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Verbindung Lenzerheide-Arosa-Tschiertschen

Diskussionen über neue Lifte, Pisten, Restaurants, Beschneiung etc.

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Theo
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Beitrag von Theo » 28.06.2006 - 19:29

Tja ja, heute der guten alten Zeit von vor 20 Jahren nachtrauern und in 20 Jahren jammern dann die heutigen Gegner solcher Projekte noch mehr wenn sie sehen dass sie im 2008 es verpennt haben mit der Zeit zu gehen.

Ohne zu kritisieren, aber ich finde es ein bisschen merkwürdig wenn jemend schreibt dass man vor allem in Arosa den Zug verpasst hätte und nun da man in versucht wieder einzuholen ist es auch nicht recht.

Es wurden also 4066 für den schutz des Urdentales geammelt. Jetzt frage ich mich gerade wie viele von den 4066 Personen schon mal im Sommer in diesem Tal Wanderungen unternommen haben.

@shaza: Dass mit an den Bagger ketten würde ich mir dann doch nochmal gut überlegen, als guter Bürger eines demokratischen Staates sollte man auch niederlagen einstecken können. Ich verbarrikadiere ja auch nicht deine Universität nur weil den Dozent und ich wohl nicht ganz gleicher Meinung sind.
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Hanz
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Beitrag von Hanz » 28.06.2006 - 19:48

Die Zahl der Unterschriften ist allerdings eher bescheiden, interessant wäre es zu wissen, wie viele Unterschriften bei einer Sammlung zu Gunsten einer Verbindung zusammenkommen würden. Im Übrigen stimme ich Theo zu - eine Realisierung des Projekts ist besonders für Arosa auch auf längere Sicht gewiss die größte sich bietende Chance, die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte wenigstens teilweise wieder aufzuholen.

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Re: weniger ist manchmal mehr...

Beitrag von Wombat » 28.06.2006 - 23:28

shaza hat geschrieben:schneekanonen zerstören lebensraum und boden
Das ist so nicht haltbar. Generell sind Pisten nicht gut für die Pflanzen. Es spielt da keine Rolle, ob die Piste beschneit ist oder nicht. Siehe dazu eine Vorschungsarbeit des SLF. http://www.slf.ch/lebensraum-alpen/pdfs ... rojekt.PDF

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Beitrag von shaza » 29.06.2006 - 09:58

anscheinend hab ich da beinahe eine welle der empörung ausgelöst mit meiner hetzjagd gegend die skigebietsverbindung. 8)

..auch wenn einige eurer argumente auf den ersten blick einleuchtend klingen muss ich mich leider immernoch dagegen sträuben den euphorischen prophezeiungen zu glauben. arosa hinkt der entwicklung gesamthaft hinterher um von der verbindung wirklich profitieren zu können wären grosse investitionen im gesamten dorf sowie der hotellerie nötig... dass dieses geld jedoch nicht vorhanden ist, ist aufgrund der letzten jahre nicht erstaunlich..

in meinen augen wäre die lenzerheide das einzige gebiet, welches oberflächlich gesehen profitieren würde, dank seiner besseren erreichbarkeit und der grösseren infrastruktur. ich wage es zu prophezeien, dass so arosa noch mehr gäste abgeworben würden, da pfeiff ich schlichtweg auf aussagen der sogenannten wirtschaftsanalytiker die behaupten, die beiden orte hätten verschiedene zielpubliken.
wer sich in der region auskennt (..und vielleicht nicht nur anhand seiner ferien), der kann nachvollziehen dass das ein rein theoretisches wunschdenken ist.

Dass aktive wintersportler das projekt befürworten ist für mich eigentlich nachvollziehbar. beachtet man aber, dass das urdental mit seiner artenvielfalt mit mehreren vom aussterben bedrohten falterarten sowie dem schnee- und steinhuhn einen lebens- und ausgleichsraum bietet, so sieht die sache anders aus. es geht nicht bloss um "zwei lifte" es geht um lawinensprengungen welche diese tiere stören und vertreiben. Steinbockkoloniene und gämse, die sich laut machbarkeitsstudie halt umzonen lassen müssten. schön und gut. und alles das für eine verbindung welche in der region auf alles andere als gesellschaftliche akzeptanz stösst.

