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"Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

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Skitobi
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"Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Skitobi » 04.12.2017 - 15:38

Ich möchte hier einen meiner Meinung nach extrem abgehobenes Interview des "deutschen Markenexperten Klaus-Dieter Koch" diskutieren:

https://kurier.at/wirtschaft/liftpreise ... 00.608.164

Grundsätzlich fordert er noch viel mehr Komfort und höhere Preise beim Skifahren.

Es geht schonmal los mit dem Zugang zum Skigebiet:
Er will jedenfalls nicht auf einem Parkplatz im Matsch stehen, in seine eiskalten Skischuhe steigen, dann vom Auto zur Skischule stapfen und dort mit 200 Holländern beim Skiverleih anstehen.
Und wie soll es sonst funktionieren? Am Parkplatz kommt eine Sänfte mit zwei Trägern, die passende vorgewärmte Skischuhe dabei haben und sie dem Kunden anziehen, ihn dann in den Lift tragen und die Skier beilegen. Oder wie?
Oben angekommen geht es dann direkt in den Wellnesstempel an der Bergstation, um sich ja nicht beim Skifahren anstrengen zu müssen oder eventuell mit Schnee in Kontakt zu kommen?
Im Ernst: Wer seine Skischuhe nachts im Auto lässt, ist selber schuld. Und wer die paar Schritte in Skischuhen nicht schafft, kann sich im Skidepot einmieten und so in Straßenschuhen bis zur Piste "schlapfen". Wenn 200 Leute im Skiverleih stehen, dann hat der Skiverleih was falsch gemacht. (oder ist das üblich? ich leihe nie...) und warum da Holländer erwähnt werden müssen, weiß ich auch nicht.

Die Skilehrer seien grundsätzlich nur als Guide zu verstehen, weil gutes Skifahren sowieso unwichtig ist? Auf den besten Rotwein im Skigebiet (nicht etwa die beste Piste) kommt es an.
Wer solche Kunden anlockt, muss aufpassen, dass sie nicht irgendwann auf das lästige Skifahren zwischen den Hütten verzichten.

Thema Pistentourengeher: Eigene Pisten für Skitourengeher, z.B. in einem stillgelegten Skigebiet (aber dann natürlich gegen Bezahlung) - das könnte grundsätzlich tatsächlich interessant für einige Leute sein. Wenn die dann aber skigebietsmäßig gepflegt (und beschneit?) sein sollen, wird das wohl viel teurer als der durchschnittliche Pistengeher zu zahlen bereit ist.

Dann gehts ans Eingemachte, während man überall Hochleistungsbahnen gebaut hat, sucht der Kunde eher die einsamen Pisten. Man hat die teuren Skipässe dank den modernen Bahnen, jetzt sind die aber wieder schlecht, weil so viele Menschen damit fahren. Die Lösung natürlich: nochmal Preise erhöhen, in Form von irgendwie exlusiveren Angeboten. Aber wie? - das sagt er nicht.
Soll es dann von vornherein irgendwelche extrem teure Tage geben, damit wenige Leute auf den Pisten sind? Oder an manchen Pisten oben ein Drehkreuz, das nur mit VIP-Skipass passiert werden darf, während der Pöbel auf der Piste nebendran fährt?
Das was er dann sagt, bezieht sich nur auf die Verteilung in den Saisonzeiten und wird ja auch schon praktiziert. Passt aber gar nicht zu der vorherigen Aussage. An Weihnachten soll man viel zahlen, ja, aber dafür hat man ja KEINE leeren Pisten, weil da sowieso sehr viel los ist. Stattdessen im Jännerloch weniger, weil weniger los ist.
Auch Familien bringt man nicht mit einem Ladys Day am Dienstag auf die Piste, weil bekanntlich Kinder dienstags Schule haben. Die hält man nur mit dem oben genannten Preissystem (teuer in den Ferien) vom Skifahren ab. Das macht vielleicht wirtschaftlich erstmal Sinn, um eine gleichmäßige Auslastung zu bekommen. Aber man verliert die nächste Generation an Skifahrern komplett, wenn man Familien so vom Skifahren abhält!! Denn Skifahren lernt sich definitiv am Besten im Kindesalter, und wer Skiurlaube gewöhnt ist, wird auch eher als Erwachsener noch so viel Geld dafür ausgeben. Und für Familien ist der Skiurlaub natürlich grundsätzlich auch schon viel teurer, weil es einfach mehr Personen sind als bei einem kinderlosen Ehepaar. Zumal doch mittlerweile Hotels mit Wellnessbereich etc. üblich sind, die doch etwas mehr Komfort bieten "als ein Campingplatz".

