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"Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kreon100 » 22.11.2019 - 11:11

leogang.rocks hat geschrieben:
22.11.2019 - 10:21


Nur weil es eine EU-Verordnung oder irgendeine andere Verordnung gibt, heißt noch lange nicht, dass man in vorauseilendem Gehorsam alles abschafft, was Sinn macht, sondern man passt sich an die Verordnung an.
Ich bin auch der Auffassung, dass unser Rechtssystem total überschätzt wird, soll sich doch jeder sein Recht hinbiegen, wie er es mag. Die Paralleldeutung in der Laiensphäre ist doch immer viel sachgerechter als so kopflastiger Rechtssprechungsscheiss "von oben".

Zur Erhöhung der Akzeptanz der Bevölkerung zahlen Tiroler ab jetzt den doppelten Preis, wenn sie nach Hamburg zum Musical kommen. Und damit nicht noch mehr Blankeneser abwandern, weil sie gerade ein neues Schwimmbad bekommen haben, dürfen die das Schwimbad zum halben Preis benutzen. Finde ich nachvollziehbar. Leider hat ja nun dieser blöde Österreicher dagegen geklagt, dass er im Schwimmbad mehr bezahlen muss, also sowas!
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 22.11.2019 - 11:21

Die Juristerei ist keine exakte Wissenschaft. Da gibt es hunderte verschiedene Meinungen und am Ende entscheidet ein Gericht.

Eines ist jedoch klar, man kann regionale Ermäßigungen nur wegklagen, man kann aber niemals Ermäßigungen für sich selbst oder alle herbeiklagen. Und einen Prozess bis zur höchstens Instanz durchzuziehen, obwohl man keine Vorteile daraus hat, ist schon ganz schön seltsam.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 22.11.2019 - 11:46

leogang.rocks hat geschrieben:
22.11.2019 - 11:21
Die Juristerei ist keine exakte Wissenschaft. Da gibt es hunderte verschiedene Meinungen und am Ende entscheidet ein Gericht.

Eines ist jedoch klar, man kann regionale Ermäßigungen nur wegklagen, man kann aber niemals Ermäßigungen für sich selbst oder alle herbeiklagen. Und einen Prozess bis zur höchstens Instanz durchzuziehen, obwohl man keine Vorteile daraus hat, ist schon ganz schön seltsam.
Ad 1: Das mag für einige wenige Randbereiche zutreffen, wo es verschiedene Auffassungen gibt. Die sind aber immer sachlich begründet. Beim Thema hier wirst Du nicht einen halbwegs europarechtlich kompetenten Juristen finden, der sagt, dass die Einheimischentarife gesetzeskonform sind. Das wird nur von Laien vertreten.

Ad 2: Auch das ist nicht richtig. Im Kartellrecht werden regelmäßig überhöhte Preise „weggeklagt“. Meist zum Vorteil der Endverbraucher, wenn sich Unternehmer zuvor auf bestimmte Marktpreise geeinigt haben.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 22.11.2019 - 12:06

leogang.rocks hat geschrieben:
22.11.2019 - 10:21

Den Bergbahnen ist die Akzeptanz und der Rückhalt in der lokalen Bevölkerung sehr wichtig und daher gibt es regionale Ermäßigungen. Die Argumentation, dass die regionale Bevölkerung durch Verkehr, höhere Abgaben, höhere Lebenshaltungskosten besonders belastet sind und diese Ermäßigungen dadurch gerechtfertigt sind, ist absolut nachvollziehbar. Außerdem will man auch Anreize schaffen, dass es nicht zu noch mehr Abwanderung in der Region kommt.

