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Die große Klima-Diskussion

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Florian86
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Florian86 » 05.06.2019 - 11:24

Da muss ich Dir zustimmen. Die NIMBY-Mentalität ist wirklich stark verbreitet. Ich war z.B. vor 2 Monaten mal bei nem Stadtteilspaziergang in München dabei. Thema: Tram vom Elisabethplatz durch den englischen Garten, wobei der Fokus auf dem Abschnitt Elisabethplatz bis Anfang Englischer Garten sowie auf dem eventuellen Abschnitt Giselastraße - Münchner Freiheit lag. Das Ziel war eigentlich, den Straßenraum als Ganzes aufmerksam zu beobachten und Hinweise für die anstehende Planung zu geben.

Das Ganze fing allerdings schon damit an, dass ein älterer Herr her kam und behauptete, die ganze Veranstaltung sei faschistisch. Und dann waren vergleichsweise viele Gegner dabei, die sich wahlweise darüber aufgeregt haben, dass...
... Bäume wegfallen sollen (ein paar wenige und die sollen neu gepflanzt werden)
... die Oberleitung das Straßenbild verschandeln würde und es in den Häusern unruhig werden würde, wenn die Tram vorbeifährt
... sowieso keine Fahrgäste damit fahren würden, die jetzigen Busse wären ja leer (in der Zeit ist ein eher leerer und ein gestopft voller Bus vorbeigefahren, letzteres wurde aber ausgeblendet)
... Parkplätze und Abbiegebeziehungen wegfallen würden (was an sich sowieso dem Trend der nachkommenden Generation entspricht, die tendenziell weniger Auto fährt und oftmals auch carsharing nutzt)
Somit wurde das eigentliche Ziel, die Planung erstmal zu unterstützen und Hinweise zu geben, eher verfehlt. Erwartet wurden von einigen Teilnehmern konkrete Antworten, die es ja aber erst dann gibt, wenn die Planung vollendet ist.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von McMaf » 05.06.2019 - 12:33

Interessant was das Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung da untersucht hat:

Ohne CO2-Preis bleibt der Kohleausstieg wirkungslos

Für mich zeigt sich darin mal wieder das komplette Versagen deutscher Klimapolitik. Die besteht nämlich meist nur aus Symbolen und Aktionismus. Man lässt sich von aufgeregten Wutbürgern treiben und haut einen Schnellschuss nach dem anderen raus, ohne die Konsequenzen oder nur die Wirksamkeit der Maßnahme zu durchdenken. Letztes Beispiel der "Kohlekompromiss" nach den unsäglichen Protesten am Hambacher Forst. Das führt dazu, dass man zwar viel Geld ausgibt, aber kein CO2 einspart. Gut gemeint, scheiße gemacht.
Die Bundesregierung könnte die Zertifikate im Emissionshandel auch einfach aufkaufen und diese damit verteuern. Dann wären die Braunkohlekraftwerke bald von alleine gestorben. Man hätte dann auch keine Milliarden Entschädigungssummen zahlen müssen. Aber in Deutschland setzt man in Sachen Klimapolitik auf Planwirtschaft, weil man denkt, man wüsste ganz genau und besser als jeder andere was getan werden muss.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner » 05.06.2019 - 12:44

Wer sind denn überhaupt dieser "man" und dieses "Deutschland" oder "die Politik", die immer alles vergeigen und absichtlich alles falsch machen, nur um uns zu schaden?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von McMaf » 05.06.2019 - 14:54

Die für diese Politik Verantwortlichen. Im nächsten Abschnitt schrieb ich von der Bundesregierung. Und von absichtlich etwas falsch machen um uns zu schaden habe ich absichtlich auch nichts geschrieben. Nur "Gut gemeint, scheiße gemacht". Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass ich eine Absicht damit gerade nicht unterstellen wollte.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner » 05.06.2019 - 14:57

Sorry, das war nicht konkret und im Einzelnen auf deinen Post bezogen.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 05.06.2019 - 19:54

Leider wir auch der Spiegel immer oberflächlicher. Und den meisten Scheinargumentationen geht stets eine Festellung voran, die überhaupt keinen Bezug zur Realität hat. Natürlich macht ein Ausstieg aus der Verstromung von Kohle nur Sinn, wenn man aus Braun- und Steinkohle aussteigt. Hat denn überhaupt jemand gegenteiliges behauptet? Abgesehen davon ist Steinkohle in der CO2 Bilanz sogar geringfügig besser als Braunkohle.

