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ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

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Theo
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Theo » 10.02.2019 - 19:13

Die Migrationshintergundthese ist NICHT rassistisch, NICHT unseriös und ganz sicher NICHT unverschämt, denn sie ist belegbar.
Das ist ja sogar hier im Tal so, obwohl die Eltern doch fast alle genau vom Skifahren leben.
Rassistisch ist sie vor allem deshalb nicht, weil ja nicht mal die Familien mit Migrationshintergrund dass Problem sind, sondern vielmehr die Einheimischen die Hohlköpfe sind weil sie von ihrem blinden Toleranzwahnsinn getrieben schlicht und einfach jeden Blödsinn mit sich machen lassen. Ob das irgend jemandem politisch in den Kram passt oder nicht ist völlig egal, vor den Tatsachen die Augen verschliessen war noch nie eine gute Lösung.

So, zurück zum Thema: Klar Skipässe, Unterkunft und auswärtige Verpflegung kosten. Wobei es da Personengruppen gibt die auch schon an ihrem Wohnort ganz schön viel für die Verpflegung ausgeben und McDonalds und Co reich machen, bei denen macht das Essen also schon mal nicht so viel Mehrkosten.
Ein erhebliches Sparpotenzial wäre auch bei den Kleidern, aber buchstäblich um jeden Preis gesehen zu werden lässt halt viele nicht mehr rationell denken.

Dass es bei den jüngeren wo teilweise noch in Ausbildung sind am Geld scheitern soll ist ebenso eine weitverbreitete These wo nur bedingt stimmt, denn das Geld wäre eigentlich da nur sind die Prioritäten wie man es am besten verbraten kann ein bisschen anders. Beim OpenAir Gampel liegt das Durchschnitsbudget um sich volllaufen zu lassen bei der Kategorie bis 25 Jahre nach deren eigenen Angaben bei Fr. 500.- Die meisten davon besuchen mehr als ein OpenAir im Jahr.

Mein Fazit: Skiurlaub könnten sich auch viele Menschen leisten wo das Gegenteil behaupten denn dass dafür Zuwenig Geld vorhanden ist liegt vielfach an falschen/anderen Prioritäten im Leben oder am Lebensstiel der restlichen 51 Wochen im Jahr.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von bkk » 10.02.2019 - 19:34

Ich verstehe, dass aufgrund der Investitionen und laufenden Kosten die Skipasspreise hoch sein müssen. Wo aber soll das hinführen? Nicht nur die Mehrtageskarten, auch die Stundenkarten über 40,- sind einfach zu teuer. Für ein Paar oder eine Familie ist ein Skitag ein absoluter Luxus

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von wetterstein » 10.02.2019 - 19:39

biofleisch hat geschrieben:
10.02.2019 - 18:25
Sorry, aber die Migrationskinderthese ist
a) rassistisch
b) unseriös
c) durch nichts belegbar - schon gar nicht durch 3 Kinder in einer Klasse
d) einfach nur unverschämt.
Das sind ausgesprochen schwere Vorwürfe, die du hoffentlich gut begründen kannst!

Der garantiert rechts-Populismus freie ORF wird dir dabei nicht hilfreich sein:

Immer weniger Schüler absolvieren einen Schulskikurs. Als zunehmendes Problem wird dabei der allgemein fehlende Bezug zum Wintersport gesehen - und das hat laut Landesschulrat oft mit der Migration zu tun.

Dass in vielen Schulen - vor allem im städtischen Bereich - keine Skikurse mehr zusammenkommen, scheitert mittlerweile aber weniger an den Kosten, sagt die Fachinspektorin für Bewegung und Sport im Landesschulrat Steiermark, Christa Horn, sondern mehr an der fehlenden Verbindung zum Wintersport.

Dabei spiele der Migrationshintergrund eine große Rolle: „Das sind Kinder, die aus Familien kommen, die nie Ski gefahren sind. Die Kinder kennen das Skifahren überhaupt nicht, und sie wissen nicht, wie lustig Skifahren sein kann. Natürlich gibt es zu Hause keine Ausrüstung für diese Kinder, und die Eltern haben auch kein Interesse, dass die Kinder Skifahren lernen“, so Horn.


https://steiermark.orf.at/news/stories/2674500/
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von ski-chrigel » 10.02.2019 - 19:43

biofleisch hat geschrieben:
10.02.2019 - 18:25
Sorry, aber die Migrationskinderthese ist
a) rassistisch
b) unseriös
c) durch nichts belegbar - schon gar nicht durch 3 Kinder in einer Klasse
d) einfach nur unverschämt.
????
a) hat das absolut nichts mit Rassismus zu tun, sondern schlichtweg mit emotionsloser Beschreibung der Veränderung in unserer Gesellschaft, wobei ich mich hier vor allem auf die Schweiz beziehe, aber vermute, dass es in DE und AT nicht anders ist.
b) ist völliger Unsinn. Selbstverständlich ist das seriös und durch die Bevölkerungsstatistik nachweisbar: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/st ... 87377.html Nicht belegbar ist höchstens meine Vermutung, dass diese Thematik der Hauptgrund für die immer weniger werdenden Kinder auf der Piste sein könnte. Unbestritten ist aber, dass viele Kinder mit Migrationshintergrund nicht Skifahren.
c) die drei Kinder waren wie geschrieben ein kleines Beispiel am Rande. Ergänzen könnte ich es mit der Schulklasse meines 10jährigen Sohnes, wo es wenigstens einen Schulskitag pro Winter gibt und die Situation dieselbe ist. Du kannst Dich auf der bfs-Seite gerne dazu austoben.
d) überhaupt nicht. Der Umstand, dass Migrationskinder völlig verständlicherweise keinen Bezug zum Schneesport haben, wird ja auch schon längst von Skigebieten erkannt und versucht, Gegensteuer zu geben, um insbesondere Migrationskinder den Spass am Schnee zu vermitteln. Und es werden dabei auch Erfolge erzielt: https://www.zentralplus.ch/de/news/gese ... ilager.htm
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Chense » 10.02.2019 - 20:06

