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Kamera Workshop

... wird hier diskutiert. Sowohl Sommer wie auch Winterequipment!

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Kamera Workshop

Beitrag von Foto-Irrer » 03.08.2009 - 14:56

Hi,
ich wollte mal fragen, welche Einstellungen Ihr in den Bergen bei Euren Kameras habt. Ich will nächste Woche in den Alpen ein paar gute Fotos mit meiner Canon EOS 450d mit Tamron Objektiv (Weitwinkel bis Telebereich, genaue Daten habe ich nicht im Kopf, ich glaube 18(in echt aber "nur" 28)-200) machen. Vorne soll ein UV-Filter davor und ansonsten mache ich als Einstellung Landschaftsaufnahmen und nehme auch ein Stativ mit. Je nach Zeitaufwand will ich dann auch ohne Autofokus arbeiten und lieber selbst scharf stellen.

Hat jemand von Euch da ein paar Tipps? Ich will sowohl Panoramaaufnahmen machen als auch weit entfernte Objekte ranholen.

Gibt es grundsätzlich Unterschiede zwischen Sommer- und Winteraufnahmen (in beiden Fällen wurde mir bei Sonnenschein lediglich zum UV-Filter geraten)?

Dann habe ich noch eine Frage zu den RAW-Aufnahmen. Was bringen die mir? Oder bringen die nur was, wenn man professionell mit Bildbearbeitungssoftware arbeiten will? Bisher hat es mir vollkommen ausgereicht, bei normalen Aufnahmen mit Helligkeit, Kontrast und Schärfe noch etwas zu verfeinern.
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molotov
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Re: Kamera Workshop

Beitrag von molotov » 03.08.2009 - 16:25

grundsätzlicher tipp, schauen dass die hellen bereiche des bildes nicht überstrahlen. dunkle teile lassen sich am pc wesentlich besser aufhellen. weiß bleibt weiß.
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Re: Kamera Workshop

Beitrag von nomad » 03.08.2009 - 17:09

Ich kann diese ganzen UV-Filter Aussagen irgendwie nicht nachvollziehen. Der wird quasi jedem verkauft, warum auch immer.
Ein Polfilter ist bei solchen Aufnahmen, wo der Himmel eben dick knackig aussehen soll viel viel wichtiger, wenn auch in der Anwendung anspruchsvoller. Das Ergebnis sieht einfach besser aus, als am PC mit Sättigung und Graduationen versucht hinzubekommen, bei weniger Arbeit.

Im Prinzip gibts nur Tips, die es bei allen anderen Bildern auch gibt. Mit Bildaufteilung beschäftigen, goldener Schnitt wann und wann nicht, Drittelteilung, usw.

Der Tip mit dem "lieber unterbelichten" ist übrigens gut, überstrahlte Bereiche sind verloren, zu dunkle aufhellen geht meistens noch.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man entweder, wenn man bei der Aufnahme selbst nicht so "perfekt" ist, dann muss eben mehr Zeit in die Nachbearbeitung gesteckt werden, wenn man sich davon einen Teil sparen will, dann muss man eben die Aufnahme aufwändiger gestalten (Filter, Lichtstimmung, Tageszeit, etc.).

Am besten ist natürlich wenn das Ausgangsbild selbst schon so gut ist, dass nur noch wenig dran gedreht werden muss, aber für Ergebnisse wie Cauchy z.B. braucht es schon ne ganze Zeit in Gimp oder PS.

EDIT sagt: Den AF ausschalten MUSST du nicht, lieber erstmal auf die Bilder selbst konzentrieren als versuchen mit abstrusen Schärfeverläufen zu experimentieren, dein Superzoom ist sowieso nicht unbedingt das optimale Objektiv dafür.

Ganz wichtig: Wenn du es wirklich lernen willst, Finger weg von Vollautomatiken, auch wenn sie sich Motivprogramme schimpfen. Nichts geht über M, selbst AV und TV braucht imho nur der Sportfotograf (ich nehms wenigstens wenn überhaupt nur da).

M wie "M"acht über das Bild, alles andere ist knipsen... *g

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von 3303 » 03.08.2009 - 18:02

nomad hat geschrieben:Ich kann diese ganzen UV-Filter Aussagen irgendwie nicht nachvollziehen. Der wird quasi jedem verkauft, warum auch immer...
So ist es. Das, was mit den UV-Filtern getrieben wurde und wird kann man gatrost als Kundenverarsche bezeichnen.
Der verschlechtert nur die Bildqualität und bringt Fehlerpotential dazu (Reflexe etc.)
Benutze lieber eine ordentliche Streulichtblende.
Das "UV-Problem" ist nicht existent.

