WICHTIG: Edit:
Gehängeseitig liegt Stationssattel-Podest ist nicht direkt am Tragseilsattel, dazwischen ist genügend Zwischenraum für das Gehänge des Bergefahrgzeuges.
Bei Endlage der Kabine befindet das Geghänge der Pendelbahn vor dem Ende dieses Podests, da Zwischnraum zu schmal als Durchlass für das Gehänge wär.
Demnach bitte entsprechenden Kommentar bzgl. Begründung der seitlichen Verschiebung des Gehänges des Bergefahrzeuges ignorieren.
Kris schrieb:
heikop schrieb:
Überraschend klares Statement. Lobenswert.
Und es hat den Anschein, als ob die Verantwortlichen hier aufmerksam mitgelesen hätten, denn einzelne Aussagen scheinen einige hier diskutierte Feinheiten zu adressieren.
Sorry, habe möglicherweise oben falsch zitiert.
Habe übrigens aus Versehen auf den "Danke" Button geklickt, nicht dass das ensprechende Post es verdiente oder nicht, gebe eigentliche nirgends "Likes", usw. ab und validiere auch keine "Friends" oder ähnliches, weiss nicht einmal ob's auf Alpinforum sowas gibt.
Und nochmals Danke für Deine Fotos Kris, die es erlaubten einige Einzelheiten besser zu sehen und auch Dank an Theo, für das Teilen exklusiver Infos sowie and alle hier an der Diskussion beteiligten AF-Mitglieder.
Dass Elektrokettenzug wochenlang an Ort und Stelle hangen blieb und erst jetzt untersucht wird, finde ich nach wie vor erstaunlich, habe es bereits mehrmals erwähnt. Entscheide diesbzgl. werden jedoch von den Behörden oder, dann ggf. Versicherungen gefallen.
Bspw. meinte Theo ja, dass der Kettenzug zuvor zB. beim (Stahl-)bau unsachgemäss und u.U. durch fremdes Personal zum Einsatz gekommen sein könnte. Rein Zufällig findet sich in der Aussendung der BZB der Passus "...Kettenzug wurde durch die Fachkräfte des Seilbahnherstellers Garaventa montiert und erstmalig in Betrieb genommen".
Eigentlich für uns hier nichts überraschendes. War ja logisch, davon auszugehen, dass Elektrokettenzug Bestandteil der Elektromechanik der Seilbahn war und als solcher wurde er auch vom Seilbahnhersteller oder in dessen Auftrag geliefert, montiert und in Betrieb genommen.
Ferner sieht man spätestens in den Videos, die kurz vor der Inbetriebnahme gedreht wurden, dass ein Monteur (?) den Kettenzug bedient. Vorgehen entspricht dabei m.E. Montage und/oder Tests, da u.a. die kleine Lasttraverse am Gehänge mit den zwei kleinen Schäkel fixiert ist, im Normalfall wird Gehänge bei den zwei kleinen Schäkel ausgehängt und die kleine Lasttraverse wird dabei nicht von Anschlagseil der Parkaufhängung beim grossen unteren Schäkel gelöst.
Kleine Lasstraverse wäre eigentlich als Bestandteil der Parkaufhängung zu betrachten, falls man sie bei montierten klenen unteren Schäkel vom grossen oberen Schäkel löst, kann sie nicht sauber auf dem Gehänge aufliegen und dabei die Feuerverzinkung durch Reibung beschädigen. Beim seitlichen hydraulischen Verstellen des Gehänges kann sie allerdings mit Bezugnahme auf das verfügbare Bildmaterial glaub nicht eingeklemmt werden.
Auch wenn im BZB Text noch weitere Details über die Umstände des Kettenrisses wünschenswert gewesen wären (War Bergefahrzeug bereits aufgegleist? ).
Ich vermute, dass das Ganze durch die Videoüberwachung aufgezeichnet wurde.
Betone: Bleibt eine Vermutung, würde jedoch einiges erklären, u.a. auch weshalb man eigentlich nichts von einer grösseren Untersuchung vorort (insbes. aufwendige Spurensicherung mit vielen Fotos) bemerken konnte.
Die Steuerung selbst hat lediglich aufgezeichnet, wann Bergefahrzeug seine Parkstellung verlassen hat, oder falls nicht direkt Lage erfasst wird, z.B: wann codiertes Steckteil von Hand vom Schalter herausgenommen wurde (könnte auch beim Zwischenfall ohne Eingriff vom Personal herausgezogen worden sein). Wie genau elektrisch die Parkstellung überwacht wird, sieht man nirgends, möglicherweise ist das rote quaderförmige Teil mit Elektrokabelanschluss am Geländer der aussenliegenden Stationssattelpasserelle Bestandteil (Siehe Screen Caps von YouTube Video) dieser Überwachung denn entsprechende Sicherheitsüberwachungsschalter sind traditionsgemäss oft rot.
