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Skischaukel Winterberg/Wurmberg/Harz: Was tut sich?

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Beitrag von trincerone » 27.08.2004 - 16:13

@mcmaf: seh ich auch so. Aber seit wann bist Du denn offen für Mittelwege? ;) ;) ;)

P.S. Ist Bad Godesberg eigentlich das Godesberg wo das Godesberger Programm geschrieben wurde?


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McMaf
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Beitrag von McMaf » 27.08.2004 - 16:19

Hehe :lol: beim Skifahren/Boarden kann man Mittelwege halt schonmal in kauf nehmen :wink: .

Ja ist das Bad Godesberg, wo die Sozialdemokratsichen Grundsätze (glaub ich) verfasst wurden. immernoch sind hier viele Botschaften aus ärmeren Ländern die den Umzug nach Berlin nicht bezahlen wollten. Auch viele Politiker wohnen hier noch. Ich glaube der Clement wohnt hier, und noch andere. Auf jedenfall sinds relativ viele dafür, dass Bonn eigentlich keine Rolle mehr spielt.

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720°
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Beitrag von 720° » 27.08.2004 - 16:24

hey Leute bleibt mal ein wenig realistisch. Ich hätte auch keinen Bock in Winterberg skizufahren, weil mir da einfach zuviel los ist, der Harz, na ja...die Abfahrten gehen grösstenteils wohl am besten mit Schlittschuhen...

und wenn Ihr schreibt, da fahr ich eh nur zweimal hin, lieber in die Alpen, volle Zustimmung, WAS MEINT IHR WARUM ICH FREIWILLIG VON NRW IN DEN "FREISTAAT BAYERN" ZIEHE?? Wegen dem tollen politischen Klima, wegen dem Super Bier?? Wegen der Toleranz der Menschen hier??

Aber Ihr oder Wir, sind ambitionierte Skifahrer/Boarder, die einen gewissen Anspruch haben. Jetzt überlegt mal wieviel Prozent der Norddeutschen, Holländer und Belgier, solche Ansprüche haben?? Die wenigsten und für die reichen Berge wie im Harz oder im Sauerland.

Und im Sauerland würde keiner auf die Idee kommen ne 6KSB ohne Beschneiung zu bauen! Ist ein Fakt und sorry, aber Ihr seid auch absolut nicht deren Zielgruppe.

Schaut mal ins WDR Fernsehen, wenn die Ihre Schneekanonen einschalten, da gibts dann in Winterberg eine Mordsparty, einfach
weil die Leute dort total geil auf Schnee sind.

Im Hunsrück übrigens gibt es seit letztem Winter auch Beschneiungsanlagen (ratet mal von wem??). Da stehen die Leute
eine Stunde lang an, für eine poppelige Schleppliftfahrt. Da kannst
Du auch keine Tageskarten kaufen, wozu auch, man steht ja eh fast
nur an. Aber dort ist die Hölle los und der Rubbel rollt!!

Daniel
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Beitrag von Daniel » 24.09.2004 - 22:12

Hochinteressanter Artikel heute im Göttinger Tageblatt.

Die ersten Aussagen über konkrete Planungen von Schierker Seite aus:
Seilbahn soll Harzorte verbinden

Schierke plant Anlage zum Wurmberg / Wintersportzentrum am Nationalpark

Von Rüdiger Meise, Braunlage/Schierke
Der Wurmberg im Harz soll nach Planungen der Ortschaften Schierke und Braunlage zu einem in Norddeutschland herausragenden Wintersportzentrum ausgebaut werden. Vom Ort Schierke aus soll eine knapp drei Kilometer lange Seilbahn den Berg hinaufführen. Mehrere neue Pisten und Lifte für alpinen Wintersport seien geplant, erklärt der Schierker Kurdirektor Rüdiger Ganske. Dafür sei eine 74 Hektar große Waldfläche oberhalb von Schierke aus dem Nationalpark Hochharz herausgelöst worden. Das Projekt solle die schon bestehenden Aufstiegsanlagen und Pisten zwischen Wurmberggipfel und Braunlage ergänzen. Zurzeit suchen die Harzorte nach einem Investor für das Projekt, das 15 Millionen Euro kosten werde.
Die Seilbahn ist als ganzjähriges Verkehrsmittel geplant. Sie soll im Winter Skifahrer zu den Pisten und Hochloipen befördern und im Sommer Touristen und Wanderer auf den Wurmberg bringen. Außerdem könnte sie gemeinsam mit der schon bestehenden Seilbahn, die von Braunlage aus auf den Wurmberggipfel führt, als umweltfreundliche direkte Verkehrsverbindung zwischen den Ortschaften Schierke und Braunlage dienen, sagt Ganske. Eine solche „Skischaukel“, die zwei Orte verbindet, sei nördlich der Alpen einmalig.
Das Vorhaben mit dem Namen „Schierke 2000“ sieht außer dem Bau der Seilbahn vor, einen Sessellift und einen Schlepplift zu errichten. Eine 200 Meter breite und ungefähr 700 Meter lange Piste soll vom Fuß der 971 Meter hoch gelegenen Wurmbergschanze bis auf 710 Meter zum kleinen Winterberg hinabführen. Ein Skiweg werde diese Piste mit dem Ort Schierke verbinden, erklärt Ganske.
Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2003 räumt dem Projekt wirtschaftlich gute Chancen ein. Um die Anlagen Gewinn bringend zu betreiben, sei allerdings eine künstliche Beschneiung der Pisten im Winter nötig.
Der Eingriff in die Natur bereitet Ganske keine Sorgen, sagt er. Der Bau der Seilbahnanlage sei möglich, weil der betreffende Bereich im September 2001 aus dem Nationalpark Hochharz herausgelöst wurde. „Die Seilbahn wird direkt an der Nationalparkgrenze den Berg hinaufführen“, erläutert Ganske. Die Skipiste sei allerdings auf einer Windwurffläche geplant, die vor Jahren mit Fichten wieder aufgeforstet wurde. Diese Bäume müssten gerodet werden – ebenso wie der Fichtenbestand unterhalb der möglichen Seilbahn und auf dem geplanten Skiweg ins Tal.
Das Entscheidende aber kommt jetzt - die Skizze.

