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Neues am Minschuns – Val Müstair-Tschierv

Verfasst: 26.07.2003 - 23:22
von Michael Meier
Das Dorf Tschierv im Münstertal sollte schon lange mit einer Pendelbahn als Zubringer an Skigebiet Minschuns am Ofenpass angeschlossen werden. bis anhin konnte man nur mit dem Postauto hoch. Weis jemand ob die Anlage jetzt gebaut werden darf? Die Talabfahrt ist komplett gebaut hab ich gesehen. Sogar Skitunnels und Brücken über und unter der Ofenpassstrasse durch und über der Rom. Zudem wird jetzt was aus der neunen DSB am Südhang vom Minschuns???

Weis da jemand mehr?

Bild

Verfasst: 26.07.2003 - 23:23
von Michael Meier
^^Ah ja neu ist da auch ne Beschneiung am Minschunshang. Valbella noch nicht! Der Lift ist aber au ganz neu! 8)

Zermatter Rothornbahn im Münstertal

Verfasst: 29.10.2006 - 14:58
von Christoph Lütz
Woran ist das eigentlich gescheitert, die Zermatter Rothornbahn hier wieder aufzubauen? Die Anlage wurde doch durch Von Rotz sorgfältig zerlegt und abgebaut.

Ich kann da nur Vermutungen anstellen:
Die vorgesehenen 2,5 Mio CHF hätten vermutlich bei weitem nicht gereicht. Bei einer Pendelbahn ist der Kostenanteil für den baulichen Teil (Stationsgebäude, Gründung) und die Montage (z.B. Seilzug) im Vergleich zu einer Umlaufbahn sehr hoch. Außerdem entsprach die Anlage sicher nicht den heutigen Vorschriften, so dass hier einiges (insbesondere Steuerung) hätte nachgerüstet werden müssen.
Schade eigentlich, die Rothornbahn war die erste Große von Garaventa.

Gibt es noch konkrete Planungen für eine Zubringerbahn im Münstertal?

Verfasst: 29.10.2006 - 21:22
von lift-master
und wurde die rothornbahn mittlerweile anderswo wieder aufgebaut oder liegt diese noch ab lager von rotz?

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 09.05.2008 - 22:50
von lift-master
bin heute mal im gebiet da oben gewesen,laut panoramakarten ist ja noch einiges geplant,wie sieht es jetzt da aus mit neuen liften? weiß wer was genaueres?

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 31.12.2009 - 13:26
von Blue Boarder
suedostschweiz.ch hat geschrieben:Grosse Pläne für das kleine Skigebiet Minschuns
Überschaubares Wintersportangebot mit bezahlbaren Preisen: Im Skigebiet Minschuns sind Investitionen in die Zukunft bitter nötig.

Mit dem Slogan «Skilaufen statt Schlange stehen» wirbt das Skigebiet Minschuns im Münstertal. Damit Einheimische und Gäste auch in Zukunft Wintersport vor Ort betreiben können, sind jedoch dringend Erneuerungen nötig.

Von Fadrina Hofmann

Minschuns.- 25 Kilometer Skipisten mit drei Schleppliften in allen Schwierigkeitsgraden, das Restaurant «Alp da Munt», die Bar «Aunta» und ein fantastisches Panorama bietet das Skigebiet Minschuns oberhalb von Tschierv. Dieses Wintersportangebot im Münstertal wird nicht nur von den Einheimischen rege genutzt, sondern vor allem von auswärtigen Familien. Das Gebiet ist nämlich klein, überschaubar und mit 39 Franken für eine Tageskarte auch bezahlbar.
Minschuns ist der Motor des Wintertourismus im Münstertal. «Ohne Minschuns hätten wir im Winter kaum Gäste, denn Schneeschuhlaufen oder Langlaufen sind nur zusätzliche Angebote, die keine Massen locken», sagt Annelise Albertin von Turissem Val Müstair. Gerade massenweise Gäste zieht Minschuns zwar auch nicht an, aber immerhin parkieren rund 30 000 Fahrzeuge während der Wintersaison auf dem Parkplatz beim Skigebiet. Dies, obwohl ein Gratis-Skibus die Wintersportler des ganzen Tals ins Skigebiet bringt.

