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historische Bilder Val Thorens + Geschichte der Station

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historische Bilder Val Thorens + Geschichte der Station

Beitrag von trincerone » 09.02.2004 - 03:51

Hi,

hat irgenwer alte Photos aus Val Thorens, alte Broschüren, Pistenpläne oder ähnliches daheim. Im Netz gibts ja schon einiges, aber vielleicht kennt ja der eine oder andere von Euch jemanden, der mal in den 70ern / 80ern / 90ern da war und von da her noch Bilder etc. hat.

vg Christian
Zuletzt geändert von trincerone am 17.12.2004 - 18:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Emilius3557 » 14.02.2004 - 00:53

Hallo Christian,

hier mal ein Scan aus dem Skiatlas 1976/77. Eine der wenigen, auf denen der SL "3400" zweifelsfrei eingezeichnet ist. Auch am Glacier de Péclet ist einiges interessantes zu sehen, leider direkt am Buchknick gelegen...

Bild

Bei Bedarf mail ich dir das Ding in Original-Auflösung.

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Beitrag von Emilius3557 » 14.02.2004 - 00:59

Ein paar Photos sind auch dabei. Davon ist eines anscheinend am Glacier de Péclet und ich kenne es bereits von 3-vallees.net

Bild

Das mittlere ist am interessantesten. Die Station ist noch sehr klein, überall jede Menge Schnee, die Felsen am Glacier de Péclet sind sehr dick verschneit, bzw. das Eis steht sehr viel höher als heute.
Wegen den damaligen 20 Meter-Schnee pro Saison würde ich schon gerne mal in eine Zeitmaschine steigen. Einmal die DSB 3300 fahren oder den SL 3400 *träum* oder auch den SL Caron oder den SL Montée Fond 2 (den höheren). Das müssen richtig spannende Dinger gewesen sein.

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Beitrag von trincerone » 15.02.2004 - 00:54

Hi Marius,

hey auf jeden Fall wär Skirulaub 1975 in Val Thorens mir einiges wert!! Die Bilder und die Karte sind identisch mit denen aus der Ausgabe 79 / 80 - deren Scans von mir sind wiederum die Quelle aus der Mat sie für 3vallees.net hat. Die Bilder dürften vom Winter 1974 / 1975sein, da sie jedenfalls vor 76 entstanden sind nach 73. Wenn ich mich nicht irre ist der erste DSV von 75, also waren die Leute wohl in der Saison 74 / 75 da. Die Karte ist dann aber die aktuelle von 1975 / 1976 - allerdings in der 3 Vallées Version (dass sie immer noch im DSV 79 / 80 abgedruckt wurde sagt ja mal wieder viel über dessen Aktualität... :?: ). In der Broschüre von 1975 hab ich damals eine eigene Bellevillekarte gesehen, die deutlich besser gezeichnet war.

Was mich überrascht ist, dass der 3400 hier sehr viel mehr aussieht wie das alte Projet von Seilbahn zum Roc de St. Péres. Erstmal von der Lage her und dann auch von der Zeichnung - hat irgendwie was projektmäßiges. Andererseits würde in dem Fall der 3400 fehlen und die Höhenangabe ist ja auch ein Hinweis!

In jedem Fall danke für das Posting! Wenn ich mir so überleg - Val Thorens 1975 mit all den superanspruchsvollen Pisten bzw. den landschaftlich einmaligen Abahrten auf dem Chavière (die 3400 muss unglaublich schön gewesen sein!!) plus ein Haufen krasse Lifte (insb. 3300 und der "unschaffbare" Caron...) - plus jede Megne Platz für super schöne off-piste abenteuer (der ganze untere Caron Sektor z.B.). Man, echt zu spät geboren.

Übrigens zeigt das Bild den oberen Abschnitt der Fondliftes (des langen). Die Aufschrift Sommerski ist falsch, das Bild ist im Winter aufgenommen, und dass das der Péclet sein soll ist mal wieder so eine Fehlinformation von 3Vallées.net Ich hab mal mit enormem Aufwand Gelände und Photovergleiche durchgeführt - da sieht man eindeutig, dass das Gelände links des alten Fondsesselliftes ist wo noch viel früher mal eben jener Schlepper hochging (mit 3 Kurven natürlich!!). :D

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Beitrag von Emilius3557 » 15.02.2004 - 12:11

Wäre auch überraschend gewesen, für dich bei diesem Thema noch etwas Neues zu finden. Du hast natürlich recht, das Bild wäre auf dem Péclet-Gletscher sehr unwahrscheinlich. Das kommt eben daher, dass wir den Fond-Bereich mit SL nicht mehr kennen.
Ich weiß, dass du gegen die Funitels bist, aber den Bereich Fond und die Nordhänge wertet das Ding schon ziemlich auf. Trotzdem hättens die 4 SB ruhig stehen lassen können, damit man nicht immer die jetzt sehr volle und abgefahrene "Plateau" zur Talstation fahren muss, wenn man "Médaille", "Variante" fahren will. Die neue "Falaise" ist eine meiner Lieblingsabfahrten.
Schade ist, dass die "Pierre Lory" Piste nach einer Saison wieder abgeschafft wurde. Bist du die mal gefahren? Wäre exakt nach deinem Geschmack, der Glacier du Bouchet, habe ein paar Bilder davon, echt kriminell steil. Und der Ausblick von der Epaule du Bouchet ist auch super. Wie muss der erst von der Aiguille de Péclet oder Polset sein... Die Aussicht von der Bergstation 3300 ist auch himmlisch, habe da einen Schwung Bilder von skipass.com mal heruntergeladen. Allein der Blick auf den Felszahn der Aiguille de Borgne ist gigantisch. Das war lange Zeit mein Desktop-Hintergrund am PC.

