist.
Dortmund- München ist eine sehr beliebte Verbindung die per Flugzeug 50 Minuten dauert, mit dem Zug gut 5 Stunden!
Wenn ich 5 Stunden im Zug sitzen soll, dann sicher nicht in der Art und Weise wie in einem Flugzeug.

Um eine offensichtlich dringende Frage zu beantworten:
ich bin selbstständig- kleineres metallverarbeitendes Unternehmen im Sauerland.
Wenn die Beantwortung dieser Frage der Zukunft der Mobilität dienlich ist?!

Was der Glacier Express mit all dem zu tun hat?
Zukunft der Mobilität, ich dachte da gehört alles dazu.
Ich konnte nicht wissen das es ausschließlich um den ÖPNV und deren Massentransportmittel gehen sollte.

Wir können aber gerne über grüne Ministerpräsidenten diskutieren, die für Kurzstrecken gerne mal den Hubschrauber nehmen. Oder ihre Bonusmeilen privat verfliegen, obwohl sie doch eigentlich gegen all das sind (also offiziell) An der Quelle saß der Knabe...
Die Zeit als Autos und Computer noch Commodore hießen war klar besser

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 10.12.2018 - 14:19

Ich fand das mit dem Glacierexpress durchaus passend und ich fänd es toll, wenn unsere Rentner mal mehr in solchen Zügen reisen würden als alle auf die Drecksschleudern von Kreuzfahrtschiffen.

siri
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von siri » 10.12.2018 - 18:05

NeusserGletscher hat geschrieben:
09.12.2018 - 12:06

Was müsste sich ändern, um den ÖPNV attraktiver zu gestalten?
Erstmal müsste es sicher sein, dass wenn ich eine Reise plane mir nicht ein Strich durch die Rechnung gemacht wird wegen Streik, so wie heute z.b. :roll:

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 13.12.2018 - 22:19

So, dann will ich zumindest mal mitteilen, dass mich die Diskussion hier im Fred tatsächlich dazu bewegt hat, beim für Mitte Januar geplanten Kurztripp den Mietwagen zu stornieren und auf den Zug umzusatteln. Geht natürlich in so einem Ort wie Gastein optimal, weil der Eurocity aus München direkt da durchfährt. Rückfahrt ist am Samstag um 12:17 und es ist jetzt schon fest geplant, da vorher noch 3 1/2 Stunden Ski zu fahren 8)

Hatte das jetzt im Dezember auch gemacht und die Fahrt nach Salzburg war so entspannt, dass ich da wirklich Gefallen dran gefunden habe.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 14.12.2018 - 10:19

siri hat geschrieben:
10.12.2018 - 18:05
NeusserGletscher hat geschrieben:
09.12.2018 - 12:06

Was müsste sich ändern, um den ÖPNV attraktiver zu gestalten?
Erstmal müsste es sicher sein, dass wenn ich eine Reise plane mir nicht ein Strich durch die Rechnung gemacht wird wegen Streik, so wie heute z.b. :roll:
Das finde ich immer etwas unfair, dass man beim Zug absolute Planungssicherheit fordert, beim Flugzeug hingegen so ziemlich jede Verspätung und Panne tolleriert. Streik ist ja nun wirklich die Ausnahme und das ist auch Teil unseres gut funktionierenden Wirtschaftssystems. Wer aber z.B. jetzt am WoE aufs Auto setzt, der begibt sich damit in Lebensgefahr (angesagter Eisregen), aber das wird so hingenommen.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Wurzelsepp » 14.12.2018 - 10:35

Ausserdem lässt sich wegen der zT überlasteten Strassen eine Autofahrt auch nicht wirklich planen: Je nach Verkehrlage hat man da relativ schnell Zeitdifferenzen von 25% der Fahrzeit... aber da kann man niemandem so einfach die Schuld geben, wie der Bahn.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von starli » 14.12.2018 - 12:10

Kreon100 hat geschrieben:
13.12.2018 - 22:19
Hatte das jetzt im Dezember auch gemacht und die Fahrt nach Salzburg war so entspannt, dass ich da wirklich Gefallen dran gefunden habe.
.. und ich hätte schon wieder Lust auf 6 Tage Autofahrt durch Russland .. ;-) (na, vielleicht nächste Saison Sibirien?!)
- Neu: Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2018-30.9.2019 (121 Tage, 73 Gebiete)
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von br403 » 14.12.2018 - 14:58

