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Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Chlosterdörfler

Nebelhorn (2224m)
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Info: https://www.msn.com/de-ch/nachricht...pc=U531&cvid=b6457340e0974bc18eede69b3db0eaf8
abgerufen am 03.06.2022

Ein mögliches Szenario, das durchaus im kommenden Winter, vielleicht auch in den darauf folgenden Winter eintrifft. Wenn frühzeitig erkennbar ist, dass die Stromproduktion nicht ausreicht für alle Strombezüger. Dann könnte es auch die Seilbahnbetreiber treffen, dass sie alle Anlagen temporär stilllegen müssen oder ein Teilbereich davon.
 
Mist muss ich doch nach Südtirol fahren...🤪
 
Oh, ich werde Popcorn bestellen. Es wird bestimmt lustig.
 
Viel gibt es dazu nicht zu sagen:
Wenn man absichtlich einen Blackout herbeiführen wollte würde man auch nicht viel anders handeln als dass derzeit getan wird.
Die Frage ist jetzt nur, ob man einen Engpass verhindern will oder ob man ihn nicht verhindern will.
Was getan werden muss um keinen Stromengpass zu bekommen ist bekannt und wir hindern uns höchstens selber daran dass zu tun.
 
ski-chrigel schrieb:
Seilbahnen zum Skifahren gehören auf der maslowschen Pyramide zu Grundbedürfnissen. Die kann man nicht einfach abstellen. ;-)

Bisher hätte ich ja auch gesagt die Seilbahnen werden in Österreich als Letztes abgestellt... Aber so wie das bei Corona lief bin ich mir da nicht mal sicher. Wobei... die Lifte liefen ja meistens sogar :biggrin:
 
Ich denke jetzt erscheint alles ganz klar: wir müssen am Ende alle mit Chrigel & Co nauf aufn Berg fliegen.
 
Gut dass wir noch ein paar Dieselschlepper haben und die Tanks schon voll sind ....
back to the roots.
 
Damit könnte man auch gut Wasserwerfer betreiben die die "Du musst den Strom abstellen - Zombies" von den Talstationen vertreiben könnte...
Tolle Idee für einen C Movie Splatter
 
skifam schrieb:
Mist muss ich doch nach Südtirol fahren...🤪

Schlechte Idee: Italien erzeugt seinen Strom zu 47% aus Gas. Wenn Putin den Hahn zudreht, gehen in Italien also die Lichter aus.
In Österreich sind es noch etwa 20%, allerdings im Winter in der Spitze 37%.

Besser sieht es aus in Ländern, welche auf Atomkraft setzen: In der Schweiz entfallen lediglich 2,3% der Stromproduktion auf alle fossilen Energieträger zusammen, in Frankreich um die 4% auf Gas.

Übrigens macht zwar Kasachstan einen großen Anteil an der Welturanproduktion aus, allerdings gibt es auch in Australien, Kanada und Namibia große Vorkommen, und bisher hat Kasachstan sich ja nicht auf Putins Seite geschlagen.
 
j-d-s schrieb:
In Österreich sind es noch etwa 20%, allerdings im Winter in der Spitze 37%.
Noch jemand, der den Unterschied zwischen Mittelwert, Spitzenwert und momentanem Wert kennt .... :D Gut, dass wir in Mathe aufgepasst haben, als das Thema "Kurvendiskussion" auf dem Stundenplan stand. :top:
 
Danke für den Tip.
Ich hätte da noch Spanien mit vielen Flüssiggasterninals als Idee...
Also da wären dann Chimbulak, 3V oder die Sierra Nevada...mmmhhh
jetzt muss ich nur noch das Streichholz zwischen Kasachstan, Spanien und Frankreich entscheiden lassen.. 😉
 
markus schrieb:
Gut dass wir noch ein paar Dieselschlepper haben und die Tanks schon voll sind ....
back to the roots.
Sind allerdings leider auch nur noch 2...
Und bei mit etwas Pech 2,50 - 3,00 € Dieselpreis (ich denke, ihr müsst innerhalb des Winters mal nachkaufen) ist die Winklmoosalm bald auch nicht mehr viel günstiger als Zermatt ;-)
 
Nö. Nachkaufen müssen wir nicht. Da ist genug für die Bullys und die Schlepper gebunkert.
 
