Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021


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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von basti.ethal » 01.10.2020 - 07:14

Die Stationen fügen sich wirklich gut ein. Das wird meiner Meinung nach eine sehr gelungene Bahn!
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von kaldini » 01.10.2020 - 10:08

bekommt die Bahn gar keinen Direktantrieb? Oder schau ich auf den Bildern falsch?
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Xtream » 01.10.2020 - 10:29

kaldini hat geschrieben:
01.10.2020 - 10:08
bekommt die Bahn gar keinen Direktantrieb? Oder schau ich auf den Bildern falsch?
schau mal aufs drittletzte foto! denke der ist noch mit folie verpackt und oben liegt ne europalette drauf :wink:

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von kaldini » 01.10.2020 - 11:48

Xtream hat geschrieben:
30.09.2020 - 20:23

Bild

Bild
wofür ist denn auf dem ersten Bild der Motor? vorne in der Station ist der Notantrieb, aber der Elektromotor im vorderen Bereich mit den Stangen dran?

@unteres Bild: Dachte zuerst, du meinst die Tragseilreserve ;-) oben auf der Brücke kann man was erkennen, stimmt!
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Lumider » 01.10.2020 - 12:38

kaldini hat geschrieben:
01.10.2020 - 11:48
Xtream hat geschrieben:
30.09.2020 - 20:23

Bild

Bild
wofür ist denn auf dem ersten Bild der Motor? vorne in der Station ist der Notantrieb, aber der Elektromotor im vorderen Bereich mit den Stangen dran?

@unteres Bild: Dachte zuerst, du meinst die Tragseilreserve ;-) oben auf der Brücke kann man was erkennen, stimmt!
Wenn ich das richtig sehe treibt der Elektromotor eine Hydraulikpumpe an, so wie es beim Notdiesel üblich ist. Da sind nämlich auch Handventile dran (die roten Teile). Wird sehr wahrscheinlich ein elektrischer Notantrieb sein, falls der Hauptmotor einen Schaden hat. Der Notdiesel wird demnach nur bei Stromausfall zum Einsatz kommen.

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Xtream » 01.10.2020 - 13:29

Diese Welle ist IMHO gar nicht an dem Motor angeschlossen bzw verbunden und liegt nur lose oben auf der Holzkiste wie weiter Teile dahinter. Denke das Bild täuscht und die ganzen Teile werden ganz woanders verbaut. :idea:
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Theo » 01.10.2020 - 17:36

schau mal aufs drittletzte foto! denke der ist noch mit folie verpackt und oben liegt ne europalette drauf :wink:
Ähm, das ist aber doch der Tragseilpoller und die Schrauben in der Palette oben drauf gehören zu den Klemmplatten der Tragseilbefestigung.
Der richtige Antriebsmotor ist meiner Meinung nach auf keinem der Bilder zu sehen, ich muss aber zugeben dass ich bei der ganzen Konstellation dort noch nicht so ganz durchblicke.


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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Xtream » 01.10.2020 - 18:48

Ganz oben am Bildrand findet man noch eine 2te Europalette und unter dieser ist der Direktdrive!

Die Umlenkscheibe hat zwei Hydraulikmotoren die im Notfall zugeschaltet/geschoben werden können.
Es wird wie o.g so sein das der erste Notantrieb über Elektromotor funktioniert und sollte kein Strom vorhanden sein gibt es noch den Dieselantrieb!

Wofür die Welle auf der Holzkiste sein soll? Da bin ich auch schon ne ganze Zeit am überlegen. :wink:

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Lumider » 01.10.2020 - 20:45

Was mir noch ein bisschen komisch vorkommt ist, dass der Reifenförderer nicht durch das Zugseil, sondern separate E-Motoren angetrieben wird. Wie werden die Reifen bei Stromausfall angetrieben? Sind dafür etwa die Wellen gedacht? Aber der Notdiesel sieht nicht danach aus dass man die Wellen dort im Fall der Fälle anbauen könnte.

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von kaldini » 01.10.2020 - 22:30

da würde ich eher darauf tippen, dass es ein Notstromaggregat gibt, welches dann die Reifenförderermotoren versorgt.

edit: ich meine, das hat die 3S in Ischgl auch so.
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Theo » 02.10.2020 - 13:21

Danke xtrem für den Hinweis mit dem andern Bildausschnitt, das hatte ich übersehen.
Es ist natürlich auch so dass der Antrieb hier schwieriger zu erkennen ist weil er bei der 2S halt auch tiefer in der Station platziert ist als bei einer EUB. Das Förderseil verläuft halt tiefer währen der Abstand Podest zu Umlaufschien praktisch gleich ist wie bei der EUB und dann kommt ja dann noch der Knick in der Station.
Der Antrieb der Reifenförderer geschieht bei Stromausfall über Notstrom, ist auch bei der 3S so.
Wozu die Wellen sind hab ich keine Ahnung.