Gast
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Beitrag von Gast » 15.02.2004 - 19:04

Hi Marius,
Wäre auch überraschend gewesen, für dich bei diesem Thema noch etwas Neues zu finden.
Ich dank Dir au jeden Fall, dass Du's versucht hast - in der Tat hab ich mich schon lange gefragt, ob die älteren Skitatlanten noch andere Infos enthalten als meiner, insofern hast Du mir schon eine wichtige Info gegeben, nämlich, dass ich diesbezüglich meine Bemühungen alte Skiatlanten zu finden zurückfahren kann.


In dem Jahr als es die Pierre Lory gab war der in der Sylvesterwoche nur der Peyron offen - sie hatten extremen Schneemangel. Kann mir gut vorstellen, dass die Piste cool war, ich denke mal, dass sie mir als h.p. aber auch gut geällt, insofern find ich's nicht so schlimm, dass sie nicht mehr offiziell existiert.

Die Aussicht vom 3300 ist extrem krass. Witzigerweise trotz dem "geringen" Unterschied von nur 200 Höhenmetern ist sie kein Vergleich zur der Station vom Glacier. Ist ein bisschen so wie beim alten Bouquetin: der 100 Meter, die der höher liegt verbessern die Aussicht mal glatt um Faktor 2 plus es gibt ein paar richtig dicke Tieschneehänge nach Mottaret!! Schade, dass ich da jetzt drauf verzichten muss (und so sinnlos).


Was den Funitel Grand ond angeht, ist sein Bau auf jeden Fall eine Verbesserung des Sektors. Dennoch hätt ich's optimal gefunden, den alten 4er stehen zu lassen und einen TSD direkt zur Bresche zu bauen - der Grat ist einfach zu lang, um mit nur einer Bahn erschlossen zu werden, find ich. Es gab ja im ehemaligen Val Thorens Forum lange Diskussionen um den Funitel, und meine ablehnende Haltung kommt in erster Linie durch die Tatsache, dass die Setam Jahre lang einen TSD geplant hatte, um dann am Ende das Ding dahinzustellen, weil sie glauben, dass es ihnen bessere Promo bringt und weil Josserand - chef der SETAM - wesentliche Beiträge zur Erfindung geleistet hat und daher auch Rechte dran hat, was wiederum heißt, dass er ein Interesse dran, dass möglichst viele Vorzeigeexemplare gibt, die vielleicht andere Stationen dazu bringen, auch sowas zu bauen. Ich glaube ja, dass es damit enden wird, wie mit den Tunnelstandseilbahnen. ENde 80er Anfang 90er haben alle wie bekloppt die Tunnelbahnen gebaut, aber die sind nur teuer und haben sich in der Prxis nicht bewährt (und zwar schon vor Gletschedrachentragödie). Mittlerweile kommt kein Mensch mehr drauf, sowas zu bauen.

De facto gibt es anscheinend in der Praxis wenige Situationen wo die theoretische Windsicherheit des Funitels wirklich genutzt werden kann. Meist ist der Wind so stark, dass entweder die ZUbringer und Anschlusslifte nicht laufen, das Skifahren generell zu gefährlich ist (stell Dir mal 100 km /h Wind in der Bresche zum Rosael vor!!) oder - und das ist der Hauptpunkt - der Wind in dem Bodenabstand wo ein Funitel verläuft bei Wetterverhältnissen mit hohen Windgeschwindigkeiten meist so böig ist, dass die Böen wieder die max. 100 km /h überschreiten, so dass dann auch wieder Funitel nicht fahren kann.

Ironie des Schicksals in meinem Fall: ich hab's zweimal erlabt, dass wirklich was wegen Wind geschlossen war: 1x Valthorens Sylvester 1998, da liefen nur die stationsnahen Lifte, der Funitel und alles andere war wegen Wind zu, und einmal im November 2002 am Tuxergletscher, die Gletscherbusse waren wegen Wind geschlossen. Das hat meine Meinung natürlich nicht gerade verbessert.

Am Fond stören mich vor allem die krassen Terrassierungarbeiten, die sie parallel zum Funitel au den Pisten gemacht haben. Ich bin das mal davor (1998) immer noch of-piste von der Bresche zu den PLateauliten gefahren und das war sehr geil. :!:

Ich kann ja mal meine Bilder vom 3300 posten, ich bin 1998 raufgelaufen und das war eine der schönsten Abfahrten, die ich je gemacht hab. Die Abfahrt vom Polset zum Col war auch geil - ist zwar flach, aber man guckt von oben au den Caron! Die Col find ich auch schön, vor allem abends: die ganzen Bergspitzen westlich des Bellevilletals im Streiflicht und man ist höher als alle anderen Berge und das Abendlicht bricht im Staub des Gletscherschnees... (hab ich das nicht schön gesagt??? ;) )

Ich bin ja gerade dabei, www.valthorens.at aufzubauen, da gibt's dann mal demnächst ein paar neue nette Bilder!

