Alpiner Skiweltcup 2019/20

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br403
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von br403 » 09.02.2020 - 13:38

Wohl erstmal Entwarnung bei Rebensburg, MRT wird aber trotzdem gemacht.


CrystalMountain
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von CrystalMountain » 09.02.2020 - 15:01

Das war ja heute nicht schön anzuschauen - die Damen kämpften mehr gegen die Bedingungen auf der Piste als gegeneinander bzw. um gute Zeiten. Es gab einfach zu viele Ausfälle - andererseits finden sich unter den Top 10 mit Suter, Schmidhofer, Brignone oder Venier genügend Fahrerinnen, die dort auch zu erwarten sind. Aber die Pistenverhältnisse sind wohl auch überwiegend den Wetterbedingungen der letzten Tage geschuldet - tagsüber Regen und Plusgrade, nachts knackiger Frost. Hinzu kamen dann noch extreme Licht-Schatten-Wechsel. Ich kenn mich da im Detail nicht aus, vermute aber, dass es unter den Bedingungen fast unmöglich ist, eine griffige Piste und keine schiere Eisbahn zu präparieren, die für alle Starterinnen gleichbleibende, fahrbare Möglichkeiten bietet.

Glückwunsch an Alexander Schmid zu seinem ersten Weltcup-Podest - Platz 3 beim PRS in Chamonix. Das Format ohne Re-Run ist aber totaler Murks, da kann man auch gleich ein Glücksrad oder 'ne Lostrommel in den Zielraum stellen. Thomas Tumler ist zweiter geworden, könnte jetzt aber auch im Krankenhaus liegen, wenn Tommy Ford ihn getroffen und abrasiert hätte... *Fahrradkette*

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Seilbahnjunkie » 09.02.2020 - 16:40

Und es beweist, dass es Wahnsinn gewesen wäre die Piste mit einem weiteren Rennen am Freitag zu belasten, unabhängig davon, dass es das notwendig Training am Donnerstag nicht gab.

waikiki83
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von waikiki83 » 09.02.2020 - 16:53

br403 hat geschrieben:
09.02.2020 - 13:38
Wohl erstmal Entwarnung bei Rebensburg, MRT wird aber trotzdem gemacht.
Leider keine Entwarnung, stattdessen Saisonende:(
Vicky hat eine Tibia-Plateaufraktur und Überdehnung des Innenbandes.
Auch für Goggia ist die Saison vorbei. Radiusfraktur, wenn ich das mit meinen geringen Italienischkenntnissen richtig übersetzt habe.
Dazu der offenen Bruch und die Knieverletzung von Gröbli sowie der Kreuzbandriss von Digruber.
Falls bei Mauerberger noch was rauskommt nach der Untersuchung wären es schon wieder 5, welche die Saison vorzeitig beenden müssen. Da kann ich es doch nachvollziehen, dass Weirather Angst/mentale Blockaden hat ...
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von spectre » 09.02.2020 - 17:23

CrystalMountain hat geschrieben:
09.02.2020 - 15:01
Glückwunsch an Alexander Schmid zu seinem ersten Weltcup-Podest - Platz 3 beim PRS in Chamonix. Das Format ohne Re-Run ist aber totaler Murks, da kann man auch gleich ein Glücksrad oder 'ne Lostrommel in den Zielraum stellen. Thomas Tumler ist zweiter geworden, könnte jetzt aber auch im Krankenhaus liegen, wenn Tommy Ford ihn getroffen und abrasiert hätte... *Fahrradkette*
Ja das Format ist so unbrauchbar, zwar diesmal nicht so extrem wie in Sestrière aber immer noch ausbaufähig. Ist aus meiner Sicht schon ok, ab und zu mal solche Parallelrennen zu veranstalten, aber zuviel dürfen es nicht sein, denn es sieht immer gleich aus beim zusehen. Noch mehr, und sie entwerten sich gegenseitig. Kristallkugel auch überflüssig. Das gute an den Parallelslaloms war ja, dass mal Weltcup-Rennen an Orten wie Oslo, Stockholm oder Moskau stattfinden konnten.

