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Neues in Zermatt/​Breuil-Cervinia/​Valtournenche – Matterhorn

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von stockhorn » 22.04.2017 - 00:23

Ich sehe die jetzige Diskussion als mehr oder weniger utopisch an. Dass man nur für die Tagesgäste die MGB mit einem Tunnel zum MEX verlängert, nur weil ein Teil der Gäste nicht mit der GGB oder der Sunnegga Bahn fahren möchte, halte ich doch für sehr fragwürdig ;)
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man für Tagesgäste mit GGB und Sunnegga Metro genügend Kapazität in direkter (oder fast direkter) Bahnhofsnähe hat. Die GGB hat meines Wissens eine gar nicht mal so tiefe Kapazität, wie oben suggeriert.
Der innerörtliche Transport ist doch eher für die Gäste ein Thema, die hier länger verweilen. Seit man in Zermatt immer weiter an allen Seiten die Berge hoch baut, werden die Wege zu den Bahnen eben entsprechend länger... Aber wer dann für sein Apartment pro Nacht 500 - 1000 CHF bezahlt, wird sich auch für 12 CHF noch das Taxi leisten können ;) Für alle anderen gibt es den Bus, der über Ostern und der Woche danach am morgen kein einziges Mal ansatzweise ausgelastet war...


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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Fab » 22.04.2017 - 00:40

NeusserGletscher hat geschrieben:Jedesmal, wenn ich von solchen Vorschlägen höre, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht...............
Wären die Zermatter nicht so gierig gewesen, dann hätten sie in den 1950ern bereits ein tragfähiges Verkehrskonzept beschlossen und die notwendigen Verkehrsflächen offengehalten. Statt dessen haben sie jeden Quadratmeter im Talboden zu Geld gemacht und nun sollen auch noch andere Walliser Bürger............
:D Du solltest dich nicht über Dinge erregen die dich nix angehen - das sorgt für vorzeitige Alterung und div. Beschwerden. Zudem du wiederholst dich - Kühe gehören zu den Wiederkäuern........

Tja, zur Gier und die50er. Die in Z haben einfach die falschen 5-Jahres-Pläne gemacht, nicht wie bei den von dir favorisierten Planmachern in den sozialistischen Vorbildern.
Zudem hat man schlicht den Grund u. Boden an die Kinder vererbt und nicht zu Geld gemacht.
Außerdem, so kurz nach dem Krieg konnte niemand den späteren Massentourismus erahnen. Prognosen sind, speziell wenn sie die Zukunft betreffen, schwierig.

Du kommst ja aus NRW. Ein gutes Beispiel. Wenn man alles prognostizieren könnte, hätte man vor Ort sicher verhindern können dass Teile von NRW verslumen.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von oberländer » 22.04.2017 - 02:45

Naturbahnrodler hat geschrieben: Unterm Dorf durch ist tatsächlich keine gute Idee. Aber braucht es in diesem Fall gar nicht, oder nur auf sehr kurzen Abschnitten. Der Bahnhof Zermatt ist ja gleich neben dem Hang, und wenn man den neuen Bahnhof neben den Bus und Taxi Haltestellen platziert, wäre auch dieser Bahnhof direkt neben dem Hang. Somit ist eine Umfahrung des Dorfs möglich und, trotz ein paar Metern mehr sicher günstiger.
Der dreistellige Millionenbetrag wird es trotzdem sein, allerdings im unteren Bereich. Ausserdem würde sich die Summe zwischen den Beteiligten (Gemeinde, Kanton, MGB, ZBAG) aufteilen. Das ganze muss natürlich dann auch als ÖV-Erschliessung für das Quartier "Verkauft" werden.
Du müsstest zwei neue Bahnhöfe bauen, dann definieren, welche Züge bis wo fahren, und das alles nur, damit die Touristen weniger lang laufen müssen? Ganz zu schweigen von den Protesten der örtlichen Bevölkerung, wenn die Touristen zukünftig ihre Lokale und Läden im Dorf "umfahren"...

