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"Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ski-chrigel » 01.12.2019 - 14:19

Dein Stundenansatz scheint sich ja nicht zu lohnen, wenn Du so viel Zeit hast, Deine Meinung allen anderen hier kostenlos aufzudrängen.
Mir als Schweizer geht es darum, darauf hinzuweisen, dass dieses EU-Recht (wie viele andere auch) zumindest vielerorts nicht dem gesellschaftlichen Empfinden entspricht. Nicht in Argentinien, nicht in der Schweiz, und worauf ich hinaus will, auch nicht in Tirol oder sogar in Teilen von Deutschland nicht. Aber schon klar, dass Du als Jurist nicht über Paragraphen hinausdenken kannst.
2019/20:14Tg.:7xH’tux,3xSölden,2xPitztaler,1xSFee,1xTitlis 2018/19:129Tg:22xLaax,19xKlewen,16xDolo,15xA’mattSedrunDisentis,12xH’tux,8xZ’matt,5xTitlis,4xSölden,3xPitztaler,3xMoritz,3xLHArosa,3xIschgl,3xStubai,2xGurgl,2xTux,je1xDavos,Frutt,Grüsch,SFL,SHLF,Z’arena,Aletsch,Monterosa,Stelvio
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Lord-of-Ski » 01.12.2019 - 14:33

ghostbikersback hat geschrieben:
01.12.2019 - 13:12
Wenn Du mir meinen üblichen Stundensatz zahlst kann ich das gerne für Dich zum EuGH bringen...
Ich habe doch kein Problem damit, du bist doch die MiMi hier....
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Werna76 » 01.12.2019 - 15:02

Ghostbiker 2 Tipps falls du dich auch in anderen Foren als Anwalt ausgeben willst:
1. Du solltest fachspezifische Dinge verlinken/posten und nicht einfach die ersten beiden Links die man findet wenn man nach "Einheimischentarif" googelt
2. Du solltest nicht behaupten als angeblicher Anwalt etwas direkt an den EuGH bringen zu können

Ansonsten wird dir nämlich niemand glauben, dass du tatsächlich Anwalt bist.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kreon100 » 01.12.2019 - 15:04

ski-chrigel hat geschrieben:
01.12.2019 - 14:19
Dein Stundenansatz scheint sich ja nicht zu lohnen, wenn Du so viel Zeit hast, Deine Meinung allen anderen hier kostenlos aufzudrängen.
Mir als Schweizer geht es darum, darauf hinzuweisen, dass dieses EU-Recht (wie viele andere auch) zumindest vielerorts nicht dem gesellschaftlichen Empfinden entspricht. Nicht in Argentinien, nicht in der Schweiz, und worauf ich hinaus will, auch nicht in Tirol oder sogar in Teilen von Deutschland nicht. Aber schon klar, dass Du als Jurist nicht über Paragraphen hinausdenken kannst.
Ich finde es immer ziemlich befremdlich, wenn man so Aussagen liest. Wie kann man denn ernst haft vertreten, dass man über Gesetze "hinaus denken" sollte. Recht muss Recht bleiben oder gilt das dann auch bei der Auslegung von Naturschutzvorschriften? Bei der Umgehung von Zweitwohnungsvorschriften? Vergabe von EU-Geldern zur Förderung der Infrastruktur in entwicklungsbedürftigen Bergregionen?

Die Schweiz kann ja machen, was sie will, Argentinien sowieso, aber wenn man als EU-Land Gesetze aus der EU übernimmt, muss das auch so umgesetzt werden. Da kann es keine zwei Meinungen geben. Ich bin froh, dass man das auch in Bayern so umgesetzt hat. Da denken nämlich auch einige Amigos tief hinten im finsteren Tal, dass EU-Recht mehr eine Richtlinie ist und man sich das hinbiegen kann wie man will.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Wurzelsepp » 01.12.2019 - 15:42

München liegt aber in Bayern, oder täusche ich mich da???

