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Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Che » 26.04.2017 - 21:48

NeusserGletscher hat geschrieben:Dann spinnen wir diesen Ansatz mal weiter. Die Mitarbeiter, die im Tourismus freigesetzt werden oder für weniger Lohn arbeiten sollen, werden verstärkt billigere Produkte vorzugsweise auch aus dem Ausland importierte konsumieren, weil sie sich einheimische Produkte zunehmend nicht mehr leisten können. Dann geraten beispielsweise auch einheimische Lebensmittelproduzenten oder Hersteller von Konsumgütern unter Druck. Die wiederum dann ihrerseits Mitarbeiter freisetzen oder deren Löhne kürzen. Was die Abwärtsspirale weiter verstärkt. Also ein guter Ansatz, oder doch nicht?
Bedeutet im Umkehrschluss, dass je höhere Löhne ein Unternehmen bezahlt und je weniger es an seiner Produktivität arbeitet, desto mehr Gewinn fährt es ein? Ich wünsche dir, dass du nicht unternehmerisch tätig bist ;)

Ich bin froh dass es hier noch Leute wie z.B. Tiob gibt, sonst könnte man hier nur schwer mitlesen.


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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von intermezzo » 26.04.2017 - 22:09

Che hat geschrieben:Ich bin froh dass es hier noch Leute wie z.B. Tiob gibt, sonst könnte man hier nur schwer mitlesen.
"Schwer" ist gut, unerträglich ist es im Moment mit den usual suspects. Ich würde vorschlagen, einen neuen thread zu eröffnen.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Schleitheim » 27.04.2017 - 06:44

Und jetzt deine Rechnung noch einmal richtig:
Golfstaaten vs. Deutschland
Übernachtungen: 1'000'000 vs. 3'500'000
Ausgaben pro Tag: 500 Fr. vs. 150 Fr.

Tatsache ist, bereits 2015 floss im Tourismus gleichviel Geld aus den Golfstaaten wie aus Deutschland in die Schweiz. Einzig, die Verteilung auf verschiedene Ausgabenpunkte unterscheidet sich.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher » 27.04.2017 - 06:52

Che hat geschrieben:Bedeutet im Umkehrschluss, dass je höhere Löhne ein Unternehmen bezahlt und je weniger es an seiner Produktivität arbeitet, desto mehr Gewinn fährt es ein? Ich wünsche dir, dass du nicht unternehmerisch tätig bist ;)
Wie ich bereits vorher ausgeführt habe, gibt es einen Unterschied zwischen Mikro- und Makroökonomie. Auch, wenn ein Unternehmen kurzfristig eine höhere Rendite durch Lohndrückerei erzielen kann, geht es am Ende der gesamten Wirtschaft schlechter, weil in der Breite die Kaufkraft fehlt, um Produkte aller Firmen zu kaufen. Das ist übrigens Bestandteil einer gängigen Wirtschaftstheorie.

Das wusste übrigens selbst der gegenüber Gewerkschaften nicht gerade zimperliche Henry Ford:
Man muss Herstellungsverfahren erfinden, die hohe Löhne gewährleisten. Lohnkürzungen führen zur Verkleinerung des Kundenstammes.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher » 27.04.2017 - 08:42

Schleitheim hat geschrieben:Und jetzt deine Rechnung noch einmal richtig:
Golfstaaten vs. Deutschland
Übernachtungen: 1'000'000 vs. 3'500'000
Ausgaben pro Tag: 500 Fr. vs. 150 Fr.

