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Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!

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Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Kreon100 » 15.01.2019 - 01:23

Bevor das in andere Fred s reinschwappt, mache ich Mal diesen Fred auf, damit man hier seinem Ärger freien Lauf lassen kann.

Bin ja sehr für Tarifparteien und Freiheit aber warum man erst Streiks nur in Frankfurt angekündigt hat und dann, kaum dass sich die Leute drauf eingestellt haben, doch noch Hamburg Dresden und Hannover nachziehen lässt, kann ich nicht verstehen. Das Wort Geiselnahme möglichst vieler unbeteiligter Dritter drängt sich mir da auf und das finde ich immer blöd, wenn andere in Auseinandersetzungen rein gedrängt werden. 24h Warnstreik finde ich auch ziemlich heftig.

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von br403 » 15.01.2019 - 08:07

Ja, das mag sein, ich bin sehr viel in Europa mit Zug und Flugzeug unterwegs und nehme da „gerne“ solche Streiks mit, egal wo. Ich selbst bin in keiner Gewerkschaft und auch in keinem Tarifvertrag angestellt, dennoch habe ich das Glück mir keine Sorgen um mein Gehalt machen zu müssen. Ich bin aber überzeugt davon dass das Streikrecht hier sehr wertvoll ist und nicht eingeschränkt werden sollte. Nur damit und guten Tarifverträgen können auch Angestellte ein gutes Gehalt bekommen.
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von j-d-s » 15.01.2019 - 08:56

Naja, du kannst doch im Prinzip froh sein, dass es bei dir nur Kurzstrecke ist und du auf Bahn/Auto umsteigen kannst. Richtig blöd isses für Leute mit Interkontinentalflügen oder mit mehr als 2000 km (oder auf Inseln).

Dennoch geht es bei Streiks natürlich darum, möglichst großen Schaden für den Arbeitgeber zu verursachen, damit er zu dem Schluss kommt, dass es wirtschaftlicher ist, der Gewerkschaft entgegenzukommen statt weitere Streiks zu riskieren.

Und unterm Strich sind doch die Streiks in D harmlos, man kann sogar dagegen klagen (bspw. sind nicht-gewerkschaftliche Streiks illegal). In Frankreich dagegen streiken sie alle naselang, das Streikrecht ist ein individuelles (!) Grundrecht, und sie blockieren dann gerne mal Autobahnen und Raffineriezufahrten, damit man auch nicht-Kunden betrifft...
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Kreon100 » 15.01.2019 - 17:04

so bin als einer der wenigen tatsächlich von HH nach Salzburg durchgekommen und -Magie der persönlichen Wahrnehmung- hält sich mein Ärger jetzt auch in Grenzen. Nach der Wetteransage für die Woche wäre ein Ausfall der Skizze schon ein ziemlicher Schlag gewesen. Streikrecht ist nach meiner gestern Überzeugung aber ein Grund, weshalb es bei uns insgesamt so gut und friedlich läuft. Tatsächlich beneidet man uns im Ausland über den in totu kultivierten Umgang der Tarifparteien.

Ich finde es nur etwas ungerecht, dass ausgerechnet in diesen Branchen Verkehr immer so viele Warnstreiks gefahren werden und dann so viele Unbeteiligte persönlichen Ärger haben. Wenn die Bäckerei Verkäuferin streikt, juckt das doch niemanden. Bekommen die deswegen so schlechte Bezahlung? Muss ich mal zu Ende denken...

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von biofleisch » 15.01.2019 - 19:04

j-d-s hat geschrieben:
15.01.2019 - 08:56
Dennoch geht es bei Streiks natürlich darum, möglichst großen Schaden für den Arbeitgeber zu verursachen, damit er zu dem Schluss kommt, dass es wirtschaftlicher ist, der Gewerkschaft entgegenzukommen statt weitere Streiks zu riskieren.
Falsch!
Auslöser jeden Streiks ist der Arbeitgeber, welcher kein Stück auf den Verhandlungspartner zu geht.
Streik ist somit prinzipiell Notwehr.