Nur, wieso kann man Braun- und Steinkohle nicht ohne eine CO2 Steuer abschalten? Die Atommeiler schaltet man doch auch ohne eine Brennelemente-Steuern ab.

Hier wird dem unkritischen Leser wieder einmel ein dicker Bär aufgebunden. Die eigentliche Absicht ist also, eine CO2 Steuern einzuführen. Dafür wird kräftig die Werbetrommel gerührt. Und die Wahrheit so zurechtgebogen, bis es passt.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von 3303 » 05.06.2019 - 20:06

Immerhin erwähnt der Artikel das Thema des Emissionszertifikate Handels.
Es wäre prinzipiell ja einfach, wenn die beim Kohleausstieg zuvor für die Kohleverstromung verwendeten Zertifikate dann verfielen bzw. die Menge der verfügbaren Zertifikate mit dem Ausstieg entsprechend reduziert würde.
Das aktuelle System hingegen würde wohl eher dazu führen, dass die frei werdenden Zertifikate dann anderweitigen Ausstoß legitimieren.
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n,
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von McMaf » 05.06.2019 - 21:14

NeusserGletscher hat geschrieben:
05.06.2019 - 19:54
Nur, wieso kann man Braun- und Steinkohle nicht ohne eine CO2 Steuer abschalten? Die Atommeiler schaltet man doch auch ohne eine Brennelemente-Steuern ab.

Hier wird dem unkritischen Leser wieder einmel ein dicker Bär aufgebunden. Die eigentliche Absicht ist also, eine CO2 Steuern einzuführen. Dafür wird kräftig die Werbetrommel gerührt. Und die Wahrheit so zurechtgebogen, bis es passt.
Der Artikel lässt das etwas im Dunst, das stimmt. Es wird aber nicht explizit von einer CO2 Steuer gesprochen, sondern von einer CO2 Bepreisung. Wie 3303 schreibt, gibt es ja noch den Emissionszertifikatehandel. Ich habe ihn ja zuvor auch angesprochen. Dafür müsste man sich natürlich auf europäischer Ebene einigen. Manch einer hält das für zu schwierig und bevorzugt den Alleingang. Aber wenn man sich schon an dieser Stelle in Europa nicht einigen könnte, dann kann man es mit dem Klimaschutz halt wirklich irgendwann ganz vergessen. Da muss jetzt einfach ein Kraftakt her. Mich ärgert daher, dass man in der politischen Diskussion gerade nur über die nationalstaatliche Lösung CO2-Steuer spricht, als gäbe es dazu keine Alternativen. Die Emissionszertifikate schneller vom Markt zu nehmen und auf andere Bereiche auszuweiten, wäre mMn der sinnvolle europäische Weg. Aber in Deutschland wird so eine Debatte eben selten rational geführt.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 06.06.2019 - 08:41

McMaf hat geschrieben:
05.06.2019 - 21:14
Es wird aber nicht explizit von einer CO2 Steuer gesprochen, sondern von einer CO2 Bepreisung.
Bepreisung klingt ja auch gleich viel freundlicher als Steuer. Der Begriff Steuer ist bei vielen in der Bevölkerung negativ besetzt, was vermutlich daran liegt, dass sie bereits mit Steuern und Abgaben wie eine Zitrone ausgepresst werden. Unterm Strich ist es ein Betrag, der von Staats wegen auf eine Leistung aufgeschlagen wird. Mit Begriffsneuschöpfungen Nebelkerzen zu werfen gehört übrigens zum Standardrepertoire der Propagandaindustrie.

Die für mich relevante Frage lautet aber, wie soll eine CO2-Steuer den auch von der Politik blockierten Ausbau der erneuerbaren Energien wieder ankurbeln. Wie lösen wir das Grundlastproblem, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht? Und warum können wir die politischen und technischen Probleme nicht genau so gut und effizient ohne eine neue Steuer lösen?

