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Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

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Wahlzermatter
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Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von Wahlzermatter » 01.01.2019 - 16:12

Ein gut recherchierter NZZ Artikel über den Abwärtstrend der Snowboardbranche seit rund 20 Jahren:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/snowboard ... ld.1438500


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ski-chrigel
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von ski-chrigel » 01.01.2019 - 20:22

Danke, interessanter Bericht, vor allem für mich als „Halb-Laaxer“.
Dass der Skisport generell abnimmt, haben wir ja heute wieder mal eindrücklich gesehen: Chaos auf der Lenzerheide, mit über 19‘000 Eintritten in Laax ein Rekordergebnis seit vielen Jahren, etc. ;-)
2019/20:1Tg:1xSFee 2018/19:129Tg:22xLaax,19xKlewen,16xDolo,15xA’mattSedrunDisentis,12xH’tux,8xZ’matt,5xTitlis,4xSölden,3xPitztaler,3xMoritz,3xLHArosa,3xIschgl,3xStubai,2xGurgl,2xTux,je1xDavos,Frutt,Grüsch,SFL,SHLF,Z’arena,Aletsch,Monterosa,Stelvio
2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo, je1xPitztal,Tux,K'bühel,Stelvio,S.Fee,Sedrun,Nauders+Scuol,Pizol,O'saxen+Brigels,Arlb,Kauni
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von danimaniac » 01.01.2019 - 21:48

Gerade in LAAX sieht man aber auch immer noch an meisten Snowboarder von allen Gebieten.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von Wahlzermatter » 01.01.2019 - 23:19

ski-chrigel hat geschrieben:
01.01.2019 - 20:22
Danke, interessanter Bericht, vor allem für mich als „Halb-Laaxer“.
Dass der Skisport generell abnimmt, haben wir ja heute wieder mal eindrücklich gesehen: Chaos auf der Lenzerheide, mit über 19‘000 Eintritten in Laax ein Rekordergebnis seit vielen Jahren, etc. ;-)
Bitte gerne.

Ja, dass mit der angeblichen Abnahme habe ich mir auch gedacht. Vor allem wo sie doch selbst schreibt, dass die Abnahme aus dem Trend zur Miete resultiert (und in der Schweiz halt auch durch die Frankenstärke). Denke, dass der Markt in etwa Stabil ist, was Schifahren betrifft.

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von NeusserGletscher » 02.01.2019 - 08:34

Rückgang hin oder her. Jeder Snowboarder, der hinter eine Kuppe mitten auf der Piste sitzt, ist einer zuviel :wink: :wink: :wink:
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von molotov » 02.01.2019 - 09:02

Insgesamt wenig neues ;)
Keine Ahnung ob es selektiv Wahrnehmung ist: Aber beim Touren gibts m. E. echten Aufwind, das ist im Gesamtmarkt natürlich völlig wurst, aber inzwischen gibts ja keinen Hersteller mehr, der kein Splitboard im Angebot hat. War ich vor ein 5 Jahren noch oft alleine mit SPlitboard am Gipfel und musste man noch erklären wie das funktioniert, ist es inzwitschen viel gesehen.
Touren >> Piste

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von freerider13 » 02.01.2019 - 18:30

NeusserGletscher hat geschrieben:
02.01.2019 - 08:34
Rückgang hin oder her. Jeder Snowboarder, der hinter eine Kuppe mitten auf der Piste sitzt, ist einer zuviel :wink: :wink: :wink:
Du bist aber auch von Vor- Vor- Vorgestern, oder?

JEDER verdammte Trottel hinter ner Kuppe sitzend ist einer zu viel! Bloß dass seit "freeski" mindestens zur hälfte Pommesrutscher dahinter rumhocken, weil sie die Kondition gar nicht haben nach 3 Parkruns stehen bleiben zu können... :evil:
Scheint aber wohl an dir vorüber gegangen zu sein...

Ansonsten guter Artikel, der leider viele Wahrheiten beinhaltet. Bloß die Verbandsquerelen zwischen FIS und ISF fehlen, die den Niedergang ursprünglich ausgelöst haben.
Was aber heute auch noch kaum mehr einen interessiert...

Jan
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von Jensibua » 02.01.2019 - 20:11

...also, irgendwie hatten wir doch den gleich Thread schon vor etwa einem Jahr?