PS: Mir sind Einheimischentarife völlig egal, sollen sie es machen. Wer es stört, soll halt klagen oder boykottieren oder in einem Forum seinen Frust ablassen, alles legitim.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von 3303 » 01.12.2019 - 16:06

Sehr vernünftig.
Die Gesetze sind Sache der Legislative.
Dort gilt es anzusetzen, wenn man der Meinung ist, dass etwas falsch geregelt ist.
Im gegenständlichen Fall wäre das, die Antidiskriminierungsgesetze wieder abzuschaffen.
Dann könnten Einheimischentarife in der EU wieder legal angeboten werden. Gleichzeitig könnten dann vielleicht auch die Städte eine Citymaut für die Landbevölkerung einführen oder Ähnliches.
Man müsste eben wissen, ob man das will.
Kreon100 hat geschrieben:
01.12.2019 - 15:04
.. Wie kann man denn ernst haft vertreten, dass man über Gesetze "hinaus denken" sollte. Recht muss Recht bleiben oder gilt das dann auch bei der Auslegung von Naturschutzvorschriften? Bei der Umgehung von Zweitwohnungsvorschriften? Vergabe von EU-Geldern zur Förderung der Infrastruktur in entwicklungsbedürftigen Bergregionen?

Die Schweiz kann ja machen, was sie will, Argentinien sowieso, aber wenn man als EU-Land Gesetze aus der EU übernimmt, muss das auch so umgesetzt werden. Da kann es keine zwei Meinungen geben. Ich bin froh, dass man das auch in Bayern so umgesetzt hat. Da denken nämlich auch einige Amigos tief hinten im finsteren Tal, dass EU-Recht mehr eine Richtlinie ist und man sich das hinbiegen kann wie man will.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Lord-of-Ski » 01.12.2019 - 16:53

Wir leben alle in einem Rechtsstaat. Wer Unrecht empfindet, dem steht der Klageweg frei.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von biofleisch » 01.12.2019 - 18:09

Um mal wieder auf andere Themen zu kommen:

Es wurde ja beschrieben, dass ein Österreicher in Bad Reichenhall dafür gesorgt hat, dass dort diskriminierungsfrei gebadet werden kann.
Ähnliches hat ein anderer Mensch vor Jahren wohl auch am wilden Kaiser erreicht. Damals gab es - nur für Frauen - einen Ladies Day zum Jugendlich Tarif. Seit erfolgreicher Klage (so meine Erinnerung) gibt es den "irrsinnigen" Mittwoch, an dem jeder(!) zum vergünstigten Tarif fahren kann. Zwar hatte die Skiwelt diese positive Änderung etwas dümmlich formuliert "da der Ladies day nicht mehr angeboten werden darf, gibt es nun den irrsinnigen Mittwoch". Inzwischen sind sie so weit und bieten einen Ladies UND einen Men's day an. Bravo! aber leider ebenfalls erst nach Klage - offenbar sind aber auch deutsche Anbieter nicht schlauer, denn:

Am Brauneck gibt es (immer noch) nur und einzig einen diskriminierenden Ladys Day. Siehe: https://www.brauneck-bergbahn.de/filead ... scheid.pdf
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ski-chrigel » 01.12.2019 - 22:56

Kreon100 hat geschrieben:
01.12.2019 - 15:04
Ich finde es immer ziemlich befremdlich, wenn man so Aussagen liest. Wie kann man denn ernst haft vertreten, dass man über Gesetze "hinaus denken" sollte. Recht muss Recht bleiben
Schöne heile Welt, in der Du lebst... Dann hätten ja auch die Gerichte nichts zu tun. Und nicht selten legen oberste Gerichte Recht anders aus, als dass man offensichtlich vermutet.
Und wie ich auch schon geschrieben hatte: Ich durfte in der Luftfahrt schon mehrfach an Entstehung von Verordnungen mitarbeiten. Da geht es manchmal auch nicht so sauber zu und her, wie man als uneingeschränkt Staatsgläubiger meinen könnte. Daraus entsteht dann eben Recht, das nicht von allen getragen wird und gegebenenfalls vor einem Gericht mal standhalten muss. Dem sagt man Rechtsstaat und das ist nicht befremdlich.
Aber wie gesagt, ich bestreite die EU-Regelung gar nicht, aber ich verstehe diejenigen, die die Grenzen ausloten oder das Recht etwas umbiegen. Solange kein Kläger, so lange kein Richter. Alles gut. Jeder der hier das Maul so weit aufreisst und sich empört, sollte den Rechtsweg beschreiten, wenn ihn das so sehr stört. Wer ja so sicher ist, dass er Recht hat, hat dann ja auch kein Risiko... oder vielleicht doch nicht?
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von j-d-s » 02.12.2019 - 01:01

biofleisch hat geschrieben:
01.12.2019 - 18:09
Um mal wieder auf andere Themen zu kommen:

