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Die große Klima-Diskussion

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho » 06.04.2019 - 21:10

Auch nicht neu, aber nochmals schön detailliert aufgearbeitet und aktualisiert:

https://lobbypedia.de/wiki/Europ%C3%A4i ... nd_Energie

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Pancho
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho » 06.04.2019 - 21:19

Fab hat geschrieben:
06.04.2019 - 20:55
Kurzum - das Auf u. Ab ist der Normalfall.
Vielleicht sollten wir endlich mal für die weitere Diskussion eine Trennung von Fakten und Meinungen vornehmen, und akzeptieren, wie beides in einer aufgeklärten wissenschaftlichen Weise zusammen und zu Stande kommt.

Das ist die Faktenlage:
https://climate.nasa.gov/vital-signs/carbon-dioxide/

Es gibt kein auf und ab, sondern eine oszillierende Kurve mit klarer Tendenz aufwärts hin zu nie dagewesenen Rekordwerten.

(Bei der Eismasse entsprechend umgekehrt abwärts:)
https://climate.nasa.gov/vital-signs/ice-sheets/

Hier die ganze Datenlage nochmals als Bild, ohne selektive Gewichtung. Vielleicht einfach mal anschauen und auf sich wirken lassen:

https://climate.nasa.gov/evidence/

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Re:

Beitrag von Fab » 06.04.2019 - 22:42

Lieber Pancho,

Mein folgendes Posting stammt vom 6. Sept. 2007.
Fab hat geschrieben:
06.09.2007 - 10:35
...........................daß ein Anteil von 337 ppm. CO2 pro m3 nicht ohne Folgen bleiben kann.
Deine ersten beiden Links überblicken grad ein paar Jahrzehnte. "Bergwanderer" hat das Thema von Jahrtausenden angerissen - und mit "Auf und Ab"
bin ich drauf eingegangen.
Selbst der Link mit dem Jahrhunderttausendüberblick (hab ich vom Grundsatz her auch schon 2007 gepostet) bringt mich nicht weiter, solang die Wirksamkeit von CO2 in der Diskussion ist.
Vielleicht einfach mal anschauen und auf sich wirken lassen
Ja, dies empfehl ich dir generell ;D - dann würdest du nicht so am Thema vorbeilinken. Wir reden grad von Jahrtausenden und du kommst mit Tabellen ab 1950 daher - also wirklich.
Das ist was ich neulich in einem anderen Zusammenhang als argumentative Schlamperei bezeichnet habe.
Es reicht halt nicht nur ein paar Links zu setzen.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer » 06.04.2019 - 23:12

@fab
Ich lese hier im Forum erst seit 2014 mit, konnte Deine Ausführungen vor 7 Jahren zu dem Thema deshalb noch nicht mitbekommen. Mit der Ausdehnung der Gletscher in den Westsalpen habe ich mich ebenfalls beschäftigt. Wie an der Pasterze am Großglockner wurden auch in der Schweiz teile von Bäumen durch den Gletscherrückgang freigelegt, z. B. Steilimigletscher am Sustenpass.

Wir beide sind Kinder der 60er- und 70er-Jahre und konnten den Gletscherrückgang der letzten 40 Jahre in den Alpen selbst mitverfolgen. So wie der stete Gletscherrückgang seit Ende der "kleinen Eiszeit" Mitte des 19. Jahrhunderts ist es aber ebenfalls eine Tatsache, das die Alpengletscher vor tausenden von Jahren erheblich kleiner waren als heute. Somit ist das von Dir erwähnte, klimahistorische, Auf und Ab, auch meine Auffassung.

@pancho
Ich hab hier noch ein kurzes Video für Dich. ZDF, 2003. Der heutige Herr Lesch aus dem ZDF hies damals Joachim Bublath: https://www.youtube.com/watch?v=7EzLpIzgJlgmen. :wink:

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 07.04.2019 - 00:25

Bergwanderer hat geschrieben:
06.04.2019 - 23:12
Wir beide sind Kinder der 60er- und 70er-Jahre und konnten den Gletscherrückgang der letzten 40 Jahre in den Alpen selbst mitverfolgen. So wie der stete Gletscherrückgang seit Ende der "kleinen Eiszeit" Mitte des 19. Jahrhunderts ist es aber ebenfalls eine Tatsache, das die Alpengletscher vor tausenden von Jahren erheblich kleiner waren als heute. Somit ist das von Dir erwähnte, klimahistorische, Auf und Ab, auch meine Auffassung.
Ich zweifle nicht an den Baumfunden. Es gibt aber auch noch Ötzi, dessen Mumie 5000 Jahre lang, an einer heute aperen Stelle, vom Eis begraben war. Damit kann man auch behaupten, dass die Gletscher 5000 Jahre lang nie kleiner waren als heute. Ausnahmen sind höchstens die langen, tiefreichenden und deshalb trägen Talgletscher.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: Re:

Beitrag von Pancho » 07.04.2019 - 00:38

Fab hat geschrieben:
06.04.2019 - 22:42
Lieber Pancho,

Mein folgendes Posting stammt vom 6. Sept. 2007.
Fab hat geschrieben:
06.09.2007 - 10:35
...........................daß ein Anteil von 337 ppm. CO2 pro m3 nicht ohne Folgen bleiben kann.
Deine ersten beiden Links überblicken grad ein paar Jahrzehnte. "Bergwanderer" hat das Thema von Jahrtausenden angerissen - und mit "Auf und Ab"
bin ich drauf eingegangen.
Selbst der Link mit dem Jahrhunderttausendüberblick (hab ich vom Grundsatz her auch schon 2007 gepostet) bringt mich nicht weiter, solang die Wirksamkeit von CO2 in der Diskussion ist.
Vielleicht einfach mal anschauen und auf sich wirken lassen
Ja, dies empfehl ich dir generell ;D - dann würdest du nicht so am Thema vorbeilinken. Wir reden grad von Jahrtausenden und du kommst mit Tabellen ab 1950 daher - also wirklich.
Das ist was ich neulich in einem anderen Zusammenhang als argumentative Schlamperei bezeichnet habe.
Es reicht halt nicht nur ein paar Links zu setzen.
Nochmals der letzte Link mit der Bitte sich die Zeitskala anzuschauen:

https://climate.nasa.gov/evidence/

Sonst wäre das ja Lese-Schlamperei.

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Re: Re:

Beitrag von Fab » 07.04.2019 - 00:59

Ich frage mich ernsthaft wie du eigenlich liest. Nimmst du nur dich selbst wahr?
Fab hat geschrieben:
06.04.2019 - 22:42
................
Selbst der Link mit dem Jahrhunderttausendüberblick (hab ich vom Grundsatz her auch schon 2007 gepostet) bringt mich nicht weiter, solang die Wirksamkeit von CO2 in der Diskussion ist........

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Re: Re:

Beitrag von noisi » 07.04.2019 - 01:13

Fab hat geschrieben:
07.04.2019 - 00:59
Ich frage mich ernsthaft wie du eigenlich liest. Nimmst du nur dich selbst wahr?
Fab hat geschrieben:
06.04.2019 - 22:42
................
Selbst der Link mit dem Jahrhunderttausendüberblick (hab ich vom Grundsatz her auch schon 2007 gepostet) bringt mich nicht weiter, solang die Wirksamkeit von CO2 in der Diskussion ist........
Es gibt eben Leute wie dich, für die wird die Wirksamkeit von CO2 bis in alle Ewigkeit in der Diskussion bleiben.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 07.04.2019 - 11:21

:D Ach "noisi", du bist wirklich ein Problemfall. Ich weiß, du hast Probleme wenn dass Thema mehr als 2 Aspekte aufweist. Also nochmals:

1) meine Meinung:
Fab hat geschrieben:
06.09.2007 - 10:35
...........................daß ein Anteil von 337 ppm. CO2 pro m3 nicht ohne Folgen bleiben kann.
Schon meinem Posting aus dem Jahr 2007 kann ein mit einem normalen Textverständnis ausgestatteter Leser entnehmen, dass ich von einer Klimawirksamkeit von CO2 ausgehe.
Ergänzend: Wie wirksam weiß ich nicht, da ich kein Atmosphärenchemiker bin.

2) wissenschaftliche Mehrheitsmeinung. Setze ich als bekannt voraus.

3) wissenschaftliche Minderheitsmeinung.
Hält die CO2 Sensivität für überschätzt und behauptet auch andere Ursachen für die Klimaänderung

.

Wenn ich über die Meinung des Personenkreises 3 referiere und auf interessante Widersprüche hinweise mach ich mich mit keinem Thema gemein.