Wollte schon sagen, kaum ist etwas schlechteres Wetter geht am Flughafen auch nix, am Montag mal ohne irgendwelche Ansagen 30 Minuten Verspätung. Und Streiks gab es da schon genug, das Jahr 2018 war für die Luftfahrt in Europa kein gutes Jahr.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von rabe » 05.01.2019 - 15:51

Interessantes Topic, ich möchte mich auch gerne mit ein auch mit ein paar Ideen einbringen, vor allem für den ländlichen Bereich:
Zuerst zu meiner Situation: Ich pendle aktuell bundesländerübergreifend (in die Stmk.) etwa 35min mit dem Auto, der Bus (an Schultagen) braucht für die Strecke mit zwei zusätzlichen Ortszentren 1:30h (inkl. 30min Umsteigezeit!). Die Monatstickets hierfür (weil Verkehrsverbund Stmk. und Ktn., also 2 Tickets :rolleyes: ) würden € 133,- betragen, für den Tank brauche ich etwa € 110,- im Monat

Bezirksticket statt Länderticket
Eine Alternative zum Länder-Jahresticket (soweit ich weiß bis dato in Tirol um 490,- und Wien 365,-/Jahr) kam mir einmal die Idee eines Bezirks-Monatsticket mit einem einheitlichen Preissystem - z.B. 1 Bezirk 50,-; 2 Bezirke 95,-; 3 Bezirke 140,- usw.
Es wäre ein kleiner Schritt Richtung Länderticket, allerdings in einem viel kleineren und leichter umsetzbaren Rahmen. Der Anreiz, das Ticket auch am Wochende zu nutzen wäre im Gegensatz zum staren Strecken-Monatsticket auch gegeben. Zuguterletzt kann es auch zwischen Bundesländern genutzt werden und bis auf Wien und die relativ kleinen Bezirke im Burgenland wage ich die "Gleichung" aufzustellen
flächenmäßig kleiner Bezirk (urban); dichteres ÖV-Angebot = flächenmäßig großer Bezirk (ländlich); dünneres aber breiter gestreuteres ÖV-Angebot
was schließlich einen einheitlichen Bezirkspreis rechtfertigen würde

Zusammenlegung der Verkehrsverbünde
Vor 20 Jahren war österreich noch Vorreiter in Sachen VV, vor 15 Jahren wurden Wien, NÖ und das Bgld. zum VOR zusammengelegt. MME nach sind 7 VV in Österreich zu viel, ein einziger sollte das mittelfristige Ziel der Verkehrspolitik sein.