Edit:
Folgenden Abschnitt bitte ignorieren, da aussenseitiges Stationssattel-Podest nicht direkt am Stationssattel angebaut ist, dazwischen befindet sich der notwendige Zwischenraum für das Gehänge der Bergefahrzeuges. Ferner haltet die Pendelbahnkabine bevor dessen Gehänge den Bereich des aussenliegendn Stationstragseilsattelpodests erreicht.
Italic (kursive) Font bitte ignorieren:
Aussenliegende (d.h. auf Seite des Gehänges) Stationssattel-Passerellen (Podeste) sind übrigens selten, oft ist (ausser bei geschlossenem Gehänge bei gewissen Bahnen ohne Stützen) nur innenseitige Podeste vorhanden. Die Breite dieser Passerelle könnte evtl. die seitliche Verstellung des Gehänges des Bergefahrzeuges erklären, m.E. hätte man dennoch eine seitlich nicht verstellbares Aufhängung aber mit dementsprechend längerem Gehängetragrohr einsetzen können und ggf. wie bereits erläutert die seitliche Lage des Schwerpunkts mit Ballastierung unter dem Korbboden korrigieren können, damit Bergefahzeug-Gehänge bei leerem Bergefahrzeug etwa senkrecht hängt.
Bei der 120+1 Kabine spielen die paar cm der Podestbreite keine Rolle, da Gehängetragrohr onehin viel länger als das des Bergefahrzeugs ist, zudem wird dessen elastische Durchbiegung sehr wahrscheinlich mit DMS (Dehnungsmessstreifen) zur Lastmessung erfasst, ist sehr üblich da man sich 4 Lastmessdosen oder 4 Lastmessbolzen bei der Kabinenaufhängung ersparen Kann.
Auch Kabinen ist für eine 120+1 Kapazität etwas breiter als üblich, jedoch entsprechend etwas kürzer da Netto-Bodenfläche kapazitätsabhängig ist und nicht beliebig gewählt werden kann (siehe glaub irgendwo in der EN 13796-1:2017 von März 2017, die die vorherige Version von Mai 2005 ersetzt).
Bzgl. Aufgleisen betrachte ich es nach wie vor als eher unwarscheinlich, dass bei einem Herunterfallen ausser aus sehr geringer Höhe, ein "zufälliges" sauberes Aufgleisen erfolgte und dann hätte man vermutlich zudem auch mindestens Spuren an gewissen seitlichen Führungsrollen sehen können.
Die Zweifel von Lagroce, dass ein Kettenzug nicht einfach so aus heiteren Himmel reißen könne wurden eher nicht ausgeräumt...
Lagroce = La grosse ? = Die Dicke [Frau].
Mein Standpunkt war stets, dass
"allerhöchst"-wahrscheinlich Elektrokettenzug inkl. Lastkette bei Auslieferung vom Hersteller LIFTKET völlig in Ordnung war. Übrigens vermute ich, dass eine RUD Kette installiert war, RUD Personal spielt jährlich gegen LIFTKET Personal Fussball (ist so in Firmenzeitschrift von RUD erwähnt und RUD ist onehin der bekannteste und etablierteste Lastkettenhersteller in Europa)..
Bahnbetreiberin betont auch richtigerweise, dass man als Benutzer nicht verpflichtet ist, ein solches Hebezeug vor dem Ersteinsatz nach dem Kauf als Neugerät irgendwie speziell zu prüfen [ausser der üblichen Routinen-Kontrollen durch den (End-)Benutzer, die in der Betriebsanleitung vorgeschrieben werden].
Externe periodische Prüfung ist formal vorgeschrieben, die Frist für die erste Nachprüfung war jedoch noch nicht abgelaufen.
Formal gesehen müsste man jedoch noch genau sehen, welcher Zeitpunkt für die Inbetriebnahme gilt, rein theoretisch könnte man vertraglich vorsehen, dass Frist erst ab definitiver Abnahme der Anlage läuft, was voraussetzen würde, dass Bahnhersteller eine vorgezogene periodische Prüfung hätte durchführen müssen, was ich jedoch als unwahrscheinlich betrachte.
Die Frage der Garantielaufzeiten ist dabei ein unabhängiges Thema (bei Grossprojekten sind Werksverträge sehr aufwendig punkto Garantieleistungen formuliert, dies überlasse ich gerne den Juristen).
Bzgl. Vorbeschädigung der Lastkette muss man unterscheiden zwischen Überlast bei sonstig korrekt eingesetzter Lastkette oder unter weiteren unzulässigen Bedingungen und ganz insbes. das führen der Lastkette über eine Kante. Wird ein Lastkettenglied über eine Kante überbeanprucht kann dies zu weitaus grösseren Schäden an der Lastkette führen als wenn dieselble (Über-)last auf eine normal "gestreckte" Lastkette wirkt.
Wären zwei Glieder über diese Kante gebogen worden, wäre es nachvollziebar dass genau diese zwei Kettenglieder zuerst versagen würden und demnach könnte evtl. das restliche Teilstück der Lastkette aus der Hakenflasche herausfallen und irgendwo in der Felwand enden (kann man sehr einfach aufgrund der Längen der restlichen zwei Kettenstücke überprüfen).