Viele Grüße et bon ski (Freitag fahr ich nach Alagna, yes!!! :D)

Christian

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Beitrag von Emilius3557 » 15.02.2004 - 23:51

Also was aktuelle (und digitale) Bilder aus Val Tho angeht, kann ich ja für deine Seite einiges beisteuern, bei Bedarf.

Die Bilder vom 3300 und vom Polset bitte bei Gelegenheit posten, ich denke das interessiert (fast) alle anderen hier auch!

Bouquetin: die beiden parallelen DSBs (bis 1993) haben mich 1992 sehr beeindruckt, dort auch initiales Erlebnis: Suppe in Val Tho, Sicht Null, fahren hinauf zum Grat, diese unglaublich steile Trassierung, immer noch Nebel, plötzlich bei der "Einfahrt" zur Station Ende der Wolkenschicht, grandioser Sonnenschein und Abfahrt ins wolkenfreie Tal nach Mottaret.
Also, die paar Meter von 3 Vallées 2 zur alten Bouquetin-Station kann man schon zu Fuß raufsteigen, 100 Hm sind das nie im Leben... :D

Zu den Trassierungsarbeiten noch eine Anmerkung: bist du 4 SB Bouchet in der Saison 2001/2002 gefahren? Da waren dort noch keine Abfahrten trassiert und das Gelände ist steil und sehr blockig und es hatte wenig Schnee => Skitourismus mit Bahnen die 1800 p/h schaffen ist so nicht möglich. Saison 2002/2003 hattens etwas planiert (ich weiß nicht wie stark), aber auf alle Fälle die Coraia angelegt und mittels Windenraupen präpariert, dazu mehr Schnee und wunderbar zu fahren.

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Beitrag von skikoenig » 16.02.2004 - 00:02

Könnte man sich mal auf einen Thread einigen bitte und den anderen schliessen? Ich habe nämlich hier reingeschrieben! :?: :!: :idea:

http://www.ski-world.net/forum/viewtopi ... 8&start=25

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Beitrag von Downhill » 16.02.2004 - 22:45

Tunnelstandseilbahnen werden schon noch gebaut, allerdings viel seltener als früher (Gherdeina Express!)
Im übrigen fällt auf, daß jeder Zeitraum in gewisser Weise seine "Prestigebahnen" hatte. Eine Zeitlang wurden mal alle Gondelbahnen als ZUB gebaut. Dann kam irgendwann Doppelmayr und baute nur noch Einseilumlaufbahnen. In den 80ern waren auf einmal die Tunnelbahnen Mode, dann die GUBs und jetzt sind es eben die Funitels...

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Beitrag von Theo » 16.12.2004 - 21:23

Jetzt wird wieder mal ein altes Topic ausgegraben. Grund ist ein nie verwirklichtes Standseilbahnprojekt in Val Thorens.

Vor ein paar Tagen habe ich bei Sunnegga Express ein paar technische Zeichnungen angeschaut, unter anderem auch einen Querschnitt des Schienenkopfes.
Das erstaunliche dabei: Die Zeichnung ist aus den Jahre 1968 und als Projektname ist Val Thorens eingetragen. Val Thorens wurde später durchgestrichen und durch Zermatt ersetzt, ist aber noch gut sichtbar.

Ich habe daraufhin die Zeichnung mit dem vermeindlichen Fehler dem Maschinisten des Sunnegga Express gezeigt. Diese war schon beim Bau desselben dabei und er erklärte mir das es sich hier nicht um einen anfänglichen Verschreiber des Zeichners handle, sonder das die Schienen tatsächlich für Val Thorens gezeichnet und auch produziert worden seien.
Die Schienen seien dann aber mehr als 10 Jahre bei Von Roll gelagert gewese bevor sie bei uns zum Einsatz kamen.

Nun würde es mich interessieren wo denn in den Anfängen von Val Thorens gleich eine SSB hätte gebaut werden sollen und wesshalb das Projekt anscheinend im letzten Moment dann doch abgeblasen wurde.

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten wo diese SSB hätte gebaut werden sollen.
Das wären:
1: Zubringer von Les Menuires aus nach Val Thorens. Damals gab es ja dort noch sehr schneereiche Winter und man war sich vielleicht nicht sicher ob man die Strasse würde offen halten können.
2: Hoch zum Peclet, anstelle der dann gebauten Gondelbahn.

Hat irgendeiner von euch evt. Informationen dazu?
Die Chancen dafür sind wohl eher klein, da die meisten von euch wohl zum ersten mal von diesem Projekt höhren, aber man weis ja nie.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 13:06

Oh nein mein Lieber, ich bin damals im Zuge von Recherchen wegen der Chaviéregeschichte drauf gestoßen. Allerdings kann ich nicht mehr sagen wo genau und daher die Quelle nicht bewerten.