4 Punkte für einen erfolgreichen ÖV (vor allem am Land)
  1. Taktung
    Der beste Preis, die modernste und komfortabelste Infrastruktur helfen nichts, wenn der Takt nicht passt. Damit meine ich nicht, dass jedes Kaff im 10min-Takt bedient werden muss, am Land wäre ein 1/2h-Takt für Hauptverbindungen schon ein absoluter Traum. Doch gerade wenn ein Verkehrsmittel nur alle 1h/2h oder sporadisch fährt ist es umso wichtiger verschiedene Verbindungen aufeinander zu takten und Umsteigezeiten zu verkürzen bzw. auch bei einer kleinen Verspätung eines Zubringers mit der Abfahrt noch ein paar Minuten zu warten (Anschluss"garantie" bis zu einer gewissen Toleranz und das auch kommunizieren). Ein Beispiel dazu aus Kärnten :roll: : Die S2 verbindet Feldkirchen mit Villach und Rosenbach werktags ungefähr im Stundentakt, dabei gibt es eine Stehzeit in Villach von 7min. Wochenends fährt die Bahn hier im 2-Stunden-Takt, allerdings verschoben, der Zug kommt also z.B. um 11:05 Uhr an und fährt am 12:56 Uhr (und ja, davor um 10:56 Uhr, also 9min zuvor :ja: ).
  2. Komfort
    Wurde schon von anderen angesprochen, ich glaube bei den regionalen Postbussen ist man da großteils schon auf einem guten Standard.
  3. Fahrgastinformation und Marketing
    In der ÖBB-App Scotty kann man seit einigen Jahren Bahn-Echtzeitdaten einsehen, großteils funktioniert das auch bei den Postbussen (allerdings nicht bei allen). Auch die Haltestellen könnte man etwas besser gestalten (nicht nur auf Information bezogen).
    Bzgl. Marketing möchte ich behaupten, dass einigen das Bewusstsein für manche (neue) Verbindungen fehlt und der ÖV besser ist als sein Ruf, auch auf die Faulheit von ÖV-Muffel könnte man da abzielen :wink: . Ebenso könnte man hin und wieder Aktionen oder vielleicht sogar Gewinnspiele durchführen; z.B. im Sommer fährt man am ersten Montag des Monats gratis oder mit 10 Einzelkarten kann man eine Jahreskarte gewinnen, vielleicht auch ein wenig kreativer :lach:
  4. Zusammenarbeit
    Verkehrsdienstleister sollen in besiedelten Gebieten eine bedarfsgerechte Grundversorgung (morgens-mittags-abends) herstellen, allerdings sollten verschiedene Institiutionen auch bereit sein dies anzunehen und sich gegebenenfalls darauf einstellen, anstatt nur über einen schlechten Fahrplan zu jammern. Vor allem bei der Schichtarbeit (die ja auch schon angesprochen wurde) sehe ich hier noch viel Potenzial. Reales Beispiel: In einer Stadtgemeinde in Kärnten wohnen etwa 4.000 Einwohner bzw. im Ort direkt 2.000. 4 mittelgroße Werke rund um die Stadt bieten zusammen etwa 1000 Arbeitsplätze in Schichtarbeit (Tendenz steigend). Logisch dass es dabei einige Einpendler aus der Bezirksstadt (20km entfernt) gibt. An Schultagen gibt es eine Verbindung von dort, bei der man um 5:30 Uhr am Arbeitsort, die Möglichkeit zur Rückfahrt hat man dann um 13:55 Uhr. Würden sich also hier also Verkehrsunternehmen (nicht nur an Schultagen) und Betriebe (Schicht statt 6-14 z.B. 5:45-13:45) gegenseitig auf sich zukommen könnte man zumindest für die Vormittagsschicht attraktiv für Pendler machen und bei Erfolg auf Nachmittags- und Nachtschicht ausweiten. Gleiches gilt auch für Schulen (Stichwort gestaffelter Schulbeginn) wo man sich gerne als Opfer von ÖV sieht. ÖV ist also nicht nur, was das Verkehrunternehmen draus macht, sondern auch was man selbst (bzw. die Firma/Schule/Gemeinde etc.) daraus macht.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 07.01.2019 - 12:29

Kreon100 hat geschrieben:
14.12.2018 - 10:19


Das finde ich immer etwas unfair, dass man beim Zug absolute Planungssicherheit fordert, beim Flugzeug hingegen so ziemlich jede Verspätung und Panne tolleriert. Streik ist ja nun wirklich die Ausnahme und das ist auch Teil unseres gut funktionierenden Wirtschaftssystems. Wer aber z.B. jetzt am WoE aufs Auto setzt, der begibt sich damit in Lebensgefahr (angesagter Eisregen), aber das wird so hingenommen.
Lebensgefahr bei Eisregen, du ahnst es nicht :lach:
Diese Situation habe ich beim Autofahren durchaus schon öfter überlebt, der Schlüssel zur Gesundheit liegt im rechten Fuß.
Streiks sind die Ausnahme?
Selig die die sich noch an Frau Thatcher erinnern, sie schaffte erstmal diesen Krampf von mehreren Gewerkschaften die ein Unternehmen lahmlegen können ab. Das wäre bei uns auch mal angesagt und würde die Öffentlichen ein bisschen zuverlässiger machen.
Unsere Infrastruktur hat inzwischen das Niveau eines Entwicklungslandes, nur wollen das die meisten nicht sehen.
Schleusen die über 100 Jahre alt sind und kaum instandgehalten bremsen den Binnenschiffsverkehr, der Investionsstau bei der Bahn der nach und nach bekannt wird, Strassenbrücken die zu einem nicht unerheblichen Anteil am Rande der Einsturzgefahr sind u.v.a.m.
Unser Wirtschaftssystem funktioniert trotz der Infrastruktur, nicht wegen.
Es wird Zeit für eine massive Wirtschaftskrise damit die Bevölkerung mal wieder zur Vernunft kommt.
Das blöde Gefasel von uns geht es gut bei 1000 Mrd Target II Saldo auf dem Konto uneinbringbare Forderung, Gemeinschaftshaftung bei den Staatsverschuldungen und eine Politik die sich um Strohhalme und Qtips kümmert.
Es sollte begreiflich sein wo das hinführt.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Pistencruiser » 07.01.2019 - 12:36