noisi hat geschrieben:
10.02.2019 - 18:53
Chense hat geschrieben:
10.02.2019 - 18:43
1000€? Fährst du vom Nordkap nach Sizilien zum Skifahren und nächtigst in 5 Sterne Hotels? Anders kommt das nie hin ...
Bitte? Ich glaube ich mache weder irgendeinen Luxusurlaub noch irgendwelche Knauserferien.

7 Tagesskipass (~250€)
7 Tage Ferienwohnung (~250€ p.P.)
Hin-/Rückfahrt mindestens 1.800km

Essen und trinken muss ich natürlich auch noch, da sind 50€ pro Tag nicht unbedingt abwegig wenn ich Mittags auf der Hütte esse, Nachmittags noch ein paar Bier trinke und in der FeWo Frühstücke und Koche. Natürlich ist dann auch mal ein Tag dabei an dem es Mittags nichts auf der Hütte gibt bzw. abends mal ein paar Bier mehr.
Also meine Gegenrechnung sieht da halt so aus -

1300km autofahrt wie gesagt (München-Nauders-Lago Maggiore- Rundfahrt um den See- Lago Maggiore - Macu - Livigno - München

Fewo 1 für max. 9 Personen mit 5 Personen 2 Tage genutzt (4 Schlafzimmer, 3 Badezimmer, Wohnküche, Terasse, Aufenthaltsraum) gesamtpreis 110€ entspricht dann 11€ p.p/nacht

Fewo 2 mit 3 Personen 1 Nacht genutzt (2 Schlafzimmer, 1.5 Badezimmer, Wohnküche mit Schlafraum, Terasse) gesamtpreis 100€ entspricht 33€ / person und nacht

Klar schläft man dann ned mitten im Skigebiet sondern hat halt ne Stunde Anfahrt ... dafür Abendpano an den großen seen und im shirt auf der Terasse Vino genießen

Skipässe: Nauders mit rund 45€ (davon halt 2 Freikarten aber die hab ich rausgerechnet)
Macu 18€ mit bissle verhandeln sonst 22 (Hauptpiste geschlossen)
Livigno 40€

Dazu:
Fährfahrt mit 5€ pro Nase und Korbliftfahren mit 10€ pro Nase

Autobahnmaut 3.50€ (gut schlag von mir aus die Vignette noch drauf aber sie hab ich eh)

Essen:
1 mal Primo, Secondo, Käseplatte mit 20€ pro Person für die Vielesser, 10€ für die Sparfüchse - Qualität ... Sternemässig
1 mal im Skigebiet Primo und Secondo mit 17€
Inbegriffen sind Softdrinks bzw. Wein/wasser
1 mal selbstkochen und gehörig Wein dazu mit 11€ pro Nase
1 mal Jause und gehörig wein glaube ich 7€

Komm ich auf 250€ p.p. für die 4 Tage ... dazu dann noch Sprit, Zigaretten, Bier, Frühstück, Zwischendrin einkaufen, mal n Eis und so weiter ...

Fewo 1 übrigens guter 2 sterne standard 2 zimmer eher 3 sterne
Fewo 2 3-4 Sterne
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Tiob » 10.02.2019 - 20:12

Ob Skifahren teuer ist ist immer eine Frage der Perspektive. Erfahrungsgemäß sind jene Leute die sich am meisten über die Preise in den Alpen aufregen jene die im Sommer mal schnell nach Costa-Rica fliegen oder eine Städtetrip nach Singapur machen. Mir ist ein Sommerurlaub genauso viel Wert wie ein Winterurlaub. Der Trend geht aber dahin sich im Sommer immer exotischere und teurere (Flug-) Reisen zu buchen, während man sich im Winter in den Alpen über die Preise aufregt.

Und wenn man das mit früher vergleicht darf man nicht vergessen dass die Ansprüche auch enorm gestiegen sind. Heute wird erwartet dass man zu jeder Jahreszeit perfekte (Kunst-) Schneebedingungen aufweisen kann, die Pisten glatt gebügelt sind, dass das Skigebiet ausschließlich aus Sesselliften bestehen die selbstverständlich beheizt und mit Haube ausgestattet sind, und auf einen Spa im Hotel will auch niemand verzichten. Skigebiete die das nicht anbieten können fallen beim 08/15 Winterurlauber durch.
Außerdem leben wir nun mal in Mitteleuropa und Material, Energie aber vor allem Personal kostet viel. Und der Tourismus ist sehr personalintensiv. Letzteres ist übrigens kein Vorwurf, ich finde man sollte die Leute ordentlich entlohnen für ihre Arbeit und deswegen ist das auch in Ordnung so.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von noisi » 10.02.2019 - 20:37

