Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

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wallack
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von wallack » 26.11.2020 - 08:03

Hallo,
zu den Fellen: DYNAFIT Speed Skin Speedfit 84 oder ähnliche....
Die sind vorallem wenn es steil wird vorteilhaft.

Bindung: Die ST Radical von Dynafit ist eine gute Bindung. Jene im Hervis Angebot würde ich nicht empfehlen (die Umstellung der Steighilfe von flach auf steil ist mühsam)
Es gibt mittlerweile Bindungen mit autom. Erkennung der Steilheit des Geländes und eine autom. Verstellung der Steighilfe (übrings von einem Lienzer erfunden-Atomic baut solche Bindungen),wenn Du jetzt schon weißt das Du sehr viel Touren gehen wirst, würde ich mir diese neuen Bindungen zulegen.

Ski: im Gelände muß man ohnehin gut Skifahren können. Etwas breitere Ski sind für mich vorteilhaft.

Schuh: das ist wohl das Wichtigste was passen muß. Laß Dir da Zeit und probiere probiere probiere! Hängt davon ab wie Deine Füße beschaffen sind (bei breiteren Füßen sollte man unbedingt einen Schuh nehmen, der vorne etwas mehr Platz hat.) Man kann den Innenschuh auch anpassen lassen. Und: besser ein etwas größeres Model nehmen als zu klein. (Zusätzliche Socken kann man immer anziehen).


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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von chatmonster » 26.11.2020 - 10:22

wallack hat geschrieben:
26.11.2020 - 08:03
Schuh: das ist wohl das Wichtigste was passen muß. Laß Dir da Zeit und probiere probiere probiere! Hängt davon ab wie Deine Füße beschaffen sind (bei breiteren Füßen sollte man unbedingt einen Schuh nehmen, der vorne etwas mehr Platz hat.) Man kann den Innenschuh auch anpassen lassen. Und: besser ein etwas größeres Model nehmen als zu klein. (Zusätzliche Socken kann man immer anziehen).
8O 8O :surprised:

Die Schuhe müssen einfach passen, weder zu groß noch zu klein...
Vermutlich hat man aber eher das Gefühl die Schuhe wären zu klein, GENAU WENN sie passen...
(und mit anpassen kann man einen engeren Schuh weiter machen, aber einen zu großen Schuh keine Chance mehr passend zu bekommen)
Schöne Grüße

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albe-fr
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von albe-fr » 26.11.2020 - 15:59

Also dann mal zur Einsteigerberatung….


Zu meinem Background, ich gebe seit >10 Jahren Skitouren- und Freeridekurse fuer den DAV.

Ich rate Einsteigern immer erstmal zum Leihen. Die Kosten fuer einen Einstieg in das Hobby sind nun leider nicht vernachlaessigbar und es stellt sich sowohl die Frage ob das überhaupt ein Hobby ist an dem man Spass findet als auch ob man auf Anhieb die richtige Wahl trifft.


Was braucht man:

Ski:

Ich rate Einsteigern zu einem eher schmalen und leichtem Ski, wobei ich da von nicht unter 85 mm rede. Breite (und auch schwere) Ski bieten in der Abfahrt zwar durchaus Vorteile aber einen Grossteil der Zeit verbringt man auf eine Skitour nunmal mit dem Hochlaufen. Ausserdem bieten schmalere Ski einen deutlich besseren Kantenhalt, insbesondere auf steilen Querenden im Aufstieg und in vereisten Passagen in der Abfahrt. Exemplarisch kann man hier den K2 Wayback 88 nennen, der bei 88er Mittelbreite mit ~1300 g einen ganz vernünftigen Kompromiss darstellt. Wer es breiter mag, ich habe sehr gute Erfahrungen mit Whitedot Carbonlite Kern gemacht, das liegt man bei 110er Mittelbreite bei ca. 1600 g pro Ski.