Unterstützung vom Kanton kriegste nur, wenn die Bahn wirklich auch einer öV-Erschliessung dient. Ist hier nicht gegeben, da die Erschliessung von Zermatt mit den Quartierbussen bewerksteligt wird. Reine Tourismusprojekte dürfen in der Regel die Bergbahnen selber bezahlen. MGB hat nicht die finanziellen Mittel für sowas, dort sind andere Projekte dringender (Neubau Bahnhof Andermatt und Nätschen, etc.) ZBAG vermute ich auch nicht.

Und das ist für mich auch gut so. Wir haben in der Schweiz Dutzende Engpässe im Strassen- und Bahnverkehr, das Geld soll dorthin fliessen, nicht in Luxusprojekte für "bequeme" Touristen, was ein 200-300 Mio. Tunnel für ein 5800 Seelen-Dorf definitiv ist. Wer schnell z'Berg will, für den gibt's den Sunegga-Express, für die anderen die GGB und gerade im Sommer empfinde ich den Fussmarsch durchs Zentrum alles andere als unangenehm.
NeusserGletscher hat geschrieben:
Jedesmal, wenn ich von solchen Vorschlägen höre, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht. Wieso soll der einfache Landwirt in Oberwald oder der Handwerker in Reckingen Steuern zahlen, damit Zermatt sein Luxusproblem lösen kann?
Ich gebe dir Recht, dass die Finanzierung eines solchen Tunnels nicht Sache des Kantons sein kann. Nur bitte auch nicht vergessen, dass gerade die örtliche Region ordentlich vom Zermatter Tourismus profitiert. Dank den "reichen Zermatter" fährt im Mattertal weiterhin eine Bahn welche Arbeitsplätze und Gewinne erzielt, und die anliegenden Ortschaften vor den Toren Zermatts (Randa, Täsch) macht man sein Geld mit Hotels und Pakrhäusern.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von NeusserGletscher » 22.04.2017 - 07:29

Fab hat geschrieben:Tja, zur Gier und die50er. Die in Z haben einfach die falschen 5-Jahres-Pläne gemacht, nicht wie bei den von dir favorisierten Planmachern in den sozialistischen Vorbildern.
Du must ja unheimlich schlau sein, wenn Du sogar besser als ich selbst weißt, welche Wirtschaftsordnung ich bevorzuge. Repekt! In der Regel werden die zu erwartenden Verkehrsströme im Rahmen einer Raumplanung und nicht in 5-Jahresplänen behandelt. Ob der Talboden nun vererbt oder verkauft wurde spielt dabei keine Rolle. Man hat auf Acker- bzw. Schwemmland und den umliegenden Berghängen eine bestimmte Anzahl an Wohnraum und Gästebetten genehmigt und dabei vergessen, dass sich die Menschen auch irgendwie im Ort bewegen müssen. Ob das nun in diesem Ausmaß prognostiziert werden konnte ist dabei unerheblich. Zermatt ist reich, sie (die Grundbesitzer) profitieren in erster Linie selbst von ihren Gästen, also sollen sie die Suppe auch selbst auslöffeln. Das dem zugrundeliegende Prinzip heisst übrigens Eigenverantwortung.
oberländer hat geschrieben:Nur bitte auch nicht vergessen, dass gerade die örtliche Region ordentlich vom Zermatter Tourismus profitiert. Dank den "reichen Zermatter" fährt im Mattertal weiterhin eine Bahn welche Arbeitsplätze und Gewinne erzielt, und die anliegenden Ortschaften vor den Toren Zermatts (Randa, Täsch) macht man sein Geld mit Hotels und Pakrhäusern.
Historisch gesehen ist es glaube ich genau umgekehrt. Seinen touristischen Aufstieg verdankt Zermatt der Bahn. Die profitiert heute immerhin durch das Parkhaus in Täsch und den Waren- bzw. Personentransport. Bei den übrigen Gemeinden wäre ich mir nicht so sicher. Ich selbst käme jedenfalls nicht auf die Idee, in Herbriggen zu nächtigen und dann jeden Tag nach Zermatt zum Skifahren zu pendeln.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Naturbahnrodler » 22.04.2017 - 10:26