Das Problem sind die fetten Medienvertreter. Erst kürzlich wurde wieder eine Studie veröffentlicht, welche nachweist, dass rund 80% der Alphajournalisten und Redaktionsschefs Gutverdiener sind und die Nöte der Normalbevölkerung (Bordpersonal, Bodenpersonal) nicht nachvollziehen können. Es wird dann nicht berichtet um was es geht, sondern wer betroffen ist (Journalisten!)
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Wurzelsepp » 15.01.2019 - 19:10

Da siehst du es aber sehr extrem aus der Sicht der Arbeitnehmer:
biofleisch hat geschrieben:
15.01.2019 - 19:04
Auslöser jeden Streiks ist der Arbeitgeber, welcher kein Stück auf den Verhandlungspartner zu geht.
Es gibt auch Streiks, wo die Arbeitnehmer halt +5% fordern, die Arbeitgeber sind zu +2% bereit und halt nicht mehr... von "kein Stück" kann idR keine Rede sein. Auch hier geht es ja um Stundenansätze, die (laut Medien, bin kein Insider) zT von 11€ auf mindestens 20€ steigen sollen, das ist eine extreme Steigerung, dass da die Arbeitgeber nicht sofort nicken und begeistert in die Hände klatschen ist doch klar. Vielleicht (weiss es nicht) haben sie ja ein Angebot über 17€ gemacht, das war den Gewerkschaften nicht genug, darum Streik.

Was richtig ist: Ein Streik braucht immer beide Seiten! Die Arbeitnehmer, die mehr fordern als die Arbeitgeber zu geben bereit sind und die Arbeitgeber, die eben die Forderungen der Arbeitnehmer nicht (zur Gänze) erfüllen wollen/können. Die Schuld für jeden Streik pauschal auf die AG zu schieben, wie du es machst, ist in meinen Augen sehr pauschal und stimmt so für mich nicht.
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Kreon100 » 15.01.2019 - 22:01

biofleisch hat geschrieben:
15.01.2019 - 19:04
j-d-s hat geschrieben:
15.01.2019 - 08:56
Dennoch geht es bei Streiks natürlich darum, möglichst großen Schaden für den Arbeitgeber zu verursachen, damit er zu dem Schluss kommt, dass es wirtschaftlicher ist, der Gewerkschaft entgegenzukommen statt weitere Streiks zu riskieren.
Falsch!
Auslöser jeden Streiks ist der Arbeitgeber, welcher kein Stück auf den Verhandlungspartner zu geht.
Streik ist somit prinzipiell Notwehr.

Das Problem sind die fetten Medienvertreter. Erst kürzlich wurde wieder eine Studie veröffentlicht, welche nachweist, dass rund 80% der Alphajournalisten und Redaktionsschefs Gutverdiener sind und die Nöte der Normalbevölkerung (Bordpersonal, Bodenpersonal) nicht nachvollziehen können. Es wird dann nicht berichtet um was es geht, sondern wer betroffen ist (Journalisten!)
Ja, sorry, das ist mir dann doch etwas zu reißerisch, dachte erst, das ist Satire. Aber schön, mal richtig kontrovers zu werden, dafür sind wir ja im off-topic-Bereich.

Je nach Region sind die Forderungen von Verdi teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Da kann man sagen, das liegt an zuvor deutlicher Unterbezahlung aber es gibt nun mal Unterschiede im Lohnniveau, so wie es auch Unterschiede in den Lebenshaltungskosten gibt. Pauschal für alle bundesweit 20 EUR/h berücksichtigt ja nicht das unterschiedliche Niveau bei Mieten und sonstigen Lebenskosten. Schön für die Damen und Herren am Scanner in Hannover und Dresden, aber in Hamburg, München und Frankfurt ist diese Gleichmacherei eher ein Rückschritt.

Und beim Arbeitgeber-Bashing nicht vergessen, dass die eigentlich gerade deine Interessen vertreten (außer du arbeitest am Security-Desk). Denn keiner kann so naiv sein, zu glauben, dass die zusätzlichen Lohnkosten nicht wieder von uns allen über die steigenden Flughafengebühren reingeholt werden.

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Che » 16.01.2019 - 07:20

biofleisch hat geschrieben:
15.01.2019 - 19:04
Falsch!
Auslöser jeden Streiks ist der Arbeitgeber, welcher kein Stück auf den Verhandlungspartner zu geht.
Streik ist somit prinzipiell Notwehr.
Ich hoffe das ist Satire?!

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von molotov » 16.01.2019 - 09:06

Kreon100 hat geschrieben:
15.01.2019 - 22:01


Und beim Arbeitgeber-Bashing nicht vergessen, dass die eigentlich gerade deine Interessen vertreten (außer du arbeitest am Security-Desk). Denn keiner kann so naiv sein, zu glauben, dass die zusätzlichen Lohnkosten nicht wieder von uns allen über die steigenden Flughafengebühren reingeholt werden.
Ja total, ich werde sterben wenn mein Flug deswegen 52€ statt 49€ kostet, das ist gesamtgesellschaftlich sogar eher wünschenswert wenn dadurch die absurd niedrigen Preise verunmöglicht werden.
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Kreon100 » 16.01.2019 - 10:59

molotov hat geschrieben:
16.01.2019 - 09:06
Kreon100 hat geschrieben:
15.01.2019 - 22:01


