Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

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Richie
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Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Richie » 23.05.2012 - 23:56

Das Thema hatten wir ja schon ein paar Mal, aber die neuen Zahlen sind auch nicht gerade erfreulich.... Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

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Richie
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Richie » 11.06.2012 - 12:30

Und hier noch ein paar Infos zur abgelaufenen Wintersaison in der Schweiz: Schweiz: Verschiedene Faktoren drücken Wintersaison-Bilanz

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von doc » 11.06.2012 - 14:03

Ich war über Sylvester eine Woche in Adelboden. Dort waren 99% der Touristen-PKW aus dem Berner Oberland (also vermutlich fast alle Touristen ausser uns). Anstehen gab es fast nicht (trotz Weihnachtsferien). Das lag vermutlich auch am EUR / CHF Kurs. Die Leute dort waren stets auffällig höflich, hilfsbereit und zurückhaltend zueinander - auch zu uns, solange wir nicht als Ausländer erkennbar waren. Haben wir jedoch gesprochen (Deutsch, leichte hessische Färbung) oder waren wir am Auto (Deutsches Kennzeichen), so traf uns eine mir bisher unbekannte Abneigung. Im Supermarkt wurden wir an der freien Kasse abgewiesen, die Schweizer hinter und drangenommen, beim Schneeschaufeln um den zur Wohnung gehörigen Parkplatz freizuschaufeln wurden wir beschimpft, wir bräuchten zu lange und würden den Verkehr behindern (von den einheimischen Nachbarn, die zu Fuß waren - es waren dabei aber keinerlei fahrende Autos zu sehen). Es gäbe noch viele weitere Beispiele. Kurzum: Deutsche sind als Touristen in Adelboden nicht willkommen. Meine Frau war zum ersten Mal in der Schweiz und will nie wieder in die Schweiz. Ich bin bisher gerne in der Schweiz Ski gefahren - auch in Adelboden und habe so etwas noch nicht erlebt. Ist es anderswo in der Schweiz auch so?

Nebenbei: Das Skigebiet (Hahnenmoos / Sillerenbühel / Chuenisbärgli) ist nach wie vor großartig und sehr zu empfehlen. Und an Tagen mit zu viel Trubel lohnt ein Ausflug auf die Elsigenalp mit ihrem kleinen aber feinen Skigebiet.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von 3303 » 11.06.2012 - 17:41

doc hat geschrieben:... solange wir nicht als Ausländer erkennbar waren. Haben wir jedoch gesprochen (Deutsch, leichte hessische Färbung) oder waren wir am Auto (Deutsches Kennzeichen), so traf uns eine mir bisher unbekannte Abneigung. Im Supermarkt wurden wir an der freien Kasse abgewiesen, die Schweizer hinter und drangenommen, beim Schneeschaufeln um den zur Wohnung gehörigen Parkplatz freizuschaufeln wurden wir beschimpft, wir bräuchten zu lange und würden den Verkehr behindern (von den einheimischen Nachbarn, die zu Fuß waren - es waren dabei aber keinerlei fahrende Autos zu sehen). Es gäbe noch viele weitere Beispiele. Kurzum: Deutsche sind als Touristen in Adelboden nicht willkommen. .
Das finde ich jetzt etwas merkwürdig und kann das so auch nicht bestätigen.
Grundsätzlich müssten doch eigentlich die ausländischen Touristen, die bereit sind, die aufgrund des Wechselkurses hohen Kosten in der Schweiz zu tragen, bei der derzeitigen Buchungslage besonders willkommen sein?

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von OliK » 11.06.2012 - 18:54

Komisch, ich bin eigentlich recht oft in der Schweiz, nicht nur zum Schifahren. Aber so was ist mir noch nie passiert.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Bjoerndetmold » 11.06.2012 - 20:02

Ich bin immer ein absoluter Schweizfan gewesen, gerade was das Skifahren angeht. Aber ich habe den Eindruck, dass man inzwischen dort als Ausländer - unabhängig vom Wechselkurs und der Jahresvignette - nicht gern gesehen und abgezockt wird.

