Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

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Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Tripelmayr » 12.10.2008 - 01:08

Die NZZ berichtet über die Hintergründe der -wohl nicht nur vorläufig- gescheiterten Skigebietserweiterung von Davos/Klosters Parsenn ins Fondei (Richtung Fideriserer Heuberge).

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/v ... 85009.html

Das Thema wurde hier schon mehrfach angerissen, z.B. hier:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... ei#p164413

oder da:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... ei#p333745

Hier hat Harzwinter einen Prospekt verlinkt, der den Verlauf der alten Fondei Lifte zeigt:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... ei#p393937


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Pilatus
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Pilatus » 12.10.2008 - 02:38

Interessanter Artikel, merci! Die Parsennbahnen sind ja selber schuld, man hätte versuchen sollen die Skilifte irgendwie ins Programm zu nehmen. Ob ich jetzt da neue Sessellifte sehen möchte weiss ich auch nicht, es ist ein zweischneidiges Schwert.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Matze » 12.10.2008 - 12:03

bevor man im Parsenngebiet über das erweitern nachdenkt, sollte man lieber die vielen antiken Anlagen dort tauschen. Die leben doch jetzt schon nur vom ihrem Namen und von ihrer Substanz
auf geht es in die neue Saison

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von BigE » 12.10.2008 - 12:23

so ein quatsch, die fondeihänge wären eine enorme bereicherung für das gebiet gewesen. und dass sogar die verhätschelten pantoffelhelden auf ihre rechnung kommen hätte man einen der sessellifte mit einer sitzheizung ausstatten können...
wenn man nicht skiliftfahren kann und zu faul ist, vor einer gondel die skier abzuschnallen muss man eben akzeptieren dass man nur einen teil des skigebiets benutzen kann...

was ich den umweltverbänden zugute halten muss ist, dass das fondei einen reiz besitzt, der mit ein paar uni-g-stationen harmoniert wie die faust aufs auge. und selbst mit einer anständigen seilbahnarchtitektur würde das tal seinen ganz eigenen charakter verlieren.
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von k2k » 12.10.2008 - 16:28

Matze hat geschrieben:bevor man im Parsenngebiet über das erweitern nachdenkt, sollte man lieber die vielen antiken Anlagen dort tauschen. Die leben doch jetzt schon nur vom ihrem Namen und von ihrer Substanz
Was ist denn auf Parsenn noch alt? Alle wichtigen Schlepplifte wurden doch in den letzten 15 Jahren durch KSBs ersetzt, und die Pisten hat man auch fleissig bulldozerisiert und mit Beschneiung ausgestattet.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Hetzl00r » 12.10.2008 - 17:50

ich habe eigentlich gedacht, dass die Parsenn Bergbahnen kaum Geld haben....
Aber mir wärs lieber wenn sie anstatt Fondei erschließen das Schatzalp Gebiet wiedereröffnen....

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Theo » 12.10.2008 - 19:38

Wenn man den Artikel richtig liest kommt man schnell drauf was das ganze eigentlich soll.
Es geht hier nicht um den Parsenn sonder um das Verbandsbeschwerderecht über das im November abgestimmt wird.

Es soll anhand von diesem Beispiel aufgezeigt werden wie wichtig das Verbandsbeschwerderecht ist und dass es unbedingt erhalten werden muss.
Das Beispiel zeigt aber auch deutlich dass sich die Umweltverbände einen Dreck um die Demokrartie scheren.
Die Umweltverbände hätte es in diesem Fall aber überhaupt nicht gebraucht weil die demokratische Entscheidung von Langwies gegen Bundesrecht verstiess..
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von TPD » 12.10.2008 - 20:13

Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass die NZZ einen solchen Artikel abdruckt.
Der ist wirklich eher auf BILD-Niveau...
http://www.skichablais.net, die Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Matze » 20.10.2008 - 18:39

k2k hat geschrieben:
Matze hat geschrieben:bevor man im Parsenngebiet über das erweitern nachdenkt, sollte man lieber die vielen antiken Anlagen dort tauschen. Die leben doch jetzt schon nur vom ihrem Namen und von ihrer Substanz
Was ist denn auf Parsenn noch alt? Alle wichtigen Schlepplifte wurden doch in den letzten 15 Jahren durch KSBs ersetzt, und die Pisten hat man auch fleissig bulldozerisiert und mit Beschneiung ausgestattet.
alt kann ich Dir sagen: Häuptertälli Schlepper, Parsennfurkaschlepper, PB Totalt, PB Parsennhüttenbahn
(sicher sind diese Lifte technisch tip top in Ordnung; zweifelt niemnd an)
auch sind meiner Meinung nach als Zubringer in ein Schigebiet eine SSB und eine PB seit längerem nicht mehr Stand der Technik. Wenn Gäste aus Davos nach Klosters mit Zug fahren weil man da nicht so lange warten muß finde ich das ein Armutszeugnis; gut und zugegeben die sanierung der Parsenn SSB 2. Sektion müßte nicht sein für den Skibetrieb weil nebenan der 4er Rapid verläuft. Aber 4 er Sessel wir Maierhoftälli oder von der Parsennhütte zum Weißflühjoch sind auch nicht mehr Stand der Technik; sicher wird man deshalb diese noch nicht so alten Lifte nicht abreißen und durch neue ersetzen aber wir sprechen hier von Davos !!! und nicht von einem kleinen Skigebiet irgendwo. Davos nimmt für sich in Anspruch EINER DER ORTE DER SCHWEIZ zu sein. Höchstgelegene Stadt der Alpen. Ein Preisnivau das man mit den Ohren wackelt. Jahrhunderte alte Wintersporttradition und Luftkurort. Und dann solche Liftanlagen !!! Die leben meiner Meinung nach vom Namen und vom Namen und vom Namen und von der Substanz.
Die alten Schlepper oben am Rinnerhorn habe ich auch noch vergessen.
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Pilatus » 20.10.2008 - 21:36