Tiob hat geschrieben:
10.02.2019 - 20:12
Mir ist ein Sommerurlaub genauso viel Wert wie ein Winterurlaub.
Mir auch. Aber egal was ich mache, der Winterurlaub ist am Ende immer teurer. Ob ich nach Dänemark fahre, nach Island oder Griechenland fliege.
Am Ende ist der Preis/Woche beim Skiurlaub inmer der höchste.
wetterstein hat geschrieben:
10.02.2019 - 19:39
Das sind ausgesprochen schwere Vorwürfe, die du hoffentlich gut begründen kannst!
Geil, du kommst damit, dass andere irgendwas begründen müssen :lach:
Chense hat geschrieben:
10.02.2019 - 20:06
Komm ich auf 250€ p.p. für die 4 Tage ... dazu dann noch Sprit, Zigaretten, Bier, Frühstück, Zwischendrin einkaufen, mal n Eis und so weiter ...
Na klar geht das auch günstiger als meine 1000€/Woche, keine Frage. Aber 11€ p.P./Nacht ist schon arg günstig. Ich suche mir sicher nicht die teuersten Unterkünfte aus aber etwas in der Preislage habe ich noch nie gesehen...
Ich hab früher mal mehr auf den Preis geachtet, bin auch im Urlaub viel Auto gefahren. Heute sind mir andere Dinge wichtig wie z.B. direkter Pistenzugang.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Chense » 10.02.2019 - 20:47

noisi hat geschrieben:
10.02.2019 - 20:37
Tiob hat geschrieben:
10.02.2019 - 20:12
Mir ist ein Sommerurlaub genauso viel Wert wie ein Winterurlaub.
Mir auch. Aber egal was ich mache, der Winterurlaub ist am Ende immer teurer. Ob ich nach Dänemark fahre, nach Island oder Griechenland fliege.
Am Ende ist der Preis/Woche beim Skiurlaub inmer der höchste.
wetterstein hat geschrieben:
10.02.2019 - 19:39
Das sind ausgesprochen schwere Vorwürfe, die du hoffentlich gut begründen kannst!
Geil, du kommst damit, dass andere irgendwas begründen müssen :lach:
Chense hat geschrieben:
10.02.2019 - 20:06
Komm ich auf 250€ p.p. für die 4 Tage ... dazu dann noch Sprit, Zigaretten, Bier, Frühstück, Zwischendrin einkaufen, mal n Eis und so weiter ...
Na klar geht das auch günstiger als meine 1000€/Woche, keine Frage. Aber 11€ p.P./Nacht ist schon arg günstig. Ich suche mir sicher nicht die teuersten Unterkünfte aus aber etwas in der Preislage habe ich noch nie gesehen...
Ich hab früher mal mehr auf den Preis geachtet, bin auch im Urlaub viel Auto gefahren. Heute sind mir andere Dinge wichtig wie z.B. direkter Pistenzugang.
Mir gehts mit dem Sommerurlaub komischerweise immer genau andersrum :D

Und klar waren die 11€ ein Riesenglückstreffer ... vor allem dafür, dass es eben keine Kaschemme war sondern eines der geilsten Appartements die ich je gesehen habe ... Greithner kann dir das gerne bestätigen :D

Aber eben selbst, wenn ich jetzt suche finde ich in Oberstaufen für die Faschingswoche mehrere durchaus nette Appartements für 4 Nächte mit Preisen zwischen 200 und 350€ inklusive Skipass, teils für 2 Erwachsene ausgeschrieben, teils auch quasi mit "bring Kinder mit soviele du willst"

Direkter Pistenzugang ist natürlich ein Argument ... aber eben auch eines das ordentlich kostet - Ich war selbst an Weihnachten an meiner alten Arbeitsstätte in einem Appartement - Tolles Ding und 25% Rabatt, da ich die Chefs kenne, aber woanders würde ich dafür wahrscheinlich nochmal 30% weniger zahlen, wenn ich den Skibus ins Gebiet nehmen würde.

Das Highlight ist da übrigens die Jugendherberge in der Lenzerheide (ich weiß aber nicht ob es immernoch so ist) - Direkter Pistenzugang, Super Zimmer (= für mich 2 Sterne+) und das ganze für 20 Chf pro Nacht im 4er Zimmer mit wirklich gutem Frühstück und ner mega günstigen Bar mit vielen netten Leuten - das hätte man aber auch als 2er Zimmer haben können, wenn man dann einfach das doppelte zahlt.

*edith spricht*

Mist den vorigen Beitrag ned gespeichert, deswegen hier nochmal angehängt:

@Tiob ich stimme dir fast vollumfänglich zu - Statt Costa Rica könnte es ja auch mal die Adria sein und dann wäre Ischgl auch leistbar - Wenn man bei beidem spart geht sich sogar noch ein dritter Urlaub aus :D Klar gibts dann kein Ski-in-Ski-out, wobei das zum Beispiel hier im Ländle bei dem geilen Busverkehr kein Problem ist, aber dafür spart man dann mal locker 30-40% beim Preis.