Wenn man gezielt in den Strommarkt eingreift, dann ist das ein politischer Entscheid (à la China). Das andere ist ein Versagen der Politik, ausser es ist die Folge von einem Wintersturm.
 
Die Strombörsen, bei denen in erster Linie Terminkontrakte gehandelt werden, gibt es "erst" seit etwa 2000-2001. Dort kann man also (relativ gross) einkaufen à la "am soundsovielten Datum um soundsoviel Uhr will ich soundsoviel elektrische Energie kaufen, egal wo das her kommt, plus Leitungsspesen")
Womit sich die Frage ergibt: Wie sähe der Strompreis heute aus, gäbe es diese Strombörsen nicht?
Somit: Es wäre interessant zu erfahren, wie viel Elektrische Energie heute kosten würde, würde Strompreisbildung- und Handel noch wie vor der Jahrtausenwende durchgeführt.

Ich könnte mir zudem vorstellen, dass auch lustiges "mal eben schnell einen Energieträger rauswerfen" (Kernenergie), dann noch einen (Kohle), dann noch einen (Öl), dann noch einen (Gas)" genau deshalb möglich sind, weil es die Strombörsen heute gibt. Denn alle absurden Entscheidungen kann die "Börse" durchaus abbilden. Es kostet dann eben auch absurd viel. Für die Endabnehmer. Bevor das Europäische Stromnetz mittelfristig wg. Überlastung zunehmends instabil wird, brechen eben die Verbraucher weg. Netz gesichert. Alles gut.

In den vor-2000er Jahren hätte wohl langfristige Abnahme-Verträge mit Nachbarländern gebraucht. Irgendwo muss der Strom ja herkommen.
Nachbarn hätten wohl oder übel geanwtortet "nein, wir können eure Kohle und Kernkraft und Öl und Gas nicht von heute auf morgen ersetzten, haben wir einfach nicht übrig, diese Menge für euch". Nichtmal die Franzosen.

Es heißt stets so optimistisch nett, dass die "Marktmechanismen" im "Terminhandel" für "Liquidität" sorgen würden. Also dass stets Strom da ist, egal wie viele der Energiequellen der Woke-Politik wie im Handumdrehen zum Opfer fallen.
Oder anders herum: Nur dank des Terminhandels an den Strombörsen kann es sich die deutsche Politik überhaupt erlauben, ihre moralisch überhöhte Vormachtstellung quasi mit Kabinettsbeschluss durchzudrücken, ohne auch nur ansatzweise für Ersatzquellen zu sorgen.
Bitte sehr, genau das geschieht im Moment. Börse bildet Preis, Ware da, Kunde bezahlt.

Die Strombörse wirkt also wie ein Perpetum Mobile. Mit der deutsche Politik jubeln ("endlich mit einem Klick die Energiewende schaffen, wie praktisch, genau das wollten wir ja immer schon") auch, oder umsomehr, sämtliche Energiespekul^b^b^Marketmaker und Investoren.
 
Wie war das eigentlich noch zu UDSSR Zeiten? Wurde da auch schon so viel Energie bzw. Energieträger nach Europa importiert oder wie lief das?
Ich kann mich da nicht mehr daran Erinnern.
 
markus schrieb:
Wie war das eigentlich noch zu UDSSR Zeiten? Wurde da auch schon so viel Energie bzw. Energieträger nach Europa importiert oder wie lief das?
Ich kann mich da nicht mehr daran Erinnern.
Das Osteuropäische Stromnetz bildete einen eigenen (mehrere?) synchron laufenden Verbund, es lief unabhängig von jenem in Westeuropa. Dennoch gab es den einen oder anderen Übergabepunkt, mittels Gleich- und anschließender wieder-Wechselrichtung.
 
Vielleicht kennt es jemand noch nicht:
https://app.electricitymap.org/zone/DE

Finde ich sehr spannend. Nicht nur wird dargestellt wie viel Strom von einer Region/Land in eine andere fliesst (Pfeile zwischen Staaten klicken), sondern es wird bei Klick in eine Region in der vertikalen Infoleiste links angezeigt, über die Zeitachse:
* Energiemix
* Strompreis (mit Fotovoltaik bei überall Sonnen-Sommerwetter bekam man dem Chart nach in DE heute quasi Null Einspeisevergütung, wenn die Angaben so stimmen...).
* Strom Im- und Exporte
 
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