Bindung:

Hier gibt es fuer mich keine Alternative zu Einbindungen und im Zweifel würde ich immer zu einer Dynamit greifen. Ausser fuer spezielle Anforderungen immer mit Stoppern! Auf meinen Touren hatten wir schon drei Ski (ohne Stepper…), die sich selbstständig gemacht haben - nur einen haben wir wiedergefunden. Der Gewichtsvorteil einer Einbindung ist immens, nicht nur weil sie leichter ist sondern auch, weil man im Vergleich zu einer Rahmenbindung nicht bei jedem Schritt das Gewicht der Bindung anheben muss. Zu dem Einwand, es sei schwierig in sie Einzusteigen (ja, es ist schwieriger als in eine Rahmenbindung), kann ich nur sagen, dass meine beiden Kinder das mit 6 Jahren jeweils problemlos geschafft haben…
Klassiker Einsteigertipp: Dynafit Radical ST - wer es gerne leichter mag und/oder Geld uebrig hat nehme die Dynamit Superlite 150 (mit dem extra zu kaufendem Stepper - s.o.)

Felle:

Ein Kompromiss zwischen Gewicht, Klebefähigkeit, Gleitverhalten und Steigfähigkeit. Ich rate hier zu den BD Ascension Nylon STS - kleben bei allen Bedingungen und sind ein guter Kompromiss zwischen Halt und Gleiteigenschaften. Mein aeltstes Paar funktioniert nach ~15 Jahren und >200 Touren immer noch, ich habe es lediglich ein paar mal vom grössten Dreck befreit und an einigen Stellen neuen Kleber aufgetragen. Ausserdem ist das Befestigungungssystem gut - wird noch von dem von G3 Alpinist uebertroffen, wobei man bei diesem Fell Abstriche in der Klebekraft und im Halt machen muss… dafür ist es leichter und gleitet besser. Mit den “Gecko” Fellen habe ich gemischte (keine eigenen, sondern nur von Tourenteilnehmern) Erfahrungen. Insbesondere die erste Generation funktionierte gar nicht - also auf keinen Fall gebraucht kaufen… aber auch die neueren Modelle machten ab und an immer wieder Schwierigkeiten —> auf jeden Fall Kabelbinder mitnehmen. Ich bevorzuge eindeutig Klebefelle.

Stoecke:

Ich bevorzuge klassisch fixe Stöcke - eher 5 cm laenger als ich sie fuer die Piste nehmen würde. Teleskopstoecke haben einfach ein oder zwei Sollbruchstellen, an denen sie klassisch bei der Querung (in der Abfahrt) von Lawinenfeldern brechen - schon mehrfach erlebt.

Schuhe:
Wohl der schwierigste Teil der Ausrüstung - Hauptsache ist, sie passen - daher hier euch keine gezielte Empfehlung. Auch ich rate dazu sie auf keinen Fall zu gross zu kaufen. In gewissem Rahmen kann man in jedem Schuh noch Platz schaffen, einen Schuh kleiner zu bekommen ist dagegen nicht möglich. Und, es gilt, es gibt eigentlich keine Stelle am Fuss an der man sich nicht Blasen laufen kann…. Von daher am besten leihen und ausprobieren. Bei den Tourenschuhen hat in den letzten Jahren wohl mit die groesste Entwicklung stattgefunden, wirklich schlachte Schuhe sind eigentlich nicht mehr auf dem Markt. Von daher ist die Auswahl eine Frage der Vorliebe. Ich selber fahre aktuell 3 Schuhe mit 1000, 1300 und 2100 g. Sicher ist der leichteste Schuh in der Abfahrt deutlich schlechter, aber es ist halt ein Unterschied ob man liftunterstützt Frederiken geht oder eine 4000 Hm Tour vor sich hat.

LVS:

Mammut oder Pieps - seit Jahren Testsieger bezueglich Reichweite und Handling, wobei ich Pieps aufgrund des Zusammenspiels mit der iProbe (s.u.) bevorzuge.

Schaufel:

Grundsätzlich nur Metall - trotz des Mehrgewichts - wer schon mal in einem realen Lawinenfeld geschaufelt hat weiss warum.

Sonde:

Hier sehe ich eigentlich keine Alternative zur Pieps iProbe, die kurze (220 cm) reicht. Insbesondere fuer Leute die nicht regelmässig sondieren üben ist der Vorteil eines “sicheren Treffers” immens. Hinzu kommt im Zusammenspiel mit den Pieps LVS Geräte die Möglichkeit diese im Falle einer Mehrfachverschuettung zuverlässig auszuschalten.


