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Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 10.01.2018 - 11:18
von Kreon100
Cool! Danke für das feedback, es scheint ja doch eingefleischte Fans des Gebietes zu geben ;-)

Mein Beitrag hört sich vielleicht ein bisschen nach "verwöhnter Saupreuß" an, aber dem ist nicht so. Ich schätze es durchaus auch mal wieder in Gebiete zu fahren, wo ich mich an die Zeit vor 45 Jahren erinnern kann, als ich Skifahren gelernt habe, wir eine Abrissblock mit verschiedenen Punktkarten hatten und den ganzen Tag ohne Eltern an einem Schlepper Spaß hatten. Ich finde z.B. Arthurhaus sehr schön und der Graukogel ist im wahrsten Sinne des Wortes mein Hausberg.

Natürlich kenne ich das Skigebiet Gaissau nach einem Tag nicht so gut, aber ich kenne viele Skigebiete. Vielleicht fällt es einem auf den ersten Eindruck aber eher auf, dass es so ein paar Stellen gibt, wo man mit wenig Aufwand das ganze deutlich verbessern könnte:
Das man aber dann hinfährt und davon überrascht ist und darüber jammert, mutet dann doch sehr komisch an. Wie schon oft erwähnt, etwas ältere Liftanlagen haben Vor- und Nachteile.
Ich jammer nicht sondern stelle ebenfalls nur als Tatsache fest, dass die erste Auffahrt total nervt, insbesondere, wenn man offenbar wie ich an Neujahr der einzige Passagier ist und der Lift so langsam geht, dass einen sogar fast die Tourengeher überholen. Auf der daneben gehenden Talabfahrt kam mir auch die Schneefräse entgegen, oberhalb des Schirla-Hofes, bevor man die Straße quert, genau an der Engstelle. War für mich kein Problem, da kann man auch mal anhalten, aber ungeübte Skifahrer oder Kinder stehen dann am nächsten Tag vielleicht in der Zeitung.

Dass man die Bergstation des Sesselliftes nicht mal eben 20 Meter höher legen kann, ist mir schon klar. Aber selbst vom Spielberg geht ja keine Piste direkt rüber zum Schlepper F (abgesehen davon, dass dort der Betrieb eingestellt ist). Sowas kann ich nicht nachvollziehen und wenn man den Skiweg 10 Meter weiter hangabwärts verlegen würde (ja, dann müssten wohl ein paar Bäume gefällt werden) würde man auch ohne Babylift rüberkommen notfalls dann von unten in den Schlepper einsteigen. Ich möchte nicht wissen, was da an dem Babylift los ist, wenn es voll ist. Die Kinder werden da jedenfalls keinen Spaß mehr haben.
Bezüglich der Verbindung Wieserhörndl - Piste 9 (Anzenberg - Hintersee) hast du auch nicht Recht. Es gibt sehr wohl eine Verbindung ohne Liftanlagen von der Latschenalm rüber zur Piste 9, jedoch muss man da einen Ziehweg (beginnend unterhalb der Latschenalmhütte quer über die Piste 7a bis zur Piste 8 und 9a) bergauf schieben. Ich habe das vor Jahren einmal ausprobiert und habe 20-25 Minuten gebraucht. Also auch hier ist das geländetechnisch nicht sinnvoll machbar.
Dann darf ich Dir einen kleinen Trick verraten: wenn Du vom Wieserhörndl direkt vom Sessellift unterhalb vom Grat (deutlich unterhalb des Grates, weil dahinter ein Abhang ist) und oberhalb der Latschenalm fährst, dann hast Du genügend Schwung, um auf den von Dir beschriebenen Ziehweg zu kommen, der ja ein Wanderweg ist. Es führen dort auch einige Spuren durch den Tiefschnee, ich habe da keine 3 Minuten rüber gebraucht, deshalb ist es mir unverständlich weshalb das Skigebiet da nicht von Haus aus planiert. Ich kann mir vorstellen, dass an einem Tag mit vielen Besuchern der Kurvenlift total überlastet ist. So ein Ziehweg würde da füür Entlastung sorgen und ja nicht einmal etwas kosten.
Wie du eine Skibrücke über 2 (und nicht wie von dir behauptet 1 Bach) Bäche und einem Bergrücken von der Talstation des Kurvenlifts zur Talstation der DSB Spielberg errichten willst, hätte ich auch gerne genauer von dir skizziert. Jedenfalls wäre so ein Bauvorhaben utopisch und nicht vernünftig durchführbar, Kosten und Nutzen würden in keinem vernünftigem Verhältnis zueinander stehen.
Also ich bin kein Baufachmann, aber mir schwebt da eine einfache Holzbrücke in 10 Breite , oberhalb des Liedererweges vor. Das kann jetzt kein Vermögen kosten, sieht man in vielen Skigebieten. Die Behauptung, dass Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stehen, sind mir da etwas zu pauschal. Es nervt mich total, an einer Talstation für gerade einmal 500 Meter in einen Bus steigen zu müssen. Erfahrungsgemäß ist der gerade weg oder hat Mittagspause. Die Straße Gaißau geht ja vom Lift weg nur bergab, oder sehe ich das falsch? Die c.a. 50 Höhenmeter sollten reichen, um da einen Ziehweg erstellen zu können. Der zweite Bach ist ja wohl nicht das Problem, da müssten doch entweder ein paar Bretter oder ein großes Wasserrohr oberhalb des Ferienhauses Seitter reichen, oder man geht dann tatsächlich die letzten 50 Meter zu Fuß, aber so finde ich das schon sehr, sehr unpraktisch.
Zu Neujahr war das Wetter äußerst schlecht, vielleicht daher die laut deiner Meinung schlechten Pistenverhältnisse.
Also über den Schnee und Wetter werde ich mich nie beklagen, das ist nun mal so, wie es ist. Ist ja ein Freiluftsport ;-) Aber jedenfalls an dem Tag, als ich da war, war jede gewalzte Bahn z.B. am Wiesernhörndl mit einer c.a. 10 cm hohen Kante zur nächsten gelegt. Wenn man will, kann man das besser machen.