Auf der Rückfahrt aus Italien (hin ging es über den Brenner) sind wir vor ein paar Wochen über den San Bernardino gekommen:

Es beginnt mit dem unfreundlichen Schweizer Zöllner am Grenzübergang in Chiasso: desinteressierter Blick ins Nirgendwo, wird man langsamer, geht die Hand runter, wird man wieder flotter, geht sie wieder hoch, man weiß nicht woran man ist. Dann entscheidet er sich: anhalten - und macht mich in unmöglicher Weise an: "So heißt Stop!, auch in Deutschland." So begrüßt man keine Gäste.

Ärgerlich finde ich auch die (nicht nur) in der Schweiz überall "angebotene" Direct Currency Conversion (DCC). Der Kunde kann bei Einsatz seiner Zahlungskarte entscheiden, ob der Betrag von der Schweizer Bank bzw. dem Schweizer Händler zu seinem Wechselkurs umgerechnet wird (Zahlung in Fremdwährung), oder ob er in CHF zahlt und den - zugegebenermaßen ungewissen und vielleicht noch schwankenden - Wechselkurs seiner Heimatbank bevorzugt. Dabei wird - so mein Eindruck - der Tourist aber regelrecht abgezockt. Hier https://www.gastroprofessional.ch/dbFil ... ngen_D.pdf wird es so dargestellt, als sei das ganze für beide Seiten vorteilhaft. Zum einen scheint es aber so zu sein, dass der "günstige tagesaktuelle gemittelte Umrechnungskurs" oft doch nicht so günstig ist (z.B. http://nachstettin.com/tourismus/touris ... polen.html), zum anderen kommt auch noch eine Gebühr von mind. 3 % ("Markup") oben drauf, die sich Händler und Kreditkartendienstleister teilen (Nachtigall, ick hör dir trappsen...)! Mein subjektiver Eindruck vom Wechselkurs war jedenfalls: unverschämt.

Noch unverschämter war allerdings der Umrechnungskurs, den die Raststätte Via Mala in Thusis für die Tankfüllungs-Zahlung in Euro ansetzt: nah an 1 zu 1. Gut, dass es einen Geldautomaten dort gibt - wo einen natürlich irgendeine Steuerflucht-Bank wieder mit DCC (s.o.) über's Ohr hauen will. LKW zahlen auf der Raststätte übrigens 35 SFR/Nacht für's Parken, darin ist die Toilette für 1 SFr (pro Sitzung, Flatrate gibt es nicht) natürlich nicht enthalten.

Völlig subjektiv, meinetwegen auch überzogen, aber so reagieren andere Menschen (=Touristen) auch, und fahren das nächste Mal eben durch/nach Österreich
Mein Appetit auf Schweiz ist gerade mal begrenzt... wie gesagt, dabei bin ich Schweiz-Fan und habe auch dort eine Zeitlang studiert.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Whistlercarver » 11.06.2012 - 23:15

Ich weis nicht was ihr habt. Aber wenn ich so an meine bisherigen Reisen als Tourist zurück denke, wurde ich immer noch in Deutschland am schlechtesten behandelt. Das gröbste war in Frankfurt am Flughafen. Kamen gerade aus dem Urlaub zurück und wollten für 5 Leute was an einem Bäckerstand kaufen. So unfreundlich wurde ich noch nie bedient wie dort. Ud das zum Eingangstor zu Deutschland. Das ist nicht gerade gut. In der Schweiz habe ich bisher keine negativen Erfahrungen gemacht, egal ob beim Skifahren oder auf einer party wo man uns offenkundigst als deutsche wahrgenommen hat. Oder als ich beim Skifahren mit einer deutschen Rabattkarte einen Rabatt auf den eh schon reduzierten Skipass wollte und auch freundlich bekam.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von noisi » 11.06.2012 - 23:22

Ich kenne die Schweiz zwar nur vom durchfahren, allerdings hab ich selbst auch den Eindruck das ich in Deutschland (meistens) am meisten abgezockt werde - grad beim Urlaub mit Hund. Hier an der Nordsee gibts dann schön Backfisch aus der Tiefkühltrue, Hotels mit 70er Jahre ambiente und ausstattung und überall wird einem das Geld aus der Tasche gezogen - wenn man sich nicht auskennt. Das ist zwar überall so, aber nicht so offensichtlich.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab » 12.06.2012 - 00:11

Seit vielen Jahren Gast in der Schweiz kann ich sagen, dass man mir stets höflich, meist auch freundlich entgegengekommen ist.
Die Mentalität in der Deutsch-Schweiz ist halt etwas anders als z. B. in Bayern o. Österreich, um zwei beliebte Urlaubsregionen zu nennen.