Wichtig ist neben der Bildaufteilung noch das Licht.
Stimmungsvolle Photos gelingen am besten in den 2 Stunden nach Sonnenaufgang bzw. vor Sonnenuntergang. Dann sind die Kontraste auch nicht so groß und das Bild wirkt trotzdem plastischer.
Je besser Dein Motiv beleuchtet ist, desto weniger EBV brauchst Du.
Bild
^^Beispiel für Motiv im Licht. Ohne "Bearbeitung". Allerdings vielleicht ca. 20 Minuten zu spät aufgenommen. Ganz gutes Lehrbeispiel. Die Kaimauer liegt links leider schon im Schatten, was die Bildwirkung doch schon stört.
Ist zwar OK so, könnte aber deutlich besser sein, wenn der Turm nicht so im Nichts schwebte.
Mit komplett beleuchteter Struktur käme auch die Linienführung deutlich besser raus.
Fazit: Nettes Urlaubsphoto. mehr aber auch nicht.
Der Tip mit dem "lieber unterbelichten" ist übrigens gut, überstrahlte Bereiche sind verloren, zu dunkle aufhellen geht meistens noch.
Das mit den ausgefressenen Lichtern gilt übrigens nur für die Digitalphotographie.
Ein Beispiel, das etwas dunkler sicher weniger gelitten hätte - mal mit viel EBV:
Bild
Fazit: Nettes Urlaubssturmphoto, mehr aufgrund der ausgefressenen Sonne aber auch nicht.


Bild
^^Hier passt das Licht. Struktur und Linienführung der Landschaft werden durch die Beleuchtung herausgearbeitet und betont. Wieder keine "Bearbeitung", Normalbrennweite, kein Filter etc.
Keine groben technischen Mängel.

Und das wichtigste. das (teure, neue) Equipment nicht überschätzen.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Fab » 03.08.2009 - 19:28

Im Gebirge muß man m. E. auch äußerst zurückhaltend mit dem Polarisationsfilter umgehen, da der je höher man am Berg ist um so stärker verfälscht. Ist verführerisch beim Blick durch den Sucher.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Foto-Irrer » 03.08.2009 - 20:09

Danke für die Tipps!
Also meint Ihr, dass ich den UV-Filter weglassen sollte? Ok. Aber was ist nun mit dem Polarisationsfilter?
hm hm hm, gut, dass ich den UV-Filter nicht bei Media Markt sondern bei eBay für 6,90 gekauft habe.

Was ist EBV?

Ich werde das mit dem "M" beachten. Was heisst das überhaupt???

Was bedeutet Goldener Schnitt und Drittelteilung?

Wie belichte ich unter? Indem ich die Blendzeit verkürze?

Was ist eine "ordentliche Streulichtblende"? Das schwarze Plastikteil gegen seitlich einfallendes Licht?

Was ist eine Normalbrennweite?

PS: Apropos 3303, ich bin am 11.08. oben aufm Corvatsch. Wir sind dort auch mit corviglia-fan verabredet
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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Dachstein » 03.08.2009 - 20:52

Na dann etwas Vokabular:

EBV: Elektronische Bildverarbeitung.
M: Manuelle Belichtungseinstellung mittels kreuzgekuppelter Nachführmessung. Alles klar? ;) Soll bedeuten: du stellst Zeit und Blende selber ein. Entweder lässt du die Blende stehen und stellst die Zeit nach, oder umgekehrt. Daher auch kreuzgekuppelt. Nachführmessung, weil man eben Zeit oder Blende den Messwerten nachführt.
Unterbelichtung: mittels Korrekturbutton einen Minuswert eingeben (meist in Drittelwerten). Wobei: Blendzeit ist eine neue Wortkreation, die es nicht gibt imo. nicht. ;) Manuell kannst du unterbelichten, indem du eine zu kurze Zeit oder eine zu kleine Blende einstellst.
Streulichtblende ist genau das, was du meinst.
Normalbrennweite: eine Brennweite, die in der Kleinbildfotografie um 50 mm liegt. In deinem Fall irgendwo um 30 mm, weil du eine Brennweitenverlängerung (eigentlich gibt es die ja gar nicht, soll uns jetzt aber nicht stören) von 1,6 bei Canon hast.
Goldener Schitt und Drittelteilung: Richtwerte für den Bildaufbau, wenn ich mich jetzt nicht täusche (bei diesen Sachen bin ich nicht ganz so firm wie 3303).

UV Filter aus Prinzip weglassen, fördern nur Reflexe. Statt dessen zirkularen Polfilter kaufen.

Wie ich fotografiere? Mit Zeitautomatik - damit kann ich die Tiefenschärfe regulieren, ohne eine Fehlbelichtung zu riskieren. Vorausgesetzt, man hält die Zeiten. Manchmal hilft einfach nur auflegen oder anlehnen. ;) Aufpassen, dass du vor allem bei langen Brennweiten den richtigen Stand hast. Und wenn du merkst, dass du voll aufgeblendet hast, die Zeiten aber grenzwärtig zu halten sind (dies kannst du dir überschlagsmäßig errechnen, indem du bei 1/400 gerade noch ein 400er Tele halten kannst, bei 1/200 ein 200er usw. Demnach kannst du mit 1/100 noch ein 50 mm Objektiv halten, aber kein 400er Tele mehr.) kann es noch helfen, sich zu konzentieren, die Hand die das Objektiv stützt, auf der Brust abzustützen, auszuatmen und wenn du ausgeatmet hast Luftanhalten und auszulösen. Dann gelingt mit viel Übung doch noch ein scharfes Bild. Je länger die Brennweite ist, umso eher muss man so agieren. Bei meinem 400er Tele ist das relativ schnell der Fall.