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Ram-Brand » 02.10.2020 - 21:16

Bei Standardanlagen kann man das Förderseil zum Antreiben der Reifenförderer nutzen.

Bei den anderen reicht das nicht mehr aus.
Z.B. bei extra langen Stationen. (Giggijochbahn)

Da gibt es dann wie Kaldini schon geschrieben hat extra Stromaggregate.
Die sind unabhängig vom Notdiesel für den Hauptantrieb.
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Halle1 » 08.10.2020 - 19:57

Nach einer kleinen Wanderung zum Oberstdorfer Hausberg

Zwischenstation Seealpe:
IMG_20201006_163239 - Kopie.jpg
IMG_20201006_163239 - Kopie.jpg (263.3 KiB) 1984 mal betrachtet
Bergstation:
IMG_20201008_154453 - Kopie.jpg
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Snowking99 » 09.10.2020 - 07:31

Lumider hat geschrieben:
01.10.2020 - 20:45
Was mir noch ein bisschen komisch vorkommt ist, dass der Reifenförderer nicht durch das Zugseil, sondern separate E-Motoren angetrieben wird. Wie werden die Reifen bei Stromausfall angetrieben? Sind dafür etwa die Wellen gedacht? Aber der Notdiesel sieht nicht danach aus dass man die Wellen dort im Fall der Fälle anbauen könnte.
Ist bei unserer 3S auch so. Dort ist für den Falle eines Stromausfalles ein Notstromaggregat verbaut welches die Förderermotoren antreibt, über die Steuerung kann man diese dann entweder synchron zur Seilscheibentacho Geschwindigkeit schalten oder unabhängig davon händisch steuern. Die Steuerung läuft ja über die Statiomsbatterien minimum noch zwei Stunden weiter bevor dieser der strom ausgeht. Im Falle eines Defekts der förderermotoren ist ein hydraulikmotor vorhanden welcher über den Dieselmotor angesteuert wird und durch jeweils zwei Bolzen mit der Förderereinheit verbunden werden kann.
Inwiefern das Leitner umsetzt kann ich leider nicht sagen auch nicht ob alle oder nur einzelne dieser Möglichkeiten zur Anwendung kommen. Da unsere Anlage redundant ausgeführt ist haben wir für alle Defektmöglichkeiten min. Zwei Alternativen.
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Lumider » 10.10.2020 - 18:59

An der Talstation wird bereits die Seilbahntechnik montiert. Stütze 2 steht zur Hälfte. An der Seealpe dominiert der Holzbau. Auf der 2. Sektion ist auch das zweite Tragseil auf den neuen Stützen. Stütze 4 ist bereits komplett abgerissen, Stütze 5 wird seit gestern demontiert.
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Stütze 6
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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von ThomasK » 14.10.2020 - 01:07

Ich finde es eine Fehlentscheidung, dass man den Durchlaufbetrieb für die 3. Sektion, wenn irgendwann die Pendelbahn ersetzt wird, nicht vorbereitet hat.

Das finde ich auch deshalb erstaunlich, weil man erst vor 2 Jahren die Gipfelstation deutlich ausgebaut hat, damit die Fahrgäste alle 3 Sektionen fahren.

Der fehlende Durchlaufbetrieb zur 3. Sektion dürfte dazu führen, dass viele Fahrgäste nur zur Bergstation fahren und nicht zur Gipfelstation. Die Schweizer würden die Bergstation wahrscheinlich Nebelhorn nennen und die Gipfelstation Nebelhorn Kulm. Da das Sommergeschäft am Nebelhorn 70 % ausmacht und das Wintergeschäft nur 30 %, halte ich den fehlenden Umbau der 3. Sektion für eine Fehlentscheidung.

Ich denke, dass auch die 2S-Bahn zwischen Bergstation und Gipfelstation ohne Stütze ausgekommen wäre. Den Antrieb für die 3. Sektion hätte man ohne Probleme in der Bergstation unterbringen können.

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Ralf321 » 14.10.2020 - 08:06

Denke das das bewusst so gemacht ist. Würde die Bahn durchfahren, würden die meisten Leute bis ganz oben fahren.
Dann wäre es am Gipefelbereich einfach zu voll und die meisten Skifahrer wären vollkommen überfordert von dort oben abzufahren.