[img]Aber%204%20er%20Sessel%20wir%20Maierhoftälli%20oder%20von%20der%20Parsennhütte%20zum%20Weißflühjoch%20sind%20auch%20nicht%20mehr%20Stand%20der%20Technik;[/img]

Halloooo? Ist schon ein besseres System als eine KSB entwickelt worden? Die Totalpbahn hat sogar Hauben. Und wenn man dort eine leistungsfähigere Bahn hinstellt dann kann man auf der Piste nicht mehr skifahren. Jetzt fährt man sich ja schon gegenseitig über die Ski. Maierhoftäli hat keine Hauben, aber dort bin ich eh fast immer alleine runter, wüsste nicht wieso dass dort solch eine 4-SBK nicht genügen soll. Manchmal echt stupid diese Forderungen hier. Einziger berechtigter Kritikpunkt sind meiner Meinung nach die Parsennfurka Schlepper, die können evtl. dem faulen Skifahrer ein Dorn im Auge sein. Bei allen anderen Anlagen versteh ich aber deine Kritik wirklich nicht. Die untere Parsenn SSB ist vielleicht nicht wirklich komfortabel, hat aber eine solch hohe Förderleistung, dass man eigentlich ziemlich zackig raufkommt, auch wenn es viele Leute hat.


Durch was soll den die Parsenn-PB ersetzt werden? Das macht keinen Sinn, die PB ist da mehr als geeignet, denn sie spielt ja nur eine Rolle. Und ob neue oder alte PB kommt nicht draufan.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Tripelmayr » 21.10.2008 - 15:05

auch sind meiner Meinung nach als Zubringer in ein Schigebiet eine SSB und eine PB seit längerem nicht mehr Stand der Technik.
Aha?
Aber 4 er Sessel wir Maierhoftälli oder von der Parsennhütte zum Weißflühjoch sind auch nicht mehr Stand der Technik
Verstehe.
Die alten Schlepper oben am Rinnerhorn habe ich auch noch vergessen.
^^ Richtig, furchtbar. Wir brauchen dort "Alpine Xpress Jets" mit Plastikdeckeln und 3000 Personen/h.

Wenn eine Top-Destination demnach nur noch aus 8 EUB (obwohl, sind die überhaupt Stand der Technik?) und (mindestens) 6er KSB bestehen darf, dann bin ich jedenfalls froh, dass Davos keine solche ist.

Bleibt die Frage, wer denn im Ranking überhaupt noch mitspielt. Z.B. dürfte St. Moritz ja auch verschissen haben: Sie benutzen dort Pendelbahnen als Aufstiegshilfe! Vielleicht ja die Skihalle in Neuss? Die haben einen Autobahnanschluss als Zubringer, wenn das nichts ist!

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Matze » 21.10.2008 - 21:00

vielleicht habt ihr mich nicht richtig verstanden oder ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. Die Erweiterung ins Fondei stehe ich eher possitiv gegenüber, ....aber ich meine man sollte zuerst den Bestand sichern und e.v.t. moderniesieren. Beispiel Parsennhüttenbahn. Diese PB war sicher anfangs völlig ausreichend. Dann wurde der Andrang größer und man hat einfach, im Prinzip paralell noch eine 4er Sessel gebaut, und möchte so auf paralerell auf zwei Schinen fahren. Jedoch wird der bequeme Skifahrer, und das sind sicher über 90 %, wird sich lieber an der Sesselbahn anstellen und warten, als abzuschnallen und die PB steigen. Solche, nennen wir es mal Kleinigkeiten, passen für mich nicht so recht zusammen.
Oder anderes Beispiel: Sie SSB Parsenn 1 war vor Ihrem Umbau ein absolutes Nadelöhr. Sicher ist es jetzt besser, aber die Bahn wurde doch vor nicht allzu langer Zeit saniert. Eine Kabinenbahn wäre doch auch hier wesentlich komfortabler gewesen, auch für den Sommertourist. Zumal der bei großem Andrang geht es bei einer Kabinenbahn immer stetig vorwärts in der Schlange während bei der SSB, so jetzt zehn Meter vorgehen und dann wieder 8 Minuten warten die Devise ist. (die Windfrage ob SSB oder KSB lasse ich natürlich gelten)

