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ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

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Fab
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Fab » 12.02.2019 - 01:42

Interessant wie die üblichen gesellschaftlichen Grabenkämpfe auch hier sofort zu beobachten sind.

Migranten/Skifahren: Da braucht ihr nicht mehr rumzudiskutieren - das Migranten speziell aus dem muslimischen Kulturkreis nicht skifahren ist untersucht und zweifelsfrei Fakt. Es ist schlicht kein Interesse da. Zudem, ein muslimisches Mädchen ohne familiäre Aufsicht in ein Skilager - in der Regel undenkbar.
Den jungen Herren hier die dies bezweifeln, möchte ich empfehlen regelmäßig Zeitung zu lesen.

Witzig fand ich den Einwurf W-Lan bräuchte es nicht. Die Kids würden schlicht die Familienreise in eine Offline-Hölle verweigern äh.... und so mancher Papa samt Mama ......... :lach:

Als älteres Semester darf ich sagen, dass Skifahren ist schon relativ deutlich teurer geworden. Es gibt einige relevante Preistreiber.

Das Material: Meine Bindung auf dem ersten Holzski hab ich noch mit den Händen gespannt. Die waren halt nicht teuer. Funktionskleideung :D ....

Die Ansprüche an die Unterkunft: Das Zimmer mit Waschbecken u. Etagenklo - ich will nicht von Dusche reden - wird mittlerweile auch eher selten gebucht.

Auf Bahnen u. Pisten brauch ich nicht einzugehen.

Zustimmen will ich aber auch Theo beim Thema Prioritätensetzung.
Ein Freund von mir hat 4 Kinder. Der ist Leiter einer Polizeieinheit und verdient schon ordentlich, aber mit 6 Personen.....
Der nimmt eine Ferienwohnung die halt dann nicht direkt an der Piste liegt. Manchmal braucht es mit dem Auto eine Viertelstunde bis zu Talstation, aber das funzt.

Mein Neffe hat selbst in Z Anfang März schon preiswerte Wohnungen spontan gebucht.

Also es geht schon wenn man unbedingt will.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von burgi83 » 12.02.2019 - 06:03

noisi hat geschrieben:
11.02.2019 - 17:50
burgi83 hat geschrieben:
11.02.2019 - 16:41
Hängt wohl auch damit zusammen, dass die Fliegerei privilegiert ist, da keine Steuern auf Kerosin gezahlt werden muss und die sogenannten Billigflieger aller Ryanair Vergünstigungen bei den Gebühren erhalten.
Na klar liegt das bei Flugreisen vor allem daran. Heisst aber nicht, dass Skigebiete nicht durchaus auch privilegiert sind was z.B. Stromkosten oder auch Subventionen angeht. Aber natürlich nicht annähernd in dem Ausmaß.
Hauptsächlich ist es aber so, dass bei einem Sommerurlaub keine Skipasskosten anfallen, eine vergleichbare Unterkunft meist wesentlich günstiger ist und wir wesentlich seltener Auswärts essen (beim Hotel dann inkl., ansonsten Brotzeit und selbst kochen). Ich verreise allerdings auch praktisch nie in der Hochsaison was außerhalb des Winters doch ziemliche Auswirkungen auf den Preis hat. Im Sommerhalbjahr kann man (im Alpenraum) auch die Vorzüge der Kurkarten nutzen (falls nicht sogar die Bergbahnen inklusive sind), denn die bezahle ich im Skiurlaub praktisch ohne Gegenleistung.
[/quote]
Also eine Privilegierung beim Strom ist zumindest in Deutschland in der Industrie (bei Großverbrauchern) üblich. Die Bergbahnen haben jedoch einen großen Leistungsanteil bei Ihren Stromkosten. Zudem glaube ich, dass die Kapitalkosten (für die Transportanlagen, technische Beschneiung, Bereitstellung der Gastronomie, Pistenraupen) eines Skigebietes hinsichtlich Ihrer Jahreseinsatzzeit enorm sind.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von noisi » 12.02.2019 - 07:28

