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Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

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beast
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Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von beast » 25.12.2018 - 17:41

Wann werden es die Leute wohl Mal kapieren, wie Gefährlich Lawinen sein können.

https://www.tt.com/panorama/unfall/1516 ... in-den-tod


85er
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 85er » 25.12.2018 - 20:34

beast hat geschrieben:
25.12.2018 - 17:41
Wann werden es die Leute wohl Mal kapieren, wie Gefährlich Lawinen sein können.

https://www.tt.com/panorama/unfall/1516 ... in-den-tod
Über dein Kommentar kann ich nur den Kopf schütteln ... vor Fassungslosigkeit.
Wenn man die aktuellen Berichte aufmerksam durchliest merkt man, dass der Verunglückten Frau die Gefährlichkeit von Lawinen offensichtlich bewusst war. Die Frau war nämlich lt. Berichten mit Airbag und vorschriftsmäßigem Equipment (also LVS, Sonde und Schaufel) unterwegs. Da noch kein Bericht zum Ereignis vorliegt kann über das WARUM leider nur spekuliert werden: Hätte der Hang lt. Lagebericht gemieden werden sollen? Wurde lt. Lagebericht alles Richtig gemacht und das Restrisiko hat zugeschlagen???

Als begeisterter Alpin-Skifahrer und Tourenski-Geher versuche ich Lawinenereignisse mit Personenbeteiligung "lehrbuchmässig" zu analysieren und zu reflektieren.

Kennt jemand von euch zufällig die Unglücksstelle?
- Auf welcher Höhe ist die Auslösung erfolgt?
- Wie ist die Hangneigung an der Auslösestelle?
- Welche Exposition (N/O/S/W) hat der Hang?

Eine Diskussion mit solchen Fakten wäre wünschenswert.

Mein Beileid gehört den Angehörigen. Es muss sehr schmerzhaft sein, als Familie zu 4. in den Weihnachtsurlaub zu fahren und nur noch zu 3. nach Hause zu kommen.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 1970 » 25.12.2018 - 21:09

85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 20:34
beast hat geschrieben:
25.12.2018 - 17:41
Wann werden es die Leute wohl Mal kapieren, wie Gefährlich Lawinen sein können.

https://www.tt.com/panorama/unfall/1516 ... in-den-tod
Über dein Kommentar kann ich nur den Kopf schütteln ... vor Fassungslosigkeit.
Wenn man die aktuellen Berichte aufmerksam durchliest merkt man, dass der Verunglückten Frau die Gefährlichkeit von Lawinen offensichtlich bewusst war. Die Frau war nämlich lt. Berichten mit Airbag und vorschriftsmäßigem Equipment (also LVS, Sonde und Schaufel) unterwegs. Da noch kein Bericht zum Ereignis vorliegt kann über das WARUM leider nur spekuliert werden: Hätte der Hang lt. Lagebericht gemieden werden sollen? Wurde lt. Lagebericht alles Richtig gemacht und das Restrisiko hat zugeschlagen???

Als begeisterter Alpin-Skifahrer und Tourenski-Geher versuche ich Lawinenereignisse mit Personenbeteiligung "lehrbuchmässig" zu analysieren und zu reflektieren.

Kennt jemand von euch zufällig die Unglücksstelle?
- Auf welcher Höhe ist die Auslösung erfolgt?
- Wie ist die Hangneigung an der Auslösestelle?
- Welche Exposition (N/O/S/W) hat der Hang?

Eine Diskussion mit solchen Fakten wäre wünschenswert.

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https://tirol.orf.at/news/stories/2955441/

In dem Bericht steht, dass sie einen Airbag hatte aber nichts von LVS, Sonde und Schaufel
Hätte Sie ein LVS bei sich gehabt und sich ihr Begleiter damit ausgekannt, wäre sie wohl schneller gefunden worden.

