Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

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albe-fr
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr » 02.07.2022 - 20:39

Chlosterdörfler hat geschrieben: Oder wie viele Kilometer könnt ihr mit einem E-Auto damit fahren.
Na, teil halt durch 30kWh und multiplizier mit 100 km
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GIFWilli59
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von GIFWilli59 » 03.07.2022 - 00:20

Chlosterdörfler hat geschrieben:
02.07.2022 - 20:28
Deutschland im Jahr 2017

Aus Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse konnten insgesamt 204,8 Terawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom erzeugt werden.

Frage:
Wie viele Laptops könnt, ihr damit betreibe und wie lange bis der Strom verbraucht ist.
Oder wie viele Kilometer könnt ihr mit einem E-Auto damit fahren.
Ich könnte mein Notebook knapp 129,8 Mio Jahre Volllast betreiben (180 W).
Viele haben aber auch nur 60-65 W Maximalverbrauch, dann entsprechend länger.

Bei 30kWh/100 km immerhin 682,6 Mrd km. Oder 682 Pm (Peta-Meter).
Damit könnte jeder der derzeit 48,5 Mio in Dtl. zugelassenen Pkw 14.000 km fahren.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s » 03.07.2022 - 09:59

E-Autos mit Batterie sind aber eh ne technologische Sackgasse. Längere Strecken kann man damit nicht fahren und braucht daher trotzdem noch ein Auto mit Flüssigtreibstoff.

(Denn neben den Reichweiten v.a. bei hohen Geschwindigkeiten - die man bei Reichweitentests aber gar nicht heranzieht - ist das Problem, dass selbst "schnelles" Laden ne halbe Stunde braucht, und auch nur, wenn nicht grade jemand vor einem an der Ladesäule ist. Tanken dagegen dauert keine 5 Minuten, weswegen bei normalen Autos auch keiner nach der Reichweite fragt.)

Und nein, albe-fr, die meisten Menschen sind nicht reich, sodass sie sich mehrere Autos leisten können. Und mit dem Zug ist es sehr unkomfortabel (v.a. wenn man Gepäck dabei hat, wie bspw. Ski und Skischuhe), dauert meist länger (da typischerweise weder Start noch Ziel am Bahnhof liegen), man ist Abhängig von Verspätungen und Fahrplänen...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von scratch » 03.07.2022 - 20:59

j-d-s hat geschrieben:
03.07.2022 - 09:59
E-Autos mit Batterie sind aber eh ne technologische Sackgasse. Längere Strecken kann man damit nicht fahren und braucht daher trotzdem noch ein Auto mit Flüssigtreibstoff.
https://www.focus.de/auto/elektroauto/3 ... 66934.html
https://www.firmenauto.de/reichweite-vo ... 09232.html
https://www.netzwelt.de/news/204662-e-a ... issen.html

Was auch immer dran ist, solche Artikel kommen in letzter Zeit immer häufiger. Und ich bin mir sicher, dass man Akkus noch optimieren kann. Vielleicht noch nicht nächstes Jahr, aber in paar Jahren wird sich da noch was tun. Und die aktuell mögliche Reichweite ist für die meisten Autobesitzer praktisch eh schon kein Problem, sondern nur auf dem Papier. Schau dir mal an, wie viel km die meisten Autos so am Tag bewegt werden.
Von dem her ist nur deine Sichtweise eine Sackgasse.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Theo » 03.07.2022 - 22:53

Deutschland im Jahr 2017

Aus Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse konnten insgesamt 204,8 Terawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom erzeugt werden.

Frage:
Wie viele Laptops könnt, ihr damit betreibe und wie lange bis der Strom verbraucht ist.
Oder wie viele Kilometer könnt ihr mit einem E-Auto damit fahren.
Schöne Zahlen, aber was sagen sie uns?
Einerseits müsste man wissen um wieviel die Produktion in den letzten 20 Jahren gestiegen ist und andrerseits müsste man auch noch wissen wie viel Brutto Produktionsleistung dafür in diesem Zeitraum zusätzlich installiert werden musste.