Vorschlag: pro Saison bei Damen und Herren je 1 PSL und 1 PGS. Die Rennen würden zum entsprechenden Disziplinen-Weltcup zählen. Startberechtigt z.B. die top 30 oder top 40 der WCSL, allenfalls plus 500-Pkte-Leute. Morgens Quali mit Rerun bisher, die besten 16 weiter. Diese bekommen auch Weltcup-Punkte (quasi ähnlich wie beim Weltcup-Finale wo auch nur 15 Punkte bekommen). Dann am Nachmittag ab Achtelfinal, immer mit Rerun. So zieht sich der Wettkampf nicht derart in die Länge und ist fairer.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von CrystalMountain » 09.02.2020 - 17:44

Zeitlich problematisch - nämlich insgesamt zu lang dauernd - wird es eh noch, wenn in der kommenden Saison sowohl in Zürs als auch in Davos Damen und Herren ihre Parallel-Rennen plus Quali vorweg gleichzeitig auf der selben Piste bestreiten. In der Vergangenheit waren das die sog. City Events, bei denen nur je 16 LäuferInnen, aber mit Re-Runs, am Start waren. Jetzt hat man pro Rennen 32 ohne Re-Runs. Da muss sich die FIS noch irgendwas schlaues einfallen lassen...


---


Den Radiusbruch hat sich Sofia Goggia übrigens im linken Arm zugezogen, wurde bereits im Garmischer Krankenhaus operiert. Vicky kann dagegen auf eine OP verzichten und muss "nur" 6 bis 8 Wochen pausieren. Ihren Besuch bei Blickpunkt Sport im BR-Fernsehen heute abend hat sie aber abgesagt. Schade, aber doch irgendwie verständlich.

https://www.sportschau.de/wintersport/s ... g-100.html

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Werna76 » 09.02.2020 - 17:48

Das Problem ist immer wenn die Damen nach den Herren an einen Weltcuport kommen sind sie mit der Piste überfordert.
Michelle Gisin hat dazu kürzlich ein interessantes Interview gegeben:
Ich trainiere mindestens genauso viel wie sie im Sommer. Kraftmäßig komme ich aber niemals an sie heran, das ist unmöglich. Bei Luca komme ich bei der Maximalkraft zirka auf die Hälfte, und das ist schon ein sehr guter Wert. Umso schöner ist es zu sehen, dass Frauen bei guten Bedingungen sehr nahe an die Zeiten der Männer herankommen. Sobald die Sicht schlechter und die Piste schlagiger wird, ist es eine andere Geschichte. Daher sollte man mit solchen Aussagen wie jener von Vonn vorsichtig sein, vor allem in Speed-Disziplinen. Nicht alle Vorschläge sind im Sinne der Gleichberechtigung.
https://www.kleinezeitung.at/sport/wint ... -eine-Frau

Ich hab mich bei Weirather schon die ganze Zeit gefragt, was da nicht rund läuft bei ihr.
Bei ihrem Verletzungsverlauf natürlich verständlich, das Karriereende aber wohl nicht mehr weit entfernt.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von KuT » 09.02.2020 - 19:08

Pinturault tobt auf Twitter über das Format, das Glück, das fehlende Mitspracherecht und die Sicherheit. Kristoffersen stimmt ihm zu.

Dann sollen sie doch bitte auch mal den Arsch in der Hose haben, den Mist demonstrativ mit Nichtteilnahme zu bestrafen.
Nichts gegen die zweite Reihe im Skisport, aber wenn Schmid und Tumler dort von Anfang an die größten Namen wären, würden Publikum und Fernsehen das Ding eher beerdigen als die FIS "Zürs" sagen kann.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Werna76 » 09.02.2020 - 20:34

Können wir bittebitte alle hier den Tweet von Pinturault liken, vielleicht hilfts ja.
Stefan Brennsteiner ebenfalls Saisonende wegen Knieverletzung nach diesem erneuten Unsinnsbewerb.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von br403 » 09.02.2020 - 20:49

waikiki83 hat geschrieben:
09.02.2020 - 16:53
Leider keine Entwarnung, stattdessen Saisonende:(
Vicky hat eine Tibia-Plateaufraktur und Überdehnung des Innenbandes.
Ja, habe es dann gehört, sehr schade. Aber immerhin kein Kreuzbandriss, da ist man heute schon froh.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Martin_D » 09.02.2020 - 22:15

In Garmisch hat man für die WM 2011 im unteren Teil extra eine Streckenvariante für die Damen gebaut, bei der der Abschnitt Eishang, Seilbahnstadlsprung und oberer Teil der Hölle umfahren wird. In den unteren Teil der Hölle kommt man bei dieser Variante mit gedrosseltem Tempo wieder auf die originale Kandahar. Die Streckenvariante ist hier im Video zu sehen.