Tatsache ist, bereits 2015 floss im Tourismus gleichviel Geld aus den Golfstaaten wie aus Deutschland in die Schweiz. Einzig, die Verteilung auf verschiedene Ausgabenpunkte unterscheidet sich.
Danke für die Ergänzung. Zur Verteilung: 3.500.000 Gäste beschäftigen sicher mehr Hoteliers, Zimmermädchen, Köche und Kellner als nur 1.000.000. Die höheren pro-Kopf Ausgaben haben ihre Ursache sicher auch in einem anderen Konsumverhalten. Eine teure Uhr oder die preiswerte Handtasche für schlappe 2.500 Franken im Schlußverkauf treiben die Zahlen natürlich schnell in die Höhe. Nur, davon können unterm Strich weniger Familen in der Schweiz leben. Außer vielleicht noch bei den Luxusprodukten, die in der Schweiz in Handarbeit hergestellt werden, wie z.B. Uhren.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Tiob » 27.04.2017 - 10:53

Schleitheim hat geschrieben:Und jetzt deine Rechnung noch einmal richtig:
Golfstaaten vs. Deutschland
Übernachtungen: 1'000'000 vs. 3'500'000
Ausgaben pro Tag: 500 Fr. vs. 150 Fr.

Tatsache ist, bereits 2015 floss im Tourismus gleichviel Geld aus den Golfstaaten wie aus Deutschland in die Schweiz. Einzig, die Verteilung auf verschiedene Ausgabenpunkte unterscheidet sich.
Touristen aus den Golfstaaten gehen aber normalerweise nicht Skifahren oder Wandern. Die konzentrieren sich auf ein paar wenige Destinationen (Interlaken, Zermatt, Montreux etc.). Dagegen sind für einen Großteil der Ferienorte europäischen Gäste immer noch überlebenswichtig. Man sollte sich deswegen nicht zu einseitig auf die "neuen Märkte" konzentrieren, denn auch Stammkundschaft will gepflegt sein.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von maria13 » 27.04.2017 - 11:39

NeusserGletscher hat geschrieben:
Che hat geschrieben:Bedeutet im Umkehrschluss, dass je höhere Löhne ein Unternehmen bezahlt und je weniger es an seiner Produktivität arbeitet, desto mehr Gewinn fährt es ein? Ich wünsche dir, dass du nicht unternehmerisch tätig bist ;)
Wie ich bereits vorher ausgeführt habe, gibt es einen Unterschied zwischen Mikro- und Makroökonomie. Auch, wenn ein Unternehmen kurzfristig eine höhere Rendite durch Lohndrückerei erzielen kann, geht es am Ende der gesamten Wirtschaft schlechter, weil in der Breite die Kaufkraft fehlt, um Produkte aller Firmen zu kaufen. Das ist übrigens Bestandteil einer gängigen Wirtschaftstheorie.
Das ist vielleicht die Theorie einer statischen Betrachtung. Aber bei einer dynamischen Betrachtung fehlt z. B. der Strukturwandel. Also einer Branche geht es nicht gut. Das Ausland bietet das gleiche Produkt preiswerter an. Also werden Kosten d. h. die Löhne gesenkt. Wie weit geht die Spirale? Für Mitarbeiter, die wenig Qualifikation haben oder sich nicht anders qualifizieren wollen, ist die Untergrenze die Sozialhilfe (Lohn < Sozialhilfe). Alle anderen wechseln die Branche und / oder die Region und suchen eine neue Beschäftigung in produktiveren und gewinnerwirtschaftenden Branchen. Da die Nachfrage nach Arbeitskräften in solchen Branchen recht hoch ist, steigen die Löhne. Das ist Micro- als auch Makroökonomisch ein Gewinn für die Volkswirtschaft. Der Wohlfahrtseffekt ist positiv insgesamt. D. h. aber auch, dass es Verlierer gibt und nicht nur Gewinner. Trotzdem profitiert die gesamte Volkswirtschaft davon. Diesen Prozess nennt man Strukturwandel. In der Schweiz als auch in Süddeutschland gab es durch solchen Strukturwandel seit den 70er Jahren eine sehr positive Entwicklung. In Deinem Bundesland hat aber die Politilk versagt und den Strukturwandel vergeigt. Man wollte an alten Zöpfen (Kohle und Stahl) festhalten und hat Makroökonomisch ein Disaster produziert.