Es wurde ja beschrieben, dass ein Österreicher in Bad Reichenhall dafür gesorgt hat, dass dort diskriminierungsfrei gebadet werden kann.
Ähnliches hat ein anderer Mensch vor Jahren wohl auch am wilden Kaiser erreicht. Damals gab es - nur für Frauen - einen Ladies Day zum Jugendlich Tarif. Seit erfolgreicher Klage (so meine Erinnerung) gibt es den "irrsinnigen" Mittwoch, an dem jeder(!) zum vergünstigten Tarif fahren kann. Zwar hatte die Skiwelt diese positive Änderung etwas dümmlich formuliert "da der Ladies day nicht mehr angeboten werden darf, gibt es nun den irrsinnigen Mittwoch". Inzwischen sind sie so weit und bieten einen Ladies UND einen Men's day an. Bravo! aber leider ebenfalls erst nach Klage - offenbar sind aber auch deutsche Anbieter nicht schlauer, denn:

Am Brauneck gibt es (immer noch) nur und einzig einen diskriminierenden Ladys Day. Siehe: https://www.brauneck-bergbahn.de/filead ... scheid.pdf
Männer/Frauen ist aber AGG (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts) und da haben Ö/CH wesentlich schlimmeres: Frauen gehen früher in Rente und haben keine Wehrpflicht, obwohl sie uneingeschränkt zum Militär dürfen. Komischerweise sind da aber keine Feministinnen dagegen, aber gleiche Rechte heißt eben auch gleiche Pflichten.

Und wie gesagt, die Österreicher wissen ganz genau dass ihre Einheimischentarife illegal sind. Oder was meint ihr, wieso die im Internet nicht offiziell veröffentlicht werden, aber alle anderen Tarife schon?
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kreon100 » 02.12.2019 - 16:35

ski-chrigel hat geschrieben:
01.12.2019 - 22:56
Kreon100 hat geschrieben:
01.12.2019 - 15:04
Ich finde es immer ziemlich befremdlich, wenn man so Aussagen liest. Wie kann man denn ernst haft vertreten, dass man über Gesetze "hinaus denken" sollte. Recht muss Recht bleiben
Schöne heile Welt, in der Du lebst... Dann hätten ja auch die Gerichte nichts zu tun. Und nicht selten legen oberste Gerichte Recht anders aus, als dass man offensichtlich vermutet.
Und wie ich auch schon geschrieben hatte: Ich durfte in der Luftfahrt schon mehrfach an Entstehung von Verordnungen mitarbeiten. Da geht es manchmal auch nicht so sauber zu und her, wie man als uneingeschränkt Staatsgläubiger meinen könnte. Daraus entsteht dann eben Recht, das nicht von allen getragen wird und gegebenenfalls vor einem Gericht mal standhalten muss. Dem sagt man Rechtsstaat und das ist nicht befremdlich.
Aber wie gesagt, ich bestreite die EU-Regelung gar nicht, aber ich verstehe diejenigen, die die Grenzen ausloten oder das Recht etwas umbiegen. Solange kein Kläger, so lange kein Richter. Alles gut. Jeder der hier das Maul so weit aufreisst und sich empört, sollte den Rechtsweg beschreiten, wenn ihn das so sehr stört. Wer ja so sicher ist, dass er Recht hat, hat dann ja auch kein Risiko... oder vielleicht doch nicht?
Mich stört dabei nur in zweiter Linie das Geld, die Differenz zur normalen Saisonkarte schmeiß ich an einem guten Abend auch mal hier in die Juke-Box. Mich stört an diesen Einheimischen-Rabatten aber diese Finstertal-Einstellung, auf die man offenbar auch noch stolz ist. Das zieht sich dann ja schnell durch alle Bereiche. Wer bekommt den nächsten Baugrund zugesprochen, wer Bauerwartungsland, wer eine Taxilizenz... Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss. Ich will da schon einen klaren Rechtsstaat mit buchstabengetreuen Institutionen. Was das mit Obrigkeitsgläubigkeit zu tun haben soll, ist mir schleierhaft, das Gegenteil ist der Fall.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 02.12.2019 - 19:10

