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News am Grünten

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Re: News am Grünten

Beitrag von GIFWilli59 » 19.07.2019 - 01:04

icedtea hat geschrieben:
18.07.2019 - 23:24
Das ist ein Kommentar und kein redaktioneller Bericht, richtig?
Nur um sicher zu gehen :wink:
Ja, das hatte ich aber auch geschrieben :wink:


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Re: News am Grünten

Beitrag von Harzwinter » 19.07.2019 - 10:18

Hier zur informatorischen Ergänzung das Areal des Landschaftsschutzgebiets "Grünten, Großer Wald, Deutsche Alpenstraße und Wertachtal", in dem quasi das ganze Grüntenareal liegt. Das ist auf der Karte des Bayernatlas der grün gepunktete Bereich. Das FFH-Gebiet ist das rot schraffierte, ist für das Grüntenprojekt aber wie gesagt räumlich nicht von Belang. Andere Schutzgebiete bestehen dort nicht, wenn man vom Status "Bodendenkmal" des früheren Bergbaubereichs an der Grünten-Südflanke absieht. Letzterer dürfte dort die Einrichtung der "Erzgrubenwelt" vereinfacht haben.

Das genannte Landschaftsschutzgebiet wurde am 26. Juli 1972 ins Leben gerufen. Zitat aus der Zweckbeschreibung des LSG: "In diesem Schutzgebiet ist es verboten, Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Landschaft zu verunstalten, die Natur zu schädigen oder den Naturgenuss zu beeinträchtigen." Das sind natürlich Gummiformulierungen - aus Sicht der Projektgegner wird die künftige Infrastruktur den Naturgenuss beeinträchtigen, aus Sicht der Befürworter wird sie neuen Zielgruppen den Naturgenuss überhaupt erst ermöglichen. Die Hagenauers haben das vor dem Kauf der Grüntenlifte gewusst (sollten sie jedenfalls) und werden entsprechend zurückhaltend bauen müssen. Gemessen daran ist die Ankündigung der "Grünten Berg Welt" sichtlich zu vollmundig ausgefallen. Die Geister, die man rief, wird man nun nicht mehr los - ein klassischer Kommunikationsfehler. Ein Agieren im Stil von Winterberg im Sauerland (Vollständige Projektplanung nur im kleinen Kreis, zurückhaltende Veröffentlichung von Planungsinformationen) wäre am Grünten angebrachter gewesen. Dafür ist es nun zu spät.

Wie kommen Skilifte, Sendeturm, Transportseilbahnen, Grüntenseilbahn des BR und Hüttenbauten in ein Landschaftsschutzgebiet? Ganz einfach - die waren größtenteils bereits vor der Einrichtung des LSG da, die Grüntenseilbahn mit Inbetriebnahme 1971 sogar nur knapp vorher.

Meine Stellungnahme auf der vorherigen Threadseite zur Frage, warum 2006 gegen den Coasterbau in der Alpsee-Bergwelt nicht protestiert wurde, möchte ich hiermit um einen wichtigen Punkt ergänzen: Das Areal der Alpsee-Bergwelt liegt nicht in einem Landschaftsschutzgebiet, sondern "nur" im Naturpark Nagelfluhkette. Deutsche Naturparke sind bzgl. Umweltschutzrestriktionen ein eher schwaches Konstrukt. Das Landschaftschutzgebiet "Großer Alpsee" liegt gegenüber vom Coaster-Hang der Alpsee-Bergwelt.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Petz » 19.07.2019 - 14:36

GIFWilli59 hat geschrieben:
18.07.2019 - 23:20
Ganz von der Hand zu weisen sind die Nachteile für die gemeine Bevölkerung nicht (nicht jeder hat eine Ferienwohnung zu vermieten etc.).
Die wären aber über die Jahre hin kontinierlich vorhanden wenn die Prinzings das Gebiet weiterentwickelt und nicht komplett versemmelt hätten; ich denke man hatte sich schon bei der Ersterschließung Gedanken gemacht aber diese damals in Summe sicher als positiv eingestuft; im Gegenzug wären vom Grünten natürlich auch die Vorteile für den lokalen Wirtschaftsraum durchgehend spürbar gewesen.
Harzwinter hat geschrieben:
18.07.2019 - 22:38
Hagenauers sollten die erste Million besser umgehend in PR investieren, damit aus dem Projekt etwas wird.
Da wüsste ich eine kostengünstigere und effizientere Investitionsvariante aber die wäre
a) keinesfalls steuerabsetzfähig und
b) hier nicht postfähig denn denn würd ich hier sofort eine lebenslange Sperre ausfassen... :ja: :mrgreen:
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Re: News am Grünten

