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Rigorose Fahrverbote in Tirol

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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von gfm49 » 12.07.2019 - 16:23

starli hat geschrieben:
12.07.2019 - 12:20
Seh ich zwar auch so, aber die Gegenseite würde nun sicher sagen: Wenn du Landschaft erleben willst, fahr mit dem Rad oder geh zu Fuß ,-)
Ich habe weder die Mittel noch die Zeit noch die körperliche Verfassung eines Rudolf Wötzel :wink:


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br403
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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von br403 » 12.07.2019 - 19:00

In Deutschland gibt es eine sehr sehr starke Automobilindustrie mit einem starken Verband. In Österreich nicht bzw. weniger (ja, es gibt Zulieferer und sogar Werke). Und das sagt schon alles warum in DE seit Jahrzehnten eine Autopolitik gemacht wird wie es halt ist. Nur so langsam merkt man dass es so nicht weitergeht.

Den besten Nahverkehr habe ich weltweit in Singapur gesehen, schnell, sicher, sauber, günstig.

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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von Julian96 » 12.07.2019 - 19:42

br403 hat geschrieben:
12.07.2019 - 19:00
In Deutschland gibt es eine sehr sehr starke Automobilindustrie mit einem starken Verband. In Österreich nicht bzw. weniger (ja, es gibt Zulieferer und sogar Werke). Und das sagt schon alles warum in DE seit Jahrzehnten eine Autopolitik gemacht wird wie es halt ist. Nur so langsam merkt man dass es so nicht weitergeht.

Den besten Nahverkehr habe ich weltweit in Singapur gesehen, schnell, sicher, sauber, günstig.
Ach wirklich, wo hat man das denn gemerkt? Ich würde bestenfalls behaupten, dass der ein oder andere evtl. zu behaupten wagt, dass der ÖPNV fürn Arsch ist aber groß gemacht hat man noch nichts. Ein paar neue Busse/E-Busse/Wasserstoffbusse oder dergleichen fallen doch gar nicht auf im Vergleich zu dem was in der gleichen Zeit wegfällt. Und im Güterbereich ließt man eher, dass weitere Güterbahnhöfe geschlossen werden sollen und noch mehr auf den LKW geht.

Und wenn ich von mir zu Hause aus mit der Bahn in die nächste Stadt fahren würde, würde mich das 5,80€ kosten, selbst wenn ich allein im Auto fahre, sind das mindestens die doppelten Kosten als mit dem PKW. Von den zusäzlichen Umständen wie Strecke vom und zum Bahnhof und vom Bahnhof zu den Läden plus immens höherer Zeitaufwand ganz zu schweigen. Tatsächlich wäre das Fahrrad für diese 14km noch am sinnvollsten, ist beim Einkauf dann nur etwas umständlich. Aber alles in allem, attraktiv sieht für mich wirklich anders aus. :rolleyes:
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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von br403 » 12.07.2019 - 19:51

Ich habe nicht gesagt dass es besser wird, man hat gemerkt dass was passieren muss. Bislang sind das aber nur Lippenbekenntnisse. Ich habe, obwohl ich gerne Bahn fahre, das schon abgeschlossen dass es noch besser wird, ich lebe mit dem Zustand. Da ich nur einmal im Monat in Büro bin stört mich tägliche Pendelei nicht.

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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von j-d-s » 12.07.2019 - 22:57

Die Aussagen, wie toll der ÖPNV ist, können eigentlich nur von Stadtbewohnern kommen. Es gibt aber (übrigens grade in Bayern und Ö) auch viele Menschen, die auf dem Land leben, wo das Höchste der Gefühle bei den Öffis ein Bus einmal pro Stunde ist (teilweise sogar noch weniger) und dann auch mit zahlreichen Haltestellen und mehrfachem Umsteigen, sodass die Fahrt mit dem Auto nur einen Bruchteil der Zeit benötigt (und Fahrrad kaum geht, weil das gerne mal 30 oder 50 km sind). Man darf beim ÖPNV nicht vergessen, dass ein Bus niemals schneller sein kann als ein Auto, denn der Bus steht genauso im Stau.