Fakt ist folgendes: Val Thorens wurde konzipiert und errichtet von M. Pierre Schnebelen, dem Prototyp eines extrem erfolgreichen Jungunternehmers, der sich mit dem Bau von Tignes nicht nur ein Denkmal schuf, sondern auch in den Millionärshimmel katapultierte. Er hatte sehr gute nationale politische Verbindungen (sonst hätte er schon das Grande Motte Gletscherschigebiet nicht in den Nationalpark bauen dürfen) und weitere Ambietionen. Nachdem das Vallée de Belleville in den frühen 60ern auf eine Initiative von Joseph Fontanet durch den Bau von Les Menuirs erschlossen wurde, lief auch einige Jahre später Ende der 60er der Betrieb immer noch nicht gut. Die Baugesellschaft hatte hohe Schulden, weil einige Gebäude abgerissen werden mussten (man hatte ohne geologisches Gutachten gebaut!). Überhaupt war vieles zu schnell gebaut worden, in der Aussicht auf baldigen wirtschaftlichen Erfolg. Jedenfalls war bald klar geworden, dass es eine zweite Station bräuchte um den Talschluss vernünftig zu erschließen und das dies die Sodevab niemals aufbringen können würde - daher die Allianz mit Schnebelen (der genaue Deal war: er zahlt die Schulden wegen der abgerissenen Gebäude und kriegt dafür Val Thorens, um dort seine eigenen Pläne ohne Hindernisse umsetzen zu können).

Aus dieser Situation heraus entstandt das ursprüngliche Konzept von Val Thorens. Man bedenke, dass schnebelen gerade mit Mitte 30 aufgrund seiner Ideen und auch vierlleicht seines Muts zum Millionär geworden war. Die Unkenrufe beim Bau von Tignes waren realtiv laut gewesen, dass man in einer Höhe von 2100m keine SChiort bauen könnte (zu hoch, zu extremes Wetter, zu dünne Luft beim Schlafen etc) und Schnebelen hatte gerade der WElt bewiesen, dass es doch ging und einen Jahundertcoup gelandet, weil Tigens damals alles andere in den Schatten stellte. Aus diesem Erfolg heraus sah er für Val Thorens große Pläne. Erschlossen werden sollte das gesamt Massif beidseitig des Péclet und weit in den Nationalpark hinein. Gletscherfelder ohne Ende, Gipfel oberhalb 3500m, das passte. Es sollte zwei Schwesterstationen geben: Val Thorens und Val Chavière - der dazwischenliegende große Chavièregletscher sollte zwischen 2900m und 3500m sollte der zentrale Teil des Schigebiets werden, das die gesamte Gletscherfelder zwischen Pointe de Renod und Dome de Polset erschloss. Geplant waren Dutzende Sessellifte und ein Haufen Kabinenbahnen - klotzen nicht kleckern war die Devise. Im Rahmen dieses Urkonzepts aus etwa dem Jahre 1968 gab es wohl auch eine PLanung eine Standseilbahn auf den Grat des Peclet zu baun, und zwar wohl nach ganz oben und nicht dorthin, wo die EUB später endete (übrigens auch eine von Roll, wenn ich mich nicht irre). ICh habe aber nie Pläne dieser Standseilbahn gesehen und hielt sie bisher immer für eine reine Papierplanung - dass schon die Schienen gefertigt wurden überrascht mich sehr!

Um es kurz zu Ende zu bringen: in den späten 60ern wurden Stimmen laut, die derartige Eingriffe in den Nationalpark zugunsten des Schibetriebs ablehnten. Die Umweltlobby wurde stärker und stärker und zog zu Beginn der 70er Jahre weitere und weitere Kreise. Dazu kam der Lawinenreiche Winter 1970 (?), der vor allem mit Tallawinen und Toten in exponierten SChiorten daherkam (Val d'Isère). Da die Straße nach Val Chavière sehr lawinenexponiert gewesen wäre und auch das Tal, wo die Station gelegen hätte, von Lawinen heimgesucht ist, wurden auch auf dieser Front kritische Stimmen laut. Am Ende - 1972- wurde die Sache auf nationaler Ebene dahingehend entschieden, dass Val Chavière nicht gebaut, der Chavièregletscher jedoch moedrat erschlossen werden dürfe. Schnebelen hat sich dann aus diesem Projekt zurück gezogen, da er die verwirklichung seines Traum nicht mehr für möglich hielt. Val Thorens wurde dann viel viel moderater erschlossen als geplant, zumnal wohl das Geld mit dem Rückzug Schnebelens fehlte. Viele Jahre führte Val Thorens ein bisschen ein Schattendasein, wobei es jahrzehntelang noch der Geheimtipp für sportlich ambitionierte Schifahrer, alpinistisch versierte "Freerider" u.ä. Erst mit den späten 80ern und dem zunahmenden Schneemangel kam Val Thorens ins Gespräch. In den 90ern gings bergauf, dennoch war das Marketing bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrzehnts unter aller Sau. Dann kam eine neue junge Rige in den Bereich, plötzlich war Val Thorens eine der ersten Stationen mit website. Dazu vernünftige Broschüren in allen Sprachen, Pauschalpakete für Reiseanbieter aus ganz Europa, Eventmanagement und wie der ganze Sch.-... halt heißt. Resultat: allein in den wenigen Jahren bis 2002 eine Kapazitätserhöhung um über 30%! Heute ist Val Thorens an der Spitze der euopäischen Wintersportorte. Leider hat es die Qualität nicht besser gemacht - es gab Zeiten, da war es in meinen Augen der genialste jemals gebaute Schiort - wie dem auch sei, so viel zu meinem Wissen bezüglich einer Stollenbahn in Val Thorens. :D

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 13:37

Habe in meinem Archiv eine alte email wiedergefunden:

"On est allés dans la foulée à la DDE (direction départementale de
l'équipement) où on avait repéré des vieux Aménagement & Montagne, mais en
fait ils n'avaient que ceux des années 90... pourtant ça aurait pu être
intéressant puisque la revue avait 15 ans en 1990 (donc a été créée en 1975
!! intéressant donc), l'employée des archives de la DDE n'avait rien de très
intéressant à nous proposer
On a enfin terminé aux Archives Départementales de la Savoie où après
beaucoup de mal (en effet les Archives sont très performantes pour tout ce
qui est naissances/mariages/décès ds les années 1800, mais pas beaucoup pour
les archives contemporaines : 1970) on a pu trouver une étude du glacier de
Chavière pour pouvoir installer des RM (mais en fait rien de plus
d'intéressant à part savoir que le glacier avance de 6cm par jour ) et 20
pages d'un livre de 1998 intitulées "Val Thorens, un défi" expliquant très
bien la période de création de la station...
Résumé dans les grandes lignes du texte :
Dès 1959, on a commencé à équiper la vallée des Belleville (après celles des
Allues et de St Bon) pour pouvoir offrir un jour le produit "3 Vallées"...
On a alors construit les Ménuires, puis le Reberty. Mais on regardait de
plus en plus vers le haut de la vallée qui semblait pouvoir offrir beaucoup
de choses : on pensait alors créer un satellite des Ménuires : Val
Thorens... Le projet de création de cette nouvelle station ex-nihilo a
vraiment pris forme en 1967/1968, années pendant lesquelles on a étudié la
possibilité du projet. Après tout est allé très vite, on a crée la SODEVAB
(Société d'Aménagement de la Vallée des Belleville) qui devait se charger du
dossier, financée par la Caisse des dépôts à travers la Cie des Alpes, mais
bientôt les investisseurs pensèrent que ce projet n'était pas sérieux. On a
donc fait appel à un certain Pierre Schnebelen, en 1969, qui fort de son
succès à Tignes, Val d'Isère et la Clusaz au niveau RM & Immobilier, avait
toutes les caractéristiques pour soutenir le projet. Ce personnage, très
éloquent et extravagant, n'a pas hésité une seconde avant d'annoncer : "Nous
créerons 50000 lits à VT dans les 10 prochaines années". Il a d'ailleurs
commencé cette année-là à provoquer les premiers scandales en voulant
construire des RM sur le glacier de Chavière, en pleine zone du Parc de la
Vanoise, ainsi que la station de Val Chavière, station qui aurait du être
plus petite que VT, Schnebelen voulait la construire pour dédommager en
quelque sorte les communes de Modane et St André qui "prétaient" Chavière.

L'affaire eut alors une dimension nationale, et le président de la
république française de l'époque (G. Pompidou) fraîchement élu à ce poste,
dû d'ailleurs s'exprimer là dessus. Beaucoup de grands journaux parlèrent
alors du projet de VT, du parc, de Val Chavière, etc... Le département de la
Savoie, au Conseil Général, trancha définitivement la question en autorisant
en 1970 la construction de quelques RM sur Chavière (les 3 TKs) mais en
interdisant la création de Val Chavière.
Schnebelen, qui avait l'habitude de ne pas attendre ce genre d'interdiction,
fut surpris et menaça quelques temps de partir du projet VT, mais il reste
et inaugura le 18 décembre 1971 la station de Val Thorens en haut d'un des 3
TKs construit à l'époque : Golf, Lac et le livre parle de la Montée du Fond -aussi (à vérifier!) puis création de la SETAM.
Ainsi la station commença son existence avec des hauts et des bas, à l'aide
d'une énorme dose de publicité (faite par Marielle Goitchel, beurk !!).
Le livre dit ensuite que c'est vraiment vers 1975/1976 que la station a
atteint une certaine maturité en abandonnant les projets fous comme un
funiculaire jusqu'à Péclet.
C'est dans ces années là que l'équipe de la
création de VT disparut, laissant place à une jeune équipe avec Pierre
Josserand à la tête de la SETAM qui était le second de Schnebelen, et que la
station remporta le défi de sa création à une altitude aussi haute (pour
l'époque!)...

Voilà, à peu près ce dont je me souviens, après la lecture du livre... Mais
dans ces pages, il y avait beaucoup de références à des articles de journaux
de l'époque (Figaro, le Monde) et je pense que c'est là dedans qu'il
faudrait rechercher, car on a vraiment beaucoup parlé de l'affaire Chavière
!!
Il apparait aussi que c'est peut être vers la mairie de St Martin de
Belleville qu'il faudrait chercher, ou même l'OT de VT, mais là on a pas
l'occasion d'y aller tous les jours !"

Da steht in erster Linie nochmal das gleiche drin, wie oben von mit schonmal zusammen gefasst, aber die Passage mit dem Funiculaire (SSB) ist interessant. Die Autor der email fasst ein in einem Archiv gefundenes Buch zusammen, das u.a. feststellt, dass es gegen 1975 war, dass die Führungrige in Val Thorens wechselte und eine junge Mannschaft um Pierre Jeosserand (bis heute Chef der Setam) die alte aus der Schnebelenzeit ersezte (wobei Josserand wohl durchaus ein Freund Schnebelens war und in dessen Mannschaft vorher auch schon dabei). Mit diesem Zeitounkt wurden auch grenzwertige Projekte wie der Bau eine SSB zum Péclet aufgegeben!