Dies hat aber nichts mit unserem Thema zu tun. Es geht ja um die Frage, ob und wie die Schweiz trotz hoher Kosten bedingt durch einen starken Franken den Tourismus retten kann.


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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Chlosterdörfler » 27.04.2017 - 19:16

Der Winter war für die Tourismusbranche in der Schweiz und in Österreich eine Enttäuschung. Zu lange hat man den Fremdenverkehr eben als Teil der Baubranche betrieben. Nun sind Strategen gefordert.

Beitrag in der NZZ erschienen: https://www.nzz.ch/meinung/schwaches-wi ... ld.1288997
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Petz » 27.04.2017 - 19:54

Tiob hat geschrieben:Ob das nicht ein Fehler ist? .
Sehe ich auch so denn es gibt in der BRD sicher ein nicht unwesentliches Gästepotential dem überfüllte Gebiete und das Remmidemmi ein Greuel sind; genau die gälte es jetzt verstärkt anzusprechen und durchaus auch mit dem Argument das man aufgrund der geringeren Auslastung und des Währungskurses eben etwas teurer sein muß. Wenn man im Gegenzug guten Service und die Sicherheit bietet mit geeigneten Maßnahmen eine Überfüllung durch Tagestouristen zu verhindern sind das sicher Argumente mit denen man locken kann - gerade auch weil bei jenen etwas billigeren österreichischen Destinationen die wie die meisten schweizer Gebiete aufgrund ihrer Höhenlage auch Schneesicherheit garantieren der Zulauf langsam unerträgliche Maße annimmt.
Grüße von Markus

Modelliftseite Petz: http://www.modellseilbahnen.com

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Romantica48 » 27.04.2017 - 20:13

"...denn es gibt in der BRD sicher ein nicht unwesentliches Gästepotential dem überfüllte Gebiete und das Remmidemmi ein Greuel sind..."

Genau zu diesen Klientel gehören wir auch; was für uns auch ein Grund war und ist, immer in der Schweiz unsere Ferien zu verbringen.
Uns kann es nur Recht sein; wenn es weiterhin für viele nicht infrage kommt in der Schweiz die Ferien zu verbringen weil es (angeblich ) unerschwinglich ist - Norwegen ist übrigens noch teurer.

Da der Tourismus nicht die Haupteinnahmequelle in der Schweiz ist; wird das Land denke ich auch nicht gleich daran pleite gehen.
Hauptarbeitgeber ist der Dienstleistungssektor mit seinem Handels- und Finanzplatz und die Industrie (Maschinenbau,Chemie,etc.).

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von j-d-s » 27.04.2017 - 23:01

Hat eigentlich jemand ne Erklärung dafür wieso matterhorn48 jetzt noch nen zweiten Account namens "romantica48" hat? Sehr seltsam.

Finde die Ausführungen dieses Benutzers auch seltsam, weil er ja mehrfach gesagt hat, dass er gar nicht zum Skifahren in die Schweiz fährt. Da stört dann auch schlechte Beschneiung und langsame Anlagen weniger.

