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Schlepplifte ein Auslaufmodell

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Peter69
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Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Peter69 » 28.12.2017 - 15:29

Grüss euch wird es in grösseren Skigebiete noch Schlepplifte geben in der Zukunft. Am Fellhorn gibt es keinen mehr.Im Oberjoch ist noch ein Schlepplift genauso wie in Gunzesried Ofterschwang usw. Ja klar Sessel und Kabinenbahnen gehören die Zukunft.Die Skifahrer erwarten auch immer mehr Komfort und velangen das. Können kleinere Skigebiete wo nur Schlepper sind mithalten. Ich finde Nesselwang Alpspitzbahn hat von beidem etwas zwei moderne Anlagen aber auch noch Schlepplifte.
Muss jede Sesselbahn beheizbare Sitze haben ? Mich stört es nicht Schlepplift zu fahren bin damit aufgewachsen ,wie denkt ihr darüber. Natürlich unterstütze ich jede Investition.

Freundlichen Gruss :D


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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von cake » 28.12.2017 - 15:34

Folgende Aspekte fallen mir dazu ein:
- immer mehr Gäste (insbesondere das internationale Publikum) können gar nicht mehr vernünftig Schlepplift fahren (mangels Übung).
- Seilbahnanbieter haben ein Interesse, teure Bahnen zu verkaufen (und keine Schlepplifte).

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Seilbahnfan22 » 28.12.2017 - 15:40

Ich denke das man max. Schlepplifte noch auf Übungshängen sehen wird

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Klosterwappen » 28.12.2017 - 15:48

Ich trauere ihnen nicht nach.
Wenn ich da an so manchen Lift denke, der endlos und steil durch den Wald fuhr, wo sich stets Panik breitmachte, ob man rausfällt, da ist mir ein Sessel schon lieber.
Der heftigste war natürlich Gamsleiten 2 in Obertauern.
Am Naßfeld gab es einen extrem steilen von der Bergstation der 4 KSB zum Start der FIS Abfahrt.
Am Schulschikurs erinnere ich mich an das Unding auf der Reiteralm, oberhalb der DSB. Der fuhr mit einem Ruck an. Ich war nicht der einzige aus unserer Klasse, der statt loszufahren nach einem Salto rückwärts wie eine Schildkröte am Rücken in der Talstation lag.
Am Stuhleck den endlosen Schlepper, wo jetzt die Promibahn steht, habe ich auch in unerfreulicher Erinnerung.

Und die Liste lässt sich sicher noch fortsetzen - ich bin nicht traurig, dass sie weniger werden.
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2021 zu wünschen!

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von CTSchorsch » 28.12.2017 - 15:57

Mh, als Snowboarder bin ich eh nicht so der Schleppliftfan, aber mal davon abgesehen: Ist die Förderkapazität von Schleppliften nicht deutlich unter der von Sesselliften ? Da es in der Tat immer mehr Besucher in den Gebieten werden, will man vielleicht auch einfach die Leute flotter weg bekommen ?

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Ram-Brand » 01.01.2018 - 22:38

Schlepplifte können schneller fahren als ein fixgeklemmter Sessellift.

Schlepplifte wird es aber immer geben.
Wie hier schon genannt wurde, als Übungslifte oder auch auf Gletschern.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von wellblech » 02.01.2018 - 07:28

Bei den heutigen Skipasspreisen erwartet der geneigte Skifahrer Komfort. Und den bietet ein Schlepplift nicht wirklich. Keine Heizung, keine Haube, Wartezeiten, Konzentrationsanforderung während der Fahrt etc.
Winterberg im Sauerland hat konsequent alles ausgetauscht. Komfortabel aber auch immer voll. Wirtschaftlich hat es sich gelohnt. Die Pisten sind leider nicht viel breiter geworden...
SHLF ebenfalls: mit dem Entfall der letzten Schlepper am Bernkogel und am Wetterkreuz. Somit hört man hier oft im Lift: "wie schön, dass der "Elendsschlepper" weg ist..."