Beitrag von Martin_D » 19.07.2019 - 15:24

icedtea hat geschrieben:
18.07.2019 - 23:24
Das ist ein Kommentar und kein redaktioneller Bericht, richtig?
Nur um sicher zu gehen :wink:
Um es genau zu sagen, dass ist ein Leserbrief.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Florian86 » 19.07.2019 - 16:36

Die Petition ist in mehreren Punkten auch sachlich falsch, z.B. "Bahn zum Gipfel". Und eigentlich ist eine falsche Petition doch eh nichts wert. Ich hab die Petition jetzt mal gemeldet, weil ich es nicht OK finde, reißerisch mit Fehlinformationen Unterschriften zu erlangen - egal wie man zu dem geplanten Ausbau steht.
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Re: News am Grünten

Beitrag von McMaf » 19.07.2019 - 19:40

Hallo,

ich schreibe gerade einen Beitrag für meinen Blog über die Entwicklung am Grünten. Dabei möchte ich auch meine eigenen Eindrücke vom Skigebiet einfließen lassen. Natürlich habe ich auch wieder einen eigenen Pistenplan gestaltet den ich euch nicht vorenthalten möchte. Er kann gerne in andere Beiträge im Forum eingebunden werden, sonst aber bitte nicht. Diesmal in einer Variante wie sie den Grünten aktuell darstellt und in einer Variante wie sich der Grünten nach den Umbaumaßnahmen zeigen würde. Vielleicht habe ich das so korrekt dargestellt? Bekommt die Bahn wieder eine Mittelstation und wird sie direkt bis zur Grüntenhütte geführt?

Der Grünten aktuell, bzw. in der kommenden Saison:
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Der Grünten nach dem Umbau:
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Re: News am Grünten

Beitrag von Petz » 20.07.2019 - 08:43

Florian86 hat geschrieben:
19.07.2019 - 16:36
Ich hab die Petition jetzt mal gemeldet, weil ich es nicht OK finde, reißerisch mit Fehlinformationen Unterschriften zu erlangen - egal wie man zu dem geplanten Ausbau steht.
Ich würde anstelle von Familie Hagenauer auch strafrechtlich gegen die Petitionäre vorgehen denn ich seh das juristisch aufgrund der offensichtlichen Falschinformationen auch eindeutig als ruf - bzw. geschäftsschädigend an. Mit ähnlich nachweisbar falschen Argumentationsketten zu arbeiten wie es beispielsweise beim Brexit der Fall war sollte schon in Ansätzen unbedingt auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen um solche geistigen Exkremente gleich im Keim zu ersticken :!: .

Ich habe an chance.org eine Email gesendet und auf einerseits die Falschargumentation und auch die Gefahr von möglichen strafrechtlichen Konsequenzen für die Petitionäre hingewiesen.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Jan Tenner » 20.07.2019 - 11:27

Da bin ich aber mal gespannt, wie du strafrechtlich vorgehen willst, Herr Oberstaatsanwalt!
Unfassbar, was hier manchmal an Schwachsinn gedroschen wird, um hier sein misanthropische Weltbild zu verbreiten...

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Re: News am Grünten

Beitrag von Petz » 20.07.2019 - 21:17

Wie wäre es denn wenn man meine Texte zuerst genau lesen würde bevor man unzutreffende Kommentare postet; ich denke aus meinem Post ging ganz klar und deutlich hervor das die Familie Hagenauer bzw. deren Unternehmung (und nur diese) die Möglichkeit hätte Strafanzeige zu stellen und eventuell auch Schadenersatz zu fordern denn die wäre von den Auswirkungen der Fehlinformationen betroffen.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Jan Tenner » 21.07.2019 - 06:50

Strafrechtlich gegen jemanden vorgehen kann nur einer und das ist der Staat! Wenn du meinst, irgendjemand solle Anzeige erstatten, dann schreibt das auch!
Schadensersatz hat nun mit Strafrecht überhaupt nichts zu tun.
Je genauer man deine letzten Beiträge liest, desto mehr entlarven sie sich nämlich als juristische geistige Exkremente :wink:

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Re: News am Grünten

Beitrag von Peter69 » 21.07.2019 - 10:13

Grüss euch das sich hier auch wieder die Schulschwänzerbewegung "Friday for Future" sich wieder einmischt. Geht mit guten Beispiel voran und verzichtet auf Handy und Flugreisen.