Am frappierendsten finde ich sowas bspw. bei der Jungfrauregion, für nicht-Skifahrer ist das sicher gut und da sind ja auch viele Asiaten usw., aber als Skigebiet hab ich keins gefunden was schlechter wäre. Die "Verbindung" Kleine Scheidegg/Männlichen->Schilthorn ist ein Witz, ich will Skifahren und nicht auf irgendwelche Eisenbahnen, Busse und Seilbahnen warten, weil man da unbedingt nen Takt machen muss, der dann auch noch so abgestimmt ist, dass man möglichst viel warten muss. Dagegen ist selbst der Corvatsch mit seinen weniger als 1/3 Betrieb während der Betriebszeiten noch annehmbar...
Petz hat geschrieben:
Tiob hat geschrieben:Ob das nicht ein Fehler ist? .
Sehe ich auch so denn es gibt in der BRD sicher ein nicht unwesentliches Gästepotential dem überfüllte Gebiete und das Remmidemmi ein Greuel sind; genau die gälte es jetzt verstärkt anzusprechen und durchaus auch mit dem Argument das man aufgrund der geringeren Auslastung und des Währungskurses eben etwas teurer sein muß. Wenn man im Gegenzug guten Service und die Sicherheit bietet mit geeigneten Maßnahmen eine Überfüllung durch Tagestouristen zu verhindern sind das sicher Argumente mit denen man locken kann - gerade auch weil bei jenen etwas billigeren österreichischen Destinationen die wie die meisten schweizer Gebiete aufgrund ihrer Höhenlage auch Schneesicherheit garantieren der Zulauf langsam unerträgliche Maße annimmt.
Das Problem ist nur dass fast alle Skigebiete der Alpen auf Masse ausgerichtet sind und nicht auf wenige Kunden die dafür Mondpreise zahlen. Die Seilbahn kostet das gleiche, egal ob von den 3000 P/h jetzt nur 1/4 ausgelastet ist oder 90%. Das Restaurant und das Hotel haben sogar Einbußen, wenn man Personal und Ausrüstung für 500 Gäste hat, aber nur 150 kommen. In den USA habe ich gehört ist das anders, aber deswegen kosten da Skipässe dann auch 150 Dollar pro Tag oder so. Und deswegen haben die auch keine Skigebiete die in Sachen Größe/Infrastruktur mit Europa vergleichbar wären.

Und das mit der Schneesicherheit ist wie bereits tausendfach in diesem Forum diskutiert unwahr. Die Schneesicherheit hängt nicht primär von der Höhenlage ab, sondern viel mehr von Hangausrichtung und vor allem Beschneiung.

Ich meine, nehmen wir mal den Corvatsch (weil man dort sehr wenig von Beschneiung hält) und Schladming (inkl. 4Berge). In Schladming hatten sie Weihnachten alle Talabfahrten, am Corvatsch nahezu gar nichts. Und Schladming ist 740 Meter, Corvatsch über 1800.

Selbst im laut Gurtner "besten in der Beschneiung" Laax hatte man nur etwa 1/3 der Pisten an Weihnachten offen, in den etwa 500 Meter niedrigeren Salzburger Gebieten dagegen fast alles.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski
Saison 19/20 [27]: Portes du Soleil, Anzere, Vercorin, St. Luc-Chandolin, Gstaad-Rougemont, 2x 4V (Verbier etc.), Gstaad-Zweisimmen, Zermatt-Cervinia, Crans-Montana, Galibier Thabor, Espace Diamant, Les Sybelles, 2x Paradiski, Vialattea, 2x 3V, Spieljoch+Kaltenbach, Axamer Lizum+Muttereralm, 2x Skiwelt, Kitzbühel, Mayrhofen, 3 Zinnen+Padola, SFL, SHLF, ...

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Romantica48 » 27.04.2017 - 23:50

"Hat eigentlich jemand ne Erklärung dafür wieso matterhorn48 jetzt noch nen zweiten Account namens "romantica48" hat? "

Frag`doch mal beim Alpinforum Team nach; vielleicht bekommst Du darauf eine Antwort.

Wenn Du mal genauer recherchiert hättest; wüßtest du auch, daß ein Account matterhorn48 nicht mehr existiert.

Wenn ich auch nicht zum Skifahren in die Schweiz fahre; so bin ich doch jedes Jahr mehrmals für mehrere Wochen dort und lasse mit Sicherheit mehr Geld in dieser Zeit dort als alle Skifahrer in 1 oder höchstens 2 Wochen.
Wegen mir geht also der Schweizer Tourismus mit Sicherheit NICHT bergab.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Tiob » 28.04.2017 - 00:43