Bild

Quelle: Göttinger Tageblatt/ HAZ-Grafik

Man sieht wie gut die Montage von Frank war, Respekt. Das Bild kommt diesem hier sehr nahe.

Um mal die wichtigsten Aussagen zusammenzufassen:
Geplant sind: Eine Seilbahn, ein Schlepplift (sieht fast nach einem Kurvenschlepplift aus), ein Sesselift UND Beschneiung.

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Beitrag von McMaf » 25.09.2004 - 09:31

Wie soll man denn von dem rechten längerem Skilift wieder zurück auf die Talabfahrt oder überhaupt zu nem anderen Lift kommen? Da sehe Ich keine pistentechnische Verbindung... Nach der Skizze müsste man dann wieder Bergauf laufen.

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Beitrag von Ram-Brand » 25.09.2004 - 10:09

^^ Das hab ich mich auch gefragt. :?
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Beitrag von Daniel » 25.09.2004 - 19:31

Laut Bildunterschrift, die ich nicht zitiert habe, soll vom tiefsten Punkt der Piste, die durch die beiden Lifte markiert wird, ein Skiweg hinab zur Talstation führen. So wie ich das interpretiere ist dieser nicht in der Grafik eingezeichnet.

Die ganz oben eingezeichnete Piste muss der Grafik nach die Nordabfahrt sein, wobei die eingezeichnete Fläche bis an den Auslauf der Wurmbergschanze heranreicht, was bislang nicht der Realität entspricht.
Entweder sind das nun einfach kleinere Ungenauigkeiten in der Grafik, oder aber man plant eine Ausweitung der Pistenfläche in diesem Bereich. Letzteres könnte man damit erklären, dass durch die neue Seilbahn auch die Frequentierung der Pisten ansteigt (sich vermutlich verdoppelt). Außerdem hat die Bergstation selbst natürlich auch einen gewissen Platzbedarf. Wer die Situation an der Bergstation der Wurmbergseilbahn kennt, weiss, dass es oben schon jetzt recht eng zugeht.


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Beitrag von Ram-Brand » 26.09.2004 - 12:04

Ist zwar etwas eng da oben, aber noch genug Platz für eine Station
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Beitrag von Harzwinter » 28.09.2004 - 00:42

Hallo,

ich habe die Bahn-, Lift- und Pistentrassen des obigen, luftbildbasierten Projektentwurfs - mehr ist das laut Goslarscher Zeitung vom 27. September nicht - in einen Ausschnitt der aktuellen Schutzzonenkarte des Nationalparks Hochharz übertragen.

Bild

Wie man sieht, ist dort, wo der längere der beiden Lifte eingezeichnet ist, Nationalpark. Dieser Lift, laut dem von Daniel zitierten Bericht wohl die Sesselbahn, würde ca. 700 m lang. Aber wozu dort ein Sessel und kein Schlepper? Für mich ist unklar, ob der Lift in der im Luftbild dargestellten Variante ohne Berücksichtigung der Situation so eingetragen wurde oder ob es einen speziellen Deal mit dem Nationalpark gibt. Letzteres wäre klasse, aber aufgrund der Erfahrungen mit dem im Nationalpark gelegenen LSAP Hohnekopflift mag ich nicht dran glauben ...

Die Schierker Seilbahn würde ca. 2,5 km lang. Wozu kurz vor der Schanze Geld für eine sinnlose, teure Seilbahn-Mittelstation ausgegeben werden soll, ist mir schleierhaft. Kurz vor der Bergstation quert die Seilbahntrasse voraussichtlich den Rand des Auslaufs der Wurmbergschanze - ob das wohl genehmigt wird?

Auf der Karte des Nationalparks ist dank der Höhenlinien die Neigung der Talabfahrts-Trasse gut zu erkennen. Die untere Trassenhälfte hat auf 500 m Strecke ein flaches Stück mit nur ca. 25 m Gefälle. Leider hinkt beim Kartenlesen der Vergleich mit der Pistenneigung auf der niedersächsischen Seite des Wurmbergs. Die Karte stellt die Höhe auf sachsen-anhaltiner Seite in 5 m-Schritten, auf niedersächsischer Seite in 20 m-Schritten dar ... Dank an den Schöpfer des topographischen Werks. Bild

Unter Berücksichtigung der genannten Bedenken ist das sicherlich nicht die letzte Planungsgrafik, die wir für die Schierker Seite des Wurmbergs sehen. Aber immerhin ist es die erste offizielle, das lässt hoffen!