Wie gesagt, ich habe nichts gegen Schlepplifte und auch nichts gegen "ältere" 4er Sessellifte, ich selbst bin meist in kleineren Skigebieten unterwegs die vielleicht nicht immer den ganz großen Komfort bieten. Aber auch da habe ich meinen Spaß am Skifahren.
Meiner Meinung nach muß aber das Gesamtpaket aus Ort, Preis und Skigebiet und dessen Infrastruktur passen. Und ist für mich nicht in Davos so ganz gegeben.
Sorry, aber das ist meine ganz persönliche Meinung dazu.
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von k2k » 21.10.2008 - 22:11

@Matze: Mal angeschaut was auf Parsenn in den letzten Sommern an Beschneiungsanlagen gebaut wurde? Die sind auch nicht billig! Ich denke, in Davos wurde die letzten 15 Jahre ganz gut investiert. Nicht so extrem wie woanders, aber mehr als ausreichend. Die Erneuerung der 2. Sektion der Parsennbahn steht wohl auch an, wie hier irgendwo zu lesen war. Es gab übrigens damals die Idee, die erste Sektion als EUB zu bauen. Vom Ortszentrum aus ging das aber nicht, wenn ich mich recht erinnere. Man hätte die Talstation dann vor den Ort verlagern müssen, und das wollte man nicht. Die SSB hat eine Förderkapazität von 2200 p/h. Sehr viel mehr würde eine EUB auch nicht leisten. Die Fahrzeit der Bahn liegt bei 4 Minuten lt. lift-world, das sollte eigentlich keine allzu lange Wartezeit produzieren wenn man im ungünstigsten Fall gerade die abfahrende Bahn verpasst. Eine EUB bräuchte etwas mehr als 6 Minuten (bei 5 m/s), man wäre wohl nur geringfügig schneller. Und viele werden die Bahn ohnehin nur einmal am Tag als Zubringer benutzen. Eigentlich muss man den Davosern gratulieren, dass sie sich wieder für eine Standseilbahn entschieden haben (Stichwort Tradition und so), und nicht wegen ein bisschen Komfort, nach dem viele schreien, den aber eigentlich keiner braucht, eine 08/15-Bahn gebaut haben.

(Ich persönlich bin übrigens froh, dass die Pendelbahnen noch stehen und hoffe sie stehen noch lange. Für mich zeichnen diese das Gebiet aus. Ein Klassiker, der sich sein Flair zumindest ein Stück weit bewahrt hat bisher. Wobei ich zugegebenermassen nicht weiß, welche Pisten inzwischen durch Beschneiungsbau banalisiert worden sind.)
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von altmann » 22.10.2008 - 02:01

Das Thema SSB durch EUB ersetzen kam auch bei der SSB Unterwasser - Iltios, der "Schwesterbahn" der Parsennbahn (von den selben Ingenieuren gebaut im gleichen Stil, kurz nach Parsennbahn 1934, hat mehrmals "alte" Wagen der Parsennbahn übernommen).
Es wurde auch dort geprüft: und die EUB schneidet schlechter ab! Nicht nur wegen der neuen Trasse und "weichen Faktoren" wie dem Flair. - Aber, ja klar die Skis muss man halt abschnallen...
Nämlich:
eine EUB wird für 20-27 Jahre gebaut (Konzession). Danach ist schluss und die EUB muss nach dieser Zeit bereits wieder komplett ersetzt werden. Ist das denn sinnvoll? Ich finde nicht. Die rundum erneuerte SSB - eigentlich ist die Parsennbahn I sogar praktisch ein Neubau - kann dagegen viel länger den Betrieb am Berg sichern! Wir reden hier (wenn ich mich irre, sagt es bitte!) von etwa 60-70 Jahren! (Antrieb, Technik und Wagen ausgeschlossen).

Und noch was: Ist es denn so super sinnvoll, alle Anlagen auf die paar Spitzentage des Winters perfekt auszurichten? Natürlich, wenn man s Geld hat... Aber eigentlich sind das doch vielleicht total 20 Tage im Jahr. Und das auch v.a. an den Wochenenden und zwischen 8.30 und 11 Uhr! Und sonst? - Freie Fahrt - und das mit der SSB erst noch sehr schnell.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Theo » 22.10.2008 - 06:57

Und noch was: Ist es denn so super sinnvoll, alle Anlagen auf die paar Spitzentage des Winters perfekt auszurichten? Natürlich, wenn man s Geld hat... Aber eigentlich sind das doch vielleicht total 20 Tage im Jahr. Und das auch v.a. an den Wochenenden und zwischen 8.30 und 11 Uhr! Und sonst? - Freie Fahrt - und das mit der SSB erst noch sehr schnell.
Diese Frage müssten eigentlich von Familien, welche ihre Skiferien Arbeitsbedingt nur in der Haupsaison verbringen können, beantworten lassen.
Wenn man jedes Jahr die falsche Woche im Jahr da ist, denkt man darüber vielleicht anders.
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von altmann » 22.10.2008 - 10:31

