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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Tyrolens » 10.11.2019 - 08:45

Wooly hat geschrieben:
09.11.2019 - 22:39

Dein Nick passt schon sehr gut ... ich denke, das sich solche Projekte bald von selber erledigen werden, wenn die nächsten Generationen Skifahren gehen, da die noch mal eine ganz andere Sicht auf Umwelt etc. haben als Menschen wie Tiroler Oldie, die nicht aus ihrer alten Weltsicht (heute Filterblase) herauskönnen ... der Bürgermeister von Sölden aus dem Interview kommt auch so rüber.
Glaubst du das echt? Ich nicht. Ich weiß schon, was die Generation Z oder die Millenials sind, aber ich hatte auch noch nicht mit einer Generation zu tun, die mehr heiße Luft verbreitet.
In den Großraumskigebieten triffst du die jedenfalls haufenweise an. Deren Umgang mit der Natur kannst du beim Variantenskifahren gut beobachten. Jungwald = egal. Für den schnellen Genuss tun die alles.
Aus diesem Grund gehe ich auch keine Skitouren mehr. Mir reicht's schon, wenn ich sehe, wie die unseren Hausberg verspuren. Gefahren wird grundsätzlich alles.

Was danach kommt, wer weiß es schon. In meiner Verwandtschaft gibt es jede Menge Knirpse. Die leben eigentlich ein ganz normales Leben mit Skikursen usw.


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manitou
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von manitou » 10.11.2019 - 10:27

Werna76 hat geschrieben:
09.11.2019 - 11:37
Bezüglich der Übernachtungszahlen möchte ich nur anmerken, dass bei den Zahlen von Sölden Obergurgl, Hochgurgl, Vent und Zwieselstein inkludiert sind.
Und die Nr.1 im Skitourismus in Österreich ist uneinholbar Ischgl, die haben fast so viel auf der Habenseite was Sölden als Schulden hat.
Danke für den Hinweis - das hatte ich nicht auf dem Schirm. Ich hab Gurgl für nen eigenen Ort gehalten.
Dieser m.E. wichtige Aspekt wird auch nirgends in den vielen östereichischen Tourismusstatistiken herausgestellt. Überall sieht es so aus, als ob Sölden die führende Winterdestination ist.

Ich hab mal versucht die Zahlen von Gurgl und Vent zu abstrahieren. Das ist nicht einfach, weil separate Zahlen im Internet kaum auffindbar sind. Gurgl liegt bei ca. 450.000Ü, d.h. wenn wir mit Vent 500.000Ü abziehen haben wir ungefähr die reinen Ü-Zahlen von Sölden. Das würde das Ranking deutlich verschieben:
Sölden liegt nun in Tirol mit leichtem Vorsprung Kopf an Kopf mit Ischgl. Wenn wir nun jedoch das Kriterium Skigebietesgröße mit einfließen lassen, ist Ischgl tatsächlich vorne.

Es gibt dann allerdings einen Kandidaten im Salzburger Land, der sich auf die Nr.1 im Österreichischen Skizirkus schiebt und das ist Saalbach. Ohne Gurgl liegen die knapp vor Sölden und haben zudem auch noch das größte Skigebiet. Sallbach ist auch im Sommer stärker als die beiden Tiroler Destinationen, denn Saalbach hat in den letzten 10 Jahren sehr viel Geld in den Sommertourimus gesteckt.
https://www.wko.at/branchen/tourismus-f ... n-2019.pdf
Würden wir den Arlberg mit Lech-Zürs und St.A zu einer Region addieren, wären die die Nr.1 und wenn demnächst die Verbindung Saalbach/Zell hergestellt ist und die dann als eine Destination kooperativ auftreten, dann wären die wieder die Nr. 1
Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum Sölden im Wettbewerbswahn unbedingt den Gletscherausbau will...

Julian96
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Julian96 » 10.11.2019 - 11:53

ralleycorse hat geschrieben:
10.11.2019 - 08:23
Ach j-d-s...
Du solltest mal akzeptieren, dass es Menschen gibt die anders denken als Du.

Ich jedenfalls bin ganz bewusst seit der Notweggeschichte NICHT mehr ins Pitztal gefahren. Und das Verhalten der Bergbahnen vor der letzten Saison hat mich darin bestärkt.
Bei einem Zusammenschluss werde ich dann nicht mehr nach Sölden fahren, auch wenn ich es bedaure - die Kombination Gletscher und Winterskigebiet hat schon was.

Der Lange
Gleiches gilt für dich. Wenn du es für richtig hältst das Pitztal deswegen zu boikottieren ist das natürlich dein gutes Recht. Ich käme allerdings nie auf die Idee, mir den Spaß am schönen Pitztaler Gletscher selbst zu nehmen, nur weil da dieser Weg gebaut wurde. Im Gegenteil das Pitztal wird von mir nur angefahren, wenn der Notweg befahrbar ist, weil er für mich zu den Highlights des Skigebiets gehört und eine der schönsten Talabfahrten überhaupt ist.

