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"Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von j-d-s » 17.11.2019 - 04:36

Wie gesagt, entweder dürfen es alle EU-Länder oder es darf keines. So ein Vorgehen wie in Ö dass man gegen D klagt aber selbst gleichzeitig diskriminiert geht nicht.

Übrigens betrifft das private Unternehmen genauso wie den Staat, ist beim AGG, welches Diskriminierung wegen Ethnie, Geschlecht etc. verbietet, ganz genauso.

Und die Tiroler Bergbahngesellschaften wissen das ganz genau. Nicht ohne Grund wird der Einheimischentarif im Internet von den Gesellschaften nirgends erwähnt...
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Marvin » 17.11.2019 - 10:53

ski-chrigel hat geschrieben:
16.11.2019 - 13:56
Die Diskussion um Einheimischrabatte mit einer Diskrimierungsdiskussion zu vermischen, ist für mich als Schweizer zu weit gegriffen. Auch bei uns ist Diskrimierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Präferenzen, Religion, Rasse etc. verboten und wird gesellschaftlich grösstenteils auch nicht toleriert. Aber Einheimischtarife sind bei uns das normalste auf der Welt, fast überall vorhanden, völlig akzeptiert und natürlich auch legal. Kaum ein Mensch regt sich darüber auf. Dass die Österreicher diesbezüglich ähnlich denken, ist für mich nicht überraschend, auch wenn es die EU verbietet. Landesspezifische Mentalitäten. Ich gönne es den Tirolern weiterhin.
Was die Österreicher über Einheimischentarife denken ist das eine, aber sie haben sich eben entschieden, EU-Mitglied zu sein und dann müssen sie sich auch an alle EU-Vorschriften halten. Sich nur an das zu halten, was einem selbst gefällt und den Rest zu ignorieren geht nicht.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 17.11.2019 - 11:08

Tobi-DE hat geschrieben:
17.11.2019 - 00:55

Eine staatliche Diskriminierung darf IMHO nicht sein (Maut), was ein privater Betrieb macht sollte doch sein Problem sein, oder (Bergbahnen)?

Übrigens diskriminieren Deutsche auch ungestraft Deutsche. Schon mal versucht in Bayern einen Bauplatz von einer Gemeinde zu kaufen? Einheimischenrabatt, Kinderrabatt, gibt teilweise sogar Ehrenamtrabatt... Da ist ein ermäßigter Eintritt ins Schwimmbad oder ne Liftkarte ein Witz dagegen.
Ad 1: Nein, auch private Betriebe dürfen in der EU niemanden aufgrund der Staatsangehörigkeit offen oder versteckt (das wären die Einheimischenrabatte) diskriminieren. Wäre das erlaubt, käme man nie zu einem gemeinsamen Markt. Aus diesem Grund hat auch der Österreicher gegen die Therme in Bad Reichenhall gewonnen, weil er 2,5 Euro mehr als die Einheimischen zahlen musste.

Ad 2: SogannTe „Inländerdiskriminierung“ seitens der Mitgliedsstaaten ist erlaubt. Die Verträge überlassen es jedem Staat selbst, ob er seine Bürger schlechter als EU-Ausländer stellt. Die müssen sich dagegen dann eben bei der nächsten Wahl wehren...

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 17.11.2019 - 11:27

ski-chrigel hat geschrieben:
16.11.2019 - 13:56
Die Diskussion um Einheimischrabatte mit einer Diskrimierungsdiskussion zu vermischen, ist für mich als Schweizer zu weit gegriffen.
Die angebliche „Vermischung“ ist ein guter rhetorischer Kniff um die eigene Sichtweise zu untermauern aber in der Sache bei näherer Betrachtung schlicht Unfug: Die Einheimischenrabatte sind das Musterbeispiel einer Diskriminierung. Aber dein Einwand zeigt recht gut, dass der Maßstab oft ein anderer ist, wenn man selbst persönlich betroffen oder eben nicht betroffen ist. Zeigt sich bei der dt. Mauteinführung (habe diesbezüglich aus Österreich noch nie das Argument „sind doch nur ein paar Euro“ gehört was bei den Skipasspreisen gegenüber den Ausländern immer angebracht wird). Stattdessen Aufruhr und Klage. Die Klage des Österreichers in Bad Reichenhall wegen 2,5 Euro Aufpreis ist ein anderes Beispiel.

