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"Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 18.11.2019 - 18:52

ghostbikersback hat geschrieben:
18.11.2019 - 18:15
leogang.rocks hat geschrieben:
18.11.2019 - 17:55
Eigentlich ist jede Ermäßigung eine Form der Diskriminierung. Warum zahlt einer in der Gruppe weniger ? Warum zahlen Junge oder Alte weniger ? Warum zahlt einer weniger, nur weil er früher oder später gebucht hat ? etc. Diese EU-Verordnung funktioniert nicht so richtig.
Das ist keine EU-Verordnung, sondern der sogenannte Antidiskriminierungsgrundsatz. Der gilt in der EU aber eigentlich auch in jedem anderen zivilisierten Staat. Der Österreicher, der in Bad Reichenhall geklagt hat wegen des Aufpreises von 2,5 Euro hat nicht primär auf Basis des EU-Rechts die Sache gewonnen, sondern wegen des auch im deutschen Recht geltenden Antidiskriminierungsgrundsatzes. Heißt, niemand soll aufgrund seiner Staatsangehörigkeit ohne sachlichen Grund benachteiligt werden. In der EU ist insbesondere die Diskriminierung anderer Mitgliedstaaten verboten, sonst würde sich jeder nur die Rosinen rauspicken...
Und genau das ist bei den Skikarten nicht der Fall. Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle, ob man eine Ermäßigung kriegt oder nicht.


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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 18.11.2019 - 19:55

Genau, wie oben schon x-mal erklärt ist es deshalb eine verbotene mittelbare bzw. versteckte Diskriminierung. Direkte setzen bei der Staatsangehörigkeit an, mittelbare wirken so, dass vor allem EU-Ausländer betroffen sind. Die dt. Maut war auch so ein Beispiel, die Erstattung gab es für das in Deutschland gemeldete Auto und nicht für die Nationalität...sollte doch auch für Nichtjuristen nicht allzu schwer sein.

Und komm jetzt bitte nicht mit „aber die Wiener zahlen doch auch den vollen Preis...“. Das ist eine nach EU-Recht erlaubte Inländerdiskriminierung. Da muss man sich beim nationalen Gesetzgeber beschweren und entsprechend wählen.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von TPD » 20.11.2019 - 19:25

Was den Öffentlichen Verkehr angeht: Du kommst von Deinem "die kriegen was gratis" nicht runter.
Du wirst Dich wundern aus folgenden Gründen stört es mich eigentlich nicht.
- Die Linie ist im nationalen Tarifsystem integriert. (GA-Bereich)
- Die Linie darf auch mit einem gültigen Bergbahnticket benutzt werden.
- Die Linie ist schlicht und einfach gratis.

Aber ich finde es unschön, wenn mit der Gästekarte die Bergbahnen unbegrenzt benutzt werden können und ich als Einwohner oder Tagestourist nur teure Einzelfahrten beziehen kann. Wenn für diese Klientel eine Tageskarte (zu einem anständigen Preis) angeboten wird, wäre ich auch nicht im Neid-Modus.
Die Touristen tragen mit ihrem Geld über Kurtaxe usw. ganz wesentlich zur Finanzierung des Zugangebots bei.
Das mag vielleicht für Deutschland zutreffen?
In der Schweiz gibt es für die Finanzierung des ÖV's einen definierten Verteilschlüssel. Das heisst die meisten Bahn- und Buslinien sind durch die Gemeinde, Kanton und Bund finanziert!
Aber es gilt die Device wer bezahlt befiehlt. Wenn die Gemeinde ein besseres ÖV-Angebot möchte, als ihr per Gesetz zusteht, dann kann sie den Aufpreis selber bezahlen. Jedoch den Tarif wird sie nur bei sogenannten nicht abgeltungsberechtigten Linien selber bestimmen können.
Soll nun eine Gästekarte auf dem abgeltungsberechtigten ÖV gelten, dann muss sie wohl direkt mit dem zuständigen Transportunternehmen oder dem Auftraggeber Verhandlungen führen.
http://www.skichablais.net, die Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 21.11.2019 - 10:00

ghostbikersback hat geschrieben:
18.11.2019 - 19:55
Genau, wie oben schon x-mal erklärt ist es deshalb eine verbotene mittelbare bzw. versteckte Diskriminierung. Direkte setzen bei der Staatsangehörigkeit an, mittelbare wirken so, dass vor allem EU-Ausländer betroffen sind. Die dt. Maut war auch so ein Beispiel, die Erstattung gab es für das in Deutschland gemeldete Auto und nicht für die Nationalität...sollte doch auch für Nichtjuristen nicht allzu schwer sein.