Dir werfe ich vor an Erkenntnissen gar nicht mehr interessiert zu sein. Mir scheint, du suchst lediglich Bestätigung für deine Überzeugungen.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch » 07.04.2019 - 12:58

Könntest du bitte die "interessanten Widersprüche" der 3. Meinungsgruppe nochmal kurz zusammenfassen?

Ich ging bisher davon aus, dass diese entweder zum Großteil geklärt wurden oder zumindest von der "Mehrheitsmeinung" genauso als fraglich und noch weiter zu erforschen eingestuft sind. Es ist ja nicht so, als würde die "wissenschaftliche Mehrheitsmeinung" alle Fragen als gelöst ansehen, aber in vielen gravierenden Punkten ist man sich einig und das "Hauptgerüst" steht soweit. Oder irre ich mich da?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 07.04.2019 - 14:28

scratch hat geschrieben:
07.04.2019 - 12:58
....aber in vielen gravierenden Punkten ist man sich einig und das "Hauptgerüst" steht soweit.
Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde. (Voltaire)

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 07.04.2019 - 17:24

Fab hat geschrieben:
07.04.2019 - 11:21
:D Ach "noisi", du bist wirklich ein Problemfall. [....]
:?:
Fab hat geschrieben:
07.04.2019 - 11:21
1) meine Meinung:
Fab hat geschrieben:
06.09.2007 - 10:35
...........................daß ein Anteil von 337 ppm. CO2 pro m3 nicht ohne Folgen bleiben kann.
Schon meinem Posting aus dem Jahr 2007 kann ein mit einem normalen Textverständnis ausgestatteter Leser entnehmen, dass ich von einer Klimawirksamkeit von CO2 ausgehe.
Ergänzend: Wie wirksam weiß ich nicht, da ich kein Atmosphärenchemiker bin.

2) wissenschaftliche Mehrheitsmeinung. Setze ich als bekannt voraus.

3) wissenschaftliche Minderheitsmeinung.
Hält die CO2 Sensivität für überschätzt und behauptet auch andere Ursachen für die Klimaänderung
Fab hat geschrieben:
06.03.2019 - 09:45
Ich gestehe, dass wg. des Anstiegs von 0,12 %o, also einem guten Zehntausenstel! CO2-Anteil an der unteren Atmosphäre, der Zweifel an mir nagt ob das CO2 wirklich der Haupttreiber ist.
Du benutzt die Argumente der "Skeptiker", also bist du auch einer. Du verpackst es nur weniger agrressiv - wobei, mich als einen Problemfall darzustellen geht da schon eher in eine andere Richtung. Im sich selbst Widersprechen bist du jedenfalls Spitze.
Was deine 3 Widersprüche angeht, ich sehe da keine. Es gibt auch andere (Mit)Ursachen als CO2 für die Klimaänderung - und das ist die Mehrheitsmeinung. Dir geht es nur darum daraus einen Widerspruch zu konstruieren.
Fab hat geschrieben:
07.04.2019 - 11:21
Dir werfe ich vor an Erkenntnissen gar nicht mehr interessiert zu sein. Mir scheint, du suchst lediglich Bestätigung für deine Überzeugungen.
Damit meinst du jetzt dich oder?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 07.04.2019 - 18:57

noisi hat geschrieben:
07.04.2019 - 17:24
Du benutzt die Argumente der "Skeptiker", also bist du auch einer.
Deine Beweisführung ist in ihrer Schlichtheit kaum zu widerlegen :!: :roll:

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D » 07.04.2019 - 21:57

Das Argument, alles sei doch nicht so schlimm, weil die Alpengletscher zu Ötzis Zeiten sich schon mal deutlich weiter zurückgezogen haben, ist auch nicht wirklich durchdacht. Denn selbst wenn es keine weitere Erwärmung gäbe, sondern die Temperatur in den Alpen in den nächsten 100 Jahren konstant blieben, würden die Gletscher sich weiter zurückziehen als zu Ötzis Zeiten. Der aktuelle Gletscherstand spiegelt nämlich nicht das aktuelle Klima wieder, sondern profitiert noch sehr stark von den kühleren vorangegangenen Jahrhunderten.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer » 07.04.2019 - 23:26