NeusserGletscher hat geschrieben:
Naturbahnrodler hat geschrieben:Ausserdem würde sich die Summe zwischen den Beteiligten (Gemeinde, Kanton, MGB, ZBAG) aufteilen. Das ganze muss natürlich dann auch als ÖV-Erschliessung für das Quartier "Verkauft" werden.
Jedesmal, wenn ich von solchen Vorschlägen höre, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht. Wieso soll der einfache Landwirt in Oberwald oder der Handwerker in Reckingen Steuern zahlen, damit Zermatt sein Luxusproblem lösen kann? Wären die Zermatter nicht so gierig gewesen, dann hätten sie in den 1950ern bereits ein tragfähiges Verkehrskonzept beschlossen und die notwendigen Verkehrsflächen offengehalten. Statt dessen haben sie jeden Quadratmeter im Talboden zu Geld gemacht und nun sollen auch noch andere Walliser Bürger für das daraus resultierenden Verkehrsproblem zahlen? Wie abartig ist das denn? Das reiche Zermatt sollte lieber was an die übrigen Gemeinden abgeben, damit die sich weiter entwickeln können und nicht umgekehrt.
Befor man sich aufregt und solches Zeug schreibt sollte man sich vielleicht erst einmal informieren. Zermatt zahlt pro Jahr zwei Millionen in den Finanzausgleich ein. Wärend Obergoms und Reckingen Nettoempfänger sind.
https://www.vs.ch/de/web/acf/perequatio ... rcommunale

Ausserdem Zahlen auch die Zermatter Einwohner Kantonssteuern für Strassen im ganzen Kanton und sieht selber kein Geld davon.

Dieses Geld kommt also niemals aus Oberwald oder Reckingen sondern aus Zürich. Das Wallis bezieht massiv Geld aus dem kantonalen Finanzausgleich. Und wer zahlt dort das meiste? Richtig, wir!
Fab hat geschrieben: Oder soll der Westhang untertunnelt werden. Könnte sinnvoll sein wg. Lawinengefahr in Teilen der Westhänge.
Natürlich ist das ein Tunnel den ich eingezeichnet habe, alles andere wäre sicher nicht machbar. Der Tunnel muss aber eben das Dorf umfarhen, wegen Kanalisationen, Wasserleitungen, Stromleitunen. Ausserdem muss er genug weit im Berg verlaufen, damit man nicht das Grundwasser des Triftbachs quert, daher habe ich so einen grossen Bogen eingezeichnet.
oberländer hat geschrieben:
Naturbahnrodler hat geschrieben: Unterm Dorf durch ist tatsächlich keine gute Idee. Aber braucht es in diesem Fall gar nicht, oder nur auf sehr kurzen Abschnitten. Der Bahnhof Zermatt ist ja gleich neben dem Hang, und wenn man den neuen Bahnhof neben den Bus und Taxi Haltestellen platziert, wäre auch dieser Bahnhof direkt neben dem Hang. Somit ist eine Umfahrung des Dorfs möglich und, trotz ein paar Metern mehr sicher günstiger.
Der dreistellige Millionenbetrag wird es trotzdem sein, allerdings im unteren Bereich. Ausserdem würde sich die Summe zwischen den Beteiligten (Gemeinde, Kanton, MGB, ZBAG) aufteilen. Das ganze muss natürlich dann auch als ÖV-Erschliessung für das Quartier "Verkauft" werden.
Du müsstest zwei neue Bahnhöfe bauen, dann definieren, welche Züge bis wo fahren, und das alles nur, damit die Touristen weniger lang laufen müssen? Ganz zu schweigen von den Protesten der örtlichen Bevölkerung, wenn die Touristen zukünftig ihre Lokale und Läden im Dorf "umfahren"...
Nur das Täsch-Shuttel würde weiterfahren. Alle andere Züge wie gehabt nur bis nach Zermatt. Es gibt auch nur einen neuen Bahnhog, der Bahnhof Zermatt bleibt, ein Gleis wird neu gebaut. Ob die Zermatter das wollen oder nicht müssen sie selber wissen. Ich selber brauche diese Verlängerung eh nicht, da ich nie Tagesgast in Zermatt bin. Ich habe also selber keinen Grund hier gross dafür zu sein. Die Variante finde ich aber besser als das Geld in den Aausbau der Strasse und eine neues Parkhaus zu stecken.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Seilbahnjunkie » 22.04.2017 - 11:03