Dann hat die Sache noch einen Haken. Wir wissen jetzt zwar wie viel wir mit dieser Energie Auto fahren könnten, aber wirklich weiter bringt und das jetzt auch nicht. Die Energie wird nämlich jetzt schon gebraucht und somit haben wir nicht so viele Möglichkeiten. Im Prinzip nur, mehr produzieren und effizienter werden, dies jedoch selbstverständlich ohne irgendwelche Abstriche an der Lebensqualität.
Die dritte Möglichkeit ( jemand anderem die Energie wegnehmen ) muss als Lösung kategorisch ausgeschlossen werden.
Der letzte Regierungsvertreter wo an einer Pressekonferenz etwas für die Menschen positives gesagt hat und dies dann auch später eingehalten hat war Günter Schabowski am 9.11.1989.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr » 03.07.2022 - 23:26

Theo hat geschrieben:
03.07.2022 - 22:53
Die dritte Möglichkeit ( jemand anderem die Energie wegnehmen ) muss als Lösung kategorisch ausgeschlossen werden.
in deiner Welt vielleicht - aber nicht in einer zivilisierten. Es muss moeglich sein Energieverbrauch zu regulieren. Die einfachste Möglichkeit waere ueber den Preis - sowohl Strom als auch Gas, Benzin,... sind aktuell um einen Faktor 3-4 zu billig. Wuerde man hier einen oekologsich angemessenen Preis nehmen, wuerde sich der Verbrauch von selbst regeln.

Und ein Verbot Bitcoins o.ae. zu minen wuerde ich sofort unterstuetzen.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Neandertaler » 04.07.2022 - 06:32

Theo hat geschrieben:
03.07.2022 - 22:53
Deutschland im Jahr 2017

...
Die dritte Möglichkeit ( jemand anderem die Energie wegnehmen ) muss als Lösung kategorisch ausgeschlossen werden.
Bevor das Netz zusammen bricht wird der Schalter betätigt. Es werden viele erstaunt sein, wenn es dunkel wird...
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von ThomasZ » 04.07.2022 - 09:49

scratch hat geschrieben:
03.07.2022 - 20:59
j-d-s hat geschrieben:
03.07.2022 - 09:59
E-Autos mit Batterie sind aber eh ne technologische Sackgasse. Längere Strecken kann man damit nicht fahren und braucht daher trotzdem noch ein Auto mit Flüssigtreibstoff.
https://www.focus.de/auto/elektroauto/3 ... 66934.html
https://www.firmenauto.de/reichweite-vo ... 09232.html
https://www.netzwelt.de/news/204662-e-a ... issen.html

Was auch immer dran ist, solche Artikel kommen in letzter Zeit immer häufiger. Und ich bin mir sicher, dass man Akkus noch optimieren kann. Vielleicht noch nicht nächstes Jahr, aber in paar Jahren wird sich da noch was tun. Und die aktuell mögliche Reichweite ist für die meisten Autobesitzer praktisch eh schon kein Problem, sondern nur auf dem Papier. Schau dir mal an, wie viel km die meisten Autos so am Tag bewegt werden.
Von dem her ist nur deine Sichtweise eine Sackgasse.
Ich denke auch, dass sich noch einiges tun kann, was die Reichweite angeht.

Aber es gibt auch noch weitere Probleme.
E-Autos vor dem Aus? Wichtiger Rohstoff reicht laut Studie nur noch 11 Jahre
https://www.bw24.de/auto/e-autos/e-auto ... 93782.html
ich denke auch hier kann es noch Verbesserungen geben, aber als ich im November bei VW im Stammwerk war, um eine Anlage zu installieren, hing dort ein Aushang, wo gesagt wurde, dass der VW-Konzern ca 130000t Kobalt im Jahr benötigen würde, wenn alle Fahrzeuge elektrifiziert würden. Die momentane Jahresproduktion auf der welt ist laut dem schreiben 110000-120000t. Und es gibt ja noch weitere Autokonzerne.