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Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Vadret » 12.06.2012 - 06:31

Naja, oft liegt es auch an der direkten Art der Deutschen Touristen, wobei man selbstverstendlich nicht alle in die gleiche Pfanne werfen sollte, da es überall die "schwarzen Peter" gibt.
Beispiel 1, in der Bäckerei:
Deutscher Tourist: "Ich krieg ein Weissbrot!!"
Schweizer, italienischer Tourist: "Guten Tag, ich hätte gerne ein Weissbrot bitte"

Die Verabschiedung:
Deutscher Tourist "Tschüss!!!"
Schweizer, Italiener: "Auf Wiedersehen, schönen Tag"

Wie gesagt, das ist eine sehr direkte, aber oft überhaupt nicht "bös" gemeinte Art. Die meisten Schweizer wissen es und wissen damit umzugehen dass wenn beim Brot kaufen die Befehlsform "ich krieg!!!" fällt und bei der Verabschiedung geduzt wird es ganz normal ist und den Tourist auch normal bedient. Aber es gibt dann wieder andere die reagieren empfindlicher und fauchen entsprechend zurück. Quasi in der Art "Geh doch wo anderst hin um deinen Brot zu kriegen und dutzen kannst Du deine Mutter…"
:-) Andere Länder-andere Sitten :-)
Zuletzt geändert von Vadret am 12.06.2012 - 07:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Theo » 12.06.2012 - 07:00

Wenn es auf das Theme kommt sag ich meist diese Antwort: Wenn ich mich hier zum Gast genau gleich verhalte, wie es im Zillertal der Fall ist und wie es dort auch von den Gästen vom Personal erwartet wird, hab ich innerhalb der ersten Arbeitsstunde die allergrössten Probleme. Die Erwartungshaltung und die Reaktionen der Gäste sind halt schon eine ganz anders. Was im Zillertal als locker und frisch angesehen wird, wäre hier im Wallis unfreundlich und frech.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von OliK » 12.06.2012 - 11:15

albe hat geschrieben:haengt nach meinen Beobachtungen stark von der Gegend ab ... und im Berner Oberland ist man froh wenn man zurueckgegruesst wird.
Nenene, das liegt schlicht und ergreifend an der Zeitspanne -> Gruss erhalten -> Nachdenken -> zurückgrüssen, bei den Bernern bist halt im Normalfall schon 100m weiter bis sie zurückgrüßen, dass sieht dann so aus würden sie nicht grüssen :lach:

@Zöllner
Da muss ich leider zustimmen, wobei wer in D ab und zu mal mit dem Zoll zu tun hat, wird schnell merken dass es wohl an dem Berufsstand (wenn man rumsitzen und bewegen in Zeitlupe Beruf nennen kann) im Allgemeinen liegen muss. Ausserdem haben besonders die schweizer Zöllner am Schengenabkommen hart zu knabbern, also Egotechnisch. Seither sind sie nämlich noch unfreundlicher.

Aber wie schon gesagt, im grossen und ganzen kann ich nicht klagen, Handlampen gibts überall ;)
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von 3303 » 12.06.2012 - 11:49

@Zoll: Da gibt es zurzeit aber auch das Problem mit dem Geld, was angeblich besonders von IT massiv in die CH geschafft werden soll.
Insofern scheintes da beim Zoll derzeit recht "interessant" zu sein, da man offensichtlich auch erkannt zu haben scheint, dass es doch sinnvoller ist, sich auf das Arbeiten mit versteuerten, offiziellen Geldern zu konzentrieren.