Direktlink


Seit ein paar Jahren wird diese neue Variante von den Damen nicht mehr befahren. Stattdessen lässt man die Damen auf der alten Kandahar fahren. Offenbar will man damit etwas Aufwand zum Präparieren sparen. Mit dem Resultat, dass es jedes Jahr Verletzte in Garmisch gibt.
Zuletzt geändert von maba04 am 09.02.2020 - 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Video direkt eingebunden.
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Hochzillertal/Hochfügen, Zillertal 3000, Ladurns, Gitschberg/Jochtal, Plose, Ratschings, Seiser Alm/Gröden, Kronplatz, Ratschings, Scuol, Corvatsch, Livigno/San Colombano - Valdidentro, Bormio, Livigno, Lermoos

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von kamillo3000 » 09.02.2020 - 22:28

Marco Büchel hat der Süddeutschen ein spannendes Interview gegeben und spricht dabei über Material und Verletzungen, über Finanzielles und über Ängste am Start. Sehr spannend, auch gerade jetzt bei all den Verletzten.

https://www.sueddeutsche.de/sport/ski-a ... -1.4788049

Besonders spannend finde ich das Finanzielle. Als junger Rennfahrer ist es eigentlich völlig absurd sich für den Weg zum Profi zu entscheiden. Für seine Popularität in den Alpen bietet der alpine Rennsport nur für eine extrem kleine Weltspitze überhaupt Verdienstmöglichkeiten. Schon ein Fussballer beim zweitklassigem FC Vaduz in der zweiten Schweizer Liga verdient unterm Strich besser als der 25. in der GS-Weltcupliste würde ich meinen.

Büxi meint zurecht: Völlig absurd im Verhältnis zum Risiko. Wer ein Speedrennen gewinnen will, der muss eigentlich über jedem sinnvollem Limit fahren. Bei Tina Weirather hats mans heute gut gesehen: Wer nicht alle logischen Bedenken zum Risiko verdrängen kann und die Bremse auch nur etwas anzieht, hat keine Chance auf einen Spitzenplatz. Tina hat schon immer Mühe bei schwierigen Verhältnissen gehabt. Ich bin mir nicht sicher, ob sie diese (verständlichen) Ängste wieder loswird und in die Spitze fahren kann.
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Saisons 1996-2019: keine Statistiken geführt :--)

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Werna76 » 10.02.2020 - 15:47

waikiki83 hat geschrieben:
09.02.2020 - 16:53
Falls bei Mauerberger noch was rauskommt nach der Untersuchung wären es schon wieder 5, welche die Saison vorzeitig beenden müssen. Da kann ich es doch nachvollziehen, dass Weirather Angst/mentale Blockaden hat ...
Leider auch Kreuzbandriss bei Maurberger https://www.krone.at/2095379
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von alpinfan77 » 10.02.2020 - 17:49

Marvin hat geschrieben:
09.02.2020 - 09:09
Schalt mal einen Gang runter. Ja, Vicky ist gestern eine tolle Fahrt gelungen, aber so zu tun als habe sie da gottgleiche Leistungen gezeigt ist leicht übertrieben. Außerdem hatte sie im Ziel 6 Zehntel Vorsprung. Die Zwischenzeiten sind dafür irrelevant.
Von "gottgleich" redest Du, ich nicht. Passt Dir vielleicht der Sieg in so einer überragendes Manier nicht? Vielleicht ÖSV- oder Swiss-Ski-Fan? Falls Dir selbst "überragend" aufstößt, alle Experten und auch die Gegnerinnen finden solche Worte. Brignone etwa hat's so kommentiert: "ski like hell". Alleine mit welcher Entschlossenheit sich Vicky in den Trögelhang gestürzt hat, sagenhaft. Dass sie zwischenzeitlich über 9/10 vorne war, ist nun mal Fakt und die Fahrt wird um kein Jota geschmälert, dass sie ab Ausfahrt Hölle 3/10 abgegeben hat, Konkurrenz trotzdem deklassiert (was die anderen übrigens zugaben, s. Goggia).