MFG Dachstein


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Re: Kamera Workshop

Beitrag von nomad » 03.08.2009 - 22:15

@irrer:

Vielleicht hilft das dir etwas bei Goldenem Schnitt und Drittelteilung.

http://www.buxtehuder-fotofreunde.de/ti ... chnitt.htm

Aber wie bei eigentlich allem in der Fotografie ist erlaubt was gefällt. Manchmal gefällt einem ein an den Rand gerücktes Hauptmotiv einfach gut, dann ist es nunmal so. Diese "Regeln" sind ja kein Zwang, sondern im Prinzip Anhaltspunkte, wenns nicht passt, dann eben nicht.

Schlussendlich bleibt nur üben üben üben und sich mit den Ergebnissen auseinandersetzen, kritisch hinterfragen und weitermachen.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Foto-Irrer » 03.08.2009 - 22:38

aha aha aha,

ich hab mir die Seite der Buxtehuder Fotofreunde mal angeschaut. Gut erklärt mit Goldener Schnitt bzw. Dreiteilung.

hm, einen Polarisationsfilter gibts für 12,90 bei eBay. Aber bis Freitag ist der bestimmt nicht da :-(
Also werde ich erstmal ohne Filter die nächsten zwei Wochen in die Alpen fahren. Also besser komplett ohne Filter als mit UV-Filter, richtig? UV-Filter vielleicht aufschrauben, wenn ich unbedingt ein Foto gegen die Sonne machen will???

Mit dem Belichtungskram muss ich mich mal mit der Anleitung und dem Internet auseinandersetzen. Ich hab eben beim Sonnenuntergang mal ein bischen rumgespielt. Alle Bilder also unbearbeitet mit EBV. Dabei habe ich die Blende (richtig? ISO ist ja was anderes) variiert. ISO ging nicht zu variieren bzw. ich hab den Knopf nicht kapiert (steht zwar ISO drauf, aber entweder macht er AUTO ISO oder ISO 400).
Also wenn das jetzt die Blende war, dann war die wie folgt (alle Bilder Freihandaufnahmen)

1/1000
Bild

1/250
Bild

1/30
Bild

Da waren noch ein paar mehr Aufnahmen und das realistischste war etwa bei 1/80.

Was wäre anders, wenn ich ISO verändern würde? Schärfe?
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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Hildener » 04.08.2009 - 10:23

Ich versuch auch mal einige Tipps:

Erst mal noch zwei Antworten zu Deinen Fragen:

ISO hat etwas zu tun mit der " Empfindlichkeit " des Sensors Deiner Kamera. Je höher die ISO Einstellung ist, umso empfindlicher für einfallendes Licht wird der Sensor. Vereinfacht gesagt heißt das, dass Du bei gleicher Zeit- und Blendeneinstellung mit hohen ISO-Werten fast schon im Dunkeln fotografieren kannst. Der Nachteil hoher ISO-Werte ist aber, dass das sogenannte " Rauschen " ( elektronische Bildstörungen ) des Sensors verstärkt wird und sich unangenehm auf den Bildern bemerkbar machen kann.

Mit Schärfe hat ISO also zuerst einmal nichts zu tun. Allerdings kann man bei höheren ISO-Werten mit kleineren Blenden ( das sind die hohen Blendenzahlen !!! ) arbeiten, und dies kommt in der Regel dann doch wieder der Schärfe zu Gute. In der Fotografie gibt es viele Zusammenhänge zwischen Belichtungszeit, Blende, ISO usw.

Im Gebirge und bei Landschaftsaufnahmen dürfte aber - da fast immer gutes Licht vorhanden - eine ISO Einstellung von 200 in 99% ausreichen.

RAW ist das " Negativ " eines digitalen Bildes und wird kameraintern so gut wie nicht " bearbeitet " Andere Bildformate wie JPEG erfahren sofort nach der Belichtung eine Bearbeitung und Komprimierung schon in der Kamera, die du anschließend nur begrenzt verändern kannst.
Bei RAW kannst Du alle Werte in einem passenden Bildbearbeitungsprogramm ( DPP von Canon müßte bei der Kamera dabei gewesen sein, sonst Photoshop o. ä. ) nach deinen Vorstellungen verändern.

Nachteil von RAW ist, dass es zu großen Dateigrößen kommt. Bei JPEG sind die Dateigrößen ( je nach Einstellung ) nur 1/3 bis 1/5 von RAW. Kommt also auch auf das Fassungvermögen Deiner Speicherkarte an.

Mit der EOS 450 hast Du ja keine schlechte Kamera. Ich würde Dir raten, für den Anfang - bis zu Deinem Urlaub kann man ja kaum die Feinheiten der Fotografie lernen - und Dein Ziel - Landschaftsfotografie - mit dem Modi Landschaft und der Picture-Styles Einstellung Landschaft zu arbeiten, dann bist Du erst mal eher auf der sicheren Seite. Allles andere verunsichert doch recht stark.
Das heißt natürlich nicht, dass Du nicht herumexperimentieren kannst oder sollst. Es ist ja das schöne an der Digitalknipserei, dass man alles löschen und noch mal machen kann - Ergebnis ist sofort kontrollierbar!

Und ganz wichtig: beschäftige Dich vorher mit der Bedienungsanleitung Deiner Kamera!!!! Dann klären sich oft viele Fragen von selbst, und dort wird in der Regel auch erläutert, was solche Dinge wie M, A, P usw. bedeuten und wie sie funktionieren. Dort erfährst Du dann auch, wie Du z. B. 1/3 Blendenwert unterbelichten kannst, um " überstrahlte " Bilder zu vermeiden.