Diese Möglichkeiten wurden alle schon diskutiert, bzw. untersucht. Die Verlängerung der Bahnstrecke ist dabei natürlich nur im Tunnel möglich. Bisher ist aber noch nichts rausgekommen, alle Lösungen haben irgendwelche Nachteile die so gravierend sind, dass sie nicht umgesetzt werden können. Die Konsequenz kennen wir, es passiert praktisch nichts, nur ein bisschen Kosmetik bei den Bussen. Als die verschiedenen Varianten vorgestellt wurden klang das Problem aber so, als müsste man da schon was größeres machen.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von NeusserGletscher » 22.04.2017 - 17:25

Naturbahnrodler hat geschrieben:Zermatt zahlt pro Jahr zwei Millionen in den Finanzausgleich ein. Wärend Obergoms und Reckingen Nettoempfänger sind.
Und genau so ist es richtig. Eine Subvention des innerörtlichen Transports in Millionenhöhe würde dagegen auf Jahre die Verhältnisse umkehren.
Naturbahnrodler hat geschrieben:Ausserdem Zahlen auch die Zermatter Einwohner Kantonssteuern für Strassen im ganzen Kanton und sieht selber kein Geld davon.
Und wie kommen die mit dem PKW anreisenden Gäste nach Täsch? Oder die für den Bau von Chalets und Bahnen benötigten Baustoffe nach Zermatt?

Ein Tunnel kostet ca. 150.000 Franken pro Meter, je nach geologischen Verhältnissen und Ausbau auch weniger oder mehr. Bei einer Länge von ca. 1500 Meter macht das Pi*Daumen Baukosten von 225 Millionen Franken. Im aktuellen Etat sind Investitionen von 20,5 Millionen Franken vorgesehen. Sie können ja schon mal anfangen zu sparen.

Fazit: Ein Tunnel wäre wünschenswert, ist aber ohne Subventionen nicht finanzierbar. Oberirdisch hat sich Zermatt weitgehend alle Optionen verbaut. Die angesprochenen Bahnen über der Mattervispa halte ich für Science Fiction und abgesehen davon für eine Verschandelung des Ortsbildes. Also bleibt alles beim alten, es werden vielleicht noch ein paar leistungsfähigere oder zusätzliche Ortsbusse gekauft.


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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von eMGee » 22.04.2017 - 18:07

Versteh nicht warum sich hier manch einer so an dem Thema aufhängt. Die vermeintlich beste Lösung ist nicht finanzierbar und der Rest Murks bzw. verschandelt das Ortsbild nachhaltig. Da die Verkehrsproblematik hauptsächlich im Winter existiert müsste dafür m.E. erstmal wieder die Gästezahl steigen. Ich gehe von mir als Wochengast mal aus, die Zahlen aus den Geschäftsberichten schau ich mir nicht an. Seit die Verbindung Furi-Riffelberg existiert steige ich täglich via MEX ins Skigebiet ein da dieser am nächsten liegt. Früher bin ich auch via Sunnegga oder GGB gestartet. Auch dadurch werden sich zusätzlich die Verkehrsströme im Ort etwas verschoben haben.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Fab » 22.04.2017 - 19:43

Offen gestanden ist im letzten Jahrzehnt die Innerortsverkehrsproblematik an mir vorbeigegangen.
Im Dezember, wo ich immer da bin, gibt es kein Problem - und wenn ich um den Monatswechsel Feb/März 2 Wochen da war, hab ich halt direkt an der Talstation MEX gewohnt.

Wenn ich in den Jahren davor in der Hauptsaison da war, hab ich im Bereich Steinmatte/Neudorf gewohnt. Grob gesagt östlich der Vispa zw. den Brücken zum Steg u. der Kirchbrücke. Dort hats ja Bushaltestellen. Da ist es mir, speziell an der Kirchbrücke, öfters passiert dass volle Busse an der Haltestelle vorbeigefahren sind.
Da hab ich beobachtet, dass ein leerer Bus nach "zum Steg" geschickt wurde, der nur die beiden letzten Haltestellen bedient.