@Migrationsthese: Auch hier gewissermaßen Zustimmung ... aber ich glaube es kommt auch auf das abholen an, ich war jetzt 3 Tage in 4 Gebieten skifahren (1 mal mittelgroß, 1 mal typisches Familiengebiet, 1 mal der Hang an dem die Kids aus der Umgebung lernen aber durchaus anspruchsvoll, 1 mal Liebhaber) in den erstgenannten 3 Gebieten habe ich überall mehrere Kinder mit erkennbarem Migrationshintergrund gesehen, die egal ob in Skigruppen, mit den Eltern oder sogar einmal bei einem Rennen (bei dem ich nicht annähernd nachgekommen wäre so wie die drauf waren!) viel viel Spaß an der Sache hatten ... im letzteren Gebiet zumindest mehrere mit Rodel und die waren sicher ned auf Urlaub da (sprachlich gesehen) - Klar waren da sicher auch Kinder dabei, die aus Familien stammen die schon seit 20 oder 30 Jahren hier leben und auf Schnee sozialisiert sind, aber die Wahrscheinlichkeit spricht auch dagegen, dass das für alle gilt!
Zuletzt geändert von Chense am 10.02.2019 - 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Werna76 » 10.02.2019 - 20:47

biofleisch hat geschrieben:
10.02.2019 - 18:25
Sorry, aber die Migrationskinderthese ist
a) rassistisch
b) unseriös
c) durch nichts belegbar - schon gar nicht durch 3 Kinder in einer Klasse
d) einfach nur unverschämt.
Kannst du irgendwie begründen warum das rassistisch sein sollte, wenn man klar nachweisbare Fakten zu Schülern mit Migrationshintergrund nennt?
Oder gehörst du zu denjenigen die einfach unreflektiert alles als rassistisch, islamophob bezeichnen, dass als negativ an Migration genannt wird... und jeder der irgendwas gegen Migranten sagt ein ungebildeter Nazi ist?
Einziges Gegenargument in den sozialen Medien... Fakten zu Migration die nicht zur eigenen Weltanschauung passen... ääääääh, mir fällt kein gutes Gegenargument ein.... du bistn Rassist/Nazi.
Tolle Argumentation.

Auf Servus TV und im ORF gabs schon mehrfach Diskussionsrunden wo die Zukunft des Skisports diskutiert wurde, mehrfach in den beiden Wintern vor 2-3 Jahren als es kaum geschneit hat. Schröcksi hat mal Zahlen aus ner Umfrage in Tirol (Kufstein oder Wörgl glaub ich) präsentiert; Jugendliche mit Migrationshintergrund die noch nie ein Skirennen gesehen haben... ich weiß die Zahl nicht mehr genau, auf jeden Fall sehr hoch und näher an 100% als an 50%.
Falls für dich auch der Schröcksi ein ungebildeter Nazirassist ist dessen Argumente man nur ignorieren kann, dann einfach in dich gehen und selbst überlegen mit wie vielen Türken du schon am Sessellift gesessen bist.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Jan Tenner » 10.02.2019 - 20:58

Naja, soweit ich die Bevölkerungsstruktur in Österreich verstanden habe, wächst die die Gesamtbevölkerung ziemlich einträchtig mit den Migranten. D.h. es kommen mehr Migranten dazu und deren Anteil an der Gesamtbevölkerung steigt auch, aber die Zahl der ursprünglichen Österreicher bleibt konstant.
Warum von dieser gleicheibenden Anzahl weniger zum Skifahren gehen, lässt sich mit der Migration also doch nicht so einfach erklären. ;-)

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Werna76 » 10.02.2019 - 21:23

Das stimmt natürlich, könnte ne ORF-Statistik sein.
Dabei wird aber außer acht gelassen, dass viele Migranten ja auch die österreichische Staatsbürgerschaft verleiht bekommen und ein Türke mit Österreichischer Staatsbürgerschaft der in Kufstein lebt eben doch kein echter Tiroler ist.
Ich mach lieber mal nen :wink: als das zu schreiben was ich von solch Milchmädchenstatistiken halte.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von icedtea » 10.02.2019 - 22:20

Ich selbst (wie auch mein älterer Bruder) habe das erste Mal 1989 in der 9. Klasse auf der Skifahrt meiner Schule auf Ski gestanden und habe eben mit Freude festgestellt, dass diese Frankfurter Schule auch heute noch in der 7. Klasse eine 7-tägige Skifahrt als Pflichtprogramm hat :top:
Kostenpunkt EUR 380 mit allem außer Skikleidung, dass finde ich verkraftbar. Zu meiner Zeit gab es sogar einen eigenen Skikeller, heute wird mit Leihmaterial gearbeitet. Leider aber nicht der Standard. Ohne dieses Erlebnis hätte ich mich nicht später (mit Anfang 20) durch meinen Handballverein für das Skifahren begeistern lassen, da auch meine Eltern nur einen zweiwöchigen Sommerurlaub leisten konnten und Skifahren auch damals schon als Luxusveranstaltung galt. Da haben es meine Kinder schon einfacher :ja:

Und als ich selbst gefahren bin, war dann erst auch die Unterkunft an den Geldbeutel angepasst und FEWOs gibt es auch heute für günstiges Geld.