Das E-Auto ist sicher keine Sackgasse, aber die Festlegung auf NUR E-Autos, könnte schon schnell zu einer werden. Etwas mehr Technologieoffenheit wäre wohl seitens Umweltschützer und Politikern angebracht. Vor allem würden wir uns dann in die nächste Abhängigkeit begeben, da in D kaum die nötigen Rohstoffe für die Akkus vorhanden sind.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von ThomasZ » 04.07.2022 - 09:49

scratch hat geschrieben:
03.07.2022 - 20:59
j-d-s hat geschrieben:
03.07.2022 - 09:59
E-Autos mit Batterie sind aber eh ne technologische Sackgasse. Längere Strecken kann man damit nicht fahren und braucht daher trotzdem noch ein Auto mit Flüssigtreibstoff.
https://www.focus.de/auto/elektroauto/3 ... 66934.html
https://www.firmenauto.de/reichweite-vo ... 09232.html
https://www.netzwelt.de/news/204662-e-a ... issen.html

Was auch immer dran ist, solche Artikel kommen in letzter Zeit immer häufiger. Und ich bin mir sicher, dass man Akkus noch optimieren kann. Vielleicht noch nicht nächstes Jahr, aber in paar Jahren wird sich da noch was tun. Und die aktuell mögliche Reichweite ist für die meisten Autobesitzer praktisch eh schon kein Problem, sondern nur auf dem Papier. Schau dir mal an, wie viel km die meisten Autos so am Tag bewegt werden.
Von dem her ist nur deine Sichtweise eine Sackgasse.
Ich denke auch, dass sich noch einiges tun kann, was die Reichweite angeht.

Aber es gibt auch noch weitere Probleme.
E-Autos vor dem Aus? Wichtiger Rohstoff reicht laut Studie nur noch 11 Jahre
https://www.bw24.de/auto/e-autos/e-auto ... 93782.html
ich denke auch hier kann es noch Verbesserungen geben, aber als ich im November bei VW im Stammwerk war, um eine Anlage zu installieren, hing dort ein Aushang, wo gesagt wurde, dass der VW-Konzern ca 130000t Kobalt im Jahr benötigen würde, wenn alle Fahrzeuge elektrifiziert würden. Die momentane Jahresproduktion auf der welt ist laut dem schreiben 110000-120000t. Und es gibt ja noch weitere Autokonzerne.

Das E-Auto ist sicher keine Sackgasse, aber die Festlegung auf NUR E-Autos, könnte schon schnell zu einer werden. Etwas mehr Technologieoffenheit wäre wohl seitens Umweltschützer und Politikern angebracht. Vor allem würden wir uns dann in die nächste Abhängigkeit begeben, da in D kaum die nötigen Rohstoffe für die Akkus vorhanden sind.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von TPD » 04.07.2022 - 10:14

sowohl Strom als auch Gas, Benzin,... sind aktuell um einen Faktor 3-4 zu billig. Wuerde man hier einen oekologsich angemessenen Preis nehmen, wuerde sich der Verbrauch von selbst regeln.
Selbstverständlich kann man es auch über den Preis regeln.
Aber dann sollte man es dann auch konsequent umsetzen und nicht irgendwelche Entlastungsprogramme verabschieden, weil jetzt der Liter Benzin über 2€ kostet..
Ja, dann wird halt das Leben unbezahlbar teuer und wir müssen unseren Lebensstandart nach unten korrigieren...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr » 04.07.2022 - 13:11

TPD hat geschrieben:
04.07.2022 - 10:14
Ja, dann wird halt das Leben unbezahlbar teuer und wir müssen unseren Lebensstandart nach unten korrigieren...
da Stimme ich dir voll und ganz zu. Nur sehe ich da keine Alternative zu wenn wir die in Paris gesetzten Ziele noch erreichen wollen, und sie nicht zu erreichen wird aus meiner Sicht auf Dauer noch teurer und unser Lebensstandard wird erheblich weiter nach unten korrigiert werden als wenn wir jetzt "freiwillig" handeln.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s » 04.07.2022 - 13:54

Albe-fr trollt oder er macht Klassenkampf von oben. Er hat im Auto-Thread nach Tankstellen für Super Plus gefragt (das nur bei teuren Autos was bringt) und dann 400 Euro pro Übernachtung als normal dargestellt.