Als Negativbeispiel führt er dann die Schweiz an, obwohl die genau das bietet, was er eigentlich will: Leere Pisten zu hohen Preisen. Nur eben zu wenig Komfort (also haben die Skigebiete sogar weniger kosten). Aber wie wir wissen, funktioniert das nicht gut und das Preissystem dort ist im Umbruch.
Wenn man dann tatsächlich beides anbieten will, also wirklich sehr leere Pisten UND Komfort mit topmodernen Anlagen, dann müssten die Preise wohl so exorbitant steigen, dass ich mir nicht vorstellen kann dass noch genug Leute dort Ski fahren.

Fazit: Selten so viel Müll in einem Artikel gelesen. In der Branche wird in die falsche Richtung gedacht.

Und: Nicht-moderne Skigebiete müssen viel selbstbewusster werden!!!

Wer leere Pisten will, hat es nämlich viel einfacher: Mehr zahlen funktioniert nicht (siehe oben) - er muss weniger zahlen. Skigebiete, in denen man ordentliche Pisten an Schleppliften, PB oder max. 4er-Sesselbahnen hat, können leere Pisten bieten zu niedrigeren Preisen. Und dank der Liftkapazität können die Pisten gar nicht überfüllen. Leider sind davon in Österreich nur noch relativ kleine Skigebiete übrig und die sind oft in finanziellen Schwierigkeiten. Beworben wird meistens als "Familienskigebiet". Das klingt so nach Anfänger, und das wird dem gar nicht gerecht. Für sportliche Skifahrer sind diese Skigebiete eigentlich am Besten. Anstatt sich so zu verstecken und möglichst auch bald in die Modernisierungsspirale einzusteigen, müsste man einfach nur aktiv mit dem werben, was man hat: leere Pisten.


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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von ski-chrigel » 04.12.2017 - 16:00

Es geht schon in der Schweiz. Es gibt genügend Skigebiete mit modernen Bahnen, die wochentags leer sind. Und trotzdem schreiben sie schwarze Zahlen.
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Latemar » 04.12.2017 - 16:25

So grundfalsch ist das alles nicht. Einiges davon funktioniert ja in den USA auch tatsächlich.
Gutes Essen und Trinken ist speziell in den italienischen Bergen tatsächlich sehr wichtig. Und Hütten, die sich daruaf spezialisiert haben Skifahrer und Nichtskifahrer zusammen zu bringen boomen dort.
Quer denke ist tatsächlich etwas was im alpentourismus nicht oder nur selten gemacht wird. Und da ist noch Luft.


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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Pancho » 04.12.2017 - 16:46

Ich kann mir auch vorstellen, dass das in Teilen funktionieren würde. Einen Guide der mich zum Rotwein bringt, brauch ich persönlich jetzt nicht. Aber an so manchem überfüllten Tag in AT , speziell am Arlberg letzte Saison und den Berichten von den zeitgleich leeren Pisten in CH hier im Forum und von Freunden, hab ich mich schon bei dem Gedanken ertappt „Hm, OK, ist vielleicht teurer, aber das wärs vielleicht einfach auch wert“.

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von j-d-s » 04.12.2017 - 18:24

Latemar hat geschrieben:So grundfalsch ist das alles nicht. Einiges davon funktioniert ja in den USA auch tatsächlich.
Naja, "funktionieren" würde ich das nicht nennen. In den USA haben sie sehr wenige Gebiete die in der Dimension an die Alpen auch nur annähernd rankommen. Man darf sich da nicht von virtuellen Pistenkilometern (die in den USA ja nicht berechnet werden) in die Irre führen lassen, weil da jede Menge nicht-präparierter Strecken mitberechnet werden, weitaus mehr als in Europa. Die Skipasspreise sind in den USA auch jenseits von gut und böse (150 Dollar ist ganz normal), dafür gibts dann viel weniger Lifte als in Europa für ein Drittel des Preises.

Dazu kommt, dass die meisten Skigebiete der USA relativ weit weg sind von Ballungszentren, wodurch es kaum Tagesgäste gibt und die Anreise teuer ist. Das alles gepaart mit den extremen Wucherpreisen in der Gastronomie der Skigebiete, wogegen selbst Frankreich und die Schweiz den billigen Jakob darstellen, führt dazu, dass Skifahren in den USA eher für Reiche ist und sich viele Menschen das gar nicht leisten können.

Es wird daher relativ schnell klar, dass der feine Herr sich am Besten in die USA begibt (der Flug ist ja auch schön teuer, das wird ihm gefallen).