burgi83 hat geschrieben:
12.02.2019 - 06:03
Also eine Privilegierung beim Strom ist zumindest in Deutschland in der Industrie (bei Großverbrauchern) üblich. Die Bergbahnen haben jedoch einen großen Leistungsanteil bei Ihren Stromkosten. Zudem glaube ich, dass die Kapitalkosten (für die Transportanlagen, technische Beschneiung, Bereitstellung der Gastronomie, Pistenraupen) eines Skigebietes hinsichtlich Ihrer Jahreseinsatzzeit enorm sind.
Ich weiß grad nicht worauf du hinaus willst. Es ist doch ganz klar das Bergbahnen bei weitem nicht so privilegiert werden wie die Flugbranche bei ihren Kerosinkosten (und das habe ich auch so geschrieben). Ich meinte nur, dass auch die Seilbahnbranche durchaus Vorteile genießt (aber nicht in der Fläche). Das ist doch auch völlig in Ordnung. Ich hab doch selbst kein Interesse an noch höheren Preisen.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Latemar » 12.02.2019 - 08:12

Die Besteuerung von Kerosin ist falsch, aber das Städte und Flughäfen um Airlines kämpfen und das subventionieren ist normal.
Aber genauso normal ist es, dass Wintersportgebiete subventioniert werden, die einen mehr, die anderen weniger. Es gibt ganze Skigebiete, die den Gemeinden gehören. Dazu kommen noch Subventionen von den Ländern und vom Staat. Dazu teils abstrus erscheinen Fördermittel der EU aus Töpfen an die man gar nicht denkt.
Man sollte hier nicht so tun, dass Skigebiete nicht oder kaum gefördert werden.
Ohne Subventionen würden kleine Skigebiete vollkommen verschwinden und nur ein paar Große überleben. Insgesamt würden die Preise definitiv steigen und damit noch weniger Leute skifahren.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von NeusserGletscher » 12.02.2019 - 08:56

Fab hat geschrieben:
12.02.2019 - 01:42
Als älteres Semester darf ich sagen, dass Skifahren ist schon relativ deutlich teurer geworden. Es gibt einige relevante Preistreiber.

Das Material: Meine Bindung auf dem ersten Holzski hab ich noch mit den Händen gespannt. Die waren halt nicht teuer. Funktionskleideung :D ....

Die Ansprüche an die Unterkunft: Das Zimmer mit Waschbecken u. Etagenklo - ich will nicht von Dusche reden - wird mittlerweile auch eher selten gebucht.
Das Argument wird gerne angeführt, um Preissteigerungen zu rechtfertigen. Doch es ist systematisch falsch, Standards aus unterschiedlichen Epochen miteinander zu vergleichen. Eine heutige Sekretärin bekommt ja auch nicht das zwanzigfache Gehalt, obwohl sie Dank moderner Computer die Arbeit eines ganzen Schreibbüros erledigt. Ebenso ein technischer Zeichner, der heute ein ganzes Hochhaus alleine in einem Bruchteil der Zeit zu Papier bringt, wo früher eine ganze Abteilung nötig war. Mit Massenberechnungen und Ausschreibungstexten.

Das nennt sich nun mal technischer Fortschritt. Auch, wenn ein heutiger Golf in Serie bereits die Ausstattung einer Luxuslimousine aus den 1970er hat, ist und bleibt ein Golf halt ein Auto der unteren Mittelklasse. Jedenfalls in unseren Breiten.