Nur weil es eine EU-Verordnung oder irgendeine andere Verordnung gibt, heißt noch lange nicht, dass man in vorauseilendem Gehorsam alles abschafft, was Sinn macht, sondern man passt sich an die Verordnung an.
Erstens sind die von dir genannten Negativauswirkungen Folge der Wohlstandserwirtschaftung auf Basis des gewählten Geschäftsmodells. Das hast Du in jedem wohlhabenden Land: In Deutschland frisst die Industrie viel Fläche aber man erwirtschaftet sich so das BIP. Heile Natur findet sich deshalb nur noch wenig aber man möchte und braucht das Geld und die gesamte Bevölkerung muss mit den Konsequenzen leben. Auch steigen die Preise zwangsläufig wo Geld verdient wird, schau mal nach Frankfurt oder München. In Österreich hat man sich sfür das Geschäftsmodell Tourismus entschieden, um Geld zu verdienen. Auch damit muss die gesamte Bevölkerung leben. Wenn es die Masse stört, kann Sie anders wählen und andere Geschäftsmodelle etablieren. Es gibt keinen einklagbaren Anspruch auf eine heile Heidiwelt, man muss akzeptieren wofür die Masse sich entscheidet. Und damit lernen zu leben.

Zweitens kann man (und muss es sogar) „Akzeptanz und Rückhalt“ in der Bevölkerung auch ohne Diskriminierung ausländischer Staatsbürger schaffen. Nicht mehr fordert auch das EU-Recht. Oder gibt es diesen Rückhalt in Österreich nur, wenn man auf Kosten anderer lebt bzw. diese aktiv diskriminiert? Das ist nicht mein Eindruck und wenn es so wäre, wäre das besorgniserregend. Man kann sehr leicht für Akzeptanz sorgen, ohne andere zu diskriminieren. Es sei den, es ist ein Fetisch...
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kössen » 22.11.2019 - 12:08

Das ist jetzt etwas off topic, laut EU-Recht darf es keine Diskriminierung gegenüber EU-Bürger geben. Es gibt genügend Beispiele wo es verschiedenen Ländern egal ist.
Beispiel Italien, den Telepass mit günstigeren Mautpreisen bekommt man nur mit Wohnsitz in Italien. Wie darf das dann sein?

Weiter oben hieß es auch, wenn die Ermäßigung finanziert wurde ist dies gestattet, am Beispiel Studententicket. Nun muss eine Gemeinde und jedes Unternehmen in Tirol an den ortsansässigen TVB Gebühren zahlen, wenn mit diesen Gebühren die Ermäßigung finanziert wird, dürfte es nach dem Beispiel der Studentenkarten nicht EU-Recht brechen.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Florian86 » 22.11.2019 - 14:06

Was Studentenermäßigungen betrifft: es gibt einige Länder, in denen man im öffentlichen Verkehr Studentenrabatte bekommt, z.B. Litauen. Dort war es lange Zeit so, dass die Bahn und auch die Vilniuser Verkehrsbetriebe Rabatte (wobei die richtigere Übersetzung in diesem Fall wohl "Vergünstigung" wäre) für alle Studenten gewährt haben, während man bei den Überlandbussen nur als Student einer litauischen Hochschule Vergünstigung bekam. Das ist aber mittlerweile auch gekippt, und es jeder EU-Student zahlt in Litauen 50-80% weniger als die regulären Tickets, unabhängig vom Land des Studiums. Einzig und allein ein ISIC muss hierfür vorgelegt werden.

Und ich meine mich zu erinnern, dass bei diesen Regelungen auch die Bahnen in Ungarn und der Slowakei relevant waren, und dass sich dort die Regelungen zugunsten aller EU-Studenten geändert haben.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Werna76 » 22.11.2019 - 15:18

icedtea hat geschrieben:
21.11.2019 - 20:44
Dennoch sollte man ghostbikerbacks Ansicht respektieren.
Respektieren, selbstverständlich ja.
Die immense Borniertheit in seinen Ausführungen kommentarlos lassen, nö.
Es ist keine "komplexe juristische Frage" wenn man Fünf grade sein lässt und die Einheimischen-Preisgestaltung einfach so weitermacht wie immer schon.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kössen » 22.11.2019 - 16:26

Florian86 hat geschrieben:
22.11.2019 - 14:06
Was Studentenermäßigungen betrifft: es gibt einige Länder, in denen man im öffentlichen Verkehr Studentenrabatte bekommt, z.B. Litauen. Dort war es lange Zeit so, dass die Bahn und auch die Vilniuser Verkehrsbetriebe Rabatte (wobei die richtigere Übersetzung in diesem Fall wohl "Vergünstigung" wäre) für alle Studenten gewährt haben, während man bei den Überlandbussen nur als Student einer litauischen Hochschule Vergünstigung bekam. Das ist aber mittlerweile auch gekippt, und es jeder EU-Student zahlt in Litauen 50-80% weniger als die regulären Tickets, unabhängig vom Land des Studiums. Einzig und allein ein ISIC muss hierfür vorgelegt werden.

