• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Siebenjährige in Ellmau aus Sessellift gestürzt und schwer verletzt

tobi27 schrieb:
icedtea schrieb:
Für Erwachsene mag ich dieser Aussage zustimmen, bei der siebenjährigen :naja: habe ich meine Zweifel, ob die Aussage abgemessen ist.

Nichts für ungut aber ich frage mich gerade, wie meine Generation und die Generationen vor mir den Skikurs ganz ohne Krüppelfußraster und Zwangsverriegelung überlebt haben. Vielleicht ist es ja doch einfacher, den gesamten Kurs in einem Schlepper heil nach oben zu bringen als beim Einstieg in den 6er Sessel gleichzeitig auf 5 Kinder aufpassen zu müssen.

Viele Grüße

Ich bezog mich auf die Sache mit der geistigen Degeneration, aber dass hatte NeusserGletscher ja klargestellt. Ansonsten:
Schlepperfahren lernen schadet sicher nix :wink:
Und ja, leider sind Konzentration und Koordination nach meinem Eindruck nicht wirklich besser geworden und in den Skischulkursen hast du halt viele Flachlandkinder, die es nicht gewohnt sind und oft mit 7 oder 8 Jahren den ersten Kurs haben. Meine Kinder haben schon mit 3 Jahren angefangen und sind über Zauberteppich, Seillift, Tellerlift und Ankerlift zu Sesselbahnen vorgedrungen, als sie die Ski schon halbwegs unter Kontrolle hatten. Da brauche ich mir bei dem Thema Gott sei Dank keine Sorgen zu machen.
 
P.s. Wir sind selbst Flachländer :? 8) :ja:
 
Daves schrieb:
.... HALT brüllen kann man ja auch ohne das Kind rauszuschubsen. Das geht ja wohl gar nicht!

Naja, auch wenn ich selber nie in so einer Situation war, finde ich die asozial aussehende Methode, das Kind rauszuschubsen schon sinnvoll. Falls der Liftler nicht sofort reagiert schafft man dem Kind dadurch Platz, um nicht vom Sessel erfasst zu werden, da es nach dem Einstieg eben immer etwas tiefer ist. Klingt im ersten Moment genauso "asozial", wie das Kind noch während der Stationsausfahrt wieder loszulassen, würde in so einer Situation aber trotzdem einen schlimmeren Absturz aus großer Höhe verhindern.
 
tobi27 schrieb:
icedtea schrieb:
Für Erwachsene mag ich dieser Aussage zustimmen, bei der siebenjährigen :naja: habe ich meine Zweifel, ob die Aussage abgemessen ist.

Nichts für ungut aber ich frage mich gerade, wie meine Generation und die Generationen vor mir den Skikurs ganz ohne Krüppelfußraster und Zwangsverriegelung überlebt haben. Vielleicht ist es ja doch einfacher, den gesamten Kurs in einem Übungsschlepper heil nach oben zu bringen als beim Einstieg in den 6er Sessel gleichzeitig auf 5 Kinder aufpassen zu müssen.

Viele Grüße

- Vermutlich weil weniger los war.
- Der Sessel nicht 6 Plätze sondern nur max. 3 hatte.
- Es keine glatte Designer Sitzflächen gab.
 
Ram-Brand schrieb:
- Vermutlich weil weniger los war.
- Der Sessel nicht 6 Plätze sondern nur max. 3 hatte.
- Es keine glatte Designer Sitzflächen gab.

Naja also um 2002-2004 rum gab es durchaus schon 6KSBs mit Ledersitzen, nur halt noch nicht in der breiten Masse :wink: Als Kind hatte ich immer mehr Angst davor, den Schließbügel nicht zuzubekommen als wie beim Einstieg nicht in den Sessel zu kommen.

Viele Grüße
 
icedtea schrieb:
tobi27 schrieb:
icedtea schrieb:
Für Erwachsene mag ich dieser Aussage zustimmen, bei der siebenjährigen :naja: habe ich meine Zweifel, ob die Aussage abgemessen ist.

Nichts für ungut aber ich frage mich gerade, wie meine Generation und die Generationen vor mir den Skikurs ganz ohne Krüppelfußraster und Zwangsverriegelung überlebt haben. Vielleicht ist es ja doch einfacher, den gesamten Kurs in einem Schlepper heil nach oben zu bringen als beim Einstieg in den 6er Sessel gleichzeitig auf 5 Kinder aufpassen zu müssen.