Und komm jetzt bitte nicht mit „aber die Wiener zahlen doch auch den vollen Preis...“. Das ist eine nach EU-Recht erlaubte Inländerdiskriminierung. Da muss man sich beim nationalen Gesetzgeber beschweren und entsprechend wählen.
"dass vor allem EU-Ausländer betroffen sind" ... betroffen sind alle außerhalb einer Region. Und innerhalb einer Region profitieren Einheimische und alle anderen. Das Verhältnis von Einheimischen zu Nicht-Einheimischen ist je nach Ort sehr unterschiedlich. In Sölden und ähnlichen Skiorten sind die Nicht-Einheimischen wahrscheinlich weitaus in der Mehrheit. Woanders sind es vielleicht nur 20% Nicht-Einheimische. Wenn ich mir anschaue, wer bei uns arbeitet, dann sind das Ungarn, Slowaken, Kroaten, Deutsche, etc. und alle profitieren von diesen Ermäßigungen.

Wenn die Sache so klar wäre, wie hier getan wird, dann würde nicht seit Jahrzehnten darüber diskutiert werden. Die Ermäßigungen wären innerhalb kürzester Zeit weg.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 21.11.2019 - 10:49

Dream on. Wenn einer dagegen klagt, sind die Tarife weg. Auf Dein „Argument“ gehe ich nicht weiter ein, das ist offensichtlich Unsinn. Wenn man das vor Gericht präsentiert, wird sich die Richterbank vor Lachen krümmen...😂Damit zeigt man nur, dass man vom EU-Recht überhaupt keine Ahnung hat. Und das untergräbt die Glaubwürdigkeit zukünftiger Argumente.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 21.11.2019 - 13:42

ghostbikersback hat geschrieben:
21.11.2019 - 10:49
Wenn einer dagegen klagt, sind die Tarife weg.
Da wär ich mir bei einer reinen Regionalitätwohnsitzseinschränkung mal gar nicht so sicher... :wink:
Und juristisch dagegen argumentiert warum verklagt beispielsweise auch niemand die BRD wegen unzulässiger Lohnsubventionen bei Hartz4 - Aufstockern; offensichtlich weil man weiß das man damit nicht durchkommen würde.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von j-d-s » 21.11.2019 - 14:06

Dagegen gab es bereits mehrere Urteile des EuGH, unter anderem weil ein Österreicher in einem Schwimmbad nahe der Grenze 2,50 Euro mehr zahlen musste als die Bayern aus der Ortschaft...
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 21.11.2019 - 15:45

Da geht´s aber um die differente Staatsbürgerschaft; wenn jedoch ein deutscher Staatsbürger beispielsweise aufgrund der Niederlassungsfreiheit im Schengenraum in AT arbeitet und wohnt wird ihm der Einheimischenrabatt auch zugestanden.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 21.11.2019 - 17:34

Petz hat geschrieben:
21.11.2019 - 13:42
ghostbikersback hat geschrieben:
21.11.2019 - 10:49
Wenn einer dagegen klagt, sind die Tarife weg.
Da wär ich mir bei einer reinen Regionalitätwohnsitzseinschränkung mal gar nicht so sicher... :wink:
Ich schon. Und ich verdiene mit der Juristerei als Rechtsanwalt mein Geld, u.a. mit Europarecht.

Mir wird diese Diskussion hier aber auch zu blöd, man kann Sachen 3x erklären und dann kommt wieder einer um die Ecke, der Sachverstand durch eine besonders starke Meinung ersetzt. Das ist in etwa so, als ob ein Bergführer zu seiner Gruppe sagt „nein, den Hang können wir wegen Lawinengefahr nicht befahren“. Woraufhin einer der Gäste sagt „ich möchte aber unbedingt und mein Vetter ist letztes Jahr da auch runtergefahren.“ Dann erklärt man, dass sich die Verhältnisse ändern können und das die Verhältnisse im letzten Jahr kein Rückschluss auf den heutigen Tag zulassen. Dann geht man weiter und 5min später kommt wieder einer der unbedingt bei höchster Lawinengefahr in den nächsten 40 Grad steilen Nordhang einfahren möchte. Man erklärt auch hier, dass es in Anbetracht der Umstände nicht geht und dann dauert es wieder 10min bis der nächste kommt und sagt „ich will hier und mein Opa ist da letztes Jahr auch runter...“.

