Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Bergwanderer » 01.05.2018 - 01:11

http://www.polizeiticker.ch/news/artike ... en-116514/
Als ich die Meldung hörte, sagte ich zu meiner Ehefrau sofort ... Haute Route (wir sind zur Zeit auch im Wallis unterwegs).
Seit Freitag hat die Wettervorhersage klar vor einem Wetterumschwung gewarnt!
Die Etappe von der Cabane des Dix über den Col de la Serpentine, die Pigne d Arolla zur Cabane des Vignettes bei diesem Wetter ist ein ... ich mag es gar nicht sagen, aus Respekt vor den Toten, den Überlebenden und den Angehörigen!

Die richtige Entscheidung wäre ein Rückzug über den Pas de Chevres nach Arolla gewesen.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Finsteraarhorn » 01.05.2018 - 06:29

In derselben Nacht starben auch zwei junge Bergsteiger am Mönch.

https://m.srf.ch/news/regional/bern-fre ... -am-moench

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Lagorce » 01.05.2018 - 07:37

Die Cabane des Vignettes ist etwa auf 3157 m NN (https://map.geo.admin.ch/ und Cabane des Vignettes eingeben, WGS84: 45.98979, 7.47572; CH1903+/LV95:2602874.4, 1093136.8; CH1903/LV03: 602875.27, 93136.83).
Die Gruppe wurde ein paar hundert Meter von der Hütte in der Nähe deren Wasserfassung gefunden. Temperatur sank vermutlich so etwa bis um -8 °C, jedoch bei starkem Wind (mit Chill Factor etwa -21 °C entsprechend).
Gewissen Quellen nach wäre zuerst der italienische Bergführer zu Tode gestürzt.

Objektiv betrachtet waren die Witterungsbedingungen nicht absolut extrem, ein Fortsetzen der Tour wäre unter gewissen Voraussetzungen möglich gewesen, insbes. sofern entsprechend trainiert und ausgerüstet. Kenne jedoch die genauen Umstände nicht, deshalb kann ich mich auch nicht fallspezifisch äussern.

Orientierung ist allerdings je nach Bedingungen heikel, damals hatten wir noch die Thommen Altimeter und Recta Kompasse da es weder GPS noch Mobiltelefon gab (GSM Abdeckung ist dort onehin auch heute noch lückenhaft).

Edited:
Bei der WGS84 Koordinaten fehlte ein Digit; CH Swisstopo Koordinaten hinzugefügt.
Eine sechste Person starb heute im Spital.

Pigne d'Arolla Höhe war in den alten CH Karten mit 3796 m eingetragen, ist jedoch das ganze Jahr mit Schnee bedeckt.
Zuletzt geändert von Lagorce am 01.05.2018 - 18:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von vetriolo » 01.05.2018 - 12:57

Weiterer Toter in der Schweiz nach Lawine am Allalin in Saas Fee:
http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/ ... -saas-fee/

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von massatomba » 01.05.2018 - 14:52

Bergwanderer hat geschrieben:
01.05.2018 - 01:11
Die Etappe von der Cabane des Dix über den Col de la Serpentine, die Pigne d Arolla zur Cabane des Vignettes bei diesem Wetter ist ein ... ich mag es gar nicht sagen, aus Respekt vor den Toten, den Überlebenden und den Angehörigen!
Die richtige Entscheidung wäre ein Rückzug über den Pas de Chevres nach Arolla gewesen.
Jede Etappe der HR ist bei schlechtem Wetter ein ernstzunehmendes Risiko!
Problem ist von der Pigne die richtige Einfahrt im Felsriegel zur Hütte zu finden. Biegt man zu früh ab landet man im Gletscherbruch. Selbst mit GPS nicht einfach.
Wenn sie schon an der Wasserfassung waren, waren sie nur wenige hundert Meter neben der Hütte.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von schneesucher » 01.05.2018 - 18:50

Die Angaben über das Unglück sind inkonsistent. Angeblich war die Gruppe auf 3270m festgehangen und 400 m von der Hütte entfernt. Es gibt aber überhaupt keinen Punkt auf dieser Höhe in dieser Entfernung.
Dumm ist natürlich schon, wenn man sich blind auf den Bergführer verlässt und dieser nicht mehr verfügbar ist. Handyempfang, Internet gibts dort auch nicht. So können ein paar hundert Meter tatsächlich unüberwindbar sein. Ich habe für solche Fälle immer einen Biwaksack und einen zusätzlichen Pullover im Rucksack. Ausserdem ein Regafunkgerät.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Finsteraarhorn » 01.05.2018 - 20:12