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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von albe-fr » 25.12.2018 - 21:22

1970 hat geschrieben:
25.12.2018 - 21:09
In dem Bericht steht, dass sie einen Airbag hatte aber nichts von LVS, Sonde und Schaufel
Hätte Sie ein LVS bei sich gehabt und sich ihr Begleiter damit ausgekannt, wäre sie wohl schneller gefunden worden.
Im urspruenglich verlinktem Artikel steht
Obwohl die beiden Geschwister die empfohlene Notfallausrüstung mit sich führten...
was ich in die so interpretieren wuerde, dass sie LVS etc. dabei hatten. Aber selbst wenn nicht - jeder hat ein Recht auf Risiko und darf selber abwaegen wieviel er da bereit ist einzugehen.

Die Intention des OP und auch von dir sind doch eher in der Sensationsgeilheit begründet - oder?
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 3303 » 25.12.2018 - 21:24

85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 20:34
... vorschriftsmäßigem Equipment (also LVS, Sonde und Schaufel) unterwegs. ..
Gibt es da in AT eine Vorschrift?
In der Schweiz handelt man da meines Wissens eigenverantwortlich?
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von burgi83 » 25.12.2018 - 21:30

3303 hat geschrieben:
25.12.2018 - 21:24
85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 20:34
... vorschriftsmäßigem Equipment (also LVS, Sonde und Schaufel) unterwegs. ..
Gibt es da eine Vorschrift?
In der Schweiz handelt man da meines Wissens eigenverantwortlich?
Ich denke es gibt keine Vorschrift sondern nur eine Empfehlung.

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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von albe-fr » 25.12.2018 - 21:32

3303 hat geschrieben:
25.12.2018 - 21:24
85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 20:34
... vorschriftsmäßigem Equipment (also LVS, Sonde und Schaufel) unterwegs. ..
Gibt es da eine Vorschrift?
soweit ich weiss nur, wenn Du "führst" - sobald Du das gewerbsmaessig tust, ist die Situation da relativ einfach. Dann gibt es in .at da noch den "Fuehrer aus Gefälligkeit", da müssen mehrere Punkt zusammenkommen:

* Willentlich die Führung übernehmen,
* zu einer Tour überreden,
* Schwierigkeiten oder Gefahren verharmlosen oder verheimlichen,
* Ausrüstung versprechen und dann nicht zur Verfügung stellen,
* gerechtfertigtes Vertrauen erwecken und
* das Unterlassen einer notwendigen Aufklärung.

das beste, was ich dazu kenne ist: https://www.bergundsteigen.at/file.php/ ... eit%29.pdf
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 85er » 25.12.2018 - 21:53

albe-fr hat geschrieben:
25.12.2018 - 21:22
1970 hat geschrieben:
25.12.2018 - 21:09
In dem Bericht steht, dass sie einen Airbag hatte aber nichts von LVS, Sonde und Schaufel
Hätte Sie ein LVS bei sich gehabt und sich ihr Begleiter damit ausgekannt, wäre sie wohl schneller gefunden worden.
Im urspruenglich verlinktem Artikel steht
Obwohl die beiden Geschwister die empfohlene Notfallausrüstung mit sich führten...
was ich in die so interpretieren wuerde, dass sie LVS etc. dabei hatten. Aber selbst wenn nicht - jeder hat ein Recht auf Risiko und darf selber abwaegen wieviel er da bereit ist einzugehen.



Die Intention des OP und auch von dir sind doch eher in der Sensationsgeilheit begründet - oder?

Zum Thema Equipment:
https://tirol.orf.at/news/stories/2955441/
Der ORF schreibt, dass die Verunglückte und ihr Begleiter jeweils Lawinenairbag UND die empfohlene Notfallausrüstung mitgeführt haben. Unter empfohlene Notfallausrüstung sind ganz klar LVS, Sonde und Schaufel zu verstehen. Da gibt es überhaupt keinen Interpretationsspielraum!

Zum Thema Sensationsgeilheit:
Ich möcht jetzt mal ganz deutlich werden: Mit Sensationsgeilheit hat meine Intention ÜBERHAUPT nicht zu tun. Das könntest du mir vorwerfen, wenn ich nach Fotos und Aufnahmen fragen würde. Hier wird's jetzt langsam echt pietätslos!