j-d-s hat geschrieben: Am frappierendsten finde ich sowas bspw. bei der Jungfrauregion, für nicht-Skifahrer ist das sicher gut und da sind ja auch viele Asiaten usw., aber als Skigebiet hab ich keins gefunden was schlechter wäre. Die "Verbindung" Kleine Scheidegg/Männlichen->Schilthorn ist ein Witz, ich will Skifahren und nicht auf irgendwelche Eisenbahnen, Busse und Seilbahnen warten, weil man da unbedingt nen Takt machen muss, der dann auch noch so abgestimmt ist, dass man möglichst viel warten muss.
Die Skitechnische Verbindung Kleine Scheidegg-Schilthorn ist auch überhaupt nicht vorgesehen. Ich wüsste auch nicht warum man das machen sollte? 100 km auf der Kleinen Scheidegg bzw. 51 km. auf dem Schilthorn sind doch völlig ausreichend für einen Tag? Und mittelgroße bzw. kleine Skigebiete gibt sowohl in Österreich als auch in der Schweiz, daran liegen die Rückgänge also bestimmt nicht.
j-d-s hat geschrieben:Und das mit der Schneesicherheit ist wie bereits tausendfach in diesem Forum diskutiert unwahr. Die Schneesicherheit hängt nicht primär von der Höhenlage ab, sondern viel mehr von Hangausrichtung und vor allem Beschneiung.
Das mag wohl in der Vorsaison stimmen, aber Richtung in Frühjahr zählt jeder Höhenmeter. Dabei ist nicht die Schneemenge, sondern die Schneequalität entscheidend, und hier haben die Schweizer (und Franzosen) topographische Vorteile, da ihre Berge einfach höher sind.
j-d-s hat geschrieben:Ich meine, nehmen wir mal den Corvatsch (weil man dort sehr wenig von Beschneiung hält) und Schladming (inkl. 4Berge). In Schladming hatten sie Weihnachten alle Talabfahrten, am Corvatsch nahezu gar nichts. Und Schladming ist 740 Meter, Corvatsch über 1800.
Bei 4 Berge war am 17.04 Schluss, der von dir so ungeliebte Corvatsch kann bis zum 07.05 öffnen :roll:


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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher » 28.04.2017 - 07:26

Chlosterdörfler hat geschrieben:Der Winter war für die Tourismusbranche in der Schweiz und in Österreich eine Enttäuschung. Zu lange hat man den Fremdenverkehr eben als Teil der Baubranche betrieben. Nun sind Strategen gefordert.

Beitrag in der NZZ erschienen: https://www.nzz.ch/meinung/schwaches-wi ... ld.1288997
Einige Grundannahmen aus dem Artikel kann ich nicht nachvollziehen.
Sie erstellten noch ein Hotel, noch eine Verbindungsbahn und noch eine schlecht genutzte Einrichtung für Spitzensportler. Man baute – und überlegte sich erst dann die passende Strategie.
Der Chef der Bergbahnen von St. Moritz hat unlängst erst den Schwund von Hotelbetten im mittleren Preissegment beklagt. Auch sonst fällt mir auf Anhieb erst mal kein Beispiel ein, in welchem der von mir besuchten Schweizer Wintersportorte in den letzten Jahren ein neues Hotel entstanden wäre. Bei Verbindungsbahnen fällt mir nur Arosa-Lenzerheide ein. Andere Projekte wie in St. Moritz liegen seit Jahren brach.

Edit: Chedi in Andermatt hatte ich vergessen - ist auch nicht ganz meine Preiskategorie.

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OT: Makroökonomie ungleich BWL

Beitrag von biofleisch » 28.04.2017 - 09:13

Ich finde es sehr schade, dass ein ganzer Themenstrang seit ewigen Zeiten den Untergang des schweizer Tourismus "prognostiziert". Sicherlich hat die Schweiz unter dem extrem ungünstigen Wechselkurs zum Euro zu leiden. Dennoch diskutiert eigentlich die gesamte politische Welt am Thema vorbei, weil sie makroökonomische Zusammenhänge nicht versteht - oder schlimmer: mit Betriebswirtschaft(slehre) verwechselt. VWL aka Makroökonomie funktioniert aber diametral anders als Betriebswirtschaftslehre.