Und noch kurz zu Deinen 3 Bildern: Wenn Du mit einem entsprechenden Programm diese Bilder zu einem " HDR " Bild ( schau den Begriff mal im www nach ) verschmelzen würdest, hättest Du ein weitgehend korrekt belichtetes Bild !!!!!

Allzeit gutes Licht!!

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Fab » 04.08.2009 - 10:53

Zum UV- (Skylight-) Filter möcht noch erwähnen.
Wenn man nicht gleich auf Anhieb der allerbeste Kunstfotograf werden will :D ist der (billige) Skylightfilter halt ein guter Schutz gegen das Verkratzen des teuren Objektivs.
Gebirge ist eine staubige Angelegenheit und ist schon ein Unterschied wo man auf Dauer rumwischt.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Dachstein » 04.08.2009 - 11:03

Hildener hat geschrieben: Und noch kurz zu Deinen 3 Bildern: Wenn Du mit einem entsprechenden Programm diese Bilder zu einem " HDR " Bild ( schau den Begriff mal im www nach ) verschmelzen würdest, hättest Du ein weitgehend korrekt belichtetes Bild !!!!!
Stichwort HDR (hyper dynamic range müsste das heißen): unbedingt ein Stativ verwenden. Sonst wird das eine ziemlich komplizierte Fummelei im Photoshop, die Bilder genau deckungsgleich zu bekommen. Mir kommt es jedenfalls so vor.

Zu deinem ISO Knopf: du variierst einfach die Empfindlichkeit deines Sensors. (Gut, stimmt eigentlich auch nicht ganz, denn die Elektronik verstärkt nur das Signal des Sensors - ist aber für den Endverbraucher wurscht). Du hast mehrere Möglihkeiten, die du wählen kannst: einerseits mal Auto ISO. Dabei verstellt die Kamera die ISO Wertse selbsttätig und du kommst zu 99 Prozent zu einem richtig belichteten Bild (hast aber die Gefahr von Bildrauschen, wenn die Kamera meint, ISO 800 nehmen zu müssen). Die andere Möglichkeit besteht darin, die ISO Werte manuell einzugeben. Du stellst den Wert also fix auf ISO 200 oder einen anderen, beliebigen Wert (Bei Sonnenschein: ISO 100 oder den bei deiner Kamera niedrigst möglichen Wert). Manchmal kann es sein, dass Motivprogramme automatich mit ISO Werten gekoppelt sind. Mei meiner Canon S5 ist es so, wenn ich die Kamera auf AUTO (komplette Automatik), dann ist der ISO Wert unbeeinflussbar (Kamera stellt sich auf Auto ISO). Nicht mal eine Belichtungskorrektur kann ich dann eingeben. So was mag ich nicht, daher steht die Kamera entwerder auf Programm (P), wo ich wenigstens ISO und Korrekturwerte eingeben kann, oder auf A (Zeitautomatik), wo ich eben die Blende vorgebe und die Kamera sich die passende Zeit sucht. Irgendwelche Motivprogramme habe ich noch nie benützt, wobei sie für den Anfänger durchwegs sinnvoll sind, da er so manche Fehlerquellen ausschalten kann.
Würde ein Anfänger mit meiner Nikon D200 Bilder machen wollen, so käme vermutlich Frust auf. Das Ding ist war teurer als eine Einsteigerkamera, hat keine Motivprogramme und hat damit für den Anfänger den Nachteil, ihn nicht unterstützen zu können. Da muss der Fotograf selber ein gewisses Wissen haben, um zu den gleichen Ergebnissen zu kommen, wie ein Anfänger, der mit Elektronikunterstützung fotografiert. Ich persönlich finde, dass die Motivprogramme für den Anfang ein Rundumsorglospacket sind, die der Anfänger auch benützen sollte, um sich mal mit der Handhabung der Kamera vertraut zu machen. Der Rest kommt mit der Zeit. Und wie schon oben angesprochen: Bedienungsanleitung unbedingt jetzt lesen und auch in den Urlaub mitnehmen. Auch mir geht es immer wieder so, dass ich manche wirklich selten gebrauchte Funktion nachschlagen gehe. Und wegen dem Polfilter: Schau mal in einem Elektronikmarkt. Dort sind sie zwar teurer als bei Ebay, er Kauf könnte sich aber durchaus lohnen. ;)

Zum UV Filter: habe ich von allen Objektiven, wo ich einen dazubekommen habe, entfernt. Weder mein 17 - 55, 2,8 noch mein 80 - 200, 2,8 haben so einen Filter drauf, obwohl ich einen hätte. Warum? Weil die Bildergebnisse mit dem Filter am 80 - 200 erschreckend mies waren. Stichwort Reflexion. Wie entfernt man nun am Besten Staub? Ich mache das ganz einfach mit einer Klistierspritze. Die erzeugt einen hohen Druck und pustet verlässlich das weg, was weg soll. Fingerabdrücke stellen wieder ein eigenes Kapitel dar und hier hat fast jeder Fotograf sein Geheimrezept. Am besten ist es, wenn keine drauf kommen. Also immer die Deckel verwenden und die Objektive nicht offen in der Fototasche herum liegen lassen. Bei nächsten Reingreifen kommt man nämlich mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit auf die Frontlinse. Ist es doch einmal passiert: Sauberes Tuch nehmen und vorsichtig drüberwischen. Objektive sind für den Alltagsgebrauch bestimmte Dinger und die halten auch sowas aus. ;) Manche (wirklich teuren) Objektive haben übrigens Schutzgläser eingebaut. Das Nikon 300er (2,8) hat an vorderster Front keine Linse, sondern ein in die Objektivrechung miteinbezogene planes Frontglas. Wenn du sowas verkratzt, dann ist es leicht auszutauschen. Günstige Objektive haben sowas nicht. Hier ist, wenn man wirklich auf Nummer sicher gehen woll, der UV Filter erste Wahl (mit der Gefahr, Qualitätseinbußen hinnhemen zu müssen).