Und ich meine mich zu erinnern, dass bei diesen Regelungen auch die Bahnen in Ungarn und der Slowakei relevant waren, und dass sich dort die Regelungen zugunsten aller EU-Studenten geändert haben.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Rüganer » 22.11.2019 - 17:24

@ ghostbiker - anstatt hier das Forum vollzuschreiben, hättste doch schon längst ne Klage einreichen und begründen können.

Ansonsten juckt das doch keinen normalen Menschen wirklich.
Wer sich bei seinem liebsten Hobby über ein paar € aufregt, sollte lieber zuhause in der Massenmenschhaltung bleiben.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Florian86 » 22.11.2019 - 17:33

Kössen hat geschrieben:
22.11.2019 - 16:26
In Deutschland läuft es aber nicht so, in München bekommen nur bestimmte Studenten(ortsansässige Hochschulen) das günstige Semesterticket; das selbe gilt auch in Tirol beim VVT. Da hilft auch kein ISIC
Das ist klar. Wobei ein Studententicket, das nach dem Solidarprinzip funktioniert, etwas anderes ist als eine Ermäßigung auf etwas, das man freiwillig kauft. Ein Liftticket, Bahnticket, etc. kauft man, wenn mans braucht. Auf solche, "freiwillige" Tickets waren meine Beispiele bezogen. Das Studententicket in München MUSS jeder Student kaufen, egal ob es gebraucht wird oder nicht. Diese sogenannte Komplementärfinanzierung wurde in diesem Faden in einem Beitrag von tauernjunkie eigentlich schon umfassend erklärt.

Gerne verlinke ich noch einen Artikel über die Watzmann-Therme und den klagenden Österreicher. Was mich dort aber noch interessiert hätte, wo der klagende Österreicher seinen Wohnsitz hatte, ob tatsächlich in der Gemeinde der Therme oder nicht. Zumindest ist es naheliegend, dass er eben nicht in einer der entsprechenden Gemeinden seinen Wohnsitz hatte. Andernfalls hätte er sicher auch die Ermäßigung bekommen, auch als Nicht-Deutscher.
In dem Artikel wird übrigens auch darauf eingegangen, dass die Definition "Einheimischer" überhaupt nicht klar ist. Zählt vielleicht das Bundesland? Dann müsste ein Einheimischen-Rabatt in Berchtesgaden auch für alle gelten, die in Franken wohnen. Aber macht das Sinn? Oder zählt ein gewisser Umkreis? So könnten doch z.B. die Niederndorfer fürs Skifahren in Oberaudorf sowie in Sachrang Einheimischenrabatt bekommen und die Oberaudorfer wiederum in Walchsee. Das sind doch sicher noch eher Einheimische als Franken oder Landecker.
Zuletzt geändert von Florian86 am 22.11.2019 - 17:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Florian86 » 22.11.2019 - 17:47

Rüganer hat geschrieben:
22.11.2019 - 17:24
@ ghostbiker - anstatt hier das Forum vollzuschreiben, hättste doch schon längst ne Klage einreichen und begründen können.

Ansonsten juckt das doch keinen normalen Menschen wirklich.
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Sorry, dem muss ich widersprechen. Ich denke nicht, dass es hier irgendjemandem um ein paar € geht, mir zumindest nicht, und sicher auch den meisten Anderen hier nicht. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich den Einheimischen ihren Rabatt gönne.

Andererseits möchte ich aber auch, dass geltende Gesetze und Regelungen eingehalten werden, weil wir eben nicht in einer Bananenrepublik leben. Gesetze und Regelungen auf kreative, legale Art umgehen ist nochmal ne andere Geschichte, hat zwar auch "a Gschmäckle", aber gegen so etwas lässt sich dann wohl auch nichts machen.