Sehr schön beschreibt diese Dummheit folgender Beitrag: Die Dummheit klopft sich auf die Schulter: Export-Nationalisten im Bundestag
Damit möchte ich insbesondere Maria zustimmen, da sie offenbar die Zusammenhänge zwischen Lohnzurückhaltung und Konsumzurückhaltung verstanden hat.
Auch wenn es aus Einzelbetriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist, die Löhne niedrig zu halten, muss man diese Politik mit dem "Sägen am eigenen Ast" beschreiben. Verbockt hat diese Situation aber zu ganz wesentlichem Teil Deutschland und die Europäische Union, welche immer noch dem neoliberalen Ideal nachrennen, welches sich in der Praxis längst als auf ganzer Linie gescheitert gezeigt hat - siehe die Banken und Finanzkrise - welche nicht vorbei ist!!!
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Bergwanderer » 28.04.2017 - 12:28

... "er war Politiker und auch sonst von geringem Verstand" ... oder anders ausgedrückt: der Fachkräftemangel beginnt schon in der Politik ... :wink:

Deutschland versus Italien und Spanien ... es wird langsam spannend:
https://de.statista.com/statistik/daten ... o-laender/
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Def ... saldo.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 13439.html 8)

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Rüganer » 28.04.2017 - 16:56

Bergwanderer hat geschrieben:... "er war Politiker und auch sonst von geringem Verstand" ... oder anders ausgedrückt: der Fachkräftemangel beginnt schon in der Politik ... :wink:

Deutschland versus Italien und Spanien ... es wird langsam spannend:
https://de.statista.com/statistik/daten ... o-laender/
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Def ... saldo.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 13439.html 8)
Böse Unterstellungen, alles fakenews.
Nä, wir sind Exportweltmeister , alles supi.
300 Milliarden Überschuss jährlich, Straßen und Schulen werden nur noch aus purem Gold gebaut.
Von Leuten, die wertvoller sind als Gold.

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Re: OT: Makroökonomie ungleich BWL

Beitrag von Mitleser » 28.04.2017 - 17:00

biofleisch hat geschrieben:Ich finde es sehr schade, dass ein ganzer Themenstrang seit ewigen Zeiten den Untergang des schweizer Tourismus "prognostiziert".
ja, seit 2012 wird hier der Untergang diskutiert und wenig hat sich seither verändert, aber noch nichts ist untergegangen :roll:
Schönes Wochenende

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher » 28.04.2017 - 17:05

maria13 hat geschrieben:Es geht ja um die Frage, ob und wie die Schweiz trotz hoher Kosten bedingt durch einen starken Franken den Tourismus retten kann.
Also wenn sich die Schweiz eines Tages zur Aufgabe des Tourismus entschließen sollte, dann brauchen sie ja auch die Alpen nicht mehr, oder? Ich denke, wir können die Alpen in diesem Fall nach NRW transferieren. Dann hätten wir einen idealen Nachfolger für Kohle und Stahl und ich nicht mehr eine so lange Anfahrt. :mrgreen: :mrgreen: (Ich denke, das "ob" ist nicht wirklich eine Option, oder?)
biofleisch hat geschrieben:Dennoch diskutiert eigentlich die gesamte politische Welt am Thema vorbei, weil sie makroökonomische Zusammenhänge nicht versteht - oder schlimmer: mit Betriebswirtschaft(slehre) verwechselt.
Komisch, irgendwo habe ich das in diesem Thread schon mal gelesen. Wo war das doch noch gleich ....... :wink:


j-d-s
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von j-d-s » 28.04.2017 - 18:02