In Europa dagegen ist die Wirtschaftsstruktur anders. Wir stehen nicht für Raubtierkapitalismus wie die USA, sondern für soziale Marktwirtschaft. Die Skigebiete sind aufgrund ihrer Nähe zu großen Ballungszentren und guter Erreichbarkeit sinnvollerweise auf die Breite ausgerichtet und nicht auf wenige Reiche. Insbesondere ist zu Bedenken, dass die Alpen ein historischer Kulturraum sind, in Österreich ist Skifahren ein Volkssport - beides ist in den USA nicht der Fall.

Es ist auch völliger Unsinn, zu glauben, Wucherpreise würden den Skigebieten nützen. Sie hätten dann zu viele Lifte und müssten auf geringere Größen wie die USA rückbauen. Es würden wesentlich mehr Gäste wegfallen, als man durch die höheren Preise wieder reinholen kann (das könnte ihm jeder BWLer ausrechnen). Und Geld vom Staat/Gemeinden gäbs sicherlich auch keines mehr, während ja aktuell Skigebiete, die in wirtschaftliche Schieflage geraten, öfters vom Staat gerettet werden, oder für Bahnprojekte Förderungen erhalten (in Frankreich gehört sogar die CdA zu 40% dem Staat).
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Rüganer » 04.12.2017 - 18:25

Generell hat er aber recht.

Es gibt (trotz anderslautender Posts hier im Forum ) immer mehr Leute mit mehr Geld.
Das kann man schon abschöpfen durch Leistung und Service.

Auch für Familien ist sowas doch möglich, die werden hier immer als arm hingestellt.
Aber wer mit Kindern unterwegs ist, kennt das mit dem Geraffel.
Wenn das jemand übernehmen würde, angefangen vom morgendlichen zum-ersten-Lift-fahren, über Hüttenreservierung und Transfer - wäre bestimmt für viele Gutbetuchte, die Spass an Service und Luxus haben, Geld wert.
Ok, ist dann nix für Deutsche :biggrin:

Und er kann das doch mal wunderbar bei seinen Kunden im Engadin durchziehen...

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von br403 » 04.12.2017 - 20:18

j-d-s hat geschrieben:dafür gibts dann viel weniger Lifte als in Europa für ein Drittel des Preises.
Was völlig irrelevant ist, da es eben für die wenigen Lifte so viele Abfahrten gibt, das es egal ist. Leichte, schwere, durch den Wald, Abseits usw. Und dadurch verläuft sich auch alles und es gibt kein Chaos wie hier.

Ich könnte mir schon vorstellen das diese Idee funktionieren würde, nicht im Massentourismus in AT und FR, aber warum nicht in der Schweiz? Andermatt könnte ja da aufspringen, die Infrastruktur (Chedi usw.) wird ja gerade gebaut.


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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Martin_D » 04.12.2017 - 20:56

Höhere Preise zu Silvester führt dazu, dass weniger Familien sich einen Skiurlaub leisten können. Das mag sich kurzfristig rechnen, langfristig bleibt der Nachwuchs weg. Denn die Kinder und Jungendliche, die wegen höherer Preise keinen Skiurlaub an Weihnachten mehr machen, werden als Erwachsene auch keine leidenschaftlichen Skifahrer mehr.
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Wurzelsepp » 04.12.2017 - 21:53

Es muss ja nicht JEDES Skigebiet nach dieser Maxime verfahren, aber warum nicht eines mit zB schlechter Erreichbarkeit oder anderen Nachteilen?? Eine (oder zwei oder drei) Luxusdestination(en) in den Alpen für die Oberschicht würde es problemlos vertragen, zB (wild ausgesucht ohne Hintergedanken) Vals oder Schnalstal oder ähnlich... logisch kann und will weder Ischgl noch Sölden noch 3Vallées ihre durchaus erfolgreiche Strategie ändern, aber es gibt genügend Skigebiete, die am Hungertuch nagen und durchaus über ein alternatives Geschäftsmodell nachdenken können: Letztes Jahr hat es Saas-Fee (einfach in die andere Richtung) vorgemacht, mit grossem Erfolg. Ob es in die andere Richtung auch funktionieren würde?? Vielleicht, aber so lange es niemand ausprobiert, wird man es nicht wissen ;)

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von j-d-s » 04.12.2017 - 23:35

br403 hat geschrieben:
j-d-s hat geschrieben:dafür gibts dann viel weniger Lifte als in Europa für ein Drittel des Preises.
Was völlig irrelevant ist, da es eben für die wenigen Lifte so viele Abfahrten gibt, das es egal ist. Leichte, schwere, durch den Wald, Abseits usw. Und dadurch verläuft sich auch alles und es gibt kein Chaos wie hier.
Na das ist eben der Winkelschluss, in den USA haben sie auch nicht mehr Abfahrten pro Lift. Also mehr markierte/im Pistenplan auftauchende schon, aber das liegt daran dass dort alle in-bounds-Varianten drinstehen und mitgezählt werden, während in Europa das allermeiste Freeridingterrain eben nicht markiert ist und daher auch nicht mitgezählt wird. Würde man das alles mitzählen, wäre das nicht viel anders als in den USA.