Eine pragmatische Lösung, ohne Irrsinnskosten, wäre es in meinen Augen zusätzlich zur "grünen Linie" (Rundkurs) u. der "roten L." (Winkelmatten) eine 3. Linie von Brücke zum Steg -Kirchbrücke-Zen Stecken (Talst. MEX) mit einem Bus von der Größe des Winkelmatenbusses einzurichten.
Alternativ ein normaler E-Bus vom Bahnhof-Getwingbrücke (oberhalb Sunegga Exp.)-ZumSteg-Kirchbr.-ZenStecken.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von stockhorn » 23.04.2017 - 09:15

Das habe ich auch schon beobachtet, dass leere Busse nicht immer die ganze Strecke fahren, sondern an verschiedenen Stellen wenden und von dort leer Starten. Da braucht es eigentlich keine extra Linie für, das wird bei Bedarf ja schon gemacht.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von gfm49 » 23.04.2017 - 10:38

Fab hat geschrieben:Da hab ich beobachtet, dass ein leerer Bus nach "zum Steg" geschickt wurde, der nur die beiden letzten Haltestellen bedient.
Das gibt es aber erst seit dieser Saison und ich finde das auch sehr hilfreich, weil man früher nämlich oft genug schon bei der Brücke zum Steg nicht mehr einsteigen konnte.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Fab » 23.04.2017 - 12:31

stockhorn hat geschrieben:Das habe ich auch schon beobachtet, dass leere Busse nicht immer die ganze Strecke fahren, sondern an verschiedenen Stellen wenden und von dort leer Starten. Da braucht es eigentlich keine extra Linie für, das wird bei Bedarf ja schon gemacht.
Na ja, im Zweifel zieh ich Strukturiertheit dem Zufall vor.
Wenn ich eine Ressource einplane, dann steht sie halt zur Verfügung und es herrscht nicht das Zufallsprinzip.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von matzekatze » 23.04.2017 - 14:28

Theo hat geschrieben:Melde mich nur kurz und nur mehr zu relevantem Zeugs. Das wird auch in Zukunft so bleiben da mir um mich zu gewissen Diskussionspunkten zu äussern schlicht und einfach die Zeit fehlt.
Triftji müsste man um weiter betreiben zu können ein oder zwei Stützen einbauen da mittlerweile der Seildruck auf manchen Rollenbatterien zu hoch ist. Kostenvoranschlag ca. 300000. Da wird es eine Strategieentscheidung geben ob das nochmals investiert werden soll oder ob man das Thema beendet.
Stockhorn war wieder mal der Schnee. Der Lift war erst nach mitte März per Bully erreichbar und um alles zu erledigen was es für einen sicheren Liftbetrieb braucht braucht man je nach Wetter 4 - 6 Wochen. Wie viel Saison da noch geblieben wäre könnt ihr euch selbst ausrechnen. Da die PB Rote Nase eine neue Steuerung erhalten hat ist klar ersichtlich dass man den Sektor nicht aufgeben will und da was das technische anbelangt eine solide Grundlage hat um das Stockhorn wieder mit einer Klein-PB zu erschliessen falls es mit dem SL nicht mehr gehen sollte.
Ich möchte hier jetzt nach erfolgtem Aufenthalt in Zermatt auch mal meine Meinung zu der Thematik Stockhorn / rote Nase los werden.

Zermatt macht vor allem damit Werbung, dass es ein vielfältiges Angebot an abwechslungsreichen und auch anspruchsvollen Pisten bereit hält.
Wenn ich jedoch diesen Anspruch mal aus Gästesicht reflektiere, bemerke ich davon nicht allzu viel. Für stinklangweilige Abfahrten vom Klein Matterhorn werden x Millionen ausgegeben, es wird nach dem was man so liest circa 30 Mio pro Jahr in die Infrastruktur investiert, und für das Stockhorngebiet, respektive den Triftji Lift sind nicht einmal 300k übrig?