Übrigens sind Zwei weitere Opfer der Gruppe zu beklagen und weiterhin sind drei in Lebensgefahr.
https://www.srf.ch/news/schweiz/sechs-t ... -funklochs
schneesucher hat geschrieben:
01.05.2018 - 18:50
Die Angaben über das Unglück sind inkonsistent. Angeblich war die Gruppe auf 3270m festgehangen und 400 m von der Hütte entfernt. Es gibt aber überhaupt keinen Punkt auf dieser Höhe in dieser Entfernung.
Wie kommst du da drauf?

https://map.geo.admin.ch/?lang=de&topic ... 41&zoom=10

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Lagorce » 01.05.2018 - 20:41

Na ja, Medien basieren sich in solchen Fällen zuerst weitgehend auf Pressemitteilungen der Behörden und zudem haben wir in der Schweiz das Problem der Medienkonzentration, da kriegt man Einheitsbrei der jeweiligen grossen Mediengruppen und die Journalierenden sind onehin meist unkompentent (noch schlimmer ist, dass die sich dann oft nicht an echte Spezialisten wenden, ist besonders schlimm bei den französischen Medien, die onehin ein Sonderfall in Westeuropa darstellen).

Kann nur soweit bestätigen, dass Depeschen von Agenturen sowie Medienmitteilungen von Behörden (insbes. Polizeidienststellen) oft mehr oder weniger gewollt unvollständig und z.T. sogar an der Grenze der Richtigkeit liegen (hier für CH gemeint wo ich mich auf gewisse Fälle die ich kenne beziehen kann, insbes. wo technische Aspekte eine Rolle spielten).

Ich gehe davon aus, dass die Hypothermie u.a. auf ungeeignete Ausrüstung zurückzuführen ist, Teil der geretteten Personen waren nur leicht untergekühlt. Ob Verhaltensfehler ebenfalls mitentscheidend waren, kann man mangels verlässlichen Informationen nicht beurteilen.
Objektiv betrachtet waren die Bedingungen nicht absolut extrem (Chill Factor korrigierte -20 bis -25 °C sind bei weitem keine Extrem-Temperaturen, effektive Temperatur fiel vermutlich nicht unterhalb ca. -8 °C, Temperaturverlauf für Arolla auf ca. 2000 m NN: http://www.arolla.com/meteo1/Weekly_Plus.htm).

Habe früher nur selbst miterlebt wie bereits in den 80er etliche Seilschaften und Tourengänger, die weder über das erforderliche technische Niveau, Kondition, Ausrüstung noch über örtliche Kenntnisse, usw. verfügten unterwegs waren.

Auf GSM Abdeckung sollte man sich nie verlassen, REGA Funk ist nicht vollständig flächendeckend. Satelliten-Telefone, EPIRB, usw. kenn ich zuwenig.
Heute sind leider viele nicht mehr in der Lage Karten zu lesen und Altimeter sowie Kompass zu benutzen (als Grundwissen auch wenn man GPS mir Karten einsetzt, die sollte man dann noch korrekt interpretieren können!).

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Semako » 02.05.2018 - 21:10


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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Bergwanderer » 02.05.2018 - 23:46

Semako hat geschrieben:
02.05.2018 - 21:10
Fallstudie zum Bergunglück: https://meteoerror.wordpress.com/2018/0 ... t-niemals/
Danke für den Link, eine gute und detaillierte Beschreibung der Lage.

Ich habe das bereits in meinem Kommentar vom 01.05.2018 beschrieben:
"Die richtige Entscheidung wäre ein Rückzug über den Pas de Chevres nach Arolla gewesen.
Oder auf der Cabane des Dix zu bleiben.
Seit Freitag hat die Wettervorhersage klar vor einem Wetterumschwung gewarnt!"

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Lagorce » 03.05.2018 - 06:28

Semako hat geschrieben:
02.05.2018 - 21:10
Fallstudie zum Bergunglück: https://meteoerror.wordpress.com/2018/0 ... t-niemals/
Ebenfalls besten Dank für den Link. Kenne mich zwar in dem Bereich kaum aus, ist jedoch ein sehr interessanter recherchierter Beitrag, im Gegensatz zur üblichen miserablen Berichterstattung der Medien.

Interessant wäre es, das Timing des Zwischenfalls zu kennen, denn irgendwie mussten da verschiedene Ursachen zusammentreffen.

Gestern 2018-05-02 gegen Ende nachmittags verstarb ein 7. Opfer im Spital. Die zwei übrigen Verletzten im Spital sind mittlerweile ausser Lebensgefahr.