Ginge es nach ihm, könnten sich 90% der Beschäftigten keinen Urlaub mehr leisten.

Für die Reichen ist die Autobahn dann natürlich frei, wenn sie das einfache Volk durch Mondpreise vertrieben haben.
scratch hat geschrieben:
03.07.2022 - 20:59
j-d-s hat geschrieben:
03.07.2022 - 09:59
E-Autos mit Batterie sind aber eh ne technologische Sackgasse. Längere Strecken kann man damit nicht fahren und braucht daher trotzdem noch ein Auto mit Flüssigtreibstoff.
https://www.focus.de/auto/elektroauto/3 ... 66934.html
https://www.firmenauto.de/reichweite-vo ... 09232.html
https://www.netzwelt.de/news/204662-e-a ... issen.html

Was auch immer dran ist, solche Artikel kommen in letzter Zeit immer häufiger. Und ich bin mir sicher, dass man Akkus noch optimieren kann. Vielleicht noch nicht nächstes Jahr, aber in paar Jahren wird sich da noch was tun. Und die aktuell mögliche Reichweite ist für die meisten Autobesitzer praktisch eh schon kein Problem, sondern nur auf dem Papier. Schau dir mal an, wie viel km die meisten Autos so am Tag bewegt werden.
Von dem her ist nur deine Sichtweise eine Sackgasse.
Ja, und sobald man eine längere Strecke fahren will, hat man kein Auto was man dafür verwenden kann. Nachladen unterwegs zu Ferienbeginn würde wenn alle Elektroautos führen Stundenlange Wartezeiten bedeuten, weil zig Leute vorher dran sind.

Und nein, die meisten können sich kein zweites Auto extra für Langstrecken leisten, einen Mietwagen, und mit dem Zug in den Urlaub zu fahren mit Kindern und/oder Skigepäck ist fern jeglicher Vernunft. Außerdem ist Bahnfahren umso teurer je mehr Leute es sind, daher sehr schnell insgesamt teurer als Autofahren, zumal man noch vom Bahnhof zur Unterkunft kommen muss.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Rennstier » 04.07.2022 - 14:39

j-d-s hat geschrieben:
04.07.2022 - 13:54

Ja, und sobald man eine längere Strecke fahren will, hat man kein Auto was man dafür verwenden kann. Nachladen unterwegs zu Ferienbeginn würde wenn alle Elektroautos führen Stundenlange Wartezeiten bedeuten, weil zig Leute vorher dran sind.
Wieso sollte das so sein? Kurzes Rechenbeispiel:
Eine große Autobahntankstelle hat 15 Zapfsäulen, ein Tankvorgang dauert ungefähr 5-10 Minuten. Damit kommt man auf 150 Tankvorgänge pro Stunde. Das durchschnittliche Auto kommt damit wahrscheinlich um die 600km weit.

Zur Berechnung der E-Autos habe ich mir den VW ID.4 rausgesucht, ein normales modernes Elektroauto. Quelle für die technischen Angaben: https://insideevs.de/news/493531/volksw ... nellladen/
Der Schnelladevorgang von 20% auf 80% dauert rund 30 Minuten und das Auto kommt damit (80% auf 20%) rund 300km weit.
Da die Reichweit hier nur halb so groß wie beim Verbrenner ist muss doppelt so oft geladen werden, es müssen also für die gleiche Tankstellenkapazität 300 Ladevorgänge pro Stunde erreicht werden was in etwa 150 Schnellladesäulen entspricht.

Ein moderner Schnellladepark hat um die 50 Schnelladesäulen, die gleichzeitig genutzt werden können (Quelle: https://www.enbw.com/unternehmen/presse ... ffnet.html ).

Da Schnellladesäulen Platzsparender als Zapfsäulen gebaut werden können ist der Platz, den 150 Schnellladensäulen benötigen auch nicht größer als der einer aktuellen großen Autobahntankstelle. Zudem können Ladesäulen schneller und flexibler gebaut werden, da sie lediglich einen ausreichend großen Stromanschluss benötigen.