Oder anders gesagt: Bei uns sind die allermeisten offiziell genannten Abfahrten präpariert, in den USA ist es umgekehrt. Aber abseits der Piste fahren kann man hier ja auch.
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Pancho » 05.12.2017 - 09:23

Wurzelsepp hat geschrieben:Es muss ja nicht JEDES Skigebiet nach dieser Maxime verfahren
So ist es. Wenn man genau hinschaut, ist diese Diversifirzierung ja bereits im Gange, siehe Beispiel Schweiz. Standortnachteil ist hier Höhe Kosten und ungünstige Wechselkurse, die Exklusivität in Form von leeren Pisten hat sich dadurch quasi von selbst eingestellt, und leere Pisten sind ein gutes Argument!

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Latemar » 05.12.2017 - 10:15

Pancho hat geschrieben:
Wurzelsepp hat geschrieben:Es muss ja nicht JEDES Skigebiet nach dieser Maxime verfahren
So ist es. Wenn man genau hinschaut, ist diese Diversifirzierung ja bereits im Gange, siehe Beispiel Schweiz. Standortnachteil ist hier Höhe Kosten und ungünstige Wechselkurse, die Exklusivität in Form von leeren Pisten hat sich dadurch quasi von selbst eingestellt, und leere Pisten sind ein gutes Argument!
Sehe ich auch so.
Und mal ehrlich: Mancher Parkplatz ist ein Frechheit. glatt, dreckig, matschig, ewig weit weg usw, das muss nicht sein. Oder es gibt Parkhhäuser, was ich teils gut finde, aber dann kommt ein SUV mit Dachbox nicht hinein.
Oder ein Guide, der einen fragt, welche Pisten man bevorzugt, wie die Hütte sein soll und dazu Vorschläge macht. Oder eine kurze Einführungsrunde durch das Skigebiet! Was spricht dagegen?
Tempotaschentücher an jeder Station mit großem Papierkorb. In Eurospa eher selten. In Kanada/USA üblich!


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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Schneeloewe » 05.12.2017 - 11:17

Worüber diskutieren wir hier eigentlich?
Es gibt Marktwirtschaft in Europa. Wenn es sich rentiert wird es jemand machen zumal es ja alles, was er vorschlägt schon gibt oder gab.
Und wem was nicht passt kann das entsprechende Skigebiet ja meiden.
Selbst das exklusive Privatskigebiet für die oberen Zehntausend gabs vor ein paar Jahren in Nordamerika schon und ist grandios gescheitert.
Ein Artikel der mal wieder vollkommen überflüssig ist.
Zuletzt geändert von Schneeloewe am 05.12.2017 - 11:18, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von ski-chrigel » 05.12.2017 - 11:18

Tempotaschentücher an jeder Station mit großem Papierkorb.
Das hat sogar das low-price-Skigebiet Klewenalp. Und das ist ganz sicher nicht dafür verantwortlich, dass es dem Gebiet finanziell so schlecht geht. Deswegen kommt aber auch keiner zusätzlich.
Laax hat es auch, da stimmt dann zumindest hochpreisig. :wink:
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Florian86 » 05.12.2017 - 12:07

Prinzipiell spräche meiner Meinung nach auch nix gegen ein paar wenige Luxusdestinationen, die sich auf eine gewisse Klientel spezialisieren. Aber das kann bei uns tatsächlich aufgrund des Breitensport-Charakters kein Allheilmittel für Skigebiete werden. Dennoch haben wir ja schon die Widersprüche innerhalb des Interviews festgestellt und auch die Wichtigkeit, dass Kinder von klein auf das Skifahren lernen. Da müsste man eventuell ansetzen, um vielleicht auch für die untere Mittelschicht in den Schulferien preislich einigermaßen attraktiv zu sein. Aber bequemer ists natürlich schon, besonders viel zu den Schulferien zu verlangen, die längerfristige Kundenbindung wird dabei eher nicht berücksichtigt.