Nochmals:
Im Rahmen der Ski-Tourenausbildung durch die österreichische Bergrettung wird dezidiert empfohlen, nach Lawinenereignissen nachträglich eine Tourenplanung durchzuführen:
Also den Lagebericht des entsprechenden Tages zu analysieren und sich dazu die topografische Karte anzusehen. Und dann macht man sozusagen für das "Ereignis" eine Tourenplanung. Am Ende stellt man sich dann die Frage: Wäre ich in dieses Gebiet am entsprechenden Tag lt. Tourenplanung (!) auch hineingegangen, oder hätte ich lt. Planung darauf verzichtet.

Ich hab' mir das Gebiet jetzt mal in der Alpenvereins-App angesehen: https://imgur.com/a/5Rel2v5
Heute galt für Höhenlage > 2.200m die Warnstufe 3 "erheblich". Lt. Stop & Go Methode sollte bei dieser Warnstufe die max. befahrene/begangene Hangneigung < 35 Grad sein. Hab' jetzt mal die Topo-Karte mit Hangneigung im Alpenvereins-App angesehen. Lt. Bericht erfolgte die Abfahrt von der Hohen Mut ins Rotmoostal.
Lt. App liegt der Bereich zwischen 2.200 - 2.653m und es gibt fast keine Möglichkeit bei der Abfahrt unter 35° Grad zu bleiben :-(
Falls die Auslösung in Bereichen > 35° stattgefunden hat, wär's (leider) nachvollziehbar.
Wie gesagt, es wäre (vermutlich für einige) interessant zu wissen, in welcher Hangneigung die Auslösung stattgefunden hat. (GANZ OHNE SENSATIONSGEILHEIT)




Topo-Karte:
https://imgur.com/a/5Rel2v5
Zuletzt geändert von 85er am 25.12.2018 - 22:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 1970 » 25.12.2018 - 21:54

Die Intention des OP und auch von dir sind doch eher in der Sensationsgeilheit begründet - oder?
Beleidigung entfernt. /Mod. David93
Was hat das mit Sensationsgeilheit zu tun.

Ich bin selber Bergsteiger und bin viel im Gelände unterwegs.
Zudem bin ich Bergretter und arbeite bei einer österr. Flugrettung und habe den Einsatz über
Funk mitverfolgt.
Leider musste ich schon viele solche junge Leute ausgraben und bin immer sehr betrübt wie sorglos
manche mit ihrem Leben umgehen. Es wurde ausgiebig vor diesem Tag gewarnt. (Nach stürmischem Wetter
und Neuschnee ein sonniger Tag, da ist es vorprogrammiert)
Es gibt in Österreich keine Vorschrift, was das mitführen von einer Lawinenausrüstung angeht. Aber wenn ich schon an
solchen Tagen unbedingt ins Gelände muss, dann investiere ich eben in die gesamte Ausrüstung. Und ich gehe davon aus, ohne es
zu wissen, dass sie eben kein LVS-Gerät dabei hatte. Oder zumindest hatte der Bruder wenig Erfahrung mit der Suche.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 85er » 25.12.2018 - 22:02

@ 1970 ... wo ich dir wiedersprechen muss:
Hätte Sie ein LVS bei sich gehabt und sich ihr Begleiter damit ausgekannt, wäre sie wohl schneller gefunden worden.
Die Lawine hatte lt. Berichten eine Breite von 400m und ging bis zum Talboden nieder. Wir sprechen hier also von mindestens einer "Lawinengröße 3".
Zudem heisst es, dass die Verschüttete nach 35min geborgen werden konnte.

Ob die Frau schneller gefunden hätte werden können, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
- Wie lange dauerte es bis der Begleiter Unterstützung hatte?
- Verschüttungstiefe

Es ist schon ziemlich gewagt, hier Vermutungen à la "wäre sie wohl schneller gefunden worden" oder "zumindest hatter der Bruder wenig Erfahrung mit der Suche" anzustellen.
Zuletzt geändert von 85er am 25.12.2018 - 22:15, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 1970 » 25.12.2018 - 22:14

Zitierten Inhalt entfernt. /Mod. David93
Wer unterstellt uns denn Sensationsgeilheit.

