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Stirnlampe-welche?

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wallack
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Stirnlampe-welche?

Beitrag von wallack » 18.01.2019 - 13:25

Hallo mitnand,

hat jemand von Euch Erfahrungen mit Stirnlampen?
Ich habe eine, doch die leuchtet mir zu wenig.
Ich denke solche Lampen sollten 1000Lumen und mehr haben um wirklich in der Nacht beim Abfahren oder Aufsteigen
gut zu sehen.
Nun meine Frage:
hat jemand prof. Erfahrung?
Und welche Ausführung ist besser: Batterie oder Akku über USB aufladbar- Vor/Nachteile?

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JohannesSKI
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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von JohannesSKI » 18.01.2019 - 16:07

Professionelle Erfahrung habe ich keine, eine dieser Stirnlampen wird aber meines Wissens bei vielen Bergrettungsdiensten eingesetzt:
https://www.lupine-shop.com/en/led-lightsets/headlamps/
Die gehen bis 5000 Lumen, damit sollte das komplette Zillertal ausgeleuchtet werden können :wink: :lol:

Vorteil USB: -häufig aufladbar, kein Restmüll mit Giftstoffen wie bei Batterie

Vorteil Batterie: -kannst dir welche in den Rucksack packen falls deine ersten Batterien leer sind, mit USB müsstest eine ganze Powerbank mitschleppen
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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von scratch » 18.01.2019 - 16:44

Wenn man wirklich eine sehr gute, qualitativ hochwertige Helmlampe will und bereit ist, viel Geld auszugeben, dann ist Lupine definitiv in der engeren Auswahl. Meines Erachtens sind sie da Marktführer (nicht nur deshalb, weil sie aus meinem Landkreis Neumarkt/Opf. kommen). Wir haben uns zum biken erst letzte Woche zwei Piko geholt (1800 Lumen). Bei uns haben viele Lupine, meine Frau hat auch noch eine Neo, ein Bekannter hat als Lenkerlampe noch eine Wilma zur Piko und eine ältere Betty habe ich auch schon im Livebetrieb gesehen. Die können wirklich was.
Die Alpha hat 7200 Lumen, aber die ist vor allem bei Schnee viel zu hell, da geht dann nix ohne Sonnenbrille :D

Nachdem wir unsere Lampen rel. häufig einsetzen, bei jedem Wetter und schon eine Weile durchhalten müssen, kommen für uns so (billige) Lampen mit Batterie gar nicht in Frage. Alle hochwertigen Lampen die ich kenne, haben einen Akku. Bei Lupine kannst du zwischen verschiedenen Akkus wählen.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von Tobi-DE » 19.01.2019 - 20:30

Ist bei den Preisen das Komma verrutscht oder wird ein falsches Währungssymbol angezeigt? :idea:
18/19 [13]: Garmisch Classic 1x - Kaunertal 1x - Sudelfeld 6x - Nauders 2x - Hochoetz 1x - Venet 1x - Spitzingsee 1x
17/18 [33+1]: Hintertux 4x - Kaunertal 5x - Sudelfeld 18x - Spitzingsee 2x - Flutlicht-Ski Spitzingsee 1x - Ellmau 1x - Hochzeiger 1x - Fendels 1x - Nauders 1x
16/17 [29+1]: Hintertux 6x - Kaunertal 5x - Sudelfeld 13x - Spitzingsee 3x - Flutlicht-Ski Spitzingsee 1x - Zell am Ziller 1x - Kitzsteinhorn 1x

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scratch
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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von scratch » 19.01.2019 - 21:27

Ist wie bei allem...wenn man was ordentliches will, ist es teuer.
Man kann natürlich auch was günstiges nehmen wie eine Magicshine (https://www.magicshine.de), eine andere der zig Hersteller (einfach mal bei Helmlampen fürs Biken schauen) oder wenn es ganz billig sein soll, eine Chinalampe von Aliexpress. Aber den Qualitätsunterschied merkt man definitiv! Die wenigsten Hersteller schaffen es, die korrekten Lumen oder Leuchtzeiten anzugeben, individuell programmierbar mit einer App sind noch weniger.