Kann man jetzt beliebig fortsetzen. Manch einer hat halt die Weisheit mit Löffeln gefressenen und erfahrungsgemäß kann man da noch so viel erklären und erläutern, es kommt einfach nicht an. Und spätestens ab diesem Punkt ist es Zeitverschwendung.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 21.11.2019 - 17:55

So weit ich weiß, gab es schon Klagen und die Tarife gibt es immer noch.

Hier kann jeder erzählen, was er glaubt. Solange es kein gültiges Urteil dazu gibt, bleibt es reine Phantasie.
Zuletzt geändert von leogang.rocks am 21.11.2019 - 17:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von j-d-s » 21.11.2019 - 17:57

Nein, gegen die Einheimischentarife in Ö hab ich noch nichts von einer Klage gehört, die bis zum EuGH durchgeführt worden wäre.
Petz hat geschrieben:
21.11.2019 - 15:45
Da geht´s aber um die differente Staatsbürgerschaft; wenn jedoch ein deutscher Staatsbürger beispielsweise aufgrund der Niederlassungsfreiheit im Schengenraum in AT arbeitet und wohnt wird ihm der Einheimischenrabatt auch zugestanden.
Nein, da geht es um den Wohnort. Wobei solche Schein-Argumentationen eh nicht ziehen, denn die "Ausländer-Maut" in D hätte ja auch nur Personen mit Wohnsitz im Ausland getroffen, aber keine in D wohnenden Ausländer, trotzdem hat der EuGH sie (übrigens nach Klage durch Ö) verboten.

Das ist nämlich ne Schein-Argumentation, weil typischerweise eben der ganz überwiegende Großteil der Einwohner auch Staatsbürger sind, ergo die Kriterien nur vorgeschoben sind, die Absicht klar diskriminierend.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Werna76 » 21.11.2019 - 18:27

Als Vertreter der Befürworter der ermäßigten Liftpreise find ich es mühsam, dass hier immer wieder jemand um die Ecke kommt der ein paar Vorlesungen Jus besucht hat und gut darin ist Gesetzestexte auswendig zu lernen und dann deswegen meint er hätte jetzt den Hausverstand mit Löffeln gefressen. Am mühsamsten diejenigen weltfremden Theoretiker, die der Meinung sind, dass immer alles nach Punkt und Beistrich gesetzeskonform gemacht wird. Als Paradebeispiel würde ich empfehlen sich mit der Materie "Nachbarschaftshilfe" beim privaten Hausbau in Österreich auseinanderzusetzen; Theorie und *beideaugenzudrückende* Praxis.

Wer glaubt, dass sich am Endeffekt dieser vergünstigten Liftkartenpreise irgendetwas ändern würde wenn dagegen geklagt wird kennt die österreichische Mentalität nicht und schon gar nicht diejenige der Tiroler. Es gibt so viele Möglichkeiten wie ein sicherlich realistisches Verbotsurteil umgangen werden kann, über direkten Ticketkauf durch die Gemeinden, über regionale Vereine, den österr. Skiverband, indirekte Vergünstigungen über den Austria Ski Pool, einer Beteiligung der Bevölkerung an den Bergbahnen oder über vielleicht nicht ganz ordnungsgemäße Verwendung von Sponsorgeldern. Wünsche viel Erfolg bei der Kontrolle.
Die von mir hier angeführten Beispiele sind selbstverständlich frei erfunden und werden in Österreich keinesfalls niemalsnie nirgends tatsächlich so praktiziert.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 21.11.2019 - 18:36

Seh' ich genau so. Falls die jetzige Praxis irgendwann nicht mehr möglich ist, dann wird man sich etwas einfallen lassen. Z.B. kann man die Saisonkarten zu einem bestimmten Termin im November an der Liftkasse vergünstigt abgeben. Das ist 100%ig EU-konform :lol: Man wird immer Mittel und Wege finden für eine sinnvolle Lösung.