Kreon100 hat geschrieben:
02.12.2019 - 16:35
Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss.
Zumindest was Gemeindeangelegenheiten betrifft würd ich aus taktischen Gründen von juristischen Vorgangsweisen strikt abraten denn die erweisen sich nämlich dann als grausamer Boomerang wenn man selbst von der Gemeinde mal was bräuchte... :rolleyes:
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Wooly » 02.12.2019 - 21:32

Petz hat geschrieben:
02.12.2019 - 19:10
Kreon100 hat geschrieben:
02.12.2019 - 16:35
Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss.
Zumindest was Gemeindeangelegenheiten betrifft würd ich aus taktischen Gründen von juristischen Vorgangsweisen strikt abraten denn die erweisen sich nämlich dann als grausamer Boomerang wenn man selbst von der Gemeinde mal was bräuchte... :rolleyes:
Ich glaube genau dieses Denkmuster meinte Kreon ... ;-)

Es wäre meiner Meinung nach übrigens keine großes Problem, politisch darauf hinzuwirken, das es Ausnahmen von EU Regeln geben darf, wenn es Gründe dafür gibt. War z.B. bei der Datenschutzgrundverordung so, viele europäische Länder haben hier Ausnahmen eingeführt (und das war auch von der EU so vorgesehen), um Vereine etc. das Leben leichter zu machen. Deutschland hat da leider ziemlich geschlafen, und dann war die böse EU schuld ...

Ich persönlich habe auch überhaupt nichts gegen Einheimischenpreise und denke nicht, das das jemanden wirklich diskriminiert, solange es wie gesagt einen sinnigen Grund gibt, und sei es nur die oben angeführte Identifikation zB. mit der Tourismusregion in der man lebt & arbeitet.

Ich habe jetzt nur die letzten paar Seiten gelesen, aber ich denke die Diskussion dreht sich sehr im Kreis zwischen WirsindBergbewohnerundunsistderFlachlandgesetzscheißtotalegal und EinGesetzisteingesetzundwenndasdastehtdannistdasaufewiginsteingemeisselt ... Ich schaue öfters mal in Kommunalpolitik rein und sehe, wie solche Dinge ohne Probleme gelöst werden können auch über harte politische Grenzen hinweg, wenn nur der Wille da ist.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kreon100 » 03.12.2019 - 07:59

Petz hat geschrieben:
02.12.2019 - 19:10
Kreon100 hat geschrieben:
02.12.2019 - 16:35
Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss.
Zumindest was Gemeindeangelegenheiten betrifft würd ich aus taktischen Gründen von juristischen Vorgangsweisen strikt abraten denn die erweisen sich nämlich dann als grausamer Boomerang wenn man selbst von der Gemeinde mal was bräuchte... :rolleyes:
q.e.d.

Das ist genau der Grund weswegen ich erwarte und hoffe, dass eine Gemeinde eben aus eigenem Antrieb sehr genau darauf achtet, das alle Vorschriften beachtet werden und man da nicht mit "Weitblick" drüber hinaus und dann vorbei denkt. Das sollte für die Gemeindesatzung genauso gelten wie für Landes- und Bundesgesetze und ja, auch für EU-Vorschriften.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von gfm49 » 03.12.2019 - 09:09

Petz hat geschrieben:
02.12.2019 - 19:10
Kreon100 hat geschrieben:
02.12.2019 - 16:35
Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss.
Zumindest was Gemeindeangelegenheiten betrifft würd ich aus taktischen Gründen von juristischen Vorgangsweisen strikt abraten denn die erweisen sich nämlich dann als grausamer Boomerang wenn man selbst von der Gemeinde mal was bräuchte... :rolleyes:
Letztlich handelt es sich dabei um eine Einstiegsform der Korruption (zwar nicht im strafrechtlichen, aber im politischenSinn).
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 03.12.2019 - 09:32