Ich sehe nicht, woher die stundenlangen Wartezeiten für Elektroautos kommen sollen. Zudem wird die Zahl der benötigten Ladesäulen mit der Zeit immer weiter sinken, da die Elektroautos immer schneller laden können und immer größere Reichweiten haben. Moderne Ladesäulen können mit 300kW (Beispiel EnBW Kamener Kreuz) mehr als dreimal so schnell laden als in der Beispielrechnung angenommen (ungefähr 90kW, siehe Link insideevs.com).


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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von basti.ethal » 04.07.2022 - 14:58

300kW bei 52 Säulen in gleichzeitiger Benutzung....wenn solche Terminals der Standard werden sollen, müssen aber noch ein paar dicke schwarze Leitungen deutschlandweit verbuddelt werden :wink:
Und die Lieferzeiten der Trafos sind derzeit ja auch zum Glück noch im einstelligen Jahresbereich. :)
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Greithner » 04.07.2022 - 15:09

basti.ethal hat geschrieben:
04.07.2022 - 14:58
300kW bei 52 Säulen in gleichzeitiger Benutzung....wenn solche Terminals der Standard werden sollen, müssen aber noch ein paar dicke schwarze Leitungen deutschlandweit verbuddelt werden :wink:
Und die Lieferzeiten der Trafos sind derzeit ja auch zum Glück noch im einstelligen Jahresbereich. :)
Zudem ×2, wenn man mit dem Elektro nur halb so weit kommt als wie mit den Verbrennern.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Rennstier » 04.07.2022 - 15:12

basti.ethal hat geschrieben:
04.07.2022 - 14:58
300kW bei 52 Säulen in gleichzeitiger Benutzung....wenn solche Terminals der Standard werden sollen, müssen aber noch ein paar dicke schwarze Leitungen deutschlandweit verbuddelt werden :wink:
Und die Lieferzeiten der Trafos sind derzeit ja auch zum Glück noch im einstelligen Jahresbereich. :)
Ja, ist sicherlich eine große Herausforderung aber auch kein unlösbares Problem. Zudem hält sich die Zahl der benötigten Schnelladeparks auch in Grenzen, ein Großteil der Energie wird zu Hause oder in Firmen mit normalen AC-Wallboxen geladen. Ob das Niederspannungsnetz das aushält wird eher ein Problem was aber mit Maßnahmen wie intelligenten Wallboxen und ähnlichem auch gelöst werden kann.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam » 04.07.2022 - 15:42

Rennstier hat geschrieben:
04.07.2022 - 15:12
basti.ethal hat geschrieben:
04.07.2022 - 14:58
300kW bei 52 Säulen in gleichzeitiger Benutzung....wenn solche Terminals der Standard werden sollen, müssen aber noch ein paar dicke schwarze Leitungen deutschlandweit verbuddelt werden :wink:
Und die Lieferzeiten der Trafos sind derzeit ja auch zum Glück noch im einstelligen Jahresbereich. :)
eher ein Problem was aber mit Maßnahmen wie intelligenten Wallboxen und ähnlichem auch gelöst werden kann.
intelligente Wallboxen... theoretisch ja, was da derzeit am Markt funktioniert, ist viel aber sicher nicht intelligent/smart...
da ist das händisch ein/ausschalten zwar freakich, aber wenn überhaupt dann nur so sinnvoll.
Auch die programme in den KFZ dazu sind peinlich ungenau und laden genau dann wenns teuer ist und nicht die EIgenerzeugung überproduziert...
klingt alles immersmart, programmierbar also toll, real ein sehr weiter weg.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s » 04.07.2022 - 17:08

Rennstier hat geschrieben:
04.07.2022 - 14:39
j-d-s hat geschrieben:
04.07.2022 - 13:54

Ja, und sobald man eine längere Strecke fahren will, hat man kein Auto was man dafür verwenden kann. Nachladen unterwegs zu Ferienbeginn würde wenn alle Elektroautos führen Stundenlange Wartezeiten bedeuten, weil zig Leute vorher dran sind.
Wieso sollte das so sein? Kurzes Rechenbeispiel:
Eine große Autobahntankstelle hat 15 Zapfsäulen, ein Tankvorgang dauert ungefähr 5-10 Minuten. Damit kommt man auf 150 Tankvorgänge pro Stunde. Das durchschnittliche Auto kommt damit wahrscheinlich um die 600km weit.