Die einen haben ermäßigte Einheimischentarife, und die anderen bauen ohne Genehmigung, weil das ja sowieso keine ernsthaften Konsequenzen hat. So etwas gutzuheißen finde ich ein etwas merkwürdiges Rechtsverständnis.

Meiner Meinung nach wäre es am Besten, wenn die EU Einheimischentarife gestatten würde, dann aber definitiv immer auf Wohnsitzebene und nicht auf Nationalitäts-Ebene.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 22.11.2019 - 17:59

Florian86 hat geschrieben:
22.11.2019 - 17:33
In dem Artikel wird übrigens auch darauf eingegangen, dass die Definition "Einheimischer" überhaupt nicht klar ist. Zählt vielleicht das Bundesland?
Mir wurde völlig überraschend (weil ich erstens grundsätzlich nie nach Einheimischenrabatten frage und die Pfennigfuchserei arabischen Bazaren aber nicht Mitteleuropa zuordnen will) bei einem Auflug mit maxi-esb in Latsch (Tartscher Alm) der Rabatt regelrecht aufgedrängt trotzdem ich nochmals klar und ziemlich verwundert erklärte das ich aus Tirol und nicht aus Südtirol komme - da hieß es nur lapidar Tiroler bekommen den auch... :ja:
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kössen » 22.11.2019 - 18:27

Florian86 hat geschrieben:
22.11.2019 - 17:33
Kössen hat geschrieben:
22.11.2019 - 16:26
In Deutschland läuft es aber nicht so, in München bekommen nur bestimmte Studenten(ortsansässige Hochschulen) das günstige Semesterticket; das selbe gilt auch in Tirol beim VVT. Da hilft auch kein ISIC
Das ist klar. Wobei ein Studententicket, das nach dem Solidarprinzip funktioniert, etwas anderes ist als eine Ermäßigung auf etwas, das man freiwillig kauft. Ein Liftticket, Bahnticket, etc. kauft man, wenn mans braucht. Auf solche, "freiwillige" Tickets waren meine Beispiele bezogen. Das Studententicket in München MUSS jeder Student kaufen, egal ob es gebraucht wird oder nicht. Diese sogenannte Komplementärfinanzierung wurde in diesem Faden in einem Beitrag von tauernjunkie eigentlich schon umfassend erklärt.
Wohnt jemand im MVV und will nach Augsburg zum studieren, bekommt er kein Semesterticket im MVV um solche Fälle ging es mir.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von gfm49 » 22.11.2019 - 19:45

Kössen hat geschrieben:
22.11.2019 - 18:27
Wohnt jemand im MVV und will nach Augsburg zum studieren, bekommt er kein Semesterticket im MVV um solche Fälle ging es mir.
Warum auch, das hängt an der Kooperation der Münchner Hochschulen mit dem MVV und nicht am Wohnort - vergleichbar mit einem Jobticket.
Wer in Augsburg wohnt und zum Studium an einer Münchner Uni pendelt, bekommt das Semesterticket vom MVV. Umgekehrt erhält der Münchner in Deinem Beispiel ein Semesterticket in Augsburg.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kössen » 22.11.2019 - 20:28

gfm49 hat geschrieben:
22.11.2019 - 19:45
Kössen hat geschrieben:
22.11.2019 - 18:27
Wohnt jemand im MVV und will nach Augsburg zum studieren, bekommt er kein Semesterticket im MVV um solche Fälle ging es mir.
Warum auch, das hängt an der Kooperation der Münchner Hochschulen mit dem MVV und nicht am Wohnort - vergleichbar mit einem Jobticket.
Wer in Augsburg wohnt und zum Studium an einer Münchner Uni pendelt, bekommt das Semesterticket vom MVV. Umgekehrt erhält der Münchner in Deinem Beispiel ein Semesterticket in Augsburg.
Und das Unterstützt die Aussage, dass die Ermäßigungen bei Finanzierung durch TVB und/oder Gmeinde rechtmäßig sind. Denn die Einheimischentarife sind nicht nur an den Wohnort gebunden. Entweder muss der Wohnort Tirol sein oder der Arbeitsplatz liegt in Tirol. Unternehmen müssen eine Abgabe an den TVB entrichten und die meisten Gemeinden entrichten einen Betrag an einen TVB, dieser wiederum unterstützt die Bergbahn. Und so ergibt sich hier genauso wie im oberen Beispiel eine Kooperation, die zum Teil von der Bevölkerung finanziert wird.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ski-chrigel » 22.11.2019 - 21:09