@Theo: Da muss ich dir natürlich absolut Recht geben.
Wenn man sehr lange anstehen muss, ist das ärgerlich, und man überlegt sich zwei Mal, ob man im nächsten Jahr wieder am selben Ort Skifahren gehen soll. Z.B. in Unterwasser ein grosses Problem: die Iltiosbahn bringt momentan nur gerade mal 850 Pers./h hinauf. Nach Abschluss der zweiten Bauetappe wird das auch anders sein.
Die Parsennbahn hat aber doch eine recht hohe Kapazität. Ich hatte die Aussage von k2k im Hinterkopf:
Die SSB hat eine Förderkapazität von 2200 p/h. Sehr viel mehr würde eine EUB auch nicht leisten. Die Fahrzeit der Bahn liegt bei 4 Minuten lt. lift-world, das sollte eigentlich keine allzu lange Wartezeit produzieren wenn man im ungünstigsten Fall gerade die abfahrende Bahn verpasst. Eine EUB bräuchte etwas mehr als 6 Minuten (bei 5 m/s), man wäre wohl nur geringfügig schneller. Und viele werden die Bahn ohnehin nur einmal am Tag als Zubringer benutzen.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von HEHE » 04.04.2009 - 03:20

Davos war einmal eine Top Destination wenn man den Vorsprung in den 70er Jahren gegenüber anderen Skigebieten anschaut. :?

Irgendwann hat man die Trends aber verschlafen (Vergleicht z.b. Ischgl 1979 mit Davos 1979 und die Veränderungen bist heute).
Davos hat praktisch keine nachhaltigen Pistenausbauten oder Bahnsanierungen gemacht. Die ganze Struktur blieb irgendendwie auf diesem Stand eingefroren. Ischgl hingegen hat das Skigebiet optiomiert und mit dem Zusammenschluss mit Samnaun sehr an Attraktivität gewonnen.

Für einen Skiurlaub von einer Woche ist Davos nicht mehr attraktiv da es eigentlich nur 2 Berge gibt auf welchem man einen gewissen Standard bei den Liften hat (Parsenn und Jakobshorn) obwohl man auf dem Jakobshorn eh immer auf der gleichen Piste rumkratzt. Naja jetzt wird Brämäbühl wieder eine Option.
Rhinerhorn, Madrisa, Pischa:
Solange dort keine Beschäftigungsanlagen mit KSB erstellt sind werde ich diese Gebiete meiden. Die ganze Woche auf den Parsenn Autobahnen rumzurasen wird allerdings mit der Zeit auch langweilig. Aus diesem Grund 1 Woche Skiferien ohne Davos.

Auch für Tagestouristen ist Davos wenig Attraktiv. Laax, Lenzerheide und Flumserberge sind ab Zürich viel besser Erreichbar und es gibt auch genügend Parkplätze welche zum Teil auch Gratis sind. Parsenn könnte deutlich an Attraktivität gewinnen wenn eine Bahn aus dem Bereich Fideris/Küblis mit Bahnanschluss und einem grossen Parkplatz verfügbar wäre. (Zeitvorteil An und Abreise)

Parsenn:
Sehr schade ist auch dass das Skigebiet nicht Richtung Fondei/Heuberge erweitert werden konnte. Wäre eine einfache Möglichkeit gewesen einen besseren Zugang für die Tagestouristen zu bauen und den Verkehr von Fideris - Davos zu reduzieren. Ausserdem hätte man die Parsenn nachhaltig stärken können wie auch Pistenalternativen anbieten. Auch für einen Weiterausbau Richtung Grüsch wären die Tore offen gewesen.
Zum Glück wurde die SSB 1 Sektion saniert (gelungen!). Früher waren die Zustände in der Talstation Katastrophal. Beim Ankommen um ca. 9:15 musste man froh sein dass man bis um 11:15 auf dem Weissfluhjoch war und das für eine sehr teure Tageskarte. Dasselbe in Klosters.
Wünschenswert wäre der Zusammenschluss mit Schatzalp und einer Pistenverbindung. Notfalls mittels Tunnel so gäbe es mehr Abwechslung.

Wie schon angesprochen im Beitrag:
Davos lebt vom Namen und der Substanz.
Wie lange das noch weitergehen kann ist Fraglich da die anderen Gebiete aufholen und überholen.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Blue Boarder » 04.04.2009 - 11:24

Ja, bravo. Davos für eine Woche Skiferien nicht mehr attraktiv, so etwas blödes habe ich ja noch nie gelesen.

Früher gab es nur Skilifte auf Parsenn und Jakobshorn. Jetzt stehen da auch ein paar Sesselbahnen, sind das denn keine nachhaltigen Bahnprojekte? Oder die neue Standseilbahn, welche du selber ansprichst? Vielleicht kannst du ja auch noch erläutern wo man noch neue Pisten hinpflanzen kann. Der Ausbau ins Fondei-Gebiet hat man ja gesucht, man ist aber wegen ein paar doofen Gegnern gescheitert. Eine Zubringerbahn ab Fideris wird es nie geben. Wo möchtest du da eine Talabfahrt und Parkplätze hinstellen. Auch eine Bahn ab Küblis hätte so seine Tücken. Ewig lange Auffahrt aufs Weissfluhjoch. Keine Talabfahrt bei wenig Schnee. Leere Gondeln unter der Woche.