Ich plädiere für mehr Ehrlichkeit und weniger Doppelmoral in diesen Diskussionen. Wenn ich mich einmal auf einen Maßstab geeinigt habe (sprich: keine Diskriminierung), dann sollte das immer und überall gelten. Die Österreicher sind diesbezüglich leider Weltmeister im Rosinenpicken. Und das ist schade und unaufrichtig.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Tysk » 17.11.2019 - 11:39

Winterberg führt den Einheimischen Tarif zum 1.12 neu ein. Im Allgäu gib es ihn schon lange.
Und Freizeitparks wie der Holiday Park, Phantasialand haben ihn auch.
Es gibt auch ausnahmen wo "Einheimischetarife" erlaubt sind. Wenn nicht freiwillig auf "Einheimischentarife" verzichtet wird, müsste wahrscheinlich jeder "Einheimischentarif" von einem Gericht geprüft werden oder die EU muss das Gesetzt verschärfen.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ski-chrigel » 17.11.2019 - 11:41

Wenn es nicht traurig wäre, dass man Einheimischtarife in den gleichen Topf wie Menschenrechte wirft, wäre es geradezu lächerlich. Absurd ist es sowieso. :nein:
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2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo,Div.je1x
2014/15:121Tg 2013/14:65Tg 2012/13:48Tg 2011/12:62Tg 2010/11:83Tg

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 17.11.2019 - 11:46

Tysk hat geschrieben:
17.11.2019 - 11:39
Winterberg führt den Einheimischen Tarif zum 1.12 neu ein. Im Allgäu gib es ihn schon lange.
Und Freizeitparks wie der Holiday Park, Phantasialand haben ihn auch.
Es gibt auch ausnahmen wo "Einheimischetarife" erlaubt sind. Wenn nicht freiwillig auf "Einheimischentarife" verzichtet wird, müsste wahrscheinlich jeder "Einheimischentarif" von einem Gericht geprüft werden oder die EU muss das Gesetzt verschärfen.
Wenn das so ist, gehört es aus oben genannten Gründen schlicht abgeschafft. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung sind solche Versuche aber auf dem Rückzug. In Tirol findet man auf offiziellen Preistafeln fast nirgends solche Tarife mehr. Aber inoffiziell natürlich fast überall...


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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von TPD » 17.11.2019 - 12:03

Eigentlich könnte man den Spiess auch mal umdrehen.
In vielen Kurorten wird den übernachtenden Gästen "gratis" eine Gästekarte mit zum Teil sehr grosszügigen Ermässigungen ausgehändigt.
Aber die lokale Bevölkerung bezahlt normale Steuern und keine Kurtaxen. Somit ist sie auch nicht zum Bezug einer solchen Gästekarte berechtigt!
Eine solche Gästekarte ist meines Erachtens auch eine Diskriminierung gegenüber den Tagesgästen und der lokalen Bevölkerung.

Immerhin gibt es Orte wo die Gästekarte gegen Entgelt von jedermann auch als Tages- oder Saisonkarte bezogen werden kann.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 17.11.2019 - 12:44

ski-chrigel hat geschrieben:
17.11.2019 - 11:41
Wenn es nicht traurig wäre, dass man Einheimischtarife in den gleichen Topf wie Menschenrechte wirft, wäre es geradezu lächerlich. Absurd ist es sowieso. :nein:
Erstens hat das glaube ich niemand gemacht und zweitens ist das Argument ziemlich schwach: Niemand kommt schließlich auf die Idee zu sagen, dass Körperverletzung nicht so schlimm sei, weil Mord noch viel schlimmer ist. Ist einfach beides schlecht. Und in diesem Thema geht es eigentlich auch nicht um Menschenrechte, sonder darum, dass auch an der Kassa niemand aufgrund seiner Herkunft diskriminiert wird. Auch wenn man es persönlich gerne so hätte, weil man irgendwo selbst davon profitiert. Es ist und bleibt eine ungerechtfertigte Diskriminierung, das kann man sich schönreden oder whataboutism betreiben aber am Ende bleibt es was es ist: Man fährt selber günstiger Ski auf Kosten anderer. Man geniert sich inzwischen ein bisschen (deshalb ist es nicht mehr offiziell) aber so ganz aufgeben möchte man den Vorteil nicht. Das Leben ist schließlich hart genug zu einem selbst und irgendwie hat man die kleine Entschädigung dann ja auch verdient...sollen die Touristen mal schön zahlen!

