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Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

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Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von snowflat » 20.02.2020 - 15:00

Laut VKI sichern sich die Betreiber zwar mit AGB-Klauseln ab. aber es gibt eine Chance auf Rückerstattung, wenn Sturm oder Lawinengefahr fast das gesamte Skigebiet und einen längeren Zeitraum betreffen.
Quelle: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt
Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!


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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Kreon100 » 20.02.2020 - 15:21

snowflat hat geschrieben:
20.02.2020 - 15:00
Laut VKI sichern sich die Betreiber zwar mit AGB-Klauseln ab. aber es gibt eine Chance auf Rückerstattung, wenn Sturm oder Lawinengefahr fast das gesamte Skigebiet und einen längeren Zeitraum betreffen.
Quelle: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt
Ein weiterer Schritt in Richtung Vollkasko-Mentalität. Ja selbstverständlich muss der Seilbahnbetreiber für das Wetter haften, das wird ja auch von ihm gemacht und wenn ich trotz angesagtem Sturm dennoch in ein Skigebiet fahre, kann es ja wohl niemals meine eigene Schuld sein Tsss.

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von albe-fr » 20.02.2020 - 15:57

ich würde das schon differenzierter sehen - was ist denn, wenn ich 7 Tag ein Skigebiet fahre, einen Skipass fuer 7 Tage erwerbe und 3 Tage läuft nichts...

Oder warst du auch dafür die Haftung fuer wegen Wetter ausgefallenen Zügen und Fluegen auf den Endkunden abzuwälzen - Die DB bzw. Fluggesellschaft kann schliesslich auch nichts dafuer...
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von icedtea » 20.02.2020 - 16:06

Um es noch mehr zu differenzieren:

- wenn jemand den Skipass vor Ort im Wissen der Wettervorhersage für die nächsten Tage kauft, sehe ich weniger Veranlassung für eine Rückvergütung als bei einem Kauf Wochen/Monate vorab (der ja inzwischen durch entsprechende Rabatte etc. seitens der Skigebiete forciert wird)

- wenn ein Skigebiet damit wirbt, dass es "schneesicher" ist, müsste es sich fehlenden Schnee ankreiden lassen können (das gab es glaube ich auch schon, deswegen zähle ich das mal mit auf)

- wenn ein Skigebiet mit besonders "windsicheren" Anlagen würbe (da kenne ich jetzt keines), würde, ebenso wie beim fehlenden Schnee im vorherigen Punkt, ein Schuh draus werden können.

Ansonsten ist das Wetter für mich "höhere Gewalt" :ja:
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Was als nächstes kommt: :?: vielleicht St. Moritz

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von albe-fr » 20.02.2020 - 16:13

icedtea hat geschrieben:
20.02.2020 - 16:06
Ansonsten ist das Wetter für mich "höhere Gewalt" :ja:
...und das waere fuer Dich auch bei Flug & Bahn ok?
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von icedtea » 20.02.2020 - 16:28

albe-fr hat geschrieben:
20.02.2020 - 16:13
icedtea hat geschrieben:
20.02.2020 - 16:06
Ansonsten ist das Wetter für mich "höhere Gewalt" :ja:
...und das waere fuer Dich auch bei Flug & Bahn ok?
Das wäre zwar auch nicht spaßig, aber prinzipiell ja. Wobei man auch da wohl differenzieren muss.

Um zwei Extrembeispiele zu wählen:
Wenn ich auf der gewünschten Strecke nicht fliegen kann, weil ein Vulkan auf Island Asche spuckt, ist das für mich schon Pech, da von der Fluggesellschaft nicht zu beeinflussen (ich muss gerade zugeben, dass ich meine Auffassung "Wer früher bucht, hat eher Anspruch" wohl revidieren muss :wink: ).

Wenn die Bahn notwendige Rückschnittarbeiten an Streckenrand nicht vornimmt und daher der Sturm dafür sorgt, dass etwas in die Oberleitung kracht, hat sie als Betreiber eine Verantwortung (das könnte man auch auf Bergbahnen anwenden).

Alles sehr stark vom Einzelfall abhängig :wink:
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von flamesoldier » 20.02.2020 - 17:36

Ich kaufe mit meinem Skipass eine Dienstleistung und wenn die tageweise gar nicht erbracht werden kann hat mir der Dienstleistungsanbieter eine Erstattung zu gewähren, da diese Dienstleistung nicht erbracht wurde. Das muss nicht monetär sein, sondern kann auch ein Gutschein für einen Tagesskipass sein, wie das z.B. vor 2,5 Jahren am Kitzsteinhorn der Fall war. Ich war mit meinem Bruder dort und es war sturmbedingt gar nichts geöffnet, daher wurde vom 3-Tages-Skipass der Sturmtag als Gutschein, einlösbar irgendwann in der Zukunft, ausgestellt. Das ist eine angemessene Lösung für beide Seiten. Wenn ich hingegen ~ 50 € eines Mehrtagespasses einfach gar nicht nutzen kann, weil alles im Skigebiet geschlossen ist, finde ich das schon an Abzocke grenzend. Man kann 7 Tage im Voraus nicht exakt wissen, dass ein ganzes Skigebiet geschlossen sein wird wegen Sturm. Sturmtiefs sind so weit im Voraus nie und nimmer exakt vorhersagbar. Der Betreiber kann nicht sämtliches Risiko auf den Kunden abwälzen.
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50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