Tiob hat geschrieben:
j-d-s hat geschrieben: Am frappierendsten finde ich sowas bspw. bei der Jungfrauregion, für nicht-Skifahrer ist das sicher gut und da sind ja auch viele Asiaten usw., aber als Skigebiet hab ich keins gefunden was schlechter wäre. Die "Verbindung" Kleine Scheidegg/Männlichen->Schilthorn ist ein Witz, ich will Skifahren und nicht auf irgendwelche Eisenbahnen, Busse und Seilbahnen warten, weil man da unbedingt nen Takt machen muss, der dann auch noch so abgestimmt ist, dass man möglichst viel warten muss.
Die Skitechnische Verbindung Kleine Scheidegg-Schilthorn ist auch überhaupt nicht vorgesehen. Ich wüsste auch nicht warum man das machen sollte? 100 km auf der Kleinen Scheidegg bzw. 51 km. auf dem Schilthorn sind doch völlig ausreichend für einen Tag? Und mittelgroße bzw. kleine Skigebiete gibt sowohl in Österreich als auch in der Schweiz, daran liegen die Rückgänge also bestimmt nicht.
Naja, es wird halt auf dem Pistenplan suggeriert dass es ne Verbindung gäbe. Die 100 bzw 51 km stimmen so natürlich nicht, wenn man davon 60% nimmt kommt man in realistische Regionen. Die Stubaier haben ja auch mal 100 km angegeben was offensichtlicher Unsinn war.

Und "reicht für einen Tag" stimmt auch nicht, weil die drei Einzelgebiete der Jungfrauregion eben nicht besonders groß sind. Andererseits sind das Adelboden und Gstaad auch nicht, insgesamt muss man sagen dass man im Berner Oberland nicht viel verpasst wenn man es meidet. Ich war ja diese Saison dort und ich denke nicht dass ich da irgendwann in näherer Zukunft wieder skifahre, ist mir zu 0815 - vor allem für die aufgerufenen Preise.
Tiob hat geschrieben:
j-d-s hat geschrieben:Und das mit der Schneesicherheit ist wie bereits tausendfach in diesem Forum diskutiert unwahr. Die Schneesicherheit hängt nicht primär von der Höhenlage ab, sondern viel mehr von Hangausrichtung und vor allem Beschneiung.
Das mag wohl in der Vorsaison stimmen, aber Richtung in Frühjahr zählt jeder Höhenmeter. Dabei ist nicht die Schneemenge, sondern die Schneequalität entscheidend, und hier haben die Schweizer (und Franzosen) topographische Vorteile, da ihre Berge einfach höher sind.
j-d-s hat geschrieben:Ich meine, nehmen wir mal den Corvatsch (weil man dort sehr wenig von Beschneiung hält) und Schladming (inkl. 4Berge). In Schladming hatten sie Weihnachten alle Talabfahrten, am Corvatsch nahezu gar nichts. Und Schladming ist 740 Meter, Corvatsch über 1800.
Bei 4 Berge war am 17.04 Schluss, der von dir so ungeliebte Corvatsch kann bis zum 07.05 öffnen :roll:
Die Frage ist doch, ob sie in den 4 Bergen noch länger hätten öffnen können von der Schneelage her. Denn dass sie schließen wenn sowieso kaum jemand mehr kommen würde ist doch logisch, die Bahnen zu betreiben kostet Geld und wenn kaum einer noch kommt macht man Verlust.
Davon abgesehen - die Saison im Dezember und Anfang Januar ist sehr viel wichtiger als die Ende April und Anfang Mai. Die meisten Leute interpretieren "Schneesicherheit" auch als "ich kann da im November und Dezember skifahren auf vielen offenen Pisten" und nicht "Skifahren bis Mai oder Juni". Magst du vielleicht anders interpretieren, aber dies ist die gängige Ansicht dazu.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski
Saison 19/20 [27]: Portes du Soleil, Anzere, Vercorin, St. Luc-Chandolin, Gstaad-Rougemont, 2x 4V (Verbier etc.), Gstaad-Zweisimmen, Zermatt-Cervinia, Crans-Montana, Galibier Thabor, Espace Diamant, Les Sybelles, 2x Paradiski, Vialattea, 2x 3V, Spieljoch+Kaltenbach, Axamer Lizum+Muttereralm, 2x Skiwelt, Kitzbühel, Mayrhofen, 3 Zinnen+Padola, SFL, SHLF, ...