Und überall Schienen hinbauen oder die Buslinien auf Dörfer stark ausbauen (vor allem als Direkte Linien, damit man nicht 2 oder 3mal umsteigen muss) wäre eben am Ende sehr teuer. Was dann alles der Steuerzahler bezahlen müsste, denn der ÖPNV wird in den meisten Orten von der Gemeinde/Landkreis betrieben (bzw. von Gesellschaften, die diesen gehören), und die DB und ÖBB gehören auch dem Staat.

+++

Aber das ist auch gar nicht der eigentliche Punkt, denn beim konkreten Thema, den Straßensperren in Tirol und Salzburg, wäre ja mehr ÖV keine Lösung. Das sind überwiegend LKWs (die müsste man auf die Schiene zwingen, aber das will man halt politisch nicht bzw. erst in mehreren Jahrzehnten) und PKWs, die von D nach Italien in den Urlaub fahren.

Aber für Urlaubsreisen ist halt der ÖV noch weniger ne Alternative, weil Urlaubsreisende typischerweise ne Menge Gepäck dabei haben und im Zug müssten sie dann bei jedem Umsteigen sämtliche Gepäckstücke mitschleppen (was besonders in München Hbf toll ist, weil ein Kopfbahnhof ohne Unterführungen, da darf man jedesmal hundert Meter den Bahnsteig runterlaufen und dann den anderen wieder rauf), was mit Kindern dann sogar quasi unmöglich ist (Kinder machen bisweilen nicht so mit wie man es will und der Zug wartet nicht, nur weil Kinder Scherereien machen).

Außerdem sind Zugreisen natürlich meist teurer, weil dort pro Person gerechnet wird, ein Auto dagegen nicht so viel mehr verbraucht nur weil 4 statt 2 Personen drin sitzen.
extremecarver hat geschrieben:
12.07.2019 - 09:29
Inzwischen bin ich mehr und mehr sicher dass die Fahrverbote für PKW halten - und Bayern hat ja schon angekündigt dasselbe zu tun - falls Österreich die Autos einfach nach Berchtesgaden ableitet zur Stauumgehung:
Den Plan, die Blechlawine von der Autobahn direkt ins bayerische Berchtesgaden umzuleiten, hat die Landesregierung aber fallengelassen, nachdem die Deutschen eine dritte Abfertigungsspur bis Ende Juli zugesagt hatten. Die Bayern haben aber dennoch vorsorglich einen Wendeplatz für Autos betonieren lassen. Sie wollen im Fall der Fälle den Urlauberstrom postwendend nach Salzburg zurückleiten.
https://www.derstandard.at/story/200010 ... autobahnen


Also wollen die Bayern auch den Durchgangsverkehr stoppen sollte es bei ihnen stauen.... Richtung Norden liegen die Staus in Österreich ja einzig an den absolut unnützen populistischen Kontrollen.
Verstehe ich das richtig, dass in Bayern der Plan ist, wenn Salzburg die Autos nach Berchtesgaden leitet, Bayern sie dann direkt nach Salzburg zurückleitet? Einfach immer im Kreis fahren lassen? :lol:
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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von Julian96 » 13.07.2019 - 08:34

Was gerade in ländlicheren Regionen auch echt sinnvoll wäre, wäre der erhöhte Einsatz von Kleinbussen für so 20 Personen. Hier in der Gegend gibts Überlandlinien, die mit großen Linienbussen besetzt sind, dafür aber bestenfalls 1 mal die Stunde gefahren werden. Und selbst da sind die Busse so gut wie nie mehr als halb voll. Da wäre der Einsatz eines Kleinbus (günstiger, wendiger, weniger Dieselverbrauch) der dafür wenigstens 2 mal die Stunde fährt doch deutlich praktikabler. Und vielleicht im Abgleich mit den Stundenplänen von Schulen könnte man dann zu den Schülerstoßzeiten einige Fahrten mit dem großen Bus einplanen.