49 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See


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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von icedtea » 20.02.2020 - 18:18

Regelungen auf Kulanzbasis finde ich auch gut und angemessen, ich würde mich nur als Betreiber nicht auf so etwas verklagen lassen wollen.
Sollte eigentlich pures Eigeninteresse sein, um die Kundenbindung zu stärken :wink:
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Kreon100 » 20.02.2020 - 19:35

icedtea hat geschrieben:
20.02.2020 - 16:06
Um es noch mehr zu differenzieren:

- wenn jemand den Skipass vor Ort im Wissen der Wettervorhersage für die nächsten Tage kauft, sehe ich weniger Veranlassung für eine Rückvergütung als bei einem Kauf Wochen/Monate vorab (der ja inzwischen durch entsprechende Rabatte etc. seitens der Skigebiete forciert wird)

- wenn ein Skigebiet damit wirbt, dass es "schneesicher" ist, müsste es sich fehlenden Schnee ankreiden lassen können (das gab es glaube ich auch schon, deswegen zähle ich das mal mit auf)

- wenn ein Skigebiet mit besonders "windsicheren" Anlagen würbe (da kenne ich jetzt keines), würde, ebenso wie beim fehlenden Schnee im vorherigen Punkt, ein Schuh draus werden können.

Ansonsten ist das Wetter für mich "höhere Gewalt" :ja:
Also schon mal für den Konjunktiv "würbe" großes Lob :wink:

Und dann ist es auch genau richtig, was Du sagst. Wenn ein Skigebiet mit "schneesicher" wirbt, ist das ein Leistungsversprechen, eventuell sogar ein Garantieversprechen und dafür haftet das Unternehmen. Bei 'Zugausfällen der Bahn gehen die Rückerstattungen auf ein gesetzliches Fahrgastrecht zurück, weil der Gesetzgeber genau diese Entscheidungen von Verspätungen zugunsten der Passagiere entschieden hat. Generell gelten bei Bahnfahrten die Fahrgastrechte - egal, ob Sturm oder nicht: Erreichen Reisende ihr Ziel mit großer Verspätung, erstattet die Bahn einen Teil des Ticketpreises. Ab 60 Minuten Verspätung gibt es 25 Prozent zurück, ab 120 Minuten 50 Prozent. Entscheidend ist dafür die Ankunftszeit am Zielort.

Das gilt aber nicht für Seilbahnen. Die Seilbahn hat ja auch weiterhin Kosten, die Piste wurde ja dennoch präpariert, das PErsonal steht bereit, auch wenn die Lifte still stehen. Oftmals wird ja auch aus Kulanz, also "Schönwettermachen" beim Kunden eine Rückvergütung gewährt.

Wenn aber jemand einen Rabatt in Anspruch nimmt, dann übernimmt er ja gerade das Risiko, dass er wegen Schlechtwetter womöglich gar nicht fahren kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet eben bis eine Woche vorher und muss dann aber voll bezahlen.

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von albe-fr » 20.02.2020 - 19:40

Kreon100 hat geschrieben:
20.02.2020 - 19:35
Das gilt aber nicht für Seilbahnen. Die Seilbahn hat ja auch weiterhin Kosten, die Piste wurde ja dennoch präpariert, das PErsonal steht bereit, auch wenn die Lifte still stehen.
ach, bei Bahn und Luftfahrt nicht?

anderes Beispiel, wegen Sabine ist ja bekanntermassen Köln gegen Gladbach ausgefallen - höhere Gewalt - Pech - Ihr waert alle bereit fuer ein Ticket fuer den Ersatztermin neu zu zahlen?
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Kreon100 » 20.02.2020 - 20:11

albe-fr hat geschrieben:
20.02.2020 - 19:40
Kreon100 hat geschrieben:
20.02.2020 - 19:35
Das gilt aber nicht für Seilbahnen. Die Seilbahn hat ja auch weiterhin Kosten, die Piste wurde ja dennoch präpariert, das PErsonal steht bereit, auch wenn die Lifte still stehen.
ach, bei Bahn und Luftfahrt nicht?

anderes Beispiel, wegen Sabine ist ja bekanntermassen Köln gegen Gladbach ausgefallen - höhere Gewalt - Pech - Ihr waert alle bereit fuer ein Ticket fuer den Ersatztermin neu zu zahlen?
Köln gegen Gladbach??? Selber Schuld, wer da hin geht...
:lol:

Aber im Ernst, mir geht es nur darum, dass es für solche Sachen klare Regelungen gibt. Viele AGBs der Seilbahnen sehen für solche Schlechtwetter-Ausfälle sehr genau vor, wann ersetzt wird. Das akzeptiert man mit dem Kauf des Tickets und meistens sind ja doch viele Anlagen geöffnet, manchmal dann eben die oberen Anlagen nicht. Das Gesetz sieht in vielen Fällen Regelungen vor und z.B. gelten in der Schifffahrt Gefahren der See nicht als höhere Gewalt, das könnte man auch auf den Betrieb von Seilbahnen übertragen, wird aber offenbar nicht. Es geht aber immer um Risikoverteilung und das Risiko sehe ich beim Wetter klar bei jedem einzelnen Skifahrer. Das kann man auch anders sehen, ich sehe es aber so.