Zur Berechnung der E-Autos habe ich mir den VW ID.4 rausgesucht, ein normales modernes Elektroauto. Quelle für die technischen Angaben: https://insideevs.de/news/493531/volksw ... nellladen/
Der Schnelladevorgang von 20% auf 80% dauert rund 30 Minuten und das Auto kommt damit (80% auf 20%) rund 300km weit.
Da die Reichweit hier nur halb so groß wie beim Verbrenner ist muss doppelt so oft geladen werden, es müssen also für die gleiche Tankstellenkapazität 300 Ladevorgänge pro Stunde erreicht werden was in etwa 150 Schnellladesäulen entspricht.

Ein moderner Schnellladepark hat um die 50 Schnelladesäulen, die gleichzeitig genutzt werden können (Quelle: https://www.enbw.com/unternehmen/presse ... ffnet.html ).

Da Schnellladesäulen Platzsparender als Zapfsäulen gebaut werden können ist der Platz, den 150 Schnellladensäulen benötigen auch nicht größer als der einer aktuellen großen Autobahntankstelle. Zudem können Ladesäulen schneller und flexibler gebaut werden, da sie lediglich einen ausreichend großen Stromanschluss benötigen.

Ich sehe nicht, woher die stundenlangen Wartezeiten für Elektroautos kommen sollen. Zudem wird die Zahl der benötigten Ladesäulen mit der Zeit immer weiter sinken, da die Elektroautos immer schneller laden können und immer größere Reichweiten haben. Moderne Ladesäulen können mit 300kW (Beispiel EnBW Kamener Kreuz) mehr als dreimal so schnell laden als in der Beispielrechnung angenommen (ungefähr 90kW, siehe Link insideevs.com).
Das mit den 50 Ladesäulen ist lustig, die Autos brauchen ja auch noch alle Platz. Für Normalbetrieb kann das reichen, aber nicht an Stoßtagen.

Aber der Kern bleibt: 30 Minuten ist aber auch schon viel zu lange, so kommt man ja nicht vernünftig vorwärts. Zumal man das ständig wiederholen muss, weil selbst ne angegebene Reichweite von 600 km nie mehr als 400 km bei zügiger Fahrweise (200 km/h) ist (bei normalen Autos ist der Verbrauch bei hoher Geschwindigkeit übrigens auch sehr viel höher als angegeben, aber da dauert das Nachtanken halt nur 5 Minuten).

Wenn man - auch nur zweimal im Jahr (weil Hin+Rückweg) - 800 oder 1000 km weit fährt, ist ein Elektroauto eben keine Alternative.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von TPD » 04.07.2022 - 18:20

Einverstanden.
Ich bin auch gespannt woher die Energie stammen soll wenn man an einer "Tankstelle" 100 Ladestationen benötigt um den Bedarf abzudecken...
Aber wenn man lange Distanzen fährt sollte man ja eh ab und zu eine Pause machen!
Und nein, die meisten können sich kein zweites Auto extra für Langstrecken leisten
Mit dem Verbot der Verbrenner hat sich dieses Problem wohl erledigt...
und mit dem Zug in den Urlaub zu fahren mit Kindern und/oder Skigepäck ist fern jeglicher Vernunft.
In den meisten Skigebieten kann man die Ausrüstung auch mieten...
Mit Kindern Bahn zu fahren kann entspannender sein als eine Reise im eigenen Auto.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s » 04.07.2022 - 19:21

TPD hat geschrieben:
04.07.2022 - 18:20
Einverstanden.
Ich bin auch gespannt woher die Energie stammen soll wenn man an einer "Tankstelle" 100 Ladestationen benötigt um den Bedarf abzudecken...
Aber wenn man lange Distanzen fährt sollte man ja eh ab und zu eine Pause machen!
Ich halte das ständige Pausenmachen sogar für kontraproduktiv, weil man dann noch später am Ziel ist.
Und nein, die meisten können sich kein zweites Auto extra für Langstrecken leisten
Mit dem Verbot der Verbrenner hat sich dieses Problem wohl erledigt...
Das kommt ja nicht, Lindner hat durchgesetzt dass zumindest synthetisches Benzin bleiben muss, Polen will gar kein Datum. Und ich bleibe eh dabei, dass egal welches Datum festgelegt wird, man dann ein oder zwei Jahre das verschieben wird, weil man erkennt, dass Elektroautos eben doch kein sinnvoller Ersatz sind.