Frank
Zuletzt geändert von Harzwinter am 06.05.2005 - 07:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von F. Feser » 28.09.2004 - 13:19

also wie ich das seh, würde das wohl bedeuten, dass dort "oben" eins der modernsten wintersportzentren in "norddeutschland" bzw. deutschen mittelgebirgen entstehen würde:
1 Seilbahn mit 2.5 km länge geplant
1 Seilbahn bereits bestehend (Wurmbergseilbahn?!?)
1 Sesselbahn mit 700 m länge (wohl sb)
diverse SL im ganzen Gebiet (wieviele?)

relativ viele Pistenkilometer ...
kann das jemand mal genauer unter die lupe nehmen?
Werden dann aber schon die beiden wurmberggebiete zu "einem" oder?

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Beitrag von trincerone » 28.09.2004 - 13:37

Jetzt bräuchten wir nur noch einen Berg, wo es auch ein bischen bergrunter geht... ;)

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Beitrag von F. Feser » 28.09.2004 - 13:44

664 - 900 geht doch :) immerhin 250 hm!

grad richtig für anfänger etc.

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Beitrag von trincerone » 28.09.2004 - 15:03

Ja, aber auf welcher Distanz. Die Familie meines Vaters kommt aus Goslar - ich habe früher als Kind meines Weihnachts- und Sommerferien oft im Harz verbracht und kenn die Ecke ganz gut! Ich wünsche es der Region durchaus, dass die es schafft ein bisschen was vom touristischen Glanz ihrer Vergangenheit zurückzubekommen, aber ich traue dem Projekt so noch nicht, Wär nicht das erstemal, dass da nach Jahrzehntelangem Streit Millionen für eine Kopfgeburt ausgeben werden... Ich hoffe, da kommt was sinnvolles bei raus. Aber mir scheint, dass man sich dort mal wieder ein bisschen zu sehr über sich selbst freut: nur die Tatsache, dass dort zwei Orte miteinander verbunden werden (Schischaukel), wird die Leute kaum mehr als einmal anlocken, wenn das Gebiet nachher schitechnisch nichts taugt. Dennoch versteift man sich total drauf, dass das jetzt die einzige Schischaukel Norddeutschlands ist. Das klingt mir ein wenig nachdem etwas "hinterwäldlerischen" Geist (sorry), den ich von dort gewohnt bin. (Wie auch, dass es jahrelang Fahrten in offenen und geschlossenen Gondeln zu unterschiedlichen Preisen gab: war zwar immer etwas billiger für mich, aber die Idee sagt ja schon alles). Und ich sage nur Hexenrittlift: da haben sie tatsächlich einen Hang, wo mal wirklich runtergeht und dann ist der Lift nie offen (warum auch immer). Das ist einfach zu typisch!


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Beitrag von F. Feser » 28.09.2004 - 15:42

vielleicht investieren sie aber bald da rein :)

ausserdem: für die "masse" zählt: großes skigebiet, anfängergelände.

was wichtig bei schierke 2000 ist, ist dann die vollbeschneiung, aber die soll ja kommen, oder hab ich da jetzt was falsch verstanden

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Beitrag von trincerone » 28.09.2004 - 16:18

Du missverstehst mich: ich hab ich nicht "meine" alpinen Maßstäbe angesetzt, sondern durchaus die, die ich für massenkompatibel halte. Im Klartext: das heutige Schigebiet ist in weiten Teilen weniger steil als die meisten Sommerschigebiete. Man kann es großteils mit dem unteren Theodulgletscher in Zermatt vergleichen. Bis auf wenige Stellen ist es so flach, dass man nicht schwingen kann, sondern Schuss fahren muss, um anzukommen bzw. die Pisten sind zum einem nicht unerheblichen Teil auch schlichte Ziehwege.

Fazit: in seiner heutigen Form liegt das Gebiet deutlich unter dem Massenkompatiblen Gefälle: das ist kein Anfängergelände, das ist einfach nur flach. Die Pisten kannst Du locker als Anfänger mit Langlaufschiern runterfahren (das ist kein Witz, sondern ein Erfahrungsbericht).

Die anderen Harzer Schigebiete sind (waren) im ürbigen durchaus steiler und auch deshalb teilweise akzeptierter. Jedoch litten / leiden sie unter Schnemangel und der Tatsache, dass es oft nur zwei kurze Schlepper gibt /gab.

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Beitrag von Daniel » 28.09.2004 - 16:30

Tja, die Geschichte mit dem Hexenrittlift ist in der Tat sehr ärgerlich. Alles wenig kundenfreundlich.
Wobei sich mir im letzten Winter der Eindruck ewas aufgedrängt hatte, dass sich der Service doch Schritt für Schritt verbessert (keine "verwaisten" Einstiege an der Seilbahn mehr, d. h. Mitarbeiter, die die Gondeln voll besetzten, Raupen auch tagsüber unterwegs, einheitliches Outfit des Personals).