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von ThomasK » 14.10.2020 - 21:38

Ralf321 hat geschrieben:
14.10.2020 - 08:06
Denke das das bewusst so gemacht ist. Würde die Bahn durchfahren, würden die meisten Leute bis ganz oben fahren.
Dann wäre es am Gipfelbereich einfach zu voll und die meisten Skifahrer wären vollkommen überfordert von dort oben abzufahren.
Schauen wir uns mal im Youtubevideo die Gipfelstation an und halten das Video bei 0:28 an:

https://youtu.be/45RlWfVEbH4?t=28

Rechts ist also die Pendelbahn, d.h. die 3. Sektion.

Das Hauptgeschäft am Nebelhorn ist der Sommer. Die Sonnenanbeter gehen gleich nach links ins Restaurant oder auf die Terrasse. Wer will, kann auch noch um das Haus herumlaufen und ist zu Fuss gleich beim Gipfelkreuz. Die 9 Höhenmeter zum Gipfelkreuz schaffen auch Fusskranke in 2 Minuten Gehzeit (Gipfelstation 2215 m, Nebelhorngipfel 2224 m). Aber am Platz scheitert das nicht, da das Restaurant wesentlich ausgebaut worden ist und die Terrasse deutlich vergrößert wurde.

Richtig ist, da hast du Recht, dass die Skifahrer nicht unmittelbar auf der Piste sind, sondern erst über die Terrasse gehen müssen. Da aber in der 2S-Bahn die Skier sowieso abgeschnallt sind, die Skifahrer eher gleichmäßig aussteigen, sehe ich da kein großes Problem, zumal der Weg über die Terrasse völlig eben und eisfrei erfolgt. Da man bei einem Neubau der 3. Sektion ohnehin etwas nach Osten (im Bild also nach rechts) ausgewichen wäre, hätte man dann ohne Probleme auch noch ein paar Skiständer aufstellen können.

Und die Gipfelstation wäre sowieso recht klein ausgefallen, da für die Garagierung der Kabinen an der Mittelstation ohnehin Platz genug ist.

_____________

Zu meinem großen Erstaunen habe ich gerade festgestellt, dass die neue Gipfelstation (Restaurant) schon 4 Jahre steht und nicht 2 Jahre, wie von mir zuvor aus dem Bauch gefühlsmäßig geschätzt.

Ich war schon so oft zu Fuß auf dem Nebelhorn (mehr als 100 Mal). Das erste mal als 5-Jähriges Kind. Als Tagestour ist das Nebelhorn von München aus locker machbar. Die Alexzüge fahren ohne Umsteigen von München Hbf nach Oberstdorf. Und das sogar noch mit den guten alten Abteilwagen! :ja: An manchen Tagen bin ich sogar schon zweimal hoch und runter auf das Nebelhorn gegangen, also 2800 Hm hoch und 2800 Hm runter, weil mir einmal zu wenig war.

Aber durch diese vielen Bergtouren verliere ich offenbar das Zeitgefühl für Veränderungen.

____________

Kurioses zum Nebelhorn:

Wenn man sich an die Terrasse stellt und zur Gipfelstation der Nebelhornbahn schaut, dann kann man sich so hinstellen, dass man gleichzeitig die Trag- und Zugseile der Nebelhornbahn sieht und die Seile der Pendelbahn Zugspitzplatt - Zugspitze (Gletscherbahn) als einziges Seilbündel in Form einer hauchdünnen schwarzen Linie vor blauem Himmel. Die Seile der Nebelhornbahn schneiden dann scheinbar die Seile der Gletscherbahn auf der Zugspitze. Mit bloßem Auge muss man sich zwar schon ziemlich anstrengen, aber wenn man mit der Kamera zoomt, dann sieht man das Seilbündel der Gletscherbahn Zugspitze auf dem Nebelhorn besser.

Was wäre denn technisch notwendig, wenn man die Tragseile der Gletscherbahn Zugspitze vom Nebelhorngipfel aus einzeln auflösen will als 50 mm dickes Seil?

Auf der Gipfelterrasse der Nebelhornbahn sind dann die Tragseile der Nebelhornbahn (Durchmesser 40 mm) etwa 10 Meter entfernt und die Tragseile der Pendelbahn Zugspitzplatt - Zugspitze (Durchmesser 50 mm) 48,3 km, sodass die Tragseile der Nebelhornbahn knapp 4000 mal dicker erscheinen. Die Tragseile der Nebelhornbahn erscheinen unter einem Winkel von ca. 0,229 Grad und die Tragseile der Gletscherbahn Zugspitze unter einem Winkel von ca. 0,21 Bogensekunden. Um aber 0,21 Bogensekunden einzeln auflösen zu können, benötigt man dann aber doch schon ein Teleskop mit mindestens 80 cm Objektivdurchmesser. Da bräuchte man dann auf dem Nebelhorn ungefähr schon das Teleskop vom Jungfraujoch, um das zu schaffen. Mit einem normalen Fernglas geht das keineswegs.