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Kamikatze » 21.02.2020 - 01:27

albe-fr hat geschrieben:
20.02.2020 - 15:57
ich würde das schon differenzierter sehen - was ist denn, wenn ich 7 Tag ein Skigebiet fahre, einen Skipass fuer 7 Tage erwerbe und 3 Tage läuft nichts...

Oder warst du auch dafür die Haftung fuer wegen Wetter ausgefallenen Zügen und Fluegen auf den Endkunden abzuwälzen - Die DB bzw. Fluggesellschaft kann schliesslich auch nichts dafuer...
Tja, bis vor ein paar Jahren (Ende 2013?) war das aber noch so: Wenn ein Sturm, Suizid, Unfall o.ä. die Bahn stillgelegt hat, hast du schlichtweg Pech gehabt. Du konntest dann einen späteren Zug nehmen, aber das war es. Keine Rückerstattung whatsoever. Ist (zum Glück!) inzwischen anders. Man sieht ja regelmäßig, wie die Bahn den Grünschnitt vernachlässigt hat. Dann muss sie halt auch finanziell mit den Konsequenzen leben, sonst hat sie ja keinerlei Anreiz, daran was zu ändern.

Generell ist der Vergleich mit den Bergbahnen aber schwierig... Die haben nämlich oftmals deutlich weniger Einfluss auf die "höhere Gewalt", die ja so oft zu Problemen führt. Trotzdem fände ich es als Kunde ungerecht, z. B. den vollen Preis zu zahlen, wenn keine Bahn führe.
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von valdebagnes » 21.02.2020 - 05:12

icedtea hat geschrieben:
20.02.2020 - 16:06
Um es noch mehr zu differenzieren:

- wenn jemand den Skipass vor Ort im Wissen der Wettervorhersage für die nächsten Tage kauft, sehe ich weniger Veranlassung für eine Rückvergütung als bei einem Kauf Wochen/Monate vorab (der ja inzwischen durch entsprechende Rabatte etc. seitens der Skigebiete forciert wird
Man kann es aber auch aus Verbrauchersicht betrachten: „Wenn dir das Seilbahnunternehmen mit Wissen der lokalen Wettervorhersage und der Erfahrung wie windanfällig seine Gebiet und seine Anlagen sind, einen Skipass verkauft...“
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Skitobi » 21.02.2020 - 10:13

Noch interessanter wird das Thema ja bei den in der Schweiz forcierten Vorverkaufs-Karten, da kann man dem Kunden wirklich nicht mehr vorhalten, dass er das Wetter gekannt haben könnte. Das wird dann aber wahrscheinlich mit dem Argument "hast ja nur 50 statt 80 Franken gezahlt, also freu dich" beantwortet. Oder gibt es da eine bessere Regelung?

Es ist aber schon ein Unterschied zwischen Bahn und Seilbahn. Wenn bei der Bahn Sturmchaos ist ("Fernverkehr deutschlandweit eingestellt"), bleibt man gerne mal in irgendeiner Stadt hängen und kommt überhaupt nicht weiter und auch nicht zurück. Das hat zur Folge, dass man selbst hohe Kosten für ein Hotel (Dann wollen sehr viele Leute ein Hotel!) oder ein Taxi über sehr weite Strecken zahlen müsste, wenn man nicht noch mit einem Flixbus Glück hat. Man kommt also nicht nur nicht wie gewünscht an, sondern muss auch gezwungenermaßen nochmal deutlich selber drauflegen.
Zum Glück wurde die Regelung ja geändert und die Bahn muss jetzt für Übernachtung oder Weitertransport sorgen. Das ist viel wichtiger als der anteilige Ticketpreis, den man dann zurückbekommt.

Bei der Seilbahn ist es ja üblicherweise so, dass man dann halt den Tag im Hotel oder im Ort verbringt und damit zumindest keine großen weiteren Probleme entstehen (außer man steht plötzlich in Cervinia statt Zermatt).