Gaskraftwerke könnte diese Probleme für eine Übergangszeit lösen. Ihr CO2 Ausstoß ist fast nur halb so groß wie der durch die Verstromung von Braun- und Steinkohle. Deutschland könnte seinen CO2 Ausstoß auf einen Schlag um 15% senken, wenn es ähnlich wie Groß-Britannien aus der Verstromung von Kohle aussteigt und statt dessen für eine Übergangszeit auf die Verstromung von Gas setzt, bis wir eine Lösung dafür gefunden haben, wie wir unseren Strom erzeugen, wenn Sonne und Wind mal über einen längeren Zeitraum nicht liefern.

Nur, warum macht die Politik dann genau das Gegenteil? Anstatt neue Gaskraftwerke zu bauen lässt man die dreckigen Kohlekraftwerke noch bis 2038 laufen. Anstatt in die Forschung zu investieren will man eine CO2 Steuer einführen. Durch eine CO2 Steuer wird aber kein einziges Windrad, kein einziger Solarpark und kein einziges Pumpspeicherkraftwerk neu gebaut. Es bleibt alles beim alten. Mit Ausnahme des Preises.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von McMaf » 06.06.2019 - 10:11

NeusserGletscher hat geschrieben:
06.06.2019 - 08:41
McMaf hat geschrieben:
05.06.2019 - 21:14
Es wird aber nicht explizit von einer CO2 Steuer gesprochen, sondern von einer CO2 Bepreisung.
Bepreisung klingt ja auch gleich viel freundlicher als Steuer. Der Begriff Steuer ist bei vielen in der Bevölkerung negativ besetzt, was vermutlich daran liegt, dass sie bereits mit Steuern und Abgaben wie eine Zitrone ausgepresst werden. Unterm Strich ist es ein Betrag, der von Staats wegen auf eine Leistung aufgeschlagen wird. Mit Begriffsneuschöpfungen Nebelkerzen zu werfen gehört übrigens zum Standardrepertoire der Propagandaindustrie.
CO2 Bepreisung bedeutet - wie jetzt schon mehrfach gesagt - dass auch der Emissionshandel ausgeweitet werden kann. Emissionszertifikate haben auch einen Preis. Daher "CO2 Bepreisung". Der Emissionszertifikatehandel ist ein zeimlich marktwirtschaftlicher Weg, das Problem anzugehen, weil er die Entscheidungsfreiheit, wo CO2 am günstigsten eingespart werden kann, dem Markt überlässt.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 06.06.2019 - 13:30

McMaf hat geschrieben:
06.06.2019 - 10:11
CO2 Bepreisung bedeutet - wie jetzt schon mehrfach gesagt - dass auch der Emissionshandel ausgeweitet werden kann. Emissionszertifikate haben auch einen Preis. Daher "CO2 Bepreisung". Der Emissionszertifikatehandel ist ein zeimlich marktwirtschaftlicher Weg, das Problem anzugehen, weil er die Entscheidungsfreiheit, wo CO2 am günstigsten eingespart werden kann, dem Markt überlässt.
Dir ist aber schon bekannt, dass vorhandene CO2 Zertifikate dem "Markt" damals von den Regierungen geschenkt wurden? Was diese nicht daran hindert, den fiktiven Wert auf den Strompreis draufzuschlagen. Und wenn CO2 Zertifikate und der Markt alles richten, wieso werden dann die Kohle-CO2 Schleudern nicht sofort durch moderne Gaskraftwerke ersetzt?

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MMA » 07.06.2019 - 13:58

Gaskraftwerke haben im Vergleich zu Kohlekraftwerken hohe Betriebskosten. Daher sind Gaskraftwerke nur in der Spitzenlast und allenfalls Mittellast sinnvoll einsetzbar (Wobei für eine längere Mittellast wiederum Steinkohle eingesetzt wird).

Jetzt gerade rächt sich der emotional aufgeladene Kernenergieausstieg. Deutschland muss noch bis 2022 die verbliebenen KKWs ersetzen. Würde man die KKWs länger am Netz lassen (seien es nur 10-20 Jahre), dann könnte man den Kohleausstieg in Angriff nehmen, und dann den Kernenergieausstieg.

Jetzt haben wir aber noch ein weiteres, großes Problem: (Teile der) Bevölkerung. Wie schon von Florian86 beschrieben, greift eine NIMBY-Mentalität um sich. Sieht man ganz gut bei der Diskussion um neue Windräder und Stromtrassen. Und Wasserkraft, welche hoch planbar und steuerbar ist, ist auch umstritten („Fischhäcksler“).