Und eine Vermutung darf ich schon noch haben, auch wenn ich es nicht hundertprozentig weiß.
Bin ja nicht der Erste der hier im Forum Vermutungen anstellt über irgendwelche Unfälle.

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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von albe-fr » 25.12.2018 - 22:23

85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 22:02
Ob die Frau schneller gefunden hätte werden können, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
- Wie lange dauerte es bis der Begleiter Unterstützung hatte?
- Verschüttungstiefe
plus: suche ich von oben oder von unten

Wenn ich das Gelände richtig im Kopf habe, muss man wenn man von unten im Zweifel 200 hm auf einer Breite von 400 Metern absuchen - wenn man das in 35 Minuten (inklusive Ausgraben) schafft, ist das eine Spitzenleistung!

In der Realitaet suchen wir nicht ein in 20 cm vergrabenes LVS einem ebenen 50x50 m^2 Feld
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 85er » 25.12.2018 - 22:28

albe-fr hat geschrieben:
25.12.2018 - 22:23
85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 22:02
Ob die Frau schneller gefunden hätte werden können, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
- Wie lange dauerte es bis der Begleiter Unterstützung hatte?
- Verschüttungstiefe
plus: suche ich von oben oder von unten

Wenn ich das Gelände richtig im Kopf habe, muss man wenn man von unten im Zweifel 200 hm auf einer Breite von 400 Metern absuchen - wenn man das in 35 Minuten (inklusive Ausgraben) schafft, ist das eine Spitzenleistung!

In der Realitaet suchen wir nicht ein in 20 cm vergrabenes LVS einem ebenen 50x50 m^2 Feld
Da stimme ich 100% zu.
Ich wollte mit dem (von dir zitiertem) Kommentar genau darauf hinweisen: Nämlich, dass 35min je nach Situation verdammt gut/schnell sein können!


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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 85er » 25.12.2018 - 22:43

Auf Lawis.at wurden vorhin die ersten Details bekanntgegeben. Der Anriss erfolgte bei einer Hangneigung von 40 Grad :(

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Beitrag von albe-fr » 25.12.2018 - 22:55

85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 22:43
Auf Lawis.at wurden vorhin die ersten Details bekanntgegeben. Der Anriss erfolgte bei einer Hangneigung von 40 Grad :(
und Patrick hat da erfasst:
standard equipment:yes
LVS enabled:yes
Airbag system:unknown
und da traue ich ihm mehr als jeder Pressequelle.

40 Grad bei 'nem 3er ist im Ermessensspielraum - irgendwo zwischen gelb und orange, wenn der Hang regelmäßig befahren wurde mit Tendenz zu grün. Mal ehrlich, da wäre bei den derzeitigen Bedingungen (unter 2200 alles scheisse...) vermutlich jeder zweite reingefahren.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von Bergwanderer » 26.12.2018 - 02:05

Anhand dieses tragischen Ereignisses bin ich verwundert, wie diese Diskussion hier aus dem Ruder gelaufen ist!
Hoffentlich ließt das hier kein Angehöriger der verstorbenen Frau!

Modedit: Ich habe die betroffenen Beiträge entfernt bzw. editiert. /Mod. David93

Hier der aktuelle Lawinenlagebericht Tirol: https://avalanche.report/albina-web/bul ... -buttonbar
Ich wäre bei den Wetterverhältnissen der letzten Tage und der aktuellen Lawinenlage auch nicht in den Hang runter zur Schönwieshütte gefahren. Die Frau hat sich aber leider anders entschieden ...
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von Highlander » 26.12.2018 - 06:54

Bergwanderer hat geschrieben:
26.12.2018 - 02:05
Anhand dieses tragischen Ereignisses bin ich verwundert, wie diese Diskussion hier aus dem Ruder gelaufen ist!
Hoffentlich ließt das hier kein Angehöriger der verstorbenen Frau!