Momentan wird in diesem Zusammenhang in der Schweiz allerdings von manchen Deutschland (zB hier exemplarisch Herr Steinbrück) als eine Art "Störenfried" (uA auch wegen Doppelbesteuerungsabkommen etc.) angesehen. Das ist einfach so.
Falls sowas dann in Einzelfällen auf beliebige Touristen (die damit überhaupt nichts zu tun haben) reflektiert werden sollte, wäre das natürlich eher ungeschickt.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von OliK » 12.06.2012 - 12:04

Vadret hat geschrieben:Naja, oft liegt es auch an der direkten Art der Deutschen Touristen, wobei man selbstverstendlich nicht alle in die gleiche Pfanne werfen sollte, da es überall die "schwarzen Peter" gibt.
Beispiel 1, in der Bäckerei:
Deutscher Tourist: "Ich krieg ein Weissbrot!!"
Schweizer, italienischer Tourist: "Guten Tag, ich hätte gerne ein Weissbrot bitte"

Die Verabschiedung:
Deutscher Tourist "Tschüss!!!"
Schweizer, Italiener: "Auf Wiedersehen, schönen Tag"

Wie gesagt, das ist eine sehr direkte, aber oft überhaupt nicht "bös" gemeinte Art. Die meisten Schweizer wissen es und wissen damit umzugehen dass wenn beim Brot kaufen die Befehlsform "ich krieg!!!" fällt und bei der Verabschiedung geduzt wird es ganz normal ist und den Tourist auch normal bedient. Aber es gibt dann wieder andere die reagieren empfindlicher und fauchen entsprechend zurück. Quasi in der Art "Geh doch wo anderst hin um deinen Brot zu kriegen und dutzen kannst Du deine Mutter…"
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Damit haben aber nicht nur Schweizer ihre Probleme. Auch bei uns hier im südlichen Zipfel von D empfindet man die Art der Mittel-/Norddeutschen oftmals etwas Gewöhnungsbedürftig. Obwohls ja meistens nicht böse gemeint ist.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von TPD » 12.06.2012 - 13:38

LKW zahlen auf der Raststätte übrigens 35 SFR/Nacht für's Parken, darin ist die Toilette für 1 SFr (pro Sitzung, Flatrate gibt es nicht) natürlich nicht enthalten.
Ist ja wohl kein Geheimnis, dass die Schweiz kein Interessen am Transitverkehr auf der Strasse hat.
Somit werden da ein bisschen Äpfel mit Birnen verglichen, wenn man sich als Tourist über die Parkgebühren der LKW's beschwert.
@Zoll: Da gibt es zurzeit aber auch das Problem mit dem Geld, was angeblich besonders von IT massiv in die CH geschafft werden soll.
Insofern scheintes da beim Zoll derzeit recht "interessant" zu sein, da man offensichtlich auch erkannt zu haben scheint, dass es doch sinnvoller ist, sich auf das Arbeiten mit versteuerten, offiziellen Geldern zu konzentrieren.
Denke da werden die deutschen oder italiensichen Zöllner deutlich grössere Probleme bereiten. :lol:
Aber wo gibt es schon freundliche Zöllner ?
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von 3303 » 12.06.2012 - 14:15

TPD hat geschrieben: Denke da werden die deutschen oder italiensichen Zöllner deutlich grössere Probleme bereiten. :lol:
Da täuschst du dich aber gewaltig.
TPD hat geschrieben:Aber wo gibt es schon freundliche Zöllner ?
ZB in Italien am Grossen St Bernard.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Mt. Cervino » 12.06.2012 - 14:30

3303 hat geschrieben:
TPD hat geschrieben:Aber wo gibt es schon freundliche Zöllner ?
ZB in Italien am Grossen St Bernard.
Müsste wohl eher im Großen St Bernhard heissen sofern du den Tunnel meinst :D.
Last Destinations: Alpe Mondovi (I) / Lurisia (I) / Quattre Vallées - Verbier (CH) / Abetone (I) / Pragelato (I) / Via Lattea-Sestriere (I) / Zermatt-Cervinia-Valtournanche (CH/I) / Pila (I) / Venet (AT) / Hochzeiger (AT) / Hochoetz (AT) / Kühtai (AT) / Pitztaler Gletscher-Rifflsee (AT) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Obertoggenburg (CH) / St. Moritz (CH) / Arlberg-Lech-Zürs (AT) / Skiwelt (AT) / Cervinia-Zermatt (I/CH) / Serfaus-Fiss-Ladis (AT) / Kleinwalsertal-Heuberg-Ifen-Talllifte-Kanzelwand (AT) / Oberstdorf-Fellhorn-Söllereck (DE) / Pila (I) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Bardonecchia (I) / Via Lattea-Sauze D`Oulx-Sestriere (IT) / Serre Chevalier (F)

