Gletscher-Abschmelzung

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Neandertaler
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Neandertaler » 22.04.2021 - 19:03

Fab hat geschrieben:
22.04.2021 - 14:07
Manchmal muss mal halt komlex denken.
Das Sinnieren über irgendwelche Gründe vor 200 Jahren, wie beispielsweise die Rheinbegradigung, hilft aktuell nicht weiter.
Hic Rhodos, hic salta!
Vorwürfe kann man keinem machen. Weder Tulla, noch Daimler geschweige Einstein. Es wurde nach dem Stand der Wissenschaft und/oder Forschung gehandelt und neue Produkte entwickelt. Tulla hat das getan, was nötig war um Ackerland zu gewinnen und die Malaria in Europa auszurotten. Als der erste Motor lief wer konnte ahnen dass es ein solchen Verkehr auf den Straßen jemals geben wird. Atomkraft, eine Energiequelle, unglaublich ertragreich bis einige Kraftwerke uns um die Ohren geflogen sind und dann die leidige Sache mit der Entsorgung der Abfälle.
Nein, da kann man niemanden aus dieser Zeit einen Vorwurf mach, es wurde daran gearbeitet, die Menschheit nach vorne zu bringen. Die Folgen war noch nicht zu sehen, gewisse Zusammenhänge noch bewusst bzw. nicht überschaubar da erst im Nachhinein der Fehler kam.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von starli » 22.04.2021 - 21:37

noisi hat geschrieben:
21.04.2021 - 20:04
Schade, dass dieses Thema inzwischen von vielen nur mehr achselzuckend hingenommen wird.
Das ist eben der Lauf der Dinge. Mal wachsen die Gletscher, mal schrumpfen die Gletscher. Dinge, die man nicht ändern kann, man arrangiert sich. Ich finds auch schade, dass es heutzutage viele Sommerskigebiete nicht mehr gibt .. Aber was hilft's laufend drüber zu jammern? Dann lieber komplett verdrängen.
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scratch
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von scratch » 22.04.2021 - 22:42

Julian96 hat geschrieben:
22.04.2021 - 08:19
...
Es ist ja tendenziell eher so, dass es auf einem wärmeren Planeten aufgrund der höheren Verdunstung mehr regnet.
...
Ist das wirklich so?
Ich dachte bisher, dass eine höhere Temperatur dazu führt, dass die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann bzw. aufnimmt (kaltes Zimmer - warmes Zimmer, gleiche relative Feuchtigkeit).
Klar, wenn es dann mal regnet, kann es dann auch wirklich kräftiger schütten. Aber insgesamt verbleibt doch mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre oder nicht?

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Neandertaler » 23.04.2021 - 00:47

Ich habe heute Abend auch noch ein wenig nachgedacht und meine, einen Aspekt haben vielleicht einige garnicht so Recht auf dem Schirm:

Industrieschnee!
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Industrieschnee

Dieses Wetterpfehnomen entsteht im Umkreis von Energiegewinnung mit dem Zwischträger Wasser.

Jetzt gehen wir 60 Jahre zurück. Wie viel Wasser wurde in dieser Zeit verdampft um die Maschinerie des Fortschrittes am Laufen zu halten? Gekocht mit Kohle die rußte ohne Ende mit Feinstaubmengen die einen erschaudern lassen.

Aber mit dem Staub, da gibt es so einen kleinen Gag, der ein Paradoxie offenbart:
Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen (zum Beispiel Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren. Dieser Prozess setzt jedoch erst bei Temperaturen unter −12 °C ein, wobei Wasser in Abwesenheit von Kristallisationsansätzen bei bis zu −48 °C[2] flüssig bleiben kann
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schnee
Wievielt hat es ausgemacht? Diese Milliarden Qubikmeter die das 19. Jahrhundert in Bewegung hielten?
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Marmotte » 29.04.2021 - 18:28

Früher als erwartet wird es in Deutschland keine Gletscher mehr geben.
Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass sich das Sterben der fünf verbliebenen Gletscher bis 2050 hinziehen könnte. Doch schon in zehn Jahren könnte das letzte „ewige“ Eis geschmolzen sein.
:arrow:
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Julian96
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Julian96 » 01.05.2021 - 07:16

scratch hat geschrieben:
22.04.2021 - 22:42

Ist das wirklich so?
Ich dachte bisher, dass eine höhere Temperatur dazu führt, dass die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann bzw. aufnimmt (kaltes Zimmer - warmes Zimmer, gleiche relative Feuchtigkeit).
Klar, wenn es dann mal regnet, kann es dann auch wirklich kräftiger schütten. Aber insgesamt verbleibt doch mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre oder nicht?
Auch wenns OT ist... ja das ist so. Die Atmosphäre kann zwar mehr Feuchtigkeit aufnehmen, aber bei einer Erwärmung um z. B. 2 Grad ist das eine einmalige Sache. Irgendwann ist die wärmere Atmosphäre wieder gesättigt, die Verdunstung nimmt dagegen dauerhaft zu, sodass es auch zu mehr Niederschlag kommt.
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Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Fab » 02.05.2021 - 16:26

Da zu kommt noch, so hab ichs im Gedächtnis, daß ab ungefähr 26°C Wassertemperatur der Meeresoberfläche, mehr Energie in die Verdunstung als in die weitere Erwärmung des Wassers geht.