Hier der aktuelle Lawinenlagebericht Tirol: https://avalanche.report/albina-web/bul ... -buttonbar
Ich wäre bei den Wetterverhältnissen der letzten Tage und der aktuellen Lawinenlage auch nicht in den Hang runter zur Schönwieshütte gefahren. Die Frau hat sich aber leider anders entschieden ...
Ja, da hast Du leider Recht, und wenn ich könnte würde ich alle meine Beiträge hier wieder löschen...
bei soviel Uneinsichtigkeit zur Beurteilung der alpinen Gefahren einer einzelnen Person, habe ich mich leider zu Kommentaren hinreissen lassen, die sich aus Rücksicht des betroffenen Personenkreises nicht gehören...
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von schneesucher » 26.12.2018 - 07:24

Ich hoffe noch zu erfahren, ob ein Airbag vorhanden war, ob er ausgelöst wurde und ob er auch funktioniert hat.

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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von David93 » 26.12.2018 - 12:35

Ich musste in diesem Thread leider einiges editieren / löschen. Die betreffenden Beiträge wurden zuvor intern gesichert. Ich bitte alle beteiligten vor dem Posten in Zukunft einmal in sich zu gehen, und zu überlegen ob diese Provokationen und Beleidigungen sein müssen, gerade hier wenn es um einen Vorfall geht, bei dem auch noch ein Todesopfer zu beklagen ist!
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15.12.18: SFL / 27.12.18: Zillertal 3000 / 19.01.19: Skiwelt / 09.02.19: Saalbach / 24.02.19: Skiwelt / 20.03.19: Gurgl / 30.03.19: Zillertal Arena / 19.04.19: Ischgl / 02.06.19: Hintertux
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von markman » 26.12.2018 - 17:04

85er hat geschrieben:
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Kennt jemand von euch zufällig die Unglücksstelle?
- Auf welcher Höhe ist die Auslösung erfolgt?
- Wie ist die Hangneigung an der Auslösestelle?
- Welche Exposition (N/O/S/W) hat der Hang?

Eine Diskussion mit solchen Fakten wäre wünschenswert.
was soll man da denn diskutieren? Was soll da raus kommen? Etwa, das dann der verdammte Schnee Schuld ist?

jeder gibt sich abseits der Pisten in Lebensgefahr, wenn eine Lawinenwarnstufe großer Null ist. Da kann man doch sich sagen, dass bei 34 Grad Hangneigung keine Gefahr herrscht, aber bei 35 Grad und mehr? Ein Großteil der so genannten "Abseitsfahrer" haben doch davon keine Ahnung, viele können noch nicht mal richti Ski fahren.

Mir kommt es so vor, dass, ich erlaube mir den Vergleich, ein betrunkener Mensch bis zu einem gewissen Pegel sorgenfrei Auto fahren darf und wenn er einen Unfall baut, dann war vielleicht die Sicht oder die Beschaffenheit der Straße oder ein Tier Schuld?

Was sollen den junge Leser davon halten, wenn hier User posten, dass man bei LWS 3 getrost sorgenfrei abseites gesicherter Pisten Skifahren sollte?

Gruß,
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 3303 » 26.12.2018 - 17:10

Es geht doch darum, eigenverantwortlich Risiken abzuwägen.
Abseits der Pisten gibts von den Fällen, wo es sicherer als auf der Piste ist bis zum ziemlich sicheren Tod alle Facetten.
Das für sich zu bewerten ist doch das Ziel.
Pauschalierungen wie „jeder begibt sich in Lebensgefahr...“ sind doch überhaupt nicht haltbar.
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n,
Dass sie vor dem Guten und Schönen, das ihnen oft beschwerlich ist, murren.“