Viele Grüße

Ich bezog mich auf die Sache mit der geistigen Degeneration, aber dass hatte NeusserGletscher ja klargestellt. Ansonsten:
Schlepperfahren lernen schadet sicher nix :wink:
Und ja, leider sind Konzentration und Koordination nach meinem Eindruck nicht wirklich besser geworden und in den Skischulkursen hast du halt viele Flachlandkinder, die es nicht gewohnt sind und oft mit 7 oder 8 Jahren den ersten Kurs haben. Meine Kinder haben schon mit 3 Jahren angefangen und sind über Zauberteppich, Seillift, Tellerlift und Ankerlift zu Sesselbahnen vorgedrungen, als sie die Ski schon halbwegs unter Kontrolle hatten. Da brauche ich mir bei dem Thema Gott sei Dank keine Sorgen zu machen.
Der Zusammenhang ist mir nicht klar. Ob die kleinen die Skier schon halbwegs unter Kontrolle haben oder nicht ist doch völlig irrelevant bezüglich aus dem Sessel rutschen. Ich hatte es schon oft geschrieben: Auch mein Sohn hat mit 2 1/2 Skifahren gelernt. Ziemlich bald fuhren wir aber auch schon auf Sesselbahnen und ich schätzte solche mit Kindersicherungen aller Art sehr. Als Vater ist es viel entspannter.
Und ja, ich hatte auch mit 2 Jahren angefangen Skizufahren, überlebte es bis jetzt ebenfalls, bin aber als 5jähriger tatsächlich auch mal aus einer DSB gefallen. Zum Glück nur mit psychischem Schaden, der heute vermutlich dafür verantwortlich ist, dass ich EUB-Fan geworden bin ;-)
 
Die Kombination aus Kontrolle über das "Zeug" an den Füßen und die Größe ( die ersten Sesselbahnfahrten gab es dann mit 5 oder 6) meinte ich und zwar beim reinhopsen in den Sessel. Ich vermute, dass die kleine in Ellmau gar nicht wirklich auf der Sitzfläche war. Aber in der Tat nur eine Vermutung.
 
Kann ich ja nicht wissen, dass Du ein Frischling bist. :wink:
Aber auch da vielen schon Kinder raus meines Wissens.
 
Soweit ich das erkennen kann, hat der Sessellift normale Schließbügel ohne Verriegelung. Meines Wissens nach muss bei einer solchen Anlage pro Kind immer eine Begleitperson mitfahren. Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob diese Regelung eingehalten wurde und die Skilehrerin wirklich nur dieses eine Mädchen zu beaufsichtigen hatte, oder ob sie mit einer ganzen Gruppe auf dem Sessel unterwegs war. Denn wenn pro Kind ein Erwachsener mitgefahren ist, hätte er ja eventuell auch helfen können, die Kleine zu halten. Wenn mehrere Kinder ohne Begleitperson befördert wurden, liegt die Schuld dann beim Liftpersonal.
In diesem Fall wäre es dann auch interessant, ob die Bahn den Antrieb im Tal hat, den dann müsste ja ein erfahrener Maschinist vor Ort sein, ansonsten könnte es ja eine ungelernte Hilfskraft gewesen sein, die ja dann auch speziell mit Skikursen zu Weihnachten noch wenig Erfahrung hat.
 
Was ich bisher aus den Berichten rausgelesen habe, war wohl die Skilehrerin allein mit zwei Kindern. Bei einem zweiten Erwachsenen hätten sie die Kleine zu zweit wahrscheinlich hochziehen können; die Skilehrerin alleine hatte aus meiner Sicht kaum eine Chance ein wahrscheinlich panisches Kind mit einem zweiten Kind nebendran zu halten oder hochzuziehen.

Ich bin immer gerne bereit auf ein Kind mit aufzupassen und zu helfen; meistens klärt man das ja vor dem Einstieg schon ab.
 
... zumal die Skilehrerin selbst erst 18 Jahre alt ist. Wenn das Kind schon beim Einsteigen nicht richtig saß, wie geschrieben, liegt die Schuld beim Liftpersonal. Punkt. Genau dazu sind sie da.
 
Daves schrieb:
... zumal die Skilehrerin selbst erst 18 Jahre alt ist. Wenn das Kind schon beim Einsteigen nicht richtig saß, wie geschrieben, liegt die Schuld beim Liftpersonal. Punkt. Genau dazu sind sie da.
Naja, das ist vielleicht ein wenig vorschnell geurteilt. Beim Fliegen heisst es auch oft schnell "Pilotenfehler". Für mich stellt sich halt schon die Frage, wie geschult das Personal ist, wie lange der Dienst bereits dauerte, ob Pausenszeiten eingehalten wurden und ob für solche Stoßzeiten genügend Personal vorhanden war.
 