Freundlichen Gruss :D

ABCD
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Re: News am Grünten

Beitrag von ABCD » 21.07.2019 - 10:45

Schon interessant, wie es auch hier langsam immer emotionaler wird. Natürlich kann ich die Frustration hier nachvollziehen. Immerhin handelt es sich hier um ein Seilbahn und Skigebietsforum, in dem eigentlich jede infrastrukturelle Erweiterung gutgeheißen wird. Nach jahrelangem Irrlichtern hat sich nun ein Investor gefunden, der das Skigebiet wieder reaktivieren will. Um vielmehr gehts hier im Forum ja nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass von den Foristen jemand 5 mal im Jahr zum Rollergliderfahren kommt. Und jetzt kommen irgendwelche Spinner, die natürlich alle keine Ahnung haben, nie da waren, verblendet sind, eh gegen alles und jeden sind und so weiter…Manche schwänzen sogar die Schule. Gut das es das früher nicht gegeben hat...

Doch ganz so einfach ist es in diesem Fall nicht, denn bei diesem Projekt sind die Dinge etwas anders gelagert als bsp. bei der Alpsee-Bergwelt.

Arbeitsplätze: Braucht hier keiner. Vor allem nicht solche, die in der Grünten-Bergwelt entstehen würden. Ich arbeite in Rettenberg und weiß, dass es beinahe unmöglich ist, für einfache Tätigkeiten Personal vor Ort zu finden. Hier herrscht de facto Vollbeschäftigung.

Unterkünfte: Wenn man dem Rettenberger Gemeindeblatt glauben darf, wird jedes Jahr ein neuer Übernachtungsrekord aufgestellt, auch in den letzten zwei Jahren, als kein Lift lief. Auch quartiert sich niemand 2 Wochen in Rettenberg ein, weil es da die Grünten-Bergwelt gibt. Die zieht eher Tagesgäste, die die Urlaubsqualität nicht unbedingt verbessern.

Lokale Unterstützung: Hier gibt es meiner Meinung nach einen gewaltigen Unterschied zum Riedberger Horn. Da ging ein Bürgerentscheid in Obermaiselstein/Balderschwang sehr eindeutig pro Erweiterung aus. Ich persönlich bin überzeugt, dass dieses Votum in Rettenberg anders ausfallen würde. Persönlich kenne ich fast nur Menschen, die dem Projekt von neutral bis über eher kritisch bis hin zu kategorisch ablehnend gegenüberstehen. Dies ist jedoch nur eine Spekulation meinerseits. Ein Votum im ganzen Allgäu wäre eindeutig dagegen.

Damit wären wir auch schon bei einem anderen wichtigen Punkt

Die besondere Bedeutung des Grüntens im Allgäu:

Der Grünten ist einfach nicht irgendein Berg. Wenn ein Allgäuer in seinem ganzen Leben auch nur auf zwei Bergen war, dann ist einer davon mit Sicherheit der Grünten. So hat eben jeder einen persönlichen Bezug zum Berg, was beim Riedberger Horn (auch wenns da Alpenplantechnisch um mehr ging) einfach so nicht der Fall war. Auch kennen diesen Berg viele Urlauber vom Wandern, was auch in den Kommentaren zu der Online-Petiton deutlich wird. Und der Grünten ist einer DER Trainingsberge vieler Bergsteiger. Man kann hier einfach alles machen. Wandern, Mountainbiken von einfach bis sehr schwer, Klettern (Gigglstein, Nasse Wand…), Bergsteigen ‚(Stuhlwand, Burgberger Hörnle Aurikel- und Südgrat), Skitouren von einfach (Kammeregg) bis schwer (Senderabfahrt), Gleitschirmfliegen, Eisklettern, und so weiter. Zurecht werden in der Bergsteigerszene Beschränkungen befürchtet nach dem Motto: Wenn wir auf der Nordseite alles erlauben, ist der Rest eben gesperrt. Dann wäre der Berg wirklich dem Tages-Eventtourismus geopfert.