In diesem Sinne: gut Licht und viel Spaß im Urlaub.

MFG Dachstein

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von OliK » 04.08.2009 - 14:55

Moin Irrer ;) ,

ich empfehle Dir als aller erstes mal dich mit dieser Website intensiv :!: auseinander zu setzen:

http://www.fotolehrgang.de/

Da werden die Grundlagen wie Blende, ISO, Belichtungszeit usw. schön verständlich erklärt.
Und natürlich mit der Bedienungsanleitung deiner 450er, die ist nämlich wie hier auch schon geschrieben wirklich sehr gut für die ersten Schritte mit deiner DSLR.

Eine weitere gute Anlaufstelle ist das DSLR-Forum.

Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall immer in RAW fotografieren, da man doch so einiges im Nachhinein noch hinbiegen kann. Macht zwar mehr arbeit und braucht mehr Speicher, aber 4 oder 8GB kosten ja nix mehr ;) .
Und von den Motivprogrammen würd ich mich doch gleich mal verabschieden, dann häts nämlich ne 0815-Knipse getan und keine DSLR gebraucht :lol:
Ich hab am Anfang meistens mit der Blendenautoatik gearbeitet, sprich die Zeit selbst vorgewählt. Gerade bei Zoom-Aufnahmen ist der Einfluss auf die Belichtungszeit IMHO sehr wichtig, da es sonst oft zu Verwacklungsunschärfe kommen kann. Kleiner Tip am Rande: Mit der Formel Brennweite*2= mindeste Belichtungszeit bin ich immer ganz gut gefahren.

Kleine Warnung noch zum Schluss:
Da haste Dir ein ganz ein kostspieleiges Hobby mit Suchtfaktor ausgesucht. Hab letztes Jahr auch mit ner DSLR und so nem 0815-Suppenzoom angefangen...*g*
Es grüsst der Oli


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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Dachstein » 04.08.2009 - 15:06

Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall immer in RAW fotografieren, da man doch so einiges im Nachhinein noch hinbiegen kann. Macht zwar mehr arbeit und braucht mehr Speicher, aber 4 oder 8GB kosten ja nix mehr ;) .
Und hast leider vergessen, zu erwähnen, dass du die Daten auch archivieren musst. Um Sicher zu archivieren, mindestens einmal spiegeln. Also mindestens 2 Festplatten....
Und wenn man das ganze dann so betreibt wie ich, dann liegen 6 Terrabyte herum, fast nur Fotos übrigens...
Nebenbei: auch 8 GB werden bei RAW relativ schnell voll. Daher mindestens eine Zweite Speicherkarte mitnehmen, oder einen Laptop zum Speicherkartenleeren. Aber nicht vergessen, ein Laptop ist nicht gerade sicher was die Datensicherheit angeht. Daher auch noch einen Packen DVDs mitschleppen oder eine externe Festplatte (gilt aber auch wieder in Sachen Datensicherheit wie für den Lappy).... Herrje, war der Film einfach zum handhaben, wenn es nicht gerade auf einem Flughafen Probleme gab...
Kleine Warnung noch zum Schluss:
Da haste Dir ein ganz ein kostspieleiges Hobby mit Suchtfaktor ausgesucht. Hab letztes Jahr auch mit ner DSLR und so nem 0815-Suppenzoom angefangen...*g*
Und wo hat es bei dir geendet? Oder nimmt das "Verhängniss" wie bei mir noch immer seinen Lauf? ;)

Übrigens: oben wurde etwas über manuelle Scharfstellung geschrieben. Mit der von dir beschriebenen Kombination wird die Sache zur Herausforderung werden. Warum? Weil einerseits der Schneckengang im Objektiv viel zu steil ist und andererseits weil der Sucher der 450er nicht gerade MF freundlich gebaut wurde. Er ist, da Pentaspiegelkonstruktion, recht dunkel und auch etwas zu klein von der Vergrößerung her. Sicher, es geht auch, aber der Autofocus ist um einiges schneller und auch treffsicherer. Weil einen Schnittbildindikator, einen Mikroprismenfleck oder Ähnliches, das dir hilft, wirst du nicht auf deiner Mattscheibe finden...