«Den Karren weiterziehen»

Vito Stupan engagiert sich seit Jahren für Minschuns. Als Präsident der Sportanlagen AG Val Müstair war er massgeblich an der stetigen Weiterentwicklung des Skigebiets beteiligt -ehrenamtlich. Und mit freiwilligen Helfern und mit Hilfe von Sponsoren soll «der Karren» auch in Zukunft «weitergezogen werden», wie er es ausdrückt. Denn damit ein Skigebiet attraktiv bleiben kann, sind Investitionen notwendig.
Zukunftspläne für das Skigebiet bestehen bereits: Für rund zehn Millionen Franken sollen eine Beschneiungsanlage sowie eine neue Zubringerbahn – entweder eine Sessel- oder eine Windenbahn – realisiert werden. Allerdings ist die Finanzierung bislang alles andere als gesichert. «Für andere Skigebiete sind zehn Millionen ein Klacks, für uns aber ist es viel Geld», sagt Stupan. Besonders die Beschneiungsanlage liegt Stupan am Herzen. Denn: «Schnee bringt Gäste.»

Auf der Suche nach Geldquellen

Um die dringend nötigen Investitionen tätigen zu können, peilt die Sportanlagen AG jetzt die Gemeinde Val Müstair, den Kanton und den Bund an: 2,5 Millionen Franken soll die Gemeinde übernehmen, entsprechende Beträge werden auch von Kanton und Bund erwartet. Den Rest sollen die Sportanlagen AG selbst, Sponsoren und Gönner aufbringen.
Mit Hilfe von Freiwilligen hat die Sportanlagen AG in den letzten zweieinhalb Jahren Eigenleistungen in Höhe von rund 500 000 Franken erbracht. Die finanzielle Unterstützung durch den Kanton wurde von der Fusion der Münstertaler Gemeinden zu einer Talgemeinde abhängig gemacht: Aus dem Fusionsbeitrag von rund 8,5 Millionen Franken sollte ein Teil für das Skigebiet Minschuns verwendet werden. Helfen Gemeinde und Kanton bei der Finanzierung mit, können auch Bundesmittel ausgelöst werden.

Projektgemeinschaft opimistisch

Die Gesellschaft Pro Minschuns unterstützt die Sportanlagen AG und ist optimistisch, dass die Versprechen der Behördern, welche vor der Fusion gemacht wurden, nun eingehalten werden. Die Projektgemeinschaft wurde von der Regionalen Kooperation Val Müstair, dem Tourismusverband und der Sportanlagen AG gegründet. Dies mit dem Ziel, die Finanzierung der Zubringerbahn und des Ausbaus der Piste Minschuns-Valplauna-Tschierv sicherzustellen.
In einem ersten Schritt soll im Januar die Bevölkerung über die Situation von des Skigebiets Minschuns informiert werden. Danach wird in einer konsultativen Abstimmung die Meinung der Bürgerinnen und Bürger eingeholt. Gleichzeitig laufen die Anfragen auf Kantons- und Bund-Ebene. Erst wenn auch von konkreten Geldbeträgen die Rede ist, kommt es zur definitiven Abstimmung im Tal.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 28.04.2012 - 17:10
von Vadret
Der Variantenentscheid für die Erschliessung des Skigebiets Minschuns ab Tschierv scheint gefallen zu sein. Die Gemeinde Val Müstair hat eine Anleihe von 225`000.- Fr für die Vorbereitung des Baugesuch (Konzession, UVP, BAB-Verfahren, etc.) gesprochen. Eine 4er Sesselbahn soll gebaut werden für 6.5 Mio. plus Beschneiung und Ausbau der Talabfahrt.

http://www.engadinerpost.ch/2012/04/acc ... chuns.html

http://www.giuv-stava.ch/pdf/minschuns.pdf

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 28.04.2012 - 17:37
von piano
Vadret hat geschrieben:Der Variantenentscheid für die Erschliessung des Skigebiets Minschuns ab Tschierv scheint gefallen zu sein. Die Gemeinde Val Müstair hat eine Anleihe von 225`000.- Fr für die Vorbereitung des Baugesuch (Konzession, UVP, BAB-Verfahren, etc.) gesprochen. Eine 4er Sesselbahn soll gebaut werden für 6.5 Mio. plus Beschneiung und Ausbau der Talabfahrt.

http://www.engadinerpost.ch/2012/04/acc ... chuns.html

http://www.giuv-stava.ch/pdf/minschuns.pdf
Sieht eigentlich interessant aus und wäre sicher eine Aufwertung. Aber beim dem geringen Cash-flow?