Oh Mann, muss dein Grainau-Urlaub wieder scheisse gewesen sein. :lach: :lach: :lach:
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 07.01.2019 - 12:38

Pistencruiser hat geschrieben:
07.01.2019 - 12:36
Oh Mann, muss dein Grainau-Urlaub wieder scheisse gewesen sein. :lach: :lach: :lach:
Wundert mich das Du mir in der Sache dann wohl zustimmst :mrgreen:
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 07.01.2019 - 14:29

Sauerland_6_CLD hat geschrieben:
07.01.2019 - 12:29
Kreon100 hat geschrieben:
14.12.2018 - 10:19


Das finde ich immer etwas unfair, dass man beim Zug absolute Planungssicherheit fordert, beim Flugzeug hingegen so ziemlich jede Verspätung und Panne tolleriert. Streik ist ja nun wirklich die Ausnahme und das ist auch Teil unseres gut funktionierenden Wirtschaftssystems. Wer aber z.B. jetzt am WoE aufs Auto setzt, der begibt sich damit in Lebensgefahr (angesagter Eisregen), aber das wird so hingenommen.
Lebensgefahr bei Eisregen, du ahnst es nicht :lach:
Diese Situation habe ich beim Autofahren durchaus schon öfter überlebt, der Schlüssel zur Gesundheit liegt im rechten Fuß.
Streiks sind die Ausnahme?
Selig die die sich noch an Frau Thatcher erinnern, sie schaffte erstmal diesen Krampf von mehreren Gewerkschaften die ein Unternehmen lahmlegen können ab. Das wäre bei uns auch mal angesagt und würde die Öffentlichen ein bisschen zuverlässiger machen.
Unsere Infrastruktur hat inzwischen das Niveau eines Entwicklungslandes, nur wollen das die meisten nicht sehen.
Schleusen die über 100 Jahre alt sind und kaum instandgehalten bremsen den Binnenschiffsverkehr, der Investionsstau bei der Bahn der nach und nach bekannt wird, Strassenbrücken die zu einem nicht unerheblichen Anteil am Rande der Einsturzgefahr sind u.v.a.m.
Unser Wirtschaftssystem funktioniert trotz der Infrastruktur, nicht wegen.
Es wird Zeit für eine massive Wirtschaftskrise damit die Bevölkerung mal wieder zur Vernunft kommt.
Das blöde Gefasel von uns geht es gut bei 1000 Mrd Target II Saldo auf dem Konto uneinbringbare Forderung, Gemeinschaftshaftung bei den Staatsverschuldungen und eine Politik die sich um Strohhalme und Qtips kümmert.
Es sollte begreiflich sein wo das hinführt.
Erneut wundere ich mich über Deinen Ton ("Gefasel"), aber egal, wenn Du gerne und gekonnt bei Eisregen fährst, nur zu. Aber woher nimmst Du nur diese Verdrossenheit? Wach mal auf, guck Dich mal um, in was für einem Land du lebst! Wenn Du nur mal im EU-Ausland bist, wird auch Dir aufgefallen sein, dass vielleicht manches dort besser läuft aber ganz vieles eben schlechter. Das große Ganze läuft jedenfalls in D-A-CH sicher nicht so mies, dass man bei einem Thema wie Verkehr zum Rundumschlag zu Staatsverschuldung und Politiker-Umwelt-Bashing ausholen muss. Und wenn es gegen die eigene politische Überzeugung gerade gut läuft, dann wünscht man sich eine 'massive Wirtschaftskrise' (wtf?), damit sich die Mehrheit der Bevölkerung endlich der eigenen Mindermeinung anschließt. Du hörst Dich an wie meine Großeltern, die auch in "diesem, unserem Lande" alles den Bach runter gehen gesehen haben. Frau Thatcher kenne ich noch gut, ihre großen Verdienste lagen aber sicher nicht in der von Dir angesprochenen Beschneidung der Tarifparteien. Das wird auch von keinem politisch ernsthaft gefordert und unser BVerfG hat ja zuletzt gerade mit dem Hinweis, dass auch mit den Lokführer-, Fluglotsen-, Piloten- Flugbegleiter-Gewerkschaften die Streikhäufigkeit insgesamt nicht zugenommen habe, die Position der Klein-Gewerkschaften gestärkt.