Was also tun?

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch » 07.06.2019 - 16:16

"Emotional aufgeladene Kernernergieausstieg" :D
Mag sein, dass der Ausstieg mit dieser Konsequent emotional war, aber falsch war er meiner Meinung nach nicht...nur zu spät, wie auch jetzt der Ausstieg von Kohle und das langsame Umdenken. Ehrlich gesagt habe ich lieber mehr CO2 in der Luft als die ganzen ungelösten, milliardenschweren Probleme mit Atommüll und den ganzen Gefahren, rund um die Radioaktivität.


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Rüganer » 10.06.2019 - 10:46

Übrigens war anscheinend der Anteil des bösen Klimakillers CO² in der Luft schon vor 140 Jahren bei 0,04 % , wenn man Meyers Lexikon von 1888 Glauben schenkt.
https://commons.wikimedia.org/w/index.p ... _s0917.jpg
Meyers1888 Kohlensäure.jpg
Meyers1888 Kohlensäure.jpg (323.84 KiB) 608 mal betrachtet

Da steckt doch bestimmt der Iwan dahinter.


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 10.06.2019 - 12:15

Rüganer hat geschrieben:
10.06.2019 - 10:46
Übrigens war anscheinend der Anteil des bösen Klimakillers CO² in der Luft schon vor 140 Jahren bei 0,04 % , wenn man Meyers Lexikon von 1888 Glauben schenkt.
Die haben damals wahrscheinlich in der Nähe eines aktiven Vulkans gemessen. Daher sind diese Werte mit denen von heute nicht vergleichbar :wink:
MMA hat geschrieben:
07.06.2019 - 13:58
Jetzt gerade rächt sich der emotional aufgeladene Kernenergieausstieg. Deutschland muss noch bis 2022 die verbliebenen KKWs ersetzen.
Vor allem rächt sich der völlig kopflose Populismus unsere besten Kanzlerin aller Zeiten. Erst hat sie wie vor der Wahl versprochen die Laufzeiten der AKW verlängert, und dann, wenige Monate später unmittelbar nach Fukushima und vor der wichtigen Wahl in Baden-Wüttemberg, die Laufzeiten noch unter den mühsam unter Rot-Grün beschlossenen Kompromiss verkürzt. Was wie bekannt der Atomindustrie ein erhebliches Erpressungspotential in die Hände spielte, was diese dazu genutzt hat, um die Ewigkeitskosten der Kernenergie auf den Steuerzahler abzuwälzen. Zu diesen Milliarden kommen noch die Milliarden hinzu, die Frau Merkel für ihre Flüchtlingspolitik zum Fenster rausgehauen hat. Und dann hat Schwarz-Rot unlängst erst beschlossen, den Ausstieg aus der Verstromung von Kohle auf das Jahr 2038 zu verschieben. Im Gegensatz zu der von den Medien gepflegten Legende, Frau Merkel würde stets alles zu Ende denken, hat sie hier völlig versagt. Die Frage, wie man gleichzeitig aus fossilen Brennstoffen und der Kernenergie aussteigen kann, während durch die politisch gewollte aber technisch ungeplante Verkehrswende zusätzlich weitere Lasten auf die Stromerzeuger zukommen, ist technisch bis heute nicht beantwortet. Abgesehen von den Knüppeln, die Politik und Betroffene dem Ausbau der erneuerbaren Energien ständig in den Weg legen.

Die FFF Kiddies werden sich noch wundern. Sie übernehmen ein abgewirtschaftetes Land mit einem enormen Schuldenberg, in dem in den letzten Jahrzehnten notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Verwaltung sträflich vernachlässig wurden. Wo man Zukunftstechnologien wie Solar, Wind und wirklich emissionsfreie Mobilität verschlafen oder aus dem Land getrieben hat. Und was aus den fetten Jahren des Wirtschaftswunders noch übrige geblieben ist, werden die Grünen sicher auch noch in ihrem mit technischem Unverständnis gepaartem Idealismus zugrunde richten. Die Kompetenz manch grüner Akteure liegt sogar noch unter der von Frau Merkel, wie Annalena Baerbock vor einem Jahr bewiesen hat, als sie die Auffassung vertrat, man könne das Stromnetz als Energiespeicher verwenden. Interessant sind dabei vor allem ihre Reaktionen gegenüber Kritikern.