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher » 28.04.2017 - 18:25

maria13 hat geschrieben:In Deinem Bundesland hat aber die Politilk versagt und den Strukturwandel vergeigt. Man wollte an alten Zöpfen (Kohle und Stahl) festhalten und hat Makroökonomisch ein Disaster produziert.
OT: dieses "Desaster", wie Du es nennst, trägt zu einem Fünftel zur Wirtschaftsleistung der BRD bei. NRW ist gemessen am BIP die größte Volkswirtschaft aller Bundesländer (2015: 646 Mrd Euro / 21% des BIP der BRD bei einem etwa gleich großen Anteil an der Bevölkerung). NRW hat mehrere Hochschulstandorte (Aachen, Köln, Wuppertal, Düsseldorf, Bochum, Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach, ....) und zahlreiche Firmen aus der Energie- und Chemiebranche haben dort ihren Stammsitz (Bayer, Lanxxess) und diverse Produktionsstandorte. NRW ist auch Sitz mehrerer Handels- (Aldi, Rewe) und Telekommunikationskonzerne (Telekom, Vodafone). Die Behauptung, NRW habe den Strukturwandel vergeigt, kann ich daher so nicht nachvollziehen. Sicher wäre ein noch stärkeres Standbein in anderen Branchen wie z.B. der Elektroindustrie wünschenswert. Aber ich wage mal die These, dass man einen Bergmann oder einen Stahlkocher nicht mal eben zu einem Layouter oder Programmierer umschulen kann.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab » 28.04.2017 - 19:21

Alles ist gut, gut, gut (Guildo Horn annudunnemal) :D

Größe ist kein Verdienst sondern ein Zustand!
Du hättest auch mal über die notorische Wachstumsschwäche von NRW schreiben können, oder dass pro 100.000 Einwohner die Zahl der Einbrüche 6 x so hoch ist wie in Bayern usw. usw.
Übrigens Bayern - ich wohn ja in NO-Bayern. Schon immer ein Gebiet mit hoher Industriedichte. Aber grad Altbayern (München war schon immer top) war traditionelles Bauernland und wurde in 50 Jahren zu einer der Top-Regionen Europas u. damit der Welt.

Merke: Strukturwandel ist möglich wenn er von den Richtigen gehandelt wird.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher » 28.04.2017 - 19:40

Fab hat geschrieben:Du hättest auch mal über die notorische Wachstumsschwäche von NRW schreiben können, oder dass pro 100.000 Einwohner die Zahl der Einbrüche 6 x so hoch ist wie in Bayern usw. usw.
Das ist schnell erklärt: Im Münchner Dauerstau kommen die Einbrecher nicht schnell genug vom Tatort weg :mrgreen: Nein, Scherz beiseite, erstens OT und zweitens werde ich jetzt nicht jeder neuen These irgendwie mit Fakten oder historischen Hintergrundinformationen begegnen. Dass in NRW nicht alles so gut läuft wie es könnte lässt sich kaum leugnen. Nur so schlecht, wie es oft dargestellt wird, ist es nun auch nicht.
Fab hat geschrieben:Merke: Strukturwandel ist möglich wenn er von den Richtigen gehandelt wird.
Vor allem, wenn er von massiven Subventionen und Steuervorteilen begleitet wird, gell :wink:

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab » 28.04.2017 - 23:37

:?: Weiß jetzt nicht was du meinst.
Aber auch Düsseldorf hätte die gleiche Möglichkeit für Anschubförderungen.

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von intermezzo » 28.04.2017 - 23:44

Hier gehts um den Schweizer Tourismus, und IHR führt eine innerdeutsche Diskussion über NRW und Bayern. Gehts eigentlich noch?

Macht doch einen neuen thread zu-was-auch-immer auf. Wäre vielleicht was, oder?


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