ghostbikersback hat geschrieben:
22.11.2019 - 10:50
Ich hatte es ja im Wetter-Thema schon mal angemerkt: Ich finde es ziemlich schlechten Stil, wenn man anfängt seinen Gesprächspartner zu beleidigen oder versucht herabzuwürdigen, nur weil man in der Sache keine Argumente mehr hat.
[...]
Wenn man dann noch wie Ski-Chrigel und Werna76 die Diskussion mit persönlichen Herabwürdigungen wie „Theoretiker, Neider oder Besserwisser“ ausstattet, weil man inhaltlich nichts weiter beitragen kann, wird eigentlich nur eines deutlich: Wenig Kompetenz aber dafür eine umso festere (und laute...) Meinung.
Wenn man eine ganze Nation, die rechtlich völlig korrekt handelt, weil nicht dem EU-Recht unterworfen, als rückständig und hinterwäldlerisch bezeichnet, dann ist das mindestens so schlechter Stil. Und wenn man das Forum zutextet, um seine eigene Meinung unbedingt allen anderen aufdrängen zu wollen, dann zeugt das auch nicht unbedingt von Kompetenz. Schon gar nicht von Sozialkompetenz. Ich bin schon einige Jahre länger hier dabei und habe mich grad selten so über einen User aufgeregt wie grad aktuell. Aber das ist mein Problem.
Recht ist im Fluss und immer gesellschaftlichem Wandel unterworfen. Gerechtigkeit und Recht sind auch zwei Paar Schuhe. Mag sein, dass Du juristisch gesehen bezüglich der EU-Verordnung Recht hast, das hatte ich auch gar nie bestritten. Gesellschaftlich ist dieses Recht aber in einigen Teilen der EU (und ausserhalb sowieso) nicht angekommen. Also zielt es, wie so viele Verordnungen, an der Gesellschaft vorbei.
Petz hat geschrieben:
22.11.2019 - 04:52
ghostbikersback hat geschrieben:Schizophren ist allerdings, dass die Tiroler trotzdem immer von allen gemocht und als ehrliche Leute angesehen werden wollen.
Trifft auf mich mal nicht zu weil ich den größten Teil der Menschheitsmehrheit sowieso nicht ausstehen kann und wer keine Sympathie ausstrahlt bekommt (gottseidank) auch keine zurück... :ja:
Traurig, sowas zu lesen.
ski-chrigel hat geschrieben:Tja, und diesen rückständigen Hinterwäldlern wie den Tirolern und Schweizern - letztere sogar noch unbestritten völlig legal - geht es wirtschaftlich deutlich besser.
Einspruch Euer Ehren denn wenn Deine Therorie stimmte wär Tirol beim statistischen Verhältnis Einkommen zu Lebenshaltungskosten nicht Österreich´s Schlußlicht :!:
Sorry, ich hatte mich ungenau ausgedrückt. Ich meinte nicht österreichintern.
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Marvin
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Marvin » 22.11.2019 - 22:34

ski-chrigel hat geschrieben:
22.11.2019 - 21:09
ski-chrigel hat geschrieben:Tja, und diesen rückständigen Hinterwäldlern wie den Tirolern und Schweizern - letztere sogar noch unbestritten völlig legal - geht es wirtschaftlich deutlich besser.
Einspruch Euer Ehren denn wenn Deine Therorie stimmte wär Tirol beim statistischen Verhältnis Einkommen zu Lebenshaltungskosten nicht Österreich´s Schlußlicht :!:
Sorry, ich hatte mich ungenau ausgedrückt. Ich meinte nicht österreichintern.
Wie aber erklärst du dir dann, dass Deutschland bei quasi allen wirtschaftlichen Kennziffern besser dasteht als Österreich?