Die Wanderer vermüllen alles, es braucht Kanalisierung!

Bei meinen über 250 Besteigungen des Grüntens, Sommers wie Winters auf allen gängigen und auch nicht gängigen Anstiegen sind mir keine größeren Müllberge begegnet. Trotzdem der Grünten einer der meistfrequentierten Berge des Allgäus ist. Dieses Argument ist einfach falsch und soll den schwarzen Peter des Umweltsünders einfach den Falschen geben. Ausserdem sind Skitourengeher NICHT tag und nachts überall unterwegs. Tagsüber gehen fast alle die ehemaligen Lifttrassen der Grüntenlifte und der Kammeregglifte. Nachts ALLE. Bei Skibetrieb würde dort bis Spätabends und bei Nuschnee auch frühmorgens präpariert. Wieso sollte das das Wild weniger stören.

Das und noch mehr sind die Gründe, warum die Sache durch Petition, Bürgerinitiative, etc, so langsam an Fahrt gewinnt. Der Vorwurf „Die Spinner sind gegen alles“ stimmt so nicht. Wo war der Protest beim Ausbau der anderen Skigebiete (Ofterschwang, Oberjoch, Ifen, Nebelhorn)?
Sommerbetrieb am Grünten würde den Berg als Ganzes nachhaltig verändern, deshalb sind hier auch so viele dagegen.
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Re: News am Grünten

Beitrag von Julian96 » 21.07.2019 - 11:20

ABCD hat geschrieben:
21.07.2019 - 10:45
Unterkünfte: Wenn man dem Rettenberger Gemeindeblatt glauben darf, wird jedes Jahr ein neuer Übernachtungsrekord aufgestellt, auch in den letzten zwei Jahren, als kein Lift lief. Auch quartiert sich niemand 2 Wochen in Rettenberg ein, weil es da die Grünten-Bergwelt gibt. Die zieht eher Tagesgäste, die die Urlaubsqualität nicht unbedingt verbessern.
Das wäre für mich ein Grund das ganze mal näher zu betrachten. Fast überall wird alles immer mehr für Urlaubstouristen optimiert. Etwas zu schaffen, das für Tagesgäste, für Familien aus der direkten Region attraktiv ist, das sollte mal wieder viel mehr gestärkt werden. Leute die um die halbe Welt reisen um irgendwo Urlaub zu machen gibt's inzwischen mehr als genug, aber Orte die wirklich für die Region ansprechend sind immer weniger. Im Gegenteil, viele sind inzwischen schon eher genervt davon, dass sie nichtmal mehr vor der eigenen Haustür etwas haben das es eben nur regional für sie gibt. Stattdessen wird alles immer mehr von Touristen überschwemmt.

Von daher ist meine Meinung, man sollte das beherzigen was die Mehrheit im direkten Umkreis möchte. Attraktiv kann beides sein, so wies jetzt ist oder so wies geplant ist.
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Re: News am Grünten

Beitrag von ABCD » 21.07.2019 - 14:18

Das die Leute dann hierbleiben und nicht wegfliegen, ist ein Trugschluß. Frag mal die Urlauber hier...dann wirst du schnell sehen, dass das Allgäu meist nur der Zweit-, oder Dritturlaub ist.

Es ist ja bereits etwas attraktives da: Der Grünten. Schon heute wird der von vielen, auch Familien erwandert. Und damit wird zudem etwas pädagogisches geleistet, denn wer so etwas macht, hat sich angestrengt, aus eigener Kraft etwas geschafft, ist generell auch mit weniger zufrieden, kann mehr mit sich selbst anfangen und braucht im Leben dann auch weniger extrerne Reize, um glücklich zu sein. Braucht also gar keine "Walderlebnisbahn". Und auch später vielleicht mal nicht 5 Städtetrips pro Jahr....
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Re: News am Grünten

