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Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

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L&S
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Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von L&S » 06.02.2020 - 19:06

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von MichiMedi » 06.02.2020 - 22:09

Ich war noch nie betrunken auf einer Skipiste unterwegs, trotzdem kann sich doch jeder betrinken, wie er will. Spätestens wenn der erste davon in ein Windeseil fährt, überlegen sich es die anderen vielleicht anders. Was soll man denn auch sonst machen? Nur durch ein Schild, das darauf hinweißt das die Pisten gesperrt sind, oder durch ein nettes Absperrband, wird man sicher nichts bewirken.
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von RabbaRabba » 06.02.2020 - 22:17

Man hat hier in Berichten aus Italien ja schon öfter gelesen, dass Hüttengäste am späten Nachmittag von Carabinieri freundlich, aber bestimmt zum Aufbruch aufgefordert und teilweise auch ins Tal begleitet werden.
Scheint wohl nicht so ganz verkehrt zu sein.

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von extremecarver » 06.02.2020 - 22:40

Dass ist doch etwas verwunderlich. Die Leute scheinen also länger als erlaubt auf den Hütten zu sein - es bräuchte einfach Strafen für die Wirte wenn die offensichtlich besoffenen die dazu ja noch runterfahren müssen, weiter Getränke verkaufen, bzw die nicht zeitig genug rauswerfen. Evtl schließen da einige nicht - und reden sich auf irgendeine Forststraße raus, auf der man ja zu Fuß ins Tal gehen könnte.

Das in Italien ist eher ein Arbeits Beschaffungs Maßnahme - besonders im Trentino - zig Carrabiniere die da jeden Tag am skifahren sind - und nur hier und dort ein paar Kleinigkeiten erledigen (ist übrigens in Westitalien nicht so - da hat es vielleicht nur 1/5 oder 1/10 soviele Carrabiniere auf den Pisten). Aber sicher ein Traumjob - ein bisserl skifahren, ein paar Netze oder Schilder aufstellen, und ab und zu Unfallbericht schreiben und jemand per Akia zur Gondel fahren. Und Abends halt noch schauen dass die Gäste weg sind (aber auch in Österreich ist AFAIK eine Kontrollfahrt nach Pistenschluss auf jeder Piste Pflicht. Sprich da dürften die Hütten danach niemanden mehr rauslassen auf die Piste - weil ich kenne ein paar Gebiete wo extra bei Routen oder Pisten steht :Letzte Kontrollfahrt um XX:XX Uhr - oder Keine Kontrollfahrt auf dieser Skiroute)