Hier noch ein Artikel:
https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im- ... r-erzaehlt

Das Westschweizer Ferneshen hat in den Nachrichten vom 2018-05-03/19h30 (UTC+0200) Ausschnitte von Videos gezeigt, die ein Überlebender vorort gedreht hatte.

Vermute Link für das Original-Material ist hier (konnte Video wegen eines Browser-Problems nicht anzeigen):
https://www.corriere.it/

Tommaso Piccioli: «Sono arrivato al limite estremo, volevo lasciarmi andare alla morte. Mi sono salvato pensando ai miei cari»

Verstehe leider kaum Italienisch, anscheinend verfügte nur die erwähnte Person über ein (Garmin) GPS Gerät. Zudem hielt sich die Gruppe während dem Sturm auf einer exponierten Krete auf. Sachlich betrachtet haben sowohl ungenügende Ausrüstung, Training und Erfahrung sowie diverses Fehlverhalten zu dieser Tragödie geführt (zudem hielt sich die Gruppe anscheinend verteilt auf, nicht dicht zusammengeruckt).

In den Italienischen Medien wird einiges ausführlicher als hier in der Schweiz berichtet.

Webcam Aufnahme von Arolla im 15 mn Zeitraffer:
https://www.facebook.com/meteonewsfr/vi ... 310071127/

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von massatomba » 03.05.2018 - 09:01

Da ist wohl einiges schief gelaufen.
Ich hab mich erst gewundert, warum der Hüttenwirt der Vignettes nicht schon am Abend stutzig wird, wenn eine angekündigte 10er Gruppe mit BF ohne sich zu melden ausbleibt. In anderen Berichten steht dann, dass die Gruppe eigentlich als Tagesziel das Rif. Nacamuli hatte. Von daher wusste keiner dass sie wetterbedingt zur Vignettes abzweigen wollten. Zum Rif. Nacamuli hätten sie nochmal aufsteigen müssen.
Die direkte Etappe zur Vignettes ist eigentlich recht kurz, ohne die Pigne ca. 7,7 km mit 850 hm. Das ist man bei frühem Start spätestens mittag am Ziel (bei guten Verhältnissen). Aber wenn der Schneesturm schon gegen 10 Uhr einsetzt hätte man sich vielleicht besser wieder auf den Rückweg gemacht.
Ja und dass der Bergführer kein GPS dabei hatte und die Gruppe dem GPS eines Teilnehmers folgte hab ich bei einer DAV-Tour mit FÜL auch schon mal erlebt. Bei Whiteout hilft keine Karte mehr. Hat das was mit Stolz zu tun?

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Bergwanderer » 03.05.2018 - 13:25

Wenn ich die Berichte so lese, da ist das alles mehr als traurig bzw. tragisch und man muss zuerst den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen sein aufrichtiges Beileid aussprechen.
Aber bei Sturm in dieser Höhe auf einem ausgesetzten Sattel zu bleiben, anstatt in einem windgeschützteren Abschnitt eine kleine Schneehöhle zu graben um dort auch eine Rettungsfolie nutzen zu können - eine solche und eine Lawinenschaufel sollte jeder Skitourengeher mit sich führen - ist natürlich ein Fehler. So auch die Aussage des Überlebenden aus Bozen. Zumal einige als CAI-Mitglieder der Sektion Bozen bergerfahren waren. Und trotz Hightec tun auch ein Kompass, ein Höhenmesser und eine Schweizer Landeskarte 1:25000 in einer Schutzhülle immer noch gute Dienste.

Auch dieses Unglück erinnert mich an ein Gespräch, das meine Frau und ich 1988 mit Ulrich Inderbinen, auf einer Holzbank sitzend, in Zermatt führen konnten.
Er gab uns zum Schluss den guten Rat, dass in den Bergen auch die Demut unser ständiger Begleiter sein sollte.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von massatomba » 03.05.2018 - 13:49

Bergwanderer hat geschrieben:
03.05.2018 - 13:25
Und trotz Hightec tun auch ein Kompass, ein Höhenmesser und eine Schweizer Landeskarte 1:25000 in einer Schutzhülle immer noch gute Dienste.
Wenn es im Whiteout oder Schneesturm in allen Richtungen weiß aussieht brauchst du keine Karte oder Kompass. Ohne Peilung keine Richtung.
Ohne Orientierung bist du bei dieser Witterung machtlos ...sagt übrigens auch Reinhold Messner den ich mal auf Schloss Juval getroffen habe.
Die Gruppe wurde am Gletscherbruch gefunden. Dort ist es nicht einfach sich ohne Sicht eine Mulde zu suchen....