noisi hat geschrieben:
07.04.2019 - 00:25
Bergwanderer hat geschrieben:
06.04.2019 - 23:12
Wir beide sind Kinder der 60er- und 70er-Jahre und konnten den Gletscherrückgang der letzten 40 Jahre in den Alpen selbst mitverfolgen. So wie der stete Gletscherrückgang seit Ende der "kleinen Eiszeit" Mitte des 19. Jahrhunderts ist es aber ebenfalls eine Tatsache, das die Alpengletscher vor tausenden von Jahren erheblich kleiner waren als heute. Somit ist das von Dir erwähnte, klimahistorische, Auf und Ab, auch meine Auffassung.
Ich zweifle nicht an den Baumfunden. Es gibt aber auch noch Ötzi, dessen Mumie 5000 Jahre lang, an einer heute aperen Stelle, vom Eis begraben war. Damit kann man auch behaupten, dass die Gletscher 5000 Jahre lang nie kleiner waren als heute. Ausnahmen sind höchstens die langen, tiefreichenden und deshalb trägen Talgletscher.
Danke für Deinen berechtigten Hinweis zum Thema Ötzi.
Der gute verstarb ja vor gut 5000 Jahren in einer Höhe von 3200m am Tisenjoch. Die Mumie / der Leichnam wurde dort 1991 in einer flachen Mulde gefunden. Der Kopf und ein Teil des Oberkörpers ragten schräg aus einer dünnen Eisdecke. https://silvrettahistorica.wordpress.co ... 9/19/1246/
https://www.abendzeitung-muenchen.de/ga ... f4675f8b09
https://www.youtube.com/watch?v=XEZOiwtd178

Der Pasterzenboden liegt in einer Höhe von rund 2200m bis 2500m, einer Region, in der es durchaus vor rund 6000 Jahren Bäume geben konnte und in über 3000m lag dann die Firngrenze bzw. es gab oberhalb Vergletscherung. Zu Details über die Veränderungen der Pasterze hier ein Artikel eines Forschers der Universität Innsbruck.
https://www.uibk.ac.at/geographie/forsc ... sterze.pdf

Einige Forscher gehen davon aus, das Ötzi nach seinem gewaltsamen Tod auf 3200m eingeschneit wurde und die Leiche im sich bildenden Eis in der Mulde konserviert wurde.
https://www.br.de/themen/wissen/oetzi-m ... s-100.html

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho » 07.04.2019 - 23:58

scratch hat geschrieben:
07.04.2019 - 12:58
Könntest du bitte die "interessanten Widersprüche" der 3. Meinungsgruppe nochmal kurz zusammenfassen?

Ich ging bisher davon aus, dass diese entweder zum Großteil geklärt wurden oder zumindest von der "Mehrheitsmeinung" genauso als fraglich und noch weiter zu erforschen eingestuft sind. Es ist ja nicht so, als würde die "wissenschaftliche Mehrheitsmeinung" alle Fragen als gelöst ansehen, aber in vielen gravierenden Punkten ist man sich einig und das "Hauptgerüst" steht soweit. Oder irre ich mich da?
Genau darauf wollte ich ja hinaus. Man ist sich in den gravierenden Punkten soweit einig, dass man getrost "Meinung" gegen "Tatsache" ersetzen kann.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 08.04.2019 - 07:25

Bergwanderer hat geschrieben:
07.04.2019 - 23:26
Danke für Deinen berechtigten Hinweis zum Thema Ötzi.
Der gute verstarb ja vor gut 5000 Jahren in einer Höhe von 3200m am Tisenjoch. Die Mumie / der Leichnam wurde dort 1991 in einer flachen Mulde gefunden.
Der Pasterzenboden liegt in einer Höhe von rund 2200m bis 2500m, einer Region, in der es durchaus vor rund 6000 Jahren Bäume geben konnte und in über 3000m lag dann die Firngrenze bzw. es gab oberhalb Vergletscherung.
Nahe der Pasterze liegt die Baumgrenze, südseitig, auf rund 2.200m. Da aufgrund der derzeitigen Erwärmung die Baumgrenze nach oben klettert, vermutlich sogar weiter oben. Ohne das (inzwischen fossile) Eis könnte es also durchaus auch heute einzelne Bäume im Pasterzenbonden geben.
Wenn am Tilsenjoch die Firngrenze auf 3200m gelegen hat, ist das nicht pauschal auch am Großglockner so gewesen. Die lokale Schneegrenze liegt und lag hier (vermutlich) immer etwas tiefer als in den Ötztaler Alpen. geschätzt 100-200m. Eine Schneegrenze dieser Höhe bedeutet letztendlich eine Gletscherzunge im Pasterzenboden. Im Einzugsgebiet bildet sich so viel Eis, dass es vor dem Abschmelzen in den Pasterzenboden fließt. Dies wird heute nicht mehr der Fall sein, die Gletscherzunge ist nur mehr ein Relikt gletscherfreundlicher Zeiten.
Ötzi verstarb vor rund 5000 Jahren am Tilsenjoch. Wurde eingeschneit und blieb bis vor kurzem eisbedeckt. Nehmen wir also an, die Pasterze hat es vor 5000 Jahren garnicht gegeben, das Gebiet war vollkommen eisfrei - was ja durchaus möglich erscheint. Wie viele Jahre wird es wohl gedauert haben, bis sich eine große Gletscherzunge gebildet hat? 100-300 Jahre? Würde heißen, die Pasterze war in den letzten 5000 Jahren immer mindestens so groß wie aktuell.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Pancho » 08.04.2019 - 11:01