So arg flach, wie trincerone es beschreibt, empfinde ich es allerdings nicht. Der Nordhang und die Abfahrt zur Mittelstation lassen sich größtenteils gut fahren. Ich war schon mit meheren Anfängern dort und die empfanden das Gelände dort als sehr anfängerfreundlich. Sankt Andreasberg dagegen war ihnen zumeist eindeutig zu steil.

Von der Piste am Großen Winterberg bin ich, zumindest auf den ersten Blick, ganz angetan. Wenn man sich den Verlauf der Höhenlinien ansieht (stehen sehr eng zusammen, auch wenn nur in 5m-Schritten), dann könnte das zumindest in Teilen die anspruchsvollste Piste im Gebiet werden. Zudem wäre sie mit Sicherheit die breiteste.

Ich dachte, der Kurvenschlepper sollte der Rückbringung der Skifahrer auf die Braunlager-Seite dienen, auf Franks Bild sieht das nun aber ganz anders aus - als gäbe es dort keine Verbindung!?

Was die Mittelstation soll, ist mir auch schleierhaft. Wäre sinnvoll, wenn man irgendwie vom Sessellift über die Mittelstation wieder nach oben könnte, aber so?

Zu den Fragen zu Höhenunterschied, Liften usw. (@admin): Korrekt, die Skigebiete Wurmberg und Winterberg würden verbunden.

Braunlage - Wurmberg: 560-972 m (400 M HU offiziell, ab Mittelstation bis Tal aber nur Skiweg)

Schierke - Wurmberg (640-972m)
Winterberg (Ende Sessellift) nicht ganz 900m Höhe

Aufstiegsanlagen Braunlage (bisher):

Seilbahn (2,8 km Länge)
Nordlift (Tellerlift; auf Franks Karte zwischen "W" und "U" des Wortes Wurmberg)
Hexenrittlift
Kaffeehorstlift (beides Schlepplifte, auch auf der Karte eingezeichnet)

+ Neuanlagen Schierke (Beschneiung)

Pistenkilometer:

Braunlage 13 km, Schierke ?

Die Seilbahn in Schierke soll am Waldparkplatz beginnen. Wie hoch dieser liegt, ist mir nicht ganz klar, u. U. auch um die 640 m (Frank?). Der untere Teil vor der Talstation wird wohl sehr flach werden, das ist mir persönlich aber lieber als Flachstücke im oberen Bereich.

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Beitrag von trincerone » 28.09.2004 - 17:06

Um meine Ansicht noch mal etwas im Detail zu erläutern:

Pisten derzeit in Braunlage:

1. Piste EUB Bergstation - Mittelstation (Nr. 1 glaub ich):

Diese Piste ist ernstzunehmen. Sie bietet durchaus die Möglichkeit zu schwingen und passiert auch wechselndes Gelände, weiterhin ist sie großteils auch so breit, dass sie den Namen Piste Piste verdient. Geschätze Länge: 1,5 - 1,8 km. Sie entspricht in ihrem Gefälle eine normalen blauen Piste in den Alpen mit Schussstück unten, ist allerdings etwas enger als eine blaue Alpenpiste.

2. Piste EUB Mittelstation - EUB Talstation (ebenfalls Nr.1):

Sehr flach, im Prinzip entspricht sie einem gut ausgebauten Ziehweg (etwas breiter als ein normaler Waldweg, aber nicht viel, man fährt schließlich genau so einen Forstweg runter). Schwierig nur dann, wenn wieder mal Blankeis dominiert, ansonsten nur als Verbindungsweg zu betrachten. Anfänger haben vielleicht Schwierigkeiten, weil sie eng ist. Aber vom Gefälle her ein einziges langes Schussstück. Geschätzte Länge: ebenfalls 1,5km.

3. Piste Nr. 2 EUB Bergstation - EUB Talstation über linke Bergflanke Wurmberg:

Diese Piste existiert nur auf dem Plan! Man kommt über Waldwege irgendwo im Nirgendwo raus und darf dann durch den Wald zurück zur Mittelstation laufen. Ich weiß nicht, was die sich dabei gedacht haben. Von Piste kann keine Rede sein und Schilder zur Markierung der Route stehen dort auch nicht. Die kann man also vergessen.

4. Piste Nr. 3: EUB Bergstation - Kaffehorstlift Bergstation - EUB Mittelstation (rechte Bergflanke):

ebenfalls ein einziger langer Ziehweg, der sau eng ist und im Prinzip Schuss gefahren werden muss mit kurzem Anbremsen hin und wieder. Sicher für Anfönger wegen der extremen Enge und der oft eisigen Verhältnisse (zig mal getaut und nachts wieder gefroren) ein Problem. Aber in Prinzip auch keine Piste. Diese Abfahrt stellt einen nicht vor Pistentechnische Herausforderungen, sondern ist schlichtweg schlecht gemacht. Geschätzte Länge etwa 2km.