4066 Unterschriften scheinen für einen Stadtmenschen nicht viel zu sein, ist mir schon klar. man hat hier auch nicht die bewohner churs gefragt. die bewohner der gemeinden der beiden täler welche ihre umgebung sehr wohl kennen und schätzen.

...und ja gut, schneekanonen sind nicht schlecht. es ist doch einfach traurig wie die menschheit ihren zerstörungswahn rechtfertigt...aber tampis, wenns ne studie belegt, dann wirds wohl so sein. man sollte lediglich nicht immer alles glauben was wissenschaftler belegen....


hab mich wohl hier meine meinung am falschen ort geäussert, aber 'bekehren' lass ich mich nicht :twisted:

schönen tag
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Hanz
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Beitrag von Hanz » 29.06.2006 - 10:20

shaza hat geschrieben:arosa hinkt der entwicklung gesamthaft hinterher um von der verbindung wirklich profitieren zu können wären grosse investitionen im gesamten dorf sowie der hotellerie nötig... dass dieses geld jedoch nicht vorhanden ist, ist aufgrund der letzten jahre nicht erstaunlich.
Dem wird niemand widersprechen wollen. Doch mit einer positiven Zukunftsprognose, gestützt durch die Skigebietsverbindung, besteht Aussicht auf Darlehen und/oder Investitionen von außen. Andernfalls wird's weiter bergab gehen, auch das dürfte feststehen.

Deine Auffassung zum Natur- und Landschaftsschutz wird hier sicher nicht überwiegend geteilt, akzeptiert wird sie bestimmt. Was mich in diesem Zusammenhang mehr stört, ist, dass stets versucht wird, solche Ansichten mit dem vermeintlich ökonomischen Unsinn eines Projekts zu stützen. Es wäre vernünftiger und glaubwürdiger, ökologische und ökonomische Fragen getrennt zu beantworten und danach gegeneinander abzuwägen.

Auch dir einen schönen Tag!

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Beitrag von vhaemmerli » 29.06.2006 - 10:27

Haben eigentlich beide Seiten gute Gründe, dennoch tendiere ich zu einer Verbindung. Denn ich selber würde nicht nach Arosa fahren um Ski zu laufen. Da fahr ich lieber in die Lenzerheide, oder nach Laax oder fahre 30 min länger Zug und laufe in Celerina ski. Zu dem ist Arosa meines errachtens auch nicht so attraktiv wie zum Beispiel die vorher genannten Destinationen. Mit einer Verbindung, würde ich aber auch einen Abstecher nach Arosa vornehmen. So wie ichs machen würde, würden es andere Gäste mit 100% sicherheit auch machen. Davon profitieren dann in erster Linie die Bergbahnen Arosa, die auch etwas vom Skipass abkriegen, dann die ganze Gastronomie, denn wenn ich um 10 Uhr in der Lenzerheide bin, bin ich sehr warscheindlich um die Mittagszeit in Arosa. Frage, wie soll sich Arosa aus dieser Misere herausziehen wenn nichts dagegen unternommen wird? Stillstand = Rückstand. Unteranderem könnte man dann auch Geld sparen, in dem man mit der Lenzerheide zusammen werbung macht.
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Beitrag von thomasg » 29.06.2006 - 10:40

es dürfte von den meisten naturschutzorganisationen auf lange sicht geplant sein, die höher gelegenen alpenorte zu entvölkern und damit zu unberührten naturparadiesen zu machen, denn es kann doch niemand im ernst davon ausgehen, dass die bewohner von dörfern wie arosa, die ohne den tourismus auf einen lebensstandard zurückfallen, wie er vor 100 jahren geherrscht hat, weiterhin dort bleiben würden. es würde die gleiche abwanderung geben wie in den 1950er und 60er-jahren, als z.b. in champagny noch 3 familien lebten. und da die alpen nunmal zum großen teil aus bergen und nicht aus tälern bestehen, wären diese früher oder später ein riesiges naturreservat.