Wenn man eben will und ich habe bei vielen Stellen den Eindruck, dass man nicht so richtig will. Wenn das Skigebiet manchmal so voll ist, wie von Dir beschrieben, dann müssten ja genug Einnahmen vorhanden sein. Auf mich macht das den Eindruck, dass da nicht alle an einem Strang ziehen, dass da ein Bauer ist, der seine Wiese nicht hergeben will, der andere Einspruch gegen eine Beschneiungsanlage legt und der Dritte sagt, das ganze neue Zeugs brauchen wir nicht etc. Dabei ist die Talabfahrt nach Hintersee wirklich ein Schmankerl, schattig und schöne Streckenführung durch das Tal. Ich werde da so aber nicht noch mal hinfahren. Dann bleibt ja aber mehr Platz für Dich ;-)

Mich würden da aber mal die Hintergründe interessieren, weshalb es da so verkorkst ist, waren das ursprünglich mal getrennte Skigebiete?

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 10.01.2018 - 12:34
von Mostviatla
Kreon100 hat geschrieben:
10.01.2018 - 11:18
Also über den Schnee und Wetter werde ich mich nie beklagen, das ist nun mal so, wie es ist. Ist ja ein Freiluftsport ;-) Aber jedenfalls an dem Tag, als ich da war, war jede gewalzte Bahn z.B. am Wiesernhörndl mit einer c.a. 10 cm hohen Kante zur nächsten gelegt. Wenn man will, kann man das besser machen.
War wahrscheinlich sehr schwierig zu präperieren, da es am Vortag (31.12.2017) Plusgrade im zweistelligen Bereich hatte, die den Pisten ordentlich zugesetzt haben -> hier mein Bericht vom Tag: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 46&t=58814

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 10.01.2018 - 17:01
von NIC
Kreon100 hat geschrieben:
10.01.2018 - 11:18

Mich würden da aber mal die Hintergründe interessieren, weshalb es da so verkorkst ist, waren das ursprünglich mal getrennte Skigebiete?
Um das Problem beim Namen zu nennen: MMn liegt der Ursprung der Diskussion um die Gestaltung/Infrastruktur des Skigebietes Gaißau - Hintersee nicht am angeblich problematischen Aufbau an sich, sondern eher an deiner etwas verzerrten Erwartungshaltung an das Skigebietes selber. Grundsätzlich definiere ich die "Verkorkstheit"/Fehlplanung eines Skigebietes über den Ziehwegeanteil, und der ist in Gaißau-Hintersee vergleichsweise gering im Gegensatz zum Beispiel zu Kitzbühel.