Da ginge schon mehr, wenn die Motivation von Eltern und Kindern da wäre, denke ich :ja:
Wo ich schon war:
Ski-Zillertal 3000 (alles außer Gletscher); Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch, Hauser Kaibling; Alpendorf/Wagrain/Flachau; Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe, Wildkogel, Damüls/Mellau, Hochzeiger, Kronplatz, Söllereck, Planai/Hochwurzen, Willingen
Was als nächstes kommt: Zillertal

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von schneesucher » 10.02.2019 - 22:21

Natürlich haben Kinder, deren Eltern nicht Skifahren und das gilt eben überwiegend für Migranten weniger Bezug zum Skifahren. Hier maßen sich Leute an mitzureden, die schlichtweg keine Ahnung haben wie die Verhältnisse in schweizer Schulgemeinden sind. skikriegel weiss wovon er spricht. Und ja die Kostenfrage spielt auch eine Rolle.

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Chense
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Chense » 10.02.2019 - 22:33

schneesucher hat geschrieben:
10.02.2019 - 22:21
Natürlich haben Kinder, deren Eltern nicht Skifahren und das gilt eben überwiegend für Migranten weniger Bezug zum Skifahren. Hier maßen sich Leute an mitzureden, die schlichtweg keine Ahnung haben wie die Verhältnisse in schweizer Schulgemeinden sind. skikriegel weiss wovon er spricht. Und ja die Kostenfrage spielt auch eine Rolle.
Sinnvoll wäre es hat die ganze Schifreizeit wie es zu meiner Zeit war zu einer verpflichtenden Schulveranstaltung zu erklären ... den Kids macht es ja eh riesenspaß dann!
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extremecarver
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von extremecarver » 10.02.2019 - 22:39

Wann bekommst du ein Bett im 4er Zimmer in der Jugendherberge Lenzerheide um 20€ Nacht, Abendessen sind 17,50CHF, Kurtaxe 3,30CHF? Sorry die kostet also real ab 55CHF / Person mit Halbpension (und selber kochen geht dort nicht). Ich war dort öfters im Sommer - da Bergbahnen im Sommer inklusive (Bikepark auch!) - bin da sehr gerne und im Sommer ist es ein unschlagbares Angebot - und ja die 4er Zimmer sind voll okay - der Aufenthaltsbereich super.

Autokosten solltest du schon real ansetzen - nicht nur Sprit, auch Abnutzung usw - mindestens 15cent/km - günstiger ist Beschiss an dir selber (und ja - die Fixkosten sind da schon weg - 15 cent / km variable Kosten bleiben ganz einfach). Wenn du jeden Tag 200km fährst = 30€ pro Tag - da geht dann auch ein Apt in Nähe evtl günstiger. 1800km Anreise = 270€ - die du auch noch pro Kopf aufteilen musst (und die 15 cent sind sehr optimistisch - die meisten werden eher 20-22 Cent brauchen).

Am weitaus günstigsten ist skifahren in den unbeliebteren Gebieten in Frankreich zur Nicht Hauptsaison. Sau niedriger Standard - aber teils ist da 99€ pro Person mit 6 Tage skipass im 6er 30m² Apt bei 6er Belegung inklusive Skipass möglich.

In Städten wie Wien gibt es öffentlichen Skiverleih inklusive Kleidung usw - klar eher altes Material - aber kosten 70€ pro Woche sind da möglich für Kinder (Skischuhe, Ski, Stöcke, Helm, Skibrille, Skihose, Skijacke) - ohne etwas Recherche ist es aber sehr teuer. Nur bescheiß dich nicht beim Auto - per Bus die Anreise ist auch als Familie günstiger...

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Wurzelsepp » 10.02.2019 - 22:44

Was gerade für Schulen erschwerend dazu kommt sind die "Helikoptereltern" sowie die "Vollkaskomentalität". Als Lehrer in der Mittelstufe (und auch weiter "oben") würde ich es mir heute sehr genau überlegen, ob ich ein Skilager anbiete, zu gross die Gefahr, dass ich am Ende nur Ärger einhandle:
Mit den Helikoptereltern kann man wohl noch einigermassen umgehen, problematischer ist die Verantwortung. Wenn heute etwas passiert, so ist man als Lehrer relativ schnell schuldig oder mindestens vorverurteilt und findet seinen Namen in den einschlägigen Boulevardmedien. Früher war ein Beinbruch eben kein Beinbruch, sondern konnte halt einfach passieren, die Eltern gaben im Normalfall nicht dem Lehrer die Schuld. Heute muss der Lehrer da schon viel genauer nachweisen, dass er alles menschenmögliche und -unmögliche getan hat, um so einen Fall möglichst zu vermeiden, die Juristen stehen da schnell vor der Türe.

Kurz: Der Aufwand für ein Skilager ist heute viel viel grösser als früher, der Dank aber wohl eher nicht. Darum überlegt sich manche Schule, ob sie den Aufwand wirklich machen wollen und verzichten dann halt darauf oder erklären das Skilager für freiwillig.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Chense » 10.02.2019 - 22:54

extremecarver hat geschrieben:
10.02.2019 - 22:39
Wann bekommst du ein Bett im 4er Zimmer in der Jugendherberge Lenzerheide um 20€ Nacht, Abendessen sind 17,50CHF, Kurtaxe 3,30CHF? Sorry die kostet also real ab 55CHF / Person mit Halbpension (und selber kochen geht dort nicht). Ich war dort öfters im Sommer - da Bergbahnen im Sommer inklusive (Bikepark auch!) - bin da sehr gerne und im Sommer ist es ein unschlagbares Angebot - und ja die 4er Zimmer sind voll okay - der Aufenthaltsbereich super.