Pancho hat geschrieben:
07.04.2019 - 23:58
Genau darauf wollte ich ja hinaus. Man ist sich in den gravierenden Punkten soweit einig, dass man getrost "Meinung" gegen "Tatsache" ersetzen kann.
Oder um es nochmal zu belegen:
Prof. Anders Levermann, Klimaforscher: „Der Fakt, dass CO2 die Temperatur des Planeten erhöht ist keine Meinung, sondern es basiert auf Grundlagenphysik. Wir verstehen damit die Eiszeiten. Wir verstehen, warum es auf der Venus heißer ist als auf der Erde. Es ist ein gesamtes Konstrukt, was darauf basiert, auf der Grundlagenphysik basiert.“
Quelle
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/se ... r-100.html

Da nachzulesen, im Video dort ab 05:53 etwa auch zu sehen / hören, im Zusammenhang des ganzen Beitrages...

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von stavro_ » 08.04.2019 - 12:06

Martin_D hat geschrieben:
07.04.2019 - 21:57
Das Argument, alles sei doch nicht so schlimm, weil die Alpengletscher zu Ötzis Zeiten sich schon mal deutlich weiter zurückgezogen haben, ist auch nicht wirklich durchdacht. Denn selbst wenn es keine weitere Erwärmung gäbe, sondern die Temperatur in den Alpen in den nächsten 100 Jahren konstant blieben, würden die Gletscher sich weiter zurückziehen als zu Ötzis Zeiten. Der aktuelle Gletscherstand spiegelt nämlich nicht das aktuelle Klima wieder, sondern profitiert noch sehr stark von den kühleren vorangegangenen Jahrhunderten.
sehe ich auch so.

denn so viel man bis jetzt aus dieser zeit weiß, ist es heute schon wärmer als zu ötzis zeiten,
obwohl wir möglicherweise derzeit noch eine höhere vergletscherung als damals haben.
und die betonung liegt auf noch.

deshalb sehe ich aussagen wie "normales auf und ab" eher kritisch, weil es leute, die sich nicht so intensiv mit der materie beschäftigen,
suggeriert, dass es sich hierbei um einen zyklus mit immer gleichen maxima und minima handelt. (ach so na dann is es eh ned so schlimm).
genau das ist es aber nicht und war es auch über die erdzeitalter gesehen nie.

paart man das noch mit der vermessenheit, dass das derzeitige tuen und handeln von 7,6 mrd menschen keinen impact auf unseren planeten habe,
dann hat man einen klasse klimaskeptiker. (man könnte ihn noch bissl rechtspopulistisch garnieren, dann wäre er perfekt ;) )

und diese meinung ist ja auch sehr bequem, denn wenn ich bei mir selbst kein fehlverhalten sehen will oder kann,
gibt's ja auch keine notwendigkeit, änderungen in meiner lebensweise zu machen.
und vor kaum etwas haben die meisten menschen mehr angst, als vor veränderungen.