Eine sinnvolle Querung vom SL Spielbergalm oberhalb der Bergstation der DSB Spielbergalm wäre geländetechnisch nicht sinnvoll machbar. Einerseits geht´s auf der hinteren Seite ziemlich steil runter (ok, bei entsprechender Bauung des Skiweges könnte man das vernachlässigen) andererseits hätte man da aber auch einige Bergaufstücke dabei. Und selbst an einem "Hochleistungstag" wie den 06.01 musste ich nie länger als 2-3 Minuten am Tellerlift anstehen. Letztendlich könnte man sagen, dass mit massiven Geländebewegungen und Rodungen eine Umgehung des Tellerliftes vielleicht möglich wäre, jedoch würden in Anbetracht der selbst an Ferientagen geringen Wartezeiten am Tellerlift der Nutzen den Aufwand dieses Vorhabens eher nicht rechtfertigen.

Das der Sessellift aus Gaißau kommend langsam ist, ist eh klar und unbestreitbar. Jedoch ist der Vergleich mit den Tourengeher massloß übertrieben und dir zu Fleiß wurde der Lift sicher nicht noch langsamer gestellt als er schon ist :wink: Wie schon gesagt, jeder weiß auf welchem "Niveau" die Liftanlagen im Skigebiet sind welches man besuchen will, deswegen finde ich es etwas vermessen dieses zu bemängeln. Dementsprechend zahlt man halt weniger, was viele auch zu schätzen wissen.

Der von dir genannten Trick ist mir eh bekannt :wink: Allerdings ist bei einer Querung oberhalb der Latschenalm das Gelände recht stark hängend, eine vernünftige Einrichtung eines Ziehweges wäre hier also eher nicht möglich. Und selbst wenn kommt man bestenfalls auf der Verbindungspiste 7a raus, und von dort geht´s dann doch noch ein paar hundert Meter leicht bergauf, also eher nicht massen- oder kindertauglich. Ganz abgesehen davon wäre das allgemeine Gejammer wohl groß, wenn da die Eltern mit ihren Kindern "stranden" und sich dann den Wanderweg mit den Skiern hinaufplagen zu müssen, anstatt einfach zum Kurvenlift abzufahren.

Eine direkte Pistenverbindung von Kurvenlift über eine Skibrücke zur DSB Spielbergalm wäre möglicherweise machbar (wie schon gesagt müsste man diesen relativ tiefen Graben umgehen und dann würden man hinter den Häusern rauskommen), ein Ziehweg neben der Straße geländetechnisch jedoch definitiv nicht. Generell wird der Shuttle zwischen den beiden Talstationen jedoch so wenig genutzt, dass so ein "ischgleskes" Bauvorhaben mit massivem Eingriff in die Natur kaum zu rechtfertigen wäre. Die Wartezeiten am Kurvenlift sind außerden äußerst selten so groß, dass man diesen Ausweg brauchen würde.

Generell hast du vielleicht mitbekommen, dass in Gaißau - Hintersee das Geld nicht "auf den Bäumen wächst", sondern man eher knapp bei Kassa ist. Deswegen liegt die Nichtumsetzung der von dir genannten Verbesserungen nicht daran, dass man hier wie von dir oft vermutet nicht will und zu eigensinnig ist, sondern daran, dass einfach keine finanzielle Mittel vorhanden sind (ganz abgesehen davon, dass sie wenig Sinn machen würden). Das Skigebiet ist nicht perfekt, das behauptet ja auch keiner, man sollte es mMn so akzeptieren wie es ist. Das man in jedem Skigebiet etwas verbessern könnte, ist auch klar.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 12.07.2018 - 09:09
von snowflat
Gaissau-Hintersee: Zukunft weiter ungewiss
Die für den langfristigen Fortbestand des Klein-Skigebiets Gaissau-Hintersee notwendigen Verbesserungen lassen weiter auf sich warten, sagt der Krispler Bürgermeister. Zuversichtlich zeigt er sich aber über den Betrieb im kommenden Winter.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 08.11.2018 - 13:18
von Lüppi
Hallo zusammen

Im neuen Referenzbuch von Bartholet sind bei den Projekten für 2019 zwei Anlagen für Gaissau angeführt.

