Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Diskussionen über neue Lifte, Pisten, Restaurants, Beschneiung etc.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von LOL » 15.02.2020 - 23:03

Interessant wie viel mediales Interesse rund um dieses Projekt herrscht. Dabei werden nur 3-4 neue Bahnen entstehen. In Frankreich wird viel mehr gebaut, planiert, betoniert, geklotzt und "zerstört". Dort entstehen Skigebiete mit 1000 Pistenkilometer und mehr. Dazu werden ganze Chaletdörfer ins Hochgebirge geklotzt. Wo sind da die Umweltschützer, die diese Projekte verhindern? Wo sind da die Medienberichte?? Wo sind da die Petitionen dagegen??? Nichts. Keine Videoberichte. Keine Zeitungsartikel. Kein öffentliches Interesse. Tja, die Bergbahngesellschaften dort wirds freuen, wenn die benachbarte Konkurrenz ausgestochen wird...
Deshalb mein Standpunkt: Pitztal und Sölden zusammen würden für heutige Standards eine optimale Skigebietsgröße ergeben. Die 1-2 Zubringerbahnen vom Pitztal werden so oder so kommen, da der Schrägaufzug nicht mehr zeitgemäß ist. Warum den Zubringer also nicht so bauen (wie in der derzeitigen Projektplanung vorgesehen), dass ein Skigebietszusammenschluss mit 1-2 weiteren Bahnen leicht möglich ist, als ihn, wenig sinnvoll, an anderer Stelle zu errichten. Die Lifte werden zudem in hochalpiner Lage errichtet. Skifahren wird dort oben auch die nächsten hundert Jahre möglich sein. Außerdem: Meines Erachtens ein wichtiger Punkt: Warum sollte es in Österreich Ausbaugrenzen für Skigebiete geben, wenn es in anderen Ländern auch keine gibt. Wenn Ausbaugrenzen und Erweiterungsverbote, dann nur im gesamten Alpenraum. Und die Argumentation, dass ein Liftneubau so viel ökologischen Schaden anrichtet, kann ich nicht ganz verstehen. Die strengen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen müssen die Bergbahnen sowieso erbringen. Und mit dem durch den Zusammenschluss erwirtschafteten Gewinn könnte man zusätzlich Umweltschutzprojekte finanzieren.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Werna76 » 16.02.2020 - 01:47

LOL hat geschrieben:
15.02.2020 - 23:03
Und mit dem durch den Zusammenschluss erwirtschafteten Gewinn könnte man zusätzlich Umweltschutzprojekte finanzieren.
Ja, man könnte zB Umweltschutzprojekte zum Schutz hochalpiner Gebiete finanzieren :wink:
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Pancho » 16.02.2020 - 09:32

Oder....

...man baut damit Umweltschutzorganisationen in Frankreich auf. Müsste natürlich geheim erfolgen. So eine Art grüne Guerilla-Operation... :mrgreen: :mrgreen: :lach:
Sehenswerte Standortbestimmung zur Coronakrise:
https://youtu.be/3z0gnXgK8Do

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Wurzelsepp » 16.02.2020 - 22:01

LOL hat geschrieben:
15.02.2020 - 23:03
Interessant wie viel mediales Interesse rund um dieses Projekt herrscht. Dabei werden nur 3-4 neue Bahnen entstehen. In Frankreich wird viel mehr gebaut, planiert, betoniert, geklotzt und "zerstört". Dort entstehen Skigebiete mit 1000 Pistenkilometer und mehr. Dazu werden ganze Chaletdörfer ins Hochgebirge geklotzt. Wo sind da die Umweltschützer, die diese Projekte verhindern? Wo sind da die Medienberichte?? Wo sind da die Petitionen dagegen??? Nichts. Keine Videoberichte. Keine Zeitungsartikel. Kein öffentliches Interesse.
Dort passiert aber auch nicht mehr allzu viel, diese "Ferienfabriken" wurden bis ca. 1980 gebaut, inzwischen noch etwas vergrössert und saniert. Die Skigebiete werden nicht unbedingt vergrössert, einzig die Gebiete von La Plagne und Les Arcs wurden mit einer PB ohne Pisten miteinander verbunden, sonst passiert dort nicht mehr viel.... natürlich werden Bahnen ersetzt und modernisiert, aber das passiert ja in Österreich genauso.