@fab den folgendn link bitte nicht als argument für den anthropogen einfluss oder meiner meinung sehen,
sondern als das was es ist, tatsache und wohl demnächst eine große herausforderung für unsere gesellschaft.

https://derstandard.at/2000100968320/We ... darf-nicht

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch » 08.04.2019 - 12:43

Alle "Argumente" der Klimawandelskeptiker im Detail analysiert und wissenschaftlich widerlegt:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/klimawa ... ntwortlich

Ein Beispiel:
"Argument 3: CO2 ist nicht für die Erderwärmung verantwortlich.
Der Anstieg der CO2-Konzentration ist mit hundertprozentiger Sicherheit eine Konsequenz der Emissionen von CO2 durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern und die Abholzung der tropischen Wälder. Das lässt sich mithilfe von mindestens drei Beobachtungen beweisen."
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz » 08.04.2019 - 19:10

Wobei sich grundsätzlich schon die Frage stellte ob Kohle generell nicht als CO2 - neutraler Brennstoff eingestuft werden müsste nachdem sie ja aus Pflanzenresten entstand sprich zu Lebzeiten der Pflanzenreste diese ja entsprechend Kohlendioxyd in Sauerstoff umgewandelt hatten... :?:
Bei Erdöl - Erdgas verhält sich das natürlich anders da dieses aus abgestorbenen Kleinstlebewesen entstand.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Marmotte » 08.04.2019 - 19:23

Beeindruckende Zahlen von Forschenden der Uni Zürich: Seit 1961 haben die Gletscher weltweit 9000 Milliarden Tonnen Eis verloren.
Bis 2100 könnten die Eisflächen komplett aus verschiedenen Gebirgszügen, wie den europäischen Alpen, verschwunden sein.

https://www.1815.ch/news/schweiz/news-s ... -verloren/

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von icedtea » 08.04.2019 - 19:30

http://wiki.bildungsserver.de/klimawand ... geschichte

Irgendwie hatte ich zum Thema CO2 neutrale Kohle was im Kopf :o :o
Irgendwo musste das ganze CO2 der Urathmosphäre ja hin :idea:
Wo ich schon war:
Ski-Zillertal 3000 (alles außer Gletscher); Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch, Hauser Kaibling; Alpendorf/Wagrain/Flachau; Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe, Wildkogel, Damüls/Mellau, Hochzeiger, Kronplatz, Söllereck, Planai/Hochwurzen, Willingen
Was als nächstes kommt: vlt. Schnalstaler Gletscher

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 08.04.2019 - 20:25

Bin grad ein wenig anderweitig beschäftigt drum kurz.

@biofleisch

Bin ausnahmsweise :D wirklich dankbar für deinen Link.
Gleich der erste Satz bei Argument 1 beleuchtet brennglasartig mein Problem. Möcht es hier das Fab`sche Dilemma nennen :D .
Das sagt Prof. Nicolas Gruber: «Die heutige Erwärmung unterscheidet sich von vergangenen Erwärmungen in mindestens zwei entscheidenden Punkten. Erstens ist die Rate der Erwärmung um ein Mehrfaches höher, als sie dies zum Beispiel am Ende der letzten Eiszeit war. Das hat wichtige Konsequenzen, unter anderem für Pflanzen und Tiere, die sich nicht so rasch anpassen können. Während es am Ende der Eiszeit mehr als tausend Jahre dauerte, bis die Erde um ein Grad erwärmt war, geschah dies nun in hundert Jahren.
Das ist schlicht falsch was der Herr Professor Gruber hier schreibt. Nein, anders - will es bewertungsfrei schreiben. Ich habe es schlicht x-fach anders gelesen.
Die letzte Eiszeit wie Prof. Gruber schreibt (Bezeichnung ist eigenlich falsch, gemeint ist die letzte Kältephase, denn die Eiszeit dauert seit 2,3 Mio Jahren an - aber gut, will nicht Korinthen kacken) endete in einem Stakkato von Temperaturerhöhungen von tw. 5-10° C in einem Menschenalter

Hab neulich dies gepostet
Die letzte Kaltphase, von der behauptet wird es sei die extremste der letzten 2,5 Mio Jahre gewesen, hatte ihren Höhepunkt 21.000 vor Chr. Das ging einher mit einem Minimum an Sonneneinstrahlung. Dann begann der Gletscherrückzug - und zwar nach einem deutlichen Anstieg der Sonneneinstrahlung. Unabhängig vom Milankovic-Zyklus.
Der Anstieg der Meerestemperaturen und des CO2-Anteils folgte um 16.000 vCHr. - also 5000 Jahre! später. Nicht wie im
Klimafakten-Link 1000 Jahre später.
Um 12.000 v.Chr. ein rasanter Anstieg der Durchschnittstemperatur um 5 - 10°C.
Nennt man übrigens Dansgaard-Oeschger-Ereignis. Davon gabs nachgewiesenerweise jede Menge.
Das ist mein Problem.
Bevor ihr jetzt reflexhaft wieder eure Gewissheiten, untermauert von einem Feurwerk an Links ;D abfeuert, meine Bitte.
Ihr jungen Leute seid ja die Meister des Cursors, der Kurznachricht u. der Links. Recherchiert doch mal selbst.