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von tauernjunkie » 22.11.2019 - 23:38

Kössen hat geschrieben:
22.11.2019 - 20:28
gfm49 hat geschrieben:
22.11.2019 - 19:45
Kössen hat geschrieben:
22.11.2019 - 18:27
Wohnt jemand im MVV und will nach Augsburg zum studieren, bekommt er kein Semesterticket im MVV um solche Fälle ging es mir.
Warum auch, das hängt an der Kooperation der Münchner Hochschulen mit dem MVV und nicht am Wohnort - vergleichbar mit einem Jobticket.
Wer in Augsburg wohnt und zum Studium an einer Münchner Uni pendelt, bekommt das Semesterticket vom MVV. Umgekehrt erhält der Münchner in Deinem Beispiel ein Semesterticket in Augsburg.
Und das Unterstützt die Aussage, dass die Ermäßigungen bei Finanzierung durch TVB und/oder Gmeinde rechtmäßig sind. Denn die Einheimischentarife sind nicht nur an den Wohnort gebunden. Entweder muss der Wohnort Tirol sein oder der Arbeitsplatz liegt in Tirol. Unternehmen müssen eine Abgabe an den TVB entrichten und die meisten Gemeinden entrichten einen Betrag an einen TVB, dieser wiederum unterstützt die Bergbahn. Und so ergibt sich hier genauso wie im oberen Beispiel eine Kooperation, die zum Teil von der Bevölkerung finanziert wird.
Nö. 1. hast Du scheinbar immer noch nicht verstanden, was ein Semesterticket, bzw. Jobticket ist und 2. zahlen die Gäste doch auch ganz normal Steuern:
-Mineralölsteuer beim günstig Tanken vor der Grenze
-Mehrwertsteuer auf Liftkarten, Supermarkteinkäufe, Gastro usw.

Oder muss ich in Tirol zukünftig keine Mehrwertsteuer auf den Berghütten mehr zahlen? :)

Die Frage ist doch, um es mit der vermeintlichen Semesterticket-"Diskriminierung" vergleichen zu können: Gibt es eine finanzielle Kooperation zwischen dem Land Tirol und der TSC-Gesellschaft, sowie den Bergbahnen und zwar eine solche, bei der alle in Tirol Gemeldeten, Arbeitenden, Studierenden usw. (das was nunmal akzeptiert wird) einen Beitrag zahlen.
Bei Gästekarten ist das klar der Fall, bei der Skipass-Story mit Sicherheit nicht. Zumal es hier um unterschiedliche Rabatte geht und zugleich um öffentliche Gelder und überwiegend private Bergbahngesellschaften. Dass das Land einem Privaten zu diesem Zweck einen bestimmten Zuschuss zahlt, das stelle ich mir auch rechtlich heikel vor, so am Rande...

Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren!

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 23.11.2019 - 10:41

ghostbikersback hat geschrieben:
22.11.2019 - 11:46
leogang.rocks hat geschrieben:
22.11.2019 - 11:21
Die Juristerei ist keine exakte Wissenschaft. Da gibt es hunderte verschiedene Meinungen und am Ende entscheidet ein Gericht.

Eines ist jedoch klar, man kann regionale Ermäßigungen nur wegklagen, man kann aber niemals Ermäßigungen für sich selbst oder alle herbeiklagen. Und einen Prozess bis zur höchstens Instanz durchzuziehen, obwohl man keine Vorteile daraus hat, ist schon ganz schön seltsam.
Ad 1: Das mag für einige wenige Randbereiche zutreffen, wo es verschiedene Auffassungen gibt. Die sind aber immer sachlich begründet. Beim Thema hier wirst Du nicht einen halbwegs europarechtlich kompetenten Juristen finden, der sagt, dass die Einheimischentarife gesetzeskonform sind. Das wird nur von Laien vertreten.

Ad 2: Auch das ist nicht richtig. Im Kartellrecht werden regelmäßig überhöhte Preise „weggeklagt“. Meist zum Vorteil der Endverbraucher, wenn sich Unternehmer zuvor auf bestimmte Marktpreise geeinigt haben.
Es geht nicht um Kartellrecht und es gibt keine überhöhten Preise. Die typische Bergbahn bei uns macht seit Jahrzehnten keine Gewinne. Ich würde das, was die Bergbahnen machen, auch nicht als gewinnorientiert ansehen. Es ist eher gemeinnützig in dem Sinne, dass die ganze Region direkt oder indirekt von den Bergbahnen (= Winter + Sommertourismus) lebt.