5. Kaffehorstpiste:

Diese ist von der breite her mal wieder eine richrige Piste. Sie ist recht flach, erlaubt aber durchaus Schwünge. Sie entspricht einer sehr leichten blauen Piste in den Alpen und ist sicher gut für Anfänger geeignet. Dies ist neben der eingangs beschriebenen Hauptabfahrt Bergstation - Mittelstation die zweite ernstzunehmende Abfahrt des Gebiet, alledings ist sie ziemlich kurz. Geschätze Länge: 800m

6. Hexenrittpiste:

Abgesehen vom va-et-vient Schlepper (nur zwei Bügel, Schlepper im Pendelbetrieb!) ist das das Highlight, was eine schitechnische Herausforderung angeht (und zwar aufgrund der Trassierung der Piste und nicht weil sie eng ist und der Schnee schlecht). Allerdings ist diese Piste bei allen meinen Besuchen nur ein einziges mal offen gewesen. Sie stellt im Prinzip den oberen Teil des Kaffejorsthanges dar. Dieser wird in der Mitte durch den oben beschriebenen Zeihweg zerschnitten. Unterhaln davon surrt der kaffehorstschlepper im flachen Teil, oben wartet der Hexenrittlift auf Inbetriebnahme.

7. Wurmberg Rückseite:

Hier erschließt ein kurzer Doppelschlepper einen netten und durchaus auch geneigten Hang, der früher schlicht durch die Zonengrenze nach untern begrenzt war (da biste verdammt dicht an die Grenze rangefahren!). Dies ist die dritte von Breite und Gefälle her ernstzunehmende Piste des Wurmberges, sie entspricht einer schon etwas steileren blauen Piste in den Alpen. Allerdings ist auch sie sehr kurz. Geschätze Länge 500m.

8. Es gibt wohl noch einen Ziehweg vom Kaffehorstlift zurück zur EUb Talstation, für den gilt aber das gleiche wie für die anderen Ziehwege: im Prinzip ist das eine Forststraße, die reichlich flach, aber oft vereist und eng, durch den Wald führt. Es kreuzen Wanderwege (Vorsicht!) und gelegentlich trifft man Rodler. Also keine Piste im Sinne der Alpen.

Fazit:

Verdient haben den Namen Piste nur ein die Hänge Kaffehorst, die Piste 1 (oberer Teil) und der hang am rückwärtigen Schlepper sowie der Hexenritt. Der Rest sind Ziehwege bzw. die Piste 2 existiert nicht.

Bedenkt man, dass der Hexenritt immer geschlossen ist, reduziert die Anzahl der mit Spaß zu befahrenen Pisten noch weiter. Insgesamt dürfte man auf kaum mehr als 3,5 - 4km Pisten kommen, wenn man die Ziehwege, die wirklich keinen Spaß machen, mal nicht mitzählt. Diese 4km wären für ein harzer Schigebiet jedoch vollkommen o.k. (Sonnstagsausflug), wenn sie wenigstens gut zusammenhängen würden. Jedoch muss immer wieder diese ewigen Ziehwege fahren, um von einem Teil des Gebiets in den nächsten zu kommen.

Das Gebiet hat durch aus Potential, es wird aber derzeit bei weitem nicht richtig genutzt. Dazu kommt ein grauenhafter Service und sehr angestaubt wirkende Strukturen. Man müsste einfach mehr draus machen!



Geschätze Länge: 500m

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Beitrag von trincerone » 28.09.2004 - 17:20

Verbesserungsvorschläge für das bestehende Gebiet

Wie im letzten Posting aufgezeigt, leidet das Gebiet sehr unter seiner Zerstückelung. Folgende Maßnahmen könnte das Gebiet meines Erachtens aufwerten:

1. Verbindung Wumberggipfel zum Hexenritt / Kaffehorsthang von oben her. Dort fehlen ja eh nur wenige Meter und man könnte den Leuten so den blöden Zeihweg ersparen und hätte bis zur Kaffehorsttalstation eine echte Piste mit anständiger Breite, Länge und Höhenunterschied. Würde die Piste vernünftig präpariert werden (was derzeit alles andere als der Fall ist!) wäre sie ohne Probleme auch für ungebübte Fahrer zu befahren. Der Hexenritt ist ja nicht besonders steil - seine Schwierigkeit rührt vielmehr aus der Tatsachen, dass er - wenn geöffnet - ein zerwühlter Tiefschneehang ist. Gut gewalzt stellt dieser hang sicher keinen Skifahrer - egal wie ungeübt - vor Schwierigkeiten. Die Verbindung nach oben zur EUB Bergstation würde ohne großen Aufwand, das Gebiet besser zusammenfügen und um eine gute Piste erweitern.

Zu überlegen wäre, obman beider Gelegenheit nicht mal Kaffehorstlift und Hexenrittlift durch einen Sessellift mit Bergstation auf dem Wurmberggipfel ersetzt - eventuell mit Mitteleinstieg bei der Bergstation des Kaffehorstliftes. Auch dadurch wär das Gebiet sicher aufgewertet.

2. Ausbau der Piste 2 zu einer richtigen und markierten Piste. Das Gelände bietet durchaus das Potential dazu. Dies wird derzeit jedoch nicht genutzt. Mit Schildern markiert und und hier und da etwas ausgebaut wär das sicher eine interessante "Erweiterung" des bestehenden Gebietes.