Hab ich was vergessen? Klar, Klamotten und einen Rucksack braucht man auch noch….
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von SaMiFu » 27.11.2020 - 15:40

Da ich ebenfalls, die Idee habe, die geschlossenen Pisten hoch zu laufen um dann überhaupt in den Ski Genuss zu kommen, habe ich mir gebrauchte Völkl Freeride Ski, mir Rahmenbedingung und passenden Fellen zugelegt. Alle anderen Ausrüstungen werden nun nach und nach zugelegt. Jetzt kann es eigentlich schneien. :D

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von tom321 » 08.12.2020 - 16:17

Habe mich auch auf Grund der aktuellen Corona-Lage entschieden die Gelegenheit wahr zu nehmen und mir eine Tourenskiausrüstung zu kaufen.
Bin ein sehr guter Skifahrer seit rund 30 Jahren und fahre da immer die aggressivsten Slalomcarver die gerade so am Markt sind.
Seit einigen Jahren mache ich auch ausgedehnte Schneeschuhtouren und fand es jetzt aber ganz reizvoll als Alternative zum Skifahren, wenn ich dann nicht wieder runterlaufen muss, sondern mit Ski abfahren kann.
Da ich es vermutlich sehr unregelmäßig machen werde und es nur eine alternative Möglichkeit bleiben soll, habe ich ebenfalls bei Hervis bei einem günstigen Angebot am Black Friday zugeschlagen und habe mir dieses komplette Set für € 799,- gekauft: https://www.hervis.at/store/Ausr%C3%BCs ... /p/B102668

Die Schuhe hatte ich schon zur Probe die sind auf jeden Fall top für mich. Bei der Bindung kann ich ja evtl. mal aufrüsten und das Fell braucht man ohnehin von Zeit zu Zeit neu.
Wie gesagt mir geht es eher um eine schöne Tour, keine extremen Hochgebirgstouren und die Abfahrt ist mehr Mittel zum Zweck um möglichst rasch wieder nach unten zu kommen und dabei mehr Spaß zu haben, als wenn ich mit den Schneeschuhen runter laufen müsste. Werde dabei tlw. auf Pisten unterwegs sein, tlw. ein leichtem Gelände, Powderfreak werde ich aber keiner werden. Wollte auch nicht zu viel dafür ausgeben, da sind mir meine Alpin-Ski wichtiger... ;)

Was sagt ihr zu dem Starterset?

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von alheimer » 18.12.2020 - 18:52

Die Dynafit Speed Turn 2.0 halte ich für unverwertbar aus bereits genannten Gründen des fehlenden Stoppers. Bindung würde ich diese je nach persönlichen Bedürfnissen nehmen:

Dynafit ST Radical Turn
Dynafit ST Radical
Dynafit ST Rotation
Fritschi Vipec Evo

Das ist kein Krimskrams, sondern funktioniert, und ist leicht und gut ausgestattet.

Skistiefel hab ich mir gerade den neuesten Salomon MTN S/Lab geholt (nochmal erheblich verbesserter Innenschuh! Besserer Fersenhalt). Der passt knapp nach meiner persönlichen Mondopointgröße. Dann hab ich noch was in der nächstgrößen Größe Scarpa Maestrale RS. Es gibt noch andere abfahrtsverwertbare Tourenschuh heutzutage. Außerdem hab ich noch größere Schlappen, die ich tagelang nicht ausziehen brauch, aber die haben Einbußen in der Abfahrt.

Ski:
Dem Einsteiger würde ich empfehlen körperlang mit 95 mm Breite 1400 - 1700 Gramm.
Atomic Backland
Black Crows Camox
Black Diamond Helio
Dynafit Beast
Fisher Ranger
K2 Wayback
K2 Mindbender
Line Vison
Line Sick Days
Salomon MTN Explore
Salomon QST
Scott Superguide
oder vergleichbaren Kram.

Felle:
Colltex Tödi

Ich gehe davon aus, dass von vorneherin klar ist, dass man auf's Tourengehen abfahren wird, und dass zu keinem Zeitpunkt Zweifel bestehen, dass es sich natürlich lohnt, das Zeug direkt vom Fleck weg zu kaufen.

Später noch einen Ski in 105 mm und noch einen breiteren, jeweils für weichen Schnee und richtig Pulverschnee.

Harscheisen nicht vergessen. Die 95er Mittelbreit ist universell. Für explizit Firntouren kann man auch 90 nehmen.

