Die Verhältnisse hier sind nach wie vor tadellos.
Endlich kann ich auch mal wieder die kurze aber schöne Piste vom Schneehüenerstock zur Mittelstation fahren.
Die schwarze Piste zum Schneehüenerstock-Sessel ist aufgrund ihrer Exposition etwas härter als alle anderen, aber immer noch völlig ok.
Wenn ich mich nicht täusche, ist das seit dem Lawinenereignis das erste Mal, dass ich die präparierte und offene Fellilückenpiste wieder mal fahren kann. Sehr gut! Ich fahre sie gleich 3x. Zum Glück ist der Mitarbeiter in der Mittelstation relaxter als der übereifrige in der Nätschen-Mittelstation, der jeden anfaucht, der ALLEINE in der Gondel sitzt und die Maske runtergezogen hat. Mitunter hält er deswegen sogar den Lift an. Der hat wohl den Sinn der Massnahmen noch nicht verstanden. Es ist drum bis jetzt absolut leer. Wirklich genial.
Die schwarze am Calmut ist nun auch offen. Sie hat allerdings noch etwas wenig Schnee und ist daher etwas laaxig.
Edit 12.00 Uhr:
Auch am Mulinatsch und Milez gibt es nichts zu Jammern.
Der Sportzug fährt ungewöhnlich pünktlich. Gut bin ich rechtzeitig da. Dafür will mich das Drehkreuz am Valtgeva-Übungslift nicht durchlassen: „Karte ungültig.“ Meine Graubündencard ist wohl nicht für solche Trainerlifte gedacht

. Jedenfalls habe ich keine Lust auf eine Abklärung und bin froh, dass meine Knie seitlich durchpassen. An der nachfolgenden PB tut dann auch wieder alles.
So viele Leute wie hier habe ich sonst nirgendwo gesehen. Scheinen aktuell Anfänger-Ferien zu sein.
Uiuiui. Die Abfahrt zu meinem geplanten Mittagessen wird eine heikle Sache:
Im Disentiser Skigebiet hingegen gibt es doch einiges zu Jammern. Hier liegt sehr wenig Schnee. Darum ist auch der SL Dadens nicht bis oben und der SL Lai Alv gar nicht offen.Parlet ist laaxig ohne Ende. Die Schneequalität ist aber gut und Steine hat es auch keine.
Blick zurück nach Milez:
Auch am Lai Alv ist die Piste sehr schlagig. Unten am Gendusas dann aber tip top.
Edit 13.00 Uhr:
Na dann wollen wir doch mal die skifahrerische Herausforderung annehmen...
Bis zum Steilhang hat es zwar genügend Schnee, aber dieser ist ein unangenehmer Bruchharst. Danach wird es zum Glück sulzig.
Bei der Bergfahrt mit der PB hatte ich mir gut eingeprägt, wo ich durchfahren möchte, sprich wo es überhaupt noch Schnee hat. Auf diesem Bild zB., man kann es nicht sehen, von unten gesehen rechts des Mastens.
Dieser Abschnitt fordert mich etwas. Man muss weit aussen rum und dann über die steile Flanke. Und danach sofort wieder bremsen.
Der nächste, schmale Abschnitt geht dann nur noch mit seitlich rutschen und zeitweise sogar auf Skiern über die Steine absteigen.
An den nachfolgenden zwei Stellen ist dann Abschnallen angesagt. Und da wird mir was klar: Auf Skiern, sei es noch so steil, schmal und schneearm, fühle ich mich wohl. Kaum aber muss ich zu Fuss absteigen, fühle ich mich wie behindert und tapsig. Also schnell wieder anschnallen, sobald es geht
Fazit: Geschafft. Ohne Steinkontakt. Aber sehr langsam, geduldig und vorsichtig.
Und dann der Frust des Tages: Restaurant geschlossen
Aber es ist ja auch so sehr schön und glücklicherweise habe ich ja immer was zu Essen und Trinken im Rucksack. Dennoch: So ein Plättli und mit einem Einerli Roten wäre schon schöner gewesen.
Edit 16.15 Uhr:
Zum Glück habe ich noch ein Ersatzprogramm gefunden, wenn auch mir Wein im Plastikbecher:
Und zwar im
Ein sehr gelungener Skitag geht zu Ende. Schade muss man immer diese ätzend langweilige Passstrasse runter.