Daher kann man nachtrauern oder die Kleingebiete anfahren.
Saison 18/19: Winterberg, Pitztal, Garmisch, Zugspitze, Saalbach

Wenn das Leben nicht so schön wäre...


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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von RB8 » 02.01.2018 - 17:32

Also ich persönlich mag ja Schlepplifte und finde die Fahrt meist nicht wirklich unkomfortabel, eher kurzweiliger als im Sessellift. Bei Regenwetter hat`s den Vorteil, dass man nicht nach einigen Fahrten den ganzen Hintern und Rücken nass hat. Muss ich jetzt aber auch nicht den ganzen Tag haben, die Abwechslung macht`s. Meistens wird man an den Hängen wo diese stehen mit leereren Pisten belohnt. Letztendlich fahre ich aber Skifahren um des Skifahrens willen, die Austiegshilfe ist da zweitrangig, wenn es schöne Pisten/ Routen gibt. Ich denke der SChleppliftanteil nimmt zwar ab, aber es wird immer welche geben, gerade in finanzschwächeren Gebieten.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von atsuni » 02.01.2018 - 17:55

RB8 hat geschrieben:
02.01.2018 - 17:32
Also ich persönlich mag ja Schlepplifte und finde die Fahrt meist nicht wirklich unkomfortabel, eher kurzweiliger als im Sessellift. Bei Regenwetter hat`s den Vorteil, dass man nicht nach einigen Fahrten den ganzen Hintern und Rücken nass hat. Muss ich jetzt aber auch nicht den ganzen Tag haben, die Abwechslung macht`s. Meistens wird man an den Hängen wo diese stehen mit leereren Pisten belohnt. Letztendlich fahre ich aber Skifahren um des Skifahrens willen, die Austiegshilfe ist da zweitrangig, wenn es schöne Pisten/ Routen gibt. Ich denke der SChleppliftanteil nimmt zwar ab, aber es wird immer welche geben, gerade in finanzschwächeren Gebieten.
kann ich mich nur anschließen.

Ich will auch behaupten, dass in kleinen Schleppliftgebieten wie z.B. Todtnauberg oder Münstertal-Wieden,viel weniger unerfahrene Wintersportler unterwegs sind.
Und somit hoffe auch nicht, dass in Todtnauberg ein Sessellift gebaut wird, da dieser den wesentlichen Charme zerstören würde.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von HiroHD » 15.01.2018 - 16:57

Ram-Brand hat geschrieben:
01.01.2018 - 22:38
Schlepplifte können schneller fahren als ein fixgeklemmter Sessellift.
2-SL: max 3 m/s
2-CLF: max 3,5 m/s
Mit freundlichen Grüßen,
HiroHD

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Radim » 15.01.2018 - 17:27

HiroHD hat geschrieben:
15.01.2018 - 16:57
2-SL: max 3 m/s
2-CLF: max 3,5 m/s
Genau umgekehrt :wink:
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von sunset » 15.01.2018 - 18:00

Auch wenns nicht ganz dazu passt: 3 m/s bei einem CLF? Welche Anlagen sind das z.B.?
Habe irgendwie nur Höchstgeschwindigkeiten von 2.0 bis 2.5 m/s am Schirm.
LG, Max

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Radim » 15.01.2018 - 18:14

sunset hat geschrieben:
15.01.2018 - 18:00
Auch wenns nicht ganz dazu passt: 3 m/s bei einem CLF? Welche Anlagen sind das z.B.?
Jodlalm, Madloch, Strohsackbahn oder ex Schermerspitzbahn
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von ALPINERSPINNER » 15.01.2018 - 18:45

Ich finde Schlepper teils auch angenehm. Beispielsweise sind sie auf Gletscher eine gute Alternative und extrem schonend und einfach im Gegensatz zu Sesselliften. Aber Gletscher sind in Zukunft auch eher die Seltenheit. Und der Komfort steht eben im Fokus.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von extremecarver » 15.01.2018 - 18:51

2clf 3,5m/s am Klatschberg st Margarethen. Am hochkar die DSB ist auch flott unterwegs - die ganzen anderen fixen Sessel auch noch okay.