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von manitou » 02.01.2019 - 20:16

Was mich an dem Artikel überrascht hat ist, dass Snowboard-Verkäufe bereits seit dem Winter 99/2000 rückläufg sind. Ich hab das gefühlt erst ab ca. 2010 gedacht. Ein Umsatzrückgang von >80% ist schon krass. Das spricht für Snowboarding als Modehype. Es war für junge Leute ne Zeit lang cool gegen die spießigen Skifahrer. Hab es in meiner eigenen Familie erlebt. Meine Tochter musste mit 19 unbedingt Snowboard lernen, nach zwei Jahren ist sie zum Ski zurückgekehrt. Gekostet hat es ne Menge Geld für Kurse und Leih-Ausrüstung, während ihr Ski-Equipement im Keller stand. Ihr Snowboard-Tick verflog so schnell wie ihre Begeisterung für Tokio Hotel als sie 13 J. alt war. Hätte ich noch ein Kind in dem Alter würd ich wahrscheinlich Grenzen setzen und den Snowboard-Flirt nicht finanzieren. Allerdings gäbs dann vorübergehend die Arschlochkarte für mich...

Skiverkäufe sind aber auch um 80% zurückgegangen - nur die Zeiträume sind länger. So ist der weltweite Jahresverkauf von Ski seit den "goldenen 80ern" von 8 Mio auf 3.4 Mio (2012) zurückgegangen, was einem Minus von fast 60% entspricht (Quelle: https://www.swp.de/wirtschaft/news/mark ... 71217.html ). Und der Niederganz geht weiter um weitere 15% bis 2016, von daher geht nicht nur die Snowboardranche nieder, sondern der Wintersport-Allgemein.
Während in dem hier benannten Snowboard-Artikel in CH vergleichsweise der Ski-Verkauf von 11/12 (290tsd) bis 14/15 auf ca. 240tsd quasi um -20% eingebrochen ist, hat A im gleichen Zeitraum 16,3% verloren. (Quelle: https://www.sport-fachhandel.com/de,de/ ... 07496.html) Von 14/15 zu 15/16 ist die Schweiz dann weiter abgestürzt auf 191tsd. Für A habe ich leider keine Zahlen nach14/15 im Internet gefunden. Für den Niedergang spricht aber der drastische Absturz des Ski-Herstellers Fischer von 2013-16 von 186 auf 145 Mio€ (Quelle Wiki) und bis 2016 auf nur noch 119 Mio€ (Quelle: https://diepresse.com/home/wirtschaft/e ... rbeiter-ab )

Nun Frage ich mich, warum wird angesichts solcher Zahlen in immer größere Skigebiete und Zusammenschlüsse investiert?! Das Ganze klingt fast nach dem letzten Aufblähen vor dem Untergang. Wann stoppt die Politik endlich den grenzenlosen Gigantismus der Giganten, welcher die Kleinen und Mittleren Skigebiete dazu nötigt, weiter auszubauen, statt sich vernünftig konsolidieren zu können. Warum kommt kein Stop der Politik gegen solchen Skischaukel-Irrsinn wie in Fügen, Sölden/Pitztal, Saallbach/Zell, Kaprun/Kitzstein...u.v.a. Es liegt aber auch an der Unvernunft vieler Skifahrer, die ein immer Gigantischer haben wollen. Es ist letztlich die gleiche Unvernunft wie beim Auto- und PS Gigantismus. Ob Snowboard oder was auch immer - die Jagd nach den Kicks scheint nicht aufzuhören.
Wagrain/Zauchensee ist zu Glück abgesagt, aber der Wahnsinn geht andernorts überall weiter.
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von missyd » 03.01.2019 - 08:44

Die Skigebite sollte auch alternative Sportgeräte akzeptieren. Skibikes und Snowscoots kommen mir da in den Sinn ....

tafaas
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von tafaas » 03.01.2019 - 10:02

Zimtstern war aber auch bereits Mitte 2000er derart uncool, dass der Niedergang dieses Labels nun nicht unbedingt für die ganze Branche spricht. Und dass Beach Mountain und die Snowboardgarage den Freeski-Boom aus persönlicher Aversion ignorierten (vom Online-Handel ganz zu Schweigen), zeugt einfach nur von einer schlechten Geschäftsstrategie. Blue-Tomato z.B. zeigt's ja, wie man es richtig machen könnte.