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Beitrag von k2k » 29.06.2006 - 10:54

Morgen,
shaza hat geschrieben:arosa hinkt der entwicklung gesamthaft hinterher um von der verbindung wirklich profitieren zu können wären grosse investitionen im gesamten dorf sowie der hotellerie nötig... dass dieses geld jedoch nicht vorhanden ist, ist aufgrund der letzten jahre nicht erstaunlich..
So weit, so gut. Was schlägst du dann als Alternative vor? Oder anders formuliert: Wenn es die Verbindung nicht richten kann, was dann? Alles so lassen wie es ist bringt den Ort wohl erst recht nicht weiter.
Ich bin auch dagegen, solche Verbindungen als Allheilmittel zu preisen um versäumte Entwicklungen nachzuholen. Die Bedenken im Fall Arosa sind sicher nicht von der Hand zu weisen, Tagesgäste werden garantiert hauptsächlich in Lenzerheide ins Gebiet einsteigen wegen dem kürzeren Anfahrtsweg und Wochen(end)-Gäste die zentralere Lage im Skigebiet von Lenzerheide bevorzugen. Dann würde Arosa halt das Anhängsel von Lenzerheide und die dortige Hotellerie trotz Verbindung weiter in die Röhre schauen. Ergo: Die Verbindung allein wird's nicht richten.
Aber wie gesagt, davon daß man die Verbindung nicht baut wird der Zustand erst recht nicht besser. Also muß man sich halt Zusatzmaßnahmen überlegen und vielleicht den Ort entsprechend positionieren, so daß er eine gute und sinnvolle Alternative zur Lenzerheide darstellt, die es lohnt die Nachteile in Kauf zu nehmen.
Freeride ist beispielsweise so ein Zauberwort in diesen Tagen, die Möglichkeiten dazu sind in Arosa glaube ich nicht so schlecht. Ich meine mich zumindest an die eine oder andere Erwähnung in einschlägigen Filmen zu erinnern. Das nur als Beispiel, irgendwas werden die Marketingmenschen sicher finden um Arosa von Lenzerheide abzuheben.

shaza hat geschrieben:wer sich in der region auskennt (..und vielleicht nicht nur anhand seiner ferien), der kann nachvollziehen dass das ein rein theoretisches wunschdenken ist.
Ein herrliches Totschlagargument. Ich stell mal ein anderes, ähnlich schönes dagegen, Zitat: "Wenn irgendwann keiner mehr kommt müssen's halt wieder Kühe hüten auf ihren Almen. Mir ist das dann egal." :D
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

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Beitrag von miki » 29.06.2006 - 14:08

ich schreib die arbeit im fach "umwelt und nachhaltigkeit" und denke, die ansichten meines dozenten einigermassen zu teilen.
Die Ansichten der meisten (staatlich bezahlten) Univ. - Professoren bzw. Dozenten zu Umweltthemen sind allgemein überdurchschnittlich grün. Die Ansichten eines Dozenten im Fach "umwelt und nachhaltigkeit" können aber nicht anders als grün sein, oder? Darf ihr sehr provokativ sein: würde ein Student die Courage haben und bei diesem Fach und diesem Dozenten eine Arbeit schreiben, in der er (sie) sich für eine solche Skigebietsverbindung einsetzen würde?

Zum Thema selbst versuche ich mich zurückzuhalten, auch wenn es mir bei manchen Aussagen sehr sehr schwer fällt :wink: ...
Saison 2018/19 beendet: 53 Skitage = 14x Petzen, 5x Pohorje, 4x Mölltaler Gletscher, 3x Gerlitzen, 2x Sillian, BKK, Hochkönig, Ankogel, Nassfeld, La Thuile, Moterosa Ski, Turrach, 1.5 x Hochstein, 1x Katschberg, Klippitz, Heiligenblut, Obertilliach, Kals/Matrei, Simonhöhe, Courmayeur, Pila, Kanin, 0.5x Zettersfeld.