Dabei handelt es sich um einer SBK6, kuppelbare Sesselbahn und eine GBK8, kuppelbare Kabinenbahn.

Angesichts der Tatsache das BMF derzeit noch keine Anlagen gebaut hat und seitens der Behörde da auch Schwierigkeiten hat, sowie der Tatsache das in Gaissau eigentlich kein Geld da ist finde ich diese Info sehr spannend.

Gibts da genauere Details aus der Region bzgl. der geplanten Neubauten?

LG

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 14.11.2018 - 11:29
von Schneeloewe
"Region bangt weiter um Skigebiet"
Zusammengefasst:
Es ist weiterhin unklar, ob das Skigebiet diesen Winter aufsperrt.
Österreichische Bundesforste kündigen rechtliche Schritte gegen den Eigentümer an wegen Nichteinhaltung des Vertrages bzgl. fehlender Entgelte und Bankgarantien... Die Bundesforste stellen etwa 30 Hektar als Pistenflächen zur Verfügung.
https://salzburg.orf.at/news/stories/2947251/

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 11.12.2018 - 14:04
von snowflat
Der Saisonstart steht vor der Tür und es ist derzeit (bis Redaktionsschluss) noch immer unklar, ob die Bergbahnen im Skigebiet Gaißau/Hintersee den Betrieb starten können. Der Mehrheitseigentümer Zhonghui Wang hat sich Ende Oktober zwar mit den Bundesforsten über einen 3-Jahres-Vertrag geeinigt, doch seither herrscht, bis auf ein Email, Funkstille.
Quelle: Keine Glückskekse aus China - Pokerspiel um das Skigebiet Gaißau

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 14.12.2018 - 15:02
von snowflat
Die Skischaukel Gaißau-Hintersee (Flachgau/Tennengau) kann nun in die Wintersaison starten. Die Bundesforste als größter Grundeigentümer haben mit dem chinesischen Hauptgesellschafter der Lifte eine finanzielle Einigung erzielt.
Allerdings verwiesen die Bundesforste am Donnerstag noch auf einen Punkt: „Sollten Vertragspunkte erneut nicht erfüllt werden, wird der Vertrag gegen Ende der Saison aufgelöst und der Skibetrieb eingestellt.“
Quelle: Saisonstart in Gaißau nun möglich

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 18.12.2018 - 10:04
von Werna76
Die unendliche Geschichte geht weiter:
https://salzburg.orf.at/news/stories/2953969/
Nach der jüngsten Einigung des größten Grundeigentümers Bundesforste mit dem chinesischen Eigentümer im Skigebiet Gaißau-Hintersee (Tennengau und Flachgau) standen die Zeichen eigentlich auf Start, jetzt gibt es neue Zweifel.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 20.12.2018 - 11:21
von NIC
Es hängen noch immer keine Sessel an der 4 SB Latschenalm, aufgebügelt ist auch noch nichts bei den Schleppliften. Von einer Präparierung der Pisten ist auch nichts zu sehen. Schaut irgendwie schlecht aus dieses Jahr... :?:

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 25.12.2018 - 16:16
von Kreon100
NIC hat geschrieben:
20.12.2018 - 11:21
Es hängen noch immer keine Sessel an der 4 SB Latschenalm, aufgebügelt ist auch noch nichts bei den Schleppliften. Von einer Präparierung der Pisten ist auch nichts zu sehen. Schaut irgendwie schlecht aus dieses Jahr... :?:
Ein Freund von mir fährt über Silvester in die Ecke, gibt es da schon was neues?