Einzig und alleine relevant für eine Betrachtung, ob Skifahren teurer geworden ist, wäre demnach beispielsweise das Haushaltseinkommen einer vierköpfigen Familie aus der Mittelschicht in Relation gesetzt zu dem, was halt ein Skiurlaub in einer angemessenen Unterkunft und halt auch nicht im hinterletzten Skigebiet kostet.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Martin_D » 12.02.2019 - 08:56

Fab hat geschrieben:
12.02.2019 - 01:42
Zudem, ein muslimisches Mädchen ohne familiäre Aufsicht in ein Skilager - in der Regel undenkbar.
Ich kann das nicht bestätigen. Die meisten muslimischen Mädchen in meiner Schule fahren zu den Klassenfahrten mit.
(Ein Skilager gibt es bei uns aber leider nicht.)
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von extremecarver » 12.02.2019 - 09:16

NeusserGletscher hat geschrieben:
12.02.2019 - 08:56

Das nennt sich nun mal technischer Fortschritt. Auch, wenn ein heutiger Golf in Serie bereits die Ausstattung einer Luxuslimousine aus den 1970er hat, ist und bleibt ein Golf halt ein Auto der unteren Mittelklasse. Jedenfalls in unseren Breiten.
Nicht Mal im Autoland Deutschland ist ein neuer Golf ein Auto der unteren Mittelklasse!
Ein 3-4 Jahre alter golf gebraucht gekauft ganz evtl, ein 5-13 Jahre alter golf dagegen schon.
In Österreich bekommst als Firmenwagen selbst mit Gehalt um die 100-150k nur maximal einen Passat, oder golf/Octavia in Vollausstattung ,darf ja nicht über 35.000 Euro kosten! Oder halt fiskal Lkw - sprich Van. Für 5er BMW musst schon 150k aufwärts verdienen, da nicht absetzbar!

Und in anderen Ländern ausser de, lux und Niederlande und Schweiz ist es ähnlich.

Wer privat Auto kauft kauft gebraucht oder maximal Golf Klasse, alles andere ist schön bescheuert(Ausnahme sowas wie ein Sharan oder t5, wobei Sharan ja auch nicht höherwertiger ist als ein Golf)

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von NeusserGletscher » 12.02.2019 - 09:52

extremecarver hat geschrieben:
12.02.2019 - 09:16
NeusserGletscher hat geschrieben:
12.02.2019 - 08:56

Das nennt sich nun mal technischer Fortschritt. Auch, wenn ein heutiger Golf in Serie bereits die Ausstattung einer Luxuslimousine aus den 1970er hat, ist und bleibt ein Golf halt ein Auto der unteren Mittelklasse. Jedenfalls in unseren Breiten.
Nicht Mal im Autoland Deutschland ist ein neuer Golf ein Auto der unteren Mittelklasse!
Der ADAC stuft bei seinen Autotests den Golf regelmässig als untere Mittelklasse ein. Die sollten es eigentlich wissen.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von vetriolo » 12.02.2019 - 10:54

danimaniac hat geschrieben:
11.02.2019 - 12:32
Nur wenige Jahre nachdem wir unterwegs waren wurde die Skiausfahrt gestrichen.
Zu teuer, zu gefährlich, zu wenig Lehrer bereit mitzugehen und Kopf und Kragen zu riskieren...
Da zeigen sich halt Verschiebungen sowohl bei den Prioritäten als auch im ökonomischen Bereich. So wie die Schüler aus den deutschsprachigen Ländern weniger werden, steigen die Zahlen aus Osteuropa. Hier sind dieses Jahr erneut ganze Horden von Schulklassen aus Polen, Tschechien und sogar Rumänien eingefallen, soweit ich das sehen konnte mit qualifizierten eigenen Ski- und Snowboardlehrern. Die Kids machten nicht den Eindruck nur aus betuchten Verhältnissen zu kommen, waren aber ale vernünftig gekleidet und ausgerüstet. Es geht also schon, wenn es erwünscht ist. Finde ich sehr gut, wie die das machen, auch wenn sie ab und zu im Weg stehen.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Jan Tenner » 12.02.2019 - 11:23

soweit ich das sehen konnte mit qualifizierten eigenen Ski- und Snowboardlehrern.
Genau das wird aber einigen (vielen?) Skigebieten mittlerweile überhaupt nicht mehr gern gesehen oder gar torpediert, wie ich leider aus eigener Erfahrung weiß. Man fürchtet wohl "Einnahmeausfälle" für die eigenen Skischulen.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von vetriolo » 12.02.2019 - 11:34