Schlepplift kuppelbar laufen auch mit 5-6m/s, Rope tows in Neuseeland hab ich schon mit 10m/s erlebt - gab einen Hügel zum anfahren - normal so 4-5m/s.

Bräuchte also nur mehr kuppelbare poma.


In Tirol schleichen leider bis auf Gletscher die Schlepper meist, und die clf sind fast überall in Westösterreich zum kotzen langsam.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Radim » 15.01.2018 - 19:00

extremecarver hat geschrieben:
15.01.2018 - 18:51
2clf 3,5m/s am Klatschberg st Margarethen. Am hochkar die DSB ist auch flott unterwegs - die ganzen anderen fixen Sessel auch noch okay.

Schlepplift kuppelbar laufen auch mit 5-6m/s
DSB Aineck hat 2,8 m/s. Kuppelbare SCHL bis ca. 4,5 m/s, aber 5 m/s oder noch mehr sicher nicht.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von extremecarver » 15.01.2018 - 19:06

Offiziell nur 2,8. Ich hab da Mal in der früh GPS mitlaufen gehabt und es waren 3,5m/s. 2min schneller oben als Zeit via skiline.

Sicher dass kuppelbare poma nicht schneller liefen? In jasna gab's bergauf Kleine Kicker und da sprang man schon 2-3m weit. Hätte die auf über 5m/s geschätzt.

Inzwischen leider nicht mehr in Betrieb.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Nici » 01.08.2018 - 20:05

Die Kuppelbaren Poma liefen wirklich um einiges schneller. Jedenfalls einige davon. Ich finde das Poma System genial! Sieht man hier noch ziemlich häufig, und die sind dann richtig flott unterwegs mit Personen befördern 8) :ja:

Grüsse
Hier geht's zu meiner Webseite http://ratracsense.jimdo.com/

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Petz » 14.10.2018 - 06:09

Korrekt, die schnellsten Poma 1SKD´s machen so einigen anderen kuppelbaren Kollegen Konkurrenz was den Speed anbetrifft.
Gravierender Nachteil ist der systembedinmgt hohe Klemmen .- und Seilverschleiß und die Nutzbarkeit nur durch geübte Schifahrer was ich persönlich aber dann nicht als Nachteil einstufe wenn sie anspruchsvolle Pisten bedienen da ein solcher Lift dann eine sinnvolle "automatische Zutrittskontrolle" darstellt... ;D
Grüße von Markus

Modelliftseite Petz: http://www.modellseilbahnen.com

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Chense » 31.08.2019 - 22:47

CTSchorsch hat geschrieben:
28.12.2017 - 15:57
Mh, als Snowboarder bin ich eh nicht so der Schleppliftfan, aber mal davon abgesehen: Ist die Förderkapazität von Schleppliften nicht deutlich unter der von Sesselliften ? Da es in der Tat immer mehr Besucher in den Gebieten werden, will man vielleicht auch einfach die Leute flotter weg bekommen ?

Georg
Ja der Beitrag ist schon uralt und ja ein Auslaufmodell aber trotzdem komme ich hier nicht umhin das Ammenmärchen von der Kapazität zu korrigieren, das gerade von Schleppliftgegnern gerne in die Welt gesetzt wird:

SL sind üblicherweise bis max. 3,5m/s zugelassen bei 17,5m minimalem Bügelabstand (5 Sekunden Folgezeit), es gibt auch einige wenige Exemplare die auf 3,8m/s zugelassen sind das dann bei minimal 19m Bügelabstand (ebenso 5 Sekunden Folgezeit). Beispiele wären hier z.B. Hochälpele (der aber nicht voll bestückt fährt) oder ehemals auch der Tanzstattlift (der das aber wegen zu schwachem Motor nie gepackt hat und inzwischen bei 3,3 mit BS besetzt und 2,5 mit BS unbesetzt steht.)