Meinst du indem man Madrisa, Pischa und Rinerhorn meidet, kämen da früher deine gewünschten KB's hin? Es soll auch noch Leute geben, welche lieber in einem wenigen moderneren Skigebiet fahren als in diesem hässlichen Ischgl und Samnaun. Ich bin froh, sieht man in vielen Skigebieten noch den Schnee und die Pisten als nur aneinander gereihte Riesensesselbahnen.

Als Tagestourist fahre ich lieber nach Klosters oder Davos als in die völlig überlaufenen Flumserberge. Ob du schlussendlich auch wirklich schneller auf der Lenzerheide bist, mag ich bezweifeln. Die kurvenreiche Auffahrt ist sehr mühsam und man verliert viel Zeit wenn da am Sonntagmorgen viele Autos und Reisecars das gleiche Ziel haben. Davos-Klosters hat eine super ausgebaute Zufahrt und dank der Umfahrung Saas (ab 2011) verschwinden auch noch die letzten scharfen Kurven. Man hat auch auf der Heimreise einen Vorteil. Man kommt erst in Landquart auf die Autobahn und muss da nur noch kurz durch den stockenden Verkehr. Die Distanzen ab Landquart liegen bei allen Skigebieten gar nicht so weit auseinander: Klosters-Madrisa 29 km, Klosters-Gotschna 31 km, Lenzerheide-Rothorn 32 km, Flims 32 km, Davos-Parsenn 42 km, Davos-Jakobshorn 45 km. Die 10 km mehr gegenüber Lenzerheide hast du in den langen 80er-Zonen richtung Davos schnell wieder raus.

Davos-Klosters mögen nicht die modernsten Skigebiete sein, sind aber trotzdem weiterhin sehr attraktiv für Skiferien und Skitage.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von alpiz » 04.04.2009 - 13:30

Bin eigentlich mehrheitlich mit dir einverstanden, denn selbst Parsenn bietet mehr als nur flache Autobahnen. MIt fünf Gebieten hat man sicherlich mehr als eine Woche genug Abfahrten. Einzig mit dem Jakobshorn konnte ich mich nie richtig anfreunden, da bieten Madrisa und Rinerhorn trotz alten Liften mehr Abwechslung.
Eine Zubringerbahn ab Küblis nach Schifer wäre natürlich toll. So hätte man eine viel kürzere Anreise und die Parsennabfahrt wäre auch viel attraktiver.


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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von GMD » 04.04.2009 - 13:33

Na ja, die Sache mit dem Fondei ist nicht nur an den Umweltschützern gescheitert. Das haben sie auch durch ihre Sturheit selber mitverbockt!
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Pilatus » 04.04.2009 - 15:11

Hier mal ein paar Punkte die mir bei der Diskussion eingefallen sind:

1. Wieso will/wollte man ins Fondei erweitern aber gleichzeitig die Schatzalp schliessen? Der Ausbau des Lawinentunnels zu einer Lawinengalerie mit einer breite von zwei Pistenfahrzeugspuren wäre für das Geld, welches für die Erweiterung Richtung Fondei vorgesehen war, sicher auch zu haben gewesen.

2. Bei dem Ameisenhaufen da oben, müsste ja Parsenn eigentlich schwer rentieren. Wo geht die ganze Kohle hin? Ok, kann natürlich auch sein dass die Aktionnäre den letzten Rappen Dividende sehen wollen ;)

3. Eine Verbindung mit den Fideriser Heubergen wäre auch nicht möglich, wenn die Skilift im Fondei noch stehen würden. Der Lift von der Heubergerseite reicht nämlich nicht bis ganz hinauf zum Pass.

Zufälligerweise ist mir einiges an Material zugelaufen, dank dem ich hier einige Infos zur Geschichte der Lifte geben kann.