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Wurzelsepp » 17.11.2019 - 14:41

Mir geht es wie Chrigel: Ich kann diese Aufregung nicht verstehen... muss ich aber wohl auch nicht ;)

Noch etwas: Wenn MICH so etwas so stören würde, wie das hier scheinbar bei einigen der Fall ist, so wäre meine Konsequenz ganz einfach: Da gehe ich nicht mehr hin! Wenn das genug machen würden, so wäre der Einheimischentarif in nullkommanichts Geschichte. Scheinbar ist es aber kein Problem, oder mindestens kein so Grosses, dass man persönliche Konsequenzen zieht.

Darum gilt auch hier: Hunde die bellen, beissen nicht.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von tauernjunkie » 17.11.2019 - 16:54

TPD hat geschrieben:
17.11.2019 - 12:03
Eigentlich könnte man den Spiess auch mal umdrehen.
In vielen Kurorten wird den übernachtenden Gästen "gratis" eine Gästekarte mit zum Teil sehr grosszügigen Ermässigungen ausgehändigt.
Aber die lokale Bevölkerung bezahlt normale Steuern und keine Kurtaxen. Somit ist sie auch nicht zum Bezug einer solchen Gästekarte berechtigt!
Eine solche Gästekarte ist meines Erachtens auch eine Diskriminierung gegenüber den Tagesgästen und der lokalen Bevölkerung.

Immerhin gibt es Orte wo die Gästekarte gegen Entgelt von jedermann auch als Tages- oder Saisonkarte bezogen werden kann.
Tut mir leid, aber hier muss ich einschreiten. Das stimmt einfach nicht.

Die Gästekarte wird über die Kurtaxe und andere Nächtigungsabgaben durch die Gastgeber und damit indirekt durch den Gast finanziert. Die Gästekarten sind ein Beispiel von Komplementärfinanzierungen, d.h. ALLE (in diesem Fall die Gäste) zahlen für Etwas und dafür wird es für den Einzelnen, der es nutzt günstiger.
Vergleichbares Beispiel sind die Semestertickets an Unis und FHs, bei denen alle Studenten im Semesterbeitrag an den regionalen Verkehrsverbund einen festen Betrag zahlen und dafür die Zeitkarten im Verkehrsverbund für diejenigen Studenten, bei denen und nur bei denen die Uni oder FH an der Komplementärfinanzierung teilnimmt, zu einem (je nach Vertrag) mitunter stark rabattierten Preis erhalten, bis hin zur 100% Finanzierung wie z.B. bei der Uni Marburg, d.h. Verbundticket im Semesterbetrag inbegriffen. Bei Jobtickets läuft das dann darüber, dass der Arbeitgeber vom Gehalt der Mitarbeiter einen Anteil an den Verkehrsverbund überweist und der Beschäftigte dann die Zeitkarten vergünstigt erhält.

Hierbei ist auch eingerechnet, dass die Verkehrsverbünde durch die günstigeren Preise einen größeren Umsatz machen. Wenn das Jobticket im Jahr 600€ statt 1200€ kostet (den Öffi-Beitrag zahlt man fix), dann kaufen es mehr, d.h. der Verkehrsverbund hat größere Einnahmen. Bei Gästekarten kann man davon ausgehen, dass ein Großteil der Gäste nur auf einen Bruchteil der Angebote zurückgreift, viele das inkludierte Bus- und Zugangebot gar nicht nutzen oder wenn dann zu einem großen Teil nur deshalb, weil es nichts kostet.

Wie lässt sich das auf den von Dir angeführten Fall des "wir Einheimische wollen alle günstig die Touristeneinrichtungen nutzen" übertragen?
Ganz einfach: Der Ort führt eine Sonderabgabe für den Tourismus und für das ÖPNV-Angebot an und dann zahlen alle dafür und der einzelne der es nutzt, zahlt damit weniger. Das bedeutet aber auch, dass jemand, der die Angebote nicht nutzt, für etwas Geld lässt für das er keine Gegenleistung bekommt, bzw. nichts in Anspruch nimmt. Und hier liegt das Problem: Urlaubsgäste sind zum Urlauben da und nehmen die touristischen Angebote eher in Anspruch oder haben generell an einer Komplementärfinanzierung des touristischen Angebots einfach ein größeres Interesse als der Einheimische, der nicht gerade in seinem Ort wohnt, um in Thermen zu gehen und mit Bus und Bahn durch die Gegend zu fahren. Deshalb sind solche Stammtisch-Aussagen wie "die Gäste kriegen das alles gratis" Unfug. Wenn Du das auch willst, dann setz Dich im Ort für Komplementärfinanzierungen ein. ;) Ich bezweifle allerdings aus oben genannten Gründen, dass es dafür Mehrheiten unter den Einheimischen geben wird.