Und beim Arbeitgeber-Bashing nicht vergessen, dass die eigentlich gerade deine Interessen vertreten (außer du arbeitest am Security-Desk). Denn keiner kann so naiv sein, zu glauben, dass die zusätzlichen Lohnkosten nicht wieder von uns allen über die steigenden Flughafengebühren reingeholt werden.
Ja total, ich werde sterben wenn mein Flug deswegen 52€ statt 49€ kostet, das ist gesamtgesellschaftlich sogar eher wünschenswert wenn dadurch die absurd niedrigen Preise verunmöglicht werden.
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von DerNiederbayer » 16.01.2019 - 11:20

Ziel und Zweck eines (Warn)Streiks soll es sein, den Arbeitgeber dazu zu bringen, den Forderungen der Gewerkschaft entgegenzukommen. Ich denke, darauf können wir uns einigen.

Wenn früher die IG Metall gestreikt hat, dann hat das den bestreikten Betrieb selbst betroffen und teilweise andere Betriebe in der Logistikkette, die zwar nicht selbst bestreikt wurden, aber in Geschäftsbeziehung mit dem bestreikten Betrieb standen. Dieses Streiks haben aber nicht oder nur sehr selten dazu geführt, dass völlig Unbeteiligte negativ betroffen waren.

In den letzten Jahren hat sich aber das Streikverhalten verändert. Sowohl große Gewerkschaften wie ver.di als auch kleine (z.B. GdL, EVG, VC, UFO) bestreiken zunehmend mit wenigen Mitgliedern zentrale Funktionsbereiche, wodurch nicht nur das bestreikte Unternehmen selbst, sondern sehr oft private Kunden (z.B. Bahnfahrer, Fluggäste) in einem Maß betroffen sind, das in keiner Relation zum Streikzweck steht. Verschärft wird das dann noch, wenn dasselbe Unternehmen nacheinander von mehreren Gewerkschaften in dieser Weise bestreikt wird.

Da diese Problematik von der Politik verursacht wurde (Aufhebung des Prinzips "ein Unternehmen, eine (streikberechtigte) Gewerkschaft"), kann sie auch nur von der Politik wieder gelöst werden. Auf eine wie auch immer geartete Selbstbeschränkung der Tarifpartner brauchen wir denke ich nicht zu hoffen.
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von molotov » 16.01.2019 - 11:37

Kreon100 hat geschrieben:
16.01.2019 - 10:59
molotov hat geschrieben:
16.01.2019 - 09:06
Kreon100 hat geschrieben:
15.01.2019 - 22:01


Und beim Arbeitgeber-Bashing nicht vergessen, dass die eigentlich gerade deine Interessen vertreten (außer du arbeitest am Security-Desk). Denn keiner kann so naiv sein, zu glauben, dass die zusätzlichen Lohnkosten nicht wieder von uns allen über die steigenden Flughafengebühren reingeholt werden.
Ja total, ich werde sterben wenn mein Flug deswegen 52€ statt 49€ kostet, das ist gesamtgesellschaftlich sogar eher wünschenswert wenn dadurch die absurd niedrigen Preise verunmöglicht werden.
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Ausschließlich vielleicht nicht, aber zum Teil halt schon.
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Das ist doch kein Argument. Vielleicht wäre es sinnvoller da dann auch besser/ausreichend zu bezahlen. Aber klar die Altenpfleger tun sich nun wirklich schwer mit nem Streik....
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Pancho » 16.01.2019 - 11:42

DerNiederbayer hat geschrieben:
16.01.2019 - 11:20
Sowohl große Gewerkschaften wie ver.di als auch kleine (z.B. GdL, EVG, VC, UFO) bestreiken zunehmend mit wenigen Mitgliedern zentrale Funktionsbereiche, wodurch nicht nur das bestreikte Unternehmen selbst, sondern sehr oft private Kunden (z.B. Bahnfahrer, Fluggäste) in einem Maß betroffen sind, das in keiner Relation zum Streikzweck steht.
Wie sollen Lokführer oder wie hier Mitarbeiter der Flughafensicherheit denn streiken, OHNE dass Reisende betroffen wären, aber DRUCK auf die Gegenseite aufgebaut wird?
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von DerNiederbayer » 16.01.2019 - 12:26

Pancho hat geschrieben:
16.01.2019 - 11:42
Wie sollen Lokführer oder wie hier Mitarbeiter der Flughafensicherheit denn streiken, OHNE dass Reisende betroffen wären, aber DRUCK auf die Gegenseite aufgebaut wird?
Es ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Früher haben sich die Arbeitnehmervertreter bei der Vorbereitung von Tarifverhandlungen abgestimmt und sind mit einer gemeinsamen Forderung in die Verhandlungen gegangen. Wenn absehbar war, dass die Verhandlungen auf der Stelle treten, wurden punktuell und kurzzeitig Warnstreiks durchgeführt. Das führte meist zu einem erfolgreichen Verhandlungsabschluss. Flächendeckende bzw. Generalstreiks waren die Ultima Ratio und kamen selten vor (und wenn, dann mit schweren Auswirkungen).