Die Idee war, den langen Aufstieg in der bekannten Skiroute von Parsenn über Barga, dem Strassberger Fürggli und den Heubergen nach Fideris zu eliminieren. Dazu sollte ein Skilift "Barga - Strassberger Fürggli" erstellt werden. Die Skilift Parsenn-Fondei AG wurde gegründet und der Bau bei der Firma Skima aus Zürich in Auftrag geben. Der Bau der Anlage erfolgte 1964. Schon in der ersten Saison bekam der Lift aber seine isolierte Lage zu spüren. Bei der Planung war man davon ausgegangen, dass die Skifahrer von Parsenn aus die Talstation erreichen, dann einige Wiederholungsfahrten an der Anlage machen und am Schluss von der Bergstation aus nach Fideris abfahren würden. Gleich im ersten Betriebswinter 1964/65 ging jedoch diese Rechnung nicht auf. Der Winter soll sehr schneearm gewesen sein und eine Talabfahrt bis nach Fideris nur an wenigen Tagen möglich. Dadurch wurde die Skilift Parsenn-Fondei AG praktisch um alle ihre Gäste gebracht, da kaum jemand bereit war den langen Fussweg am Ende der Abfahrt nach Fideris bzw. zurück durch den Schnee nach Parsenn auf sich zu nehmen. Man sah sich desshalb gezwungen eine weitere Anlage zu bauen, die die Skifahrer am Ende des Skitages zurück von Baraga nach Parsenn bringen sollte (da diese Anlage weniger attraktives Gelände erschloss sah man den bestehenden Skilift weiterhin als Hauptbeschäftigungsanlage an). Da man vertraglich an die Firma Skima gebunden war, wollte man dort einen weiteren Skilift bestellen. Der Besitzer I.G. von Arx verweigerte jedoch den Bau einer weiteren Anlage durch seine Firma, da ihm die Skilift Parsenn-Fondei AG von der ersten Anlage immernoch Geld schuldete.
Desshalb gründete man kurzerhand eine neue Aktiengesellschaft mit dem Namen Skilift Barga-Parsenn AG und spannte mit dem für den Bau der ersten Skiliftanlage verwandwortlichen Skima-Mitarbeiter zusammen. Dieser Mitarbeiter war niemand anderst als der bekannte Skiliftpionier Theodor Brunner. Die Firma Skima sah in dieser Handlung einen Vertragsbruch und startete mehrere Gerichtsverfahren gegen die beteiligten Parteien, doch das ist eine andere Geschichte. Auf jeden Fall wurde der zweite Lift dann entgegen zahlreichen Schwierigkeiten von dem nun wieder selbständig operierenden Theodor Brunner (Tebru) errichtet.

Was mir allerdings nicht ganz klar ist, ist wann die Skilifte ihren Betrieb einstellten. Auf alten Pistenplänen der Skiregion Davos-Klosters sind sie schon Ende 70er Jahre verschwunden! 8O
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Mirco » 04.04.2009 - 17:15

HEHE hat geschrieben:Davos war einmal eine Top Destination wenn man den Vorsprung in den 70er Jahren gegenüber anderen Skigebieten anschaut. :?

Irgendwann hat man die Trends aber verschlafen (Vergleicht z.b. Ischgl 1979 mit Davos 1979 und die Veränderungen bist heute).
Davos hat praktisch keine nachhaltigen Pistenausbauten oder Bahnsanierungen gemacht. Die ganze Struktur blieb irgendendwie auf diesem Stand eingefroren. Ischgl hingegen hat das Skigebiet optiomiert und mit dem Zusammenschluss mit Samnaun sehr an Attraktivität gewonnen.

Für einen Skiurlaub von einer Woche ist Davos nicht mehr attraktiv da es eigentlich nur 2 Berge gibt auf welchem man einen gewissen Standard bei den Liften hat (Parsenn und Jakobshorn) obwohl man auf dem Jakobshorn eh immer auf der gleichen Piste rumkratzt. Naja jetzt wird Brämäbühl wieder eine Option.
Rhinerhorn, Madrisa, Pischa:
Solange dort keine Beschäftigungsanlagen mit KSB erstellt sind werde ich diese Gebiete meiden. Die ganze Woche auf den Parsenn Autobahnen rumzurasen wird allerdings mit der Zeit auch langweilig. Aus diesem Grund 1 Woche Skiferien ohne Davos.

Auch für Tagestouristen ist Davos wenig Attraktiv. Laax, Lenzerheide und Flumserberge sind ab Zürich viel besser Erreichbar und es gibt auch genügend Parkplätze welche zum Teil auch Gratis sind. Parsenn könnte deutlich an Attraktivität gewinnen wenn eine Bahn aus dem Bereich Fideris/Küblis mit Bahnanschluss und einem grossen Parkplatz verfügbar wäre. (Zeitvorteil An und Abreise)

Parsenn:
Sehr schade ist auch dass das Skigebiet nicht Richtung Fondei/Heuberge erweitert werden konnte. Wäre eine einfache Möglichkeit gewesen einen besseren Zugang für die Tagestouristen zu bauen und den Verkehr von Fideris - Davos zu reduzieren. Ausserdem hätte man die Parsenn nachhaltig stärken können wie auch Pistenalternativen anbieten. Auch für einen Weiterausbau Richtung Grüsch wären die Tore offen gewesen.
Zum Glück wurde die SSB 1 Sektion saniert (gelungen!). Früher waren die Zustände in der Talstation Katastrophal. Beim Ankommen um ca. 9:15 musste man froh sein dass man bis um 11:15 auf dem Weissfluhjoch war und das für eine sehr teure Tageskarte. Dasselbe in Klosters.
Wünschenswert wäre der Zusammenschluss mit Schatzalp und einer Pistenverbindung. Notfalls mittels Tunnel so gäbe es mehr Abwechslung.