Übrigens: Für mich sind die Leistungen, die in der Gästekarte enthalten sind, ein wichtiges Kriterium für die Auswahl meines Urlaubsortes.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Theo » 17.11.2019 - 18:27

Nach der Entscheidung über die Aufhebung der Autobahnmaut auf gewissen Teilstrecken, was ja zu geschätzten mehr als 95% nur den ausländischen Gästen zugute kommt, sollte dieses Thema zumindest für Österreich eigentlich fertig diskutiert und beendet sein.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 17.11.2019 - 19:33

tauernjunkie hat geschrieben:
17.11.2019 - 16:54
Die Gästekarte wird über die Kurtaxe und andere Nächtigungsabgaben durch die Gastgeber und damit indirekt durch den Gast finanziert.
Teilweise läuft die Finanzierung meines Wissens nach auch über die Tourismusverbände die u. a. von jedem Unternehmer eine Zwangsabgabe einheben egal ob dessen Betrieb in irgendeiner tourismusrelevanten Relevanz steht oder nicht.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Marvin » 17.11.2019 - 20:32

Theo hat geschrieben:
17.11.2019 - 18:27
Nach der Entscheidung über die Aufhebung der Autobahnmaut auf gewissen Teilstrecken, was ja zu geschätzten mehr als 95% nur den ausländischen Gästen zugute kommt, sollte dieses Thema zumindest für Österreich eigentlich fertig diskutiert und beendet sein.
Inwiefern rechtfertigt eine freiwillige Maßnahme an der einen Stelle einen Rechtsbruch anderswo?

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von TPD » 17.11.2019 - 23:30

Die Gästekarte wird über die Kurtaxe und andere Nächtigungsabgaben durch die Gastgeber und damit indirekt durch den Gast finanziert.
Dann ist Dir hoffentlich nicht entgangen, dass ich das "Gratis" bewusst in Gänsefüsschen gesetzt habe ;)
Aber wenn ich daran denke was ein normales Ticket im ÖV, die Einzelfahrt der Bergbahnen oder der Eintritt ins Schwimmbad kostet, kann dies niemals nur durch die Kurtaxe finanziert werden?
Viele Gemeinden (Steuerzahler) müssen Millionen einschiessen damit die touristische Infrastruktur nicht zu Grunde geht. Sei es die Sanierung des undichten Dachs des Hallenbads oder die zinslosen Darlehen A-fonds-perdu für die Finanzierung der neuen Lifte.
Da finde ich es schon sehr eigenartig, dass man den Einwohnern die Vorteile einer Gästekarte verwehrt (denn die werden wohl kaum in einem Hotel im eigenen Ort übernachten) aber gleichzeitig auch die Einheimischentarife verbietet...
Und ich habe nicht mal gesagt, dass man den Einwohnern die Gästekarte gratis abgeben muss. Sie müssten nur die Möglichkeit haben gegen ein vernünftiges Entgelt eine solche Karte zu beziehen.
Vergleichbares Beispiel sind die Semestertickets an Unis und FHs
Dieser Vergleich hinkt.
Sofern die schulischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann sich jedermann an einer Hochschule immatrikulieren und dann auch vom Semesterticket profitieren ;)
Und es steht mir auch frei den Job zu wechseln und einen Arbeitgeber zu suchen, der ein Jobticket mitfinanziert.
Aber die Gästekarte schliesst alle Einwohner des Kurortes aus. Und sowas kann man durchaus als Diskriminierung betrachten.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von j-d-s » 18.11.2019 - 02:29

Wie Ghostbikersback gesagt hat, ist der EU Inländerdiskriminierung egal (auch bspw. wenn eine Person mit Wohnsitz in Wien beim Skipasskauf in Tirol diskriminiert wird). Es geht nur darum, dass keine Personen aufgrund ihres Wohnsitzes in einem anderen EU-Land diskriminiert werden dürfen.