Was glaubst du was wir in Deutschland alles lassen müssten, weil es irgendwo nicht mit rechten Dingen zu geht oder eigentlich nicht vertretbar ist. Keine Kleidung aus Asien, keine Rücksendungen bei Online Bestellungen, keine Produkte von Nestle, keine Filme von Disney, keine Verbrennungsmotoren, keine Elektroautos, keine Handys, keine Flugreisen, kein Internet...man könnte alles ablehnen, hätte dann aber selbst kein Leben mehr.

Wenn dich das Vorgehen von Pitztal/Sölden so stört, entscheide selbst für dich. Aber genau so musst auch du sehen, dass es nach wie vor sehr viele gibt, denen das ziemlich Wurst ist, oder die es zumindest in kauf nehmen. Dass die breite Masse gerade am umdenken sein soll...also ich spüre davon überhaupt nichts wenn ich beim skifahren bin. Auf einzelne mag das zutreffen, aber sicher nicht die Mehrheit.

Ich gebe dir bedingt recht, dass inzwischen deutlich mehr Leute sagen, das was wir jetzt an Skigebieten/Pisten haben reicht und man soll sich auf die Pflege und Verbesserung der bestehenden Infrastruktur beschränken. Das Bewusstsein der Auswirkungen hat sicherlich eine stärkere Gewichtung erfahren. Die Ablehnung gezielter Skigebiete aufgrund diesem oder jenen ist aber immer noch selten. Meist ist es eher so, dass am Anfang sehr großer Protest da ist und nach kurzer zeit wird es doch von der großen Mehrheit angenommen. Ich stehe selbst ja auch mehrheitlich hinter dem Gedanken, dass wie genug Skigebiete haben. Ich bin auch gegen abgefahrene Dinge wie Riesenräder in den Alpen etc. Die Gletscherverbindung zählt für mich aber noch zu den lohnensten Neuerungen die im Raum stehen. Da wurde in den letzten Jahren schon viel gebaut was ich deutlich weniger sinnvoll finde.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von sir_ben » 10.11.2019 - 15:11

Tyrolens hat geschrieben:
10.11.2019 - 08:45
Wooly hat geschrieben:
09.11.2019 - 22:39

Dein Nick passt schon sehr gut ... ich denke, das sich solche Projekte bald von selber erledigen werden, wenn die nächsten Generationen Skifahren gehen, da die noch mal eine ganz andere Sicht auf Umwelt etc. haben als Menschen wie Tiroler Oldie, die nicht aus ihrer alten Weltsicht (heute Filterblase) herauskönnen ... der Bürgermeister von Sölden aus dem Interview kommt auch so rüber.
Glaubst du das echt? Ich nicht. Ich weiß schon, was die Generation Z oder die Millenials sind, aber ich hatte auch noch nicht mit einer Generation zu tun, die mehr heiße Luft verbreitet.
In den Großraumskigebieten triffst du die jedenfalls haufenweise an. Deren Umgang mit der Natur kannst du beim Variantenskifahren gut beobachten. Jungwald = egal. Für den schnellen Genuss tun die alles.
Aus diesem Grund gehe ich auch keine Skitouren mehr. Mir reicht's schon, wenn ich sehe, wie die unseren Hausberg verspuren. Gefahren wird grundsätzlich alles.

Was danach kommt, wer weiß es schon. In meiner Verwandtschaft gibt es jede Menge Knirpse. Die leben eigentlich ein ganz normales Leben mit Skikursen usw.
Das ist ne völlig sinnfreie Argumentation von euch: jede ältere Generation jammert über die jüngere, weil die Dinge anders machen. Jüngere jammern, weil die Alten kein Verständnis haben. Tiefschnee wurde schon immer gefahren wo es nur geht. Und nie von einigen auf alle schließen: nur weil sie gleich alt sind, können Jugendliche, Senioren, Arbeitende usw, völlig unterschiedliche Ansichten haben...
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von j-d-s » 10.11.2019 - 18:51

ralleycorse hat geschrieben:
10.11.2019 - 08:23
Ach j-d-s...
Du solltest mal akzeptieren, dass es Menschen gibt die anders denken als Du.

Ich jedenfalls bin ganz bewusst seit der Notweggeschichte NICHT mehr ins Pitztal gefahren. Und das Verhalten der Bergbahnen vor der letzten Saison hat mich darin bestärkt.
Bei einem Zusammenschluss werde ich dann nicht mehr nach Sölden fahren, auch wenn ich es bedaure - die Kombination Gletscher und Winterskigebiet hat schon was.

Der Lange
Mit der Verbindung ist halt das Angebot Sölden+Pitztal so gut, dass die locker auf Leute die so denken verzichten können.

Übrigens wäre ich ohne den Notweg auch nie zum Pitztaler gefahren, weil es ohne den einfach sehr klein wäre. Alle Statistiken zu Skigebietsverbindungen in letzter Zeit zeigen direkt danach starke Gästezuwächse, ergo ist bewiesen, dass es weitaus mehr Leute gibt die wegen einer Verbindung kommen als welche die wegen ihr nicht kommen.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski
Saison 19/20 [27]: Portes du Soleil, Anzere, Vercorin, St. Luc-Chandolin, Gstaad-Rougemont, 2x 4V (Verbier etc.), Gstaad-Zweisimmen, Zermatt-Cervinia, Crans-Montana, Galibier Thabor, Espace Diamant, Les Sybelles, 2x Paradiski, Vialattea, 2x 3V, Spieljoch+Kaltenbach, Axamer Lizum+Muttereralm, 2x Skiwelt, Kitzbühel, Mayrhofen, 3 Zinnen+Padola, SFL, SHLF, ...