Daraus ergeben sich dann auch die berühmten 1440p/h die dann bei vielen sogenannten Hochleistungs-4KSB zu den 2880p/h geführt haben (auch hier gelten eben wieder die 5 Sekunden minimale Sesselfolge)

Somit kann ich also mit einer Doppel-SL-Anlage jeder 4KSB das Wasser reichen theoretisch zmd... Praktisch wären m.e. wenn man bei der Normung endlich von diesen dämlichen 5 Sekunden runtersteigen würde (die heute eh kaum mehr zugelassen werden) und die Skifahrer heutzutage noch in der Lage wären SL zu fahren auch Folgezeiten von 4,5 Sekunden händelbar für das Personal womit dann 1600 p/h drin wären.

Praktisch sieht es halt so aus: Erstens sind die SL für viele zu unkomfortabel und zweitens kriegt man heutzutage kein Liftpersonal mehr, das wie früher die 1440p/h annähernd ausschöpfen kann - Sei es bei der Bügelbelegung oder dabei den Ein- und Ausstieg für die heutigen Skifahrer so genehm herzurichten, dass man das ganze ohne Stopps fahren kann (und ja man kann ... am Tanzstattlift hatten wir wenn der richtige Bergstationär da war gerne über mehrere Stunden unten Füllungsquoten von deutlich über 95% und sind vllt. 1 mal pro Stunde gestanden ... das kriegst du bei ner KSB auch oft nicht besser hin)

Das ist ja auch das gleiche wie mit fixen SB und KSB ... eine fixe SB hat nunmal theoretisch die gleiche Kapazität wie eine KSB. Sie hat sogar den Vorteil, dass die Pisten leerer sind weil mehr Leute gleichzeitig auf dem Lift gebunden sind. (Wenn an vom Gleichgewicht aus Skifahrern und Förderleistung ausgeht).

Das Problem ist für viele der Komfortfaktor ... wobei ich sagen muss mit einem gleich großen Mitfahrer oder sonst am Teller bzw. Bügel zwischen den Beinen ist für mich mindestens genauso entspannend wie die meisten Sessellifte ... oft ergeben sich nettere Gespräche als mit 5 quasselnden qualmenden Idioten im Sessel die einem auch noch bei 5kmh Wind die Haube auf den Kopf knallen wollen und außerdem fahr ich mit dem SL bei Windgeschwindigkeiten noch da ist jede KSB schon lange am garagieren (was nicht heisst dass ich es von der Zulässigkeit darf, weil auch hier das Amt gerade in Österreich darauf reagiert, dass kaum mehr fähiges Personal da ist ... sonst kann ich einen SL mit gut eingestelltem Einfangring und gut gespannten Gehängen bei passender Windrichtung auch bei Böen von 120km/h noch durchaus mit reduzierter Geschwindigkeit gut händeln ... fahren will halt dann keiner mehr aber beschwert wird sich trotzdem weil der Lift nicht läuft :D)
Erst wenn der letzte SL stillgelegt,
die letzte PB abgebrochen,
und die letzte Piste modelliert ist,
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von GIFWilli59 » 01.09.2019 - 00:54

Chense hat geschrieben:
31.08.2019 - 22:47
Das ist ja auch das gleiche wie mit fixen SB und KSB ... eine fixe SB hat nunmal theoretisch die gleiche Kapazität wie eine KSB. Sie hat sogar den Vorteil, dass die Pisten leerer sind weil mehr Leute gleichzeitig auf dem Lift gebunden sind. (Wenn an vom Gleichgewicht aus Skifahrern und Förderleistung ausgeht).
Ne, wenn du oben 2000 P/h ablädst, ist auf der Piste immer gleich viel los (alle 1,8 s ein Skifahrer). Stauen tut es sich dann unten vor den Drehkreuzen, da ist bei der 4SB die Schlange kürzer.
Es sei denn, du nimmst die Leute von einer 4KSB, die gerade voll ohne Wartezeiten läuft und schickst sie zu einer 4SB mit gleicher Länge und Förderleistung. Dort ist dann tatsächlich auf der Piste weniger los, aber nur weil die Bahn nicht voll läuft... ;-)