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Florian86 » 21.02.2020 - 10:54

Fragwürdig ist ja auch immer, ob die ergriffenen Maßnahmen wirklich gerechtfertigt sind. Müssen wirklich die entsprechenden Lifte geschlossen werden oder wäre ein sicherer Betrieb (noch) möglich gewesen? Oder muss wirklich der Bahn-Fernverkehr in ganz Deutschland eingestellt werden, wenn es in einem Teil von Deutschland stürmt?
Das sind natürlich Fragen, die man am Besten hinterher beantworten kann. Ich kann es aus Betreibersicht durchaus auch verstehen, wenn man lieber zu vorsichtig ist, aber würde genau deswegen zumindest bei massiven Liftsperrungen eine nette Kulanz stark begrüßen. Das kann ja durchaus ein Gutschein für einen weiteren Liftpass sein (v.a. kommen die Leute dann auch ein weiteres Mal ins entsprechende Skigebiet), oder auch ein Essensgutschein falls der Liftbetreiber auch Restaurantbetreiber ist.
2019/20: Samnaun/Ischgl ~ Davos ~ Dolomiti Superski(x4) ~ Gastein(x3) ~ Brauneck ~ Roc d'Enfer ~ Le Grand Domaine ~ 3 Vallées(x5) ~ Le Grand Bornand ~ Portes du Soleil ~ Christlum ~ Lechtal ~ Warth-Schröcken/Lech-Zürs(x3) ~ Tannheimer Tal
2018/19: Whakapapa/Turoa(x4) ~ Tukino ~ Kronplatz ~ Sella Ronda ~ Nebelhorn ~ Laax(x4) ~ Skiarena ~ Arosa/Lenzerheide ~ Fichtelgebirge ~ Holzelfingen ~ Kranzberg/Herzogstand ~ Kampenwand ~ Kitzbühel ~ Brauneck ~ Skiwelt ~ Saalbach ~ Spitzingsee ~ Ehrwalder Alm/Lermoos ~ 4 Vallées (x3) ~ Arolla ~ Zermatt
2017/18: Zillertal 3000 ~ Splügen ~ Kitzbühel ~ Pizol ~ Monte Rosa Ski ~ Pila ~ Valtournenche ~ Cervinia ~ Toggenburg ~ Laax(x3) ~ Ratschings ~ Superskirama(x8) ~ Cardrona ~ Porters ~ Roundhill ~ Whakapapa/Turoa(x6)
2016/17: Sölden ~ Gurgl ~ Flachau/Wagrain/St. Johann ~ Bad Gastein/Bad Hofgastein(x3) ~ Dorfgastein/Großarl ~ Hochkönig ~ Spitzingsee ~ Kampenwand/Hochfelln ~ Etzelwang/Osternohe ~ Kellerjoch/Pertisau ~ Jenner ~ Tiroler Zugspitzregion(x2) ~ Ski Arlberg(x6) ~ Kühtai/Hochötz
2014/15 (Auswahl): Liepkalnis (Vilnius) ~ Stari Vrh

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von ski-chrigel » 21.02.2020 - 16:37

Skitobi hat geschrieben:
21.02.2020 - 10:13
Noch interessanter wird das Thema ja bei den in der Schweiz forcierten Vorverkaufs-Karten, da kann man dem Kunden wirklich nicht mehr vorhalten, dass er das Wetter gekannt haben könnte. Das wird dann aber wahrscheinlich mit dem Argument "hast ja nur 50 statt 80 Franken gezahlt, also freu dich" beantwortet. Oder gibt es da eine bessere Regelung?
Laut den AGBs gibt es keine Rückerstattungen. Im Einzelfall wird aber kulant gehandelt, zB. mit Gutscheinen. Da gilt dann wohl halt das Recht des Lauteren.
Bei den kürzlichen Stürmen wurde vielerorts an den Kassen und im Internet schon 1-2 Tage vorher gewarnt, dass keine Rückerstattungen vorgenommen werden, wenn man kurzfristig doch noch ein Ticket kauft.
Bei langfristigen Buchungen erstattet Laax einem regelmässig die Differenz zum Tagespreis, wenn der infolge nur sehr wenigen geöffneten Bahnen tiefer ist als der Preis, den man bezahlt hat. Und dies sogar automatisch!
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von burgi83 » 21.02.2020 - 21:41

flamesoldier hat geschrieben:
20.02.2020 - 17:36
Ich kaufe mit meinem Skipass eine Dienstleistung und wenn die tageweise gar nicht erbracht werden kann hat mir der Dienstleistungsanbieter eine Erstattung zu gewähren, da diese Dienstleistung nicht erbracht wurde. Das muss nicht monetär sein, sondern kann auch ein Gutschein für einen Tagesskipass sein, wie das z.B. vor 2,5 Jahren am Kitzsteinhorn der Fall war. Ich war mit meinem Bruder dort und es war sturmbedingt gar nichts geöffnet, daher wurde vom 3-Tages-Skipass der Sturmtag als Gutschein, einlösbar irgendwann in der Zukunft, ausgestellt. Das ist eine angemessene Lösung für beide Seiten. Wenn ich hingegen ~ 50 € eines Mehrtagespasses einfach gar nicht nutzen kann, weil alles im Skigebiet geschlossen ist, finde ich das schon an Abzocke grenzend. Man kann 7 Tage im Voraus nicht exakt wissen, dass ein ganzes Skigebiet geschlossen sein wird wegen Sturm. Sturmtiefs sind so weit im Voraus nie und nimmer exakt vorhersagbar. Der Betreiber kann nicht sämtliches Risiko auf den Kunden abwälzen.
Was ist mit eigener Risikoabwägung? Kriegst ja bei einem Mehrtagesticket bei Bus oder Bahn auch nicht einen Teil der Kosten zurückerstattet.
Skitobi hat geschrieben:
21.02.2020 - 10:13
Noch interessanter wird das Thema ja bei den in der Schweiz forcierten Vorverkaufs-Karten, da kann man dem Kunden wirklich nicht mehr vorhalten, dass er das Wetter gekannt haben könnte. Das wird dann aber wahrscheinlich mit dem Argument "hast ja nur 50 statt 80 Franken gezahlt, also freu dich" beantwortet. Oder gibt es da eine bessere Regelung?
icedtea hat geschrieben:
20.02.2020 - 16:06
Um es noch mehr zu differenzieren:

- wenn jemand den Skipass vor Ort im Wissen der Wettervorhersage für die nächsten Tage kauft, sehe ich weniger Veranlassung für eine Rückvergütung als bei einem Kauf Wochen/Monate vorab (der ja inzwischen durch entsprechende Rabatte etc. seitens der Skigebiete forciert wird
Beim Kauf eines günstigeren Tickets Wochen im Voraus, gehst du doch bewusst das Risiko ein, dass es schlechte Bedingungen haben könnte und spekulierst darauf, dass du dann doch besste Bedingungen vorfindest.
Der Betreiber, geht wiederum das Risiko einer Mindereinnahme ein und kann ja auch nicht am Tag der Leistung sagen, heute sind top Bedingungen, du musst noch bis zum vollen Preis nachzahlen.
Daher sehe ich in diesem Fall bei einem Liftausfall, den Betreiber auch nicht in der Pflicht.
ski-chrigel hat geschrieben:
21.02.2020 - 16:37
Skitobi hat geschrieben:
21.02.2020 - 10:13
Noch interessanter wird das Thema ja bei den in der Schweiz forcierten Vorverkaufs-Karten, da kann man dem Kunden wirklich nicht mehr vorhalten, dass er das Wetter gekannt haben könnte. Das wird dann aber wahrscheinlich mit dem Argument "hast ja nur 50 statt 80 Franken gezahlt, also freu dich" beantwortet. Oder gibt es da eine bessere Regelung?
Laut den AGBs gibt es keine Rückerstattungen. Im Einzelfall wird aber kulant gehandelt, zB. mit Gutscheinen. Da gilt dann wohl halt das Recht des Lauteren.
Bei den kürzlichen Stürmen wurde vielerorts an den Kassen und im Internet schon 1-2 Tage vorher gewarnt, dass keine Rückerstattungen vorgenommen werden, wenn man kurzfristig doch noch ein Ticket kauft.
Bei langfristigen Buchungen erstattet Laax einem regelmässig die Differenz zum Tagespreis, wenn der infolge nur sehr wenigen geöffneten Bahnen tiefer ist als der Preis, den man bezahlt hat. Und dies sogar automatisch!
Da ist doch in Laax eine Ausnahme, dass am selben Tag die Pässe billiger sind, als bei langfristigen Buchungen oder? Am selben Tag kennt doch der Kunde die Bedingungen. Ansonsten sehe ich, dass genauso wie bereits oben geschrieben hinstl. des Risikos.
Den Punkt, dass ich 1-2 Tage vorher gewarnt werde sehe ich ebenfalls kritisch. Wenn dann aufgrund dieser Aussage, dann an Stelle eines Dreitagestickets, an jedem der drei Tage ein Eintagestickets gekauft wird, könnte der Verbraucher ja argumentiert werden, dass nur aufgrund der Warnung die drei Eintagestickets gekauft wurden und er gerne die Differenz zum Dreitagesticket zurückhaben will.
Skitobi hat geschrieben:
21.02.2020 - 10:13
Es ist aber schon ein Unterschied zwischen Bahn und Seilbahn. Wenn bei der Bahn Sturmchaos ist ("Fernverkehr deutschlandweit eingestellt"), bleibt man gerne mal in irgendeiner Stadt hängen und kommt überhaupt nicht weiter und auch nicht zurück. Das hat zur Folge, dass man selbst hohe Kosten für ein Hotel (Dann wollen sehr viele Leute ein Hotel!) oder ein Taxi über sehr weite Strecken zahlen müsste, wenn man nicht noch mit einem Flixbus Glück hat. Man kommt also nicht nur nicht wie gewünscht an, sondern muss auch gezwungenermaßen nochmal deutlich selber drauflegen.
Zum Glück wurde die Regelung ja geändert und die Bahn muss jetzt für Übernachtung oder Weitertransport sorgen. Das ist viel wichtiger als der anteilige Ticketpreis, den man dann zurückbekommt.
Florian86 hat geschrieben:
21.02.2020 - 10:54
Fragwürdig ist ja auch immer, ob die ergriffenen Maßnahmen wirklich gerechtfertigt sind. Müssen wirklich die entsprechenden Lifte geschlossen werden oder wäre ein sicherer Betrieb (noch) möglich gewesen? Oder muss wirklich der Bahn-Fernverkehr in ganz Deutschland eingestellt werden, wenn es in einem Teil von Deutschland stürmt?
Das sind natürlich Fragen, die man am Besten hinterher beantworten kann. Ich kann es aus Betreibersicht durchaus auch verstehen, wenn man lieber zu vorsichtig ist, aber würde genau deswegen zumindest bei massiven Liftsperrungen eine nette Kulanz stark begrüßen. Das kann ja durchaus ein Gutschein für einen weiteren Liftpass sein (v.a. kommen die Leute dann auch ein weiteres Mal ins entsprechende Skigebiet), oder auch ein Essensgutschein falls der Liftbetreiber auch Restaurantbetreiber ist.
Bei der Bahn ist es ja oft so, dass die Tickets nicht aufgrund des Wetters sondern, aufgrund mangelnder Auslastung zu einem bestimmten Tageszeit billiger verkauft werden, was sich aber nicht nur auf einen Tag sondern fast tägl. auf den gleichen Zeitraum bezieht. Somit hat die Bahn auch keinen Schaden, wenn Sie verpflichtet ist dich an einem anderen Tag zu befördern. Hinsichtlich der Übernahme der Übernachtungskosten, sehe ich dies schon sehr kritisch, denn für schlechtes Wetter kann die Bahn dann meistens doch nichts und es reicht aus meiner Sicht wenn sie ihrem Beförderungsauftrag nachkommt.
Kamikatze hat geschrieben:
21.02.2020 - 01:27
albe-fr hat geschrieben:
20.02.2020 - 15:57
ich würde das schon differenzierter sehen - was ist denn, wenn ich 7 Tag ein Skigebiet fahre, einen Skipass fuer 7 Tage erwerbe und 3 Tage läuft nichts...