Man muss sich mal ernsthaft vor Augen halten, wie stiefmütterlich das gesamte Stockhorngebiet behandelt wird: es ist generell nur umständlich erreichbar, es gibt keinerlei "Annehmlichkeiten" die einen längeren Aufenthalt dort ermöglichen könnten (damit meine ich solche Trivialitäten wie einen Getränkeautomaten oder ein Toilettenhäuschen), die Pendelbahn macht einen schrottigen Eindruck, selbst der Eingangsbereich macht schon den Eindruck dass man den Kunden lieber von dort fernhalten will. Dazu wird keinerlei Werbung für das Gebiet gemacht, obwohl es das alleine schon aufgrund seiner Höhe und der guten Schneeverhältnisse verdient hätte. All dies wäre an für sich mit relativ geringen finanziellen Mitteln änderbar wenn man denn nur wollte.
Zu allem Überfluss ist im 2. Jahr in Folge keinerlei Wiederholungsfahrt möglich. Man muss für jede Abfahrt gleich zwei Pendelbahnen nehmen. Und dass, obwohl aufgrund der absehbar schlechten Schneeverhältnisse kaum noch andere gelbe Abfahrten zumindest über Ostern auf hatten. Da braucht man sich kaum zu wundern, dass das Gebiet wenig frequentiert wird. Bedarf an Freerideflächen ist hingegen vorhanden, dazu muss man nur mal schauen, wie viel auf anderen Bergen abseits der Piste gefahren wird. Als anspruchsvoller Gast fühlt man sich jedoch bestenfalls noch als Kunde 3. Klasse behandelt. Und den Zermatter Bergbahnen scheint nicht ausreichend klar zu sein, dass solche anspruchsvollen Gebiete auch als Alleinstellungsmerkmal wichtig sind.

Zu dem Argument, dass der Triftji Lift gegenüber dem Stockhorn Lift eh das Nachsehen hätte, sollte man sich vielleicht mal klar machen, dass er Wiederholungsfahrten garantiert, falls der Stockhorn Lift mal wieder nicht betrieben werden KANN. Solange beide Lifte geöffnet haben, bietet der Stockhorn Lift aber einfach die schönere Piste. Trotzdem hat der Triftji Lift meiner Meinung nach eindeutig seine Berechtigung.

Übrigens empfinde ich es als seltsam, dass man den Stockhorn Lift erst Mitte März erreichen konnte. Für mich hört sich das eher so an, als hätte man sich keine größere Mühe machen wollen. Oder?

Ihr merkt vielleicht, mich ärgern diese Nachlässigkeiten einer selbst ernannten Top Destination ;)


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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Theo » 23.04.2017 - 20:05

Dass die Freerider die letzten 3 Winter nicht auf ihre Kosten kamen dass bestreitet sicherlich keiner. Wenn man aber am Ausgangspunkt des Stockhorngebietes auf 2200müM über den ganzen Winter eine kumulierte Schneemenge von nicht mal einer dreistelligen Zahl hat so dann ist eigentlich klar was Sache ist. der SL Triftji wäre auch wenn die Stützen letzten Herbst eingebaut worden wären diesen Winter keine einzige Minute gelaufen.
Zu allem Überfluss ist im 2. Jahr in Folge keinerlei Wiederholungsfahrt möglich. Man muss für jede Abfahrt gleich zwei Pendelbahnen nehmen.
Klar fahren nicht alle gleich, du scheinst aber nicht grad zur Mehrheit zu gehören. Das ist keinesfalls negativ gemeint, ist aber irgendwie Tatsache.
Wenn man sich die Skifahrerströme dort anschaut stellt man fest dass 90% der Benutzer vom SL Stockhorn wieder ganz unten landen. Direkte Wiederholungsfahrten hat der quasi keine. Auch ist es so dass der SL Triftji praktisch keine Gäste hat vo vorher SL Stockhorn gefahren sind. Eigentlich sollte ja dieser Lift zwei Aufgaben haben: Rückbringer falls man nicht nach bis ganz unten fahren kann und die Hänge rechts und links erschliessen.
Das erste fällt schon mal fast ganz weg da das interessante Zeugs nicht zurück zum Triftji führt und auch das zweite wird immer schwieriger da man rechts vom Triftji bald nicht mehr ohne eine La Grave Standartausrüstung runter kommt.