Also Lupine ist mit Sicherheit sehr teuer und ob sich jemand so eine Lampe leisten will oder nicht, muss jeder selber wissen. Aber meines Erachtens ist eben auch die Qualität sehr hoch und ich würde sie mir jederzeit wieder kaufen, genauso wie alle Bekannte, die eine (oder mehrere) haben.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von Lagorce » 19.01.2019 - 23:07

Mit dem Thema Stirnlampe habe ich mich früher mal ziemlich intensiv befasst, war sogar nahe dabei, ein vollmetall Prototyp mit Cree oder Luxeon LED zu entwickeln (inkl. Fuel-Gauge für Li-Ion Akku). Grösstes Problem war dabei die Fertigung eines erschwinglichen Reflektors (billige metallisierte Massenware-Plastik-Reflektoren waren ungeeignet).

Die Frage ist, welche Anforderungen man stellt.

Für kritische Anwendungen kann man sowas einsetzen:
https://www.scurion.ch/jm19/en/

oder explosionssichere Modelle für den Untertagbau.
Lampen für Tauchanwendungen sind ebenfalls z.T recht zuverlässig jedoch oft für andere Anwendungen unpraktisch.

Gewisse Modelle für taktische Anwendungen sind ebenfalls sehr gut, die muss man allerdings online bestellen, zumindest in den sog. Military Surplus (haben nichts mit den RUAG Liq Shops zu tun wo echtes Ex-CH-Armeematerial verkauft wird, wie bei der VEBEG wo u.a. Bundeswehrmaterial verfügbar ist!!!!) in der Schweiz ist das allermeiste billige Army-Replica-Ramsch aus China, der niemals armeetauglich wäre und auch nirgends in einer Armee je eingesetzt wurde.

Von den Petzl Lampen halte ich nichts weil sie viel zu teuer für das was sie sind (besitze jedoch einiges an Petzl PSA und sonstige Ausrüstung). Da findet man mit was Glück punkto Stirnlampen etwas ebenbürtiges zu einem viel tieferen Preis (so um die 10 euros). Gewisse Petzl Lampen taugen nichts, andere sind etwas besser, allesamt jedoch viel zu teuer.

Interessanterweise habe ich eine billige Made-in-China Stirnlampe, die absolut top ist, nur leider wie so oft findet man den Artikel dann nicht mehr (war von sowas wie Athleticum, 2 Wochen später als ich weitere kaufen wollte, fand ich nur noch Mist).
Andere Billiglampen sind wiederum miserabel. Gewisse Alu-Stirnlampen sind recht gut aber das ganze ist halt eine Lotterie und im voraus schwer zu beurteilen.
Habe sicher 10 -20 Stirnlampen herumliegen, alles Billigprodukte, die meisten taugen nix aber ein paar sind recht gut.

Früher setzte ich normale (nicht Stirnlampen) Maglite's ein, waren teuer und damals ohne LED. Habe gewisse mit LED nachgerüstet. Mittlerweile habe ich auf kleine billige LED Stirnlampen umgestellt und habe onehin stets mehr als eine mit mir. Diversität und Redundanz sind mir da viel wichtiger als ein teures Modell. Mittlerweile setze bei Taschenlampen ich auf kleine billige ca. 4 Euro Modellle, vollmetall und recht zuverlässig (stets auf Mono-LED-Chip achten, Billiglampen mit mehreren normalgrossen LEDs taugen nichts).

Zusammengefasst bzgl. Stirnlampen, "in my Opinion":
1) Falls extreme Performance erforderlich ist, ein Top-Modell für Professionnelle Anwendungen, jedoch extrem teuer (einige hundert EUR) und oft recht schwer.
2) Mittlere Performance: Sowas wie eine taktische Stirnlampe, ggf. vollmetall, relativ leicht, so in den +/- EUR 100, meist unter EUR 200.
3) Low-End: Was billiges, so bis ca. EUR 20 (meist um die EUR 10), dabei muss man u.U. lange suchen und mit was Glück findet man ein sehr gutes zuverlässiges Modell, das weitaus billiger und ebenso gut ist wie so ein Markenmodell von Petzl, Black Diamond, usw.