Warum nicht so viel "Wesen" darum gemacht wird?? Hat sicher auch mit der Sprache zu tun und wohl auch mit der "Seelenverwandschaft" der Deutschen und Österreicher. Es ist für DACH-Leute (und die sind hier anzutreffen) einfacher einen Bericht in der TT zu lesen und verstehen und sich seine Meinung zu bilden als einen Bericht aus dem Dauphiné... und dass der BR eher aus dem benachbarten Tirol als dem gefühlt viel ferneren Savoyen berichtet ist auch naheliegend.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von basti.ethal » 18.02.2020 - 15:08

Highlander hat geschrieben:
14.02.2020 - 18:36
philippe ch hat geschrieben:
14.02.2020 - 17:28
Da noch was zum diskutieren:

https://www.youtube.com/watch?v=aphGpbu_C5c

Reportage vom BR.
da braucht man gar nicht diskutieren... :biggrin:

das ist eine ziemlich einseitige Dokumenation aus Sicht des Alpenvereins und anderer Gegner dieses Projektes...

In diesem Beitrag kommen nur die Gegner zu Wort...
in einem ausgewogenen Beitrag hätte man auch einmal die Argumente der Befürworter aufzeigen können, wie zum Beispiel ein Interview der beiden Bürgermeister der Talgemeinden Sölden und Sankt Leonhard...
Eine Australierin die seit 10 Jahren in Sölden lebt... da gibt es sicherlich Einheimische welche schon seit Geburt in Sölden leben, und die dieses Projekt aber befürworten.... :biggrin:

ein typischer Alpenvereinsbericht eben....
Wunderbar einseitig berichtet.
Auch die Auswahl der Protagonisten hat ja schon RTL2 Format :ja:
Für mich neu und an Genialität unserer Grünen Freunde nicht zu übertreffen ist das Argument der Pioniervegetation.
Jetzt können ratz fatz Flächen, die vom Gletscher freigelegt wurden als unbedingt schützenswert dargestellt werden. Denn nur genau dort am Mittelbergferner schmilzt der Gletscher und nur dort in den Alpen wachsen plötzlich Pflanzen.....

Ein Hoch auf die Öffentlich-Rechtlichen!
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Stefan » 18.02.2020 - 20:12

simmonelli hat geschrieben:
11.02.2020 - 13:27
Und noch ein interessantes Zitat: "Im strukturschwachen Pitztal glaubt man, dass nur die "Gletscherehe" den wirtschaftlichen und demografischen Niedergang aufhalten kann. Doch der Blick auf die Ötztaler Tourismushochburg Sölden ist verklärt: Sölden hat im vergangenen Jahrzehnt knapp ein Viertel seiner Einwohner verloren, der Profit kommt hauptsächlich Seilbahnern und Hoteliers zugute, während das Preisniveau für Einheimische gestiegen ist."

Quelle: https://www.zeit.de/2020/04/kaunertal-g ... al/seite-2

Ich bleibe also dabei: es ist gut, dass nicht im Tal, sondern weit weg, vor einem ordentlichen Gericht, über diesen Zusammenschluss entschieden wird. Allen Beteiligten vor Ort (und damit meine ich beide Seiten) fehlt es m.E. an Abstand und vor allem Objektivität.
Lustig, die Zahlen der Statistik Austria sind ganz andere:
1991 2738
2001 3066
2011 3365
2019 3119
https://www.statistik.at/blickgem/G0201/g70220.pdf
https://www.statistik.at/blickgem/gemDe ... emnr=70220
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von skifam » 18.02.2020 - 21:41

"Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast."
Zitat von mflws. Haack, Dibelius und sicher nicht
Churchill oder Goebbels

Auf jeden Fall aber richtig.

Was jeder wissen müsste: ohne den Tourismus, und da ist der Skitourismus nunmal der Vorreiter gewesen, wären die Alpentäler so gut wie leer, bis auf ein paar EU- Förderbauern...
Jeder der etwas anderes behauptet, sorry.....

Aber allein der Beginn des Beitrages"Was können Berge sagen..."
Ein unbewusstes Signal zum Wegschalten oder Fremdschämen.
Übrigens Kunst ist das anfangs gezeigte sicher nicht eher Wunst....