3. zu Überlegen wär nach dem Wegfall der Zonengrenze auch eine Verlängerung des auf der Rückseite gelegenen Doppelschlpeers nach untern. Dieser Hang bietet durch aus auch einiges an Potential.

4. Schlussendlich muss die Betreibergesellschaft vernünftig auftreten. Es braucht gut markierte und präparierte Pisten (der Berg soll fordern, nicht die schlecht makierte und vereiste Piste!), und ein Restaurant, wo man mehr als ein Mars, ne Wurst und einen unfreundlichen Kioskbetreiber wär vielleicht auch nicht verkehrt.

Die Erweiteung bietet sicher auch Potential. Aber so lange das Potential des bestehenden Gebietes so wenig genutzt wird wie bisher, verspreche ich mir von der Erweiteurng nicht viel.

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Beitrag von Harzwinter » 28.09.2004 - 19:46

@Daniel:
Ich dachte, der Kurvenschlepper sollte der Rückbringung der Skifahrer auf die Braunlager-Seite dienen, auf Franks Bild sieht das nun aber ganz anders aus - als gäbe es dort keine Verbindung!?
Nein, laut Luftbild-Projektskizze würde der Kurvenschlepper die Skifahrer lediglich bis zur ehemaligen Zonengrenze, der heutigen Landesgrenze auf dem sog. "Ulmerweg", bringen. Da ist keine Skipiste, nur eine Loipe. Ein Anschluss nach Braunlage müsste über die Bratwurstabfahrt erfolgen. Die läuft auf dem Luftbild aber ca. 50 Höhenmeter oberhalb der eingezeichneten Bergstation des Kurvenschleppers.

Der Sattel zwischen Wurmberg und Großem Winterberg ist auf ca. 150 m Breite bretteben. Da wird kein Schlepper fahren können. So, wie der Kurvenschlepper eingezeichnet ist, könnte er Skifahrer lediglich zur geplanten Mittelstation der Schierker Seilbahn zurückbringen.
Die Seilbahn in Schierke soll am Waldparkplatz beginnen. Wie hoch dieser liegt, ist mir nicht ganz klar, u. U. auch um die 640 m (Frank?).
Laut Karte 615 m.
Wie man sieht, ist dort, wo der längere der beiden Lifte eingezeichnet ist, Nationalpark.
Vielleicht noch mal für alle zur Info: Hochharzer Nationalparkterrain ist für den Bau des Skigebiets tabu. Die Nationalparker haben eine regelrechte Wintersportphobie. Das Gesetz über den Nationalpark Hochharz enthält kompromisslose Passi, nach denen die Errichtung wintersportlicher Anlagen und der Betrieb von Schneekanonen verboten ist. Daher scheidet die Errichtung des längeren der beiden Lifte an der vorgesehenen Stelle eigentlich von vornherein aus.

@trincerone:
Folgende Maßnahmen könnte das Gebiet meines Erachtens aufwerten:
1. Verbindung Wumberggipfel zum Hexenritt / Kaffehorsthang von oben her. ... Zu überlegen wäre, ob man beider Gelegenheit nicht mal Kaffeehorstlift und Hexenrittlift durch einen Sessellift mit Bergstation auf dem Wurmberggipfel ersetzt.
Ja, oder ergänzt, z.B. durch einen durchgehenden Lift auf der rechten Seite der Kaffeehorst- und Hexenrittpiste. Vgl. das qualitativ leider mäßige Foto der Pisten auf dem Wurmberg-Osthang. Darauf kann man auch sehen, wie flach der von der ehem. Zonengrenze zerschnittene Sattel zwischen dem Wurmberg und dem rechts daneben stehenden Großen Winterberg ist. (Ganz links ist übrigens die Große Klippe an der Braunlager Wurmbergabfahrt zu erkennen.)

Bild
2. Ausbau der Piste 2 zu einer richtigen und markierten Piste. Das Gelände bietet durchaus das Potential dazu. Dies wird derzeit jedoch nicht genutzt.
Ich denke, das hat seinen guten Grund. Die Wurmbergabfahrten auf Braunlager Seite sind pralle Südhänge. So lange die Talabfahrt nur ein schmaler Weg ist, spenden die hohen Fichten Schatten und schützen vor Ausaperung. Ein breiterer Pistenausbau könnte nur mit konsequenter Beschneiung einhergehen.
3. Zu Überlegen wär nach dem Wegfall der Zonengrenze auch eine Verlängerung des auf der Rückseite gelegenen Doppelschleppers nach unten. Dieser Hang bietet durch aus auch einiges an Potential.
Leider nein. Die Verlängerung des Nordhanges nach unten bietet nur Nationalparkterrain (vgl. Nationalpark-Karte oben).

Frank
Zuletzt geändert von Harzwinter am 06.05.2005 - 07:39, insgesamt 2-mal geändert.


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Beitrag von Harzwinter » 28.09.2004 - 20:19

Meldung in der Onlineausgabe der Goslarschen Zeitung vom 28. September 2004:
Vorerst keine Skischaukel

BRAUNLAGE/SCHIERKE. Es dauert offensichtlich noch mindestens zwei bis drei Jahre, bevor mit dem Bau einer Skischaukel zwischen Braunlage und Schierke überhaupt begonnen werden kann. Das hat Wernigerodes Landrat Dr. Michael Ermrich während des Brockenstammtisches auf GZ-Anfrage mitgeteilt.