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 13:46

hm..
Zuletzt geändert von trincerone am 19.03.2005 - 11:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von skikoenig » 17.12.2004 - 16:20

Noch eine Frage ans Archiv (trincerone)! Ich meine mal in einem alten skiatlas gelesen zu haben, dass Anfangs Val Thirens über Jahre als einzige Station in den 3 Vallees einen eigenen Skipass hatte und er nur dort gekauft werden konnte! Könnrte natürlich auch ein Grund gewesen sein, dass recht wenige dorthin kamen!

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 17:24

Übersetzung des Textes aus der Mail, mit kursiven Anmerkungen meinerseits.

Wir waren bei der DDE (direction départementale de
l'équipement), um nach alten Aménagement & Montagne zu schauen, aber sie hatten bloß die aus den 90ern…das hätte interessant sein können, da das Magazin in der Ausgabe von 1990 sein 15. Jubiläum hatte, so dass es folglich 1975 das erste mal erschien !! Der Angestellte des Archivs hatte auch nicht viel Interessantes anzubieten. Wir sind schließlich in den Archiven des Departements gelandet, wo wir nach viel Blödsinn (man findet in den Archiven alles über Hochzeiten und Geburten seit 1800, aber wenig zeitgeschichtliches!) eine Studie über den Chavièregletscher zur Erschließung fanden (aber schlussendlich nichts interessantes außer dass er am Tag 6cm voranschritt). Weiterhin 20 Seiten eines Buches von 1998 mit dem Titel "Val Thorens, un défi", welches sehr gut die Entstehungsgeschichte der Station wiedergibt. Zusammenfassung der Inhalte :

Seit 1959 hatte man an der Erschließung des Vallée de Belleville gearbeitet, um eines Tages das Produkt „3 Vallées“ anbieten zu können. Man hatte also Les Menuires konstruiert, später Reberty. Aber man schaute mehr und mehr in Richtung des hohen Talschlusses, der den Anschein machte, ein unglaubliches Potential zu bieten. Man dachte also daran, einen Satelliten von Les Menuires zu errichten: Val Thorens

Das Projekt, diese Station aus dem Nichts zu erschaffen, gewann in den Jahren 1967 / 1968 Profil, als die Machbarkeit einer solchen Planung untersucht wurde. Danach ging alles sehr schnell: man schuf die SODEVAB (Société d’Aménagement de la Vallée de Belleville = Gesellschaft zur Erschließung des Bellevilletales), die sich um die Realisierung des Projektes kümmern sollte, finanziert durch die Caisse des dépots. Bald jedoch bezweifelten die Investoren die Ernsthaftigkeit des Projektes, weshalb man sich 1969 an Pierre Schnebelen wandte, der Dank seines Erfolges in Tignes, Val d’Isère und La Clusaz in Sachen Gebäude und Liftanlagen alle Eigenschaften mitbrachte, das Projekt zu unterstützen.

Diesen Absatz kann man so nicht stehen lassen, weil definitiv Schnebelen aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten nach dem Gebäudedesater (siehe obiges Post) ins Boot geholt wurde, mit dem Deal, dass er Val Thorens nach seinen Ideen würde gestalten können. Die SODEVAB existierte auch von Beginn an und nicht erst mit der Idee zu dem Projekt Val Thorens!

Diese sehr eloquente und extravagante Persönlichkeit zögerte nicht eine Sekunde bekannt zu geben, dass man « 50.000 Betten in Val Thorens innerhalb der nächsten 10 Jahre“ schaffen werde. Bereits in diesem ersten Jahr provozierte er die ersten Skandale, indem er den Chavièregletscher in der Zentralzone des Nationalparks de la Vanoise für den Schilauf erschließen und Val Chavière konstruieren wollte – ebenfalls in der zone centrale des Parks, um sozusagen die Kommunen deren Terrain er nutzen wollte, zu entschädigen (es ging ihm um die Nutzung des Chavièregletschers von Val Thorens aus, die er nicht ohne Zustimmung der Kommunen in der Maurienne, denen der Gletscher gehört, bewerkstelligen konnte, weshalb er ihnen anbot, eine weitere Station zu schaffen, so dass Modane sein Stück vom Kuchen abbekam /damals wie heute war die Maurienne gegenüber der Tarentaise touristisch unterentwickelt, was zu lokalpolitischen Reibereien führte, Modane hätte sicher nicht den Tarentaisern von St. Martin de Belleville zu deren Gunsten einfach so einen Gletscher überlassen, zumal auf Bellevilleseite nur ein Minigletscher – der Pécletgletscher – existierte. ).

Die Affäre erreichte schließlich eine nationale Ebene und der Präsident der République Francaise dieser zeit, Georges Pompidou, der soeben gewählt worden war, musste diesbezüglich Stellung beziehen. Viele der großen Tageszeitungen berichteten in diesen Tagen über das Projekt Val Thorens, den Park, Val Chavière etc.... Der Conseil General des Departements de Savoie entschied die Frage schließlich im Jahre 1970 (?), indem er die Erschließung des Gletschers in moderater Weise erlaubte, jedoch den Bau einer Station Val Chavière verbot.