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von albe-fr » 18.12.2020 - 19:26

alheimer hat geschrieben:
18.12.2020 - 18:52
Fritschi Vipec Evo
die macht in der Praxis nur Probleme - wuerd ich die Finger von lassen.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von alheimer » 18.12.2020 - 20:07

Ich bin es gewohnt, dass man aus 'ner Pinbindung immer wieder sorgfältig den Schnee rausklopfen muss regelmäßig. Dynafit ist da mittlerweile etwas besser geworden als früher. Dynafit hat die leichteren/handlicheren Harscheisen als Fritschi. Für mich ist die Evo den Dynafits in der Praxis nicht unterlegen.

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von Kris » 18.12.2020 - 23:25

Albe erwähnte weiter oben eine automatische Anpassung der Steighilfe an die Geländeneigung.

Im YT Video wird diese demonstriert:
https://www.youtube.com/watch?v=J0qEaEfo_iI


Sicherlich eine interessante Idee. Allerdings ist mir hier doch ein wenig viel Mechanik und damit Gewicht und Fehleranfälligkeit, zB. wenn das Teil beim Aufstieg mit Schnee zusetzt....

Bzgl. Pin Bindungen allgemein: Die Zeiten scheinen vorbei, in denen der hartnäckige Leitgedanke vorherrschte "es muss auf jeden Fall eine grosse Bindung sein. So richtig bullig. Das ist sicher und performt. Mit so etwas kleinem wie der Pin-Bindnug kann man doch nicht Freeriden. Wenn mich damit meine Kollegen sehen!". Und so sah man häuftig insbesondere junge Gesichter mit elendschweren Teilen die Berge raufklackern.
Oder gar die Fritschi Rahmenbindungs-fraktion. Eine verlorene Generation :-)

Ursprünglich wurde die Pin Bindung übrigens von einem schlauen Tüftler aus Kufstein entwickelt.
Ob dann Dynafit die richtige Firma war, das System gut weiterzuentwickeln, ist eine andere Frage...

Immerhin sind die Hauptpatente ja schon länger abgelaufen...
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von Seilbahnjunkie » 19.12.2020 - 13:42

Naja, immerhin sind mittlerweile schon zwei große Hersteller auf den Zug aufgesprungen die Pinbindung führ den Aufstieg mit einer richtigen Sicherheitsbindung für die Abfahrt zu kombinieren. Ich denke Rahmenbindungen werden damit endgültig zum Nischenprodukt für Leute die mit normalen Stiefeln aufsteigen wollen, aber auch klassische Pinbindungen werden sich weiter auf aufstiegsorientierte Nutzer eingrenzen.
Interessant finde ich, ob Marker die King Pin weiter führt. Ich sehe da irgendwie nicht den großen Vorteil zur Duke PT, aber vielleicht übersehe ich was.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die anderen Hersteller in den nächsten Jahren nachziehen und etwas vergleichbares mit Duke PT und S/LAB Shift auf den Markt bringen.

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von alheimer » 19.12.2020 - 13:56

Ich finde Material leihen lästig. Natürlich nicht so lästig, wie einen völlig ungeeigneten Ski anschaffen.

Entscheidende Faktoren bei der Skiwahl sind:
- muss der Ski eisige und harte Verhältnisse abkönnen
- muss der Ski Windgangeln, Zerfahrenes & Überfrorenes und Lawinenstriche abkönnen
- fährt man schnell oder langsam
- wird man in Tiefschnee, Windpress und Bruchharsch unterwegs sein
- wie schwer ist man mit Ausrüstung
- wie touren die Tourenpartner, wenn die immer im Pulverschnee fahren, braucht man nicht mit 80 mm Ski ankommen. Wenn die um die Wette rennen, braucht man nicht erst mit dem schwersten Allmountain/Freerider ankommen

Einfachstes Unterscheidungskriterium ist "Tourenski der abgespecktesten Sorte 1300 Gramm" vs. "solider Allmountain/Freerider 1900 Gramm".

Meiner Meinung nach reicht eine theoretische Recherche, um sich auf Ski festzulegen, man ist dann schneller startklar und flexibler, als ewig auf Testivals zu warten, oder Verleihstandorte anzusteuern und vorher anzurufen, was für Tourenski dort wohl verfügbar sind. Man kann natürlich auch drei Verleihs abklappern, oder ein Testival, und danach erst kaufen. Ein bisschen was kann das schon bringen, wenn man es einrichten kann.