Beitrag von Petz » 21.07.2019 - 19:51

Jan Tenner hat geschrieben:
21.07.2019 - 06:50
Strafrechtlich gegen jemanden vorgehen kann nur einer und das ist der Staat! Wenn du meinst, irgendjemand solle Anzeige erstatten, dann schreibt das auch!
Schadensersatz hat nun mit Strafrecht überhaupt nichts zu tun.
Je genauer man deine letzten Beiträge liest, desto mehr entlarven sie sich nämlich als juristische geistige Exkremente :wink:
Du zeichnest Dich meiner Ansicht nach aktuell jedenfalls als juristisch nicht kompetenter Mensch aus und ich halte mich mit einem Kommentar zurück der darauf eigentlich angebracht wäre.
Strafrechtliche Vorgangsweise bedeutet das die Staatsanwaltschaft nach Eingang einer Strafanzeige tätig wird und prüft ob ein Verfahren eingeleitet wird; dabei ist es völlig unerheblich ob die Anzeige von beispielsweise der Exekutive oder einer Privatperson erstattet wurde.
Außerdem habe ich nie einen direkten juristischen Zusammenhang zwischen Strafanzeige und Schadenersatzklage hergestellt denn Strafrecht und Zivilrecht sind zwei verschiedene Dinge - allerdings wäre es für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen natürlich sehr hilfreich wenn bereits eine strafrechtliche verurteilung Vorläge.

Wenn man solche Anmerkungen setzt wie Du dann sollte man Posts nicht nur genau lesen sondern auch verstehen :sauer:
Grüße von Markus

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Re: News am Grünten

Beitrag von Florian86 » 21.07.2019 - 20:29

Change.org hat übrigens geantwortet: es liegt kein Verstoß gegen die community-Richtlinien vor. Finde ich durchaus fragwürdig, dass Fehlinformationen oder auch Fake-News geduldet werden, wenn sie der Sache dienen. Es wird aber auf die Möglichkeit hingewiesen, eine Gegenpetition zu starten. Meiner Meinung nach alles andere als professionell. Ansonsten hab ich selbst - wie schon gesagt - keine abschließende Meinung zu den geplanten Um- und Neubauten, würde aber schon allein aufgrund der Fehlinformationen ne Gegenpetition unterstützen.

Bedenken muss man aber auch, dass der Grünten offensichtlich in großen Teilen jetzt schon kultiviertes Land ist. Auch Skitourengeher profitieren massiv von ehemaligen Lift- und Pistenbauten. Man könnte ja auch alle Lifte abbauen und die Pisten verwildern lassen. Wäre sicher das Beste für die Umwelt. Dann wären aber Skitouren auch nicht mehr möglich.
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Re: News am Grünten

Beitrag von snowotz » 21.07.2019 - 21:08

Wenn man das hier so verfolgt dass die Mehrheit der Einheimischen sich wohl eher gegen das Projekt stellt, dann wäre die Familie Hagenauer besser beraten gewesen ihr Geld in die Alpsee-Bergwelt zu stecken.
Gondelbahn als Ersatz für die alte DSB bis hoch zum Gipfel wo früher der Schlepper stand, eine Mittelstation an der jetzigen Bergstation, neuer Sessellift im Mittelstationsbereich, Reaktivierung des Skibetriebes mit Beschneiung und die Walderlebnisbahn an der oberen Sektion zum Beispiel.
Aber sicher hätten dann irgendwelche da auch wieder etwas dagegen gehabt :twisted:
Also am besten nicht nur den Grünten, sondern ganz Deutschland renaturieren und nur noch sanften Tourismus anbieten. Gerade wenn man den Erfolg der Grünen mit in Betracht zieht ist da ja vielleicht die Zukunft in unserem Land und somit eine neue Marktlücke :wink:
Skisaison 18/19: 8 Skitage
<A> Bad Gastein (Schlossalm/Stubnerkogel), Dorfgastein/Großarl
<F> Chamrousse, Villard de Lans, Les-7-Laux, Alpe d'Huez, Grand Serre Chevalier, La Grave
Geplant Saison 19/20: Gebucht im Januar Großraum Landeck (mit St. Anton, See, Kühtai, Hochötz), sowie Willingen, Winterberg, Ostschweiz/Graubünden (mit Klosters/Davos, Flims/Laax, Arosa/Lenzerheide, Andermatt/Sedrun, Flumserberg)

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Re: News am Grünten

Beitrag von Christopher » 21.07.2019 - 22:23

Aber dann bitte auch alle Lifttrassen und Pisten so aufforsten, wie es sich gehört! Wenn schon, dann richtig!
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Re: News am Grünten

Beitrag von Andre_1982 » 22.07.2019 - 11:01

Das Thema Grünten ist beileibe kein einfaches und deshalb möchte ich auch meine Meinung in den Ring werfen.