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von GIFWilli59 » 10.11.2019 - 19:05

j-d-s hat geschrieben:
09.11.2019 - 23:15
Und ich finde es ehrlich gesagt schon ein starkes Stück, eine massive Missachtung der Demokratie, wenn Aktivisten oder Regierungen aus Wien oder Deutschland auch nur ein einziges Wort mitreden wollen wenn es um eine Infrastrukturmaßnahme in Tirol geht.
Fairerweise sollte man dann aber auch darauf verzichten, einen Ausbau z. B. des Fernpasses zu fordern. ;-)
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Pistencruiser » 10.11.2019 - 19:10

:lol:
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Tyrolens » 10.11.2019 - 19:27

sir_ben hat geschrieben:
10.11.2019 - 15:11
Das ist ne völlig sinnfreie Argumentation von euch: jede ältere Generation jammert über die jüngere, weil die Dinge anders machen. Jüngere jammern, weil die Alten kein Verständnis haben. Tiefschnee wurde schon immer gefahren wo es nur geht. Und nie von einigen auf alle schließen: nur weil sie gleich alt sind, können Jugendliche, Senioren, Arbeitende usw, völlig unterschiedliche Ansichten haben...
Du bestreitest aber nicht den Ski(touren/Varianten) Boom, oder? Früher hat es sich halt besser verteilt und vieles wurde damals nicht gefahren. Gerade der letzte Punkt ist doch Fakt. Das werden dir hier viele bestätigen.

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Schneefuchs » 10.11.2019 - 19:43

ralleycorse hat geschrieben:
10.11.2019 - 08:23
Ach j-d-s...
Du solltest mal akzeptieren, dass es Menschen gibt die anders denken als Du.

Ich jedenfalls bin ganz bewusst seit der Notweggeschichte NICHT mehr ins Pitztal gefahren. Und das Verhalten der Bergbahnen vor der letzten Saison hat mich darin bestärkt.
Bei einem Zusammenschluss werde ich dann nicht mehr nach Sölden fahren, auch wenn ich es bedaure - die Kombination Gletscher und Winterskigebiet hat schon was.

Der Lange
Na dann, bleibst Du halt weg. Wenn es etwas leerer ist ist es doch viel schöner. Mich motiviert es eher hinzufahren. :wink:

Und wenn jemand Verbindungsbahnen ohne Pisten nicht mag muss er sie ja nicht benutzen.

Insgesamt wird die Verbindung aber wahrscheinlich mehr Gäste anziehen als abschrecken.
simmonelli hat geschrieben:
09.11.2019 - 21:18
Insbesondere weil die Bergbahnen bei den Folgekosten im Tal ( Stichworte Verkehr, Müll, ...) einen schlanken Fuss machen.
Die externen Gewinne (Hotels, Gastronomie, Tankstellen,...) streichen sie aber auch nicht ein.

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von simmonelli » 11.11.2019 - 09:09

Schneefuchs hat geschrieben:
10.11.2019 - 19:43
simmonelli hat geschrieben:
09.11.2019 - 21:18
Insbesondere weil die Bergbahnen bei den Folgekosten im Tal ( Stichworte Verkehr, Müll, ...) einen schlanken Fuss machen.
Die externen Gewinne (Hotels, Gastronomie, Tankstellen,...) streichen sie aber auch nicht ein.
Naja, dann schau Dir mal die Verbindungen der handelnden Personen zu Bergbahnen / Hotels / Gastronomie an. Wohnt nicht der Falkner sogar im 5*-Haus seiner Schwester? Und das die Tankstellen im Tal (!) profitieren halte ich gefühlsmäßig für falsch ... kann ich aber ehrlicherweise nicht belegen.
Saison 19/20: 2x Sölden, 1x Engelberg, 3x Davos, 2x Arosa-Lenzerheide, 1x Fieberbrunn, 1x Buchensteinwand, 1x Steinplatte, 1x Nachtski Söll, 1x Bolsterlang, 3x Hochkönig
Saison 18/19: 2x Sölden, 3x Klausberg, 1x Speikboden, 1x Weissenbach, 1x Grindelwald, 2x Lenzerheide, 1x Holzelfingen, 1x Feldberg, 1x Fellhorn/Ifen, 3x Hochkönig, 1x Steinplatte, 2x Buchensteinwand, 1x St.Johann/Tirol, 2x Laax

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Kris » 11.11.2019 - 11:58

Spannender als mit Skis in Molassen an Menschenmassen mitzufliessen (die sollen ja weiterhin mehr werden, das ist ja der eigentliche Sinn vom geplanten Zusammenschluss) ist fuer mich ein Spaziergang per Pedes an einem kristallkaren warmen Novembaertag. Mit dabei Trincerone, mit dem stets die Garantie fuer gute interessante Gespraechs- und Actionbasierte Explorationstage gegeben ist....
Am Rettenbachferner hinten entlang des ehem.Panoramalifts ging es zunaechst hinauf, oben durch den Skitunnel und am Rettenbach wieder hinab.