Die Frage ist natürlich auch eine grundsätzliche: kann man ausreichend Geld nur mit extrem gut zahlenden Kunden verdienen oder auch mit der breiten Masse?

Den Zusammenarbeits-Ansatz im Interview find ich hingegen schon gut, also sowas wie Therme statt Skipass flexibel möglich (man könnte ja auch z.B. bei Mehrtagespässen einen sehr geringen Verwaltungsaufpreis von maximal 10€ dafür verlangen). Oder eben, dass Kooperationen zwischen Skigebiet (Skipass), Skiverleih und Skischule existieren, sprich, dass es etwas vergünstigte Kombi-Angebote gibt. Also sowas wie Skipass + Skiverleih -10% bei gemeinsamer Buchung im Internet oder so ähnlich.

Ansonsten stimm ich ungewohnterweise auch j-d-s in seinen Ausführungen so ziemlich zu und möchte diesen folgenden Gedanken noch weiterspannen:
j-d-s hat geschrieben: Es ist auch völliger Unsinn, zu glauben, Wucherpreise würden den Skigebieten nützen. Sie hätten dann zu viele Lifte und müssten auf geringere Größen wie die USA rückbauen. Es würden wesentlich mehr Gäste wegfallen, als man durch die höheren Preise wieder reinholen kann (das könnte ihm jeder BWLer ausrechnen). Und Geld vom Staat/Gemeinden gäbs sicherlich auch keines mehr, während ja aktuell Skigebiete, die in wirtschaftliche Schieflage geraten, öfters vom Staat gerettet werden, oder für Bahnprojekte Förderungen erhalten (in Frankreich gehört sogar die CdA zu 40% dem Staat).
Das mit dem Rückbau klingt irgendwie typisch BWLer-mäßig: wir müssen die Kosten minimieren. Und wie haben wir geringere Kosten: weniger Angebot. Deswegen kommen dann auch weniger Leute. Dann macht man irgendwann das Skigebiet zu, ist ja super: gibt ja keine Kosten mehr. :D

Und die Skipasspreise in den USA sind wirklich nicht mehr feierlich, würd ich auch zumindest momentan nicht hinfahren. Im Jahr 2003 lagen die Preise zu Ostern am Lake Tahoe bei ca. 35$, maximal 50$ (Heavenly, Squaw Valley), im Winzlingsskigebiet Donner Ski Ranch fuhren wir bei einem Spezialangebot für 2$. Insbesondere die 50$ kamen mir damals auch schon recht viel vor. Aber jetzt liegen die Preise in Squaw Valley bei 119$ und in Heavenly bei 140$, das sind schon krasse Steigerungen. Hat jemand nen Überblick, wie bei uns innerhalb der letzten 15 Jahre die Skipasspreise gestiegen sind? gabs Da Steigerungen von über 100%?
2018/19: Whakapapa/Turoa(x4) ~ Tukino ~ Kronplatz ~ Sella Ronda ~ Nebelhorn ~ Laax(x4) ~ Skiarena ~ Arosa/Lenzerheide ~ Fichtelgebirge ~ Holzelfingen ~ Kranzberg/Herzogstand ~ Kampenwand ~ Kitzbühel ~ Brauneck ~ Skiwelt ~ Saalbach ~ Spitzingsee ~ Ehrwalder Alm/Lermoos ~ 4 Vallées (x3) ~ Arolla ~ Zermatt
2017/18: Zillertal 3000 ~ Splügen ~ Kitzbühel ~ Pizol ~ Monte Rosa Ski ~ Pila ~ Valtournenche ~ Cervinia ~ Toggenburg ~ Laax(x3) ~ Ratschings ~ Superskirama(x8) ~ Cardrona ~ Porters ~ Roundhill ~ Whakapapa/Turoa(x6)
2016/17: Sölden ~ Gurgl ~ Flachau/Wagrain/St. Johann ~ Bad Gastein/Bad Hofgastein(x3) ~ Dorfgastein/Großarl ~ Hochkönig ~ Spitzingsee ~ Kampenwand/Hochfelln ~ Etzelwang/Osternohe ~ Kellerjoch/Pertisau ~ Jenner ~ Tiroler Zugspitzregion(x2) ~ Ski Arlberg(x6) ~ Kühtai/Hochötz
2015/16: Kitzbühel ~ Skicircus ~ Skiwelt ~ Spitzingsee ~ Sudelfeld ~ Jöchlspitze ~ Warth-Schröcken/Lech-Zürs(x6) ~ Gitschberg/Jochtal ~ Kronplatz ~ Sella Ronda ~ Folgarida/Marilleva/Madonna di Campiglio/Pinzolo(x4,5) ~ Pejo(x0,5) ~ Tonale ~ Carezza
2014/15 (Auswahl): Liepkalnis (Vilnius) ~ Stari Vrh