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Beitrag von Wombat » 29.06.2006 - 17:16

k2k hat geschrieben: Ich bin auch dagegen, solche Verbindungen als Allheilmittel zu preisen um versäumte Entwicklungen nachzuholen. Die Bedenken im Fall Arosa sind sicher nicht von der Hand zu weisen, Tagesgäste werden garantiert hauptsächlich in Lenzerheide ins Gebiet einsteigen wegen dem kürzeren Anfahrtsweg und Wochen(end)-Gäste die zentralere Lage im Skigebiet von Lenzerheide bevorzugen.
Bei der Strasse die nach Arosa führt kein Wunder oder?

Generell bin ich für ein Schweiz weites Management. Alle sollten sich mal zusammen setzen und überlegen wo man weiter ausbauen will und wo man der Natur ihren lauf lassen soll(oder besser gesagt: was davon übrig ist). Notfalls sogar kleine Gebiete dicht machen. Aber das wird dann wohl auf den Widerstand der Einheimischen stossen. Dann lieber die Anlagen weiter subventionieren.

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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand » 29.06.2006 - 17:41

hab mich wohl hier meine meinung am falschen ort geäussert, aber 'bekehren' lass ich mich nicht

Hier soll niemand bekehrt werden. Hier sagen die Leute nur Ihre Sichtweise der Dinge. Diese ist nunmal unterschiedlich.



Außerdem läßt Du dich nicht durch diese Sichtweisen beeinflussen, sondern bleibst sturr bei Deinem Standpunkt.

So wie viele Atomkraftgegner. Atomkraft ist scheiße. Basta!
Aber der Strom kommt aus der Steckdose. :?
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Theo
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Beitrag von Theo » 29.06.2006 - 19:56

Dann will ich noch was konstruktives zu dieser Diplomarbeit beitragen.

In der ländliche mehrheitlich on Landwirtschaft geprägten Gegend im Freiburgischen wurden ca. 30 Falterarten dokumentiert.
Im inneren Mattertal mehr als 80, und das trotz Tourismus.
Diese Studie war vor einer Woche in einer Zeitung zu lesen.

Tiere müssen wegen 2 Anlagen und den dazugehörigen Pisten wohl kaum umgesiedelt werden.
Da spreche ich aus Erfahrung. Bei uns hausen die Murmeltiere 10 Meter neben den Seilbahnstützen und bei der Kombibahn waren wir manchmal noch mit dem Eingaragieren nicht fertig als schon die Gämsen mitten über die Skipisten stolzierten noch befor die letze Pistenkontrolle durch war.
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Beitrag von Mad Banana » 29.06.2006 - 23:53

Der Ökonom liess sich mal wieder provozieren... dafür möchte ich mich bereits jetzt entschuldigen.
arosa hinkt der entwicklung gesamthaft hinterher um von der verbindung wirklich profitieren zu können wären grosse investitionen im gesamten dorf sowie der hotellerie nötig
Glücklicherweise wird in Arosa ja nicht gerade für 30 Millionen ein Hotel aus dem Boden gestampft. Und ganz nebenbei baut man den ersten "Coaster" als Transportmittel.
Zugegeben ist die Erweiterung des Tschuggen-Hotels nur ein kleines Beispiel und mag vielleicht nicht sämtliche Unternehmer in Arosa wiederspiegeln. Nur bin ich als Ökonom der Meinung, dass niemand mal eben so 30 Millionen investiert, wenn er nicht an die Zukunft des ausgewählten Standortes glaubt.
Dass das Tschuggen-Hotel eine äusserst spezielle Kundschaft anspricht ist mir durchaus bewusst... doch vielleicht ist ja gerade dies der Schritt in Richtung neue Positionierung.

beachtet man aber, dass das urdental mit seiner artenvielfalt mit mehreren vom aussterben bedrohten falterarten sowie dem schnee- und steinhuhn einen lebens- und ausgleichsraum bietet, so sieht die sache anders aus.
Mag sein, dass das Urdental tatsächlich vom Aussterben bedrohte Tierarten beheimatet - ich kann's nicht beurteilen da ich nicht Biologe bin.
Es ist allerdings äusserst interessant, dass solche Argumente immer dann vorgebracht werden, wenn es um den Tourismus geht. Wahrlich ein Wirtschaftszweig, welcher nur zum Vergnügen der Gäste dient - und ganz nebenbei 5% des Schweizer BIP ausmacht.
Baut hingegen die SBB eine Neubaustrecke von 40km Länge schnurgerade von Mattstetten nach Rothrist und reisst 50m breite Schneisen in die Landschaft, so interessiert das weder die Biologen noch die Naturschützer. Irgendwie hat die ganze Thematik eine Art VCS-Beigeschmack! Einfach mal vorsorglich Verhinderungspolitik betreiben, weil die sachlichen Argumente fehlen und man nicht bereit ist einen Kompromiss zu suchen.