Und wenn Du schon davon sprichst, dass wir auf dem Niveau eines Entwicklungslandes angekommen sind, dann wird es Dich wohl überraschen, dass z.B. in Indien (kein Entwicklungsland mehr) allein im Zugverkehr jedes Jahr 25-30 Tsd Menschen sterben. Da ist also auch für den größten Schwarzseher wohl noch etwas Luft bei uns.

Nach Berlin würde ich z.B. von HH überhaupt nicht mehr auf die Idee kommen, mit dem Auto zu fahren, weil man mit dem Zug viel schneller und günstiger hinkommt. Dem stimmen auch absolute Hardcore-Autofahrer in meinem Bekanntenkreis zu. Die Verbindung ist einfach gut, schnell und preiswert, die beste Alternative. Mitte Februar fahre ich für 20 EUR mit dem ICE von HH nach München (zurück dann allerdings mit dem Flieger, weil dann genauso teuer wie der Zug). Ich find's klasse!
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Sauerland_6_CLD » 07.01.2019 - 18:58

- Autofahren bei Eisregen haken wir einfach ab, mir macht es nichts aus.

- Selbstverständlich kann man in der D/A/CH Region ausgezeichnet leben, das will ich wohl gerne sehen, da gibt es aber schon innerhalb dieser Länder Riesenunterschiede. Und Deutschland verändert sich leider rasend schnell zu negativen.
Klar, ich wohne in einem Vorort, mir geht es gut, bin finanziell unabhängig, usw.
Ich brauche aber keine 30 km zu einem Kunden in die Dortmunder Nordstadt zu fahren, dann sehe ich wohin wir uns entwickelen. Hup doch dort mal jemanden mit einem Mercedes/ BMW o.ä. an. Innerhalb von zwei Minuten ist dein Auto von Gestalten umstellt, die Deine Sprache nicht sprechen, deine Art westlich zu leben ablehnen und die sämtliche Konflikte sofort mit Gewalt lösen.

Was haben die „Fachleute“ nicht über die Schweiz erzählt, von Euroländern umzingelt und sie könnten garnicht anders als beim Euro mitzumachen..... inzwischen steht die Schweiz weitaus besser da als alle anderen europäischen Staaten.
Eben weil sie auch nicht so eine Waschlappenregierung wie wir in Deutschland haben.
Sie heben die Parität zum Euro auf auch wenn es unbequem ist und sicher 1-2 Prozent Wirtschaftswachstum gekostet hat, sie trauen sich wenigstens unbequeme Entscheidungen zu treffen, weil sich RICHTIG sind!

Die Österreicher stehen auch ganz gut da, halten sich fein aus dem Migrationspakt raus und lassen sich vom deutschen Gutmenschentum nichts vorschreiben. Da gibt es überhaupt immer weniger, die Polen, die Ungarn, die Italiener, die Russen, die Amerikaner, die Australier...... alles nicht mehr unsere Freunde.
Wir haben ja jetzt neue Verbündete, so wie beispielsweise den Sultan vom Bosporus, der beim Staatsbesuch hier unsere sprechende Raute mit dem Nasenring durch die Manege zieht....wenn dieses Opferlahm sich das bieten läßt....