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von kaldini » 19.12.2020 - 15:02

ich war im Februar in einem renommierten Fachgeschäft in Penzberg. Eigentlich wollte ich einen Dynastar Ski, der war aber nicht mehr verfügbar (bzw. das letzte Exemplar reserviert). Bin dann beim Salomon MNT 95 gelandet und nach 3 Pistenabfahrten passt mir der sehr gut - Gelände hoffe ich auch bald zu berichten. Ich wollte einen eher schneller drehenden Ski (Radius unter 19m) und so um die 95mm unter der Bindung.
Als Bindung hab ich eine Fritschi Tectron 12. Bein ersten Mal am Montag hab ich 10 Minuten gebraucht, bis ich passend in beiden Bindungen drin war (und der Stopper nicht mehr schleifte), aber nachdem ich nun die Funktionalitäten mal geübt habt, klappt es einwandfrei. Bin mal gespannt, wie es wird, wenn ich im Tiefschnee in die Bindung rein muss...
Fell hab ich eins von Kohla. Wenn es steiler und eisiger wird, ist es naja. Aber damit komm ich schon zurecht. Und Harscheisen gibt es ja auch (hab sie am Freitag mal probiert).

Schuh hab ich einen Tecnica Zero G - den wollte ich eigentlich gar nicht. Fahr seit 8 Jahren einen Scarpa Freeride als Pistenskischuh und wollte eigentlich weiterhin einen Scarpa. Aber: der Verkäufer hat meine Füsse angeschaut/vermessen und dann gesagt, probier mal den Tecnica. Fürchterlich am Anfang! Drückte überall. Dann kam erstmal eine Sohle rein, wurde schon besser. Dann wurde der Innenschuh warm gemacht und meine Füsse an den Druckstellen mit extra Zeugs beklebt. 15 Minuten später war es dann ein ganz gutes Gefühl. Aber (aufgrund Corona kam ich erst nun zu meinen ersten Aufstiegen) als ich am Montag startete, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, nur: alles unbegründet. Beim ersten Mal drückte es ein wenig, beim 2.Mal nur ganz wenig und am Freitag nur noch ein wenig kribbeln in den Zehen am rechten Fuss. Warum schreib ich das ganze? Schuhe muss man im Laden probieren! Und sich dafür Zeit nehmen! Rechnet 2 Stunden. Und sucht euch ein gutes Sportgeschäft. Vorher informieren ist ok, aber bei Schuhen heisst es probieren, probieren, probieren. Und (leider) auch dem Verkäufer vertrauen bzw. sich mit Argumenten überzeugen lassen (war dann bei mir auch so, er sagte dann, da ist noch genug Material, was bei Druckstellen weg gemacht werden kann).

Generell würde ich jedem empfehlen, erstmal auf der Piste rauf zu gehen. So kann man sich mit den Funktionen der Bindung vertraut machen (gestern war es nicht zu eisig, aber ich wollte die Harscheisen mal testen, also montiert und ein steileres eisiges Stück damit grad rauf). Auch den Ski und vor allem den Schuh muss man gewöhnt sein.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von Südwand » 04.01.2021 - 16:31

Wenn man beim Fell zwischen Kohla oder K2 wählen kann, wofür sollte man sich entscheiden? Gerne auch mit Begründung bzw. jeweiligen Stärken und Schwächen.


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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von GIFWilli59 » 04.01.2021 - 16:38

Für welchen Ski suchst du denn?
Darf es ein Zuschneidefell sein oder fertig zugeschnitten?
Egal ob Kleber oder Hybrid/Adhäsion?

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von Südwand » 04.01.2021 - 17:01

GIFWilli59 hat geschrieben:
04.01.2021 - 16:38
Für welchen Ski suchst du denn?
Darf es ein Zuschneidefell sein oder fertig zugeschnitten?
Egal ob Kleber oder Hybrid/Adhäsion?
Wäre für einen K2 Wayback 88. Da wäre im Set eben ein Kohla Wayback oder eines von K2 um jeweils 120€ schon zugeschnitten dabei. Ich kenn mich in dem Bereich recht wenig aus, also bin ich über alle Erfahrungswerte und Tipps glücklich.

hch
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von hch » 04.01.2021 - 17:02

Mit meinem Kohla-Klebefell (selbst zugeschnitten) bin ich sehr zufrieden, nur das Gecko-Vakuumfell ist noch besser. Mit K2-Erfahrungen kann ich nicht dienen.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von GIFWilli59 » 04.01.2021 - 18:09