Oder warst du auch dafür die Haftung fuer wegen Wetter ausgefallenen Zügen und Fluegen auf den Endkunden abzuwälzen - Die DB bzw. Fluggesellschaft kann schliesslich auch nichts dafuer...
Tja, bis vor ein paar Jahren (Ende 2013?) war das aber noch so: Wenn ein Sturm, Suizid, Unfall o.ä. die Bahn stillgelegt hat, hast du schlichtweg Pech gehabt. Du konntest dann einen späteren Zug nehmen, aber das war es. Keine Rückerstattung whatsoever. Ist (zum Glück!) inzwischen anders. Man sieht ja regelmäßig, wie die Bahn den Grünschnitt vernachlässigt hat. Dann muss sie halt auch finanziell mit den Konsequenzen leben, sonst hat sie ja keinerlei Anreiz, daran was zu ändern.

Generell ist der Vergleich mit den Bergbahnen aber schwierig... Die haben nämlich oftmals deutlich weniger Einfluss auf die "höhere Gewalt", die ja so oft zu Problemen führt. Trotzdem fände ich es als Kunde ungerecht, z. B. den vollen Preis zu zahlen, wenn keine Bahn führe.
Für mich ist, dass auch noch immer der richtige Weg. Denn der Bahn entsteht durch eine spätere Beförderung kein Schaden, da diese ihre Tickets nicht aufgrund von Wettervorhersagen anbietet. Ein Skigebiet tut dies schon.
icedtea hat geschrieben:
20.02.2020 - 18:18
Regelungen auf Kulanzbasis finde ich auch gut und angemessen, ich würde mich nur als Betreiber nicht auf so etwas verklagen lassen wollen.
Sollte eigentlich pures Eigeninteresse sein, um die Kundenbindung zu stärken :wink:
Gegen Kulanz ist nichts einzuwenden, jedoch nichts verpflichtendes.

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von ski-chrigel » 21.02.2020 - 23:03

Da ist doch in Laax eine Ausnahme, dass am selben Tag die Pässe billiger sind, als bei langfristigen Buchungen oder?
Nein, das kommt öfters vor. Zwei Beispiele, die mein Lebenspartner schon erlebt hat:
1. Am Vorabend waren die Prognosen halbwegs gut. Er kaufte ein Ticket im App. Am Morgen war das Wetter dann aber doch deutlich schlechter und der Preis wurde reduziert. Er erhielt die Differenz automatisch zurückerstattet.
2. Um 8 Uhr kaufte er an einem eher schlechten Tag ein Ticket im App. Kaum waren wir auf der Piste, wurde der Preis nochmal reduziert. Und auch hier bekam er automatisch die Differenz zurück.
Ich meine, Laax habe dies auch schon offiziell so deklariert / beworben.
Den Punkt, dass ich 1-2 Tage vorher gewarnt werde sehe ich ebenfalls kritisch. Wenn dann aufgrund dieser Aussage, dann an Stelle eines Dreitagestickets, an jedem der drei Tage ein Eintagestickets gekauft wird, könnte der Verbraucher ja argumentiert werden, dass nur aufgrund der Warnung die drei Eintagestickets gekauft wurden und er gerne die Differenz zum Dreitagesticket zurückhaben will.
Das betrachte ich als Unsinn. Die Warnung wird sicher nicht voreilig rausgegeben, sondern nur bei wirklich schlechtem Wetter wie bei den kürzlichen Stürmen. Trotzdem kann der Kunde kaufen, was er will. Und wenn er dann doch an allen drei Tagen mit Einzeltickets Skifahren kann, ist er vermutlich eher happy, dass das Wetter doch halbwegs mitspielte.