Was einem dabei begegnet, was man sieht und wie das alles gesamthaft wirkt habe ich versucht in einem kleinen Film festzuhalten....

https://www.facebook.com/story.php?stor ... =bookmarks


Enjoy :-)
Zuletzt geändert von Kris am 11.11.2019 - 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von oerx » 11.11.2019 - 12:26

Danke für das Video, es sieht zunächst nach interessanten Eindrücken aus, leider wird mir bei dieser ungewöhnlich schnellen Schnittfolge sofort schlecht, gibt es die Eindrücke ggf. auch ohne Video? :naja:

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Werna76 » 11.11.2019 - 16:47

Da derzeit noch nicht alle notwendigen Gutachten vorliegen, plant die Landesumweltschutz-Abteilung den Verhandlungsbeginn zur Gletscherehe Ötztal-Pitztal am 22. Jänner 2020. Bis dahin sollte das Gesamtgutachten fertig ausgearbeitet sein.
https://www.krone.at/2040313
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von snowflat » 11.11.2019 - 17:45

Die Tiroler Gletscherskigebiete Pitztal und Ötztal wollen sich zusammenschließen. Ob sie das dürfen, bleibt noch länger unklar. Als voraussichtlicher Verhandlungsbeginn für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde am Montag der 22. Jänner genannt.
Gletscherehe wird im Jänner geprüft
Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Xtream » 11.11.2019 - 18:21

lt. uvp gutachten sollen fernerkogl 2&3 getrennte bahnen ohne durchfahrbetrieb werden wobei letztere sogar „nur“ als 5m/s bahn projektiert ist! macht ja auch sinn für die kurze strecke die stationen minimal auszuführen....

sinnvoll wäre meiner meinung auch eine talbeförderung an fernerkogl 3.... dazu konnte ich aber bisher keine informationen finden :!:

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von wellblech » 12.11.2019 - 07:47

Habe heute diese Seite zum ersten Mal gesehen. Sehr viele Infos und eine gute Visualisierung:

https://www.pitztal-oetztal.tirol/das-projekt/

Klare Stellungnahme der Befürworter.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Pistencruiser » 12.11.2019 - 08:43

wellblech hat geschrieben:
12.11.2019 - 07:47

Klare Stellungnahme der Befürworter.
Ja klar, was denn sonst?
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Pitztaler Gletscherbahn, Ötztaler Gletscherbahn
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Viel Marketing-Schönfarberei dabei und das übliche Gewäsch zwischen den Zeilen a la "wenn das nicht kommt droht uns allen die Verelendung" blablupp.....
Arbeitsplätze, etc..... Der Benni wird natürlich auch eingespannt.

Aber gut visualisiert ist es natürlich.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von gernot » 12.11.2019 - 10:50

ist eigentlich der zusätzliche verkehr, der durch das projekt entsteht teil der uvp?

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Marco » 12.11.2019 - 16:56

Auch auf seilbahn.net gibt's nen Artikel über die Verbindung:

http://www.seilbahn.net/sn/berichte/ber ... =agh586zyf

Im wesentlichen eine Kurzform des bereits oben verlinkten Pitztal-Oetztal-Projektberichts.
IceTigers rulez !


fettiz
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von fettiz » 12.11.2019 - 17:06

manitou hat geschrieben:
09.11.2019 - 08:50
Habe mir die von User gernot verlinkte TV-Diskussion angeschaut,
https://www.puls4.com/pro-und-contra/vi ... hen-766848
und musste feststellen, dass sie mich als Touristiker doch herausfordert – dessen Ergebnis dieses kritische Essay ist:

Dieses Mädel vom WWF geht ja gar nicht – was die für einen plakativen und manipulativ suggerierenden Mist von sich gibt ist typisch für diese Ökofundis. Da hat der Söldener Bürgermeister gut gegengehalten. Aber auch der Bürgermeister verdreht und beschönigt die Situation – er verharmlost u.a. die Dimension der Bergkuppenabtragung – gleichermaßen wie die Ökos sie übertreiben – und erzählt Unwahrheiten über die wirtschaftliche Notwendigkeit und den Arbeitsmarkt.

Ich selbst bin eher skeptisch, ob die Abtragung der dortigen Bergspitze umweltschädlich ist.
Schauen wir jedoch auf die gegenwärtige behördliche Handhabung und das Brimborium, welches bereits die Abtragung eines ca. 6m hohen Kamms im Pitztal ausgelöst hat – dann dürfen die Behörden vom Prinzip her keinen Abtrag von 36m zulassen. In Relation zu den Geländekorrekturen, die beim Straßenbau oftmals erfolgen, ist diese Bergkuppe allerdings ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Die folglich wichtige Frage – welchen grundlegenden Bewertungsmaßstab legen wir an –wurde leider nicht diskutiert!