Grund für diese Wartezeit ist nicht nur der fehlende Investor, sondern auch die fehlende Planung. Bislang gebe es für das ehrgeizige Projekt aus dem Programm „Schierke 2000“ nur eine Studie, sagte Ermrich. In die konkrete Planung mit Änderung des Flächennutzungsplanes oder Herauslösung aus „FFH-Gebieten“ sei noch nicht eingestiegen worden, weil der Gemeinde Schierke das Geld dazu fehle. Ermrich rechnet mit Gesamtkosten für die Planaufstellung in Höhe von 500.000 Euro.

Die Gemeinde Schierke hat das Geld nicht. Deshalb forderte der Landrat die Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt. Es müsse ähnliches wie in Thüringen geschehen. Der Freistaat habe den bekannten Wintersportort Oberhof im Thüringer Wald erfolgreich gesondert gefördert, so Ermrich.
Hat vielleicht jemand von Euch 15,5 Mio Euro übrig, damit es schneller geht? Bild

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Beitrag von trincerone » 28.09.2004 - 21:26

Die Gemeinde Schierke hat das Geld nicht. Deshalb forderte der Landrat die Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt.
Das ist genau das was mich nachdenklich macht. Ich habe von vielen subventionierten Projekten den Eindruck gehabt, dass dort - sobald das Geld nicht erwirtschaftet werden muss - alles mögliche geplant wird und weiß Gott nicht die effizienteste und dauerhafteste Lösung gewählt wird (lieber hier noch eine Mittelstation und da noch ein paralleler Sessellift u.ä.).

Ich begrüße einen Ausbau durchaus - aber ich habe noch wie vor ganz stark die Sorge, dass es an einem qualifizierten Planungsstab mangelt. Es erscheint mir eher so, als würde hier mal wieder im Gemeinderat rumgeplant - und wenn das Geld dafür dann noch vom Land kommt, muss man ja auch nicht so viel drüber nachdenken, wie mans ausgibt.

Nochmal: das ist eine große Chance für das gesamte Gebiet! Nutzt sie weise, liebe Feunde aus dem Harz!

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Beitrag von Daniel » 29.09.2004 - 15:11

15,5 Millionen? Das macht der Admin doch aus der Portokasse… Aadmiiin!!!!!
:wink:

Dieser Artikel bestätigt natürlich noch mal das, was vorher ohnehin schon klar war: Vor 2007 wird Schierke 2000 nicht realisiert.

Wahrscheinlich ist diese Entwicklung jetzt aber gar nicht so schlecht für das Projekt. Schließlich muss man davon ausgehen, dass ein privater Investor bei der Planung auch ein Wörtchen mitreden will, wenn er nicht die Planung ganz in die eigenen Hände nimmt. Es wird sich wohl kaum ein Investor finden lassen, der die Pläne der Gemeinde zu 100 % so umsetzt, wie die es gerne hätte. Insofern bin ich optimistisch, dass die Planungen, die wir jetzt gesehen haben, nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Auf der anderen Seite ist es normal, dass kleine Gemeinden Hilfe bei der Planung benötigen. Auch im Straßenbau ist es in Deutschland Gang und Gäbe, dass Teile der Kosten von Land oder Bund übernommen werden. Selbst wenn ein Investor schon bereitstände, würde dieser auf Landesmittel pochen.

@ trincerone:

Deiner Pistenbeurteilung kann ich eigentlich nur zustimmen. Gut zu fahren sind in Braunlage die Große Wurmbergabfahrt bis zur Mittelstation, der Nordhang, Kaffeehorst und Hexenritt. Die Abfahrten ins Tal sollte man sich tunlichst sparen. Persönlich finde ich den Weg vom Wurmberggipfel zum Kaffeehorst am schlimmsten.

Thema Erweiterungen/Modernisierungen:

Am dringendsten erscheint mir eine Modernisierung von Kaffeehorst- und Hexenrittlift. Wer schon einmal dort war, weiß, wie langsam der Kaffeehorstlift läuft und welche Schlangen sich dort an gut besuchten Tagen bilden. Eine Sesselbahn zum Gipfel würde diesen Makel beseitigen.

Auf der Nordseite sind den Erweiterungen durch den Nationalpark wohl enge Grenzen gesetzt. Wenn auch nicht nach unten, so könnte man m. E. doch eine Erweiterung der Pisten nach Westen, d.h. auf der anderen Seite des Tellerliftes in Erwägung ziehen, denn hier existiert ebenfalls eine breite Windwurffläche. Das würde eine Abfahrt zwar nicht verlängern, aber doch verbreitern. Für die jetzige Abfahrt ist der Nordlift ausreichend: Nicht zu langsam und auch für Anfänger gut geeignet.