Ich habe einen Wayback 88 13/14 seit 2015 und habe mir damals das fertig zugeschnittene (Klebe-)Fell von K2 gekauft. Ich bin damit vor allem im Mittelgebirge (100-200 hm, also verhältnismäßig viele Auf-/Abfellvorgänge) unterwegs, nur 3x auch im Allgäu.
An sich bin ich zufrieden, allerdings ist es seit dieser Saison (also nach 4 Jahren) so, dass der Kleber zunehmend besser am Ski als am Fell haftet. Ich weiß nicht, ob das normal ist...
Bei feuchtem Schnee habe ich immer das Problem, dass sich die Felle ziemlich vollsaugen und dann auch nicht mehr so gut halten. Außerdem sammelt der Kleber gerne irgendwelche Tannennadeln auf und lässt sie nicht wieder los.

Daher habe ich mir nun ein Vacuum Base von Kohla bestellt (Link). Angekommen ist es allerdings noch nicht.

Ein Bekannter (bastian-m) hat ein Vacuum Base und ist damit sehr zufrieden, er hat aber auch noch nicht viele Touren gemacht.

Von daher würde ich auch eher das Vacuum Base empfehlen, auch wenn ich keinen wirklichen Vergleich ziehen kann.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von albe-fr » 04.01.2021 - 19:07

ich hatte es oben ja schon mal geschrieben, wenn man die Wahl hat BD - danach G3. Von sämtlichen Gecko-Technologie basierten Fellen wuerde ich die Finger lassen.

Mein aeltestes BD Fell hat jetzt 15 Jahren und vermutlich >200 Tourentage hinter sich. Mit egal welcher nicht Kleber basierten Technologie sehe ich immer wieder Probleme... und dann kann man nicht mal eben in der Huette Kleber nachschmieren... ich fuehre im Normalfall mindesten 5-6 Touren fuer den DAV pro Saison.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von GIFWilli59 » 04.01.2021 - 19:31

albe-fr hat geschrieben:
04.01.2021 - 19:07
ich hatte es oben ja schon mal geschrieben, wenn man die Wahl hat BD - danach G3. Von sämtlichen Gecko-Technologie basierten Fellen wuerde ich die Finger lassen.
Was heißt BD?
Was heißt G3?
Was für negative Erfahrungen hast du denn mit Nicht-Klebefellen gemacht?


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albe-fr
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von albe-fr » 04.01.2021 - 19:49

GIFWilli59 hat geschrieben:
04.01.2021 - 19:31
Was heißt BD?
Was heißt G3?
BD - Black Diamond

insbesondere: https://eu.blackdiamondequipment.com/de ... 01401.html

das zuverlässigste Fell, das ich kenne, sowohl vom Kleben her, als auch von der Steigeigenschaft - andere mögen besser gleiten

G3 - G3... --> z.B.: https://www.sport-conrad.com/en/product ... -skin.html

das gleitet besser und ist auch leichter - überragendes Befestigungssystem
GIFWilli59 hat geschrieben:
04.01.2021 - 19:31
Was für negatve Erfahrungen hast du denn mit Nicht-Klebefellen gemacht?
Sie halten halt irgendwann nicht - und dann frickelt man halt mit Kabelbindern und Panzertape... und wie schon gesagt man kann noch nichtmal auf der nächsten Hütte mit Kleber nachbessern.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von freeriderin » 04.01.2021 - 20:03

Südwand hat geschrieben:
04.01.2021 - 16:31
Wenn man beim Fell zwischen Kohla oder K2 wählen kann, wofür sollte man sich entscheiden? Gerne auch mit Begründung bzw. jeweiligen Stärken und Schwächen.
Falls das K2-Fell mit der K2-Befestigung funktioniert (nur dieser Nippel, den man durch das Loch in der Skischaufel steckt), bist du damit auf K2-Ski festgelegt. Bei Fellen mit Standard-Befestigungen an der Spitze bist du bei Skiwechsel flexibler.