Es war ganz sicher eine der besten Fahrten auf der Kandahar jemals. Was auch dafür spricht ist, wie stark Brignone fuhr. Für mich war sofort klar, dass diese astreine Fahrt, 2 Sek. unter Trainingsbestzeit (wobei da Suter gemäß Analysen schon ziemlich ernst machte) nur schwer zu unterbieten ist. Dass es möglich war, so viel schneller zu fahren, hätte ich nicht gedacht.
Jan Tenner hat geschrieben:
09.02.2020 - 09:23
Brignione muss ja auch einen Wahnsinns-Tag gehabt haben, wenn sie auf einer "echten" Abfahrtsstrecke den
"echten" Abfahrerinnen Schmidhofer, Venier und Stehen sie viel abnimmt 😉
Da muss ich ja in ein Wespennest gestochen haben :mrgreen: Dass Brignone ihr Repertoir in Richtung Speed erweitert, war schon klar, wobei es sich zunächst um den SG handelte (in L.L. z.B. war sie nur da am Start). In Bansko dann plötzlich zweimal auf dem Abfahrtspodest. Das ist eine SG-artige, sehr drehende Strecke. Dass sie dann auch auf einer klassischen Abfahrt wie die Kandahar mit Gleitstücken, langen Kurven, Schusspassagen (der Selbahnstadelsprung war diesmal praktisch nicht da), dazu dunkel, schlagig, eisig, so auftrumpft, war erstaunlich und so noch nie da, jedenfalls was ich registriert habe. Respekt! Es zeigt ihre schnelle Entwicklung als Allrounderin. Sie wird in Zukunft wohl eine Kandidatin für den GWC. Auch Vhlova geht in diese Richtung, was ihre formidable Vorstellung in Garmisch gezeigt hat. Shiffrin bekommt Konkurrenz.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von alpinfan77 » 10.02.2020 - 18:11

waikiki83 hat geschrieben:
09.02.2020 - 16:53
Leider keine Entwarnung, stattdessen Saisonende:(
Am Sa. einer der größten Tage ihrer Karriere und am So. dann das, was für eine Achterbahn der Emotionen :tot: Bei ausstehenden 4 x RS, 3 x Abfahrt und 2 x SG ein nicht zu kompensierender Verlust für den DSV. RS und SG kann man aus DSV-Sicht praktisch vergessen (auch Schmotz ist ja verletzt). Besonders hart triff's Ofterschwang und das WC-Finale. Beim Letzteren wird in beiden Disziplinen niemand vom DSV am Start sein. Nachträglich ein ganz bitterer Abfahrtssieg.

Wenigstens hält sich der Schaden bei Vicky in Grenzen, hätte noch deutlich schlimmer kommen können. Wenn sie in 6 - 8 Wochen wieder fit ist, also grob erste Aprilhälfte, kann sie die komplette Saisonvorbereitung mitmachen, inklusive der Materialtests. Dann wäre die nächste Saison nicht beeinträchtigt.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von alpinfan77 » 10.02.2020 - 18:52

KuT hat geschrieben:
09.02.2020 - 19:08
Pinturault tobt auf Twitter über das Format, das Glück, das fehlende Mitspracherecht und die Sicherheit. Kristoffersen stimmt ihm zu.

Dann sollen sie doch bitte auch mal den Arsch in der Hose haben, den Mist demonstrativ mit Nichtteilnahme zu bestrafen.
Nichts gegen die zweite Reihe im Skisport, aber wenn Schmid und Tumler dort von Anfang an die größten Namen wären, würden Publikum und Fernsehen das Ding eher beerdigen als die FIS "Zürs" sagen kann.
Den Fahrern kann man keinen Vorwurf machen. Die Solidarität zwischen ihnen, dass niemand fährt, ist bei dem Konkurrenzkampf, wo jeder seinen Vorteil sucht, wohl illusorisch. Der Ball liegt bei der FIS und sie müssen was machen, denn so darf es nicht weitergehen. Man muss sich mal vergegenwärtigen, was da ablief. Es musste ein TV-verträgliches Format her (d.h. ein gewisser zeitlicher Rahmen). Das war wohl die hauptsächliche Vorgabe. So kam es zu diesem Murks, wo sportliche Qualität ggüb. den Wünschen der TV-Sender geopfert wurde. Dem Modus sieht man direkt an, wie zusammengeflickt er ist.