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von odolmann » 03.01.2019 - 10:06

Snowboarden ein Trend, aha. Der Artikel beschreibt doch nur das Szenario aus Blick der Schweiz, und dann auch nur mit (geschätzten) Verkaufszahlen dieses lokalen Marktes. Ich finde eher der Markt wurde bereinigt um die Altlasten und neue Player sind hinzu gekommen - sowohl junge Marken mit innovativen Ideen/Technologien als auch neue Märkte bzw. Nischen.
molotov hat geschrieben:
02.01.2019 - 09:02
Aber beim Touren gibts m. E. echten Aufwind, das ist im Gesamtmarkt natürlich völlig wurst, aber inzwischen gibts ja keinen Hersteller mehr, der kein Splitboard im Angebot hat. War ich vor ein 5 Jahren noch oft alleine mit SPlitboard am Gipfel und musste man noch erklären wie das funktioniert, ist es inzwitschen viel gesehen.
Genau solche Spezialanwendungen meine ich, das ist eine tolle Entwicklung und kein Ende einer Ära. Allein wie neue Shapes von kleinen Marken nach und nach im Massenmarkt angekommen sind. Wer sich nicht an die veränderten Bedingungen anpasst hat schon verloren, immer nur das Gleiche anbieten wie letzte Saison mit neuem Design ist auf Dauer eben kontraproduktiv. Wenn man mal an die Verschiebungen von Raceboards zu Freestyleboards denkt, klar dass da in den 2000ern alle neue Technik brauchten und gekauft haben. Inzwischen ist die Branche doch breit aufgestellt, das Sterben von lokalen Shops betrifft den gesamten Einzelhandel, wie viele Warenhäuser gibt es denn noch im Vergleich zur Zeit vor 20 Jahren?
Wahlzermatter hat geschrieben:
01.01.2019 - 23:19
Denke, dass der Markt in etwa Stabil ist, was Schifahren betrifft.
Ich würde sogar soweit gehen und sagen dass die ganze Branche stabil ist, es stagniert in allen Bereichen also Ski und Snowboard gleichermaßen.
manitou hat geschrieben:
02.01.2019 - 20:16
... von daher geht nicht nur die Snowboardranche nieder, sondern der Wintersport-Allgemein.
Den Einfluss von Mieten vs. Kaufen spielt eine Rolle bei diesen Zahlen, wie viel müsste man klären. Wenn ich in meinem Umfeld schaue dann verschieben sich auch die Interessen, die nächste Generation ist nicht mehr in dem Maße sportbegeistert und hat Bock am Draußensein bei Wind und Wetter. Wenn wir früher auf den Hang gegangen sind weil Schnee lag, dann schaut man heute erst einmal die Webcams: Wie ist das Wetter? Gibt es Schlangen? Braune Flecken auf den Pisten? Ach komm, dann zocken wir noch eine Runde und gehen andermal. Und entsprechend ist auch weniger Budget vorhanden um sich Equipment zu kaufen weil andere Hobbys ebenfalls Geld kosten, also kauft man seltener neue Technik. Fährt man weniger dann hält das Board auch länger, etc.
manitou hat geschrieben:
02.01.2019 - 20:16
Nun Frage ich mich, warum wird angesichts solcher Zahlen in immer größere Skigebiete und Zusammenschlüsse investiert?!
Antwort: weil sich damit mehr Geld verdienen lässt und die Betreiber wirtschaftlich orientiert sind. Ob die Bergbahnen dabei nur an den eigenen Profit denken oder auch die Auslastung der touristischen Infrastruktur der Region im Auge haben ist so klar nicht zu bestimmen. Aber sehr wahrscheinlich zieht man mit mehr Abfahrten / Anlagen auch mehr Gäste an, aus humanistischen Gründen werden die Gebiete nicht vergrößert :D
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Winter 2017/18: je 5x Klinovec / Hranice, je 4x Othal / Plesivec, 3x Neklid, je 1x Novako / Augustusburg
Winter 2016/17: 5x Klinovec, 3x Novako, je 2x Neklid / Hranice, je 1x Plesivec / Neklid / Othal / Kreherwiese / Kö'walde / Zwönitz / Bärenstein / Hintertux
Winter 2015/16: 5x Klinovec, je 2x Plesivec / Neklid / Novako, 1x Othal (Nachtski)
Winter 2014/15: 9x Klinovec, 2x Plesivec, je 1x Neklid / Novako / Kreherwiese

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von ski-chrigel » 22.01.2019 - 07:09

Noch ein Beitrag dazu:

Die letzten Sowikaner
Snowboarden ist Schnee von gestern
https://www.blick.ch/life/die-letzten-s ... 29230.html
2019/20:1Tg:1xSFee 2018/19:129Tg:22xLaax,19xKlewen,16xDolo,15xA’mattSedrunDisentis,12xH’tux,8xZ’matt,5xTitlis,4xSölden,3xPitztaler,3xMoritz,3xLHArosa,3xIschgl,3xStubai,2xGurgl,2xTux,je1xDavos,Frutt,Grüsch,SFL,SHLF,Z’arena,Aletsch,Monterosa,Stelvio
2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von danimaniac » 22.01.2019 - 07:18

ski-chrigel hat geschrieben:
22.01.2019 - 07:09
Noch ein Beitrag dazu:

Die letzten Sowikaner
Snowboarden ist Schnee von gestern
https://www.blick.ch/life/die-letzten-s ... 29230.html
der Wahnsinns-Beitrag.

Momentan sprießen neue Snowboardmarken wie Pilze aus dem Boden. Snowboarder der ersten Stunde machen sich selbstständig und gerade durch das Carving (was ja laut Untertitel bestimmend für den Tod des ganzen Sports ist) kommt beim Snowboarden gerade wieder richtig zurück. Ob dadurch natürlich Gesamtzahl aktiver Snowboarder auch steigt lass ich jetzt mal so dahingestellt. Insgesamt scheint sich der Markt jedenfalls auf einem zugegeben niedrigem Niveau zu konsolidieren und zu diversifizieren.

Junge Marken wie Konvoi, Korua, Slash, Borealis und Bakery aber auch etablierte Marken wie zB Nitro bringen haufenweise neue Bretter auf den Markt. Bestimmend bei diesem Trend wieder weg vom gerutschten Schwung zum echten Carve ist ürbeigens mal nicht die USA sondern ganz klar Japan! Dort wächst Snowboarden im Gegensatz zum Skifahren sogar.
Wen das Thema auch von ästhetischer Seite interessiert kann sich mal bei Youtube die Yearning for Turning Serie der Korua Crew reinziehen.

Ein Bericht, der im Rahmen der ISPO erschienen ist:
https://www.ispo.com/maerkte/die-wichti ... anche-2018
Wer davon spricht, dass der „Trend“ Snowboarden (lange) vorbei ist, hat von der Snowboardszene nicht viel verstanden. Beim Snowboarden geht es schon lange nicht mehr um einen „Trend“ oder gar einen „Hype“. Vielmehr geht es um eine Sportart, die sich weiter entwickelt hat.
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von Skitobi » 22.01.2019 - 11:05

Ich denke schon auch, dass es ein Faktor ist, dass Skifahren im Allgemeinen immer teurer wird und in den Luxussektor "abrutscht". Das passt weder zur Lebenseinstellung noch zum Budget der Freestyle-Jugend. In den großen Skigebieten werden die Funparks geschlossen bzw. zur Funslope umgebaut, weil wer zahlt über 50€ am Tag, wenn er eigentlich nur den einen Lift am Park benötigt (und den Park selbst natürlich)?

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von danimaniac » 22.01.2019 - 11:33

da würde ich doch empfehlen mal ein bisschen weiter zu lesen, grad hinterm https://www.ispo.com/maerkte/die-wichti ... -2018]ISPO Link verstecken sich noch mehr lesenswerte Beiträge.
Der Bereich Freestyle wird eher kleiner. Den "kiffenden, im Park abhängenden Snowboarder" gibt es zwar, aber auch der ist inzwischen eher eine Randerscheinung. Die "Freestyle Jugend" benutzt fast zu gleichen Teilen Ski und Snowboard. Aber das ganze verwächst eher zu einer Szene. Selbst in den einschlägigen Videos großer Marken mixen sich schon die Bretter :P

Beim Snowboard ist es in etwa wie bei den Ski: All-Mountain, Carving, Splitboarden sind wachsende Gruppen. "Erwachsene" mit Kindern oder einfach auch Leute jenseits der 30 fahren Snowboard, und tragen dieselben Kosten wie Skifahrer, benutzen die gleiche Infrastruktur und die Separation zwischen den Disziplinen wird sowieso immer geringer. Und alle machen im Endeffekt auch fast dasselbe im Skigebiet (nur dass es einfach geiler aussieht mit einem Brett :mrgreen: )
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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von Gletscherbus » 26.01.2019 - 23:35