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 26.12.2018 - 11:52
von NIC
Kreon100 hat geschrieben:
25.12.2018 - 16:16
NIC hat geschrieben:
20.12.2018 - 11:21
Es hängen noch immer keine Sessel an der 4 SB Latschenalm, aufgebügelt ist auch noch nichts bei den Schleppliften. Von einer Präparierung der Pisten ist auch nichts zu sehen. Schaut irgendwie schlecht aus dieses Jahr... :?:
Ein Freund von mir fährt über Silvester in die Ecke, gibt es da schon was neues?
Es gibt nichts neues (weiterhin nichts aufgebügelt oder präpariert), und ich glaube auch dass das Skigebiet nie mehr (oder zumindest diese Saison) in Betrieb gehen wird. In den letzten Jahren, als es schon eine ähnliche Zitterpartie gegeben hat, waren die Lifte immerhin schon betriebsbereit, dieses Jahr befindet sich alles noch im Sommerschlaf (auch wenn man angeblich die Anlagen revisioniert hat). Ich kann mir gut vorstellen aus Trotz gegenüber dem Chinesen, der angeblich alle Zahlungen nun geleistet hat. Was auch äußerst seltsam ist, dass dieses Jahr der mediale Aufschrei fast vollkommen ausbleibt. Die letzten Jahre war immer eine riesen Aufruhr als man gesehen hat, dass die Lifte eventuell zu Weihnachten stillstehen. Dieses Jahr liegt sogar Schnee und von den Medien kommt überhaupt nichts, auf Facebook steht auch nichts und auch sonst gibt es keine Kommentare, es scheint keinen zu interessieren. Ich fürchte und glaube, dass in Gaißau - Hintersee nie mehr ein Lift laufen wird.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 26.12.2018 - 21:28
von italiano
Man hätte mMn letztes Jahr den Ausgleich nicht machen dürfen. Es wäre die einzige Möglichkeit gewesen den Chinesen durch einen Konkurs loszuwerden.

Wie und ob es dann weitergegangen wäre? Keine Ahnung.
Aber es gibt nichts schlimmeres wie die jetzige Situation, in der jeder hofft und keiner was weiß.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 27.12.2018 - 13:23
von NIC
Chinesischer Investor lässt Salzburger Skigebiet warten

Wenn ich nur den Namen des Chinesen höre gehen mir alle Kabeln auf :roll: Es bewahrheitet sich leider immer wieder, dass der Region “fremde“ Betreiber selten etwas gutes bringen...

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 27.12.2018 - 19:53
von JonathanLifty
As an English visitor to the resort - I go every year for 2-4 days, and live locally, I'm pretty shocked to discover how power-less the local government is at being unable to control the situation and chase away this chinese man! I think he is possibly the most hated man in all of Salzburgerland now and I feel very sorry for the Huttes, the Gasthofs, the hotels, and the shops!

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 28.12.2018 - 07:49
von Heinrich

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 29.12.2018 - 12:55
von Wahlzermatter
NIC hat geschrieben:
27.12.2018 - 13:23
Wenn ich nur den Namen des Chinesen höre gehen mir alle Kabeln auf :roll: Es bewahrheitet sich leider immer wieder, dass der Region “fremde“ Betreiber selten etwas gutes bringen...
Da sprichst Du mir aus der Seele. Sehr schade was hier passiert - und der Heinrich verlinkte Artikel zeigt wie wenig Hoffnung besteht ...
NIC hat geschrieben:
26.12.2018 - 11:52
Ich fürchte und glaube, dass in Gaißau - Hintersee nie mehr ein Lift laufen wird.
Leider einer absolute begründete Furcht. Ich habe sehr schöne Kindheitserinnerungen an dieses Gebiet.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 03.01.2019 - 12:50
von Heinrich
https://www.sn.at/salzburg/chronik/gais ... r-63435769

Edit:
Zitierten Bericht entfernt. Bitte die Medienregeln nochmals durchlesen und beachten! /Mod. David93

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 03.01.2019 - 13:01
von icedtea
Man darf hier nicht vergessen, dass Investitionen bzw. sogar nur reine Geldabflüsse aus China, von den dortigen Behörden genehmigt werden müssen. D.h. das Geld für Investitionen müsste entweder schon außerhalb Chinas liegen oder ohne Genehmigung wird nichts fließen können. Es entscheidet somit bei einem Investor aus China eigentlich auch immer die kommunistische Partei dort mit :( :naja:

Aus meiner Sicht ein Grund, sich die Zusammenarbeit mit chinesischen Investoren sehr gut zu überlegen, selbst wenn man Vertrauen in den direkten Geschäftspartner haben sollte :!:

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 03.01.2019 - 18:12
von Kreon100
Das Problem ist dann ja wohl, dass man einfach miese Verträge geschlossen hat. Man kann da durchaus Fristen einbauen, bis wann Geldsummen fließen und Projekte gestartet werden müssen, ansonsten wird der Kauf entweder nicht wirksam oder wird rückabgewickelt.