Das ist zweifelsfrei alles sehr schade, aber ohne dass man anfangs Februar nicht mindestens die dreifache Schneemange hat wo es diesen ganzen Winter bis zum heutigen Datum gegeben hat sind die beiden SL nicht betreibbar.

Zur ganzen Talabfahrts und Busdiskussion äussere ich micht nicht, da ist mir fast überall zuviel Spekulationszeugs dabei, das bringt irgendwie nichts. Etwas anderes neues gibt es aber dennoch. Das baugesuch für eine neue Abfahrt ( hier auch als Weltcuppiste bekannt ) ist eingereicht worden. Wenn ich die Koordinaten von Anfang und Ende anschaue gilt das Gesuch nicht nur für einen teil sondern für die ganze Strecke. Das ganaue Trasse kann man in der Kundmachung allerdings nicht erkennen.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von sir_ben » 23.04.2017 - 21:25

Theo hat geschrieben:Das ist zweifelsfrei alles sehr schade, aber ohne dass man anfangs Februar nicht mindestens die dreifache Schneemange hat wo es diesen ganzen Winter bis zum heutigen Datum gegeben hat sind die beiden SL nicht betreibbar.
Hast du (oder jemand anders, Freiwillige vor) vielleicht ein gescheites Sommerbild von dem Areal? Ich war zwar 2007 & 2009 schon da, bin aber so ein grottiger Buckelpistenfahrer, dass ich mich an nichts erinnern kann/will ^^ (Für mich bräuchte ich das Areal nicht, aber interessieren tuts mich schon).
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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von j-d-s » 23.04.2017 - 23:13

Achja, das Stockhorn ist halt volle Pulle Starli-Style. Null Komfort, Lifte die selten oder nie laufen, keine Pistenpräparierung oder Beschneiung.

Allerdings seh ich Z/C/V sowieso nicht als Freeridegebiet, da sind 4V, Chamonix und der Arlberg um L Ä N G E N voraus.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski
Saison 19/20 [27]: Portes du Soleil, Anzere, Vercorin, St. Luc-Chandolin, Gstaad-Rougemont, 2x 4V (Verbier etc.), Gstaad-Zweisimmen, Zermatt-Cervinia, Crans-Montana, Galibier Thabor, Espace Diamant, Les Sybelles, 2x Paradiski, Vialattea, 2x 3V, Spieljoch+Kaltenbach, Axamer Lizum+Muttereralm, 2x Skiwelt, Kitzbühel, Mayrhofen, 3 Zinnen+Padola, SFL, SHLF, ...

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von saas-zer » 24.04.2017 - 08:04

Bild
Hast du (oder jemand anders, Freiwillige vor) vielleicht ein gescheites Sommerbild von dem Areal?
Das Bild stammt aus dem Jahr 2014

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von saas-zer » 24.04.2017 - 08:08

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von saas-zer » 24.04.2017 - 08:13

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von Naturbahnrodler » 24.04.2017 - 08:39

Hier die Koordinaten der FIS Piste eingetragen: https://map.geo.admin.ch/?topic=ech&lan ... .36&zoom=8

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von stockhorn » 24.04.2017 - 08:52

Also ich war letzte Woche im Gebiet und muss sagen, dass dort erschreckend wenig Schnee lag für die Jahreszeit. Auch die beiden Gletscher dort oben, gehen von Jahr zu Jahr sichtbar zurück. Von unten betrachtet sah der Stockhornlift jetzt nicht so schlimm aus, es hatte da meiner Meinung nach eher zu viel Schnee im Bereich der Lawine... Also man könnte wenn man wollten würde, aber da kommt dann sicherlich das Controlling ;)
Aber bei einem solchen Wetter wie dieses Jahr fehlt der Triftji Lift noch mehr. Bis kurz vor der Talstation schönste Pulverbedingungen, ab dem Ziehweg die reinste Eishölle. Ohne Rückbringerfunktion war das Gebiet da vollkommen unattraktiv. Und den Stockhornhang hat man auch kastriert mit dem Lift in der Mitte. Das war vorher mit der PB viel schöner und man hatte einfach mehr Platz! Schade...