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee » 12.06.2012 - 14:36

In Österreich hab ich auch schon oft sehr unfreundliche Zöllner erlebt. Gerade zu Zeiten als noch mehr kontrolliert wurde an den Übergängen zur Schweiz.
"Wir sind EU-Außengrenze", da ist die Hendlbrust gleich noch ein Stück weiter geschwollen.
Btw. kann man überall ein Haar in der Suppe finden und so manches Thema im Zusammenhang mit dem schweizer Tourismus passt langsam in die Kategorie Haarspalterei. Man schaut jetzt aufgrund der gestiegenen Kosten für uns Euromanen vielleicht noch penibler darauf, nur übertreiben braucht man es nicht. Außerdem bedienen wir hier schon mehrere Threads zu dem Thema. Ich glaube es wird Zeit, dass bald wieder Schnee fällt :wink:

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von gfm49 » 12.06.2012 - 14:40

Hallo,
TPD hat geschrieben:Aber wo gibt es schon freundliche Zöllner ?
z.B. in München am Flughafen - die rechnen Dir Deine Einkaufsliste bei einem Rückflug aus den USA geduldig so hin, daß der geringste Steuerbetrag rauskommt (natürlich nicht, wenn Du besch... wolltest - da haben sie wirklich keinen Grund zur Freundlichkeit).

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von TPD » 12.06.2012 - 15:43

Denke da werden die deutschen oder italiensichen Zöllner deutlich grössere Probleme bereiten. :lol:
Da täuschst du dich aber gewaltig.
Meine Aussage bezog sich auf die Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen.
Und da ist das Risiko grösser, dass man beim deutschen oder italienischen Zoll hängen bleibt.

Aber es ist klar die Schweizer verstehen überhaupt keinen Spass, wenn man beim Import von Waren die Zollfreigrenze überschreitet.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von 3303 » 12.06.2012 - 16:04

TPD hat geschrieben:
Denke da werden die deutschen oder italiensichen Zöllner deutlich grössere Probleme bereiten. :lol:
Da täuschst du dich aber gewaltig.
Meine Aussage bezog sich auf die Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen.
Und da ist das Risiko grösser, dass man beim deutschen oder italienischen Zoll hängen bleibt.
....
Momentan ist es eher umgekehrt.
Die Schweiz ist derzeit sehr darauf aus, die Einfuhr von Devisen zu kontrollieren. Das anstehende Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland wird nämlich höchstwahrscheinlich dafür sorgen, dass die Schweizer Banken Milliardenbeträge von Schweizer Konten Deutscher Kunden abbuchen und zum Deutschen Fiskus transferieren müssen. Da der ganze Ärger dann bei den Schweizer Banken abzuwickeln ist, möchte man verhindern, dass weiteres unversteuertes Deutsches Geld in die Schweiz kommt.
Bei Italien gibt es auch irgend ein Problem, was die Schweiz veranlasst, massiv bei der Einreise zu kontrollieren, ob Geld in die Schweiz gebracht wird. Deshalb wird momentan besonders an den Grenzem um das Tessin und in Südbünden bei der Einreise in die Schweiz vom Schweizer Zoll teils massiv kontrolliert.

Mt. Cervino hat geschrieben:
3303 hat geschrieben:
TPD hat geschrieben:Aber wo gibt es schon freundliche Zöllner ?
ZB in Italien am Grossen St Bernard.
Müsste wohl eher im Großen St Bernhard heissen sofern du den Tunnel meinst :D.
Das war am Pass. Wenn man im Sommer auf die Skis im Auto angesprochen wird, wohin es gehen soll und dann sagt, dass man durch IT und F nach Monaco fährt und zwischendurch einen Skitag einlegen möchte, dann kann es schon sein, dass sich ein nettes Gespräch entwickelt. Am Ende des Gespräches wurde uns eine gute Reise und eine schöne Zeit gewünscht.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von intermezzo » 12.06.2012 - 16:04