______________________

Vor einigen Jahren wurde mal in einer TV-Ratesendung ein Bild vom Matterhorn gezeigt und der Kandidat wurde gefragt, was der wichtigste Berg von Zermatt ist. Der Moderator sagte: "Das ist das weltberühmte ....."

Die Antwort des Kandidaten: "Nebelhorn." Ich weiß nicht mehr wie viel Geld der Kandidat beim Ausscheiden verloren hat, aber gelacht habe ich trotzdem. Dass das Nebelhorn berühmter ist als das Matterhorn, ist schon beachtlich. :lach:

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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Ralf321 » 15.10.2020 - 07:51

ThomasK hat geschrieben:
14.10.2020 - 21:38
Ralf321 hat geschrieben:
14.10.2020 - 08:06
Denke das das bewusst so gemacht ist. Würde die Bahn durchfahren, würden die meisten Leute bis ganz oben fahren.
Dann wäre es am Gipfelbereich einfach zu voll und die meisten Skifahrer wären vollkommen überfordert von dort oben abzufahren.
Schauen wir uns mal im Youtubevideo die Gipfelstation an und halten das Video bei 0:28 an:

https://youtu.be/45RlWfVEbH4?t=28

Rechts ist also die Pendelbahn, d.h. die 3. Sektion.

Das Hauptgeschäft am Nebelhorn ist der Sommer. Die Sonnenanbeter gehen gleich nach links ins Restaurant oder auf die Terrasse. Wer will, kann auch noch um das Haus herumlaufen und ist zu Fuss gleich beim Gipfelkreuz. Die 9 Höhenmeter zum Gipfelkreuz schaffen auch Fusskranke in 2 Minuten Gehzeit (Gipfelstation 2215 m, Nebelhorngipfel 2224 m). Aber am Platz scheitert das nicht, da das Restaurant wesentlich ausgebaut worden ist und die Terrasse deutlich vergrößert wurde.

Richtig ist, da hast du Recht, dass die Skifahrer nicht unmittelbar auf der Piste sind, sondern erst über die Terrasse gehen müssen. Da aber in der 2S-Bahn die Skier sowieso abgeschnallt sind, die Skifahrer eher gleichmäßig aussteigen, sehe ich da kein großes Problem, zumal der Weg über die Terrasse völlig eben und eisfrei erfolgt. Da man bei einem Neubau der 3. Sektion ohnehin etwas nach Osten (im Bild also nach rechts) ausgewichen wäre, hätte man dann ohne Probleme auch noch ein paar Skiständer aufstellen können.

Und die Gipfelstation wäre sowieso recht klein ausgefallen, da für die Garagierung der Kabinen an der Mittelstation ohnehin Platz genug ist.
Meinte bei den Skifahrern den Anschnallplatz, das sie es schaffen vorzulaufen gehe ich bei den meisten aus, der ist wenn eine Gondel ankommt und alle nach vorne laufen schon fast zu klein.
Aber dann stehen zur Wahl ein 3m breiter Roter Ziehweg oder 2 Hänge in schwarz. Und spätestens da haben die meisten keine Lust mehr. :-)

Im Sommer bin ich da nicht so oft oben, aber der Platz am Gipfel ist ja jetzt schon oft überfüllt.


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Re: Bautagebuch 2S Nebelhornbahn 2019-2021

Beitrag von Xtream » 18.10.2020 - 14:59

Die Bahn in 3.Sektionen direkt bis zum Gipfel zu bauen hätte wohl das Finanzierungsvolumen in den Bereich von 70-75mio € erhöht! Das sollte man auch mal bedenken...

Im Winter ist eine seperate Sektion für die Skifahrer sowieso besser. Zumal die Talstation der Gipfelbahn auf der östlichen Seite des Bergstationskomplex situiert ist während die Einfahrt auf der Westseite ist. Dafür wären die Umbauarbeiten wohl doch zu aufwendig! Ausserdem könnte ich mir vorstellen das eine spätere 2S zu Gipfel mit max 3,5-4m/s betrieben wird um die Stationen möglichst kurz zu halten! Die Garagieriung der Gipfelbahn kann dann im Stationsumlauf bzw in der damals total überdimensionierten Talstation der jetzigen Gipfelbahn untergebracht werden. :idea:


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