Natürlich ist Inländerdiskriminierung auch etwas das verboten gehört, aber das müsste eben auch die entsprechende nationale Regierung/Parlament entscheiden.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kössen » 18.11.2019 - 10:07

Den Einheimischen Tarif gibt es nicht nur für Ortsansässige. Wer in Tirol arbeitet kann sich dies durch den Arbeitgeber bestätigen lassen und bekommt auch den günstigeren Tarif. Und da ist es egal wo der jenige wohnt. Also kann auch ein Deutscher den günstigen Tarif bekommen, soviel zur Diskriminierung der Ausländer.
Bild
Gruß Marco

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 18.11.2019 - 10:21

Genau deshalb ist es ja auch totaler Unsinn. Wenn eine Gemeinde einen Skilift unterhält und die Einwohner vergünstigt fahren dürften, wäre es ja noch halbwegs zu rechtfertigen. Das passiert aber nicht. Stattdessen bekommt der Kufsteiner in Obergurgl einen Rabatt (weil er in Tirol wohnt). Was hat der Kufsteiner mit Sölden/Obergurgl zu tun? Richtig nichts. Und natürlich wohnen in Tirol überwiegend Tiroler. Deshalb ist die Anknüpfung an den Wohnort ja auch nur eine indirekte (und keine direkte) Diskriminierung. Und beides ist völlig zu Recht verboten.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von tauernjunkie » 18.11.2019 - 10:52

TPD hat geschrieben:
17.11.2019 - 23:30
Und ich habe nicht mal gesagt, dass man den Einwohnern die Gästekarte gratis abgeben muss. Sie müssten nur die Möglichkeit haben gegen ein vernünftiges Entgelt eine solche Karte zu beziehen.
Perfekt gelöst ist das nicht, das stimmt. Deine Forderung kann ich schon nachvollziehen.

Was den Öffentlichen Verkehr angeht: Du kommst von Deinem "die kriegen was gratis" nicht runter. Die Touristen tragen mit ihrem Geld über Kurtaxe usw. ganz wesentlich zur Finanzierung des Zugangebots bei. Du kannst nämlich schon davon ausgehen, dass die Beförderer, bzw. die Verkehrsverbünde hier keine Verträge mit den Unterkünften eingehen, bei denen sie nicht selbst auch besser gestellt sind (=mehr Geld). Auch beim Jobticket, auch beim Semestertticket hat der Verkehrsverbund erwartbar höhere Einnahmen durch größere Umsätze wenn der Arbeitgeber oder die Hochschule daran teilnimmt, als wenn er/sie nicht daran teilnimmt.
In den meisten Tälern könnte man das heutige Verkehrsangebot finanziell gar nicht stemmen, würde hier über den Gästekarten-Topf nicht kräftig reingebuttert werden.
TPD hat geschrieben:
17.11.2019 - 23:30
Vergleichbares Beispiel sind die Semestertickets an Unis und FHs
Dieser Vergleich hinkt.
Sofern die schulischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann sich jedermann an einer Hochschule immatrikulieren und dann auch vom Semesterticket profitieren ;)
Und es steht mir auch frei den Job zu wechseln und einen Arbeitgeber zu suchen, der ein Jobticket mitfinanziert.
Wären da nicht noch die übrigen zu zahlenden Gelder aus dem Semesterbeitrag und Orientierungsprüfungen, die dem ganzen einen Strich durch die Rechnung ziehen. ;)
TPD hat geschrieben:
17.11.2019 - 23:30
Aber die Gästekarte schliesst alle Einwohner des Kurortes aus.
Nein, Du wirst nicht ausgeschlossen, Du musst eben den unsubventionierten Preis bezahlen. Und das hat mit "Einwohner des Kurortes" gar nichts zu tun. Wenn ich aus Lörrach als Tagestourist herkomme, dann kriege ich auch keine Gästekarte hinterhergeschmissen. Die kriege ich - genauso wie Du - nur, wenn ich eine Unterkunft besuche. In Tirol werden die Rabatte übrigens nicht den "Einwohnern des Kurortes" gewährt (da hätte ich überhaupt keine Probleme), sondern der Zirkus hier auf ganz Tirol bezogen. Und warum jemand, der in Innsbruck ein Stadtleben führt, im Ötztal weniger für die Tageskarte zahlen soll als der Münchner, das lässt sich mit Deinem Beitrag hier nicht begründen. Oder siehst Du Dich als Berner auch noch als Einwohner des Kurortes in Arosa? ;)

Die Einwohner des Kurortes, die sich diese Gästekarten immerhin selbst ausgedacht haben, werden sich damit wohl auch nicht allzu sehr diskriminiert fühlen.