Solange wie es diese Usancen schon gibt würd ich nicht von einer "Einstiegsform" sondern eher von Tradition sprechen wollen; abgesehen davon das ich zumindest keine nennenswerte "Weiterentwicklung" feststellen könnte.
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gfm49
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von gfm49 » 03.12.2019 - 10:04

Petz hat geschrieben:
03.12.2019 - 09:32
Solange wie es diese Usancen schon gibt würd ich nicht von einer "Einstiegsform" sondern eher von Tradition sprechen wollen; abgesehen davon das ich zumindest keine nennenswerte "Weiterentwicklung" feststellen könnte.
Dann halt eine Tradition der politischen Korruption - machts nicht besser (eher im Gegenteil). Wer es hier nicht so genau nimmt, ist anfällig für die Weiterentwicklung der Freunderlwirtschaft, für die "harte" Korruption: https://www.tt.com/panorama/verbrechen/ ... ungsquoten

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 03.12.2019 - 10:43

Kreon100 hat geschrieben:
02.12.2019 - 16:35

Mich stört dabei nur in zweiter Linie das Geld, die Differenz zur normalen Saisonkarte schmeiß ich an einem guten Abend auch mal hier in die Juke-Box. Mich stört an diesen Einheimischen-Rabatten aber diese Finstertal-Einstellung, auf die man offenbar auch noch stolz ist. Das zieht sich dann ja schnell durch alle Bereiche. Wer bekommt den nächsten Baugrund zugesprochen, wer Bauerwartungsland, wer eine Taxilizenz... Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss.
Exakt das ist der Punkt. Als ich vor sieben Jahren nach Österreich gezogen bin hatte ich eine total positive (naive) Einstellung Land und Leuten gegenüber. Inzwischen ist diese Einstellung einem gewissen Realismus gewichen, es ist hier leider genauso wie Du oben schreibst und das in nahezu allen Lebensbereichen. Man umgeht Gesetze, dem Spezl wird was zugeschoben, man bootet sich aus und streitet sich aus reiner Missgunst um Kleinigkeiten. Ich habe zuvor längere Zeit in noch vier anderen Ländern gelebt aber so eine Mentalität durch weite Teile der Gesellschaft habe ich nirgendwo erlebt. Gibt es anderswo natürlich auch aber eben nicht so dominierend. Ich finde das einfach nur traurig, vor allem weil es so leicht anders ginge. Und: Bei weitem nicht alle Österreicher sind so, es gibt auch genug die von dieser Art der Politik und des Wirtschaftens total angewidert sind und gerne etwas ändern möchten. Aber die kommen gegen ein etabliertes System nur schwierig und langsam an. Aber man sieht auch in diesem Thema ganz gut wo das Problem liegt, für viele ist eine gewisse „Flexibilität“ eben auch Teil der Identität. Kann man ja auch grundsätzlich so machen, man sollte dann nur keine Verträge unterschreiben, die einem zum Gegenteil verpflichten. Weil sich andere darauf verlassen, dass diese Verträge auch eingehalten und nicht heimlich umgangen werden.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von j-d-s » 03.12.2019 - 11:35

Wooly hat geschrieben:
02.12.2019 - 21:32
Petz hat geschrieben:
02.12.2019 - 19:10
Kreon100 hat geschrieben:
02.12.2019 - 16:35
Ich hätte keine Lust in einer Gemeinde zu wohnen, wo alles vom Gutdünken des Bürgermeisters und des Vorstandes der Bergbahn abhängt und ich für jede Selbstverständlichkeit wie diskriminierungsfreie Wirtschaft, keine Frauenfeindlichkeit, soziale Teilhabe erst einmal vor den Kadi ziehen muss.
Zumindest was Gemeindeangelegenheiten betrifft würd ich aus taktischen Gründen von juristischen Vorgangsweisen strikt abraten denn die erweisen sich nämlich dann als grausamer Boomerang wenn man selbst von der Gemeinde mal was bräuchte... :rolleyes:
Ich glaube genau dieses Denkmuster meinte Kreon ... ;-)

Es wäre meiner Meinung nach übrigens keine großes Problem, politisch darauf hinzuwirken, das es Ausnahmen von EU Regeln geben darf, wenn es Gründe dafür gibt. War z.B. bei der Datenschutzgrundverordung so, viele europäische Länder haben hier Ausnahmen eingeführt (und das war auch von der EU so vorgesehen), um Vereine etc. das Leben leichter zu machen. Deutschland hat da leider ziemlich geschlafen, und dann war die böse EU schuld ...