Mein K2-Fell (habe ich seit ca. 6 Jahren, benutze es aber nur sporadisch für "na gut, dann gehe ich halt mal noch 30 - 90 Minuten vom Lift aus, um mir einen Hang zu erschließen") erweist gute Dienste und klebt und hält einwandfrei. Kohla hatte ich auch mal, ist aber schon was her - kann ich auch nix Schlechtes sagen :)

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von molotov » 05.01.2021 - 08:46

Niemals mehr Adhäsionsfelle, super bequem am Anfang, aber wehe es ist nass oder sonst was. Dann geht wie albe-fr schon gesagt hat die Frickelei los, Gaffa ist zwar nie ein Fehler, aber auf jeder Tour muss das nicht sein.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von alheimer » 05.01.2021 - 21:36

Südwand hat geschrieben:
04.01.2021 - 16:31
Wenn man beim Fell zwischen Kohla oder K2 wählen kann, wofür sollte man sich entscheiden?
Für das, was sich besser auf den Ski befestigen lässt. Dann für das aus Mischgewebe, teils Mohair, teils Nylon, die goldene Mitte von Haltbarkeit, Steig- und Gleitfähigkeit. Und dann für das billigere. Ewig hält keines.

Auf die Idee kommen, ein Adhäsionsfell zu probieren würde ich nie. Felle müssen bei Kälte, Nässe, und bei drei Mal wiederanfellen Bombe halten. Und auch auf frisch gewachst, zu wenig gewachstem, und verkratztem Belag. Das wird mit penetrantem Dauerkleber gehen, nicht mit Adhäsion bei Schönwetter und mit fünf Ave Maria.

Außerdem muss man den Fellkleber regelmäßig erneuern oder auffrischen. Wenn man viel wachst, und im dreckigen Schnee und Tannennadeln und einfach viel aufsteigt, dann muss ich alle eineinhalb (bis drei Jahre) den Kleber neu machen. Hab heute auch neuen Kleber in der Post gehabt. Muss dringendst auf zwei Paar Fellen auffrischen.

K2 Felle sind nicht von K2, genau wie Scott Felle nicht von Scott.

Felle kommen von Black Diamond, Kohla, Colltex, Contour, Pomoca, G3. Ich hatte bisher welche von BD, Kohla und Colltex, und kann nicht sagen, dass ein qualitatives Gefälle wahrnehmbar gewesen wäre.
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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von GIFWilli59 » 06.01.2021 - 00:29

alheimer hat geschrieben:
05.01.2021 - 21:36
Außerdem muss man den Fellkleber regelmäßig erneuern oder auffrischen. Wenn man viel wachst, und im dreckigen Schnee und Tannennadeln und einfach viel aufsteigt, dann muss ich alle eineinhalb (bis drei Jahre) den Kleber neu machen. Hab heute auch neuen Kleber in der Post gehabt. Muss dringendst auf zwei Paar Fellen auffrischen.
Klebt er sonst einfach nicht mehr oder kann das auch eine Erklärung dafür sein, dass der Kleber wie bei mir stark am Belag haftet und sich davon auch nicht mehr löst?
alheimer hat geschrieben:
05.01.2021 - 21:36
K2 Felle sind nicht von K2, genau wie Scott Felle nicht von Scott.

Felle kommen von Black Diamond, Kohla, Colltex, Contour, Pomoca, G3. Ich hatte bisher welche von BD, Kohla und Colltex, und kann nicht sagen, dass ein qualitatives Gefälle wahrnehmbar gewesen wäre.
Ist denn bekannt, wer die Felle mit K2 Label herstellt? Oder ist das immer wer anders?

@Bombe halten: Meine K2 Felle waren bei einem Restetourentag mit +10 Grad ab dem 6./7. Auffellen nicht mehr wirklich fest am Ski...

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Re: Mit Skitouren beginnen: Set leihen oder gleich kaufen?

Beitrag von Spezialwidde » 06.01.2021 - 11:49

Ich sage da ja immer gleich eine Ausrüstung kaufen ist in den seltensten Fällen sinnvoll, grad wenn man Einsteiger ist. Ich habs immer so gehalten mir erstmal was zu leihen und zu schauen womit komme ich denn überhaupt klar. So kann man sich ein bisschen durchtesten und dann zuschlagen wenn man weiß wohin die Reise geht. Da ist auch Beratung wichtig. Wenn man im Forum Erfahrungsberichte liest, gut und schön, auch durchaus gut gemeint aber was für den einen Gold ist für den anderen Mist. Klar in der jetzigen Zeit eher schwierig...Aber ich finde da unumgänglich wenn man nicht seine Investition später bereuen will. Langzeiterfahrungen bezüglich Haltbarkeit etc sind aber durchaus sehr hilfreich :-D
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