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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 21.11.2019 - 19:01

Genau so sieht es aus. Nennt sich Bauernschläue. Oder Amigo-/Spezl System (gab es auch mal in Bayern...) Oder rechtsmissbräuchlich. Oder illegal. Und diesbezüglich ist die Phantasie der Tiroler/Österreicher wirklich grenzenlos. Ist aber nichts auf das man irgendwie stolz sein kann oder sollte (obwohl es bei Euch beiden unterschwellig so durchscheint). Hat mich in den ersten Jahren in Tirol wirklich schockiert. Dachte ich sei auf einem Basar bzw. in Arabien. Inzwischen bin ich drüber weg. Schizophren ist allerdings, dass die Tiroler trotzdem immer von allen gemocht und als ehrliche Leute angesehen werden wollen. Und lustig, wenn sie sich darüber aufregen, dass die Piefkes immer so arrogant und präpotent zu Ihnen seien. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Vielleicht, dass man nur Leute ernst nimmt, die sich auch wie ernstzunehmende Leute benehmen? Es kommt immer alles zurück: Wenn man sich ordentlich benimmt, wird man ordentlich behandelt. Wenn man sich aufführt wie ein Hinterwäldler, denken die Leute man sei ein Hinterwäldler und behandeln einen auch so. Quite simple. Jeder hat insofern die Wahl.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ski-chrigel » 21.11.2019 - 19:43

Tja, und diesen rückständigen Hinterwäldlern wie den Tirolern und Schweizern - letztere sogar noch unbestritten völlig legal - geht es wirtschaftlich deutlich besser. So falsch kann das also nicht sein, auch wenn dies einige hier nie locker lassende und sich aufspielende Besserwisser und Neider einfach nicht schlucken können.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 21.11.2019 - 20:09

Niemand sagt, dass alle Tiroler oder Schweizer so sind. Über die Schweiz würde ich mir auch nie ein Urteil anmAssen, dafür kenne ich sie viel zu schlecht. Und in Tirol gibt es zum Glück auch sehr viele sehr nette und grundehrliche Menschen, die über Gemeinsinn verfügen. Aber gleichzeitig gibt es eine große Zahl, die die von Werna76 und leogang.rocks beschriebene Mentalität leben oder zumindest gutheißen. Und das passt eben eher in eine Bananenrepublik als in einen mitteleuropäischen Rechtsstaat. Wie gesagt, man kann sich einsortieren wo man möchte, muss dann aber auch mit den entsprechenden Konsequenzen klarkommen.

Und ob das Umgehen von Vorschriften oder gemeinsamen Regeln jetzt zu sonderlich viel Wohlstand führt, lassen wir mal dahingestellt. Wenn man sich so umschaut auf der Welt, scheint eher das Gegenteil der Fall...

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von icedtea » 21.11.2019 - 20:44

Rein de Jure hat ghostbikersback nach meiner Einschätzung schon recht :(
Das negative Smilie daher, weil hier die EU meiner Ansicht nach mal wieder über das Ziel hinausgeschossen ist; ich bin mir auch nicht sicher, ob das in jedem Fall so gewollt war :naja:
Grundsätzlich bin ich ein Anhänger von "Recht muss Recht bleiben", kann hier aber zu einem gewissen Grad verstehen, wenn Grenzen der Buchstaben des Gesetzes ausgetestet werden. Für Streithanseln, wie im Fall Bad Reichenhall habe ich auch wenig Verständnis :!:
Dennoch sollte man ghostbikerbacks Ansicht respektieren.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Meckelbörger » 21.11.2019 - 21:23

Ich finde es ja befremdlich, dass hier einige so tun als wenn alles in Deutschland mit rechten Dingen zu gehen würde. Wer sagt denn, dass es nicht irgendwo in Tourismusgebieten nicht doch einen Einheimischenrabatt gibt. Bloß werden diese nicht Publik gemacht oder es interressiert keinen. Manchmal hilft es schon mit dem richtigen Kennzeichen auf den Hof zu fahren. Wenn einige hier wüssten wieviel in Deutschand gemauschelt wird, könnten Sie nicht mehr ruhig schlafen. Mir ist aber die Zeit zu schade um darüber zu echauffieren. Die Erfahrung hat gezeigt, wer es übertreibt wird meist erwischt.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von biofleisch » 21.11.2019 - 21:31

Werna76 hat geschrieben:
21.11.2019 - 18:27
Wer glaubt, dass sich am Endeffekt dieser vergünstigten Liftkartenpreise irgendetwas ändern würde wenn dagegen geklagt wird kennt die österreichische Mentalität nicht und schon gar nicht diejenige der Tiroler.
Was mich aber doch wundert, ist das sich die Bergbahnen nicht selten darüber beschweren, dass die Saisonkartenbestitzer so viel fahren und somit je Bahngesellschaft und Erstzutritt so wenig abfällt!