Ich persönlich habe auch überhaupt nichts gegen Einheimischenpreise und denke nicht, das das jemanden wirklich diskriminiert, solange es wie gesagt einen sinnigen Grund gibt, und sei es nur die oben angeführte Identifikation zB. mit der Tourismusregion in der man lebt & arbeitet.

Ich habe jetzt nur die letzten paar Seiten gelesen, aber ich denke die Diskussion dreht sich sehr im Kreis zwischen WirsindBergbewohnerundunsistderFlachlandgesetzscheißtotalegal und EinGesetzisteingesetzundwenndasdastehtdannistdasaufewiginsteingemeisselt ... Ich schaue öfters mal in Kommunalpolitik rein und sehe, wie solche Dinge ohne Probleme gelöst werden können auch über harte politische Grenzen hinweg, wenn nur der Wille da ist.
Bei EU-Fragen macht es die deutsche Bundesregierung sowieso sehr oft so, dass sie erst in Brüssel die Vorhaben abnickt und danach dann innenpolitisch behauptet, sie wären ja dagegen, müssten aber EU-Vorgaben umsetzen. So gesehen bei den Uploadfiltern, die die Bundesregierung in Brüssel hätte ablehnen können (die deutsche Stimme war das Zünglein an der Waage), was sogar im Koalitionsvertrag vorgesehen war, dann aber zugestimmt hat.

Und danach ist dann das Geschrei groß, wenn "die bösen EU-Feinde" die Menschen "gegen die EU aufhetzen", obwohl die Regierungsparteien selber die EU massiv als Sündenbock nutzen...

Bei den Einheimischentarifen gilt wie erwähnt, wegen mir kann man die auch erlauben, dann aber eben für alle, auch bspw. bei der CSU-Autobahnmaut. Aber dass man in Tirol Personen mit Wohnsitz im Ausland diskriminiert, selber dann aber die CSU-Autobahnmaut nicht haben will, das geht nicht.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski


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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kreon100 » 03.12.2019 - 12:22

j-d-s hat geschrieben:
03.12.2019 - 11:35
Wooly hat geschrieben:
02.12.2019 - 21:32
Petz hat geschrieben:
02.12.2019 - 19:10
Zumindest was Gemeindeangelegenheiten betrifft würd ich aus taktischen Gründen von juristischen Vorgangsweisen strikt abraten denn die erweisen sich nämlich dann als grausamer Boomerang wenn man selbst von der Gemeinde mal was bräuchte... :rolleyes:
Ich glaube genau dieses Denkmuster meinte Kreon ... ;-)

Es wäre meiner Meinung nach übrigens keine großes Problem, politisch darauf hinzuwirken, das es Ausnahmen von EU Regeln geben darf, wenn es Gründe dafür gibt. War z.B. bei der Datenschutzgrundverordung so, viele europäische Länder haben hier Ausnahmen eingeführt (und das war auch von der EU so vorgesehen), um Vereine etc. das Leben leichter zu machen. Deutschland hat da leider ziemlich geschlafen, und dann war die böse EU schuld ...

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Ich habe jetzt nur die letzten paar Seiten gelesen, aber ich denke die Diskussion dreht sich sehr im Kreis zwischen WirsindBergbewohnerundunsistderFlachlandgesetzscheißtotalegal und EinGesetzisteingesetzundwenndasdastehtdannistdasaufewiginsteingemeisselt ... Ich schaue öfters mal in Kommunalpolitik rein und sehe, wie solche Dinge ohne Probleme gelöst werden können auch über harte politische Grenzen hinweg, wenn nur der Wille da ist.
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Und danach ist dann das Geschrei groß, wenn "die bösen EU-Feinde" die Menschen "gegen die EU aufhetzen", obwohl die Regierungsparteien selber die EU massiv als Sündenbock nutzen...