^^ Klar, da haben immer irgendwelche Leute Angst, dass ihnen die Butter vom Brot genommen wird. Aber rechtlich ist da nichts zu machen, das wurde ja vom Europäischen Gerichtshof geklärt, dass sie es akzeptieren müssen. Ich halte die Panik auch für Unfug, die Kids kommen wieder, bringen ggfs. ihre Familien mit und somit neue Kunden. Hier im Val di Sole kommen die Polen in der Hauptsaison sogar mittlerweile mit eigenen Krankenwagen.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Latemar » 12.02.2019 - 11:35

vetriolo hat geschrieben:
12.02.2019 - 10:54
So wie die Schüler aus den deutschsprachigen Ländern weniger werden, steigen die Zahlen aus Osteuropa. ...
Das stimmt absolut, das ist in den Dolomiten extrem auffällig. Und ja man seine eigenen Guides dabei. Im Trentin wird das zumindest geduldet, wenn die Gruppe bereit ist einen kleinen Teil einheimischer Skilehrer zu buchen.
Und nicht nur was Jugendreisen angeht. Ganze Skigebiete leben Ende Januar bis Mitte Februar und teils auch Ostern von Gruppenreisen aus unseren östlichen Nachbarländern.
In den letzten 2 Wochen waren in den trentiner Dolomiten gefühlt 70% der Gäste aus dem Osten, vorwiegend aus Polen. Meist mit Bussen, aber der Individualanteil wird immer höher.
Problem bei den Busreisen ist, dass die für die Nacht Halbpension 25,- - 30,- bezahlen.

Die östlichen Nachbarn geben aber auf Hütten und für Ski und Bekleidung durchaus Geld aus. Man muss nicht direkt im Skigebiet wohnen, aber sonst ist man schon bereit Geld auszugeben. Und man fährt sogar nach Alleghe, obwohl das nun wirklich abgelegen ist.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Fab » 12.02.2019 - 12:20

NeusserGletscher hat geschrieben:
12.02.2019 - 08:56
.....................
Doch es ist systematisch falsch, Standards aus unterschiedlichen Epochen miteinander zu vergleichen. Eine heutige Sekretärin.........
Ist es nicht - und es geht mir nicht um irgenwelche Wirtschaftstheorien. Würden wir ein Zimmer mit Etagenklo noch akzeptieren hätten wir Übernachtungskosten von 30 Franken oder so. Aber die Ansprüche sind gestiegen.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Jan Tenner » 12.02.2019 - 12:25

Und die Möglichkeiten, Zimmer mit Etagenklo zu buchen, sind dramatisch gesunken...

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von NeusserGletscher » 12.02.2019 - 12:37

Fab hat geschrieben:
12.02.2019 - 12:20
NeusserGletscher hat geschrieben:
12.02.2019 - 08:56
.....................
Doch es ist systematisch falsch, Standards aus unterschiedlichen Epochen miteinander zu vergleichen. Eine heutige Sekretärin.........
Ist es nicht - und es geht mir nicht um irgenwelche Wirtschaftstheorien. Würden wir ein Zimmer mit Etagenklo noch akzeptieren hätten wir Übernachtungskosten von 30 Franken oder so. Aber die Ansprüche sind gestiegen.
Es geht auch nicht um Wirtschaftstheorie sondern um die Klarstellung falscher Annahmen. Die Ansprüche der Mittelschicht sind relativ zu heutigen Standards eher gleichbleibend oder gesunken als gestiegen. Wenn Du ein Hotelzimmer mit Etagenklo vor 50 Jahren mit heutigen Standards vergleichst, dann vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Wer sich heute nur ein Zimmer mit Etagenklo leisten kann, der gehört halt nicht zur Mittelschicht. Auch, wenn dies vor 50 Jahren noch Standard war. Zeiten ändern sich nun einmal.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wenn Du meinst, die Mittelschicht sei selbst schuld, wenn sie sich ein Hotel in Lech oder Zermatt nicht leisten kann, weil sie zu hohe Ansprüche stellt, die aber entsprechend heutigem Standard selbstverständlich sind, dann verweigerst Du implizit der Mittelschicht die Teilnahme am allgemeinen Fortschritt. Den gäbe es dann konsequenterweise nur für die Topverdiener der Gesellschaft.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von starli » 12.02.2019 - 12:38