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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von NeusserGletscher » 26.12.2018 - 17:54

markman hat geschrieben:
26.12.2018 - 17:04
jeder gibt sich abseits der Pisten in Lebensgefahr, wenn eine Lawinenwarnstufe großer Null ist. Da kann man doch sich sagen, dass bei 34 Grad Hangneigung keine Gefahr herrscht, aber bei 35 Grad und mehr? Ein Großteil der so genannten "Abseitsfahrer" haben doch davon keine Ahnung, viele können noch nicht mal richti Ski fahren.
Wer nicht richtig Ski fahren kann kommt abseits der gebügelten Pisten nicht weit. Das weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung :wink:
markman hat geschrieben:
26.12.2018 - 17:04
Was sollen den junge Leser davon halten, wenn hier User posten, dass man bei LWS 3 getrost sorgenfrei abseites gesicherter Pisten Skifahren sollte?
Wenn Du nach Neuschnee solange wartest, bis wieder LWS 1 ausgegeben wird, sind alle Hänge bereits verspurt.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von 85er » 26.12.2018 - 19:51

markman hat geschrieben:
26.12.2018 - 17:04
85er hat geschrieben:
25.12.2018 - 20:34

Kennt jemand von euch zufällig die Unglücksstelle?
- Auf welcher Höhe ist die Auslösung erfolgt?
- Wie ist die Hangneigung an der Auslösestelle?
- Welche Exposition (N/O/S/W) hat der Hang?

Eine Diskussion mit solchen Fakten wäre wünschenswert.
was soll man da denn diskutieren? Was soll da raus kommen? Etwa, das dann der verdammte Schnee Schuld ist?

jeder gibt sich abseits der Pisten in Lebensgefahr, wenn eine Lawinenwarnstufe großer Null ist. Da kann man doch sich sagen, dass bei 34 Grad Hangneigung keine Gefahr herrscht, aber bei 35 Grad und mehr? Ein Großteil der so genannten "Abseitsfahrer" haben doch davon keine Ahnung, viele können noch nicht mal richti Ski fahren.

Mir kommt es so vor, dass, ich erlaube mir den Vergleich, ein betrunkener Mensch bis zu einem gewissen Pegel sorgenfrei Auto fahren darf und wenn er einen Unfall baut, dann war vielleicht die Sicht oder die Beschaffenheit der Straße oder ein Tier Schuld?

Was sollen den junge Leser davon halten, wenn hier User posten, dass man bei LWS 3 getrost sorgenfrei abseites gesicherter Pisten Skifahren sollte?

Gruß,
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Im Ernst, es gibt keine Lawinenwarnstufe 0. Es gibt also immer irgendeine Lawinenwarnstufe und somit ein Risiko. Trotzdem gibt es Leute (mich eingeschlossen), welche sich nach Ausbildung durch den Alpenverein, die Bergrettung, oder andere Institutionen in das freie Gelände begeben und die Stille, die Natur und die Berge abseits der Piste geniessen. Und ja: Es gibt IMMER ein Restrisiko, welches sich niemals auf 0 reduzieren lässt. Aber, das ganze Leben ist ein Risiko: Wenn du über den Zebrastreifen läufst, mit dem Auto fährst oder wenn du in ein Flugzeug einsteigst. Selbst an einem warmen, frischen Brötchen vom Bäcker um die Ecke kannst du ersticken und über den Jordan gehen. Selbst im (an und für sich sicheren Bett) kann man sterben.

Wie erwähnt, bin ich begeisterter Ski-Tourengeher und Alpin-Skifahrer (wobei momentan der Tourengeher in mir deutlich Überhand hat) :wink: .
Und ja: Wenn ich für den Tag nach solch einem Ereignis im gleichen Gebiet eine Tour geplant habe, ist es für mich verdammt nochmal (überlebens)wichtig, was die Gründe für die Auslösung waren!

Schau, ich komme aus der Gegend und war heute auf einer Skitour in der Gegend Kühtai/Ötztal und zwar auf einer einer Höhe von 1700 - 2.300m. Als verantwortungsbewusster Ski-Tourengeher (ja, ich hänge verdammt noch mal an meinem Leben), muss man sich immer und jederzeit mit dem Risiko "Lawine" auseinandersetzen. Das Problem mit Lawinen: Du weisst niemals, wie knapp du mit dem Leben davongekommen bist und eben KEINE Lawine ausgelöst hast.