Wie schon angesprochen im Beitrag:
Davos lebt vom Namen und der Substanz.
Wie lange das noch weitergehen kann ist Fraglich da die anderen Gebiete aufholen und überholen.
Ich glaube, Davos kann sehr gut ohne dich leben.
Küblis: Wo willst du in diesem Loch eine Bahn mit ausreichenden Parkplätzen hinbauen, wenn dort schon alles verbaut ist. Und wenn, dann meckern sicher alle wieder, die Auffahrt dauere so lange, bis man endlich oben ist. Ist das eine Lösung?
Eine Erweiterung kann man nicht einfach herklatschen und fertig. Die Bahnen befinden sich auf Gemeindegebiet, die zuständige(n) Gemeinde(n) und deren Bevölkerung hat zu entscheiden. Wenn es die Einwohner ablehnen, dann muss man dies akzeptieren, ob gut oder schlecht.

Übrigens kostet der Unterhalt eines Gebietes sehr viel mehr als du denkst. Wir befinden uns hier in den Bergen. Da gibt es Rütsche, lawinen, die dies und das beschädigen. Man muss es reparieren, und das kostet Geld. In Zürich hat es ausser dem Üetlihügel keine nennenswerten Erhebungen, deshalb kannst du das vielleicht auch nicht wissen.
Wenn du das Rinerhorn (bitte ohne "h" nach dem R!) meidest, was bringt dir das. Ich glaube besser fühlen kann man sich so nicht. Ob du jetzt mit einer schnellen Sesselbahn oder mit einem verhältnismässig schnellen Skilift den Berg hinauffährst ist doch egal. Ich habe immer gemeint, beim Skifahren zählt die Piste und nicht die Anlage. Anscheinend habe ich mich getäuscht.

Zum Jakobshorn will ich nicht viel sagen. Über das unattraktivste Gebiet von Davos-Klosters kann man auch nicht viel sagen. Alle Pisten am gleichen Hang, ausser zwei Buckelpisten nichts nennenswertes.

Übrigens scheint die Destination Davos immer noch sehr attraktiv zu sein. Von meinem Wohnhaus sehe ich tagtäglich abends eine Blechlawine, die sich Richtung Landquart wälzt. Und viel besser ist das bei der Lenzerheide nicht. Und 5, auch vom Charakter völlig verschiedene Skiberge zusammen kann man nicht als unattraktiv bezeichnen.
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von Vadret » 04.04.2009 - 17:53

Kann mich meinen Vorpostern nur anschliessen. Jakobshorn kenne ich zwar noch nicht. Aber das Gebiet Gotschna/Parsenn fand ich in Sachen Pistenqualität und Anlagen wirklich 1A. Neben das Oberengadin und Samnaun mein Lieblingsgebiet. Die Pisten sind sauber präpariert, die Anlagen modern und funktionell. Klar, es gibt Handlungbedarf bei den Furkaliften, aber obwohl dort noch keine 8KSB/B steht, meide ich die geniale Carvingautobahn dort runter nicht. Die Piste vom Joch nach Obersäss landschaftlich und auch von der Trassierung etwas vom Schönsten was ich diesen Winter gefahren bin. Meiner Meinung nach, ist das Gebiet Gotschna/Parsenn schon jetzt top so wie es ist. Wenn dann noch die Sesselbahn an den Furkaliften kommt und die grauenhafte Werbungsverpflasterung an den schönen Bahnen wegkommt, wird es noch ein touch genialer :P
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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von MarkyMark » 04.04.2009 - 18:54

lieber ein (alter) Skilift, dafür Platz auf der Piste. Ischgl mag ja die modernsten Anlagen haben, nur fehlt dafür gelegentlich der Raum für die gewünschten Schwünge.

5 verschiedene Skigebiete für 1 Woche Skiferien? Was will man noch mehr? Nicht einmal Zermatt kann diese Abwechslung bieten. Davos ist und bleibt eines der Top-Skigebiete der Schweiz.

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Re: Zur gescheiterten Erweiterung Davos-Parsenn ins Fondei

Beitrag von cavok » 04.04.2009 - 19:47

Hallo zusammen

Ich muss jetzt doch auch noch einigs Ergänzen, vom Grundthema Fondei sind wir ja schon lange abgewichen.

Zuerst kurz zur Schatzalp:
Ohne Tarifverbund Chancenlos, Verbindungstunnel, vergiss es. Gebe dem Projekt kaum Chancen. Schatzalp hätte von Parsenn übernommen werden müssen und in die Davos Klosters Mountains integriert werden müssen, dies erfolgte aus verschiedenen Gründen nicht.