Fab hat geschrieben:
12.02.2019 - 01:42
das Migranten speziell aus dem muslimischen Kulturkreis nicht skifahren ist untersucht und zweifelsfrei Fakt. Es ist schlicht kein Interesse da.
Das mag sich in den nächsten Jahren vielleicht sogar ändern, so wie die Skigebiete in der Türkei in letzter Zeit aus dem Boden sprießen und auch von Einheimischen und Schülern angenommen werden ..
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von danimaniac » 12.02.2019 - 13:23

oder im Iran...
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von icedtea » 12.02.2019 - 13:33

Mal abgesehen davon, dass eine Woche Winter(Ski)urlaub in den Alpen schon vor 40 Jahren teuerer war als eine Woche Sommerurlaub in den Alpen habe ich mal versucht am Beispiel Zilltertal zu rechnen, womit eine 4-köpfige Familie (Kinder unter 12) auskommen kann, ohne dass wir von Etagenklo reden:

Fewo für max. 6 Personen, 3 Schlafzimmer, Wohnküche, Bad, 2te Dusche, Sat-TV in der Wohnküche und den Zimmern, Skiwärmer, 5 Minuten Auto oder Skibusfahrt zur nächsten Talstation für ab EUR 80,00/Nacht für 4 Personen = ab EUR 560,00 für 7 Nächte (inklusive Kurtaxe und Endreinigung ca. ab EUR 650,00); ich war da selbst mit meiner Männertruppe und als ansonsten 4*-Hotel Urlauber völlig zufrieden.
Superskipass 6-Tage EUR 256,50 je Erwachsener, EUR 115,50 je Kind = EUR 744,00 (teurer als die Unterkunft)
Verleih für die ganze Familie 6 Tage: um EUR 350,00 (Economy)
Skischule Kinder: EUR 420,00 (2 Kinder 4 Stunden)
Abendessen im Gasthof: Hauptspeise inkl. Vorsuppe + 2 Getränke je Person = EUR 75,00/Abend (den Gasthof, wo das gut geht kenne ich selbst; da sind dann alle gut satt und es schmeckt) = EUR 525,00
Frühstück und Abendgetränke in Eigenversorgung, sollte man mit EUR 20,00 am Tag gut hinkommen = EUR 140,00
Verpflegung am Berg setze ich mal mit EUR 50,00/Tag an, wenn man sparsam vorgeht = EUR 300,00
Treibstoffkosten bei 1000km Fahrleistung ca. EUR 80 (60l Diesel)

650+744+350+420+525+140+300+80=EUR 3.209,00, wobei man bei kompletter Eigenverpflegung nochmal ca. EUR 250,00 sparen könnte.

Wenn ich mal davon ausgehe, dass man in einem günstigeren Skigebiet als dem Zillertal nochmal an der ein oder anderen Stelle günstiger wegkomme, sollte ein Skiurlaub für ca. EUR 2.500,00 drinne sein; ist dann am Ende eine Frage der Prioritäten. Auffallend ist natürlich schon, dass die Skipässe auch mit 2 Kindern dann schon ca. 25% des Gesamtbdugets ausmachen; dass fällt beim Sommerurlaub halt auch weg
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Ski-Zillertal 3000 (alles außer Gletscher); Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch, Hauser Kaibling; Alpendorf/Wagrain/Flachau; Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe, Wildkogel, Damüls/Mellau, Hochzeiger, Kronplatz, Söllereck, Planai/Hochwurzen, Willingen
Was als nächstes kommt: Zillertal