Ansonsten will ich noch anfügen. Dass es einen anthropogenen Anteil an der Klimaerwärmung gibt, hab ich jedenfalls schon 2007 geschrieben.
Das über Details u. deren politische Folgen diskutiert werden muss ist auch klar. Denn eine Politik die auf falschen Prämissen handelt entzieht der Bevölkerung mittelfristig Billionen von Euros.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 08.04.2019 - 21:37

Fab hat geschrieben:
08.04.2019 - 20:25
Bevor ihr jetzt reflexhaft wieder eure Gewissheiten, untermauert von einem Feurwerk an Links ;D abfeuert, meine Bitte.
Ihr jungen Leute seid ja die Meister des Cursors, der Kurznachricht u. der Links. Recherchiert doch mal selbst.
Wo haben wir denn derzeit ein Dansgaard-Oeschger-Ereignis? Wäre mir neu, dass sich die Absinkzone in den letzten Jahrzenten signifinakt verschoben hätte und das sich Schwallweise gigantische Süßwassermengen in den Nordatlantik ergossen hätten. Ganz abgesehen davon, das diese Ereignisse nicht global waren. Das hab ich "Jungspund" jetzt mal eben schnell geklickt....
Die letzte Kaltphase, von der behauptet wird es sei die extremste der letzten 2,5 Mio Jahre gewesen, hatte ihren Höhepunkt 21.000 vor Chr. Das ging einher mit einem Minimum an Sonneneinstrahlung. Dann begann der Gletscherrückzug - und zwar nach einem deutlichen Anstieg der Sonneneinstrahlung. Unabhängig vom Milankovic-Zyklus.
Der Anstieg der Meerestemperaturen und des CO2-Anteils folgte um 16.000 vCHr. - also 5000 Jahre! später. Nicht wie im
Klimafakten-Link 1000 Jahre später.
Um 12.000 v.Chr. ein rasanter Anstieg der Durchschnittstemperatur um 5 - 10°C.
Nennt man übrigens Dansgaard-Oeschger-Ereignis. Davon gabs nachgewiesenerweise jede Menge.
Und ansonsten, die einen Posten links, andere zitieren sich selbst - allerdings wirfst du da in deinem "Selbstzitat" auch wieder eine ganze Menge Fakten durcheinander und ordnest sie neu, so dass sie zu deiner Theorie passen.
z.B. Wenn die letzte Eiszeit die extremste (das Wort kälteste vermeidest du ja...) war, wieso waren die Eisschilde in den beiden vorherigen deutlich größer, sowohl auf der Süd- als auch auf der Nordhemisphäre? Das Eis schmilzt, die Meerestemperaturen steigen aber erst 5000 Jahre später? Welche Meeresttemperaturen?
Es behauptet niemand, dass Ende der Eiszeit hätte am CO2-Anstieg gelegen. Die Erwärmung war ja auch natürlich, CO2 Anstieg folgt nach - Rückkopplungseffekte. Aber was damals nicht der Grund gewesen ist, kann heute auch keiner sein richtig?


Die derzeitige Klimaerwärmung kann auch nicht mit der Veränderung der Sonneneinstrahlung erklärt werden, denn diese ist schließlich messbar (so man denn den Messungen glaubt...). Wo ist denn die "natürliche" Ursache für die derzeitge Erwärmung zu suchen wenn die anthropogene Erwärmung nur einen (deinem Posts nach zu Werten eher geringen) Anteil daran hat?
Letztlich ist das doch die große Frage! Ich lese immer nur das CO2 ist es nicht, kann es garnicht sein. Was ist es denn dann? Welche natürliche Ursache sorgt denn gerade für die immense Erwärmung? Solange dafür niemand eine Erklärung liefert glaube ich an die CO2-Lüge....
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