Staatsverschuldung und das Versagen der Politischen Kaste hängen kausal zusammen.
Wieso hat den die Bahn so einen riesigen Investitionsstau?
Mehdorn durfte sich ja sowohl bei der Bahn als auch beim Berliner Flughafen probieren- die Ergebnisse sind vergleichbar! Und nie hat das irgenteine Konsequenz!
Es gibt keine Erfolgskontrolle, für nichts.
Mach Dir mal den Spaß und teile mal die Staatsverschuldung und die Targetsalden durch die arbeitende Bevölkerung.
Da kommt eine schstellige Summe raus! Und wer bezahlt das? Google, Facebook?
50% Steuern und Sozialabgaben sind auf Abrechnugen eher die Regel als die Ausnahme und mit dem was dann übrig bleibt bezahlt man dann noch einmal 19% MWST.
Es sei den man tankt, dann wird das Verhältnis noch deutlich schlechter.
Und was bekomme ich dafür?
In Berlin eben keinen Flughafen, eine kaputt gesparte Bahn und eine Verkehrsinfrastruktur aus den sechzigern.

Zu den Zugverbindungen kann ich beisteuern das es keinen wirklichen Sinn macht, z.B. von mir aus nach Hannover mit dem Auto zur Messe zu fahren. Tolle ICE Verbindung von Hagen nach Hannover, man purzelt quasi direkt an der Messe aus dem Zug.
Warum ich trotzdem immer mit dem Auto fahre?
Weil der Hagener Bahnhof in etwa so ist wie die oben beschriebene Dortmunder Nordstadt.
Ich verspüre sehr großes Unbehagen dort im dunkeln durch die nach Urin stinkenden Zugänge zu gehen.
Im Auto habe ich noch verschiedentliche Dinge zur aktiven Gegenwehr verstaut, die fehlen mir als Fußgänger.
Im Ruhrgebiet gibt es etliche Nogo Areas, dessen Existenz ja vor kurzen sogar noch bestritten wurde.
Da hält man sich dann einfach besser raus und fährt mit dem Auto.

Abgesehen davon ist es mir ein vollkommenendes Rätsel wie es die Bahn schafft, unwirtschaftlicher zu sein als ein LKW der Streckenmaut, einen Fahrer mit Lenkzeitenbeschränkungen und auch noch Diesel und Adblue kostendeckend zu tragen hat.
Die Bahn hat keine Staus und kann ein vielfaches der Tonnage mit einem Güterzug transportieren.
Bevor man also LKW s mit Stromabnehmern ausstattet, sollte man sich vielleicht mal an die vorhandene Infrastruktur erinnern und den Güterverkehr sprichwörtlich mal auf die Bahn aufgleisen.
Auch das funktioniert in der Schweiz deutlich besser!
Die Zeit als Autos und Computer noch Commodore hießen war klar besser

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Kreon100 » 07.01.2019 - 19:54

Sauerland_6_CLD hat geschrieben:
07.01.2019 - 18:58
- Autofahren bei Eisregen haken wir einfach ab, mir macht es nichts aus.

- Selbstverständlich kann man in der D/A/CH Region ausgezeichnet leben, das will ich wohl gerne sehen, da gibt es aber schon innerhalb dieser Länder Riesenunterschiede. Und Deutschland verändert sich leider rasend schnell zu negativen.
Klar, ich wohne in einem Vorort, mir geht es gut, bin finanziell unabhängig, usw.
Ich brauche aber keine 30 km zu einem Kunden in die Dortmunder Nordstadt zu fahren, dann sehe ich wohin wir uns entwickelen. Hup doch dort mal jemanden mit einem Mercedes/ BMW o.ä. an. Innerhalb von zwei Minuten ist dein Auto von Gestalten umstellt, die Deine Sprache nicht sprechen, deine Art westlich zu leben ablehnen und die sämtliche Konflikte sofort mit Gewalt lösen.