Tut man als Bergbahngesellschaft etwas für die Natur und wirkt der Zerstörungskraft des Menschen entgegen, so kommen die gleichen Naturschützer auf den Plan und opponieren dagegen. Als Beispiel seien diverse Gletscherfolien genannt, bei welchen kritisiert wurde, dass die ganzen Aktionen nur dem Tourismus, nicht aber dem Umweltschutz dienen würden. :?

4066 Unterschriften scheinen für einen Stadtmenschen nicht viel zu sein, ist mir schon klar. man hat hier auch nicht die bewohner churs gefragt. die bewohner der gemeinden der beiden täler welche ihre umgebung sehr wohl kennen und schätzen.
Ja 4066 Unterschriften aus den betroffenen Gemeinden sind wahrlich nicht zu verachten. Doch wie bei solchen Projekten üblich hat in der Schweiz ja das Volk immer noch ein Wörtchen mitzureden - zumindest wenn es um die Finanzierung geht. Wenn der Umweltschutzgedanke vor Ort tatsächlich überwiegt, dann wird das Projekt bachab geschickt.
Doch ich prophezeie einfach mal, dass sich die Stimmbürger von Arosa und Lenzerheide dann doch darauf besinnen werden, dass ihnen ihr eigenes Hemd am nächsten ist. So ist der Mensch... von Urinstinkten gesteuert.


Abschliessend sei noch angemerkt dass ich davon überzeugt bin, dass in der Schweiz (und auch in Österreich) das Bewilligungsverfahren für solche Projekte gut funktioniert. UVP's, Konzessionen und Auflagen sind IMHO ein geeignetes Mittel um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Insbesondere die Schweiz hat ein sehr weit reichendes und strenges Raumplanungsgesetz - die Hürden für solche Projekte sind also recht hoch; vom Verbandsbeschwerderecht wollen wir garnicht reden.



Ach ja... und dann gabs noch die Geschichte über das Baugesuch eines Möbelriesen, welcher 200 Parkplätze mehr in seinem Parkhaus unterbringen wollte. Die Sitzung der zuständigen Kommission musste vertagt werden - der Delegierte des VCS konnte keinen Parkplatz finden 8)
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit mit hundertprozentiger Mortalität.


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Beitrag von Emilius3557 » 04.07.2006 - 11:26

...und ja gut, schneekanonen sind nicht schlecht. es ist doch einfach traurig wie die menschheit ihren zerstörungswahn rechtfertigt...aber tampis, wenns ne studie belegt, dann wirds wohl so sein. man sollte lediglich nicht immer alles glauben was wissenschaftler belegen....
Hmm, wenn das die angehende Wissenschaftlerin schon selbst so sagt... :D

Neben bei, zur Studie des SLF: dieser Laden ist ja nicht gerade ein Ökonomieorientiertes Unternehmensberatungsbüro sondern eine naturwissenschaftlich ausgerichtete Umweltforschungsorganisation. Dort steht man gewissen Auswüchsen der touristischen Erschliessung weiss Gott kritisch gegenüber. Gefälligkeitsgutachten, z.B. für die Bergbahnen Davos gibt es vom SLF sicherlich nicht.

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Beitrag von tmueller » 18.07.2006 - 18:36

Die Bergbahnen scheinen das Projekt vorantreiben zu wollen. Aus Seilbahn.net:
Arosa und Lenzerheide bald in einem Boot

(ca) – Es tut sich was im Urdental. Die Bergbahnen Arosa und Lenzerheide wollen sich bis zur Wintersaison 2008/09 zusammenschließen. Ein enger Zeitplan, der durch protestierende Umweltschützer ins wackeln geraten könnte.