Science Skeptical

Annalena Baerbock im Interview mit dem Deutschlandfunk hat geschrieben:Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren
Das Stromnetz kann wenn überhaupt nur für wenige Sekunden als Speicher dienen. Wenn danach nicht genügend Energie eingespeist wird, kommt es zur Abschaltung. Ratet mal, wieso nur noch "intelligente" (=steuerbare) Stromzähler von den Versorgern verbaut werden und wundert Euch nicht, wenn bei Euch demnächst öfters man der Strom ausfällt. Weil Euer Haushalt nicht systemrelevant ist. :wink:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von missyd » 10.06.2019 - 13:19

Wieso diskutiert ihr eigentlich über ein Thema das auf einer Lüge basiert?

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Theo » 10.06.2019 - 15:18

Ich glaube es würden viel weniger Leute sagen dass es eine Lüge sei dass der Mensch den Klimawandel beeinflusse wenn die aus dieser Erkenntnis gewonnenen Forderungen zum bremsen dieses Klimawandel realistischer und vernünftiger wären.
Wenn hierzulande aber beinahe jede Massnahme, welche helfen soll die Folgen des Klimawandels zu lindern, ebenfalls bekämpft wird ( meistens mit dem Argument dass es eh nichts nütze ) so dann wunder es mich halt nicht dass der Faktor Mensch oder der Klimawandel allgemein in Frage gestellt wird.
Wir könnten ja auch die Windeln für die Kleinkinder verbieten, da diese ja nachweislich nicht dazu beitragen dass die Kleinen früher aufhören in die Hose zu machen und die Tatsache dass es wenn man es schon nicht verhindern kann mit Windeln angenehmer ist als ohne einfach mal ganz ausser acht lassen.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D » 10.06.2019 - 21:12

NeusserGletscher hat geschrieben:
10.06.2019 - 12:15
Annalena Baerbock im Interview mit dem Deutschlandfunk hat geschrieben:Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren
Das Stromnetz kann wenn überhaupt nur für wenige Sekunden als Speicher dienen. Wenn danach nicht genügend Energie eingespeist wird, kommt es zur Abschaltung. Ratet mal, wieso nur noch "intelligente" (=steuerbare) Stromzähler von den Versorgern verbaut werden und wundert Euch nicht, wenn bei Euch demnächst öfters man der Strom ausfällt. Weil Euer Haushalt nicht systemrelevant ist. :wink:
Könnte es sein, dass Annalena Baerock nicht das Stromnetz, sondern das Gasnetz meint, in dem Wasserstoff gespeichert werden könnte ?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gfm49 » 10.06.2019 - 21:58

Martin_D hat geschrieben:
10.06.2019 - 21:12
Könnte es sein, dass Annalena Baerock nicht das Stromnetz, sondern das Gasnetz meint, in dem Wasserstoff gespeichert werden könnte ?
das kann man beim besten Willen nicht aus dem Interview herauslesen.


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot » 11.06.2019 - 08:30

missyd hat geschrieben:
10.06.2019 - 13:19
Wieso diskutiert ihr eigentlich über ein Thema das auf einer Lüge basiert?
was würde edmund sackbauer wohl sagen?
BIST DU SO DEPPAT ODA STÖHST DI NUA SO ??!!
https://www.youtube.com/watch?v=EE4Dzqcvn-c

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer » 11.06.2019 - 10:17

Martin_D hat geschrieben:
10.06.2019 - 21:12
NeusserGletscher hat geschrieben:
10.06.2019 - 12:15
Annalena Baerbock im Interview mit dem Deutschlandfunk hat geschrieben:Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren
Das Stromnetz kann wenn überhaupt nur für wenige Sekunden als Speicher dienen. Wenn danach nicht genügend Energie eingespeist wird, kommt es zur Abschaltung. Ratet mal, wieso nur noch "intelligente" (=steuerbare) Stromzähler von den Versorgern verbaut werden und wundert Euch nicht, wenn bei Euch demnächst öfters man der Strom ausfällt. Weil Euer Haushalt nicht systemrelevant ist. :wink:
Könnte es sein, dass Annalena Baerock nicht das Stromnetz, sondern das Gasnetz meint, in dem Wasserstoff gespeichert werden könnte ?
@Martin_D

War das mit dem Gasnetz und Frau Baer(b)ock Dein Ernst oder hast Du es ironisch gemeint ?