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Chense » 01.09.2019 - 02:40

GIFWilli59 hat geschrieben:
01.09.2019 - 00:54
Chense hat geschrieben:
31.08.2019 - 22:47
Das ist ja auch das gleiche wie mit fixen SB und KSB ... eine fixe SB hat nunmal theoretisch die gleiche Kapazität wie eine KSB. Sie hat sogar den Vorteil, dass die Pisten leerer sind weil mehr Leute gleichzeitig auf dem Lift gebunden sind. (Wenn an vom Gleichgewicht aus Skifahrern und Förderleistung ausgeht).
Ne, wenn du oben 2000 P/h ablädst, ist auf der Piste immer gleich viel los (alle 1,8 s ein Skifahrer). Stauen tut es sich dann unten vor den Drehkreuzen, da ist bei der 4SB die Schlange kürzer.
Es sei denn, du nimmst die Leute von einer 4KSB, die gerade voll ohne Wartezeiten läuft und schickst sie zu einer 4SB mit gleicher Länge und Förderleistung. Dort ist dann tatsächlich auf der Piste weniger los, aber nur weil die Bahn nicht voll läuft... ;-)
Ich habe es blöd ausgedrückt ... Es darf natürlich noch kein Gleichgewicht herrschen ... sobald dieses erreicht ist (also immer soviele Skifahrer nachkommen wie die Bahn wegbringt bleibt es sich gleich) - Sind es weniger dann ist die SB im Vorteil, da sich die Anzahl der Skifahrer x die ich benötige um die Bahn voll auszulasten aus dem Verhältnis der Umlaufzeiten von SB und KSB ergibt. Die SB ist also in der Lage mehr Menschen gleichzeitig zu binden als die KSB, da sich zu einer Zeit x bei gleicher Förderleistung und nicht voll ausgelasteter Bahn mehr Menschen auf der SB befinden als auf der KSB.
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Tiob » 01.09.2019 - 23:13

In den großen Skigebieten vor allem in AT sind sie ein Auslaufmodell aus Komfortgründen das stimmt. Aber generell würde ich das nicht unterschreiben. Schlepplifte haben den Vorteil dass sie sehr genügsam sind was Windböen und Bodenverschiebungen angeht, das sind Dinge die nicht weniger auftreten werden in den Alpen in Zeiten der Klimaerwärmung. Außerdem sind sie günstig im Unterhalt und vor allem zeitlos in der Technik was sie von den nackten Zahlen her zu der wirtschaftlichsten Form der Skilifte macht.

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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Philipp2 » 01.09.2019 - 23:28