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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von leogang.rocks » 23.11.2019 - 11:46

Erstens sind die von dir genannten Negativauswirkungen Folge der Wohlstandserwirtschaftung auf Basis des gewählten Geschäftsmodells. ... In Österreich hat man sich sfür das Geschäftsmodell Tourismus entschieden, um Geld zu verdienen. Auch damit muss die gesamte Bevölkerung leben.
Die Vorstellung, dass man die freie Wahl zwischen mehreren Geschäftsmodelle hätte, ist ziemlich weltfremd. In vielen Gebirgstälern gibt es Tourismus und sonst nichts. D.h., die Wahl besteht zwischen Tourismus und Abwanderung. Ohne Tourismus würde es mit entsprechenden Förderungen ein paar Bauern geben und eine Wohnbevölkerung, die zur Arbeit außerhalb des Tales pendelt. Selbst mit Tourismus kämpft man mit Abwanderung. Ohne Tourismus wäre die Abwanderung dramatisch. Auch die paar Firmen, die nicht direkt oder indirekt mit dem Tourismus zusammenhängen, würden irgendwann weggehen, weil ihnen die guten Mitarbeiter ausgehen.
Zweitens kann man (und muss es sogar) „Akzeptanz und Rückhalt“ in der Bevölkerung auch ohne Diskriminierung ausländischer Staatsbürger schaffen.
Es gibt keine Diskriminierung ausländischer Staatsbürger.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ski-chrigel » 01.12.2019 - 09:39

Gestern auf unserer Patagonienreise gesehen:
Auch auf dem Rest der Welt sind Einheimischrabatte üblich:
43B884EF-B6E2-44AC-B125-9AF0377FCE03.jpeg
Eintrittspreise des Glaciares-Nationalpark (Perito Moreno) in Argentinien
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 01.12.2019 - 12:23

Oh man, die scheinst wirklich selbst am anderen Ende der Welt keine anderen Gedanken zu haben als ermäßigte Eintrittspreise...Nochmal zum Mitschreiben: Hier geht es um ein EU-Thema (kann man auf Seite 1 dieses Themas nachlesen). In der EU hat man sich darauf geeinigt sich nicht gegenseitig zu diskriminieren. Warum Du als Schweizer da ständig reingrätscht ist mir ehrlich gesagt nicht klar. Ich erzähle Dir und Deiner Familie doch auch nicht wie Du Weihnachten feiern sollst...für alle die sich wirklich fürs Thema interessieren hier nochmal zwei links in denen die Faktenlage (von Österreichern...) hinreichend erläutert wird:

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Wurzelsepp » 01.12.2019 - 12:25

Und was ist nun mit den Tarifen der Stadtbibliothek München?? Wann klagst du dagegen und heimst dir einen weiteren wichtigen Sieg ein?

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Lord-of-Ski » 01.12.2019 - 13:07

ghostbikersback hat geschrieben:
01.12.2019 - 12:23
Oh man, die scheinst wirklich selbst am anderen Ende der Welt keine anderen Gedanken zu haben als ermäßigte Eintrittspreise...Nochmal zum Mitschreiben: Hier geht es um ein EU-Thema (kann man auf Seite 1 dieses Themas nachlesen). In der EU hat man sich darauf geeinigt sich nicht gegenseitig zu diskriminieren. Warum Du als Schweizer da ständig reingrätscht ist mir ehrlich gesagt nicht klar. Ich erzähle Dir und Deiner Familie doch auch nicht wie Du Weihnachten feiern sollst...für alle die sich wirklich fürs Thema interessieren hier nochmal zwei links in denen die Faktenlage (von Österreichern...) hinreichend erläutert wird:

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Wenn du so Siegesgewiss bist warum klagst du nicht endlich, oder fehlt dir der Mut und du traust dich nur im AF groß aufsprechen?
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 01.12.2019 - 13:12

Wenn Du mir meinen üblichen Stundensatz zahlst kann ich das gerne für Dich zum EuGH bringen...


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