Autokosten solltest du schon real ansetzen - nicht nur Sprit, auch Abnutzung usw - mindestens 15cent/km - günstiger ist Beschiss an dir selber (und ja - die Fixkosten sind da schon weg - 15 cent / km variable Kosten bleiben ganz einfach). Wenn du jeden Tag 200km fährst = 30€ pro Tag - da geht dann auch ein Apt in Nähe evtl günstiger. 1800km Anreise = 270€ - die du auch noch pro Kopf aufteilen musst (und die 15 cent sind sehr optimistisch - die meisten werden eher 20-22 Cent brauchen).

Am weitaus günstigsten ist skifahren in den unbeliebteren Gebieten in Frankreich zur Nicht Hauptsaison. Sau niedriger Standard - aber teils ist da 99€ pro Person mit 6 Tage skipass im 6er 30m² Apt bei 6er Belegung inklusive Skipass möglich.
Die 20€ sind wie ich gesagt habe schon einige Jahre her ... damals waren das noch 33 Franken und ohne Abendessen habe ja gesagt, dass ich mir da nichtmehr sicher bin, wie das jetzt ist.

Autokosten setze ich eh real an - Siehe meine Diskussion mit JDS im Reisebustopic ... ich bin ja selber einer der das so sieht ... aber 1300 km * 20 Cent / 3 Personen sind dann immernoch "nur" 95€ pro Person.
In der Nähe günstiger ist halt relativ ... Livias megageiles Appartement mit 11€ pro Nacht ist leider momentan nicht auffindbar und nur um sie zu fragen ob das nun noch vermietet wird, will ich sie auch nicht über Whatsapp nerven (geschweige denn dass die Unmengen mangels Glascontainer zwar sauber verräumten aber halt doch dort befindlichen Weinflaschen ihr wohl den Rest gegeben haben dürften :D) .. wenn ich die 200 km auf 20 Cent und 3 Personen + 200km auf 20 Cent und 2 Personen aufrechne ... Puuuuh um den Preis suche ich immernoch solche Appartements in Skigebieten!

Die 6er Belegung in den Appartements ist aber halt schon sagen wir mal sehr sehr sehr heavy ... hat dann n bisschen was von sibirischem Gulag ... die Preise sind allerdings unschlagbar ... (und das wohl wirklich immernoch) ... bekam zum 16. Geburtstag eine Busreise ab Silvester bis Dreikönig nach La Plagne geschenkt ... mit Skipass 250€ ... der Partyfaktor (der damals noch wichtig war) war eher unterirdisch und die Pizza die wir an einem Abend bestellt haben kommt mir heute noch hoch wenn ich daran denke ... geil wars trotzdem!
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von JohannesSKI » 10.02.2019 - 23:05

Ich will mal festhalten, dass auch der Anteil der Ur-Österreicher, die Skifahren gehen, erkennbar sinkt! Die Statistik lässt sich nicht auf die Migranten abwälzen.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von extremecarver » 10.02.2019 - 23:14

Ja - in Frankreich sollte man immer mindestens 2 Leute weniger belegen - also zu zweit das 4er Appartment - zu 3-4 das 6er - zu 4-5 dass 8er - aber wer nicht den Komfort braucht - der kann so schon leben.
Ich hab als Schüler immer kostenlos wo geschlafen - und höre immer wieder dass das noch immer möglich ist - wo sage ich jetzt nicht - da zwar teils toleriert - aber illegal. Und grade in Gebieten wie Arlberg usw - also Luxusspots ist das am einfachsten.

Dazu gibt es halt auch in Skigebieten günstige Basic Unterkünfte. Kenne ein sehr sehr teures Gebiet in Tirol - Gruppenunterkunft (also für Schule gut geeignet) kostet 10€ Person, 10€ der Raum für Heizkosten (möglich bis 12 Personen halbwegs komfortabel - teils wohl auch schon 17-18 Leute - hat 2 Räume die getrennt sind, also in Nebensaison für 12 Leute auch einfach beide Räume mietbar) - Betreuer/Lehrer schlafen gratis. Das Skigebiet gibt allen Jugendlichen den Kinderpreis - pro 10 Kinder ein Lehrer gratis Skipass (und waren da auch mal flexibel wenns nur 8-9 Kinder waren beim Gratispass, oder halt 17-18 Kinder). Aber halt - Wasser nur von draußen per Eimer - Heizen/Kochen mit Holz (muss man hacken mit Beil), Dusche halt nur per Warmwasser vom Herd im Eimer und kaltwasser fließend draußen in Kabine. Klo auch nur draußen - weil halt drinnen kein Wasser - weil das frieren würde (Wasser muss immer laufen - nur so friert es nicht zu stark). Zug Anfahrt gibt bei der Oebb für Klassen auch Sonderpreise. Die Hütte ist 10min zu Fuß vom Skigebiet entfernt (oben am Berg - aber am Ankunftstag gilt Skipass vom nächsten Tag halt schon ab 15:00 Uhr).