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 29.04.2012 - 14:35
von Richie
Dadurch daß das Vorhaben ohne Fremdfinanzierung durchgeführt werden soll, macht die Sache auch nicht einfacher. Ich bin mal gespannt wie sie das Geld zusammen bekommen wollen. Das Gebiet liegt halt auch nicht gerade verkehrsgünstig und hat in der Umgebung eine nahmhafte Konkurrenz.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 29.04.2012 - 18:17
von starli
Richie hat geschrieben:Das Gebiet liegt halt auch nicht gerade verkehrsgünstig und hat in der Umgebung eine nahmhafte Konkurrenz.
Eine? Jetzt bin ich aber gespannt, welches Gebiet du meinst, das in der gleichen Liga (was Größe und Preis betrifft) wie Minschuns spielt .....? Ich mein, jemand der in Minschuns skifahren will, will vmtl. nicht den doppelten Preis für St. Moritz zahlen, und er wird auch nicht täglich den teuren Tunnel nach Livigno fahren wollen ... und die Gäste, die nach St. Moritz und Livigno fahren wollen, werden auch dann nicht in Minschuns fahren, wenn dort 3 8KSBs statt 3 SL stehen ... Vmtl. muss man die Konkurrenz eher in der Ortler-Skiarena sehen, mit denen man ja auch im Kartenverbund ist. Und die dortigen Skigebiete sind ja allesamt auch nicht gerade groß.

Was nicht heißt, dass ich so einen Zubringer nicht begrüßen würde. Ob man damit allerdings 40% mehr Gäste anzieht, wie man es im PDF schreibt ...?

Was meinen die egtl. mit "Windenbahn"? Eine PB (wie abgebildet) oder eine SSB? Wieso soll die fast doppelt so teuer sein wie eine 4SB? Und wieso baut man nicht einfach eine DSB um den (fast) halben Preis?

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 29.04.2012 - 18:37
von Richie
@Starli: ich wollte damit sagen, daß kaum jemand der über den Julierpass oder durch den Vereina-Bahnverlad fährt, weiter nach Tschierv fährt, sondern eher bei den anderen Gebieten im Engadin hängen bleibt und von der Österreicherischen und Südtiroler Seite gibt es auch einiges an Konkurrenz, welche zumindest von der Liftinfrastruktur besser ausgestattet und dem Preisniveau zumindest gleich ist.

Wobei ich natürlich auch für einen Liftzubringer aus dem Tal bin, aber mal gespannt bin, wie dieser finanziert werden kann und ob es dann wirklich zu einer Steigerung der Ersteintritte kommen sollte.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 01.05.2012 - 14:47
von GMD
Das Gelände durch das der Talzubringer führen wird ist ziemlich schroff. Ich bin nicht sicher, ob da eine Sesselbahn gebaut werden kann. Apropos: Es war ja mal geplant, die abgebrochene PB Furi - Furgg aus Zermatt dort wieder aufzubauen. Einige Teile wurden bereits ins Val Müstair transportiert. Was wurde aus denen?

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 15.06.2014 - 15:46
von B-S-G
Auf Skiresort steht, dass dieses Jahr eine 8-EUB von Tschierv auf die Alp da Munt gebaut wird. Es wird also anscheinend doch keine 4er-Sesselbahn. Weiß jemand Genaueres?

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 15.06.2014 - 16:44
von ice flyer
Es wird garantiert nichts gebaut. Ansonsten müsste ich neben meinem Haus die Bagger auffahren sehen. ;-)

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 15.06.2014 - 16:47
von B-S-G
ice flyer hat geschrieben:Es wird garantiert nichts gebaut. Ansonsten müsste ich neben meinem Haus die Bagger auffahren sehen. ;-)
:D

Schade eigentlich, aber danke für die Info.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 15.06.2014 - 17:34
von ATV
ice flyer hat geschrieben:Es wird garantiert nichts gebaut. Ansonsten müsste ich neben meinem Haus die Bagger auffahren sehen. ;-)
Und zumindest Profiliert sein.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 15.06.2014 - 20:18
von B-S-G
Soll der Zubringer aus dem Tal denn noch irgendwann realisiert werden, oder ist das Projekt erstmal vom Tisch?