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von wetterstein » 12.02.2019 - 13:36

extremecarver hat geschrieben:
12.02.2019 - 09:16
Wer privat Auto kauft kauft gebraucht oder maximal Golf Klasse, alles andere ist schön bescheuert
Dann muss ich ja extrem "bescheuert" sein :wink:
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noisi
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von noisi » 12.02.2019 - 13:43

icedtea hat geschrieben:
12.02.2019 - 13:33
Mal abgesehen davon, dass eine Woche Winter(Ski)urlaub in den Alpen schon vor 40 Jahren teuerer war als eine Woche Sommerurlaub in den Alpen habe ich mal versucht am Beispiel Zilltertal zu rechnen, womit eine 4-köpfige Familie (Kinder unter 12) auskommen kann, ohne dass wir von Etagenklo reden:

Fewo für max. 6 Personen, 3 Schlafzimmer, Wohnküche, Bad, 2te Dusche, Sat-TV in der Wohnküche und den Zimmern, Skiwärmer, 5 Minuten Auto oder Skibusfahrt zur nächsten Talstation für ab EUR 80,00/Nacht für 4 Personen = ab EUR 560,00 für 7 Nächte (inklusive Kurtaxe und Endreinigung ca. ab EUR 650,00); ich war da selbst mit meiner Männertruppe und als ansonsten 4*-Hotel Urlauber völlig zufrieden.
Superskipass 6-Tage EUR 256,50 je Erwachsener, EUR 115,50 je Kind = EUR 744,00 (teurer als die Unterkunft)
Verleih für die ganze Familie 6 Tage: um EUR 350,00 (Economy)
Skischule Kinder: EUR 420,00 (2 Kinder 4 Stunden)
Abendessen im Gasthof: Hauptspeise inkl. Vorsuppe + 2 Getränke je Person = EUR 75,00/Abend (den Gasthof, wo das gut geht kenne ich selbst; da sind dann alle gut satt und es schmeckt) = EUR 525,00
Frühstück und Abendgetränke in Eigenversorgung, sollte man mit EUR 20,00 am Tag gut hinkommen = EUR 140,00
Verpflegung am Berg setze ich mal mit EUR 50,00/Tag an, wenn man sparsam vorgeht = EUR 300,00
Treibstoffkosten bei 1000km Fahrleistung ca. EUR 80 (60l Diesel)

650+744+350+420+525+140+300+80=EUR 3.209,00, wobei man bei kompletter Eigenverpflegung nochmal ca. EUR 250,00 sparen könnte.

Wenn ich mal davon ausgehe, dass man in einem günstigeren Skigebiet als dem Zillertal nochmal an der ein oder anderen Stelle günstiger wegkomme, sollte ein Skiurlaub für ca. EUR 2.500,00 drinne sein; ist dann am Ende eine Frage der Prioritäten. Auffallend ist natürlich schon, dass die Skipässe auch mit 2 Kindern dann schon ca. 25% des Gesamtbdugets ausmachen; dass fällt beim Sommerurlaub halt auch weg
Ist das innerhalb der Ferienzeiten?
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Latemar » 12.02.2019 - 13:46

Wobei man mit Busfahrten unter Umständen deutlich billiger wegkommt.
Nur will das der Deutsche ansich?