Effektiv kostet die Woche pro Kind in einem als sehr teuer geltendem Gebiet in Tirol - 380€ pro Kind (13-16 Jahre) für 7 Nächte / 6 Tage Ski - alles inklusive außer Ski/Kleidung (und essen selber kochen - aber die haben da sehr sehr Premium eingekauft - 90% Bio, etwa Bio Steaks am Abschlusstag usw. Lehrer ist halt gleichzeitig auch Ski/Snowboardlehrer und muss halt aushalten mit den Kindern im selben Lager zu schlafen)

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von danimaniac » 11.02.2019 - 07:19

Chense hat geschrieben:
10.02.2019 - 20:47
Das Highlight ist da übrigens die Jugendherberge in der Lenzerheide (ich weiß aber nicht ob es immernoch so ist) - Direkter Pistenzugang, Super Zimmer (= für mich 2 Sterne+) und das ganze für 20 Chf pro Nacht im 4er Zimmer mit wirklich gutem Frühstück und ner mega günstigen Bar mit vielen netten Leuten - das hätte man aber auch als 2er Zimmer haben können, wenn man dann einfach das doppelte zahlt.
Ist doch wirklich einfach zu recherchieren: Bed&Breakfast in der JH Lenzerheide Valbella gibt es im 6Bett-Zimmer ab 38CHF plus Kurtaxe 3,30 UND dann braucht man noch die Mitgliedschaft. Parkplatz 7CHF pro Nacht.

Standardpreis im Winter ist aber eher über 50€ anzusetzen. Höchster Preis jetzt im Februar und März ist 66Chf (exkl. Parken, Kurtaxe, Mitgliedschaft). Im 6Bett-Zimmer.


Anyway... Die Mondpreise, 5000€ für 7Nächte/6Tage Skipass für die 4-köpfige Familie kann ich nicht nachvollziehen. Ich wette, das geht in der Schweiz in nem ordentlichen Skigebiet (mit FeWo) unter 2000€ für eine Woche.
(Als ich noch Skilager organisiert habe konnten wir eine Woche in Anzere für Studenten unter 25 Jahren für unter 400€ anbieten. Inkl. Allem außer Anreise. Unterkunft direkt am Lift.)
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von EKL » 11.02.2019 - 10:05

danimaniac hat geschrieben:
11.02.2019 - 07:19
Anyway... Die Mondpreise, 5000€ für 7Nächte/6Tage Skipass für die 4-köpfige Familie kann ich nicht nachvollziehen. Ich wette, das geht in der Schweiz in nem ordentlichen Skigebiet (mit FeWo) unter 2000€ für eine Woche.
(Als ich noch Skilager organisiert habe konnten wir eine Woche in Anzere für Studenten unter 25 Jahren für unter 400€ anbieten. Inkl. Allem außer Anreise. Unterkunft direkt am Lift.)
Uni-Fahrten sind seitdem (weiß ja jetzt nicht wie lange das her ist) auch nicht viel teurer geworden.
Bsp. hier: https://www2.usz.uni-halle.de/angebote/ ... reich.html

Meine 4 Tage Pitztal im Dezember über die Uni haben für Anreise+Unterkunft mit HP+Skipass mit 390 Euro zu Buche geschlagen, dazu dann halt noch Essen und Trinken auf den Hütten, aber das kann ja jeder preismäßig so gestalten wie er oder sie möchte bzw. einfach was schmieren (für mich gehört warmes Mittag aber dazu).

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von maximus8 » 11.02.2019 - 11:23

Ich würde gerne einen neuen Aspekt in die Runde werfen: "Bedarfsgerecht"
Meiner Meinung nach gibt es sehr wohl für's Skifahren günstige Angebote an Skigebieten, Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegungen.
Jedoch machen sich die Wenigsten die Mühe, diese zu suchen. Viele rennen einfach der Masse hinterher. Denn vorher zu überlegen, was will/brauche ich eigentlich und was ist dazu das richtige Angebot für*MICH*. Diesen Aufwand machen sich die Wenigsten! Viel einfacher ist es, den Trends und der Werbung hinterherzulaufen. Diese "Faulheit" wird gnadenlos preislich ausgenutzt!
Hinzukommt, dass oftmals mehr Schein als Sein zählt. Urlaub machen in einem Premiumgebiet macht halt bei vielen Leuten sehr viel mehr her, als in einem Gebiet, das keiner kennt; auch wenn man das Angebot dort selbst gar nicht nutzt oder mangels Können gar nicht nutzen kann.

Dieses Prinzip lässt sich meiner Meinung nach auf alle Produkte, Aktivitäten und Sonstiges anwenden.
Wenn ich oft Personen in meinem Umkreis nach dem Grund frage, warum sie das ein oder andere Produkt gekauft haben, obwohl ich sehe, dass es für jemanden völlig ungeeignet ist, kommt oft nichts Sinnvolles. Da höre ich oft "...hat halt der Verkäufer empfohlen oder soll so gut sein..."
Sich konkret aus verschieden Quelle zu informieren, machen die Wenigsten.
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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Bocky » 11.02.2019 - 11:30

Hier noch ein älterer Artikel, wo vorallem auch der Lehrermangel oder der Sportunterricht als Gründe genannt werden:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/sc ... -1.2842486

Ich weiß aus meiner Schulzeit, Ende 90er/ Anfang 2000er, dass wir grad in den migrationsstarken Klassen/Schulen keine Skiaktivitäten hatten.
Auf der Realschule gabs dafür den jährlichen Skitag mit reger Beteiligung (mind. drei volle Skibusse).