Wichtig ist übrigens der Ein/Aus-Schalter, da sonst aus versehen sich die Lampe einschalten kann und die Batterie dann leer ist. Bei längerem Nicht-Gebrauch setze ich ein kleines Stück Isolierfolie zwischen einem Batteriepol und dem entsprechenden Gehäusekontakt ein.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von wallack » 22.01.2019 - 11:34

Also die Lupine ist sicherlich ein Top Gerät.....nur der Preis macht mich schwindelig.....
Wie viele Leuchtstufen hat denn diese und wie lang hält der Akku bei zb. 2000Lumen (das ist
schon sehr hell).
Und: Wie schwer ist die Lampe.

Vielleicht gibt es eine Lampe mit max 2000Lumen in einem günstigeren Preissegment?

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von scratch » 23.01.2019 - 21:48

Naja, du fragtest nach einer "prof. Erfahrung" und da dachte ich, dass du nicht nach einem Teelicht suchst :D
Alle Angaben sind bei Lupine direkt auf der Seite verfügbar. Leuchtstufen kann man einstellen zwischen 2 und 4 Stufen, die einzelnen Stufen kann man per App sehr einfach programmieren, wie man will. Akku kommt drauf an, welchen du nimmst. der kleine mit 3,5Ah hält in hellster Stufe 1:15h. Wobei man die hellste Stufe wohl nie durchgehend benötigt. In kleinster Stufe hält er 80h. Aber wie gesagt, alle Details sind auf der Seite von Lupine und da ich vermute, dass du eh nicht so viel Geld ausgeben willst, ist es wohl auch unnötig, noch tiefer ins Detail zu gehen.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von Lagorce » 24.01.2019 - 01:52

Berechnungen sind relativ einfach, da es nur wenige Hersteller für solche LED gibt (Cree hat die Unterlagen online).
Sehr wichtig ist die Gestaltung der Optik sowie die Külung.

Bevor ich eine superteure Stirnlampe kaufen würde, nehme ich eine kleine vollmetall Hochleistungs-Stablampe und montiere sie seitlich am Industriehelm. Falls erforderlich könnte man den Hinterteil abtrennen und mit einer externen Batterie und DC/DC Wandler versorgen.
Angebot an solchen LED Stablampen ist sehr gross und mehrere solche Lampen sind immer noch billiger und leichter als gewisse high-end Stirnlampen.
Ein kleines 300 lm Vollmetallstablämpchen bringt etwa 150 g auf die Waage mit den Batterien (angeblich 4 Stunden mit 2 AA Batterien).
Nicht genial, war aber nur noch etwa EUR 20 im Ausverkauf.


Stirnlampen für Untertagbau, usw., sind sehr robust, wasserdicht, jedoch nicht sonderbar beleuchtungsstark:

Stirnlampen gibt's von Oldham seit eh und jeh:
http://www.oldhamcaplamps.com

Auch robust sind diese hier:
https://kse-lights.com

Falls Geld und Gewicht sekundär sind gibt's noch ROV Lights, ursprünglich für Unterwasserrobotor entwickelt.


Edit:
Berechnungsgrundlage:
LED ca. 10 W für 1000 lm (100 lm/W)
Batterie ca. 10 kg/kWh

Demnach bei 1000 lm:
0.5 kg: 5 h
1 kg: 10 h
10 kg: 100 h
usw.

Es handelt sich hier nur um eine ganz grobe Vorab-Einschätzung, die lm/W Effizienz kann höher sein und die spezifische Batteriekapazität ebenfalls (etwa 6 kg/kWh im Bereich 30 Ah) wobei diese Werte nich erreicht werden können, da man die Batterien nicht zu tief entladen will und dann noch Schutzbeschaltungen und Gehäuse dazu kommen, usw.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von molotov » 24.01.2019 - 08:59

Schau dir mal die Fenix HP30R an. Kombiniertes Spot und Floodlight, zum Abfahren in der Nacht m.E. hilfreicher als Flutlichmonster im Nahbereich.
Touren >> Piste

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von becks0815 » 24.01.2019 - 09:17

Meine 5 Rappen zu dem Thema.

Ich setze Stirnlampen ein, seitdem die Petzl Tikka auf dem Markt erschien, habe mich durch diverse Lampen gearbeitet und wir nutzen nun eine Zebralight aus der H600-Serie (meine Frau) mit grob 1100 Lumen in der höchsten Stufe sowie eine ThruNite TH30 (ich, 3100 Lumen max), welche beide mit Li-Akkus (18650er) befeuert werden und grob bei 70-80 Euro pro Lampe liegen (plus Akkukosten plus Ladegerät).