Ohne davon Ahnung zu haben, behaupte ich mal, dass da ohne große Mehrkosten eine gewaltige Attraktivitätssteigerung allein durch bessere Absprachen und besseres Management möglich wäre.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Julian96 für den Beitrag:
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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von Bergfan » 13.07.2019 - 10:26

Volker_Racho hat geschrieben:
12.07.2019 - 07:47

Bist du bei deinem AT-Boykott dann auch so konsequent wie bei der Verabschiedung hier? :rofl:

Ach so, in diesem Thread sollte es nicht um öffentlichen Nahverkehr gehen? Sorry, habs übersehen, dass ab und zu mal über Straßensperren im Nachbarland geschrieben wird. PS: Urlaubs- und Reiseroutenplanung ist abgeschlossen; wenn es hier weiterhin um die Öffis geht, kann ich dann mitschreiben?


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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von Schleitheim » 13.07.2019 - 10:39

Julian96 hat geschrieben:
13.07.2019 - 08:34
Was gerade in ländlicheren Regionen auch echt sinnvoll wäre, wäre der erhöhte Einsatz von Kleinbussen für so 20 Personen. Hier in der Gegend gibts Überlandlinien, die mit großen Linienbussen besetzt sind, dafür aber bestenfalls 1 mal die Stunde gefahren werden. Und selbst da sind die Busse so gut wie nie mehr als halb voll. Da wäre der Einsatz eines Kleinbus (günstiger, wendiger, weniger Dieselverbrauch) der dafür wenigstens 2 mal die Stunde fährt doch deutlich praktikabler. Und vielleicht im Abgleich mit den Stundenplänen von Schulen könnte man dann zu den Schülerstoßzeiten einige Fahrten mit dem großen Bus einplanen.

Ohne davon Ahnung zu haben, behaupte ich mal, dass da ohne große Mehrkosten eine gewaltige Attraktivitätssteigerung allein durch bessere Absprachen und besseres Management möglich wäre.
Ich kenne das Kostenverteilung deutscher Busunternehmen nicht. In der Schweiz ist es aber so, dass ein sich zu einem grossen Anteil der Kosten um Personalkosten handelt. Diese variieren nur sehr wenig, wenn ein kleinerer Bus eingesetzt wird. Aber ich bin einig mit dir, dass ein Halbstundentakt Montag - Sonntag von 05:00 - 24:00 Uhr eine massiv höhrere Nachfrage nach sich zieht. Damit kann man bei uns einen Gelenkbus (ca. 60 Sitzplätze) zu allen Tageszeiten zufriedenstellend füllen. Im Einzugsgebiet der Linie leben knapp 7000 Einwohner, im Einsatz sind jeweils drei Gelenkbusse. Wichtig ist, dass der Fahrplan einfach merkbar ist, d.h. die Schule muss den Stundenplan auf den Busfahrplan anpassen und nicht umgekehrt.
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Re: Rigorose Fahrverbote in Tirol

Beitrag von Skitobi » 13.07.2019 - 10:59

starli hat geschrieben:
12.07.2019 - 12:20
gfm49 hat geschrieben:
11.07.2019 - 13:11
Das ist der Typ Straße, auf dem ich im gesamten Alpen- und Pyrenäenraum 1000e km Urlaubsfahrten absolviert habe, weil ich Landschaft erleben und nicht auf der Autobahn entlangheizen möchte
Seh ich zwar auch so, aber die Gegenseite würde nun sicher sagen: Wenn du Landschaft erleben willst, fahr mit dem Rad oder geh zu Fuß ,-)
Wenn du als einzelner das gerne machst, ist das natürlich eine schöne Sache und kein Problem. Das Problem ist nur wenn das plötzlich "alle" machen, weil auf der Autobahn Stau ist. Dann kommst du auf der beschaulichen kleinen Bergstraße nicht mehr vor und zurück und der Spaß daran vergeht dir wahrscheinlich auch recht schnell.

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