In den letzten beiden Wintern hat man sich erstaunlich schnell an die neuen Gegebenheiten am Grünten gewöhnt und erfreulicherweise konnten sich die Adelharz- und Breitensteinlifte über regen Zulauf bei meist ordentlichen Pistenverhältnissen freuen. Der Verlust, der in den Vorwintern sowieso nur so spärlichen besuchten Pisten an den Grüntenliften, fiel also gar nicht so sehr ins Gewicht - von den absoluten Großkampftagen einmal abgesehen.

Die Pläne der Familie Hagenauer gefallen mir leider nur bedingt. Den Bau einer Gondelbahn samt Sesselbahn im oberen Bereich finde ich zwar richtig und notwendig, den Abriss der Grüntenhütte aber z.B. überhaupt nicht. Mir ist zwar klar, dass die Besucherzahlen durch die Gondelbahn sicherlich steigen werden, trotzdem ist diese Maßnahme für die vielen Freunde dieser Hütte unpopulär. Ob am Ende wirklich so viele Rodler und Fußgänger die neue Gondelbahn nutzen, kann ich nicht abschließend bewerten, aber ein SB-Restaurant anstelle dieser Hütte geht meines Erachtens zu weit. Es gibt an der künftigen Mittelstation eigentlich eine ausreichende Infrastruktur, die nur ein wenig modernisiert werden sollte. Hier würde ich also ganz klar dafür plädieren, die Grüntenhütte stehen zu lassen und z.B. am Standort der Bergstation der beiden ehemaligen Berglifte eine Alternative zu schaffen. Den kurzen Fußmarsch sollten eigentlich alle Besucher schaffen können - meinetwegen auch als barrierefreier und geräumter Winterwanderweg.

Der zweite Punkt, der mir sehr sauer aufstößt, sind die Sommerpläne. Schon in Nesselwang hat man mit der Zip Line aus meiner Sicht einen großen Fehler gemacht und diesen sollte man am Grünten nicht wiederholen. Ich würde am Grünten vielmehr auf Mountainbiker und Genusswanderer setzen. Die Skihänge am Grünten sind im Sommer wahrlich kein Highlight für Wanderer, sodass man hier durchaus 1-2 Trails anlegen könnte. Es braucht den Sommerbetrieb mit Sicherheit für die Refinanzierung der beiden Bahnen, aber hierbei sollte man mit Augenmaß vorgehen. Viele Bergbahnen in der näheren Umgebung (Mittag, Hündle, Breitenberg etc.) bieten ein klassisches Sommerangebot und werden sehr gut frequentiert. Denkbar wäre z.B. auch, die Fahrstraße für PKW im Sommer zu bestimmten Tageszeiten zu schließen und die Fahrt mit Mountain Carts ab der Mittelstation anzubieten.

Letztlich wird noch eine lange Diskussion und Auseinandersetzung bevorstehen und ich hoffe, dass dies noch einen gewissen Einfluss auf die Pläne der Hagenauers haben wird. Ich mag den Grünten als Skiberg zwar recht gerne, aber man kann durchaus die Frage stellen, ob die geringe Frequentierung wirklich nur an den alten Bahnen lag und das Skigebiet künftig nicht doch entbehrlich ist? Es gibt durchaus Beispiele im Allgäu, wo alte Bahnen bei guter Schneelage durchaus gut angenommen werden.


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Re: News am Grünten

Beitrag von Julian96 » 22.07.2019 - 12:08

Also ein weiterer Mountainbike Parcours, wie ihn inzwischen fast jeder meint anbieten zu müssen, ist meines erachtens nicht wirklich besser als ein Coaster oder eine Zip Line. Mit Ruhe hat das genauso kein bischen mehr zu tun, da geht genauso Halligalli los. Wenn man gegen einen Ausbau ist, dann sollte meiner Meinung nach auch wirklich die Landschaft weitestgehen in Ruhe gelassen werden.
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher

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Re: News am Grünten

Beitrag von BlauschneeSäntisälbler » 22.07.2019 - 22:57

Gibts keine wirkliche schneesichere Schüssel wie in Hochybrig im Allgäu wo man topografisch mehr daraus machen könnte. Hauptgebiet zwischen 1180 und 1477 ist etwas wenig Höhenunterschied.