Heute steht der Warnstreik (zumindest gefühlt) oft am Anfang der Verhandlungen nach dem Motto "Gewerkschaft fordert 10%, Arbeitgeber bietet 3%, da reden wird erst gar nicht miteinander, sondern machen gleich mal einen Warnstreik". Wenn dann wie im konkreten Fall mit den Mitarbeitern der Flugsicherheit bis zuletzt unklar ist, welche Flughäfen bestreikt werden sollen, können sich die Reisenden vorab keine Alternativen überlegen.

Zielsetzung eines Warnstreiks sollte aber sein, wirtschaftlichen Druck auf das Unternehmen auszuüben. Dieses Ziel lässt sich auch erreichen, wenn Zeit und Ort(e) des Streiks rechtzeitig angekündigt werden. Die Reisenden suchen sich dann andere Verkehrsmittel, dem Unternehmen entgeht Umsatz, und schon haben wir den wirtschaftlichen Druck. Und das, ohne die Reisenden zum Spielball der Interessen zu machen.
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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Pancho » 16.01.2019 - 12:29

OK, das stimmt. Alle sind zu schnell gleich auf Krawall gebürstet.

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Kreon100 » 16.01.2019 - 13:44

molotov hat geschrieben:
16.01.2019 - 11:37
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16.01.2019 - 10:59
molotov hat geschrieben:
16.01.2019 - 09:06

Ja total, ich werde sterben wenn mein Flug deswegen 52€ statt 49€ kostet, das ist gesamtgesellschaftlich sogar eher wünschenswert wenn dadurch die absurd niedrigen Preise verunmöglicht werden.
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siehst du, so langsam kommen wir zumindest teilweise zusammen. Das meinte ich ja schon, dass die Bäckerei-Verkäufer bei einem Streik niemals solchen Druck aufbauen können. Ob jetzt jemand auf dem Land bei dem niedrigen Lebenskosten den gleichen Lohn bekommen muss, als jemand, der in der Stadt ein mehrfaches an Miete, Gastronomie oder sonstigen Leistungen bezahlt. wenn ich meinem Schwager auf dem Land erzähle, was man in der Stadt so für Friseur oder Bier am Tresen ausgibt, kippt der immer aus dem Latschen. Von einem Häuschen wollen wir gar nicht sprechen.

Wenn es um Gleichmacherei geht, bin ich immer sehr empfindlich, denn Gleichbehandlung von völlig unterschiedlichen Lebenslagen ist immer ungerecht.

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von br403 » 16.01.2019 - 13:59

Das Thema hast du aber immer, jemand der in München wohnt bezahlt auch mehr Miete als jemand auf dem Land, wenn aber der Landbewohner nach München pendelt bekommt er das gleiche Gehalt wie in der Stadt. Trotz Pendelei kann das günstiger sein, ich kenne aber keinen Chef der da Unterschiede macht.

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von Rüganer » 16.01.2019 - 14:27

Teilweise sollen die Gehälter ja von 11 auf 20 € pro Stunde hochgehen von jetzt auf gleich.

Mir wurscht , ich fliege kaum mehr, nachdem ich immer extrem begrabbelt werde hier in Deutschland.
In anderen Ländern total easy bei der Kontrolle.

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Re: Flughafenstreik durch verd.i Januar 2019

Beitrag von molotov » 17.01.2019 - 08:53

Rüganer hat geschrieben:
16.01.2019 - 14:27
Teilweise sollen die Gehälter ja von 11 auf 20 € pro Stunde hochgehen von jetzt auf gleich.

Mir wurscht , ich fliege kaum mehr, nachdem ich immer extrem begrabbelt werde hier in Deutschland.
In anderen Ländern total easy bei der Kontrolle.
Die prozentuale Steigerung mutet extrem an, aber in den Regionen sollte man sich aufs absolute konzentrieren... Und wenn man mit 20€ einsteigt ist ja wohl klar, dass im besten Fall irgendwas dazwischen raus kommt.
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