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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2021 - 21:25

Früher als erwartet wird es in Deutschland keine Gletscher mehr geben.
Mit dem Jahr 2030 wird Schlagzeilen gemacht, ja, aber diese 10-Jahres-Frist ist doch "nur" das negativste Szenario. Dem Höllentalferner geb ich schon noch etwas länger, zumal er klimatisch gesehen ja in seiner Höhenlage ohne die Beschattung und den Lawinenschnee nicht existieren dürfte.

Ganz frisch aus "Nature": https://www.nature.com/articles/s41586-021-03436-z (könnte ihr darauf zugreifen? Mein PC ist "gebiast" :D )

Hier zumindest das Abstract:
Accelerated global glacier mass loss in the early twenty-first century

Glaciers distinct from the Greenland and Antarctic ice sheets are shrinking rapidly, altering regional hydrology1, raising global sea level2 and elevating natural hazards3. Yet, owing to the scarcity of constrained mass loss observations, glacier evolution during the satellite era is known only partially, as a geographic and temporal patchwork4,5. Here we reveal the accelerated, albeit contrasting, patterns of glacier mass loss during the early twenty-first century. Using largely untapped satellite archives, we chart surface elevation changes at a high spatiotemporal resolution over all of Earth’s glaciers. We extensively validate our estimates against independent, high-precision measurements and present a globally complete and consistent estimate of glacier mass change. We show that during 2000–2019, glaciers lost a mass of 267 ± 16 gigatonnes per year, equivalent to 21 ± 3 per cent of the observed sea-level rise6. We identify a mass loss acceleration of 48 ± 16 gigatonnes per year per decade, explaining 6 to 19 per cent of the observed acceleration of sea-level rise. Particularly, thinning rates of glaciers outside ice sheet peripheries doubled over the past two decades. Glaciers currently lose more mass, and at similar or larger acceleration rates, than the Greenland or Antarctic ice sheets taken separately7,8,9. By uncovering the patterns of mass change in many regions, we find contrasting glacier fluctuations that agree with the decadal variability in precipitation and temperature. These include a North Atlantic anomaly of decelerated mass loss, a strongly accelerated loss from northwestern American glaciers, and the apparent end of the Karakoram anomaly of mass gain10. We anticipate our highly resolved estimates to advance the understanding of drivers that govern the distribution of glacier change, and to extend our capabilities of predicting these changes at all scales. Predictions robustly benchmarked against observations are critically needed to design adaptive policies for the local- and regional-scale management of water resources and cryospheric risks, as well as for the global-scale mitigation of sea-level rise.
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Florian86 » 03.05.2021 - 10:30

Emilius3557 hat geschrieben:
02.05.2021 - 21:25
Ganz frisch aus "Nature": https://www.nature.com/articles/s41586-021-03436-z (könnte ihr darauf zugreifen? Mein PC ist "gebiast" :D )
Regulär nicht, aber mit dem Uni-Login krieg ich den vollständigen Artikel...
2019/20: Samnaun/Ischgl ~ Davos ~ Dolomiti Superski(x4) ~ Gastein(x3) ~ Brauneck ~ Roc d'Enfer ~ Le Grand Domaine ~ 3 Vallées(x5) ~ Le Grand Bornand ~ Portes du Soleil ~ Christlum ~ Lechtal ~ Warth-Schröcken/Lech-Zürs(x3) ~ Tannheimer Tal
2018/19: Whakapapa/Turoa(x4) ~ Tukino ~ Kronplatz ~ Sella Ronda ~ Nebelhorn ~ Laax(x4) ~ Skiarena ~ Arosa/Lenzerheide ~ Fichtelgebirge ~ Holzelfingen ~ Kranzberg/Herzogstand ~ Kampenwand ~ Kitzbühel ~ Brauneck ~ Skiwelt ~ Saalbach ~ Spitzingsee ~ Ehrwalder Alm/Lermoos ~ 4 Vallées (x3) ~ Arolla ~ Zermatt
2017/18: Zillertal 3000 ~ Splügen ~ Kitzbühel ~ Pizol ~ Monte Rosa Ski ~ Pila ~ Valtournenche ~ Cervinia ~ Toggenburg ~ Laax(x3) ~ Ratschings ~ Superskirama(x8) ~ Cardrona ~ Porters ~ Roundhill ~ Whakapapa/Turoa(x6)
2016/17: Sölden ~ Gurgl ~ Flachau/Wagrain/St. Johann ~ Bad Gastein/Bad Hofgastein(x3) ~ Dorfgastein/Großarl ~ Hochkönig ~ Spitzingsee ~ Kampenwand/Hochfelln ~ Etzelwang/Osternohe ~ Kellerjoch/Pertisau ~ Jenner ~ Tiroler Zugspitzregion(x2) ~ Ski Arlberg(x6) ~ Kühtai/Hochötz
2014/15 (Auswahl): Liepkalnis (Vilnius) ~ Stari Vrh