Zu "Matze":


Matze hat geschrieben:Wenn Gäste aus Davos nach Klosters mit Zug fahren weil man da nicht so lange warten muß finde ich das ein Armutszeugnis;
Das war aber vor 2002, jetzt ist es wennschon umgekehrt.
Matze hat geschrieben:gut und zugegeben die sanierung der Parsenn SSB 2. Sektion müßte nicht sein für den Skibetrieb weil nebenan der 4er Rapid verläuft.
Doch, muss sein, schon mal überlegt das ev. der Rapid wegen Wind nicht läuft? Die SSB kann noch lange fahren wenn der (übrigens 6er) Rapid nicht läuft, kam diesen Winter doch ein paar mal vor. Und was machst du wenn du keinen Zubringer hast?
Ausserdem bringt der Rapid als Zubringer + Beschäftigungsanlage auch nur eine gewisse Anzahl Personen weg, und die SSB bringt wenns sein muss alle (realistisch gesehen) 7 Minuten 160 Personen.
Die SSB braucht es auch da ALLES Material für Schifer, Weissfluhjoch (nicht mit ü übrigens), Weissfluhgipfel, Parsennhütte, Totalp, Iglu Dorf, Militär, SLF mit der SSB hochkommt, du kannst mir gerne zeigen wie du Paletten auf einen Sessellift oder mit Pistenfahrzeugen (ökologisch/ökonomisch unsinn) hochbringst.
Ein weiterer Grund ist wie gesagt das Militär auf dem Gipfel welches auf die Anlage angewiesen ist und das SLF welches doch ab und zu auch noch auf dem Joch ist.
Falls du nur die Erneuerung in Frage stellst: Die Betriebsbewilligung läuft so langsam aus, die Spur ist zu schmal (800, braucht min 1000), Antrieb und Wagen müssen erneuert werden (sind 50 Jahre alt).


Matze hat geschrieben:Beispiel Parsennhüttenbahn. Diese PB war sicher anfangs völlig ausreichend. Dann wurde der Andrang größer und man hat einfach, im Prinzip paralell noch eine 4er Sessel gebaut, und möchte so auf paralerell auf zwei Schinen fahren. Jedoch wird der bequeme Skifahrer, und das sind sicher über 90 %, wird sich lieber an der Sesselbahn anstellen und warten, als abzuschnallen und die PB steigen.
Bitte informiere dich doch zuerst über die Entstehungs- und v.a. Entwicklungsgeschichte eines Skigebiet bevor du solche Behauptungen aufstellst. Der 4er Sessel Totalp ERSETZTE den Skilift Totalp und führte die Strecke etwas weiter (bis aufs Weissfluhjoch) und machte so die Windenbahn Jochexpress (eine PB Totalp existierte nie) für den Personentransport überflüssig. Der Skilift ging früher ca. bis unter die Strecke der Schiferbahn, ev. chlei Wasserscheide, müsste ich auf alten Karten nachschauen. Die Parsennhüttenbahn dient v.a. auch der Versorgung der Parsennhütte und dem Fussgängertransport und wird nicht mehr so häufig von Skifahrern benutzt wie früher (ohne Totalp Sessel und vor 1982 ohne Jochexpress).
Matze hat geschrieben:Oder anderes Beispiel: Sie SSB Parsenn 1 war vor Ihrem Umbau ein absolutes Nadelöhr. Sicher ist es jetzt besser, aber die Bahn wurde doch vor nicht allzu langer Zeit saniert. Eine Kabinenbahn wäre doch auch hier wesentlich komfortabler gewesen, auch für den Sommertourist. Zumal der bei großem Andrang geht es bei einer Kabinenbahn immer stetig vorwärts in der Schlange während bei der SSB, so jetzt zehn Meter vorgehen und dann wieder 8 Minuten warten die Devise ist. (die Windfrage ob SSB oder KSB lasse ich natürlich gelten).
Das Sanierungsargument kannst du bei der 2. SSB auch wieder bringen, Steuerung ist seit 2002 Brandneu, wird trotzdem in zwei Jahren ersetzt. Warum? Geld für 2. komplette SSB reicht nun wirklich nicht auf einmal, da muss mal wieder gespart werden.
Warum wäre eine Gondelbahn sinnvoller? Klar geht es stetig vorwärts, aber ob sie die Leistung der SSB wirklich bringt? Fahrzeit 4 Minuten 30, 10m/s, 200 Personen/Fahrt. Übrigens wurden, als das Thema ersatz/Erneuerung 1. Sektion aktuell wurde, alle möglichen und unmöglichen Projekte durchgenommen, und man landete doch wieder bei der SSB, aus Dummheit? Kaum.

Noch kurz zu HEHE
HEHE hat geschrieben:Parsenn könnte deutlich an Attraktivität gewinnen wenn eine Bahn aus dem Bereich Fideris/Küblis mit Bahnanschluss und einem grossen Parkplatz verfügbar wäre. (Zeitvorteil An und Abreise)
Klare Zustimmung!
Die Schiferbahn war bis Serneus geplant, scheiterte dann aber aus Finanziellen Gründen leider. Fideris wäre für mich auch eine gute Option, keine Ahnung ob da je was in der Schublade war, der Platz wäre auch vorhanden (Ehemaliges Spanplattenwerk). Küblis wäre natürlich optimal, fällt aber weg da die Gondelbahn vom Schifer über das Dorf Conters führen würde was nicht erlaubt ist. Auch sehe ich dort ausser beim EW keinen Platz und dieses ist vom Bahnhof relativ weit weg.

So, das wars, sorry für den langen Text, hoffe ich Ecke damit nicht überall an.

mfg m.


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