Übrigens habe ich in Laax auch mal erlebt, dass wir im Herbst bis zum Gletscher hochfahren konnten, dann aber ohne die Skis anziehen zu können, wieder ins Tal fahren mussten und einen Gutschein für eine neue Tageskarte erhielten, obwohl die Bahnen ja eine nicht unerhebliche Leistung (6 Bahnfahrten) erbracht hatten.

Was ich sagen will: Man kann (zu Recht) auf Laax wegen der hohen Preise einhauen, aber in Sachen Rückerstattung sind sie zumindest im Einzelfall, wenn nicht sogar standardisiert ziemlich kulant.

Generell finde ich die Lösung gut, dass grundsätzlich keine Rückerstattungen erfolgen, man im Einzelfall auf der kulanten Seite ist.
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von burgi83 » 21.02.2020 - 23:48

ski-chrigel hat geschrieben:
21.02.2020 - 23:03
Da ist doch in Laax eine Ausnahme, dass am selben Tag die Pässe billiger sind, als bei langfristigen Buchungen oder?
Nein, das kommt öfters vor. Zwei Beispiele, die mein Lebenspartner schon erlebt hat:
1. Am Vorabend waren die Prognosen halbwegs gut. Er kaufte ein Ticket im App. Am Morgen war das Wetter dann aber doch deutlich schlechter und der Preis wurde reduziert. Er erhielt die Differenz automatisch zurückerstattet.
2. Um 8 Uhr kaufte er an einem eher schlechten Tag ein Ticket im App. Kaum waren wir auf der Piste, wurde der Preis nochmal reduziert. Und auch hier bekam er automatisch die Differenz zurück.
Ich meine, Laax habe dies auch schon offiziell so deklariert / beworben.
Das gilt dann aber nur für Tickets die 1-3 Tage vorher.
ski-chrigel hat geschrieben:
21.02.2020 - 23:03
Den Punkt, dass ich 1-2 Tage vorher gewarnt werde sehe ich ebenfalls kritisch. Wenn dann aufgrund dieser Aussage, dann an Stelle eines Dreitagestickets, an jedem der drei Tage ein Eintagestickets gekauft wird, könnte der Verbraucher ja argumentiert werden, dass nur aufgrund der Warnung die drei Eintagestickets gekauft wurden und er gerne die Differenz zum Dreitagesticket zurückhaben will.
Das betrachte ich als Unsinn. Die Warnung wird sicher nicht voreilig rausgegeben, sondern nur bei wirklich schlechtem Wetter wie bei den kürzlichen Stürmen. Trotzdem kann der Kunde kaufen, was er will. Und wenn er dann doch an allen drei Tagen mit Einzeltickets Skifahren kann, ist er vermutlich eher happy, dass das Wetter doch halbwegs mitspielte.[/quote]Für mich wäre es auch Unsinn, jedoch kann ich mir vorstellen, bei all dem was man hier so liest, dass manche tatsächlich auf diese Idee kommen würden. Ich sage nur Kostensparen durch langsameren Liftbetrieb. Manche hier wollen, Geld zurück wegen halber Leistung. Aber auf die Idee zu kommen, dass das Ticket vielleicht aufgrund dieser Tatsache bereits 10 CHF billiger ist, kommt keiner.
ski-chrigel hat geschrieben:
21.02.2020 - 23:03
Übrigens habe ich in Laax auch mal erlebt, dass wir im Herbst bis zum Gletscher hochfahren konnten, dann aber ohne die Skis anziehen zu können, wieder ins Tal fahren mussten und einen Gutschein für eine neue Tageskarte erhielten, obwohl die Bahnen ja eine nicht unerhebliche Leistung (6 Bahnfahrten) erbracht hatten.

Was ich sagen will: Man kann (zu Recht) auf Laax wegen der hohen Preise einhauen, aber in Sachen Rückerstattung sind sie zumindest im Einzelfall, wenn nicht sogar standardisiert ziemlich kulant.

Generell finde ich die Lösung gut, dass grundsätzlich keine Rückerstattungen erfolgen, man im Einzelfall auf der kulanten Seite ist.
Finde ich auch sehr löblich.
Einzig über Weihnachten 2019 gab es wohl zunächst Probleme hierbei, aufgrund des APP-Chaoses. Dies wurde jedoch später wieder durch Gutscheine weg gemacht.


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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von ski-chrigel » 22.02.2020 - 14:25

burgi83 hat geschrieben:
21.02.2020 - 23:48
[Das gilt dann aber nur für Tickets die 1-3 Tage vorher.
Meines Wissens wird das auch bei vor längerer Zeit erworbenen Tickets gemacht.