Einsatzbereiche: Bergsteigen, Nordwände und Skitouren in den Alpen sowie Urlaubsausflüge im Sommer. In Peru waren die Dinger im Dauereinsatz, da man für die dortigen 5000er meistens zwischen 1 und 3 Uhr nachts startet und dann 3-4 Stunden im Stockfinsteren sich über teilweise unmarkiertes Gelände im Fels und Eis nach oben arbeitet. Mit solch einer Lampe bin ich im Winter aufs Strahlhorn hoch und mit den Lampen geht es jetzt auch wieder weiter in Biwakschachteln, Winterräume und auf Hochtouren.

Lupine ist mir zu teuer, ausserdem nerven die Extrakabel mit externen Akkus, denn da baumelt immer etwas rum. Mir sind auf Tour zudem zwei Petzl-Lampen mit externen Akkus ohne Vorwarnung auf Tour mit Kabelbruch ausgefallen - ganz schön dumm wenn man das morgens um 2 Uhr auf der Hütte merkt, wenn man gerade zum Aletschhorn aufbrechen will und eigentlich 3h Spurensuche im Geröll anstehen. Aus dem Grund sind mir Lampen aus einem Guss lieber.

Mit weniger Leuchtkraft gehe ich nicht mehr auf Tour, zu hell gibt es nicht und jedes Lumen macht sich bezahlt, wenn man mal wieder irgendwo mitten in einer Geröllhalde steht und alternativ nach einem Steinmann oder einer Ausstiegsrinne suchen muss.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von molotov » 24.01.2019 - 11:21

becks0815 hat geschrieben:
24.01.2019 - 09:17


Mit weniger Leuchtkraft gehe ich nicht mehr auf Tour, zu hell gibt es nicht und jedes Lumen macht sich bezahlt, wenn man mal wieder irgendwo mitten in einer Geröllhalde steht und alternativ nach einem Steinmann oder einer Ausstiegsrinne suchen muss.
Ja und nein, bei reinen Flutlichtern braucht man halt wahnsinnig viel Lichtleistung um die Reichweite hochzubekommen.
Touren >> Piste

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von becks0815 » 24.01.2019 - 12:00

Die Zebralight ist die Spot-Version und die TN hat zwar einen etwas breiteren Lichtkegel, dafür mehr Lichtleistung. Keine Sorge, ich kaufe nicht Lampen für über 200 Euro und setze die dann im Gebirge ein, ohne dass sie für den Zweck tauglich wären:

Bild
Morgens gegen 5:30 Uhr am Pisco (5700m), so grob auf 5300m. Zu dem Zeitpunkt sind wir bereits 4h unterwegs

Bild
Morgens kurz vor 6 Uhr am Yannapaccha Gipfel (5460m)

Bild
Und die Aufstiegsspur am Yannapaccha dann beim Sonnenaufgang und während des Abstiegs.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von Mat1dan » 26.01.2019 - 18:19

Hallo,

ich benutze meine Stirnlampe zwar nicht im Hochgebirge, jedoch auch bei Schnee und Kälte und wurde nie enttäuscht. Dabei handelt es sich um die LedLenser H7.2. Diese Stirnlampe leuchtet die Umgebung schön aus und man kann den Lichtkegel auch gut verstellen. Das einzige was mir nicht so daran gefällt ist das riesige Batteriefach auf Hinterkopfseite.
Doppelmayr 8CLD-B ein Traum 8)
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Saison 16/17: 3 x Altenmarkt/Radstadt, 1 x Zauchensee/Flachauwinkl, 1 x Reiteralm, 2 x Bad Gastein + Bad Hofgastein, 1 x Dorfgastein, 2 x Sportgastein,
Saison 17/18: 2 x Saalbach, 1 x HT Eben, 1 x Altenmarkt/Radstadt, 1 x Planai, 1 x Hinterstoder, 3 x Silvretta/Montafon
Saison 18/19: 2 x Saalbach, 1 x Hauser Kaibling, 1x Hinterstoder