Bei den Einheimischentarifen gilt wie erwähnt, wegen mir kann man die auch erlauben, dann aber eben für alle, auch bspw. bei der CSU-Autobahnmaut. Aber dass man in Tirol Personen mit Wohnsitz im Ausland diskriminiert, selber dann aber die CSU-Autobahnmaut nicht haben will, das geht nicht.
Das trifft es sehr genau! Geht mir schon lange auf den Keks, dass alles schlechte aus der EU kommt und die Vorzüge hat man selbst angestoßen. Wird in der BRD nicht anders als in Österreich sein. Fast ein Wunder, dass die Zustimmung zur EU immer noch so hoch ist.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 03.12.2019 - 13:22

Ich denke das die Bevölkerung sich viel weniger als früher von der Politik ein X für ein U vormachen lässt und somit der "Sündenbock Brüssel" schlicht gottseidank immer weniger funktioniert.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von ghostbikersback » 03.12.2019 - 16:09

In der Tat, da würde ich auch zustimmen. Und die EU macht viel für den Verbraucher auch wenn Populisten gerne die Negativbeispiele hervorheben. Aber ohne EU würde es keine 24 Monate Gewährleistung geben, man würde weiterhin horrende Roaming-Gebühren zahlen und würde auch keine 250 Euro Entschädigung bei europäischen Flugausfällen erhalten. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und gerade von der verlängerten Gewährleistung profitiert (fast) jeder. Mehr Presse bekommt natürlich die Verordnung zur Bananenkrümmung, weil man damit in den Boulevardmedien und am Stammtisch einfach besser ankommt. Und ja, auch das Diskriminierungsverbot für EU-Ausländer ist eine gute Sache. Spätestens dann, wenn man selber einmal diskriminiert wird und einen Rechtsstaat benötigt, der nicht nur auf dem Papier existiert.
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Petz » 03.12.2019 - 16:57

Als eine der absolut positiven Errungenschaften der europäischen Kommission würd ich beispielsweise auch die Vorschrift bez. ROPS - Sicherheitsfahrerkabinen bei Traktoren und Baumaschinen ansehen - die hat seit Bestehen sicher schon etlichen das Leben gerettet... :!:
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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von gfm49 » 03.12.2019 - 17:21

Petz hat geschrieben:
03.12.2019 - 16:57
Als eine der absolut positiven Errungenschaften der europäischen Kommission würd ich beispielsweise auch die Vorschrift bez. ROPS - Sicherheitsfahrerkabinen bei Traktoren und Baumaschinen ansehen - die hat seit Bestehen sicher schon etlichen das Leben gerettet... :!:
Solche Vorschriften sind allerdings in aller Regel nicht auf dem Mist der EU-Beamten gewachsen (dazu reicht deren Phantasie nicht aus - soll nicht beleidigend sein, war selbst Beamter), sondern kommen auf heftiges Drängen von Lobbyverbänden oder der Industrie zustande, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern (wer konkret hinter den ROPS stand, weiß ich nicht, bei den ebenfalls berüchtigten Traktorensitzen war es eine Initiative ausgerechnet aus Bayern, weil ein Landwirt von einem ausländischen Traktor fiel, was bei einem einheimischen Hersteller wegen dessen Sicherheitssitzen nicht passiert wäre.

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Re: "Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

Beitrag von Kreon100 » 03.12.2019 - 17:51

Bis einer hier im Forum mal mit Traktorensitzen handelt und sich fragt, ob er so ein Ding eigentlich einfach so aus Deutschland oder Österreich nach Spanien verkaufen darf :surprised:

Dann wird er feststellen, dass dank der ROPS und anderer EU-Vorschriften er nur darauf achten muss, nationale Baurat-Bestimmungen einzuhalten und Schwuppdich, geht das Ding in die Postausgangskiste. Außerhalb der EU müssen Gutachten vorgelegt werden, Genehmigungen eingeholt werden und da kann man als kleiner Mittelständler schon mal verzweifeln. Das gilt übrigens für alle Handelswaren, die so ein kleiner Mittelsändler herstellt, von der Seilbahnrolle bis zum Saugventil von Melkmaschinen über Getriebe-Zahnräder bis hin zu Lizenzbau-Geländewagen. Schon toll, wie einfach das heute in der EU ist und dennoch kaprizieren sich alle immer auf diesen Treckersitz und die Gurken... :roll:
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