Dieser Artikel zu dem Thema, zwar schon einige Jahre alt, ist noch interessant:
https://m.tagesanzeiger.ch/articles/12997179
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von oerx » 22.02.2020 - 15:10

Das Thema sollte wohl eher heissen:

Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn es in den AGBs steht

Und zwar in den zum Kaufzeitpunkt gültigen AGBs des jeweiligen Anbieters.

Irgendwelche Verallgemeinerungen aus irgendwelchem Verhalten einzelner Anbieter abzuleiten, ist völlig sinnfrei.

Was welcher Anbieter über seine AGBs hinaus evtl. aus Kulanz macht oder nicht macht, bleibt komplett ihm überlassen, er kann da theoretisch auch bei jedem einzelnen Kunden oder Wochentag oder Tageszeit oder was auch immer völlig unterschiedlich handeln.

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von burgi83 » 22.02.2020 - 18:08

ski-chrigel hat geschrieben:
22.02.2020 - 14:25
burgi83 hat geschrieben:
21.02.2020 - 23:48
[Das gilt dann aber nur für Tickets die 1-3 Tage vorher.
Meines Wissens wird das auch bei vor längerer Zeit erworbenen Tickets gemacht.

Dieser Artikel zu dem Thema, zwar schon einige Jahre alt, ist noch interessant:
https://m.tagesanzeiger.ch/articles/12997179
Da frage ich mich schon, warum online verkauft wird. Müssen die Leute, dann auch wenn die Tickets am entsprechenden Tag teurer sind, die Differenz drauf zahlen?

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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von ski-chrigel » 22.02.2020 - 20:22

So oft kommt das ja nicht vor. Normalerweise werden die Tickets je näher das Datum rückt, je teurer. Und damit sie wirklich sehr günstige Tickets verkaufen, muss das Wetter sehr schlecht sein.
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von Theo » 23.02.2020 - 19:32

Vieles kommt halt auf das herrschende Szenario und den Tarifverbund an. Einen Stubaier Gletscher alleine kann man halt nicht mit einem Portes du Soleil vergleichen. Bei Ski-Amedee, Zillertal Superski, Dolomiti Superski z.B. kann der Verkäufer mit grosser Wahrscheinlichkeit immer noch auf ein offenes Gebiet im Verbund verweisen und ist raus aus der Sache. Ob dann alle Mayhofen Gäste am Spieljoch Platz hätten sei jetzt mal dahin gestellt.

Wenn es zu grösseren Anpassungen und daher viel höheren Rückerstattungen kommen sollte dann wird sich halt in der Tarifstruktur vieles in Richtung US-Systeme ändern und die Tageskartenpreise gehen durch die Decke und 4 einzeln gelöste Tage kosten dann halt mehr als ein Saisonpass. Einen Saisonpass muss aber kein Anbieter rückerstatten weil man ja nochmals kommen kann, obwohl dass die meisten Gäste zeitlich und finanziell natürlich nicht können.

Der grosse Fan der heutigen Rückerstattungssysteme bin ich nicht, vor allem was das Fliegen betrifft. Dass gezahlt wird ist gut, aber meistens muss der falsche Zahlen. Es zahlt eigentlich immer die Fluggesellschaft, aber was kann die dafür dass der Flughafen wegen Schlechtwetter geschlossen ist oder deren Bodenpersonal wieder mal streikt? Zahlen ja, aber bitte der Verursacher und nicht der eh schon Geschädigte.
Das ist bei der Bahn dasselbe. Die Gleise gehören nicht der SBB oder BLS sondern dem Bund. Ist hier gerade ein bisschen mit einem 35km langen Tunnel ein Thema.
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Re: Wetterkapriolen: Geld zurück, wenn der Lift nicht fährt

Beitrag von j-d-s » 03.03.2020 - 02:16

So ganz einfach ist das aber nicht mit dem "keine Rückerstattungen wenn wegen Wetter geschlossen", denn dann ist immer noch justiziabel, ob das Skigebiet nicht vielleicht doch bestimmte Lifte hätte öffnen können oder ob man aus Sparsamkeit alles geschlossen hat. Bspw. sind ja Saas-Fee und Glacier3000 dafür bekannt, bei oder nach "schlechtem Wetter" schnell mal komplett alles dicht zu machen.

Bei beiden Gebieten bekommen übrigens die Angestellten keinen Lohn, wenn sie nicht arbeiten müssen, weil die Lifte geschlossen sind...

Und bitte argumentiert jetzt nicht "wenn die Bergbahngesellschaft entscheidet es sei zu unsicher, dann hat das seine Richtigkeit", denn das ist eben Unsinn. Seilbahnen haben technische Vorschriften, es gibt Lawinensachverständige, Wettermessungen - ob geschlossen werden muss, also rechtlich gesehen, entscheidet nicht der Betriebsleiter der Bergbahn. Sowas können allenfalls staatliche Beamte verbindlich feststellen.

Denn es fällt eben schon auf, dass bestimmte Gebiete sehr schnell sehr viele Lifte oder gleich komplett alle Lifte schließen, während andere ganz in der Nähe noch offen haben. Und das liegt sicher nicht nur an der Topographie.
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