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von ThomasK » 03.05.2021 - 12:57

Marmotte hat geschrieben:
29.04.2021 - 18:28
Früher als erwartet wird es in Deutschland keine Gletscher mehr geben.
Bislang waren Experten davon ausgegangen, dass sich das Sterben der fünf verbliebenen Gletscher bis 2050 hinziehen könnte. Doch schon in zehn Jahren könnte das letzte „ewige“ Eis geschmolzen sein.
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Der südliche Schneefernergletscher ist nur noch ca. 2 Hektar groß, also etwas größer als 2 Fußballplätze. Ich schätze die Situation so ein, dass der im Ach und Krach den Sommer 2024 noch erleben wird, aber im Sommer 2025 weg ist.

Auch der nördliche Schneefernergletscher hat längst den Kipppunkt überschritten. Mittlerweile fließt von ihm im Hochsommer weniger Schmelzwasser ab als noch vor ein paar Jahren und zwar deshalb, weil er bereits mehr als 70 % seines Volumens verloren hat. Der hält sich vielleicht noch bis 2030, aber dann ist der auch weg. Der Watzmanngletscher und der Blaueisgletscher werden bis 2030 auch weg sein, sodass dann nur noch der Höllentalferner als letzter Gletscher in Deutschland übrig bleibt. Der Höllentalferner hält sich deshalb länger, weil er im Westen und Südwesten durch den Waxensteinkamm und im Süden bzw. Südosten durch den Jubiläumsgrat verhältnismäßig gut von der Sonne abgeschirmt wird. Allerdings bedeutet das lediglich eine Verzögerung. Ungefähr 2040 ist der auch weg.

Die Bayerische Zugspitzbahn hat auch sämtliche Bemühungen zur Rettung der Gletscher eingestellt.

Ich schätze, dass in ein paar Jahren das Skigebiet Garmisch Classic geschlossen wird.

____________________________


Man kann es drehen und wenden wie man will: In Deutschland sind die Berge zu niedrig, sodass die Gletscher keine Fluchtmöglichkeit mehr haben.

In Zermatt schmelzen die Gletscher zwar ebenfalls, haben dort aber noch die Fluchtmöglichkeit auf eine Seehöhe von 3500 m - 4600 m. In Deutschland ist es vorbei.

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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Julian96 » 03.05.2021 - 13:11

Also dass Garmisch Classic in einigen Jahren geschlossen wird halte ich für unwahrscheinlich. Dank Beschneiung und Depots ist man nach wie vor auch in dieser Höhe in der Lage eine recht ordentliche Skisaison anzubieten.

Die Schätzungen zum Gletscherschwund sind mir aber auch immer wieder ein Rätsel. 2050 :?: Was für Daten wurden dafür denn ausgewertet? Das Gefühl sagt mir bei sehr vielen Gletschern, dass diese schon in wenigen Jahren verschwunden sein werden.
Wenn man sich z.B. anschaut was am Rettenbachferner in Sölden in 10 Jahren verschwunden ist hält das nicht bis 2050 durch.
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Re: Gletscher-Abschmelzung

Beitrag von Theo » 03.05.2021 - 18:47

Ich komme jetzt mal zurück zu Thema Wasserverteilung, welches hier schon mal angeschnitten wurde, denn den Kampf ums Wasser wird es in Zukunft geben. Es ist dabei völlig egal ob der Temperaturanstieg und das schmelzen der Gletscher menschengemacht ist oder ob es ein natürliches Phänomen ist. Wichtig ist einzig und alleine dass wir wissen dass wir es nicht kurzfristig umdrehen können werden. Den Grund für Wassermangel zu kennen hilft nur bei einem kurzfristigen Ereignis wo das problem auch in kurzer zeit wieder behoben werden kann.
Der Temperaturanstieg und der damit verbundene Gletscherschwund ist aber ein langfristiges Ereignis welches uns eigentlich genug Zeit gibt um uns auf das Versiegen von Wasserquellen vorzubereiten. Anstatt darüber zu diskutieren ob der Mensch zu 20, 50, 70 oder 100% an der Situation schuld ist sollte man schauen dass man am Tag X immer noch Wasser hat. Gelingt uns das aus was für Gründen auch immer nicht so wird man am Tag X mit dem Finger auf uns zeigen und fragen: Wieso habt ihr Idioten damals nichts unternommen wenn ihr es doch genau gewusst habt?
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