Das dürfte dann bei den verbilligten Regionalangeboten doppelt und dreifach wenig sein. Denn zum einen dürfte selbst ein (nahe wohnender) Bayer deutlich seltener in Tirol seine TSC nutzen können als ein in Innsbruck ansässiger. Insofern schneiden sich die BB mit diesen rabattierten Regionalangeboten eigentlich doppelt ins eigene Fleisch...

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hch
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von hch » 21.11.2019 - 22:06

Meckelbörger hat geschrieben:
21.11.2019 - 21:23
Ich finde es ja befremdlich, dass hier einige so tun als wenn alles in Deutschland mit rechten Dingen zu gehen würde. Wer sagt denn, dass es nicht irgendwo in Tourismusgebieten nicht doch einen Einheimischenrabatt gibt. Bloß werden diese nicht Publik gemacht oder es interressiert keinen. Manchmal hilft es schon mit dem richtigen Kennzeichen auf den Hof zu fahren. Wenn einige hier wüssten wieviel in Deutschand gemauschelt wird, könnten Sie nicht mehr ruhig schlafen. Mir ist aber die Zeit zu schade um darüber zu echauffieren. Die Erfahrung hat gezeigt, wer es übertreibt wird meist erwischt.
Also ich habe schon in Österreich, Deutschland, Italien und den USA Einheimischentarife bekommen, und keinen davon musste ich einklagen :)

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Wurzelsepp » 21.11.2019 - 22:15

Aus dem gelobten Land der Gleichberechtigung (also Deutschland):

Stadtbibliothek München: "Einen Ausweis können alle Personen bekommen, die in der Region München wohnen, arbeiten, in Ausbildung sind oder studieren." (Zitat von https://www.muenchner-stadtbibliothek.d ... anmeldung/)

Da ist es für die "anderen" nicht nur teurer wie im Tirol, sondern sogar verboten...
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von icedtea » 21.11.2019 - 22:25

Wurzelsepp hat geschrieben:
21.11.2019 - 22:15
Aus dem gelobten Land der Gleichberechtigung (also Deutschland):

Stadtbibliothek München: "Einen Ausweis können alle Personen bekommen, die in der Region München wohnen, arbeiten, in Ausbildung sind oder studieren." (Zitat von https://www.muenchner-stadtbibliothek.d ... anmeldung/)

Da ist es für die "anderen" nicht nur teurer wie im Tirol, sondern sogar verboten...
Auch das zeigt, das es bei diesem Thema mehr als nur Schwarz/Weiß gibt; unabhängig davon, ob die EU-Richtlinie das hergibt oder nicht :!:
Wo ich schon war:
Ski-Zillertal 3000 (alles außer Gletscher); Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch, Hauser Kaibling; Alpendorf/Wagrain/Flachau; Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe, Wildkogel, Damüls/Mellau, Hochzeiger, Kronplatz, Söllereck, Planai/Hochwurzen, Willingen, Schnalstaler Gletscher
Was als nächstes kommt: Laax, danach Montafon

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 22.11.2019 - 04:52

ghostbikersback hat geschrieben:
21.11.2019 - 19:01
Schizophren ist allerdings, dass die Tiroler trotzdem immer von allen gemocht und als ehrliche Leute angesehen werden wollen.
Trifft auf mich mal nicht zu weil ich den größten Teil der Menschheitsmehrheit sowieso nicht ausstehen kann und wer keine Sympathie ausstrahlt bekommt (gottseidank) auch keine zurück... :ja:
ski-chrigel hat geschrieben:
21.11.2019 - 19:43
Tja, und diesen rückständigen Hinterwäldlern wie den Tirolern und Schweizern - letztere sogar noch unbestritten völlig legal - geht es wirtschaftlich deutlich besser.
Einspruch Euer Ehren denn wenn Deine Therorie stimmte wär Tirol beim statistischen Verhältnis Einkommen zu Lebenshaltungskosten nicht Österreich´s Schlußlicht :!:
j-d-s hat geschrieben:
21.11.2019 - 17:57
Das ist nämlich ne Schein-Argumentation, weil typischerweise eben der ganz überwiegende Großteil der Einwohner auch Staatsbürger sind, ergo die Kriterien nur vorgeschoben sind, die Absicht klar diskriminierend.
Irrtum, aufgrund der Gastgewerbepersonalsituation in großen Tourismusgebieten ist das schon längst nicht mehr der Fall.
Grüße von Markus