Übrigens, diejenigen die normale Autos verbieten wollen geben damit zu, dass auch sie wissen, dass Elektroautos schlechter sind, denn wenn Elektroautos besser wären, würden sie sich von alleine durchsetzen und man bräuchte kein Verbot vorschlagen. Pferdekutschen sind ja auch bis heute erlaubt und dennoch hat sich das Auto gegen sie durchgesetzt.

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Neandertaler » 04.07.2022 - 19:55

Amüsant, also wirklich, macht Freude nach der Arbeit so etwas zu lesen.

Der große Schnitt mit dem Verbrenner kommt dann, wen das Tankstellen Netz ausgedünnt wird. Wenn die Fahrt zur Tankstelle auf einmal 30 km und weiter pro Richtung ist. In diesem Moment denken viele um.

Anders herum werden Motoren für Diesel aber auch Benzin weiter gebraucht werden. Mähdrescher, Traktoren, Baumaschinen, Notstromaggregate usw. werden weiterhin so angetrieben werden, hier sehe ich wirklich noch keine Alternative.
Es sind also noch Chancen da, das gewisse Reisende auch in Zukunft sich Diesel und Benzin in den Tank schütten können, nur die Orte könnten dann andere sein, hinter dem Stall, auf dem Bauhof und so ähnlich.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von scratch » 04.07.2022 - 19:59

j-d-s hat geschrieben:
04.07.2022 - 17:08
Wenn man - auch nur zweimal im Jahr (weil Hin+Rückweg) - 800 oder 1000 km weit fährt, ist ein Elektroauto eben keine Alternative.
Komisch, mein Arbeitskollege ist an Pfingsten mit seinem neuen VW ID.4 in den Urlaub gefahren...hatte glaub ich ich so 400km einfach. Er sagte, so entspannt ist er noch nie Auto gefahren und das Laden war absolut kein Problem. Sie machten eine kurze Pause und das Nachladen war schneller fertig als sie ihren Kaffee getrunken haben. Schließlich ist das Auto nicht bei 0% und muss auch nicht auf 100% geladen werden. Für paar hundert km geht das ziemlich flott und inzwischen schon an vielen Ladestationen. Das größte Problem war eher die zig verschiedenen Anbieter und das Ding dann zum laufen zu bekommen. Aber hat er dann auch geschafft, obwohl es für ihn auch komplett Neuland war.
Ich kann da nicht mitreden, weil ich selber (noch) kein E-Auto habe. Aber mir kommt es oft so vor, als hätten die meisten "Gegner" von E-Autos genauso wenig eigene Erfahrung und labern nur die Stammtischparolen nach.

j-d-s hat geschrieben:
04.07.2022 - 19:21
Übrigens, diejenigen die normale Autos verbieten wollen geben damit zu, dass auch sie wissen, dass Elektroautos schlechter sind, denn wenn Elektroautos besser wären, würden sie sich von alleine durchsetzen und man bräuchte kein Verbot vorschlagen. Pferdekutschen sind ja auch bis heute erlaubt und dennoch hat sich das Auto gegen sie durchgesetzt.
Gehen dir allmählich die Argumente aus? :lol:
Wie lange hat es gedauert, bis sich die Autos überall durchgesetzt haben? Schau mal in andere Länder, da wird teilweise heute noch mit Kutschen rumgefahren, weil sich die Leute nix anderes leisten können. Kommt also vor allem drauf an, ob es sich die Menschen leisten können.
Klar könnte man warten, bis auch der letzte Trottel verstanden hat, dass das mit fossilen Energien immer schwieriger und auch teurer wird und somit auch das E-Auto günstiger wäre. Aber manche haben noch die Hoffnung, dass man mit etwas Druck noch vorher die Kurve bekommt. Meines Erachtens sollte man es zwar versuchen, aber bringen wird es wohl nichts mehr.