Die Eckdaten für das Projekt stehen bereits: Ein Konzessionsgesuch zur Verbindung der beiden Skigebiete über das Urdental soll noch 2006 eingereicht werden. Baubeginn für die nötigen Anlagen: Frühjahr 2008. Durch die Fusion der Rothornbahn, der Scalottas AG und den Bergbahnen Danis Stätz AG seien die nötigen Voraussetzungen für einen raschen Zusammenschluss bereits geschaffen worden, so Peter Furger, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Lenzerheide.

Widerstand gibt es durch Umweltschützer. Ende Juni wurde eine mit mehr als 4000 Unterschriften versehene „Petition zum Schutz des Urdentals und des Farurtals“ eingereicht. Zudem könnte Einsprache gegen das Projekt erfolgen, was eine erhebliche Verzögerung nach sich ziehen würde.

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Beitrag von AlpBessi » 26.08.2006 - 22:30

Die Lenzerheide Bergbahnen haben auf ihrer Homepage einige Medienmitteilungen zum Projekt aufgeschaltet.

Ausgangssite:
http://www.bblenzerheide.ch/site/sommer ... lungen.php

Einzelne Dokumente:

Pläne für eine Bahnverbindung von Arosa und Lenzerheide sind wieder aktuell
http://www.lenzerheide.com/dynamic/uplo ... 9929_1.pdf

Eine Pendelbahn Arosa-Lenzerheide in Abklärung
http://www.lenzerheide.com/dynamic/uplo ... 8617_1.pdf

Bergbahnen wollen Natürschützer mit Kompromiss ins Boot bringen
http://www.lenzerheide.com/dynamic/uplo ... 9715_1.pdf

Gewinner sind die Orte Lenzerheide und Arosa
http://www.lenzerheide.com/dynamic/uplo ... 8372_1.pdf

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Beitrag von GMD » 27.08.2006 - 10:31

Von mir aus können sie auch eine pistenlose Verbindung bauen. Aber wenn, dann bitte eine PB! Man will schliesslich die Naturschützer ins Boot bringen, und diese störren ein paar in der Luft hängenden Kabel viel weniger als eine Stützenreihe quer durchs Tal. Für den Skifahrer hätte dieser Bahntyp den Vorteil eines schnelleren Transfers als mit einer EUB.
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Beitrag von Andreas Wick » 08.09.2006 - 14:55

Was meint ihr den, gibt es keine probleme bei einer Verbindung dieser zwei Gebiete im Bereich des Rothorns dh. vorallem KSB Heimberg und Weisshorn?
Und zudem werden dann wohl auch mehr Tagestouristen nach Lenzerheide kommen= höheres Verkersaufkommen, und eine Umfahrungsstrasse wie in klosters ist ja in der Lenzerheide kaum machbar


Eure Meinung würde mich interessieren, obwohl ich auch ein Befürworter diese projekts bin, stellen sich für mich noch ein paar Fragen...

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Beitrag von GMD » 10.09.2006 - 14:03

Das mit den Tagesgästen und der tw. schon heute überlastetenden Lenzerheidestrasse ist in der Tat der wunde Punkt des geplanten Zusammenschlusses. Es gibt in der Lenzerheide (durchaus berechtigte und ernst zu nehmende) Befürchtungen zum Parkplatz der Aroser Tagesgäste zu werden.
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Beitrag von AlpBessi » 10.09.2006 - 15:10

Was meint ihr den, gibt es keine probleme bei einer Verbindung dieser zwei Gebiete im Bereich des Rothorns dh. vorallem KSB Heimberg und Weisshorn?
Auch hier sehe ich kleinere Probleme. Ich war zwar erst wenige male und bei eher viel Andrang in der Lenzerheide, doch Nachmittags (=Rückkehrzeit für Aroser Gäste) wird die Sesslbahn Weisshorn Speed (trotz grosser Kapazität) intensiv genutzt und hat nicht mehr viel freie Kapazität.