Gruß!
der Joe
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von icedtea » 12.02.2019 - 13:50

noisi hat geschrieben:
12.02.2019 - 13:43
icedtea hat geschrieben:
12.02.2019 - 13:33
Mal abgesehen davon, dass eine Woche Winter(Ski)urlaub in den Alpen schon vor 40 Jahren teuerer war als eine Woche Sommerurlaub in den Alpen habe ich mal versucht am Beispiel Zilltertal zu rechnen, womit eine 4-köpfige Familie (Kinder unter 12) auskommen kann, ohne dass wir von Etagenklo reden:

Fewo für max. 6 Personen, 3 Schlafzimmer, Wohnküche, Bad, 2te Dusche, Sat-TV in der Wohnküche und den Zimmern, Skiwärmer, 5 Minuten Auto oder Skibusfahrt zur nächsten Talstation für ab EUR 80,00/Nacht für 4 Personen = ab EUR 560,00 für 7 Nächte (inklusive Kurtaxe und Endreinigung ca. ab EUR 650,00); ich war da selbst mit meiner Männertruppe und als ansonsten 4*-Hotel Urlauber völlig zufrieden.
Superskipass 6-Tage EUR 256,50 je Erwachsener, EUR 115,50 je Kind = EUR 744,00 (teurer als die Unterkunft)
Verleih für die ganze Familie 6 Tage: um EUR 350,00 (Economy)
Skischule Kinder: EUR 420,00 (2 Kinder 4 Stunden)
Abendessen im Gasthof: Hauptspeise inkl. Vorsuppe + 2 Getränke je Person = EUR 75,00/Abend (den Gasthof, wo das gut geht kenne ich selbst; da sind dann alle gut satt und es schmeckt) = EUR 525,00
Frühstück und Abendgetränke in Eigenversorgung, sollte man mit EUR 20,00 am Tag gut hinkommen = EUR 140,00
Verpflegung am Berg setze ich mal mit EUR 50,00/Tag an, wenn man sparsam vorgeht = EUR 300,00
Treibstoffkosten bei 1000km Fahrleistung ca. EUR 80 (60l Diesel)

650+744+350+420+525+140+300+80=EUR 3.209,00, wobei man bei kompletter Eigenverpflegung nochmal ca. EUR 250,00 sparen könnte.

Wenn ich mal davon ausgehe, dass man in einem günstigeren Skigebiet als dem Zillertal nochmal an der ein oder anderen Stelle günstiger wegkomme, sollte ein Skiurlaub für ca. EUR 2.500,00 drinne sein; ist dann am Ende eine Frage der Prioritäten. Auffallend ist natürlich schon, dass die Skipässe auch mit 2 Kindern dann schon ca. 25% des Gesamtbdugets ausmachen; dass fällt beim Sommerurlaub halt auch weg
Ist das innerhalb der Ferienzeiten?
Mein Beispiel wäre z.B. auch in der holländischen Ferienzeit passend (Februar/März); da hatten wir die FEWO zu diesem Preis und der Rest kostet dort immer gleich viel :wink:
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Jan Tenner » 12.02.2019 - 15:35

Da wir bei uns aber keine Krokusferien haben, muss ich mit den Kindern aber schon Silvester oder Ostern suchen (zumindest, wenn ich eine Woche weg möchte). Das macht die Sache um einiges schwieriger/teurer.

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von icedtea » 12.02.2019 - 15:42

Jan Tenner hat geschrieben:
12.02.2019 - 15:35
Da wir bei uns aber keine Krokusferien haben, muss ich mit den Kindern aber schon Silvester oder Ostern suchen (zumindest, wenn ich eine Woche weg möchte). Das macht die Sache um einiges schwieriger/teurer.
Weihnachten/Silvester ist schwierig; Ostern oft machbar, aber das Problem ist dann eher die Fewo Angebote zu finden; es gibt sie schon.

Als Hesse hat man oft das Glück der zusätzlichen Woche in den Weihnachtsferien, da ist einiges schon billiger.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Jan Tenner » 12.02.2019 - 15:47

Machbar ja, schwierig aber aber auch ja. Schnee- und Saisonbedingt fallen viele kleine und günstige Skigebiete schon mal weg. In den Weihnachtsferien hat man zB die letzten Jahre oftmals ziemlich in die Röhre geguckt. Und Ostern haben saisonbedingt viele kleine Skigebiete gar nicht mehr auf.

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