Schnebelen, dessen Angewohnheit es war, solcher Art Beschränkungen überhaupt gar nicht erst abzuwarten, gab sich überrascht und verließ das Projekt. (Ihm war zugegebenermaßen alles zugesichert worden, er hatte mehrere Jahre auf die Umsetzung gewartet, um am Ende dann doch ein „nein“ zum Projekt seitens der Administration zu erhalten! ). Nichstdestotrotz wurde am 18 Dezember 1971 die Station Val Thorens eröffnet, mit den dreit Schleppliften Golf, Lac und Montée du Fond. (Die beiden erstgenannten waren kurze Schlepplifte, die vom Bereich der heutigen Péclet Funiteltalstation über den ersten kleinen Hügel bis oberhalb der Talstation der heutigen Sessellifte Moraine und Fond führten. Montée du Fond war ein Schlepplift, der den gesamten Hang hinauf bis auf den 3000m hohen Grat führte und im Prinzip die Funktion der späteren Sessellifte Fond I (Portette) und Fond II erfüllte, also beachtliches Terrain erschloss. ) Weiterhin wurde in dieser Zeit die Setam als Betreibergesellschaft der Lifte gegründet. Hier begann also die Geschichte der Station Val Thorens mit ihren Höhen und Tiefen, mit viel Unterstützung durch eine groß angelegte Werbekampagne (umgesetzt durch Marielle Goitschel, kotz!!).

Das Buch besagt weiter, dass es gegen 1975 / 1976 war, dass die Station eine gewisse Ernsthaftigkeit erlangte und sich von abgedrehten Projekten wie einer Stollenbahn direkt zum Péclet trennte. In diesen Jahren verabschiedete sich die Mannschaft, die Val Thorens erschaffen hatte und machte Platz für ein junges Team mit Pierre Josserand an der Spitze, der Assistent von Schnebelen gewesen war.

Soweit meine Erinnerungen aus der Lektüre dieses Buches. Es gab auf diesen Seiten allerdings jedemenge Verweise auf Zeitungsartikel der Epoche (hm… Marius?;) und ich denke, dass man dort weitersuchen müsste.

Es scheint auch, dass im Bürgermeisteramt von St. Martin de Belleville gesucht werden sollte oder sogar in der Office du Tourisme von Val Thorens, aber da kommt man halt nicht alle Tage vorbei. … und sie wollen einem niocht so gerne helfen, derartige Dinge aus ihrer Vergangheit wieder auszubuddeln... ;)

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 17:34

@skikoenig: vorweg: davon weiß ich nichts, also kan ich nur vermuten. Nach meiner Erinnerung gab es einen gemeinsamen 3 V Schipass das erstmal 1973. Zu diesem Zweck wurden auch in Les Menuires der SChlepllift Allamands auf den Roc de Trois Marches geabut und in Val Thorens der Lift 3 Vallées auf den Mont (nicht Aig!) de Péclet, dessen Bergstation neben der des gerade abgerissenen Bouquetinlifts lag. Dieser Lift stellte für Val Thorens die Anbindung an Les Menuires aber auch Meribel her (man stelle sich bitte mal die Lac de la Chmabre Piste vor, als einzige Piste auf zig Kilometern durch einsame Wildnis!!! Keine Cote Brune Lift, keine Montvallon EUB, kein PLan de Mainslift, keine Plattièresbahn, keine Mures Rouges Lift, kein Mottaret (!!): nix! da muss ne Hmmaerpiste gewesen sein, so einsam durch Hochgebirge (heute ist ja ne Massenabfertigungsroute geworden)).

Na ja, jedenfalls glaub ich eher nicht, dass Val Thorens beim Schipass nicht dabei war, weil sie sonst nicht den 3 Valléeslift gebaut hätten, zweitens das für sie nur Nachteile gehabt hätte und drittens die ganzen Gesellschaften am Ende sowieso der Gemeinde St. Marin de Belleville gehören, so das es völlig Blödsinnig gewesen wäre, ein Konkurenzverhältnis zwischen les Menuires und Val Thorens durch zwei getrennte Schipsse zu schaffen. Daher halte ich das mit dem extra Schipas für sehr unwahrscheinlich. Allerdings mag es sein, dass in den ersten zwei Jahren von Val Thorens, als es eh noch keine 3 Vallées gab (1971 - 1972= und auch keine Liftverbindung mit Menuires bestand, ein eigener Schipass für ihre drei Schlepper existierte. Aber mit der Schafffung der 3 Vallées im jahr danach un der Liftanbindung an Menuires und Meribel muss der Schipass existiert haben. Da im gleichem Jahr gleichen Jahr die zweite Ausbaustufe in Betrieb ging (EUB Peclet, Gletscherlifte Peclet und Schlepplifte Moutière und Col de Caron), ist die Station eigentlich auch erst in diesem jahr so richtig gestartet, so dass man sagen kann, dass zum Zeitpunkt eines ernsthaften touristischen Interesses bereits ein gemeinsamer SChipass vorgelegen haben dürfte.