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Widdi » 06.02.2020 - 23:35

Also ich hatte es in Obereggen die blieben lang wie angewurzelt vor der Hütte stehen und wenn man noch länger droben an der Epircher-Laner-Alm war (ausser mir waren eine Hand Voll Locals noch oben (Südtiroler) um 17:00 bot dann einer der Locals denen ein Bier an, aber dann habens das gecheckt. Die kennen sich aus und dann sind die runtergefahren und haben dann eben quasi auf Italienisch ne schöne Abfahrt und nen Schönen Abend gewünscht. Wobei aber in Obereggen auch Nachtschilauf ist, man kam dann auch nur über die Nachtpiste runter, aber ausser, dass es ein paar Meter mehr zum Parkplatz waren gings. Und was die Carabinieri betrifft, wäre mein Traumjob! Hab da schon oft genug welche gesehen, die auf Streife sind, dass mich da aber wer gebüßt hat oder andere war noch nie, weil die haben ja quasi das Amt der Bergwacht hierzulande inne. Ich mein mit Schifahren und Aufpassen Geld verdienen besser geht ned. Aber gut die wissen bescheid, weil grad in die Epircher-Laner Alm gehen auch viele Locals und ich denk mal die Carabinieri kennen die schon. Ich bin zwar kein Local, hab mich aber nicht von denen verscheuchen lassen. Bin dann aber mit den Einheimischen da weg, so gegen 17:15-17:30. in den Nordalpen da kanns vor allem in den Kitzbühlern schon mal nach 18:00 werden, aber da ich eh eine Stirnlampe mit habe ist mir das egal. Wenn man vorsichtig abfährt, also nur halt noch auf 2 Bier oben am Berg verweilen und dann weg, da hats die Probleme ned. Aber manche sitzen halt schon früh beim Apres und fahren dann voll bis an die Dachkante ab. Wenn man den Carabinieri zumindest in Obereggen sagt alles gut, dann funkens runter und man kann dann abfahren (über die Ochsenweide-Abfahrt, ist nen guter Kompromiss, aber wenn man natürlich ab 14:00 oder 15:00 durchpichelt dann kann da nix gscheites raus kommen, da ist die Unfallgefahr hoch. Persönlich zieh ich es ja lieber vor so gegen 16:30 noch ne Hütte aufsuchen und einen Absacker zu nehmen, bevor es ins Tal geht. Da beschränke ich mich aber maximal auf 2 Bier und ein Radler für den Durst und das ist Oberkante Ich schätze mal die Hütte und die Bergbahngesellschaft haben da ne Vereinbarung, dass man auch später runter kann und man musste eben den Kompromiss mit der begrenzten Abfahrt eingehen., Die Bullyfahrer müssen da bloss bescheid wissen aber die Ochsenweideabfahrt wird ja frei gehalten und erst später präpariert, dass auch verspätete Abfahrer runter können, ist so in IT nur selten anzutreffen. Und bei den Öffnungszeiten: ab 9:00 oder 10:00 bis der letzte geht, je östlicher desto mehr Sitzfleisch, aber manche machen die Option eben kaputt, weil die zu lang beim Apres-Schi am Berg sitzen und da leiden dann wieder die drunter, die einfach sich vor der Talabfahrt noch gemütlich ein Bierchen genehmigen während andere Volltrunken abfahren wollen.

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von xxxforce » 07.02.2020 - 08:46

Widdi hat geschrieben:
06.02.2020 - 23:35
..........
:?: :?: :?: :?: ich hab von dem gesabbel kein wort kapiert außer das du's scheinbar ok findest nachts auf gesperrter Piste abzufahren?

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von christopher91 » 07.02.2020 - 09:09

xxxforce hat geschrieben:
07.02.2020 - 08:46
Widdi hat geschrieben:
06.02.2020 - 23:35
..........
:?: :?: :?: :?: ich hab von dem gesabbel kein wort kapiert außer das du's scheinbar ok findest nachts auf gesperrter Piste abzufahren?
Er trinkt ja auch 2 Bier und ein Radler nur für den Durst. Lass ihm einfach seine Meinung und gut.


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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Schusseligkite » 07.02.2020 - 11:15

Ich vestehe das nicht so richtig. Irgendwo müssen die Besoffenen ja herkommen.
Warum haben die Hütten noch auf, wenn man da gar nicht mehr runterfahren darf?
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von GIFWilli59 » 07.02.2020 - 11:33

Schusseligkite hat geschrieben:
07.02.2020 - 11:15
Ich vestehe das nicht so richtig. Irgendwo müssen die Besoffenen ja herkommen.
Warum haben die Hütten noch auf, wenn man da gar nicht mehr runterfahren darf?
Das wundert mich auch, da wäre doch der Hebel anzusetzen, indem man nach 17/18/19 oder 20 Uhr nichts mehr ausschenkt und eine halbe Stunde später die letzten Gäste rauswirft.
MichiMedi hat geschrieben:
06.02.2020 - 22:09
Ich war noch nie betrunken auf einer Skipiste unterwegs, trotzdem kann sich doch jeder betrinken, wie er will. Spätestens wenn der erste davon in ein Windeseil fährt, überlegen sich es die anderen vielleicht anders. Was soll man denn auch sonst machen? Nur durch ein Schild, das darauf hinweißt das die Pisten gesperrt sind, oder durch ein nettes Absperrband, wird man sicher nichts bewirken.
Den Schaden hat dann trotzdem die Seilbahn, zumal dabei oft auch die Piste verunreinigt wird und einem ggf. die Polizei dann noch die Piste sperrt. Von Traumata bei den Raupenfahrern ganz zu schweigen.
christopher91 hat geschrieben:
07.02.2020 - 09:09
Er trinkt ja auch 2 Bier und ein Radler nur für den Durst. Lass ihm einfach seine Meinung und gut.
Ehrlich gesagt frage ich mich ein wenig, ob das nicht nur beim Skifahren der Fall ist...