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Pancho » 05.12.2017 - 12:50

ski-chrigel hat geschrieben:
Tempotaschentücher an jeder Station mit großem Papierkorb.
Das hat sogar das low-price-Skigebiet Klewenalp. Und das ist ganz sicher nicht dafür verantwortlich, dass es dem Gebiet finanziell so schlecht geht. Deswegen kommt aber auch keiner zusätzlich.
Laax hat es auch, da stimmt dann zumindest hochpreisig. :wink:
Das mit den Taschentüchern ist ja auch als Indikator/ Sinnbild für serviceorientiertes Denken aus Sicht des Gastes zu verstehen. Und das macht durchaus einen Unterschied.

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Werna76 » 05.12.2017 - 13:48

Die europäischen Skigebiete mit den Vail Resorts zu Vergleichen ist vollkommen absurd. Beim Verkauf des Schnalstaler Gletschers hat es ja Gerüchte gegeben, dass die Vail Resorts unter den möglichen Käufern sind, damals hab ich mir die Bilanzzahlen angesehen.
Vail ist in der Hand der amerikanischen Superreichen, wird als Aktiengesellschaft geführt und hat derzeit Schulden iHv 1,2 Milliarden Dollar (nein das ist kein Tippfehler, Milliarden). Und während die überfreundlichen Mitarbeiter an der Liftstationen zum Mindestlohn arbeiten, verdient der Chef 5 Mio oder mehr im Jahr, der gesamte Vorstand so Daumen mal Pi mehr als 40 Mio.
Ich war letzten Winter dort und was ich schon von den Bilanzzahlen her vermutet hatte, hat sich dann in der Realität bestätigt. Vail und vor allem Beaver Creek sind nur nebenbei Skigebiet, hauptsächlich sind es Orte die sich die reichen Weißen Amerikas eingerichtet haben um dem gewöhnlichen Pöbel nicht begegnen zu müssen. Unterkunft und Liftpässe werden auf einem Preisniveau gehalten, das für eine Durchschnittsfamilie niemals leistbar ist (Tagesskipass in Vail letzten Winter 189 Dollar).
Ich war in der Hauptsaison dort, überall wurde mir erzählt wie viel derzeit los sei... und dann bin ich aber abseits der Hauptpisten größtenteils über menschenleere Pisten gefahren. Unmöglich dies mit Europa zu vergleichen.

In Europa könnte man dieses Modell eines Skigebietes vielleicht in St. Moritz versuchen, aber sonst nirgends.

Der Herr der dieses Interview gegeben hat, passt so wunderbar ins Bild all der Unternehmensberater mit denen ich in meiner Berufskarriere bisher zu tun hatte. Einmal kurz durchs Unternehmen laufen, dann sofort alles besser wissen wie alle anderen und das allerwichtigste: möglichst häufig das Wort Synergieeffekte verwenden.
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von eMGee » 05.12.2017 - 14:49

Da der Herr eine Schweizer Region zu seinen Kunden zählt und das Interview in einer österreichischen Zeitung erschienen ist, vielleicht versucht er ja genau diese gezielt in die Irre zu führen ;D
Als finanzielle Erfolgsstory würde ich St. Moritz in den letzten Jahren nicht unbedingt bezeichnen :?:

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Werna76 » 05.12.2017 - 15:13

St. Moritz könnte sich ja nen chinesischen Investor suchen, dann klappt das Konzept ganz sicher :twisted:
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Skitobi » 05.12.2017 - 16:37

Mir geht es eigentlich drum, dass man in Österreich, vor allem Tirol (worauf sich der Herr ja bezieht) in den letzten Jahren ganz extrem die Anlagen in den Skigebieten auf Massentourismus UND Komfort ausgebaut hat. Also überall möglichst hohe Kapazität an den Liften trotz wenig Abfahrten und Bubble+Sitzheizung ist Pflicht. Mit "Komfort" meine ich nicht eine einfache 4KSB.
In der Schweiz ist das so extrem nicht zu beobachten, und auch in Italien "fängt es jetzt gerade erst an". Einige Haupt-Verbindungslifte auf der Sellarunde sind immerhin noch 4er Sessel.
Jetzt kommt der Herr Koch an und sagt, dass die Pisten in den guten Skigebieten zu voll sind. Da hat er natürlich Recht. Er will jetzt scheins, dass das Skifahren teurer wird, um die Pisten leerer zu machen. Und das nachdem die ganze Zeit genau in das Gegenteil investiert wurde. Diese Gegenfrage kommt vom Interviewer, er sagt nur die Kunden sollen zahlen.