Tschierv/Minschuns

Verfasst: 24.11.2015 - 19:02
von Chlosterdörfler
Von Sesselbahnen und Feriendorf: Tschierv im Münstertal hat ein Jahrhundertprojekt geplant.
Val Müstair hat in der Vergangenheit vor allem auf den Tourismus in der Wintersaison gesetzt. Nun ist aber von verschiedenen Investitionen die Rede, welche den Sommertourismus ankurbeln könnten. Das neue Projekt der Sportanlage in der Val Müstair wird als Jahrhunderprojekt bezeichnet.

Wenn alles nach Plan läuft, kann spätestens per 2018 mit der Umsetzung begonenn werden.
Quelle: http://www.suedostschweiz.ch/radio/2015 ... ertprojekt

Ein neuer Anlauf ob das Projekt mehr Erfolg hat als die vorangegangenen :?:

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 18.01.2017 - 15:16
von talent
Offenbar ist das Projekt noch nicht gestorben:
http://www.srf.ch/news/regional/graubue ... -gegenwind

Es ist weiterhin eine Zubringerbahn, Talabfahrt, Beschneiung und ein Feriendorf geplant.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 18.01.2017 - 18:29
von Pilatus
Bin eher dagegen. Das Münstertal ist einer der letzten unversauten Orte in der Schweiz. Und da man sich vermutlich wie so meist nicht beherrschen kann und neben irgendwelchen architektonischen Geschwüren im Minimum eine 10-EUB hinstellen wird, kann ich darauf bestens verzichten.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 18.01.2017 - 21:45
von intermezzo
Völlige Zustimmung, Pilatus. "Versaut" bzw. "unversaut" in diesem Zusammenhang ist die perfekte Bezeichnung.

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 13.02.2017 - 20:27
von Basalt
Die Bevölkerung der Gemeinde Val Müstair (Münstertal) sagt Ja zur neuen Bahn im Skigebiet Minschuns, Beschneiungsanlagen und dem neuen Resort:
https://www.srf.ch/news/regional/graubu ... uenstertal

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 14.02.2017 - 06:46
von missyd
Schade dass man eines der letzten unversauten/unverbauten Täler Graubündens nun doch noch verschandeln will .... :sauer:

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 14.02.2017 - 06:58
von danimaniac
Hoffentlich machen Sie es gut.
Gibt ja genug Beispiele wie man es nicht macht in der Gegend.

Warme Betten müssen wohl sein, will man mit dem Tourismus Geld verdienen. Immerhin wird man in diesem von Allem weit entfernten Zipfel der Schweiz, der dann auch noch genau zwischen zwei bis 1000 renomierten Wintersport-Destinationen liegt punkten können. Nur mit Tagesgästen lässt sich da kein rentables Geschäft machen. Klar, Schade um die Urigkeit, die Unberührtheit, das Rustikale... Davon kommt halt leider kein Brot auf den Tisch. Jedenfalls nicht bei Allen.

Ist in jedem Fall eine Chance. Auf diese Art und Weise können, und das Wort "können" ist an der Stelle ganz wichtig, Arbeitsplätze, Perspektive und dadurch Wohlstand geschaffen werden. Die 174 Einwohner von Tschierv wird es sicherlich freuen wenn ihre Kinder nicht direkt nach der Matura ihre Zelte abbrechen und nach Chur, Zürich, Bern gehen. Oder wenigstens Perspektive haben nach einem Studium wieder zurück zu kommen.

Ich schreibe diese Zeilen allerdings auch unter dem Eindruck von dem, was ich erst letztens aus Bivio gelesen habe... ;-)

Re: Tschierv/Minschuns

Verfasst: 14.02.2017 - 14:20
von Pilatus
Ach bitte... Es muss auch nicht in jedem Tal Hochkonjunktur und Bevölkerungswachstum herrschen. Man kann eigentlich jetzt schon davon ausgehen, dass da irgend ein pseudomoderner Murks hinkommt. Dann noch fette Rundrohrstützen und riesige Seilbahnstationen. Ein hässliches Ressort, in dem die lokale Architektur im besten Fall angedeutet wird. Und am Schluss wird das Ganze nicht rentieren - wie eigentlich alle abgelegenen Kleinskigebiete - und das Dorf wird - hässlich wie es dann ist - vor sich hinvegetieren.

Die Bergler sind leider nicht in der Lage, sich realistisch mit ihren wirtschaftlichen Potenzialen auseinander zu setzen. Wenn man ein paar Fränkli verdienen kann, dann ist man bereit alles kaputt zu machen. Ok, ist bei uns im Mittelland nicht besser, aber die Landschaft die man dabei kaputt macht ist wenigstens nicht ganz so einmalig...