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von Lagorce » 27.01.2019 - 16:01

Falls man nur gelegentlich ein paar Sekunden lang eine extrem starke Beleuchtung benötigt, wäre sowas wie eine 13'000 lm COB LED Array (über 100 LED Chips auf einem Keramiksubstrat etwas kleiner als 40x40 mm) sinnvoll, kostet so um die EUR 30, muss man allerdings mit ca. 51 V DC mit Konstantstrom ansteuern, also etwas über der Grenze für PELV/SELV Spannung (für Menschen "ungefährliche" Spannung). Für ca. 36 V kriegt man sowas wie 11'000 lm LED Arrays.
Wegen der Erwärmung sowie der hohen Verbrauchsleistung kann man solche LEDs bei Stir-/Helmlampen nur sehr kurz einschalten und muss sie gegen Überhitzung schützen da sonst die Kühler zu gross und schwer würden.
Daten findet man z.B. bei Cree oder Nichia. Die Elektronik entwickeln ist für Elektronikfachleute nicht so kompliziert (inkl. LiFePo Battery Management mit Fuel Gauge) ist dennoch zeitaufwendig und teuer wenn man es kommerziell macht (hohe Stundensätze).

Bzgl. Performance gehe ich davon aus, da bei sorgfältiger Entwicklung nicht so viel Spielraum übrigbleibt, da LED Chip Performance sowie Batterie-Performance etwa ähnlich für gute Komponenten sind bei ähnlichem Gewicht und Baugrösse die erreichbare Beleuchgtungsstärke sowie Autonomie in etwa vergleichbar, allerdings kann man mehr oder weniger konservativ auslegen. insbes. was die Betriebstemperatur der Elektronik (inkl. LED Chips) und die Entladungstiefe der Batterien betrifft. Kühlung hat einen massgebenden Einfluss auf die lm/W Ausbeute sowie auf die Lebensdauer und je kompakter und leichter man baut desto weniger gut kann man kühlen. Einfach Physik, da gibt's keine Wunderlösungen. Auch Reflektore sind wichtig.

Die viel kleineren LEDs, von denen man z.B. 6 Stk. in EUR 1000 teuren Lampen antrifft kosten nur ein paar EUR/Stk. Viele Stirnlampen, auch teurere, werden in China hergestellt. Qualität kann dabei sehr gut bis schlecht sein.
becks0815 hat geschrieben:
24.01.2019 - 09:17
ThruNite TH30 (ich, 3100 Lumen max), welche beide mit Li-Akkus (18650er) befeuert werden
Danke für die Infos.

Wie gut ist der Schalter bzgl. versehentliches einschalten? Irgendwie schaffe ich es fast immer irgendwann aus versehen eine Lampe im Sack/Rucksack, usw. einzuschalten sofern ich nicht die Batterie isoliere. Ideal wäre eine Verriegelung ähnlich wie bei den original Barryvox mit dem Drehknopf und federbetätigten Schieberiegel. Gewisse Stirnlampen weisen so ein kleine Plastikverriegelung auf, die würde bei mir jedoch nicht überleben.

BTW Gewisse ActionCam Leuchten könnten u.U. auch in Frage kommen.

Ideal wäre, wenn man selbst vor dem Kauf ausprobieren kann, da ja Anforderungen sehr unterschiedlich sein können.


Petzl Artikel sind übrigens in CH massiv zu teuer und dem Importeur, der mittlerweile den Namen geändert hat (Altimum AG, vormals Roger Guenat AG), wurde mit einer hohen Busse von der Weko bestraft, wie weit die Rekurse sind habe ich nicht weiter verfolgt:
https://www.weko.admin.ch/weko/de/home/ ... 46179.html
Massgebend war dabei die Preisbindung, massiv überteure Preise sind nicht strafbar, beim Vieux Campeur in der Nähe von Evian-les-Bains (France) kosten Petzl Artikel etwa halb soviel als in CH wenn man die hohe FR MWSt zurückkriegt und dafür die CH MWSt bezahlt).