Im zweiten Teil, der Diskussion ging es dann über die touristischen Auswirkungen des Projektes und da wurde es für mich interessant: Der Grüne wollte hinterfragen, woher die kalkulierten +160tsd, Ü eigentlich kommen; werden sie andernorts abgezogen oder neu generiert (ab Min. 42). Der Grüne hat völlig recht, dass hier eine tourismuspolitische Frage zu klären ist. Dem sind die beiden Tourismusexperten ausgewichen und haben zur Realität eines gnadenlosen Verdrängungswettbewerbs im Ski-Tourismus geschwiegen oder herumgeredet, wenn Zellmann positivistisch sagt, dass das Projekt den Wettbewerb ankurbeln soll.

Prima – dann bauen demnächst alle anderen Gletscher auch aus! – und es werden weitere Gletscherflächen neu erschlossen. Sie müssen sich ja dem Wettbewerb anpassen.

Der Typ macht es sich ziemlich einfach – m.E. verantwortungslos! Er stammelt in Min 42.39 vor sich hin, dass bei einem solchen Zusammenschluss der Egoismus der Betroffenen vor Ort obsiegt!
Hallo - Ich spreche dem Mann volkswirtschaftliche Tourismuskompetenz und Verantwortungsbewusstsein als Berater ab. Wie will der Typ jemanden objektiv beraten? Wie will er mit jener Einstellung eine kleine Destination beraten? Packt ein und macht zu? oder redet er denen dann nach umgekehrt mit Mitgefühl gegen die Großen nach dem Maul – ganz in der Manier einer Hure, die bezahlt wird?!

Und der Bürgermeister hat hier ebenso sehr geschickt und mit indirekter Suggestion auf die Tränendrüse hinsichtlich der Existenzsicherung von einst am Hungertuch nagenden Talbewohnern gedrückt (Stichwort arme Bergbauern mit einer ausgemergelten Kuh; Min 7.40). Richtig liegt er mit seiner Darstellung der Tourismusentwicklung: Zuerst haben die Alpenvereine den Sommertourismus in den Bergen als Massentourismus mit unzähligen Hütten erschlossen – und heute sind sie gegen eine andere Form der Erschließung. Da könnte ich kindisch sagen: „Du hast angefangen…!“

In einem Zeitungsartikel stand, dass im Pitztal 800 Gästebetten abgebaut wurden, der Söldener Bürgermeister sprach von einem Übernachtungsrückgang und einer Abwanderung der Leute, weshalb Arbeitsplätze geschaffen werden müssen. Wenn man das genauer analysiert erweist sich diese Argumentation als suggestiver Käse:

1. Übernachtungen:
Hier müsste zunächst geprüft werden, wo im Tal standen diese 800 Betten und was war der wirkliche Hintergrund ihres Verschwindens.
Die Statistik zeigt, dass schlecht ausgestattete Hotels und einfache Privatunterkünfte/Pensionen einen starken Ü-Rückgang hatten, d.h. sie sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Entweder sie investieren oder sie sterben, das wird auch nicht verhindert durch einen Skigebietsausbau.
Jener fördert vielmehr den Neubau von modernen Großhotels, wodurch das Sterben der vorgenannten Herbergen zunimmt. Im Schwarzwald z.B. wurden seit 1990 ca. 20% der Herbergen aufgegeben. Allerdings sind die Übernachtungszahlen nicht zurückgegangen, sondern sind seit 2005 sogar um ca. 5% gestiegen. Hier findet folglich ein Aussiebungsprozess nicht wettbewerbsfähiger Herbergen statt zugunsten einer höheren Wirtschaftlichkeit und Auslastung der bestehenden Herbergen – unter ökonomischen Gesichtspunkten also insgesamt eine positive Entwicklung mit punktuellen Sorgenkindern. Ähnliches passiert auch in Tirol – weniger Betten sind oft gesund. In Oberstdorf bspw. hat ein Expertenteam vor einigen Jahren den Abbau von 15% der Bettenkap. empfohlen, für eine effizientere Bewirtschaftung.
Während andere seit den 90er Jahren Betten abbauen, betreiben Sölden und Ischgl seit den 90er Jahren massive Bettenexpansion. Folglich schaffen die sich selbst den Druck jene zu belegen und müssen ihre Skigebiete ausbauen. Ein Hamsterrad.

Gerade die beiden Destinationen Sölden/Ischgl (und auch Saalbach) sind ja keine klassisch-traditionellen Skiorte wie jene https://www.bestofthealps.com/de/, sondern sie sind eher ein künstliches Expansionsprodukt.
Bis Anfang der 80er Jahre waren Winter/Sommer in Sölden ungefähr ausgeglichen, dann setzte man auf Winter pur und knallte nach oben. Der Sommer wurde im hinteren Ötztal total vernachlässigt. Auch der jetzige Sommertourismus spielt sich vorwiegend im vorderen Ötztal ab. Derzeit macht Sölden ca. 2,5 Mio Ü mit ca. 17.000 Betten davon 80% im Winter. Vgl. Oberstdorf macht 2,7 Mio Ü mit 17.000 Betten, davon ca. 65% im Sommer. Die Wintersaison ist kürzer als die Sommersaison. Wie will Sölden im Winter Übernachtungszahlen steigern mit einem Skigebietsausbau? Der Ort hat kaum noch freie Kapazitäten und jedes neu gebaute Bett steht im Sommer leer, weil keine Nachfrage existiert. Nur mal so am Rande: Der Neubau eines Hotelbettes der 4Sterne-Kategorie kostet summiert ca. 70.000€