https://www.all-in.de/rettenberg/c-loka ... t_a5038194

Hier viel Infos falls ihr 65 Minuten Zeit habt :sleep: ;D

Kann man am Giggelstein nicht auch einen Lift bauen....so von 1200 auf 1700 hoch

https://freieberge.wordpress.com/2019/0 ... -gruenten/

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Re: News am Grünten

Beitrag von Ralf321 » 23.07.2019 - 09:57

Julian96 hat geschrieben:
22.07.2019 - 12:08
Also ein weiterer Mountainbike Parcours, wie ihn inzwischen fast jeder meint anbieten zu müssen, ist meines erachtens nicht wirklich besser als ein Coaster oder eine Zip Line. Mit Ruhe hat das genauso kein bischen mehr zu tun, da geht genauso Halligalli los. Wenn man gegen einen Ausbau ist, dann sollte meiner Meinung nach auch wirklich die Landschaft weitestgehen in Ruhe gelassen werden.
Die Auswahl an Mountainbike Parcours im Allgäu ist doch sehr überschaubar.

Klar wenn man die Ruhe will wird das zum Naturschutzgebiet und dann ists vorbei mit Klettern, Wandern, Biken. Das ist den meisten aber wohl nicht bewusst die gerade gegen alles sind.

ABCD
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Re: News am Grünten

Beitrag von ABCD » 23.07.2019 - 17:32

Wo steht denn geschrieben, dass in einem Landschaftsschutzgebiet nicht gewandert werden darf?

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Re: News am Grünten

Beitrag von Mt. Cervino » 23.07.2019 - 18:30

ABCD hat geschrieben:
21.07.2019 - 10:45
Der Grünten ist einfach nicht irgendein Berg. Wenn ein Allgäuer in seinem ganzen Leben auch nur auf zwei Bergen war, dann ist einer davon mit Sicherheit der Grünten. So hat eben jeder einen persönlichen Bezug zum Berg, was beim Riedberger Horn (auch wenns da Alpenplantechnisch um mehr ging) einfach so nicht der Fall war. Auch kennen diesen Berg viele Urlauber vom Wandern, was auch in den Kommentaren zu der Online-Petiton deutlich wird. Und der Grünten ist einer DER Trainingsberge vieler Bergsteiger. Man kann hier einfach alles machen. Wandern, Mountainbiken von einfach bis sehr schwer, Klettern (Gigglstein, Nasse Wand…), Bergsteigen ‚(Stuhlwand, Burgberger Hörnle Aurikel- und Südgrat), Skitouren von einfach (Kammeregg) bis schwer (Senderabfahrt), Gleitschirmfliegen, Eisklettern, und so weiter. Zurecht werden in der Bergsteigerszene Beschränkungen befürchtet nach dem Motto: Wenn wir auf der Nordseite alles erlauben, ist der Rest eben gesperrt. Dann wäre der Berg wirklich dem Tages-Eventtourismus geopfert.
Du schreibst es ja selbst: "Man kann hier einfach alles machen", warum also nicht auch Skifahren?
Ich finde das immer erstaunlich wie manche Personen einseitig, rein opportunistisch argumentieren: Intensive Nutzung des Berges beim Wandern, Klettern, Mountainbiken, Bergsteigen, Skitouren, Gleitschirmfliegen, Eisklettern etc, ist alles ok, aber bitte bloß nicht Skifahren dort... Was macht das Skifahren denn noch für einen Unterschied, wenn der Berg eh schon so intensiv genutzt wird?
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Re: News am Grünten

Beitrag von Julian96 » 23.07.2019 - 18:51

Richtig. Außerdem ist die Fläche die mit dem Mountainbike, Wanderweg oder Coaster etc. verbaut ist ja die gleiche die auch zum Skifahren genutzt wird. Warum sollte man also eine Bahn die eh in Planung ist nur im Sommer nutzen, wenn man sie genauso noch effizienter nutzen kann, indem man sie ganzjährig betreibt.
Ich sage ja ganz oder gar nicht, erschlossen ist erschlossen und unberührt ist unberührt. Sinnlos wäre es extra zwei Berge zu verbauen um am einen im Sommer und am anderen im Winter was bieten zu können.
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