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wursti » 11.06.2019 - 19:49

Gibt es denn weitere Informationen zu NorGer, bzw. NordLink?

Link: https://www.euwid-energie.de/tennet-ver ... r-nordsee/

Es handelt sich dabei um eine Seekabelverbindung zwischen dem deutschen und dem norwegischem Stromnetz.
Ich habe vor ~12 Jahre in der Schule darüber ein Referat gehalten - mit dem Resumee, dass das Projekt schon seit dutzenden Jahren sinnvoll wäre, aufgrund wirtschaftlicher Versprechungen jedoch nicht umsetzbar wäre.

Klingt sinnvoll: Wir nutzen die norwegischen Fjorde und Stauseen um unsere überschüssige Energie zu speichern.
Das erschien mir immer als die effektivste Lösung des deutschen Problems, dass wir ohne Atom- und Kohlekraft nicht mehr in der Lage sind, nachts genügend Energie zu generieren.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D » 11.06.2019 - 21:25

Bergwanderer hat geschrieben:
11.06.2019 - 10:17

@Martin_D

War das mit dem Gasnetz und Frau Baer(b)ock Dein Ernst oder hast Du es ironisch gemeint ?

Das war schon mein Ernst.

https://www.energie-tipp.de/news/gasnet ... mspeicher/

https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Highlander » 12.06.2019 - 22:22

Der Nachteil des viel zu kalten Wetters im Mai in diesem Jahr..
jetzt mit dem enormen Temperaturanstieg im Juni und dem zusätzlichen Regen, setzt die Schneeschmelze im Hochgebirge massiv ein..
https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im- ... g-erwartet

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Talabfahrer » 13.06.2019 - 09:55

Wursti hat geschrieben:
11.06.2019 - 19:49
Klingt sinnvoll: Wir nutzen die norwegischen Fjorde und Stauseen um unsere überschüssige Energie zu speichern.
Leider können die norwegischen Wasserkraftwerke im derzeitigen Ausbau aber keine "überschüssige Energie" speichern. Dazu bräuchte es Pumpspeicherkraftwerke, von denen es nach meinem derzeitigen Kenntnisstand in Norwegen kein einziges mit signifikanter Leistung gibt. Bei uns (A, CH, D) gibt es solche Pumpspeicherkraftwerke, von deren zusammen ca. 6 GW Leistung aber jeden Tag typisch 4 GW zur Deckung der Früh- und Abendlastspitzen benötigt werden. Zur Langzeitspeicherung sind die nicht ausgelegt, aber das ist ein anderes Thema.

Der Energieaustausch über NordLink und ähnliche Projekte funktioniert so, dass der norwegische Kraftwerksbetreiber Statnett im Fall, dass er via NordLink Strom günstiger beziehen als er ihn mit seinen eigenen Wasserkraftwerken erzeugen kann, diese Kraftwerke soweit möglich abschaltet oder runterregelt und damit kein Wasser aus den nur aus natürlichen Zuflüssen gespeisten Stau-/Speicherseen "verbraucht". Flapsig gesagt, heizt dann der Norweger an einem windigen Novemberwochenende seine Hütte mit Strom aus deutschen Windparks. Bei hohen Preisen an der Strombörse lassen die Norweger ihre perfekt regelbaren Wasserkraftwerke mit zusätzlicher über den Eigenbedarf im eigenen Land hinausgehender Leistung laufen und speisen diesen Strom über Leitungen in verbundene externe Netze, z.B. 1.4 GW nach Deutschland über NordLink. Es gibt weitere Leitungen, u.a. nach Großbritannien.
Nach derzeitiger Planung soll NordLink Ende 2020 betriebsbereit sein. Dass die Investoren damit primär nicht das Weltklima retten, sondern Geld verdienen wollen, ist meine persönliche Meinung.
Edit: Wenn man sich für das zugrunde liegende Geschäftsmodell interessiert, dann gibt es auf der Statnett-Seite zu NordLink einen sehr ausführlichen Bericht:
Cables to Germany and the UK - an analysis of the socio-economic benefit


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