Trotzdem gebe ich meinen Vorrednern recht, dass man aus dem Gebiet viel mehr herausholen könnte. Es war einmal der Hotspot des Skigebiets (mit Restaurant/Bar) und die Aussicht auf Rote Nase und dem Stockhorn ist fantastisch. Die Leute sind früher von der Triftji Bergstation mit Skiern auf den Schultern zum Hohtälli gelaufen....
Allerdings hat man sich mit dem Abbruch der beiden Pendelbahnen viel vertan. Meiner Meinung nach hätte man die Verbindung vom Gornergrat nicht aufgeben sollen und das Stockhorn auch als Ausflugsgipfel für Fussgänger im Sommer und Winter bewerben sollen. Das freut doch die Heerscharen von Fussgängern, wenn sie nach der Gornergratbahn noch eine kultige Fahrt in der alten Bahn hätten machen können. Das hätte man wunderbar als "Museumsbahn" vermarkten können und einen kleinen Rundweg Richtung Stockhorn einrichten können. Dann hätte man einen zweiten "Schneezugang" im Sommer, auf den ja viele Leute aus anderen Bereichen der Erde ganz scharf sind.
Zudem wird das Gebiet, wie oben genannt, sehr schlecht vermarktet... Das es freeridemässig schlechter sein soll als der Artberg würde ich jetzt nicht unterstreichen. Bei ausreichend Schnee hat man vom Mittelritz bis zum Stockhorn endlose Möglichkeiten, die tagelang wunderschön bleiben.

Naja, der Fokus liegt eben leider wo anders...

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von NeusserGletscher » 24.04.2017 - 09:43

Zum Thema Stockhorn / Rote Nase: Wenn ich die Situation mit Piz Val Gronda / Ischgl vergleiche, dann liegen dazwischen Welten. Beide Gebiete wenden sich in erster Linie an Freerider. Doch in Zermatt bestimmen alte und zum Teil defekte Anlagen das Bild. In Ischgl befördert eine hochmoderne PB die Freerider und Tourengeher auf den Berg. Die bei meinen letzten Besuchen auch durchweg gut ausgelastet war.

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von stockhorn » 24.04.2017 - 11:18

Ich würde jetzt eher den Piz Val Gronda mit der Bahn Gant-Hohtälli vergleichen, wobei letztere 1000 hm macht. Rote Nase / Triftji / Stockhorn sehe ich dann als zusätzliche Ergänzung....

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von matzekatze » 24.04.2017 - 17:47

Es freut mich dass auch andere die Situation im Stockhorngebiet ähnlich wie ich sehen. Man könnte eindeutig mehr aus dem Gebiet machen. Und der alten kultigen Pendelbahn auf das Stockhorn trauere ich auch noch ein wenig hinterher.

Jetzt bin ich ja Flachlandtiroler und habe vermutlich einfach nur keine Ahnung. Aber ich mag nicht ganz nachvollziehen warum in einem Gebiet in dem man Ende April ohne jegliche Beschneiung noch fast perfekte Schneebedingungen hat die Schneemenge nicht ausreicht um einen simplen Skilift zu betreiben. Ich bin zumindest beim SL Stockhorn eher auf der Seite des Users Stockhorn wenn er meint dass man könnte wenn man nur wollte ;)

Übrigens, ich glaube es war Ostern 2015 als ich den Stockhorn Lift letztmals bei durchweg gutem Wetter in Betrieb sah. Da war dann auch verhältnismäßig viel los.
Will sagen, von nichts kommt nichts. Hält man das Gebiet weiter so unattraktiv, sind die teilweise geringen Besucherzahlen dort mMn die Folge und weniger die Ursache des fehlenden Investitionswillens. :wink:

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Re: Neues aus Zermatt-Cervinia

Beitrag von NeusserGletscher » 24.04.2017 - 17:52

Gant Hohtälli wird in der Summe mehrheitlich von Pistenfahrern zur Gebietsquerung genutzt.


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