Wenn der Lebensstandard bei uns stark sinken würde und viele froh wären, wenn sie genügend zum Essen haben, dann wären solche Geschichten wie weit entfernter Urlaub eh drittrangig oder gar komplett belanglos. Wäre meines Erachtens die Grundvoraussetzung, dass man die Klimaveränderung überhaupt noch etwas beeinflussen könnte. Weil das aber so gut wie niemand freiwillig tun wird und alles bis zum letzten ausgelebt wird (da nehme ich mich nicht aus), fahren wir den Karren eben mit Vollgas gegen die Wand. Will nur keiner wirklich wahrhaben, stattdessen hält man sich lieber an "EIKE-Argumenten" fest.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von basti.ethal » 05.07.2022 - 07:05

Neandertaler hat geschrieben:
04.07.2022 - 19:55

Anders herum werden Motoren für Diesel aber auch Benzin weiter gebraucht werden. Mähdrescher, Traktoren, Baumaschinen, Notstromaggregate usw. werden weiterhin so angetrieben werden, hier sehe ich wirklich noch keine Alternative.
Nicht zu vergessen, die Pistenbullys :wink: (um mal wieder ein bisschen aufs Thema zu kommen)
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam » 05.07.2022 - 08:47

basti.ethal hat geschrieben:
05.07.2022 - 07:05
Neandertaler hat geschrieben:
04.07.2022 - 19:55

Anders herum werden Motoren für Diesel aber auch Benzin weiter gebraucht werden. Mähdrescher, Traktoren, Baumaschinen, Notstromaggregate usw. werden weiterhin so angetrieben werden, hier sehe ich wirklich noch keine Alternative.
Nicht zu vergessen, die Pistenbullys :wink: (um mal wieder ein bisschen aufs Thema zu kommen)
:wink:
Oh tut mir leid Dir das zuzuraunen, die Bundesumweltministerin und der Bundeswirtschaftsminister haben wohl eine Verordung erstellt, die ab 15.10. gelten soll:
Stichwort Energiesparen.
Es dürften nur noch Fahrzeuge zur Nahrungsmittelerzeugung & Bauwirtschaft mit Diesel betrieben werden, darunter fielen unter anderem keine Pistenbullys.
Es sei denn Ihr pflanzt auf dem Steinacher Hang Hanf an oder so und wollt dann die unverkauften Reste mittels Pistenbbully unterpflügen...
oder Ihr überbaut den schönen Hang mit einer Photovoltaikanlage und der Bully hilft mit ... das wäre alles erlaubt. Ist ja dann für eine Gute Sache.
:wink:
Ich fand den Hinweis von R.Messner im Tagesschau Interview sehr gut:
"Wir müssen lernen mit dem Klimawandel zu leben" ...
https://www.tagesschau.de/inland/klimaw ... r-101.html
Dafür arbeitet von den genannten noch keiner derzeit gibt es entweder Verweigerung oder dagegen ankämpfen, typische Mechanismen der Trauerarbeit.
Zuletzt geändert von skifam am 05.07.2022 - 09:09, insgesamt 1-mal geändert.
MagnumPISkifam:
"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von basti.ethal » 05.07.2022 - 08:59

skifam hat geschrieben:
05.07.2022 - 08:47

Es dürften nur noch Fahrzeuge zur Nahrungsmittelerzeugung & Bauwirtschaft mit Diesel betrieben werden, darunter fielen unter anderem keine Pistenbullys.
Ich BAUE mit der Maschine sehr wohl täglich eine Piste. Also sehe ich dort überhaupt kein Problem :wink:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor basti.ethal für den Beitrag:
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Skisaison 20/21: 50 Skitage
21x Nordisch 29x Alpin/Touren
Skisaison 19/20: 19 Skitage
13x Skiarena Silbersattel, 3x Sölden, 3x Dolomiti Superski

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