Aber kaum ein Beitrag zeigt soviel Egomanen, die ihre eigene Psychopathologie anderen aufzwingen wollen.
MagnumPISkifam in 2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec 2x dann wg Schneemangel ab in die Alpen.. 2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital 2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord) 2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada, 2015/2016 Zermatt, Kandel, Klinovec, Hintertux, Klinovec, Zermatt, Klinovec,


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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von simmonelli » 19.02.2020 - 11:41

Stefan hat geschrieben:
18.02.2020 - 20:12
simmonelli hat geschrieben:
11.02.2020 - 13:27
Und noch ein interessantes Zitat: "Im strukturschwachen Pitztal glaubt man, dass nur die "Gletscherehe" den wirtschaftlichen und demografischen Niedergang aufhalten kann. Doch der Blick auf die Ötztaler Tourismushochburg Sölden ist verklärt: Sölden hat im vergangenen Jahrzehnt knapp ein Viertel seiner Einwohner verloren, der Profit kommt hauptsächlich Seilbahnern und Hoteliers zugute, während das Preisniveau für Einheimische gestiegen ist."

Quelle: https://www.zeit.de/2020/04/kaunertal-g ... al/seite-2

Ich bleibe also dabei: es ist gut, dass nicht im Tal, sondern weit weg, vor einem ordentlichen Gericht, über diesen Zusammenschluss entschieden wird. Allen Beteiligten vor Ort (und damit meine ich beide Seiten) fehlt es m.E. an Abstand und vor allem Objektivität.
Lustig, die Zahlen der Statistik Austria sind ganz andere:
1991 2738
2001 3066
2011 3365
2019 3119
https://www.statistik.at/blickgem/G0201/g70220.pdf
https://www.statistik.at/blickgem/gemDe ... emnr=70220
Da sieht man mal wieder, dass man immer direkt an der Quelle recherchieren müßte und sich nicht auf Sekundärquellen verlassen sollte ...

Hat "Die Zeit" wohl rausgesucht was Ihnen passt bzw. ist in die Falle gelaufen, dass zufällig die letzten 10 Jahre einen Rückgang zeigen. Die einzigen Jahre die nämlich einen Rückgang belegen, sind zufällig der Vgl.-Zeitraum 2008 (3.754 Einwohnen) zu 2018 (3.145) - voila: fast -20% 8)

Ist jetzt zwar für die Diskussion nicht komplett relevant, aber vielleicht interessant: aus den Zahlen kann man auch sehen, daß es seit 2002 kein einziges Jahr gab, in denen die Wegzüge innerhalb Österreichs nicht größer waren als die Zuzüge. Das Einwohnerniveau in Sölden wird praktisch nur durch Einwanderung aus dem Ausland gehalten.
Saison 19/20: 2x Sölden, 1x Engelberg, 3x Davos, 2x Arosa-Lenzerheide, 1x Fieberbrunn, 1x Buchensteinwand, 1x Steinplatte, 1x Nachtski Söll, 1x Bolsterlang, 3x Hochkönig
Saison 18/19: 2x Sölden, 3x Klausberg, 1x Speikboden, 1x Weissenbach, 1x Grindelwald, 2x Lenzerheide, 1x Holzelfingen, 1x Feldberg, 1x Fellhorn/Ifen, 3x Hochkönig, 1x Steinplatte, 2x Buchensteinwand, 1x St.Johann/Tirol, 2x Laax

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Werna76 » 19.02.2020 - 12:10

Die Zahlen jeglicher Quellen haben keinerlei Aussagekraft ohne zu wissen wieviele tatsächliche Hauptwohnsitze es sind und wie viele davon nur auf dem Papier bestehen.
Sölden hat sicher nicht das Niveau von Kitzbühel bezüglich Zweitwohnsitze bzw. bewusst falsch angegebener Hauptwohnsitze, aber in den letzten 15 Jahren hat mans auch im Oberland nicht mehr so genau genommen was auf heimischen Boden passiert.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von simmonelli » 19.02.2020 - 16:33