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Beitrag von oli » 29.09.2004 - 15:39

@trincerone
Auch von mir ein Lob für die treffende Beschreibung der IST-Situation. Für mich, wie schon mal erwähnt, ein Grund dort nicht zum Skilaufen hinzufahren. Ich habe mir das im vorletzten Winter mal zu Fuß angesehen. Das hat mir gereicht. Der Gipfel war dann in der Tat das "Restaurant" an der Mittelstation. Dreckig, alt, teuer und unfreudlich. Denkbar schlechte Kombination. Wenn ich über lege wieviel Potential hier vorhanden ist. Bei der Lage. Das könnte ne Goldgrube sein.
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Dez: Opening in SFL________________Dez: Bad Kleinkirchheim
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März: Familie Grödnertal_____________Mai: Saisonabschluss im Stubai

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Beitrag von Harzwinter » 30.09.2004 - 20:09

Hallo,

kaum tun wir hier unseren Unmut über die Lift- und Pistenzustände am Wurmberg kund, soll dort investiert werden. Was lese ich da (in der Goslarschen Zeitung vom 30.09.2004)? "Die Warteschlangen vor den Liften werden schon im kommenden Winter viel kürzer ..." Ja, sollten die etwa wirklich ... ?!?

Und was kommt dann?
Jetzt auch mit Schlitten in die Seilbahn

BRAUNLAGE. Mit neuem Schwung blickt die Wurmbergseilbahngesellschaft der Zukunft entgegen. Ein neuer Flyer und viele neue Vorhaben sollen auch den Urlaubsort Braunlage attraktiver machen. So werden, wenn alles gut geht, die Warteschlangen vor den Liften schon im kommenden Winter viel kürzer. Und das nicht, weil weniger Wintersportler kommen, sondern weil das Unternehmen ein völlig neues Abrechnungssystem einführen will. "Wir wollen Chipkarten verkaufen, bei denen die Türen automatisch erkennen, ob der Skifahrer gezahlt hat", so der neue Geschäftsführer der Wurmbergseilbahn-Gesellschaft, Marcus Gross. Er hat im März die Geschäftsführung von seinem Vater Carry Gross übernommen, der Ende August starb. Neue Wege geht die Seilbahn auch bei der Beförderung von Schlitten oder Mountain-Bikes. Beide wurden in der Vergangenheit nicht von der Bahn transportiert, was ab und an für Kritik und Diskussionen gesorgt hat. Jetzt werden Schlitten und Mountain-Bikes auf den Berg befördert, so der neue Geschäftsführer. Wobei die Schlitten zurzeit nur bis zum Mittelstation, dem Rodelhaus, transportiert werden. "Auf dem Berg gibt es noch keine Rodelbahn, die ins Tal führt", so Gross. Wobei er das Wort "noch" betont. Er plant eine Rodelbahn vom Wurmberggipfel nach Braunlage, die mit einer Länge zwischen 3,8 bis 4 Kilometer die längste Deutschlands wäre.
Bild

Aha.

Wieder was gelernt. Nicht etwa durch modernere Lifte und höhere Beförderungskapazitäten werden Warteschlangen an Seilbahn und Liften kürzer - nein, durch kontaktlose Chipkartensysteme und Erhöhung der Attraktivität der Bahn für Rodler samt (platzsparendem) Schlitten. Da muss ich mich wohl jahrelang geirrt haben ...

Nun ist es zwar nicht angebracht, hier den notorischen Meckerpott rauszulassen. Immerhin gibt es am Wurmberg überhaupt Investitionspläne. Das ist eine Seltenheit im Harz und liegt sicherlich an der wirtschaftlich offensiveren Einstellung der Eigentümerfamilie, die amerikanischen Ursprungs ist. Und die Beförderung von MTBs erhöht die Attraktivität des Wurmbergs im Sommer. Aber irgendwie entsteht der Eindruck, dass am Wurmberg nach wie vor grundsätzliche Missstände nicht erkannt werden, deren Beseitigung die Attraktivität als Wintersportgebiet erhöht. Das wiederum mag daran liegen, dass - wie ich gehört habe - weder Eigner noch Mitarbeiter der Betreibergesellschaft ABIG Skifahrer sind.

Mal ehrlich: Mir persönlich ist es völlig egal, ob ich nach 20 min nervigem Anstehen an der Wurmbergbahn wie bisher einem gelangweilten Mitarbeiter meine Papp-Tageskarte vorhalte oder ob ein kontaktloses System meine Chipkarte liest. Die Umstellung auf ein elektronisches System spart genau null Sekunden Wartezeit. Aus meiner Sicht wird daher am Wurmberg an der falschen Stelle investiert. Für das selbe Geld kann man wahrscheinlich den Kaffeehorstlift modernisieren, den Hexenrittlift dauerhaft betreiben oder erste Schneekanonen kaufen.

Aber vielleicht gibt es ja vom Land Niedersachsen einen zweckgebundenen Fördertopf für elektronisches Fahrgeldmanagement - wer von uns weiss das schon ...

Frank

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Beitrag von trincerone » 30.09.2004 - 20:32

Ich schließe mich dem an:

1. schön, dass endlich Bewegung in die Sache kommt und investiert wird und
2. gebt das Geld sinnvoll aus und ihr seid das Gott-Schigebiet in Norddeutschland!

3. Kann ich bei Euch Rodel mieten, die den Chip schon intergriert haben, im Family-Rodel-Package-Express-Land? ;)


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