Sölden ist im Wintertourismus die uneinholbare Nr.1 in Tirol (und ganz Österreich). Sölden hat einen Übernachtungsvorsprung von 30% gegenüber der Nr. 2 Ischgl.
https://www.tirol.gv.at/fileadmin/theme ... r_2018.pdf
Der sorgenvolle Söldener Bürgermeister jammert über existentielle Themen – was soll das? Tatsächlich will Sölden als Marktprimus den anderen noch mehr wegnehmen – Falkner ist so ein „to the top“ Typ. Ich kenne solche Charaktere und ihre Einstellungen zu gut aus zig persönlichen Auseinandersetzungen. Mit Vernunft ist denen leider nicht zu begegnen. Söldens massive Expansion ist das Werk von Falkner – der ist genauso egozentrisch unersättlich wie Jeff Bezos, Donald Trump und zig andere Wirtschaftsmogule.
https://www.zeit.de/2013/01/Skiort-Soel ... ob-Falkner
Ja – Falkner hat viel positives für Sölden getan, aber man muss kritisch fragen, ob diese Expansionspolitik nicht übers Ziel hinausschießt?!
Sölden hat nun das Problem, dass man für die Gästeanzahl zu wenig Pisten hat. Sölden braucht folglich die Erweiterung ins Pitztal. Nun kann man aber auch argumentieren, wer so raffgierig ist, hat selbst schuld an dem jetzigen Dilemma.

Und nun wird gejammert, etwa in der Weise wie die Bayern, wenn sie nicht Tabellenführer sind. Sölden (-1,5%) und St. Leonhard (-5%) haben tatsächlich einen Übernachtungsrückgang im Winter – Sölden sogar mit 34tsd die zahlenmäßig höchsten in Tirol. Allerdings sind -1,6% in Sölden in dieser Größenordnung eher als normale Schwankung zu betrachten.
Vielleicht haben aber auch ein paar kluge Skifahrer vom Sölden-Rummel die Nase voll?!

In St. Leonhard sind -5% schon gravierender. Man muss jedoch berücksichtigen, dass der für das Pitztal so wichtige Monat Oktober nicht in der Winterbilanz erfasst wird, sondern im Sommer und da ist die Bilanz im Pitztal in den letzten Jahren recht gleichbleibend. 2017/18 war ein guter Winter und Ostern war Ende März - es ist klar, dass dann das Pitztal mit seinem Gletscher ins Hintertreffen gerät, denn die Leute buchen dann niedrigere Skigebiete. Mit einem Gletscherausbau kann man solche Schwankungen also nicht ausgleichen, denn im Hochwinter ist es auf dem Gletscher zu kalt und folglich wird das Pitztal (außer Jerzens) noch mindestens 15Jahre weniger interessant für die Monate Jan/Feb sein.

Tirol hat ca. 40% Sommertourismus und 60% Wintertourismus. Das Pitztal liegt hier statistisch ziemlich im Trend, allerding kann man wirklich sagen, dass das Pitztal vom Ski-Tourismus abhängig ist, denn der Oktober im Pitztal mit großem Abstand der stärkste Sommermonat. Diese Zahlen zeigen, dass angesichts des Klimawandels Investitionen verstärkt in den Sommer gesteckt werden müssen und nicht in den Winter, um nachhaltig gerüstet zu sein. Hier sehe ich keine Anstrengungen im Pitztal.

Die Ü-in Tirol stiegen seit Jahrzehnten bis heute kontinuierlich an, d.h. dem Tourismus geht es sehr gut – jammern ist fehl am Platz bzw. internen Gründen geschuldet – und zumeist Auswirkungen des selbst verschuldeten Verdrängungswettbewerbes, den die Großen anfeuern – und genau das sieht man gegenwärtig auch mit der Gletscherehe, die Sölden noch weiter nach vorne katapultieren würde.
Grafik 20 in der oben verlinkten Landesstatistik verdeutlicht, wie der Skigebietsgigantismus einer klassischen Wintersportdestination wie Seefeld im Winter die Gäste wegnimmt, weil jene topografisch nicht ausbauen können. Seefeld steht hier beispielhaft für viele kleine und mittlere Destinationen. OK - es braucht größere Skigebiete als Seefeld, aber der Gigantismus braucht gesunde Grenzen. Andererseits zeigt die Stagnation von Tux und Stubai, dass dem Gletscher-Ski Grenzen auferlegt sind, die Sölden/Pitz nun gewaltsam durchbrechen wollen.

Man will 120 Mio. Euro investieren und damit die Wirtschaft im Tal ankurbeln und 160.000 zusätzliche Übernachtungen generieren d.h. auch 160.000 weitere Ersteintritte. Wollen die uns verarschen?! Wie soll sich das amortisieren?
Da müssen mind. noch einmal die gleiche Anzahl an Tagesgästen hinzukommen – und genau das wird passieren! Juhu - viel Spaß auf dem Fernpass und in den Talstraßen. Die sind dafür gar nicht ausgelegt. aber das soll möglichst nicht publik werden. Aber das hat der Grüne in der Diskussion auf dem Schirm. Es wird eine zusätzliche Belastung von ca. 5000-7000 PKW pro Wochenende geben. Die Ü-Gäste reisen ja zudem auch meist am WoE an.