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 17:36

Ach ja, Winter und wenig Licht und so: schreib mir doch mal einer, dass das mal geile Infos und cooler Plan sind.... :D ;)

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Beitrag von skikoenig » 17.12.2004 - 17:40

trincerone hat geschrieben:Ach ja, Winter und wenig Licht und so: schreib mir doch mal einer, dass das mal geile Infos und cooler Plan sind.... :D ;)
Jau geile Infos! :roll:

Irgendwer hat hier doch auch den zweiten Skiatlas! da stand das drin! ich weiss, das den noch mehr leute haben, weil irgnedwer mal die Bilder gepostet hatte! Meiner schlummert derzeit leider in einer kiste bei menienn Eltern im Keller! Da stand das definitiv drin. Ich meine in etwa, "es gibt eine Verbindung, aber Achtung!, man benötigt einen eigenen Skipass" ! So, oder so ähnlich war das!

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 17:55

Die DSV Skiatlanten? Da hab ich 1976 / 1977 / 1979 - wenn ich nahher daheim, schau ich mal rein. Oder ein anderer Schiatlas?

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Beitrag von Emilius3557 » 17.12.2004 - 19:06

Ja, das ist hoch interessant, vor allem die Seilbahn auf den Roc de St. Pères ist ein spannendes Projekt, ebenso die Lifte direkt unterhalb der Pointe de Thorens. Das Gelände sieht man heute gut von der 4KSB Portette (für mich immer noch Fond 1) aus und ich wundere mich jedesmal, dass es nicht eine kurze 4SB hinauf zum Grat gibt.
Ich warte ja immer noch darauf, dass sich jemand findet, der in den 70ern am Glacier de Chavière Sommerskifahren war und photographiert hat und sie ins Internet stellt. Die SETAM müsste doch aus dieser Zeit auch Bildmaterial haben, das können die einem doch nicht weiß machen, sie würden an totaler Amnesie leiden. Nicht sehr glaubwürdig für ein Unternehmen seine Vergangenheit so zu verheimlichen. Sie könnten heute ja mit Recht behaupten, sie hätten einiges gelernt.

Wir müssten echt mal eine Art Zeitmaschine konstruieren, mit den SLten Caron und Montée de la Fond würde ich echt liebend gern mal fahren.

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Beitrag von skikoenig » 17.12.2004 - 19:08

trincerone hat geschrieben:Die DSV Skiatlanten? Da hab ich 1976 / 1977 / 1979 - wenn ich nahher daheim, schau ich mal rein. Oder ein anderer Schiatlas?
Ja! In einem dvon stand es meiner Meinung nach! Oder beim Pause? Sch... Alzheimer!

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Beitrag von Theo » 17.12.2004 - 19:09

Mensch trincerone, du kannst wohl schneller schreiben als ich lesen.
Es ist schlicht und einfach ein Wahnsinn was man aales von dir erfahren kann.

Vielen vielen vielen Dank.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 19:49

dito was dein Fachwissen in der Technik angeht sag ich nur! :)

mal was anderes: diese Stollenbahn in Val Thorens: das muss doch 1968 ein echt krasses Novum gewesen sein. Seit wann gibt es solche Tunnelbahnen denn. Sunegga war Anfagn der 80er (oder?), Mitte der 80er Hinterallain + Pitzexpress; frühe 90er Les 2 Alpes, Funival und Tignes, späte 90er Mölltal und Campodolcino (Madesimo).

Na ja, o.k. Gletscherdrachen (1974 ?). Aber dennoch: das wär 1968 echt eine Attraktion gewesen oder? Noch dazu in den Höhen?? Bis auf 3500m - da muss der Stollenbau ja schon eine Herausforderung sein oder?

Ferner: man lässt bereits die Schienen fertigen und baut dann doch nicht? Das dürfte teuer für die SETAM gewesen sein. Eine schöne kleine Attraktion hast Du da gefunden, hätt ich nicht gedacht, dass es so weit fortgeschritten war mit dem Projekt.

Eine Frage noch: wie lang (schräge Länge) ist die Suneggabahn, wie ist der HU? Nur um mal nachzurechnen, bezüglich einer Bahn auf den Péclet.

Sehr interessant alles!

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Beitrag von k2k » 17.12.2004 - 19:52

trincerone hat geschrieben:Ach ja, Winter und wenig Licht und so: schreib mir doch mal einer, dass das mal geile Infos und cooler Plan sind.... :D ;)
Ja, es sind wirklich verdammt interessante Infos. Ein paar Leute werden sicher im Frühjahr wieder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn ich im Lift endlose Vorträge über Seilbahntechnik und die Geschichte von ValTho etc. halte... :D

Übrigens, mal mir doch bitte mal in dieses Luftbild (rd. 500 KB, Scan aus dem aktuellen Prospekt) vom Chavière-Gletscher die nicht mehr existierenden Lifte rein.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

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Beitrag von trincerone » 17.12.2004 - 20:12

@k2k:

3 Lifte. Col de Polset und Lombarde mit 100% richtiger Trasse. Trasse 3400 wie auch Startpunkt nicht 100% sicher (ganze Existenz nicht 100% sicher). Aber höchst wahrscheinlich bis zur kurve ziemlich genau so, danach mit relativ hoher wahrscheibnlichkeit wie eingezeichnet.
Ich warte ja immer noch darauf, dass sich jemand findet, der in den 70ern am Glacier de Chavière Sommerskifahren war und photographiert hat und sie ins Internet stellt.
Wer sagt Dir, dass ich nicht im Besitz solcher Bilder bin? :D :D :D
Zuletzt geändert von trincerone am 19.03.2005 - 11:22, insgesamt 2-mal geändert.

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