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Re: ze.tt: "Warum Skifahren immer mehr zu einem Sport für Reiche wird"

Beitrag von Florian86 » 11.02.2019 - 11:43

In meiner Schule gabs damals auch ein verpflichtendes Skilager in der 7. Klasse (1 Woche Ahrntal). Da sind auch bis auf ganz wenige (in meiner Klasse war das einer) alle mitgefahren. Leihausrüstung gabs von der Schule gratis oder sehr günstig. Skiklamotten musste man sich allerdings selbst besorgen. Neidisch war ich nur auf die Nachbarschule, weils bei denen zwei Skilager gab, in der 7. und 8. Klasse. An meiner Schule fand zumindest 2015 (Webrecherche) das Skilager immer noch statt, und ich denke auch heute noch.

Was die Kosten ansonst anbelangt: bei mir in der Familie und auch in der Familie von meinem Freund (wenn man uns sowie die Rentnergeneration jetzt mal ausnimmt) sind diese für die Familienteile mit Kindern wirklich ein sehr entscheidender Punkt. Natürlich spielt da auch rein, dass die Prioritäten anders gesetzt werden, z.B. Hausbau und dafür gibts keinen so teuren (Ski-)Urlaub. Schwierig ists auch, wenn z.B. ein Elter mit Skifahren groß geworden ist und der andere eben nicht. Dann ist zwar evtl. die Bereitschaft zu einem Skiurlaub schon da, aber so etwas wie Organisation oder der "Drang nach Skiurlaub" wird eben nur von einem Elternteil vorangetrieben.
Im Endeffekt schafft es so die Familie von meiner Schwester immerhin einmal im Jahr für eine Woche skifahren zu gehen, wobei in manchen Jahren auch "ausgesetzt" wird - wie z.B. dieses Jahr, da zu stressig für die Kinder (und auch weil die Schulferien ungünstig liegen). Je nachdem ist es auch gar nicht so leicht, ein passendes Skigebiet zu finden, besonders wenn wir als große Familiengruppe fahren wollen. Meinem Freund und mir ist eine gewisse Größe des Skigebietes wichtig, wenn wir schon eine Woche irgendwo sind (wobei mehrere mittelgroße auch OK wären). Für die Kinder ist das nicht ganz so relevant.

Das größte Glück hatten wir mal als wir für 255€/Person inkl. Skipass eine Woche in einer Ferienwohnung bekamen (mit 30min Anfahrt ins Skigebiet). Auch ein paar Jahre später bekamen wir selbige Ferienwohnung für ca. 100€/Person + Wochenskipass ca- 270€. Das ist dann in Summe auch noch OK. Die Kinderskipässe sind zwar billiger, dafür kommen für die Kinder halt wiederum Kosten für Skikurse hinzu. Oder man nimmt die Kinder zu sich ohne Skikurs, dann hat man als Eltern aber nicht so viel vom Skiurlaub, solange die Kinder noch nicht so gut und ausdauernd fahren. Die Kinder verlangen natürlich auch ne Mittagspause mit warmen Essen auf der Hütte, auch das geht bei 4 Personen ins Geld - selbst wenn man nur "Kleinigkeiten" nimmt. Belegte Brote mitnehmen und keine Pause machen geht mit kleinen Kindern halt auch eher schwierig...
Einmal "mussten" mein Freund und ich um mit beiden Familien in den Skiurlaub zu fahren mal woanders hinfahren, da hieß es dann aber auch hinterher bei meiner Schwester zumindest: das Budget ist eigentlich bei weitem überschritten, das können wir uns im nächsten Jahr so nicht leisten. Man könnte natürlich sagen: dann halt nur 3 oder 4 Tage Skiurlaub. Aber das ist dann auch die Frage, wie sich das lohnt, wenn man "eh schon die lange Anfahrt hat und die Sachen zusammenpacken muss". Auch das ist ein entscheidender Faktor. Man hat es oft halt nicht mit Alpinforumlern zu tun, die sowieso dauernd beim Skifahren sind und eine gewisse Routine bei dem Ganzen haben.
Ich behaupte aber mal, das wird etwas einfacher, wenn die Kinder älter werden, weil dann auch die Eltern mehr vom Skiurlaub haben. Im Gegenzug werden natürlich die Skipässe für die Kinder teurer...

Letzten Endes bins ich, der unsere Familienskiurlaube organisiert - und ich mach das auch gerne. Wenn ich das nicht mach (wie dieses Jahr, da ich in den Faschingsferien anderweitig verplant bin), geht halt der Rest der Familie einfach nicht skifahren...

Was das Thema Migrationshintergrund betrifft: die Kinder meiner chinesischen Kollegin lernen skifahren, da sind die Eltern hinterher. Und die Eltern versuchen - unabhängig von den Kindern - sogar mitzulernen. Die Kinder sind aber angeblich deutlich bessere Skifahrer. ;-)
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Beitrag von starli » 11.02.2019 - 12:28

Chense hat geschrieben:
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Schön und gut, aber warum soll eigentlich ausgerechnet Skifahren in der Schule eine verpflichtende wochenlange Veranstaltung sein? Nur weil wir als Skifahrer es uns wünschen? Gibt ja auch keinen verpflichtenden Badeurlaub. Oder Golfurlaub. Oder Reiturlaub. Oder oder oder.
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