MFG Dachstein

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von skilinde » 04.08.2009 - 15:19

3303 hat geschrieben:Stimmungsvolle Photos gelingen am besten in den 2 Stunden nach Sonnenaufgang bzw. vor Sonnenuntergang. Dann sind die Kontraste auch nicht so groß und das Bild wirkt trotzdem plastischer.
Ja. Falls Du aber auch künstlich beleutete Objekte einbeziehen möchtest, sei die blaue Stunde empfohlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Stunde

2012/2013 - 23 Tage: NSW (3), Bregenzer Wald (6), Hochhäderich, Kleinwalsertal, Bialka , Sella (7), Alpe Lusia, San Martino (3)
2013/2014 - 13 Tage: Zillertal (4), Feldberg (1), Sella (8)
2014/2015 - 20 Tage: Bialka (2), Serfaus-Fiss-Ladis (6), Sella (7), Bormio (3), NSW (2)
2015/2016 - 15 Tage: Kitzsteinhorn (1), die Sella (7), Saalbach (7)
2016/2017 - 13 Tage: Stubaier (2), Ischgl (3), See (1), Sella (7)
2017/2018 - 14 Tage: Bialka (4), Saalbach (2), Sella (7) + La Bresse (1)

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von OliK » 04.08.2009 - 15:22

Und hast leider vergessen, zu erwähnen, dass du die Daten auch archivieren musst. Um Sicher zu archivieren, mindestens einmal spiegeln. Also mindestens 2 Festplatten....
Und wenn man das ganze dann so betreibt wie ich, dann liegen 6 Terrabyte herum, fast nur Fotos übrigens...
Nebenbei: auch 8 GB werden bei RAW relativ schnell voll. Daher mindestens eine Zweite Speicherkarte mitnehmen, oder einen Laptop zum Speicherkartenleeren. Aber nicht vergessen, ein Laptop ist nicht gerade sicher was die Datensicherheit angeht. Daher auch noch einen Packen DVDs mitschleppen oder eine externe Festplatte (gilt aber auch wieder in Sachen Datensicherheit wie für den Lappy).... Herrje, war der Film einfach zum handhaben, wenn es nicht gerade auf einem Flughafen Probleme gab...
Dass man mehrere SDs benutzt ist ja eh klar, auf 4GB gehen rund 200-220 Bilder in RAW. Ich hab 2x 4GB und 2x8GB. Das reicht normal für einen Tag ;) , wenn nicht hab ich noch mein Laptop und meine externe HD dabei :).
Auf dem heimischen Rechner hab ich ne 750GB HD nur für Fotos. Die besten Bilder werden zusätzlich auf DVD gesichert. Ist ja nicht so, daß wenn man am Tag 400 Bilder macht, diese auch alle behält bzw. behaltenswert sind.
Und wo hat es bei dir geendet? Oder nimmt das "Verhängniss" wie bei mir noch immer seinen Lauf?
Naja wegen Foto-Virus und so...es hält bei mir noch an. Mittlerweile hab ich für meine 450er ein Tamron 17-50 2.8 (übrigens ein excellentes Glas für dieses Geld *mitmZaunpfahlzumIrrenwink*) und mein kurz nach dem Suppenzoom gekauftes Sigma 70-300 APO mit Frontfokus :roll: vor kurzem gegen ein Canon 70-200L 4.0 getauscht. Hätte zwar lieber das 2.8 gehabt, aber diese Wuchtbrumme immer mit im Rucksack rumzuschleppen war mir zuviel. Als nächstes steht evtl. ein Fisheye oder UWW für Parkfotos an ;D

[edit]
Über den Sucher manuell zu fokosieren funktioniert in der Tat wirklich nicht so gut, aber aufm Stativ und mit LiveView (IMHO die einzige Sinvolle Verwendung für LiveView) klappt das ganz gut, macht aber normal bei Landschaftsaufnahmen keinen Sinn, eher bei Makros.
Es grüsst der Oli

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von cauchy » 04.08.2009 - 15:47

Meine Tipps:

Das allerwichtigste ist meiner Meinung nach das Licht! Zur Mittagszeit ist das Licht in Mitteleuropa einfach scheiße. Punkt. Besser gar keine Photos machen. Das gilt zumindest für Sonnenschein und blauen Himmel. Dafür können dramatische Sonnen-Wolken-Stimmungs-Photos natürlich immer entstehen je nach Situation. Aber prinzipiell sind die Morgen- und Abendstunden einfach so viel besser geeignet als alles dazwischen.
Auch darauf achten von wo das Licht herkommt. Die Photos werden soviel besser wenn man sich dieser Dinge bewusst ist!

Vom technischen her:
  • in RAW arbeiten (wesentlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung)
  • Falls vorhanden Tonwertpriorität und darauf achten, dass die Spitzlichter nicht ausfressen (außer man will es, die Sonne z.B. darf ruhig ausfressen...). Mit der Zeit bekommt man da Übung wie weit man Überbelichten kann. Ich verwende Liveview an meiner 40D (oder mach einfach Probephotos -> Histogramm) um herauszufinden ab wann die Lichter abbreissen. Meist geht sich dann 2 Blenden überbelichten aus oder so. Wie gesagt: üben, sehen, herausfinden.
    Der Vorteil ist, dass die Kamera durch gezieltes Überbelichten die Spitzlichter bewahrt, das Signal-Rausch-Verhältnis aber recht günstig ist -> weniger Rauschen
  • Polfilter kann schon was bringen aber vorsichtig anwenden!
  • Nachbearbeitung ist meiner Meinung nach schon sehr wichtig! Es gehört einfach beides dazu: Gute Aufnahme und gute Nachbearbeitung. Ich verwende Lightroom, oft (vor allem bei Landschaft aber nciht nur) zuvor PhotoMatix Pro um HDRs zu machen (aus einem RAW) und Tonemapping zu machen. In Lightroom arbeite ich viel mit Verlaufsfiltern und dem Pinselwerkzeug um gezielt Bereiche herauszuarbeiten und/oder abzudunkeln etc.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Dachstein » 04.08.2009 - 16:04