Für mich ist die sportliche Fairness nur mir zwei Läufen gegeben. Mit nur einem Lauf wird's immer fragwürdig bleiben, ganz gleich wie man es ausgestaltet. Das beste wäre m.E. die Rückkehr zum alten Format. Die Ausgeschiedenen bekommen den gleichen Platz, bis auf das kleine Finale um den dritten Platz. Sie nach den Zeiten zu platzieren, ist auch Mist, weil die Charakteristik von Parallelrennen der Kampf gegeneinander ist, nicht die Zeit. Jetzt bleibt die Frage nach der Dauer des Rennens. Daran hatte es sich ja entzündet. Aber warum sollte ein TV-verträgliches Format nicht möglich sein :?: Man könnte z.B. das Finale ab AF ansetzen oder man schafft es das Rennen so zu straffen, dass es auch ab 1/16-Runde geht.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Marvin » 10.02.2020 - 18:58

alpinfan77 hat geschrieben:
10.02.2020 - 17:49
Von "gottgleich" redest Du, ich nicht. Passt Dir vielleicht der Sieg in so einer überragendes Manier nicht? Vielleicht ÖSV- oder Swiss-Ski-Fan? Falls Dir selbst "überragend" aufstößt, alle Experten und auch die Gegnerinnen finden solche Worte. Brignone etwa hat's so kommentiert: "ski like hell". Alleine mit welcher Entschlossenheit sich Vicky in den Trögelhang gestürzt hat, sagenhaft. Dass sie zwischenzeitlich über 9/10 vorne war, ist nun mal Fakt und die Fahrt wird um kein Jota geschmälert, dass sie ab Ausfahrt Hölle 3/10 abgegeben hat, Konkurrenz trotzdem deklassiert (was die anderen übrigens zugaben, s. Goggia).
Zuletzt war ich bei dir der Shiffrin-Fan, jetzt bin ich ÖSV- oder Swiss-Ski-Fan? Wird ja immer bunter :mrgreen: Wenn es dich aber so sehr interessiert: mir sind Verbände ziemlich egal und wenn ich den Abfahrtssieg nach Sympathie vergeben könnte, wäre es vermutlich Goggia geworden.

Mich nervt es schlicht und einfach, wie du dich bei Vickys Sieg mit Superlativen nur so überschlägst. Nochmal, ich habe selbst geschrieben, dass Vicky eine tolle Fahrt hingelegt hat. Das ändert aber nichts daran, dass es solche und bessere Leistungen jede Saison mehrfach gibt. Bei nicht-DSV-Fahrern kann ich mich aber nicht erinnern, dich ähnlich anerkennend erlebt zu haben. Dass du eine Zwischenzeit hervorhebst, weil ihr Vorsprung da größer war als im Ziel, ist für mich typisch dafür, dass du oft leider nicht objektiv bist. Zum Rennen gehört die komplette Strecke, warum erwähnst du also nicht den Vorsprung im Ziel?
Es war ganz sicher eine der besten Fahrten auf der Kandahar jemals. Was auch dafür spricht ist, wie stark Brignone fuhr. Für mich war sofort klar, dass diese astreine Fahrt, 2 Sek. unter Trainingsbestzeit (wobei da Suter gemäß Analysen schon ziemlich ernst machte) nur schwer zu unterbieten ist. Dass es möglich war, so viel schneller zu fahren, hätte ich nicht gedacht.
Brignones Fahrt war im Ergebnis zwar gut, allerdings lag Suter am Ende der Gleitpassage 4 Zehntel vor ihr. Es war also schnell klar, dass da noch Luft nach oben ist.
Respekt! Es zeigt ihre schnelle Entwicklung als Allrounderin. Sie wird in Zukunft wohl eine Kandidatin für den GWC. Auch Vhlova geht in diese Richtung, was ihre formidable Vorstellung in Garmisch gezeigt hat. Shiffrin bekommt Konkurrenz.
Brignone könnte diese Saison eine ernsthafte Konkurrentin für Shiffrin sein, je nachdem wie lange letztere aussetzt. Für die Zukunft sehe ich das aber nicht, schließlich ist Brignone inzwischen auch 29. Bei Vlhova könnte das anders aussehen. Sie ist praktisch gleich alt wie Shiffrin, jedoch scheint sich ihre Entwicklung insgesamt etwas später zu vollziehen, was auch daran liegen mag, dass sie in jüngeren Jahren vermutlich keine gleichwertigen Trainingsmöglichkeiten hatte. Da muss man unter anderem sehen, ob sie sich im Speed weiter verbessern kann, ohne im Slalom und RS zu verlieren.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von alpinfan77 » 10.02.2020 - 20:02