Tiob hat geschrieben:
01.09.2019 - 23:13
Außerdem sind sie günstig im Unterhalt und vor allem zeitlos in der Technik was sie von den nackten Zahlen her zu der wirtschaftlichsten Form der Skilifte macht.
Die Wirtschaftlicheit ist aber auch nur bei den neuesten Anlagen dauerhaft gegeben. Wenn man lauter ältere Semester im Skigebiet stehen hat und andauernd irgendwas nachrüsten muss, wie z.B. Steuerungen mit stufenlos regelbarer Fahrgeschwindigkeit, ist die Wirtschaftlichkeit auch bald dahin. Was natürlich nicht heißt, dass ich Nachrüstungen schlecht finde - Scheibenabsturzsicherungen und Seillageüberwachungen befürworte ich natürlich. Ich frag mich ja ohnehin, warum die geschraubten Rollen bei Schleppliften noch erlaubt sind, bei Sesselbahnen allerdings verboten wurden... (lieber nicht verschreien, sonst stehts in der nächsten Gesetzesnovelle :lach: )
SL sind üblicherweise bis max. 3,5m/s zugelassen bei 17,5m minimalem Bügelabstand (5 Sekunden Folgezeit), es gibt auch einige wenige Exemplare die auf 3,8m/s zugelassen sind das dann bei minimal 19m Bügelabstand (ebenso 5 Sekunden Folgezeit). Beispiele wären hier z.B. Hochälpele (der aber nicht voll bestückt fährt) oder ehemals auch der Tanzstattlift (der das aber wegen zu schwachem Motor nie gepackt hat und inzwischen bei 3,3 mit BS besetzt und 2,5 mit BS unbesetzt steht.)
Zulassen kann man wie man lustig ist, nur bringt einem das überhaupt nix, wenn die Anlagen dann selbst bei zehnminütigen Wartezeiten ohne erkennbaren Grund nur mit 2,0 m/s dahinkriechen, was meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für die nicht gerade herausragende Beliebtheit von Schleppliften ist. Habs diesen Winter oft genug erlebt und konstruktiv Kritik eingebracht, leider meistens ohne Erfolg.

Eine interessante Beobachtung zum Thema Schleppliftpersonal konnte ich diesen Winter in einem Kärntner Skigebiet (und diesmal ausdrücklich nicht das Dreiländereck) machen; da hat man einen völlig unausgebildeten Jugendlichen in die Antriebsstation eines Schlepplifts gestellt, welcher im Laufe des Tages einen akustisch weithin wahrnehmbaren Getriebeschaden entwickelte . Die Antriebsstation hat so gezittert und gewackelt, dass die ganze Anlage bis zur Bergstation deutlich sichtbar vibrierte. Auf meine Warnungen und Hinweise diesbezüglich wurde nicht reagiert ("Der hat kein Getriebe, das ist ein Direktantrieb", "Das ist immer so!") bis der Betriebsleiter am späten Nachmittag die Anlage bei mittlerweile ohrenbetäubendem Lärm sofort außer Betrieb genommen hat. Man stelle sich vor, was da alles hätte passieren können: Getriebebruch -> unkontrollierter Rücklauf, Lagerschaden -> Änderung der Seilscheibenlage -> totaler Seilabwurf.
Im selben Skigebiet war übringens auch eine Anlage wegen technischer Probleme laut nachstehendem Foto außer Betrieb...
IMG-20190209-WA0033.jpg
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Re: Schlepplifte ein Auslaufmodell

Beitrag von Chense » 02.09.2019 - 12:20

Philipp2 hat geschrieben:
01.09.2019 - 23:28
Tiob hat geschrieben:
01.09.2019 - 23:13
Außerdem sind sie günstig im Unterhalt und vor allem zeitlos in der Technik was sie von den nackten Zahlen her zu der wirtschaftlichsten Form der Skilifte macht.
Die Wirtschaftlicheit ist aber auch nur bei den neuesten Anlagen dauerhaft gegeben. Wenn man lauter ältere Semester im Skigebiet stehen hat und andauernd irgendwas nachrüsten muss, wie z.B. Steuerungen mit stufenlos regelbarer Fahrgeschwindigkeit, ist die Wirtschaftlichkeit auch bald dahin. Was natürlich nicht heißt, dass ich Nachrüstungen schlecht finde - Scheibenabsturzsicherungen und Seillageüberwachungen befürworte ich natürlich. Ich frag mich ja ohnehin, warum die geschraubten Rollen bei Schleppliften noch erlaubt sind, bei Sesselbahnen allerdings verboten wurden... (lieber nicht verschreien, sonst stehts in der nächsten Gesetzesnovelle :lach: )
SL sind üblicherweise bis max. 3,5m/s zugelassen bei 17,5m minimalem Bügelabstand (5 Sekunden Folgezeit), es gibt auch einige wenige Exemplare die auf 3,8m/s zugelassen sind das dann bei minimal 19m Bügelabstand (ebenso 5 Sekunden Folgezeit). Beispiele wären hier z.B. Hochälpele (der aber nicht voll bestückt fährt) oder ehemals auch der Tanzstattlift (der das aber wegen zu schwachem Motor nie gepackt hat und inzwischen bei 3,3 mit BS besetzt und 2,5 mit BS unbesetzt steht.)
Zulassen kann man wie man lustig ist, nur bringt einem das überhaupt nix, wenn die Anlagen dann selbst bei zehnminütigen Wartezeiten ohne erkennbaren Grund nur mit 2,0 m/s dahinkriechen, was meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für die nicht gerade herausragende Beliebtheit von Schleppliften ist. Habs diesen Winter oft genug erlebt und konstruktiv Kritik eingebracht, leider meistens ohne Erfolg.