skilinde hat geschrieben:
3303 hat geschrieben:Stimmungsvolle Photos gelingen am besten in den 2 Stunden nach Sonnenaufgang bzw. vor Sonnenuntergang. Dann sind die Kontraste auch nicht so groß und das Bild wirkt trotzdem plastischer.
Ja. Falls Du aber auch künstlich beleutete Objekte einbeziehen möchtest, sei die blaue Stunde empfohlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Stunde
Blaue Stunde und Superzoom? Weis nicht, ob es schlau ist, sowas zu machen. Das Nikon 18 - 200 ist jedenfalls dafür ungeeignet und ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auch bei anderen Objektiven dieser Brennweitenklasse so ist, es sei denn, der Fotograf will überall ein Statif mitschleppen. Für die Blaue Stunde würde ich eher was lichtstärkeres nehmen. Canon 17 - 55, 2,8 oder sowas in der Richtung, Stichwort Fremdobjektiv, weil das Originale ist meist doch ein Hauseck teurer als ein Fremdobjektiv. Mein Nikonpendant macht mir hier regelmäßig viel Freude, jedoch muss jeder wissen, ob sich so ein Objektiv lohnt.

@ ChaosB99: ok, kenn ich, war bei mir auch fast so.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von 3303 » 04.08.2009 - 17:34

cauchy hat geschrieben:Meine Tipps:

Das allerwichtigste ist meiner Meinung nach das Licht! Zur Mittagszeit ist das Licht in Mitteleuropa einfach scheiße. Punkt. ...
Diese Aussage kann einfach nicht oft genug gebetsmühlenartig wiederholt werden.
Wenn das Licht und der Photograph gut sind, kommt sowas auch ohne große, teure Camera heraus.
http://farm3.static.flickr.com/2111/230 ... 7c39_b.jpg

Oben wurde noch die Aufteilung im goldenen Schnitt bzw. die Drittelung des Bildes angesprochen.
Das ist so eine Art gestalterische Grundregel, die meines Erachtens auch oft gut geeignet ist.
Besonders bei jüngeren, künstlerischer arbeitenden Photographen kommt sie aber langsam immer weniger zur Anwendung.
Viele Aufnahmen wirken zunächst mal auf die meisten Betrachter gefälliger, wenn sie nicht symmetrisch aufgeteilt sind, aber um bestimmte Bildwirkungen zu erzielen, orientieren sich mittlerweile eben Viele nicht mehr an diesen ca. 1/3 Regeln.
Gestalterische Regeln haben sicher ihre Berechtigung, sind aber letztendlich sicher auch dazu da, wenn bewusst und begründet, gebrochen zu werden.

Nochmal zum Thema UV Filter:
http://www.fotocommunity.de/search?q=uv ... y=13494312


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Re: Kamera Workshop

Beitrag von molotov » 04.08.2009 - 20:32

Dachstein hat geschrieben:
Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall immer in RAW fotografieren, da man doch so einiges im Nachhinein noch hinbiegen kann. Macht zwar mehr arbeit und braucht mehr Speicher, aber 4 oder 8GB kosten ja nix mehr ;) .
Und hast leider vergessen, zu erwähnen, dass du die Daten auch archivieren musst. Um Sicher zu archivieren, mindestens einmal spiegeln. Also mindestens 2 Festplatten....
Und wenn man das ganze dann so betreibt wie ich, dann liegen 6 Terrabyte herum, fast nur Fotos übrigens...
Nebenbei: auch 8 GB werden bei RAW relativ schnell voll. Daher mindestens eine Zweite Speicherkarte mitnehmen, oder einen Laptop zum Speicherkartenleeren. Aber nicht vergessen, ein Laptop ist nicht gerade sicher was die Datensicherheit angeht. Daher auch noch einen Packen DVDs mitschleppen oder eine externe Festplatte (gilt aber auch wieder in Sachen Datensicherheit wie für den Lappy).... Herrje, war der Film einfach zum handhaben, wenn es nicht gerade auf einem Flughafen Probleme gab...
oder sich zur not einfach ärgern dass ein paar urlaub fotos weg sind ;) und keinen aufstand machen.
und vorallendingen aussortieren und nur von guten fotos die raws behalten, das macht viel aus.
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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Dachstein » 05.08.2009 - 10:59

molotov hat geschrieben: oder sich zur not einfach ärgern dass ein paar urlaub fotos weg sind ;) und keinen aufstand machen.
und vorallendingen aussortieren und nur von guten fotos die raws behalten, das macht viel aus.
Nö, mag mich nicht ärgern. ;) Denn wenn einmal Bilder von einem Event weg sind, die man aber für Leute braucht, dann ist das schon sehr ärgerlich. Ich hab daher immer alles doppelt.
Nebenbei: Auch eine gute Datenrettungssoftware ist keine schlechte Sache, wenn nicht sogar ein Muss für den Fotografen von heute. Zu schnell ist eine Speicherkarte in der Kamera gelöscht oder versehentlich das falsche Bild eliminiert worden.
In diesem Fall: Karte aus der Kamera raus, sperren (bei SD möglich) und erst am Rechner wieder angreifen.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Foto-Irrer » 05.08.2009 - 11:23

puh, das ist echt viel, aber alles brauchbar!
Also das mit RAW Daten wird schon klappen, da ich drei-vier 4GB Chips für die zwei Wochen mitnehme und ja auch nicht jeden Tag unterwegs bin sondern auch mal faul am Lago Maggiore oder Garda liegen will. Hab die Anleitung angefangen und mir bei Amazon ein spezielles Einsteigerbuch für die EOS 450d bestellt.