Die Bergbahnen kalkulieren die eigentlichen Kosten für Straßenbelastung nicht ein – das zahlt dann der Steuerzahler – und genau das ist eine Milchmädchenrechnung genauso wie die Wirtschaft die CO² Belastung nicht auf dem Schirm hatte und am liebsten weiterhin nicht haben will. Würden die Bergbahnen für die erforderliche Verkehrsstruktur aufkommen müssen (beispielsweise eine Bahnstrecke durchs Ötztal bauen), wäre das Gletscherprojekt hier und jetzt sofort tot – oder der Skipass müsste ca. 90€ kosten. Das wäre eine realistische Kostenkalkulation!

Auch die Skifahrer selbst sind ziemlich uneinsichtig und maßlos geworden, denn nach dem Preis ist die Größe des Skigebietes das zweitwichtigste Buchungskriterium (Min. 43). Die Ansprüche der Skifahrer und der Ausbauwahn befeuern sich hier gegenseitig in einer unheilvollen Allianz. Zudem ist Skifahren ein Luxus des gut situierten „obersten Drittel“, sagt Zellmann.
Allgemein gesagt: Diese egozentrische „schneller weiter höher“ Mentalität, welches in allen Teilen der konsumorientierten Bevölkerung und in allen Branchen zu verzeichnen ist, trägt die größte Verantwortung für die Probleme der Globalisierung und des Klimawandels.


2. Arbeitskräfte:
Auch das Arbeitskräfteargument des Söldener Bürgermeisters ist haltlos. Touristische Arbeitskräfte werden in der Landesstatistik grob erfasst. Man kann errechnen, dass Sommer wie Winter ca. 17.000 Einheimische im Herbergswesen arbeiten, d.h. der Einheimischen Arbeitsmarkt ist konstant und gesättigt, denn im Sommer werden zusätzlich ca. 19.000 ausländische Kräfte benötigt und im Winter >23.000. Man kann klar erkennen, dass gar keine Arbeitslosigkeit im Tourismusgewerbe herrscht – im Gegenteil es existiert massiver Arbeitskräftemangel. Nun will uns der Bürgermeister glauben machen, dass Einheimische aus den Tälern abwandern, weil keine Arbeitsperspektiven bestehen – was für eine Märchenstunde! Sie ist mindestens genauso lächerlich und phobisch/hysterisch wie das Geschwätz der Ökofundis.

Junge Leute verlassen die Täler, weil sie ihr Leben verwirklichen und die Welt erleben wollen – deshalb zieht es sie in die Städte. Sie wollen in anderen Jobs arbeiten und nicht im Tourismus, denn sie wollen Freitags um 13 Uhr Feierabend haben und das Wochenende genießen. Die wenigsten sind noch bereit, am Wochenende zu arbeiten, doch genau solche Jobs fördert/produziert der Skitourismus. In dieser Hinsicht wäre die Gletscherehe kontraproduktiv. Das wäre ungefähr so, als wenn VW ein riesiges Werk auf Bornholm errichten würde, obwohl es dort keine Arbeitskräfte gibt. Die Gletscherinvestition geht also am realen Arbeitsmarkt vorbei.
Gleichwohl ist die Aussage des Experten in der Diskussion wohl richtig, dass in Tirol jeder 3. Arbeitsplatz in der Wertschöpfung vom Tourismus abhängig ist. Die Einheimischen wollen aber offensichtlich nur noch indirekt für den Tourismus arbeiten und nicht mehr unmittelbar, sonst bräuchte es nicht die Osteuropa-Armee in der Gastro/Hotellerie.

Auch Willingen verliert seine jungen Leute und außer Osteuropäern wollen auch junge Leute nicht nach Willingen ziehen, weil es wie Sölden ein „Kuhkaff“ ist – beide Orte haben 3000 Einwohner. Und obwohl das Kuhkaff Willingen eine Freizeitinfrastruktur und ein ganzjähriges Nachtleben hat (Sölden hat es nur im Winter), mit dem quasi keine Stadt unter 100.000 Einwohnern mithalten kann, wollen sie da nicht hin, sondern in die Ballungsräume.
Gleichermaßen wollen viele junge Tiroler lieber im infrastrukturell gut erschlossenen Inntal oder gleich in Innsbruck-Nähe leben.
Die Arbeitsplatzaussagen des Bürgermeisters sind folglich irreführendes Geschwätz.
Den Bergbahnen geht es gar nicht um Arbeitsplätze im Tal, und die zusätzlich bei den Bergbahnen benötigten Arbeitskräfte halten sich volkswirtschaftlich in Grenzen.