Übrigens gibt es in Tirol ganz viele Ecken, die in ihren Gästekarten gar nichts liefern aber trotzdem (heimlich) heftige Einheimischenrabatte gewähren. Hier kann sich jeder ein zum ursprünglichen Diskussionsthema passendes Beispiel suchen. Ich geh dann übrigens auch nur hin, wenn ich diesen Preis auch bekomme, andernfalls mache ich um die betreffende als Gast einen großen Bogen dank zahlreicher Alternativen im Alpenraum. Ich rate auch jedem, der sich ständig auf die EU beruft, hier dann selbst auch konsequent zu handeln und nicht immer wieder in den gleichen Laden zu rennen, von dem man sich seit Jahren diskriminiert fühlt (dann könnte man die Debatte hier auch ernst nehmen).
Zuletzt geändert von tauernjunkie am 18.11.2019 - 16:17, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kössen » 18.11.2019 - 12:25

ghostbikersback hat geschrieben:
18.11.2019 - 10:21
Genau deshalb ist es ja auch totaler Unsinn. Wenn eine Gemeinde einen Skilift unterhält und die Einwohner vergünstigt fahren dürften, wäre es ja noch halbwegs zu rechtfertigen. Das passiert aber nicht. Stattdessen bekommt der Kufsteiner in Obergurgl einen Rabatt (weil er in Tirol wohnt). Was hat der Kufsteiner mit Sölden/Obergurgl zu tun? Richtig nichts. Und natürlich wohnen in Tirol überwiegend Tiroler. Deshalb ist die Anknüpfung an den Wohnort ja auch nur eine indirekte (und keine direkte) Diskriminierung. Und beides ist völlig zu Recht verboten.
Der zu Grunde liegende Gedanke ist der, dass diese Personen in Tirol Steuern zahlen und das Landhaus subventioniert einige Bergbahnen. Zumindest wurde das mal als Erklärung vor einigen Seiten hier geschrieben.
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Gruß Marco

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 18.11.2019 - 13:27

Nachdem zumindest der von Unternehmen zentral eingezogene Tourismusverbandsbeitrag auf alle Verbände in Tirol aufgeteilt wird ist das Argument durchaus nachvollziehbar.
Grüße von Markus

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 18.11.2019 - 17:55

Eigentlich ist jede Ermäßigung eine Form der Diskriminierung. Warum zahlt einer in der Gruppe weniger ? Warum zahlen Junge oder Alte weniger ? Warum zahlt einer weniger, nur weil er früher oder später gebucht hat ? etc. Diese EU-Verordnung funktioniert nicht so richtig.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 18.11.2019 - 18:15

leogang.rocks hat geschrieben:
18.11.2019 - 17:55
Eigentlich ist jede Ermäßigung eine Form der Diskriminierung. Warum zahlt einer in der Gruppe weniger ? Warum zahlen Junge oder Alte weniger ? Warum zahlt einer weniger, nur weil er früher oder später gebucht hat ? etc. Diese EU-Verordnung funktioniert nicht so richtig.
Das ist keine EU-Verordnung, sondern der sogenannte Antidiskriminierungsgrundsatz. Der gilt in der EU aber eigentlich auch in jedem anderen zivilisierten Staat. Der Österreicher, der in Bad Reichenhall geklagt hat wegen des Aufpreises von 2,5 Euro hat nicht primär auf Basis des EU-Rechts die Sache gewonnen, sondern wegen des auch im deutschen Recht geltenden Antidiskriminierungsgrundsatzes. Heißt, niemand soll aufgrund seiner Staatsangehörigkeit ohne sachlichen Grund benachteiligt werden. In der EU ist insbesondere die Diskriminierung anderer Mitgliedstaaten verboten, sonst würde sich jeder nur die Rosinen rauspicken...

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von siri » 18.11.2019 - 18:27

Theo hat geschrieben:
17.11.2019 - 18:27
Nach der Entscheidung über die Aufhebung der Autobahnmaut auf gewissen Teilstrecken, was ja zu geschätzten mehr als 95% nur den ausländischen Gästen zugute kommt, sollte dieses Thema zumindest für Österreich eigentlich fertig diskutiert und beendet sein.
Wenn jetzt noch der Landecker Tunnel Mautfrei würde, wäre ich voll bei Dir :roll:

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Theo » 18.11.2019 - 18:44

Ich muss dann jetzt auch mal anmerken dass unser Sprachrohr der Diskriminierten selber in einer Stadt lebt welche dann allem Anschein nach auch diskriminierende Angebote in ihrem Internetauftritt anpreist.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing


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