Marvin hat geschrieben:
10.02.2020 - 18:58
Mich nervt es schlicht und einfach, wie du dich bei Vickys Sieg mit Superlativen nur so überschlägst.
Was Dich nervt oder nicht nervt, ist mir ziemlich wurscht. Du kannst gerne meine Beiträge überlesen. Ich bin nun mal ein Fan unserer Alpinen und die anderen sind zunächst mal Gegner, die es zu schlagen gilt. Ich weiß, ich bin ein Exot im Land der Fußballverrückten. Würde ein Fan von Augsburg die Bayern wegen des Sieges über die eigene Mannschaft loben? Natürlich niemals, er würde sie zum Teufel wünschen. Dagegen bin ich fast schon ein Ausbund an Objektivität. Aber zugegeben, beim ÖSV fällt mir das schwer :mrgreen:
Brignones Fahrt war im Ergebnis zwar gut, allerdings lag Suter am Ende der Gleitpassage 4 Zehntel vor ihr. Es war also schnell klar, dass da noch Luft nach oben ist.
Du weißt doch selbst, dass Abfahrer/-innen unterschiedliche Stärken haben. Brignone wird kaum zum Gleitmonster werden, dafür kann sie die Kurven enorm schnell fahren, so wie kaum eine andere. Das ist ja auch ihr Stil im RS. Übrigens Thomas Dreßen ist ebenfalls ein Vertreter der runden Linie (wie Feuz, Reichelt oder vormals Svindal). Er wird nie die Tore so direkt anfahren wie Mayer, Kilde oder Jansrud. Er holt seine Zeit woanders raus. Im Endeffekt kann man mit beiden Stilen schnell sein.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von alpinfan77 » 10.02.2020 - 20:46

KuT hat geschrieben:
09.02.2020 - 19:08
Nichts gegen die zweite Reihe im Skisport, aber wenn Schmid und Tumler dort von Anfang an die größten Namen wären, würden Publikum und Fernsehen das Ding eher beerdigen als die FIS "Zürs" sagen kann.
Das Parallelformat ist nun mal eine eigene Disziplin und die Stärkenverhältnisse sind nicht die Gleichen, wie in den normalen Rennen. Beispiele: Hirscher, Kristoffersen. Alex Schmid hat schon gezeigt, dass ihm das Parallelformat liegt. Gestern war sogar der Sieg drin. Ohne den saudummen Einfädler hätte er Meillard im HF gepackt. Auch Luitz ist Parallel-Spezialist, so wie Tremmel und Himmelsbach im Parallel-SL. Sie gehören zu den Schnellsten. Wenn man solche Leute nicht vorne haben will, muss man das Format ändern.


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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von gerrit » 11.02.2020 - 07:17

https://sport.orf.at/stories/3059434/

Vielleicht sieht man bei der FIS langsam ein, dass das so nicht fair sein kann bei den Parallelrennen. Für mich die schönste Form des Protests wäre, wenn einer der Topstars, der auf die zu diesem Zeitpunkt bereits als langsamere Seite gelost wird, dann dort ganz locker und langsam runterschwingt......
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von KuT » 11.02.2020 - 12:45

alpinfan77 hat geschrieben:
10.02.2020 - 20:46
KuT hat geschrieben:
09.02.2020 - 19:08
Nichts gegen die zweite Reihe im Skisport, aber wenn Schmid und Tumler dort von Anfang an die größten Namen wären, würden Publikum und Fernsehen das Ding eher beerdigen als die FIS "Zürs" sagen kann.
Das Parallelformat ist nun mal eine eigene Disziplin und die Stärkenverhältnisse sind nicht die Gleichen, wie in den normalen Rennen. Beispiele: Hirscher, Kristoffersen. Alex Schmid hat schon gezeigt, dass ihm das Parallelformat liegt. Gestern war sogar der Sieg drin. Ohne den saudummen Einfädler hätte er Meillard im HF gepackt. Auch Luitz ist Parallel-Spezialist, so wie Tremmel und Himmelsbach im Parallel-SL. Sie gehören zu den Schnellsten. Wenn man solche Leute nicht vorne haben will, muss man das Format ändern.
Habe ich nicht bestritten, hab ich aber auch nicht gemeint.
Ich habe nur gesagt, dass der Parallel-Kram schnell komplett unbeliebt wäre, wenn die großen Namen aus den traditionellen Disziplinen verzichten würden.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Werna76 » 11.02.2020 - 16:47