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Ski-Larry » 03.05.2018 - 14:27

Da ist einiges schief gelaufen und gerade wegen der Opfer soll das als mahnendes Beispiel dienen.
Fehler aus falsch verstandener Pietät nicht zu benennen und aufzuarbeiten, wären meine Meinung nach der falsche Weg.

Da ja noch lange nicht alle Detail bekannt sind, kann man bisher wohln nur sagen, die Tour bei der Wettervorhersage zu gehen, war wohl eine selten dumme Idee.

Ob noch andere Umstände, wie mangelhafte Ausrüstung, Mängel in den Bereichen Fitness, technische Fähigkeiten oder Erfahrung im Gelände dazu kommen, kann ich im Augenblick nicht fundiert beurteilen....

Natürlich sollte man nicht vergessen, dass es trotz der vermeintlichen Fehler für die Beteiligten und Angehörigen eine große Tragödie ist.
2017/18:[30] Neuss:9 :lach: Hintertux: 5, Jungfrauregion 8, 3V: 8
2016/17: Stubaier: 3,SFL: 13, Arlberg: 7
2015/16: SFL: 13, Ischg:l 7
2014/15: Jungfrauregion: 9, Winterberg; 1, Arlberg: 8
2013/14: SFL: 7, Ischgl: 8
2012/13: Winterberg: 1, SFL: 7

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Bergwanderer » 04.05.2018 - 00:42

Hier ein aktueller Bericht des SRF mit neuen Informationen und Erkenntnissen.
https://www.srf.ch/news/regional/bern-f ... ergfuehrer

Und hier noch einige Bilder und ein Video zur Route von der Cabane des Dix über Pigne de Arolla zur Cabane des Vignettes ... bei guten Bedingungen.
http://www.timefortuckerman.com/forums/ ... march-2017
https://www.youtube.com/watch?v=bsNbxEw6Zqw

http://www.alpin.de/sicher-am-berg/skit ... ricks.html

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Bergwanderer » 04.05.2018 - 14:49

Hier noch ein Kommentar von Jörg Kachelmann in der BZ.
https://blog.bernerzeitung.ch/wettermac ... -wahrheit/

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von cake » 13.05.2018 - 15:39

Gestern ist es am Trittkopf zu einem tragischen Unglück gekommen: ein 21 jähriger Tourengeher ist tödlich abgestürzt. Es ist wohl in Gipfelnähe passiert.
Ruhe in Frieden und mein Beileid den Angehörigen.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Lagorce » 13.05.2018 - 21:15

In Mise au point vom 2018-05-13/20h10 (UTC+0200) berichtet das Westschweizer Fernsehen (https://www.rts.ch) ziemlich sachlich über Arolla, u.a. wird auch die genaue Unglücksstelle gezeigt.
CH Karten wie üblich hier:
https://map.geo.admin.ch

(gibt es dies auch für DE und AT, mit detailierten 1:25000 Karten? Zoomt man bei CH Karten weit genug werden z.T. kleine Einzelheiten, die auf den 1:25000 nicht sichtbar sind angezeigt, zudem auch sind viele neue Nachtragskorrekturen (z.B: neue Seilbahnen) dort bereits ersichtlich, die werden dann irgendeinmal später bei den 1:25000, 1:50000, usw. nachgeführt).

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Arlbergfan » 14.05.2018 - 11:25

cake hat geschrieben:
13.05.2018 - 15:39
Gestern ist es am Trittkopf zu einem tragischen Unglück gekommen: ein 21 jähriger Tourengeher ist tödlich abgestürzt. Es ist wohl in Gipfelnähe passiert.
Ruhe in Frieden und mein Beileid den Angehörigen.
Was? Woher hast du diese traurigen Nachrichten?
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Winterhugo » 14.05.2018 - 11:33

There's nothing like the first one

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von Arlbergfan » 14.05.2018 - 11:48

Geh scheiße.
Man muss eben doch immer achtsam sein in den Bergen. Tut mir sehr leid für die Eltern. :cry:
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von molotov » 14.05.2018 - 17:22

Weiß man wo es war? auf dem Weg von der Bergstation nach oben zum Grat war es mir letztes Wochenende auch eher unwohl....
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von vetriolo » 26.05.2018 - 19:58

Lawine in den Dolomiten oberhalb vom Rollepass, drei Personen erfasst und verletzt:
https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im- ... r-verletzt

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2017/2018

Beitrag von snowflat » 13.12.2018 - 08:55

Alle Beiträge die Saison 18/19 betreffen habe ich in den entsprechenden Thread verschoben: viewtopic.php?f=35&t=60540

Bitte jetzt nur noch dort weiter machen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor snowflat für den Beitrag:
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Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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