Ach ja zu dem Polarisationsfilter aus einem Elektrogeschäft mal eben holen. Bin gestern in Hamburg zu Medimax rein (falls es wer nicht kennt, sowas wie Media Markt nur oft etwas kleiner) und die Verkäuferin IN DER FOTOABTEILUNG (ok, war mehr Handy als Foto) hatte das Wort "Polarisationsfilter" noch nie gehört. Die hatten nur ein paar Cams, das wars. Mal weitergucken...

Licht zur Mittagszeit... glaub ich Euch sofort, dass man eher bei Sonnenauf- oder -untergang knipsen sollte, nur steht das leider in Konflikt mit den Essenszeiten in den Hotels... (bin sowieso gespannt, ob die Italiener im 4-Sterne-Hotel wie bei holidaycheck vorgewarnt, Blockabfertigung bei den Mahlzeiten machen).

Also danke für die anderen Tipps, vieles habe ich davon schon nachgegoogelt, aber zum Teil schnell gemerkt, dass ich dafür erstmal die Anleitung durchhaben sollte.
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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Hildener » 05.08.2009 - 11:57

Arlberg-Irrer hat geschrieben: ...........aber zum Teil schnell gemerkt, dass ich dafür erstmal die Anleitung durchhaben sollte.
Sag ich doch!!!!!!!!!!!!!! :!:

Du hast jetzt von einigen Fotoexperten auch sehr spezielle, aber gut gemeinte Anregungen bekommen, die für einen relativen Anfänger - so habe ich Dich zumindestens verstanden - nur sehr schwer nachzuvollziehen sind. Laß Dich da nicht verwirren, wir haben alle mal klein angefangen.

Nur kurz noch zum knipsen in der Mittagszeit, was wirklich nicht ganz so ideal ist:

Vereinfacht gesagt hat das Licht von ca. 11 - 13 Uhr sehr oft eine " kalte " Lichttemperatur ( wieder so ein Spezialausdruck ) und es ist häufig dunstig. Außerdem ist der Winkel des Einfalls des Sonnenlichts ungünstig für z. B. die Schattenverläufe.
Dies führt dazu, dass keine vernünftigen Kontraste entstehen, und Kontraste sind das A und O in der Fotografie. Die Bilder können dann recht flau wirken.

In den Zeiten davor und danach kannst du nach Herzenslust draufdrücken, da brauchst Du wirklich nicht auf die Zeiten um den Sonnenauf- und -untergang warten.

Aber manchmal ist man halt vor allem bei Bergwanderungen nur zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort - eben um die Mittagszeit rum -, dann muss man halt mit den Bedingungen leben, die da sind.

Da Du aber in RAW fotografieren willst, kannst Du später am Computer noch vieles verbessern.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Dachstein » 05.08.2009 - 12:20

Eigentlich muss ich ja gegen die ganzen jetzigen Einsteigerkameras sein. Grund: durch die Motivprogramme hast du eine Rückfallebene und die Ausstattung ist viel zu gut ;) . Nur durch Motivprogramme wird man halt schwer den Zusammenhang Zeit - Blende (und umgekehrt) sowie die Wirkung der Tiefenschärfe vermittelt bekommen.

Um wirklich fotografieren (also das Handwerk, die Basics) zu lernen, wäre eine manuelle, mechanische Spiegelrfelex mit einem 50er. So hab ich zumindest fotografieren gelernt. Mit meiner OM1 und dem 50mm, 1:1,4. Mehr war es nicht. Keine Automatik, kein Autofocus. Nur eine "primitive" Kamera. Aber eine, die einem Fotografieren beibringt. Also wenn du wirklich fotografieren lernen willst und dir Hintergrundwissen aneignen willst, stelle die Kamera auf M. Du wirst am Anfang dich an die Lichtwaage gewöhnen müssen, einige Bilder versauen und merken, dass es jetzt nichts mehr mit dem schnellen Bild ist, dafür lernst du, welche Zeiten du halten kannst, wie sich die Zeit auf die Blende und umgekehrt auswirkt.

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Re: Kamera Workshop

Beitrag von Foto-Irrer » 05.08.2009 - 12:36

Du, ich werd mich irgendwo hinstellen, meine Pics machen und dann auf M umschalten, allein das Ergebnis mit dem Sonnenuntergang hat mich schon dermaßen überrascht, dass ich mit M eine Menge rumspielen möchte. Was die Nachbearbeitung mit der Canon-Software angeht, habe ich gestern ein bischen Zeit mit meinen Fotos von Gewitterblitzen aus dem "Eure schönsten Wetterfotos"-Thread gemacht und war überrascht, wieviel deutlicher man die Blitze noch bekommen hat bzw. wie man die Gesamtstimmung in der Nachbearbeitung noch verändern konnte.
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