Fazit:
Sölden ist Amazon im Skitourismus – eine unersättliche Krake, die sich mit der Gletscherehe seine „Macht“ im Skizirkus ausbauen will. Bislang gibt es in A keine Skidestination, die sowohl den Gletscher- als auch Industrie-Skimarkt dominiert – und das ist gut so! Deshalb sollte es die Gletscherehe nicht geben.
Beinahe optimale Beschreibung - die Schlüsse sind sicher noch genauer herauszuarbeiten.
Grundsätzlich habe ich die Situation in Kürze auch schon so gemeint - aber niemals so differenziert beschrieben. Was sicher fehlt ist die Umsatzseitige Betrachtung der Tourismussaison. Gerade bei Auslastung und Umsatz/Nacht müssen mit berücksichtigt werden.
Der Schluss, das es die Verbindung nicht benötigt, ist dagegen fraglich. Das Skigebiet ist sicher groß, aber im Entwicklungspotential limitiert. Deswegen ist die Verbindung von Sölden auch sinnvoll. ABER: Sölden benötigt die Erschließung vom Tal her nicht. Im Gegenteil - je besser die Erschließung aus dem Pitztal ist, desto eher könnte es touristisch eine Alternative sein aus dem Pitztal zu starten. Eine sinnvolle Verbindung von Sölden muss vom Markenkern her spektakulär sein, aber nicht zwangsläufig die so umfassend.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von fettiz » 12.11.2019 - 17:10

noisi hat geschrieben:
09.11.2019 - 10:42
Was für eine Beitrag. Fundiert und unideologisch. Es gibt sie noch, die interessanten Beiträge und Diskussionen. Sie gehen nur in der Flut von Einzeilern unter.
manitou hat geschrieben:
09.11.2019 - 08:50
Sölden ist Amazon im Skitourismus – eine unersättliche Krake, die sich mit der Gletscherehe seine „Macht“ im Skizirkus ausbauen will. Bislang gibt es in A keine Skidestination, die sowohl den Gletscher- als auch Industrie-Skimarkt dominiert – und das ist gut so! Deshalb sollte es die Gletscherehe nicht geben.
Danke, man kann eigentlich zu keinem anderen Schluss kommen.
Naja - Krake, Amazon etc. Das sind schon ideologische Vergleiche...
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Julian96
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Julian96 » 12.11.2019 - 17:58

Pistencruiser hat geschrieben:
12.11.2019 - 08:43
wellblech hat geschrieben:
12.11.2019 - 07:47

Klare Stellungnahme der Befürworter.
Ja klar, was denn sonst?
IMPRESSUM
Für den Inhalt verantwortlich bzw. Gesamtherstellung:
Pitztaler Gletscherbahn, Ötztaler Gletscherbahn
Redaktion: Polak | Agentur für Kommunikation
Viel Marketing-Schönfarberei dabei und das übliche Gewäsch zwischen den Zeilen a la "wenn das nicht kommt droht uns allen die Verelendung" blablupp.....
Arbeitsplätze, etc..... Der Benni wird natürlich auch eingespannt.

Aber gut visualisiert ist es natürlich.
Und auf der anderen Seite, "wenn das kommt geht die gesamte Natur des Ötztals zu Grunde". Ehrlich ist da wohl keine Seite, man würde nur eigentlich erwarten, dass diejenigen die für ein so nobles Ziel wie den Umweltschutz werben es mit Wahrheiten und Fakten genauer nehmen als profitgierige Geschäftsleute. :naja:
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von j-d-s » 12.11.2019 - 19:31

Die Verbindung liegt doch eh nicht im Ötztal, sondern im Pitztal...
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski
Saison 19/20 [27]: Portes du Soleil, Anzere, Vercorin, St. Luc-Chandolin, Gstaad-Rougemont, 2x 4V (Verbier etc.), Gstaad-Zweisimmen, Zermatt-Cervinia, Crans-Montana, Galibier Thabor, Espace Diamant, Les Sybelles, 2x Paradiski, Vialattea, 2x 3V, Spieljoch+Kaltenbach, Axamer Lizum+Muttereralm, 2x Skiwelt, Kitzbühel, Mayrhofen, 3 Zinnen+Padola, SFL, SHLF, ...

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Julian96 » 12.11.2019 - 20:29

Ja stimmt, ändert aber nichts an der Kernaussage
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Tiroler Oldie » 12.11.2019 - 21:05

ralleycorse hat geschrieben:
10.11.2019 - 08:23
Ach j-d-s...
Du solltest mal akzeptieren, dass es Menschen gibt die anders denken als Du.

Ich jedenfalls bin ganz bewusst seit der Notweggeschichte NICHT mehr ins Pitztal gefahren. Und das Verhalten der Bergbahnen vor der letzten Saison hat mich darin bestärkt.
Bei einem Zusammenschluss werde ich dann nicht mehr nach Sölden fahren, auch wenn ich es bedaure - die Kombination Gletscher und Winterskigebiet hat schon was.

Der Lange
Schön das nicht mehr jeder nach Sölden oder ins Pitztal fährt.
Dann ist mehr Platz für alle die das gefällt.
Und dies wird die Mehrheit sein.
Denn die Größe des Skigebietes und die Schneesicherheit ist das wichtigste was die Masse der Skifahrer möchte.
Und beides wird durch dieses Projekt stark verbessert.

Aber es ist auch wichtig das es Leute gibt wie der Lange.
Damit auch die kleinen Gebiete die nichts investieren und bauen ( können ) überleben.
Leider gibt es zu wenige Skifahrer die Gebiete mit vielen Schleppliften und langsamen Sesselliften und einfacher Beschneiungsanlage besuchen und deren überleben sichern.


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