Richtig. Wie ich schon schrieb, es gibt viele Dinge zu tun. Eine Frage eines Gastes, ein Anruf des Mitarbeiters an der Bergstation, ein Funkruf, eine Hilfestellung beim Tor, uvm.. Da kann es schon passieren, dass der Mitarbeiter im entscheidenden Moment das Problem nicht erkennt, zumal die kleine vermutlich ja irgendwie halbwegs auf dem Sessel war und er es von hinten eventuell nicht wirklich erkennen konnte.
Daves, ich finde es vorschnell und billig, den Mitarbeiter grad so vorzuverurteilen. Wir wissen zu wenig darüber. Hast Du schon mal an so einem Lift gearbeitet? Ich schon.
Dass der Mitarbeiter wie auf meinem kürzlichen Bild aus dem Zillertal schlief, dürfte eher unwahrscheinlich sein.
 
Ich würde erwarten, dass im Rahmen der Ermittlungen der Liftler, der unten saß oder stand, der Anlagenverantwortliche für den Lift (falls nicht = vorgenannter Liftler), der vorgesetzte Betriebsleiter und ggf. der GF der Bergbahnen sowie die Skilehrerin und ggf. der Skischulleiter von den Behörden befragt werden dürften. Wenn die Untersuchungen beendet sind, wird dann vermutlich die Staatsanwaltschaft übernehmen (bei dem Ausmaß des Unfalls aus meiner Sicht unvermeidlich).

Die von NeusserGletscher angesprochenen Punkte werden mit Sicherheit eine Rolle spielen, vor allem bei der Frage, inwieweit die Bergbahnen selbst hier "strafrechtlich" ein Verschulden trifft.
 
Zur Anlage: Antrieb am Berg, Einstieg eigentlich harmlos mit viel Platz. Wird sehr viel von Skikursen mit Kindern genutzt. Geht auch die ersten paar Meter recht flach raus.
Einstieg bestens dokumentiert in diversen Videos:

 
Das wären doch eigentlich optimale Voraussetzungen für einen Notabsprung; wirklich rätselhaft ohne die Aussagen der Beteiligten wie sich das wirklich abgespielt hat. Mein Kind hätte ich da (wahrscheinlich) eher losgelassen als es wirklich nur an den Schultern zu halten, wenn es wirklich von Anfang an nicht im Sessel gewesen wäre und der Sessel nicht stoppt; alleine, man reagiert nicht immer rational in einer Stresssituation.
 
NeusserGletscher schrieb:
Daves schrieb:
... zumal die Skilehrerin selbst erst 18 Jahre alt ist. Wenn das Kind schon beim Einsteigen nicht richtig saß, wie geschrieben, liegt die Schuld beim Liftpersonal. Punkt. Genau dazu sind sie da.
Naja, das ist vielleicht ein wenig vorschnell geurteilt. Beim Fliegen heisst es auch oft schnell "Pilotenfehler". Für mich stellt sich halt schon die Frage, wie geschult das Personal ist, wie lange der Dienst bereits dauerte, ob Pausenszeiten eingehalten wurden und ob für solche Stoßzeiten genügend Personal vorhanden war.

Mag sein - ich habe mich auf den oben verlinkten Artikel bezogen, dass das Kind schon bei Abfahrt nicht richtig saß. Das ist die wichtigste Aufgabe, die ein Liftmitarbeiter hat, dafür zu sorgen, dass alle ordentlich auf die Reise geschickt werden.

Hier wird ein bißchen viel relativiert, die Frage ist für mich immer, was ist der "erste Ursache". Und das war der Fehler (!), dass der unten Verantwortliche beim Einstieg nicht bemerkt hat, dass das Kind nicht richtig sitzt. Das die Skilehrerin und vielleicht auch Umstehende nicht richtig reagiert haben - klar.

Jetzt könnte man weiter spekulieren, ob dem Liftler ein Job nicht erklärt worden ist, Überlastung vorlag, was auch immer ... das wird der Staatsanwalt herausfinden.

War nie selbst Liftler, bin aber in einem "gefährlichen" Arbeitsumfeld beschäftigt und verantwortlich für die Sicherheit meiner Mitarbeiter. Bei Verletztung oder gar Todesfall gibt es kein Vertun, der System ist nicht schuld sondern immer eine Person. So geht auf jeden Fall die Staatsanwaltschaft vor.
 
Gut betrachten das Staatsanwälte etwas differenzierter als es Du schilderst...

Danke Talabfahrer für die Videos. Ich konnte mich nicht mehr an den Lift erinnern. Umso unverständlicher, dass die Skilehrerin das Kind nicht rechtzeitig losgelassen hat, da wäre ja genügend Zeit gewesen. Aber vielleicht fehlt mir/uns da noch etwas, was wir wissen müssten.
 
Zurück
Oben