Das hat man da offenbar verpennt.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 03.01.2019 - 19:20
von icedtea
Kreon100 hat geschrieben:
03.01.2019 - 18:12
Das Problem ist dann ja wohl, dass man einfach miese Verträge geschlossen hat. Man kann da durchaus Fristen einbauen, bis wann Geldsummen fließen und Projekte gestartet werden müssen, ansonsten wird der Kauf entweder nicht wirksam oder wird rückabgewickelt.

Das hat man da offenbar verpennt.
Das ist eine der Möglichkeiten; ich denke aber, dass beim Erwerb der Anteile das Geld geflossen sein wird :ja:
Ansonsten würde ich jetzt nur spekulieren.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 25.01.2019 - 19:06
von rajc
Großparkplatz schneefrei: „Letzte Rettung für Gaißau“

In Krispl-Gaißau (Tennengau) dürfte das illegale Parken vieler Skitouren- und Pistengeher nun ein Ende haben. Der riesige Parkplatz beim vorerst stillgelegten Sessellift wurde Donnerstag von mehrere Meter hohen Schneemassen geräumt.
Warum nutzt der Investor den Schnee nicht?

Heuer fällt der reguläre Lift- und Pistenbetrieb wegen der organisatorischen Turbulenzen bei der kleinen Liftgesellschaft komplett aus. Der chinesische Mehrheitseigentümer Zhonghui Wang in der Region Peking schweigt seit Wochen und Monaten beharrlich zu der Frage, wie es in der Gaißau weitergehen soll - trotz der für Sportler paradiesischen Schneemassen
https://salzburg.orf.at/news/stories/2960718/

Das sind die einzigen Lifte die noch nicht ausgeschaufelt wurden :oops: :evil: :surprised:

Das wäre eine super Saison gewesen.
Mal schauen ob es doch noch ein Umdenken gibt.

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 01.02.2019 - 21:10
von Chense
Dachstein hat geschrieben:
08.01.2009 - 20:09
lanschi hat geschrieben:Und das finde ich immer noch sinnvoller, als einem Bergbahngiganten zig-Millionen an Förderungen reinzuschieben.
Kannst du mir da bitte ein Beispiel nennen?

Ich kenne jetzt übrigens kein Bundesland außer OÖ, welches Skigebiete besitzt. Aber ich glaube, dass wir hier OT sind. Mal schaun, wohin ich die Diskussion hin verschiebe.

Ich bin nicht allergisch, nur finde ich nicht, dass es zu den vordringlichsten Aufgaben gehört, ein Skigebiet (mit Steuergeld!) zu finanzieren. Das Problem sehe ich speziell bei Salzburg bei der Menge an Skigebieten. Wenn einer kommt, kommen alle.

MFD Dachstein
Lustig, dass ich nach 8 Jahren Alpinforum und mehrmaligem Lesen dieses Topics den Beitrag erst jetzt sehe ... und auch als Anregung nehme ... Das Skigebiet Lachtal in der Steiermark wurde nach der Insolvenz durch das Land gekauft ... wieder aufgebaut und profitabel gemacht und dann wieder verkauft inklusive aller Schulden sogar im Endeffekt mit Gewinn (was damit jetzt passiert ist ein anderes Thema ...)

Also ja das Land kann durchaus Skigebiete übernehmen (genauso wie Gemeinden) ... wenn es zum Gemeinwohl beiträgt und nur kurzfristig ist und gut geführt wird kann das Land davon sogar profitieren ...

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 14.02.2019 - 08:39
von Richie

Re: Neuigkeiten aus Gaißau Hintersee

Verfasst: 08.03.2019 - 08:35
von Volker_Racho
Leider nur mit Abo lesbar:
Das Ende im Skigebiet Gaißau-Hintersee? Nur noch einer hält die Stellung
Quelle: https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/d ... g-66887746 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019