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Kris » 07.02.2020 - 11:39

Aus obige ORF Artikel:
Bürgermeister Johann Rohrmoser (ÖVP): „Wir haben seit 2006 eine gültige Sperrverordnung für die Skipisten. Sie wurde schon mehrfach adaptiert, das letzte Mal im Dezember 2015. Das ist nicht ganz zufriedenstellend. Wir sind dabei, die Sperre anzupassen, und haben gestern ein sehr konstruktives Gespräch gehabt. Wir müssen noch einiges ermitteln und danach umgehend eine Gemeindesitzung machen. Da wird die Pistensperre dann angepasst.“

Aha. Das klingt mir schwer danach als ob maßgebliche Betreiber der Biertränken und ähnliche Spetzl des Ortes den Gemeinderat bestimmen.
Ist zudem der Skigebietsbetreiber vielleicht ein Auswärtiger (-Tal nebenan reicht aus-), hat er eh' verloren....
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von icedtea » 07.02.2020 - 11:57

Ich habe gerade mal mit einem Arbeitskollegen gesprochen, der dort (Großarl) regelmäßig mit einer Skigruppe unterwegs ist. Die fahren wohl auch des öfteren gegen 22:00 Uhr unter Begleitung eines Hütttenwirts und seiner Mitarbeiter zu Tal; scheint dort in der Tat nicht unüblich zu sein. Allerdings hat er Wert darauf gelegt, dass zumindest in seiner Gruppe nie dort gefahren wird, wo Absperrungen oder Präparierungsarbeiten ersichtlich sind (den Artikel kannt er auch schon).
Wo ich schon war:
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Was als nächstes kommt: :?: vielleicht St. Moritz

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Kris » 07.02.2020 - 12:24

Daß sich die nicht schämen. Das Geschäftsmodell "Alkoholtränke" finde ich per se ziemlich niederträchtig, da jeder einzelner Geschäftsfall im Nachgang oft Probleme für andere erzeugt.
Besoffene in der Öffentlichkeit sind einfach Grausig und eine Zumutung für jene die mit diesen Hantieren müssen. Seien dies Liftangestellte die diesen Undingern jede Nacht begegnen, die Müllabfuhr die den hinterlassenen Dreck im Ort noch in der Nacht wegräumen muß, die Rettungsdienste die die Leichen verräumen müssen, die Nachbarn die sich das spätnächtliche Gegröle anhören müssen, die Bevölkerung die das Gekotze am Morgen im den Wohnungseingängen wiederfinden darf, und insbesondere weitere Familienangehörige die sich mit ihren Saufhelden rumschlagen müssen.... uvm.

Wie oft höre ich von Zeitgenossen, die heroisch von tollen Saufgelagen Modus "die Sau rauslassen" berichten von ihren Urlauben...

Alkoholkonsum in Tourismusorten ist ein Geschäftsmodell, in gewissen Gegenden kann man kaum mehr anders als die Sauferei unter sozialen Druck mitzumachen, zu absurd das Ganze im nüchternen Zustand. Oder dem Ganzen fern bleiben, was jedoch nur für Gäste eine praktikable Option darstellt.

Es gibt kaum etwas für was ich mich als (auch) Österreicher derart schäme, als das äußerst lukrative aber niederträchtige allseits geförderte Geschäftsmodell der sog. "Bierkultur".
Zuletzt geändert von Kris am 08.02.2020 - 04:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von MichiMedi » 07.02.2020 - 12:38

Die einzelnen Male die ich beim Apresski war, kann man wohl an einer Hand abzählen. Ich fahre von morgens bis abends ohne Mittagspause um wirklich alles auszunutzen, da bleibt auch keine Zeit für Apresski. Trotzdem ist es doch einfach nur naiv, auf die Apresski Leute zu hetzen. Das sind doch gerade die, die viel Geld da lassen, und im Endeffekt auch meinen Urlaub und stetige Verbesserungen der Skigebiete mitfinanzieren. Das ist meiner Meinung nach gelebte Toleranz das so zu sehen.
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Mt. Cervino » 07.02.2020 - 14:06