Ich hatte eigentlich vermutet, dass das Problem "Zweitwohnsitz" in Sölden nicht so präsent/relevant ist. Aber ja, wenn es eine gewisse Größenordnung erreicht, kann man die Zahlen so nicht wirklich nutzen.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Tiroler Oldie » 19.02.2020 - 21:12

simmonelli hat geschrieben:
19.02.2020 - 16:33
Ich hatte eigentlich vermutet, dass das Problem "Zweitwohnsitz" in Sölden nicht so präsent/relevant ist. Aber ja, wenn es eine gewisse Größenordnung erreicht, kann man die Zahlen so nicht wirklich nutzen.
In den letzten 15 Jahren konnte oder wollte man sich von äußeren Einflüssen nicht mehr abschotten.
z.B: gelang es M-Preis ein Geschäft in Sölden zu eröffnen, gelang es Russen Hotels in Sölden zu kaufen, gelang es Zweitwohnsitzlern sich in Appartment-Häusern einzukaufen. Ob Gut oder Schlecht soll sich jeder seine Meinung bilden.
Dadurch ist sicher schnelleres Wachstum möglich, aber es geht auch immer mehr Geschäft an den Einheimischen vorbei.
Aber von Kitzbühel ist man noch weit entfernt.

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von simmonelli » 21.02.2020 - 13:55

Problem mit diesen Sachen ist ja, dass wenn Gelegenheitsbesucher und Aussenstehende wie ich das anfangen vor Ort wahrzunehmen, es wirklich schon extrem fortgeschritten ist. Und dann ist meistens auch zu spät.

Aus Interesse: warum ist es News, dass M-Preis einen Supermarkt eröffnet? Die gibt es doch wie Edeka in D überall in Österreich ... und es gab ja auch vorher schon Supermärkte wie Spar etc.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Chense » 23.02.2020 - 11:22

Stefan hat geschrieben:
18.02.2020 - 20:12
simmonelli hat geschrieben:
11.02.2020 - 13:27
Und noch ein interessantes Zitat: "Im strukturschwachen Pitztal glaubt man, dass nur die "Gletscherehe" den wirtschaftlichen und demografischen Niedergang aufhalten kann. Doch der Blick auf die Ötztaler Tourismushochburg Sölden ist verklärt: Sölden hat im vergangenen Jahrzehnt knapp ein Viertel seiner Einwohner verloren, der Profit kommt hauptsächlich Seilbahnern und Hoteliers zugute, während das Preisniveau für Einheimische gestiegen ist."

Quelle: https://www.zeit.de/2020/04/kaunertal-g ... al/seite-2

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In einem Punkt trifft es der Artikel aber genau .. hatten das Thema mit einem dieser EU-Förderbauern in Südtirol ... o-ton - lieber würd man neben dem Bauer sein noch arbeiten gehn damit ist man aber abgehängt also vermietet man und weiss am Ende (welch weise Einsicht) selbst, dass man damit zur Teuerung beiträgt und ehrliches Handwerk mehr oder weniger verdrängt zugunsten einer "10% mehr pro Jahr Einstellung" die sich langfristig so nicht halten lassen wird
Erst wenn der letzte SL stillgelegt,
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und die letzte Piste modelliert ist,
werdet Ihr herausfinden, daß der Skisport tot ist!

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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von philippe ch » 06.03.2020 - 19:43

Hier noch eine meiner Meinung ausgewogenere Reportage über die Gletscherehe:
Direktlink

Beide Parteien kommen zu Wort.
Zuletzt geändert von maba04 am 06.03.2020 - 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gletscherverbindung Pitztal-Sölden

Beitrag von Firn77 » 17.03.2020 - 19:14

philippe ch hat geschrieben:
06.03.2020 - 19:43
Hier noch eine meiner Meinung ausgewogenere Reportage über die Gletscherehe:
Direktlink

Beide Parteien kommen zu Wort.
Danke für den Bericht! Den kannte ich noch nicht und find ihn tatsächlich sehr ausgewogen. Der vom BR ist halt vom Bergsteigermagazin - aus deren Blickwinkel - das find ich nur zu verständlich, dass der so ist, wie er ist.

Ich fahr super gern nach Sölden, aber ich liebe auch den Blick von der inneren schwarzen Schneid rüber auf den Mittelbergferner. Bei all dem Trubel hinter einem ist die Ruhe vor einem, mit der "schlafenden" Braunschweigerhütte und den unberührten Gipfeln immer wunderschön anzusehen. Es muss doch nicht immer höher, größer, weiter sein. Wenn man einmal im Sommer am Rettenbach oder am Tiefenbachferner war - da grausts einem und man ist dankbar, dass im Winter der gnädige Schnee drüber liegt. Man muss doch nicht noch mehr vergewaltigen, nicht noch mehr auf diese Art und Weise irreperabel kaputt machen. Wir haben doch genug Platz - der Natur sollte der auch - in weit größerem Mass - zugestanden werden. Meine Meinung.

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