So, nachdem (nicht nur) dem ÖSV die Athleten ausgehen, im Kurier wird von 39 Profis Damen wie Herren geschrieben die aktuell verletzt sind, kommt jetzt endlich Toni Giger und bringt Vorschläge wie man die Kreuzbandrisse eindämmen könnte:
Laut Giger gibt es mit der Kurssetzung aber eine Variable, die bisher wenig Beachtung fand. „Es gibt etliche Beispiele, wir sind jetzt da am Erarbeiten von möglichst vielen Situationen, wo man mit weniger aggressivem Material schneller ist“, sagte der frühere Erfolgstrainer der ÖSV-Herren.
Wenn ich in einem Flachstück starke Kurven setze, werde ich das Material sehr aggressiv gestalten, dann bin ich schneller. Wenn ich dort relativ gerade durchfahre, werde ich die Kanten eher hängender machen, also weniger aggressiv gestalten, genauso den Schuh, weil ich dann wiederum schneller bin“, so Giger. „Umgekehrt – etwa im Steilen – stark drehende Kurven: Wenn ich da zu aggressiv abgestimmt bin, dann wird das ganze Materialpaket unruhig.
https://sport.orf.at/stories/3059449/

Das Eigenartige daran... das hat er schon vor ca 2 Jahren bei ServusTV so erzählt, warum kommt er offiziell erst jetzt damit hervor?

Bezüglich der Parallelevents, Felix Neureuther dazu in der Kronen Zeitung:
Dieses ganze Parallel-Gedöns! Dass das Teil des Weltcups ist, das ist der größte Schwachsinn aller Zeiten. Das hat nichts mit diesem Skisport zu tun, den wir lieben. Das muss weg vom Weltcup! Nur pushen, pushen, pushen und ein, zwei Übergänge. Wir sind doch keine Snowboarder. Die Kunst, sich auf diesen schmalen Dingern zu bewegen, muss wieder in den Vordergrund rücken. Bitte, liebe Leute von der FIS, das muss gestoppt werden.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Martin_D » 11.02.2020 - 18:17

Inhaltlich gebe ich Neureuther recht. Aber früher hat er sich noch ganz anders angehört, etwa als er 2013 den Parallelwettbewerb in München nach fast drei sieglosen Jahren gewonnen hat.

Am besten wäre, die Kandidaten für den Gesamtweltcup einigen sich am Beginn der Saison darauf, bei den Parallelwettbewerben nicht anzutreten.
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2019/2020
Hochzillertal/Hochfügen, Zillertal 3000, Ladurns, Gitschberg/Jochtal, Plose, Ratschings, Seiser Alm/Gröden, Kronplatz, Ratschings, Scuol, Corvatsch, Livigno/San Colombano - Valdidentro, Bormio, Livigno, Lermoos

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von Kresse » 11.02.2020 - 18:40

Die Kritik am Parallel-Wettbewerb wird immer lauter von den Aktiven und den Fans, ich hoffe das man diese Disziplin so schnell wie möglich wieder beerdigt. 1 Show Event, wie früher in München finde ich in Ordnung, auch wenn es hier einmal im Jahr Weltcuppunkte gibt, eine eigene Disziplin draus zu machen finde ich :boese: . Der Kalender ist doch eh schon voll. Wir haben hier vor Jahren darüber diskutiert das die Speed Fahrer kaum Chancen haben um den Gesamt WC mitzufahren und das der Kalender so voll gepackt ist und jetzt gibt es eine weitere Technik Disziplin :roll: .

Eine anderer Vorschlag von mir wäre das auf der Streif in Kitzbuehl und in Wengen auf der Lauberhorn Abfahrt doppelte Weltcup Punkte vergeben werden, was haltet ihr davon ? So hätten die Speedfahrer auch mal wieder eine Chance um den Gesamt Weltcupsieg zu fahren.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2019/20

Beitrag von alpinfan77 » 11.02.2020 - 22:12

Martin_D hat geschrieben:
11.02.2020 - 18:17
Inhaltlich gebe ich Neureuther recht. Aber früher hat er sich noch ganz anders angehört, etwa als er 2013 den Parallelwettbewerb in München nach fast drei sieglosen Jahren gewonnen hat.
:top: deswegen finde ich seine Kritik nicht ganz glaubwürdig


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