Ich weiß nicht so Recht, ob es in dieses Topic passt. Ich sehe aber auch den Trend, das Ski fahren und Snowboarden immer mehr zum Luxus Sport wird. Mehr ältere Reiche, weniger jüngere Sportliche. Nachhaltig ist diese Entwicklung meiner Meinung nach nicht. Ich bin selbst 1999er Baujahr und ich merke das nur noch weniger Leute in meinem Alter sich das Ski fahren leisten können bzw. leisten wollen. Das hängt meiner Meinung nach auch mit der Preisentwicklung der Skigebiete zusammen. Klar entstehen enorme Kosten durch Beschneiungsanlagen und moderne Lifte, jedoch um auch die jünger Zielgruppe anzusprechen, die in 10-20 Jahren das Geld bringen wird, benötigt es dringend Maßnahmen. Z.B. plädiere ich für eine Skipassermäßigung für Auszubildende und Studenten. Der Trend hin zu Party Hot-spots sehen viele als verwerflich an, ist aber denke ich notwenig, um auch diese Zielgruppe weiter anzusprechen. Hinzu kommen Funparks und ein bei Openings auch Acts extra für jüngere Leute. Meiner Meinung wurde in den letzten Jahren sehr viel für die Kinder und die Erwachsenen gemacht, aber dabei die mittlere Altersstufe ausgelassen.

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Re: Snowboarden: Aufstieg und Fall einer Branche

Beitrag von Kris » 27.01.2019 - 00:52

Was Kids betrifft, so denke ich daß zwischen unterschieden werden muß zwischen Kids von weiter her, die lediglich in den Ferien in die Berge kommen, und die zumeist über Eltern und Skischule das Skifahren lernen.
Diese werden wohl eher auf klassische Ski gestellt, und brausen ihren Eltern nach die Pisten hinab.
Diese werden derart weiter fahren bis ins Erwachsenenalter. Da sie eher selten in den Schnee kommen, sind sie für die Skiindustrie weniger wichtig, wohl aber für die Hotellerie da sie eher (weil von weiter weg kommend) längere Ferienaufenthalte verbringen.

Die zweite Gruppe hingegen ist komplexer, es sind die Kids aus den berg- oder bergnahen Regionen, die oft und regelmässig in den Schnee kommen. Die wollen ihre Jugendidentität auch hier definieren können: Sich absetzen (von den Alten...) durch Können, Mode und Ausrüstung, und sich behaupten in ihren Peer-groups.

Das sind die Kids (ich weite das Alter so bis Anfang/Mitte 20 aus) die in Parks chillen, ihre Twintips über Rails und Kicker fahren. Es ist eine segregierte Gruppe, ähnlich wie es die Snowboarder in den 1990ern noch waren.

Hier stellt sich mir die Frage: Was werden die machen, wenn sie aus dem agilen Alter heraus wachsen?
Sicher, viele Kids fahren auch im Tiefschnee umeinander, Freeriden kann jeder. Aber man weiß: Das frische Weiß ist eher begrenzt, manche Gebiete sind nach wenigen Stunden völlig zerfahren. Viele der Kids fahren daher nur, wenn frischer Pulver dahergekommen ist, es sind jene "Unter-der-Seilbahntrasse" Fahrer, die zwar sehr sichtbar sind in Natur und Werbung.

Ich stelle mir dennoch die Frage, ob diese sehr auf Agilität getrimmten Freeskier je "normal" Piste fahren werden wollen? Das gewöhnliche Carving auf den üblichen planaren Pisten ist vielen guten Fahrern zu linear banal, aber was bleibt denn dann?

Vielleicht bin ich zu "ge-biast", in meinem Freundeskreis ist das ständig Thema, das was wollen wir in dem Skigebiet überhaupt noch? Keine Angst, alle haben Freizeitticket Tirol, es gibt ja immer noch das eine oder andere Schmankerl..

Ein Schneespetzl, Mediziner und Flugarzt im LKH Zams / Landeck erzählt, daß mittlerweile etwa die Hälfte der schweren Verletzungen (Wirbelsäule, Kopf...) aus versemmelter Freeskierakrobatik fußt (im Sommer ähnliche Situation mit MTB-Freeride in Parks).
Ab etwa 30 wird einem für gewöhnlich das eingegangene Risiko sukzessive immer mehr bewusst, die Family tut den Rest. Damit "muß" man irgendwann vieles nicht mehr.

Dennoch stelle ich es mir schwer vor, dass all jene die ehemals kreuz und quer durch Parks und Pipes tricksterten einfach nur mehr banal normal carven gehen...passt irgendwie nicht...

Jedenfalls wird sich die Winterindustrie etwas einfallen lassen müssen, um diese Leute zu halten...
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kris für den Beitrag:
molotov
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<


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