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 22.11.2019 - 10:21

Es gibt immer 2 Möglichkeiten: entweder man akzeptiert einfach jeden Scheiß von oben, den man nicht haben will oder man sucht nach legalen Möglichkeiten das Beste daraus zu machen. Die Tiroler sind nicht unbedingt für Ersteres bekannt. :lol:

Den Bergbahnen ist die Akzeptanz und der Rückhalt in der lokalen Bevölkerung sehr wichtig und daher gibt es regionale Ermäßigungen. Die Argumentation, dass die regionale Bevölkerung durch Verkehr, höhere Abgaben, höhere Lebenshaltungskosten besonders belastet sind und diese Ermäßigungen dadurch gerechtfertigt sind, ist absolut nachvollziehbar. Außerdem will man auch Anreize schaffen, dass es nicht zu noch mehr Abwanderung in der Region kommt.

Nur weil es eine EU-Verordnung oder irgendeine andere Verordnung gibt, heißt noch lange nicht, dass man in vorauseilendem Gehorsam alles abschafft, was Sinn macht, sondern man passt sich an die Verordnung an.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 22.11.2019 - 10:50

Werna76 hat geschrieben:
21.11.2019 - 18:27
Als Vertreter der Befürworter der ermäßigten Liftpreise find ich es mühsam, dass hier immer wieder jemand um die Ecke kommt der ein paar Vorlesungen Jus besucht hat und gut darin ist Gesetzestexte auswendig zu lernen und dann deswegen meint er hätte jetzt den Hausverstand mit Löffeln gefressen...[/i]
Ich hatte es ja im Wetter-Thema schon mal angemerkt: Ich finde es ziemlich schlechten Stil, wenn man anfängt seinen Gesprächspartner zu beleidigen oder versucht herabzuwürdigen, nur weil man in der Sache keine Argumente mehr hat. Man wird nicht Rechtsanwalt „wenn man ein paar Vorlesungen besucht hat“, sondern wenn man den Beruf jahrelang studiert hat und seine Eignung mittels mehrerer staatlicher Prüfungen nachgewiesen hat. Und da das Thema hier in erster Linie juristisch ist, kommt dieser Qualifikation auch eine besondere Bedeutung zu. Ist quasi überall so: Wenn ich was übers Kochen lernen möchte, frage ich einen gelernten Koch. Ebenso beim Beinbruch, da gehe ich zum Arzt. Oder vielleicht näher dran: Ein staatl. geprüfter Skilehrer weiß in der Regel besser übers Skifahren Bescheid, als ein „Skilehrer“, der gar kein Ausbildung hat und mit seinem - wie hast Du es so schön ausgedrückt - „Hausverstand“ unterrichtet.

Lustig ist insofern bei diesem Thema, dass viele meinen mit ihrem „Hausverstand“ eine komplexe juristische Frage lösen zu können. Das zeigt eigentlich nur, dass man komplett beratungsresistent ist und unter totaler Selbstüberschätzung leidet. Wenn man dann noch wie Ski-Chrigel und Werna76 die Diskussion mit persönlichen Herabwürdigungen wie „Theoretiker, Neider oder Besserwisser“ ausstattet, weil man inhaltlich nichts weiter beitragen kann, wird eigentlich nur eines deutlich: Wenig Kompetenz aber dafür eine umso festere (und laute...) Meinung. Für ein weiterführendes oder gar erhellendes Gespräch sind das in aller Regel keine guten Vorraussetzungen. Ich freue mich eigentlich immer, wenn ich von einem Profi etwas lernen kann, weil es meinen persönlichen Horizont erweitert. Für andere scheint das aufgrund ihres Sendungsbewusstseins bzw. Ihrer Persönlichkeitsstruktur eher ein Problem zu sein...


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