Wenn wir besoffene Sauftouristen brauchen, die die Verbesserungen der Skigebiete mitfinanzieren, dann verzichte ich gerne auf diese Verbesserungen.
Wahrscheinlich sind mit "Verbesserungen" z. B. Rolltreppen in den Liftstationen gemeint, die aber auch nur diejenigen Leute brauchen, die am nächsten morgen mit 2,5 Promille Restalkohol die Treppen nicht laufen können um wieder zur nächsten EUB zu gelangen.
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von L&S » 07.02.2020 - 15:10

Mt. Cervino hat geschrieben:
07.02.2020 - 14:06
Wenn wir besoffene Sauftouristen brauchen, die die Verbesserungen der Skigebiete mitfinanzieren, dann verzichte ich gerne auf diese Verbesserungen.
Wahrscheinlich sind mit "Verbesserungen" z. B. Rolltreppen in den Liftstationen gemeint, die aber auch nur diejenigen Leute brauchen, die am nächsten morgen mit 2,5 Promille Restalkohol die Treppen nicht laufen können um wieder zur nächsten EUB zu gelangen.
Was glaubst wieso hat Ischgl die beste Infrastruktur??
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Theo » 07.02.2020 - 18:01

In Ischgl wird aber spätestens nach 17.00 im Tal gesoffen.

Ich versteh ehrlich gesagt diese ganze Problematik nicht, denn es wären ja an und für sich alle gesetzlichen Instrumente vorhanden damit es nicht zu solchen Vorfällen kommen kann.
Der Wirt braucht eine Konzession für die Lokalität in welcher auch die Betriebszeiten geregelt sind. Ist das Lokal nur per Piste erreichbar ist die Betriebszeit entsprechend anzupassen und kommt es zu Verstössen wird die Konzession entzogen und die Bude Polizeilich versiegelt. Das gleiche gilt für Lokale wo auch anders als per Piste erreichbar sind. Da kann länger offen sein, unter der Auflage was für ein Rückweg für die Gäste verpflichtend ist und das durchzusetzen liegt am Wirt. Klappt das nicht ist auch hier ende mit Schnaps in Geld verwandeln.
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Werna76 » 07.02.2020 - 20:03

Ich hab keine Ahnung wie es in Großarl ist.
Aber üblicherweise sitzen diejenigen mit den größten Hotels/Skihütten doch auch im Gemeinderat, von daher ist das sehr THEOretisch :wink: was du geschrieben hast.

Im übrigen würde als Paradebeispiel Obertauern in der jetzigen Form ohne den Sauftourismus nicht existieren.
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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von Widdi » 07.02.2020 - 21:14

Muss mir abgewöhnen zu Tippen wenn ich ins Bett gehörte, da kommt viel Mist raus :wink: Aber mit dem Sauftourismus hab ich nix am Hut. Gemütliches Feierabendbier oder 2 und gut ist! Und ja ich hab kein Problem auch mal im Dunklen runterzufahren, meist such ich mir aber dann eh schon eine Wirtschaft aus, die schon so auf Halber Strecke runter ist, oder wenns mit dem Tourengeherabend zusammenfällt bleib ich auch gern als Pistenfahrer länger oben sitzen, alles nur eine Frage der Ausrüstung (Stirnlampe etc.) Aber wie heißts so schön ad Apres-Publikum "Die Geister, die ich rief" oder so ähnlich.

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Re: Seilbahnchef kündigt wegen betrunkener Skifahrer auf den "gesperrten" Pisten

Beitrag von TPD » 12.02.2020 - 18:45

Ich versteh ehrlich gesagt diese ganze Problematik nicht, denn es wären ja an und für sich alle gesetzlichen Instrumente vorhanden damit es nicht zu solchen Vorfällen kommen kann.
Warum soll der Staat einschreiten, wenn er durch jedes ausgeschenkte Glas mehrfach mitverdient?
Der Bergbahnchef muss ja die Verantwortung tragen ;)
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