Wie erwähnt, habe ich für heute eine Tour im gleichen Gebiet geplant. Deshalb war das Lawinenereignis von gestern für mich persönlich SEHR wichtig: Wenn nämlich bei Lawinenwarnstufe 3 die Auslösung bei einer Hangneigung <35° stattgefunden hätte: Dann gibt mir das sehr wohl zu denken und hat Einfluss, wie ich meine Tour für den (auf dieses Ereignis im gleichen Gebiet) darauffolgenden Tag plane. Weil: Bei bei Lawinenwarnstufe 3 gehe ich (nach positiver Prüfung aller Kriterien nach Stop & Go) vermutlich mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 90% in einen Hang mit einer Neigung von bis zu max. 35 Grad.

Sachliche und fachliche Diskussionen über Lawinenereignisse sind deshalb für jeden Ski-Tourengehen (überlebens)wichtig.

Und: Ich habe auch niemals gesagt, dass man bei Lawinenwarnstufe 3 sorgenfrei im ungesicherten Skiraum unterwegs sein sollte. Das Gegenteil ist der Fall: Im ungesicherten Skiraum sollte JEDER Schritt wohl bedacht durchgeführt werden. Leute ohne entsprechende Kenntnisse/Ausbildung bzw. ohne entsprechendes Equipment (LVS, Sonde & Schaufel) haben überhaupt nichts im freien Skiraum zu suchen.

Anhand der Kommentare bekomme ich langsam aber sicher das Gefühl, dass sich hier auf alpinforum.com hauptsächlich Pistenskifahrer tummeln, welche für "abseits-der-Piste-Fahrer" nicht nur "kein Verständnis" sondern nur Vorurteile übrig haben. Aber, schon mal nachgedacht: Auch auf der Piste und während der Anfahrt zur Piste gibt es Risiken!
Zuletzt geändert von 85er am 30.12.2018 - 22:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von ski-chrigel » 26.12.2018 - 20:03

Das Problem aus meiner Sicht sind nicht die bedachten Skitourengänger, sondern die vielen Freerider, die sich in den Skigebieten tummeln und ohne jegliche Kenntnisse und vielfach ohne Ausrüstung jeden von den Bergbahnen erreichbaren Hang befahren, unabhängig von Steilheit und Schneebeschaffenheit. Diese sorgen für den schlechten Ruf. Aus meiner Perspektive als fast ausschliesslicher Pistenfahrer ist das die überwiegende Mehrheit. An Tagen wie gestern war dies wieder eindrücklich zu beobachten und für mich jeweils nur eine Frage der Zeit, bis was passiert.
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Re: Lawine riss 33-jährige Snowboarderin in Obergurgl in den Tod

Beitrag von christopher91 » 26.12.2018 - 20:56

ski-chrigel hat geschrieben:
26.12.2018 - 20:03
Das Problem aus meiner Sicht sind nicht die bedachten Skitourengänger, sondern die vielen Freerider, die sich in den Skigebieten tummeln und ohne jegliche Kenntnisse und vielfach ohne Ausrüstung jeden von den Bergbahnen erreichbaren Hang befahren, unabhängig von Steilheit und Schneebeschaffenheit. Diese sorgen für den schlechten Ruf. Aus meiner Perspektive als fast ausschliesslicher Pistenfahrer ist das die überwiegende Mehrheit. An Tagen wie gestern war dies wieder eindrücklich zu beobachten und für mich jeweils nur eine Frage der Zeit, bis was passiert.
Es ist auch eben auffällig, dass es oft dann Freerider erwischt die im Urlaub sind und eher weniger Einheimische Freerider. Und da muss man dann schon sagen, da spielen dann Kenntnisse und Erfahrung eine Rolle. Da wird dann jeder erreichbare Hang gefahren, ohne auch mal nein zu sagen.

In der Lizum ging tags zuvor ja auch eine Lawine ab, dort hatte ein Niederländer Glück, dass einheimische Tourengeher ihn innerhalb 2 Minuten geortet haben.

Allerdings muss man auch sagen, dass es im Bereich der Hohen Mut nun die letzten Jahre doch einige Lawinenunglücke waren. Bei mir ist die Ecke dort deshalb schon länger nicht mehr in der Auswahl zum Freeriden. Da bewege ich mich eher in Kappl, Kitzbühel und Westendorf, am Stubaier oder in SFL.
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