eMGee hat geschrieben:In Österreich hab ich auch schon oft sehr unfreundliche Zöllner erlebt. Gerade zu Zeiten als noch mehr kontrolliert wurde an den Übergängen zur Schweiz.
"Wir sind EU-Außengrenze", da ist die Hendlbrust gleich noch ein Stück weiter geschwollen.
Btw. kann man überall ein Haar in der Suppe finden und so manches Thema im Zusammenhang mit dem schweizer Tourismus passt langsam in die Kategorie Haarspalterei. Man schaut jetzt aufgrund der gestiegenen Kosten für uns Euromanen vielleicht noch penibler darauf, nur übertreiben braucht man es nicht. Außerdem bedienen wir hier schon mehrere Threads zu dem Thema. Ich glaube es wird Zeit, dass bald wieder Schnee fällt :wink:
Volle Zustimmung meinerseits. Sehe ich genauso. Euromanen: witziger Ausdruck!

Nur noch soviel zum weiter oben Geschriebenen: insbesondere im Berner Oberland - so meine Erfahrung - sind die Leute, die im Tourismus tätig sind, vergleichsweise freundlich. Aber eben: 1.) Fragt sich, was einem lieber ist: etwas widerborstige, dafür authentische Gastgeber - oder 2.) überfreundliche Gastgeber bzw. "glattgebügeltes" Servicepersonal. Zudem: Schwarze Schafe gibts überall, und Pauschalisierungen helfen schon gar nicht weiter.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von 3303 » 12.06.2012 - 16:13

intermezzo hat geschrieben: Aber eben: 1.) Fragt sich, was einem lieber ist: etwas widerborstige, dafür authentische Gastgeber - oder 2.) überfreundliche Gastgeber bzw. "glattgebügeltes" Servicepersonal. Zudem: Schwarze Schafe gibts überall, und Pauschalisierungen helfen schon gar nicht weiter.
Vollste Zustimmung. Wenn ich eins nicht brauche, dann ist es aufgesetzte Freundlichkeit.
Solange Freundlichkeit "vom Herzen" kommt, ist sie mir sehr sympathisch. So zum Beispiel erlebt in kleinen italienischen Gasthöfen, wo man sich über uns als Touristen "aus der Ferne" wirklich gefreut hat oder im Avers in einem kleinen Genossenschaftshotel etc. etc.
Der eine oder andere, etwas knorrig wirkende Bergbewohner ist mir aber ebenso sympathisch, wenn es nunmal seine Art ist. Und ich empfinde das auch nicht als unfreundlich.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Bjoerndetmold » 12.06.2012 - 19:21

Ich teile Eure Ansichten im Grundsatz.

Trotzdem - der Zöllner ist kein "knorriger Gastgeber". Natürlich handelt es sich um einen Einzelfall.

DCC - betrifft offenbar die Schweizer im Ausland in gleicher Weise. Hier werden die Schweizer Konsumenten gewarnt:
http://www.beobachter.ch/konsum/kauf-le ... te-karten/
Man fragt sich nur, warum den Schweizer Gastgebern von Ihrem Verband anempfohlen wird,
den Gästen die DCC aufzuschwatzen.

Via Mala - ich bleibe dabei, das ist Abzocke. Die gibt es in Deutschland natürlich auch.


Ich weiß auch, dass die Schweiz kein Interesse am Transit hat. Die Deutschen haben auch ein begrenztes Interesse an osteuropäischen LKWs. Aber der Transit-Tourist möchte ja vielleicht auch mal in die Schweiz. Aber ich sehe völlig ein, dass ich es etwas auf die Spitze getrieben habe - das war ja auch volle Absicht. Denn das Problem ist doch: so eine verärgerte Reaktion ist ja vielleicht kein Einzelfall.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!

Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.

Richie
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Richie » 12.06.2012 - 23:12

Sicherlich gibt es Mentalitätsunterschiede zwischen den Deutschen und den Schweizern, aber ich glaube die Gründe für die Rückgänge liegen woanders. Sicherlich macht der starke Franken etwas aus und andererseits das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis. Und das hat weniger etwas mit den Bergen zu tun, als dem was ich für mein Geld in den Hotels als Gegenleistung geboten bekomme und ich denke hier bietet beispielsweise die österreichische Hotelerie mehr fürs Geld. Und weiterhin verfügen viele Skigebiete im europäischen Ausland über eine moderne (Lift-)Infrastruktur und die Skipaßpreise sind günstiger.

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