Wenn sie die Sesselbahn Heimberg über den Skilift Weisshorn 2 weitergezogen hätten könnte man diesen auch noch brauchen um Richtung Schwarzhornbahn/ Arosa zu kommen.
Ausserdem müsste man weniger schieben!

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Beitrag von Naturbahnrodler » 18.01.2007 - 00:21

Wenn sie die Sesselbahn Heimberg über den Skilift Weisshorn 2 weitergezogen hätten könnte man diesen auch noch brauchen um Richtung Schwarzhornbahn/ Arosa zu kommen.
Naja anstadessen könnte man als ersatz für den Skilift Weisshorn 2 eine Sesselbahn mit der Talsation im Bereich der Bergstation von der Heimberg-Sesselbahn bauen. Sie müsste so liegen, dass sie sowohl von der Heimberg-Bahn als auch von "oben" (Weisshorn/Schwarzhorn) her ereichbar ist.

Wie sieht es eigentlich mit der Verbindung nach Tschiertschen aus. Hier könnte man eigentlich auch die Lösung mit einer Pendelbahn wählen, damit der Eingriff in die Natur so gering wie möglich gehalten wird.

Ich hab im Anhang einmal die beiden (möglichen) PBs eingezeichnet.

Rot: PB Lenzerheide (Urdenfürggli) nach Arosa (Hörnli) ca. 1.8 km
Blau: PB Lenzerheide (Schwarzhorn) nach Tschiertschen (Gürgaletsch) ca. 2.6 km
Gelb: Bestehende Bahnen

Die PB nach Arosa habe ich vom Urdenfürggli eingezeichnet weil sie so in den Berichten erwähnt ist, aus meiner Sicht währe aber eine PB vom Schwarzhorn zum Hörnli sinnvoller da ein der Wechsel Arosa <-> Tschiertschen dann einfacher währe.

Zur Orientierung: Lenzerheide ist unten links; Arosa Rechts; Tschiertschen oben links.
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Beitrag von xcarver » 19.01.2007 - 17:15

PB lenzerheide-arosa lass ich mir ja noch gefallen, nicht so lang, ohne pisten weniger stress mit den umweltschützern,
aber die PB lenzerheide - tschiertschen kommt so denk ich nicht: lange strecke: niedrige kapazität, nur attraktiv für gäste aus tschiertschen.
ich z.b. würd nicht 2x ewig an der gondel warten um an den 4 liften in tschiertschen zu fahren wenn ich in lenzerheide bin.
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Beitrag von Naturbahnrodler » 20.01.2007 - 09:43

Die Frage ist ob eine Verbindung nach Tschiertschen überhaupt kommt, ich finde 2.6 km nicht sonderlich lange, der frühere Vorschlag mit der EUB durchs Urdental nach Tschiertschen währe locker über 4km (http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 948#153948). Natürlich ist es vorallem für die Gäste aus Tschiertschen attraktiv, es ist ja auch Tschiertschen das diese Verbindung will. Die Verbindung Arosa - Lenzerheide geht über Gemeindegebiet von Tschiertschen, und die Gemeinde will (wollte?) nur zustimmen wenn sie auch eine Verbindung bekommen.
Von der Kapazität her ist es Sinnlos etwas hinzustellen das mehr Kapazität hat als der nächste Lift in der Reihe (der Schlepper am Gürgaletsch), vom Schwarzhorn ist eine Abfahrt Richtung Tschiertschen durchaus möglich, also braucht man nur in eine Richtung zu Pendeln.

Natürlich gibt es auch Möglichkeiten mit neuen Bahnen und Pisten im Farurtal näher ans Schwarzhorn zu kommen und dann eine kurze Verbindung vom hinteren Farurtal aufs Schwarzhorn zu erstellen, die Frage ist ob eine solche Neuerschliessung durch kommt.

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Beitrag von Mad Banana » 04.09.2007 - 10:33

Ich will der Aufforderung von Theo Folge leisten und an dieser Stelle weiterdiskutieren...
Das Gebiet eignet sich besonders gut, liegt direkt an grösseren Touristischen Stationen und ist in einem vom Bund abgesegneten Richtplan eingetragen.
Des weiteren ist das Urdental bei weitem nicht so unberührt wie manchmal behauptet wird, Strassen hat es dort jede Menge.