Insofern hatte man grosses Glück, dass Lastkette nicht versagte, als sich jemand auf dem Bergefahrzeug oder in der Gefahrenzone unterhalb befand.
Siehe z.B. dieses bereits mehrmals erwähntes Video vom Bau (wurde nach dem Seilzug aufgenommen, also mit bereits beschädigter Lastkette):
Betriesbsleiter der Bayerischen #Zugspitzbahn Martin Hurm über die #Weltrekordbahn
https://www.youtube.com/watch?v=go_ICHtuXyg
ab ca. 00:01:56: Monteur auf der Leiter des Gehänges des Bergefahrzeuges, dass nur am Elektrokettenzug hängt. Kleine Lasttravers ist noch nicht mit Anschlagseil der Parksicherung mittels grossem Schäkel verbunden.
Dass Lastkette soweit oben brach ist dennoch etwas unerwartet: geht man davon aus, dass nur ein einziges Glied versagte, würde dies voraussetzen, dass sich die Hakenflasche sehr nahe an der oberen Endlage befand als Kettenglied beschädigt wurde.
Nun erscheint es etwas unüblich (jedoch nicht unmöglich), dass die Lastkette (oder zumindest ein Strang davon) auf einer so kurzen ausgefahrenen Kettenlänge über eine scharfe Kante geführt wurde.
Schwarzer Gummipuffer oben an der Hakenflasche hätte sich dann vielleicht etwa (grob abgeschätzt) auf der Höhe der Mitte des Kettenspeichers (rechteckiger schwarzer hängender Sack). Siehe sehr interessantes Nahaufnahme des Elektrokettenzugs von Kris weiter oben.
Diese Lage würde eigentlich eher einer in der Praxis üblichen oberen Endlage der Hakenflasche entsprechen (bei normaler Bedienung stoppt man man den Einzug der Kette bevor Hakenflasche das Geräte berührt. Falls man dies nicht macht klemmt das Gerät die Hakenflasche nach oben bis Überlastsicherung Zug begrenzt (oder falls nicht vorhanden Motor abgewürgt wird). Elektrische Endlageüberwachung schaltet Motor mit etwas Kettenreserve vorzeitig ab, ist jedoch nur bei gewissen Elektrokettenzüge vorhanden.
Wie Kettenzug eingesetzt worden ist, damit man bei nahezu in der oberen Endlage der Hakenflasche ein Kettenglied über eine scharfe Kante führen kann, wäre interessant zu sehen Punkto Anordnung.
Ich bestreite keinesfalls die Schilderung von Theo, betrachte es lediglich als unüblich, dass sowas bei nahezu voll eingezogener Lastkette passiert ist.
Ob zwei Glieder versagten und somit ein Teil der Lastkette rausfiel kann ich nicht beurteilen, meinte jedoch eher, dass nur ein einziges Glied versagte und dies wäre auch kompatibel mit den ähnlich langen überbleibenden Lastkettenstränge (aber eben nur sofern Kette nachträglich nicht eingezogen wurde).
Dass jedoch Bergefahrzeug aus voller Höhe heruntergefallen wäre scheint wiederum unwahrscheinlich, das wären Tragrollen, Führungsrollen, usw, beim Aufprall auf die Tragseile oder Stationssattelteile massiv beschädigt worden und ein zufälliges Aufgleisen beim Herunterfallen aus dieser Höhe wäre unwahrscheinlich gewesen. Da keine Schäden am Laufwerk des Bergefahrzeuges auf sowas hindeuten gehe ich eher davon aus, dass entweder Lastkette nach dem Zwischenfall wieder eingezogen wurde, oder Lastkette an zwei Stellen brach wobei dann es auch als Zufall erscheinen würde, das beide Kettenstränge nachher etwas genau gleich lang sind (ausser man hätte auch in diesem Falle Lastkette nachträglich wieder eingezogen). Wären zwei Kettenglieder über Kante beschädigt worden, ist wiederun merkwürdig. dass diese dann soweit auseinander liegen würde (Lastkette hätte man dann vielleicht ca. 3.5 bis 5 m ausfahren müssen damit Laufwerk des Bergefahrzeugs nur aus geringer Höhen fiel, oder ggf. bereits aufgegleist war...
Irgendetwas erscheint mir nach wie vor nicht vollständig geklärt. Die geschilderten Ereignisse stelle als solche nicht in Frage, nur erscheinen mit gewiesse Einzelheiten unklar, inbes. die "Kettenreaktion" (wörtlich von den Medien übernommen).
Interessant ist, dass Betreiberin bereits klarstellt, dass absolut kein Bedienfehler seitens des Seilbahn-Personals vorliegt (Aussage stelle ich als solche absolut nicht in Frage, dazu kann ich mich mangels Infos nicht äussern da der wirklich detailierte Ablauf des Zwischenfalls zurzeit unbekannt ist).
WICHTIG: Edit:
Siehe Anfang des Posts.