Eine interessante Beobachtung zum Thema Schleppliftpersonal konnte ich diesen Winter in einem Kärntner Skigebiet (und diesmal ausdrücklich nicht das Dreiländereck) machen; da hat man einen völlig unausgebildeten Jugendlichen in die Antriebsstation eines Schlepplifts gestellt, welcher im Laufe des Tages einen akustisch weithin wahrnehmbaren Getriebeschaden entwickelte . Die Antriebsstation hat so gezittert und gewackelt, dass die ganze Anlage bis zur Bergstation deutlich sichtbar vibrierte. Auf meine Warnungen und Hinweise diesbezüglich wurde nicht reagiert ("Der hat kein Getriebe, das ist ein Direktantrieb", "Das ist immer so!") bis der Betriebsleiter am späten Nachmittag die Anlage bei mittlerweile ohrenbetäubendem Lärm sofort außer Betrieb genommen hat. Man stelle sich vor, was da alles hätte passieren können: Getriebebruch -> unkontrollierter Rücklauf, Lagerschaden -> Änderung der Seilscheibenlage -> totaler Seilabwurf.
Im selben Skigebiet war übringens auch eine Anlage wegen technischer Probleme laut nachstehendem Foto außer Betrieb...
IMG-20190209-WA0033.jpg
Das mit den 2m/s sehe ich auch als Riesenproblem an ... da kommt dann immer das Argument ja schneller gehts nicht weil dann alle rausfliegen ... ganz im Gegenteil wenn ich die Anlage auf Vollgas laufen lasse dann haben die Leute keine Zeit mehr zu "spielen" der Seilscheibenumlauf ist meist auch auf diese Geschwindigkeit ausgelegt, d.h. die Bügel kommen dann perfekt daher und hey ich bin als Liftler nunmal dazu da zu helfen wenn es nötig ist ... ich hab das nie als Problem empfunden bei Sonne mal 2 oder 3 Stunden draussen zu stehen ... und wenn wenig los ist schaltet man halt auf 2.8 oder 3 m/s zurück ... wichtig ist es halt einen guten Bergstationär zu haben der den Ausstieg so richtet wie er gehört (zusammen mit den Gerätfahrern) und keine Panik kriegt nur weil mal einer im Umkreis des Ausstiegs liegt... aber du hast ja das zweite Problem eh schon mit angesprochen ... das Personal heutzutage ist oftmals vollkommen unfähig (durfte ich erst letztens an einer Funifor in Österreich ;) erleben) ... und der sogenannte Maschinistenkurs ist zmd. in Österreich ein schlechter Witz in dem man lernt 3 Knöpfe in der richtigen Reihenfolge zu drücken nicht mehr und nicht weniger.
Erst wenn der letzte SL stillgelegt,
die letzte PB abgebrochen,
und die letzte Piste modelliert ist,
werdet Ihr herausfinden, daß der Skisport tot ist.

Skisaison 2019/2020: Steht in den Startlöchern
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