Die Planer sollten meiner Meinung nach ein Gesuch mit Pisten einreichen und nötigenfalls die Gegner vor Gericht ziehen lassen.
Die Planung einer reinen verbindungsbahn würde ich sofort einstellen, das dabei gesparte Geld ist in Gerichtskosten besser investiert.
Die meisten verhinderten Projekte kamen nie vor ein Gericht, die Planer gaben vorher schon aus irgenwelchen Gründen auf.
Das letzt mal das Skigebietsgegner vor Gericht waren war im Lötschental und da haben sie zwei mal sang und klanglos verloren und dabei hätte das Bundesgericht den Fall wegen nicht zuständigkeit sogar ohne zu behandeln zurückweisen müssen.
Sorry Theo, aber bei diesen Zeilen stehen mir die Haare zu Berge!
Ja, es belastet mich auch, wenn ich zukünftig mit der Gondelbahn drüberschwebe wo ich eigentlich auch mit Skiern fahren könnte. Ja, ich hätte auch lieber die Variante mit Sesselbahnen und Pisten...

Aber wenn ich die Wahl habe zwischen "Verbindung ohne Pisten ab 2009" oder "Verbindung mit Pisten irgendwann so 2012" dann entscheide ich mich doch wohl für die erste Variante. Das Geld besser in Gerichtsverhandlungen zu stecken kann ja wohl nicht ernst gemeint sein! :?
Ich erinnere an die Verbindung Engelberg - Melchsee-Frutt - Meiringen-Hasliberg... kaum wurde das Projekt bekannt standen sämtliche Umweltverbände der Schweiz auf dem Plan und opponierten dagegen. Die gleichen Umweltverbände würden doch mit den gleichen Argumenten ("unberührtes Tal mit vom aussterben bedrohten Tierarten") ein Verbindungsprojekt mit Pisten zu verhindern suchen.
-> Also, Verbindung mit Gondelbahn ohne Pisten bauen und die Umweltverbände ruhig stellen. Kommt hinzu, dass diese Art der Verbindung auch bei schlechten Pistenverhältnissen funktioniert... 8)
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit mit hundertprozentiger Mortalität.

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Beitrag von GMD » 04.09.2007 - 12:28

Die Umweltverbände sind in der Schweiz sehr stark. Die haben schon Kraftwerkprojekte wo milliardenschwere Unternehmen dahinter standen und sogar Bauvorhaben des Militärs zu Fall gebracht! Verglichen mit denen ist auch das grösste Bergbahnunternehmen ein Leichtgewicht, welches kaum Chancen haben wird.

Wenn es ganz dumm läuft, lancieren die Naturschützer nämlich eine Volksiniative. Die nötigen Unterschriften bringen sie locker alleine bei ihren Mitgliedern zusammen. Wird diese Iniative dann angenommen, ist nicht nur der konkrete Fall verloren, sondern gleichzeitig alle weiteren aktuellen und zukünftigen Erweiterungen gestorben! Deswegen sucht man in der Schweiz lieber den Kompromiss statt auf tutti zu gehen und damit zu riskieren, alles zu verlieren!

Bezogen auf die Lenzerheide heisst das, man kann nicht einfach auf stur schalten. Natürlich wäre eine Pistenverbindungen am schönsten. Aber wenn dagegen so starke Vorbehalte zu erwarten sind, muss man halt zähneknirschend zu Zugeständnissen bereit sein. Das heisst dann halt PB Lenzerheide - Arosa statt zwei Sesselbahnen inkl. Pisten. Für die Verbindung nach Tschiertschen halte ich eine PB allerdings auch für supoptimal. Eine KSB wäre hingegen relativ lang. Wie wäre es mit einer EUB? Dann könnte man die Leute notfalls auch talwärts befördern. Und wenn sich die Grünen an den vielen Rohrstützen stossen, würde ich eine ZUB vorschlagen. Die kommt mit weniger Stützen aus.
Hibernating


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