Wie soll das dann aussehen? Wirklich sinnvoll lässt sich das wahrscheinlich nur machen, indem man ein ganzes Skigebiet zum Luxusresort erklärt und die Preise grundsätzlich die ganze Saison erhöht. Ich bin kein Wirtschaftler, trotzdem mal ein kleines Rechenbeispiel (correct me if I'm wrong)
Wenn man jetzt halb so viele Leute wie vorher auf der Piste haben will und das Skigebiet uneingeschränkt weiter betreibt, muss man die Preise verdoppeln, um genauso wirtschaftlich zu sein wie vorher. Wenn es vorher voll war, ist es dann immernoch nicht sehr leer, aber bleiben wir mal dabei.
Wenn man die Preise verdoppelt, bin ich mir aber nicht sicher, ob genug Leute übrig bleiben, die darin ausreichend Mehrwert sehen, um diese Preise zu zahlen. Das Skigebiet an sich bleibt ja das Gleiche, nur leerer. Wenn man jetzt noch irgendwelche Luxusleistungen dazu anbieten will, wird es für die Gäste noch teurer.
Das Matterhorn (Zermatt wäre dann günstiger!) hat man dann aber immernoch nicht gegenüber stehen. Und wenn es bis Weihnachten nicht geschneit hat, sind die Pisten immernoch nicht pulvrig, wenn überhaupt geöffnet dank Klimawandel (siehe letztes Jahr).
Was ich meine: Ein bisheriges Massenskigebiet zum Ruhepol umtaufen ist nicht so einfach.

Bleiben noch die Skigebiete, die noch nicht auf Massenbetrieb umgebaut haben. In Tirol sind da aber nur ziemlich Kleine übrig geblieben. Wenn man da jetzt ein Luxusresort draus macht und plötzlich solche Preise für kleine Skigebiete nehmen will, wird das wahrscheinlich noch schwieriger. Zumal genau dort bisher leere Pisten ja sowieso viel eher anzutreffen sind. Und in die Anlagen wird man trotzdem investieren müssen, DSB und SL im Luxusresort geht eben auch nicht. Dann hat man aber das selbe Problem wie oben.

Man hat den Kunden jahrelang erzählt, dass die neuen Bahnen ein riesen Vorteil sind, weil man nicht mehr anstehen muss. Und dafür hat man die Preise hochgeschraubt. Meine Befürchtung ist, dass einigen langjährigen Gästen langsam bewusst wird, dass die Pisten dadurch einfach zu voll sind und Skifahren so keinen Spaß macht. Wenn jetzt viele Leute beschließen, deswegen nicht mehr Ski zu fahren, sind die neuen Bahnen nicht mehr ausgelastet und die Skigebiete kommen in finanzielle Schwierigkeiten - obwohl die Pisten vielleicht immernoch lange nicht leer sind.

Also: Herr Koch spricht da durchaus problematische Dinge an. Aber wie er sie lösen will - daraus werde ich nicht recht schlau. Den BWL-Standard-Ansatz "Teurer machen hilft immer" halte ich jedenfalls nicht für besonders sinnvoll. Meine Meinung: Hoher Komfort bei den Liftanlagen und leere Pisten sind zusammen sehr schwer erreichbar. Zusatzleistungen wie Kindershuttle oder Pistenguide sind davon unabhängig und betreffen ja auch nicht jeden Kunden im Skigebiet.

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von noisi » 05.12.2017 - 18:37

Florian86 hat geschrieben:Hat jemand nen Überblick, wie bei uns innerhalb der letzten 15 Jahre die Skipasspreise gestiegen sind? gabs Da Steigerungen von über 100%?
7

Ja, aber leider nur für die "größeren Destinationen" im Sauerland.
Auch die Kosten des Skipasses in Winterberg sind extrem gestiegen.
2000/2001 kostete die Tageskarte schlappe 17,50€ (umgerechnet), heute sind wir bei 35€ . Macht in 17 Jahren +100%.