Was haben die „Fachleute“ nicht über die Schweiz erzählt, von Euroländern umzingelt und sie könnten garnicht anders als beim Euro mitzumachen..... inzwischen steht die Schweiz weitaus besser da als alle anderen europäischen Staaten.
Eben weil sie auch nicht so eine Waschlappenregierung wie wir in Deutschland haben.
Sie heben die Parität zum Euro auf auch wenn es unbequem ist und sicher 1-2 Prozent Wirtschaftswachstum gekostet hat, sie trauen sich wenigstens unbequeme Entscheidungen zu treffen, weil sich RICHTIG sind!

Die Österreicher stehen auch ganz gut da, halten sich fein aus dem Migrationspakt raus und lassen sich vom deutschen Gutmenschentum nichts vorschreiben. Da gibt es überhaupt immer weniger, die Polen, die Ungarn, die Italiener, die Russen, die Amerikaner, die Australier...... alles nicht mehr unsere Freunde.
Wir haben ja jetzt neue Verbündete, so wie beispielsweise den Sultan vom Bosporus, der beim Staatsbesuch hier unsere sprechende Raute mit dem Nasenring durch die Manege zieht....wenn dieses Opferlahm sich das bieten läßt....

Staatsverschuldung und das Versagen der Politischen Kaste hängen kausal zusammen.
Wieso hat den die Bahn so einen riesigen Investitionsstau?
Mehdorn durfte sich ja sowohl bei der Bahn als auch beim Berliner Flughafen probieren- die Ergebnisse sind vergleichbar! Und nie hat das irgenteine Konsequenz!
Es gibt keine Erfolgskontrolle, für nichts.
Mach Dir mal den Spaß und teile mal die Staatsverschuldung und die Targetsalden durch die arbeitende Bevölkerung.
Da kommt eine schstellige Summe raus! Und wer bezahlt das? Google, Facebook?
50% Steuern und Sozialabgaben sind auf Abrechnugen eher die Regel als die Ausnahme und mit dem was dann übrig bleibt bezahlt man dann noch einmal 19% MWST.
Es sei den man tankt, dann wird das Verhältnis noch deutlich schlechter.
Und was bekomme ich dafür?
In Berlin eben keinen Flughafen, eine kaputt gesparte Bahn und eine Verkehrsinfrastruktur aus den sechzigern.

Zu den Zugverbindungen kann ich beisteuern das es keinen wirklichen Sinn macht, z.B. von mir aus nach Hannover mit dem Auto zur Messe zu fahren. Tolle ICE Verbindung von Hagen nach Hannover, man purzelt quasi direkt an der Messe aus dem Zug.
Warum ich trotzdem immer mit dem Auto fahre?
Weil der Hagener Bahnhof in etwa so ist wie die oben beschriebene Dortmunder Nordstadt.
Ich verspüre sehr großes Unbehagen dort im dunkeln durch die nach Urin stinkenden Zugänge zu gehen.
Im Auto habe ich noch verschiedentliche Dinge zur aktiven Gegenwehr verstaut, die fehlen mir als Fußgänger.
Im Ruhrgebiet gibt es etliche Nogo Areas, dessen Existenz ja vor kurzen sogar noch bestritten wurde.
Da hält man sich dann einfach besser raus und fährt mit dem Auto.

Abgesehen davon ist es mir ein vollkommenendes Rätsel wie es die Bahn schafft, unwirtschaftlicher zu sein als ein LKW der Streckenmaut, einen Fahrer mit Lenkzeitenbeschränkungen und auch noch Diesel und Adblue kostendeckend zu tragen hat.
Die Bahn hat keine Staus und kann ein vielfaches der Tonnage mit einem Güterzug transportieren.
Bevor man also LKW s mit Stromabnehmern ausstattet, sollte man sich vielleicht mal an die vorhandene Infrastruktur erinnern und den Güterverkehr sprichwörtlich mal auf die Bahn aufgleisen.
Auch das funktioniert in der Schweiz deutlich besser!
Ja sorry, da ist Dir nicht zu helfen, liegt dann vielleicht an dem Ort Hagen, scheint ja ein ziemliches Outlaw-Städtchen zu sein :lol: :lol: :lol: , wobei ich Dir dann von Besuchen in unserer schönen Stadt Hamburg nur dringend abraten kann, denn auch hier gibt es (Gott sei Dank) Gegenden, wo man sich vorkommt wie im vorderen Orient. Da verbringe ich übrigens mit Vorliebe meine Mittagspause, Königsberger Klopse und Sauerbraten reichen mir auf Dauer nicht. Und auch die ein oder andere Gasse mit Uringestank wirst Du in einer Hafenstadt wie Hamburg finden, dennoch fahre ich da mit den S-Bahn hin, die fährt nämlich auch am WoE durch. Sorry, diese deutsche Miefigkeit ist nichts für mich, weshalb ich wohl nie in so Hotspots wie nach Hagen kommen werde, wo man ja offenbar mit einem Waffenarsenal im Handschuhfach ausgestattet sein muss. Das hört sich für mich schon etwas nach Phobie an. Ich habe das nur mal gegogelt ("die Kriminalität 2017 in Hagen weiterhin rückläufig, Aufklärungsquote wurde erneut verbessert, Wohnungseinbruch deutlich zurückgegangen") und so mies scheint es da nicht zu sein.