Edit:
Hier noch was:
http://www.spelemat.com/ledlampe/LedLampe_IV_de.htm

Übrigens gibt es noch ein paar Lampen, die ähnlich aussehen wie die von Scurion (z.B. von Natural Shine).
Kleinere >2000 lm Stablampen gibt es schon, nur relativ unhandlich am Helm.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von becks0815 » 30.01.2019 - 09:06

Bei ZL und TN dreht man einfach für den transport die Batterienkappe eine halbe Umdrehung auf, dann leuchtet da nix mehr.

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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von Lagorce » 30.01.2019 - 17:24

Danke für Deine Antwort.

Was ich allgemein meinte ist, dass uanbhängig vom Hersteller, folgende Faktoren einfach physikalisch bedingt sind (Einheiten nicht als Basis-SI-Einheit aufgeführt):
- Lichtausbeite der LED (inkl. Arrays) in Lumen pro Watt ([lm/W]), stark vom CRI (Color Rendering Index, https://de.wikipedia.org/wiki/Farbwiedergabeindex) abhängig;
- Energiespeicherdichte der Batterie in [Wh/kg] oder [Wh/m3] (meist werden Werte für nackte Zellen angegeben, also ohne Gehäuse, Schutzbeschaltung, Batteriemanagement, usw.);
- Kühlperformance (massgebend für Grösse, Gewicht sowie Einschaltdauer vor Überhitzung der LED), möglichreweise die grösste Herausforderung das Gewicht der Stirnlampe nicht beliebig erhöht werden kann, Gewicht der Gürtelbatterie ist i.Vgl. etwas weniger kritisch).

Rein theoretisch könnte man eine Stirnlampe mit Flüssigkeitskühlung ausführen, bei der im Gürtelpack nebst Batterie noch der Kühlkörper und die Umlaufpumpe(n) wäre(n), allerdings aufwendig und von der Zuverlässigkeit kaum ideal.
Nicht erwähnt wurde die Gewichtsverteilung, da stark assymetrische helmgetragte Last ergonomisch schlecht ist.

Bei normaler Ausführung sind alle Hersteller an in etwa ähnlichen Grenzen gebunden: für eine gewisses Gewicht, Grösse, usw. wird auch die Lumen-Leistung und Batteriedauer so in etwa im ähnlichen Bereich liegen.

Auf dem Markt findet man allerlei Stirnlampen, da muss jeder selbst nach seinen eigenen Ansprüchen entscheiden.

Die industriellen Ausführungen (ATEX sowie nicht ATEX), die man u.a. im Untertagbau einsetzt beleuchten nicht so stark, dies ist dort jedoch auch nicht notwendig. Sind jedoch extrem robust ausgeführt. Ladegeräte sind jedoch oft Racks für mehrere Lampen.

Mal abwarten was Cree, Nichia, usw. für LEDs auf den Markt bringen, im Labor ist man bereits über 200 lm/W. Vermute die Lichtausbeute wird sich noch um einiges erhöhen, F&E braucht halt Zeit und Geld.

Die Elektronik kann man als Prototyp mit vernünftigen Aufwand entwickeln sofern man den Print entwerfen und die Baugruppe herstellen kann. Bis es funktioniert braucht es halt dann seine Zeit. Da findet man viele Infos online, habe jedoch nicht nachgeschaut, was aktuell ist.

BTW Bei Petzl gibt's ein nicht öffentlicher Katalog der glaub Workbook heisst, in dem zusätzlich technische Infos aufgeführt sind. Früher zumindest war das Ursprungsland der Produkte aufgeführt (Ursprungslan kann interessant sein, z.B. Beal produziert gewisse Seile in Madagaskar).

Edit:
Hier noch allerlei Beleuchtungsmittel, nur so als allgemeine Info, bun zufällig darauf gestossen:
https://www.larsonelectronics.com/c-5-flashlights.aspx

becks0815
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Re: Stirnlampe-welche?

Beitrag von becks0815 » 04.02.2019 - 20:37

Man kann auch einfach auf Leute hören, die Lampen praktisch einsetzen. Dann braucht man keine Workbooks von Petzl oder Wikipediaeinträge. Wie gesagt, die Dinger bei mir sind ganzjährig auf Ski- und Hochtouren im Einsatz und ich packe halt bei kritischen Sachen halt einen Extraakku ein. Bislang haben die Lampen funktioniert, egal bei welcher Temperatur und unabhängig von regen und Schneefall.

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