2002/2003 - 2017/2018 (15 Jahre)

Winterberg 18€/35€ in 15 Jahren +94%
Willingen 16€/28€ +75%
Neuastenberg 16,5/27€ + 64%

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Preise in den Alpen in ähnlichem Außmaß gestiegen sind.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von Werna76 » 05.12.2017 - 18:43

In Kals kann man ja einen finanziell kolossalen Fehlschlag bewundern, wo man versucht hat ein verträumtes Bergsteigerdörfchen mit einer Luxusbude aufzuwerten, so wie es erfolgreiche Vorzeigemenschen wie der Interviewgeber empfohlen haben. Beratungshonorar eingestreift und wurden nie wieder gesehen. Bin schon neugierig wie das Thema im Wahlkampf für die Tiroler Landtagswahlen aufgegriffen wird.

Dein Rechenbeispiel ist graue Theorie, nicht bös gemeint, (so wie das ganze Interview von dem Herrn) wie man es in Volkswirtschaftslehre I lernt... Flipchart und dann schön rumzeichnen Angebot/Nachfrage... nur in der Realität würden in Österreich nicht 50 % weniger Leut kommen bei verdoppelten Liftpreisen, sondern wahrscheinlich 95 % weniger. Denn wer würde schon 100 Euro für ein Liftticket zahlen wenns ein Tal weiter nur 50 Euro kostet?
Aber selbst wenn der Rückgang nur 50 % betragen würde, was machst du mit all den Betrieben die direkt vom Skigebiet abhängig sind? Unterkünfte, Apresski, Lebensmittelhandel, Sportgeschäfte, Tankstellen... die hätten dir einiges zu erzählen wenn du als Verantwortlicher plötzlich ausrufst, ab sofort nur mehr 250.000 Nächtigungen anstatt 500.000. Da würden viele Arbeitsplätze verloren gehen und Existenzen zugrunde, das würde die Politik nie zulassen.

Und im übrigen hat man das in Österreich sehr sehr gerne, wenn ein Deitscher daherkommt der einem erklären will wie das Leben funktioniert. In der Art wie er das Interview gegeben hat findet er garantiert keine Kunden bei uns :wink:
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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von bkk » 05.12.2017 - 19:43

Therme oder Ski mit dem Skipass gibt es in Bad Kleinkirchheim.

Das Hauptproblem sind meiner Meinung nach die jährlich steigenden Tarife. Skifahren ist jetzt schon zu teuer, können sich nur noch Urlauber leisten. Warum gibts denn immer weniger Tagesfahrer und dafür immer mehr Tourengeher? Schön und gut der Komfort, aber wo soll das hinführen?

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von j-d-s » 05.12.2017 - 19:44

Eigentlich sind doch volle Pisten ein politisches Problem. Man gewinnt ja geradezu den Eindruck, es seien in Ö immer alle Pisten voll. Dabei ist das allenfalls zu Weihnachten/Silvester und Fasching so, aber sonst ist eher leer. Man müsste also die Ferien weiter staffeln und zwar vor allem auch innerhalb der großen deutschen Bundesländer (Bayern und BaWü sind alleine größer als Ö oder die Schweiz, NRW sogar mehr als doppelt so groß), und dann auch das Januarloch besetzen. Dann haben halt manche Gegenden drei Wochen Weihnachtsferien. Andere haben zwei Wochen Mitte-Ende Januar.
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski

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Re: "Liftpreise: Wer einsame Pisten will, soll mehr zahlen"

Beitrag von flamesoldier » 05.12.2017 - 19:53

j-d-s hat geschrieben:Eigentlich sind doch volle Pisten ein politisches Problem. Man gewinnt ja geradezu den Eindruck, es seien in Ö immer alle Pisten voll. Dabei ist das allenfalls zu Weihnachten/Silvester und Fasching so, aber sonst ist eher leer. Man müsste also die Ferien weiter staffeln und zwar vor allem auch innerhalb der großen deutschen Bundesländer (Bayern und BaWü sind alleine größer als Ö oder die Schweiz, NRW sogar mehr als doppelt so groß), und dann auch das Januarloch besetzen. Dann haben halt manche Gegenden drei Wochen Weihnachtsferien. Andere haben zwei Wochen Mitte-Ende Januar.
Das bekäme man in Deutschland politisch nicht durch. Wenn du an der Grenze eines solchen Ferienbezirks wohnen würdest und dein eines Kind anders Ferien hat als das andere, dann wäre hier aber was los. :D
Zumal es den Leuten im Norden Baden-Württembergs wohl herzlich egal sein wird, ob ein Skigebiet in Südbayern jetzt gleichmäßig ausgelastet ist oder nicht. Und die österreichische Skiwirtschaft wird denen schon noch eine ganze Nummer ferner sein. Nett gedacht, aber so viel Solidarität zu erwarten ist utopisch ;)
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

48 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 8x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm


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