Eines der Hauptprobleme der Bahn und deren Wirtschaftlichkeit ist eben das Streckennetz. Die Bahn ist der größte LKW-Unternehmer in Deutschland, wenn aber alle Brummis ihre Straßen wirklich voll selbst finanzieren müssten, wäre die Bilanz wohl auch eine andere.

Deinen anderen Rundumschlag will ich jetzt mal nicht im Detail beantworten, aber Dir ist offenbar nicht bekannt, dass Österreich proportional zur Bevölkerung wesentlich mehr Flüchtlinge aufgenommen hat als Deutschland. Warum aber Österreich den Migrationspakt abgelehnt hat, den sie zuvor noch selbst für die EU verhandelt haben, ist mir allerdings auch ein Rätsel. Darin wären ja genau eindeutige Regelungen für die Verteilung auf alle EU-Staaten enthalten. Und die Russen habe ich noch nie als unsere Freunde angesehen, ebensowenig wie Trump-Amerika, Nazi-Bepo-Italien oder Orban-Ungarn. Und die Polen sind mit ihrer Justizreform auch kurz davor, nicht mehr zu meiner Gartenparty eingeladen zu werden.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von br403 » 07.01.2019 - 20:35

Traurig das wieder so einige hier die Threads kapern und ganz andere Sachen diskutieren. Es gibt doch wahrlich genug Foren wo man das machen kann.
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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von wetterstein » 08.01.2019 - 12:46

Kreon100 hat geschrieben:
07.01.2019 - 19:54
Warum aber Österreich den Migrationspakt abgelehnt hat, den sie zuvor noch selbst für die EU verhandelt haben, ist mir allerdings auch ein Rätsel. ... Und die Russen habe ich noch nie als unsere Freunde angesehen, ebensowenig wie Trump-Amerika, Nazi-Bepo-Italien oder Orban-Ungarn. Und die Polen sind mit ihrer Justizreform auch kurz davor, nicht mehr zu meiner Gartenparty eingeladen zu werden.
Könnte bald ziemlich einsam sein Deine Party "Merkel-Deutschland gegen den Rest der Welt" :wink:

Sorry, offtopic. Aber so eine Attitüde moralischer Selbsterhöhung kann einfach so nicht stehen bleiben. Russland hat im WKII 20-27 Mio Menschen verloren....

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Re: Zukunft der Mobilität!?

Beitrag von Pistencruiser » 08.01.2019 - 14:15

wetterstein hat geschrieben:
08.01.2019 - 12:46
Russland hat im WKII 20-27 Mio Menschen verloren....
...woran ein Schreihals aus Österreich wohl nicht ganz unbeteiligt war.
Bedauerlich, dass genau diesen Mechanismen, die es damals soweit haben kommen lassen hier in diesem Forum zunehmend Applaus gespendet wird.
Aber scheinbar sehnt man sich im deutschsprachigen Raum wieder nach einer "Führerpersönlichkeit" die die schlimmen Verhältnisse wieder gerade rückt.
Europa abwickeln, Grenzen dicht, Zäune hoch, nationale Egoismen in den Fokus und dann scheint euch allen die Sonne aus dem A****h. :rolleyes:
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